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zu Mt 16,19
18,18 22.14
24
24,40
Text
Mt 16,19 Und
ich werde dir die Schlüssel des Reiches der Himmel geben; und was irgend du auf
der Erde binden wirst, wird in den Himmeln gebunden sein, und was irgend du auf
der Erde lösen wirst, wird in den Himmeln gelöst sein.
Erklärung 1. Teil Wenn man nicht nach der
Vulgata übersetzt, sondern nach dem Griechischen Grundtext, dann kommt's
automatisch richtig...
Ich will dir die Schlüssel des Königreiches der Himmel geben und was du auf
Erden lösen wirst
hat im Himmel gelöst worden zu
sein.
Erklärung 2. Teil Petrus hat dies dann erlebt mit den unreinen Tieren (Apg 10) die im Himmel bereits "gelöst" waren. Er durfte dann auf Erden den himmlischen Beschluss bestätigen
Analoges siehe in Mt 18,18 Joh 20,23. Also nicht die Apostel oder sonst ein Mensch kann etwas Binden und lösen, sondern das macht Gott. Durch die Schriftgeistesleitung erkannten die Apostel und auch wir, was Gott bereits beschlossen hat. Dies durften sie und auch wir dann Menschen mitteilen.
Text:
Wahrlich, ich sage euch: Was irgend ihr auf der Erde binden werdet, wird im Himmel gebunden sein, und was irgend ihr auf der Erde lösen werdet, wird im Himmel gelöst sein.
Text: Mt 22,14 Denn viele sind Berufene, wenige aber Auserwählte.
Erklärung: Hast Du, gelesen
was MacArthur in der Studienbibel zu Mt 22,14 geschrieben hat? Ich lese
sie sehr gerne. Hat vieles drin, was ich noch nie gefunden habe. Wenn etwas
theologisch unsinniges drin steht, mache ich immer ein "Q" daneben. und
hier steht eben etwas theologisch unsinniges:
Lieber Hans-Peter,
ich habe gerade die
MacArthur-Study-Bible (ich habe nur das Englische Exemplar) zu Mat 22,14
nachgelesen. Die Fußnote von Mac Arthur ist die alte calvinistische Lehre, dass
Gott nicht will, dass alle Menschen gerettet werden, sondern das Heil nur einem
begrenzten Teil der Menschen zugesteht. Die auserwählten Ungläubigen kommen dann
durch den "wirksamen Ruf" "unwiderstehlich" zur Wiedergeburt, danach (!)
bekehren sie sich zu Christus.
Calvinisten wie MacArthur teilen den Ruf des einen Evangeliums nach den zwei
Gruppen der Zuhörer (auserwählt und nicht-auserwählt) in zwei Teile, nämlich den
"wirksamen Ruf" und den "allgemeinen Ruf". Der allgemeine Ruf ist eigentlich nur
eine Art "Scheinruf", da Gott die Nicht-Erwählten ohnehin zur Hölle bestimmt hat
und diese Gruppe gar nicht glauben darf/kann/soll.
Für Mat 22 bedeutet diese Lehre, dass die Nicht-Erwählten ohnehin
der Einladung und dem Ruf "Kommt zur Hochzeit" nicht folgen konnten, weil ihnen
Gott die "unwiderstehliche Gnade" nicht gewährt - der König also an diese Gruppe
eine Art "Scheineinladung" ausgesprochen hat.
Der tatsächliche Grund der Ablehnung ist jedoch in Vers 4 zu
finden: "sie kümmerten sich nicht darum", obwohl sie eingeladen waren.
Wenn es dann am Ende heißt "viele sind berufen (oder gerufen), wenige sind
auserwählt" meint dies m.E., dass von den vielen, an die die Einladung erging,
nur wenige dieser Einladung nachgekommen sind. Diese wenigen aber sind
auserwählt beim Hochzeitsmahl teilzunehmen.
Ich glaube sowohl, dass es wirklich im Sinne des Königs war, dass alle Geladenen
tatsächlich auch kommen sollten, als auch, dass jeder Mensch (wenn er nicht
bereits verstockt ist), an das Evangelium glauben kann/darf und soll, wenn er
den Ruf, zu Christus zu kommen, hört.
Wer dem Ruf sich zu Christus zu bekehren gefolgt ist, ist dann Teil der
Gemeinde, d.h. er ist auserwählt z.B. zur Heiligkeit und zum Himmel
vorherbestimmt. Analog zum Gleichnis ist der Gläubige durch das Festgewand
tauglich gemacht worden d.h. auserwählt, am Hochzeitmahl des Lammes
teilzunehmen.
Ich bin zwar auch in Besitz der MacArthur Study Bible, kann sie
jedoch wegen der durchwegs calvinistischen Interpretationen, wie auch das
Beispiel von Mat22 zeigt, nicht empfehlen. Ich lese die Bibel dann lieber ohne
Kommentare !
Nochmals viele Grüße
Peter
Text:
Mt 24,1
Und Jesus trat hinaus und ging von dem
Tempel {die Gebäude; s. die Anm. zu
Kap. 4,5} hinweg; und seine Jünger
traten herzu, um ihm die Gebäude des Tempels zu zeigen.
Mt 24,2
Er aber antwortete und sprach zu ihnen:
Sehet ihr nicht alles dieses? Wahrlich, ich sage euch: Hier wird nicht ein Stein
auf dem anderen gelassen werden, der nicht abgebrochen werden wird.
Mt 24,3
Als er aber auf dem Ölberge saß, traten
seine Jünger zu ihm besonders und sprachen: Sage uns, wann wird dieses sein, und
was ist das Zeichen deiner Ankunft und der Vollendung des Zeitalters?
Mt 24,4
Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen:
Sehet zu, daß euch niemand verführe!
Auslegung
Matthäus 24 und die Gemeinde
Der Herr bezieht sich im Vers 15 auf die Prophetie Daniels (Kap.9) über die Zukunft des jüdischen Volkes. Daniel spricht in diesem Kapitel von 7 Jahren (die 70.Jahrwoche). Die Ereignisse, auf die sich der Herr hier bezieht (Greuel der Verwüstung) , finden nach Dan 9 „mitten in der Woche“ statt, d.h. nachdem bereits 3,5 Jahre bzw. die erste Hälfte der Jahrwoche vorüber ist.
Von den ersten 3,5 Jahren spricht der Herr in Mat 24 in den vorherigen Versen (4-14). Die vom Herrn erwähnten Dinge korrespondieren exakt mit den Ereignissen ab dem ersten Siegelgericht in der Offenbarung ab Kap. 6. Die erste Hälfte der letzten Jahrwoche Daniels beginnt demnach mit dem ersten Siegelgericht (religiöse Verführung). Die letzte Hälfte der 7 Jahre endet mit dem Kommen des Herrn vom Himmel – sowohl in Mat (V.30) als auch in der Offb. (Kap.19,11). Der Herr bezieht sich also in Mat 24 auf eine Prophetie Daniels über das jüdische Volk: („Siebzig Wochen sind über dein Volk [...] bestimmt“ (Dan.9,27).
Der typisch jüdische Kontext wird zudem durch die Erwähnung von Judäa (V.16), den Flachdächern (V.17), dem Sabbat (V.20), und der heiligen Stätte (V.15) deutlich.
Es handelt sich in Mat 24 um eine Prophetie über die Zukunft des jüdischen Volkes bzw. der gläubigen Überrestes Israels und nicht um Anweisungen für die neutestamentliche Gemeinde. Der Zeitrahmen in Mat 24 entspricht der Offenbarung Kap.6-19.
Der Schlüssel zum Verständnis der Offenbarung liegt in Kap. 1,19. Hierin liegt die chronologische Einteilung. 1. Der verherrlichte Christus („was Du gesehen hast“). 2. Die Gemeindezeit („was ist“) 3. Was nach diesem geschehen soll (Kap. 4,1 „nach diesem“) – nämlich der Thron Gottes, die Gerichte, das Kommen des Herrn und das 1000jährige Reich. Die Gerichtszeit wird dadurch bereits inhaltlich von der Gemeindezeit abgegrenzt.
Nach den Kapiteln 2 und 3, die prophetisch die Gemeindezeit beschreiben und noch vor Beginn der Gerichte, findet die Entrückung des Johannes in den Himmel statt (4,1). Er sieht aus himmlischer Perspektive die Geschehnisse nach der Gemeindezeit, von denen auch Mat 24 berichtet. Diese Entrückung erinnert bereits an 1Thes 4,17f, wenn die Gemeinde – wie auch Johannes – von der Erde in den Himmel aufgenommen sein wird. Die letzte Erwähnung des Wortes „Gemeinde“ in der Offenbarung ist Kap. 3,22. Das Wort „Gemeinde“ wird in der gesamten Zeit der Gerichte nicht mehr erwähnt. Johannes nennt es erst wieder in seinen Schlussworten (Kap 22,16).
Offb 3:10 „Weil du das Wort meiner Geduld bewahrt hast, will auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die über den ganzen Erdkreis kommen wird, zu versuchen, die auf Erden wohnen.“
Die weltweiten Gerichte und Verführungen, kommen ab Offb Kap 6 über alle Mensche, die auf der Erde wohnen. Die Gemeinde von Philadelphia jedoch bekommt die Verheißung davor bewahrt zu bleiben.
Auf welche Art und Weise die Gemeinde bewahrt bleibt, schreibt der Apostel Paulus in 1Thes „1:10 und seinen Sohn aus den Himmeln zu erwarten, den er aus den Toten auferweckt hat - Jesus, der uns errettet von dem kommenden Zorn.“ Indem der Herr zuvor vom Himmel kommt, wird die Gemeinde vor den Gerichten, der Versuchung und dem kommenden Zorn bewahrt.
1Th 5:9 „Denn Gott hat uns nicht zum Zorn bestimmt, sondern zum Besitze des Heils durch unsren Herrn Jesus Christus“
Im Gegensatz zur abgefallenen Menschheit hat Gott die Gemeinde zum Heil und zur himmlischen Herrlichkeit bestimmt. Die Gerichte der Offenbarung betreffen hingegen die abgefallene Christenheit (Hure Babylon), die Welt unter Führung des Antichristen und Israel, das durch die große Drangsal zur Umkehr kommen wird.
Die Gemeinde wird von allen Gerichten bewahrt, da der Herr der Gemeinde das Gericht am Kreuz getragen hat. Wer an Christus glaubt kommt nicht ins Gericht – auch nicht in die Siegel-, Posaunen- und Schalengerichte der Offenbarung.
Der Herr wird bei der Aufrichtung seines Reiches mit seiner gesamten Gemeinde –d.h. „mit allen seinen Heiligen“ (1Thes 3,13) - erscheinen. Auch die bereits gestorbenen Gläubigen werden - nach 1Th 4,14 „so wird Gott auch die Entschlafenen durch Jesus mit ihm führen.“ – mit Christus wiederkommen. Die bereits verherrlichte Gemeinde erscheint in Offb 19,14 und folgt als Heer vom Himmel ihrem Herrn auf seinem Weg zur Erde nach. Da sie mit ihm auf die Erde herabkommen, waren sie also schon beim Herrn vor seiner Wiederkunft.
Wie die Gemeinde in den Himmel gekommen ist, teilt uns Paulus mit: Er beschreibt den Vorgang der Aufnahme sowohl der toten als auch der lebendigen Gläubigen in den Himmel in 1Thes 4,17ff und 1Kor 15. Schließlich kommt der Herr ja auch mit der GESAMTEN Gemeinde auf die Erde.
Bei der Entrückung wird das „Sterbliche“ „Unsterblichkeit“ bekommen, d.h. die Lebenden bzw. die Sterblichen werden mit dem Herrlichkeitsleib „überkleidet“ und das „Verwesliche“ wird die „Unverweslichkeit“ erhalten, d.h. die in den Gräbern verwesenden Gläubigen werden auferstehen. Der Treffpunkt mit dem Herrn liegt dann in den Wolken – bei der Wiederkunft wird der Herr jedoch auf die Erde kommen.
Vertreter der Lehre, dass die Entrückung am Ende der Trübsal stattfinden wird, bemerken hier, dass der Herr seine Gemeinde in der Luft trifft, um sie bei seinem Kommen auf die Erde von dort aus mitzunehmen. Die Parallelstelle in Joh 14:3 („Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.“) beschreibt jedoch, dass Christus bei der Entrückung die Gemeinde zunächst erst in das Vaterhaus im Himmel nehmen wird. Von diesem himmlischen Ort aus wird die Gemeinde dann mit dem Herrn am Ende der Trübsal aufbrechen, um zur Erde zu kommen: „und ich sah den Himmel geöffnet“ (Offb 19,11).
Entrückung und das Kommen des Herrn auf die Erde sind somit zweit getrennte Ereignisse.
Mat 24 beschreibt die Ereignisse vor dem sichtbaren Kommen der Herrn Jesus auf die Erde. Die Gemeinde ist zu dieser Zeit bereits entrückt und befindet sich im Himmel. Dieser Abschnitt hat somit Relevanz für den gläubigen jüdischen Überrest, der sich zu dieser Zeit auf der Erde befindet.
MARANATHA !
Peter
P.S. Offb 20,6 spricht m.E. von der Auferstehung der Märtyrer der Trübsal vor dem messianischen Reich und bezieht sich auf Offb 20,4.
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Alsdann werden zwei auf dem Felde sein, einer wird genommen und einer gelassen;