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1. Korinther Einführung

 

Schreiber des 1. Korintherbrief

 

Durch den Brief selbst wird Paulus zweimal als Schreiber des Briefes ausgewiesen (Kap. 1,1+2 u. Kap. 16,21).

 

Mehrere der so genannten Kirchenväter bestätigen die Autorenschaft von Paulus, z.B. Clemens v. Rom ca. 96 n. Chr.

 

Heute werden im Allgemeinen keine Gründe vorgetragen, durch die Paulus als Schreiber in Frage gestellt wird.

 

Der Brief wurde ca. 55 n. Chr. geschrieben und zwar gegen Ende des dreijährigen Aufenthaltes in Ephesus (Apg. 16,5 bis Apg. 20,31). Dies wird aus 1. Kor. 16,8 deutlich.

 

Empfänger des Briefes und der Botschaft

 

 

Empfänger des Briefes sind alle, die an jedem Ort den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen (1. Kor. 1,2).

 

 

Inhalt der Einleitung, Überschrift des Briefes

 

 

Paulus wünscht den Empfängern Gnade und Friede von Gott! 1. Kor. 1,3.

 

In Vers 7 wird deutlich, dass Paulus die Offenbarung Jesu Christi verkündigt, die er selbst direkt von Gott und dem Herrn empfangen hatte.

 

 

Besonderheiten

 

 

Besonderheiten liegen in der Abfolge mit der Paulus, durch den Geist geleitet, die Dinge behandelt. Er behandelt sie in der Reihenfolge, wie sie in Ordnung gebracht werden müssen.

 

  1. Probleme der Spaltungen innerhalb der Gemeinde
  2. Moralische und ethische Unordnung im Gemeindeleben, (resultiert aus 1).
  3. Anweisungen bezogen auf die Ehe waren notwendig wegen der geduldeten Unmoral außerhalb der Ehe (siehe 2).
  4. Anweisungen bezogen auf zweifelhafte Praktiken: Götzenopfer, Unterstützung der Apostel, Israel als warnendes Beispiel, Tisch der Dämonen und das Mahl des Herrn, Freiheit der Gläubigen, Rücksicht auf die Schwachen.
  5. Anweisungen über öffentliche Anbetung (Kapitel 12 – 14). Erst hier kommt der Apostel in Kap. 13 auf das Thema Liebe.
  6. Ausführungen über die Auferstehung, Sicherheit der Auferstehung, Antwort auf gewisse Einwände derjenigen, die behaupteten, es gäbe keine Auferstehung.
  7. Praktische und persönliche Dinge. 

Genau in dieser Reihenfolge treten Probleme in einer Gemeinde auf. Erst kommt Uneinigkeit, dann ethische und moralische Unordnung, als drittes kommen Eheprobleme, usw…


 

Situation der Briefempfänger

 

 

Die Korinther hatten an keiner Gnadengabe Mangel (Verse 4-7). Sie waren unreif und ungeist­lich.

 

Paulus gibt ihnen aufs Neue Milch. „Ich habe euch Milch zu trinken gegeben, nicht Speise; denn ihr vermochtet es noch nicht; aber ihr vermöget es auch jetzt noch nicht,“ (1. Kor. 3,2).

 

 

Der Brief ist also in seiner Struktur einfach und leicht verständlich Gott ist der Gott alles Friedens, darum schreibt Paulus in 1. Kor. 11,16 „Wenn es aber jemand gut dünkt, streitsüchtig zu sein, so haben wir diese Gewohnheit nicht, noch die Versammlung Gottes.“

 

 

Die Spaltungen und Streitereien in Korinth konnten nicht kennzeichnend für die Versammlung Gottes sein. Der Brief hat das Ziel, diese hinweg zutun. Wie der zweite Brief zeigt, ist dies auch gelungen.

 

Besonderheit der Bibelkritik zum 1. Korintherbrief

 

 

Während in den meisten Fällen die Idee von so genannten Zweitautoren aufgegriffen wird, z.B. Deuterojesaja, Deuterodaniel etc. oder z.B. die Idee mit dem Urmarkus, aus dem dann die an­deren Evangelien entstanden sein sollen, zieht diese gängige Praxis in Bezug auf den 1. Korin­t­herbrief nicht, weil sich Paulus zu Anfang und am Ende als Autor zu erkennen gibt.

 

Bezogen auf den 1. Korintherbrief finden wir dann die Hinzufügungstheorie für die Verse 1. Kor.14,34-39. Es wird behauptet, diese Verse stünden im Widerspruch zu 1. Kor. 11,1-18.  Diesen offensichtlichen Widerspruch löst ein Teil der Bibelkritiker auf, indem sie behaupten, die Verse wurden später eingefügt.

 

Andere versuchen den gleichen Widerspruch zu lösen, indem sie behaupten, die Stelle hätte einen starken historischen Bezug auf die damalige Gemeinde in Korinth und sonst keine wesentliche Bedeutung.

 

Wir haben in diesem Brief leichte Kost

 

 

Hier werden geistliche Dinge durch geistliche Mittel vermittelt (1. Kor. 2,13). Es ist darum eindeutig, dass nur der Geist die Fleischlichen zu Recht bringen kann.

 

Das Konzept Gottes für seine Versammlung / Gemeinde ist schlüssig. Es braucht weder einen lokalen historischen Bezug, bei dem dann schon ein Großteil der damaligen Empfänger außen vor gestanden hätte, noch einer nachträglichen Einfügung, um den Brief zu verstehen.

 

Paulus behandelt Unordnung in den Zusammenkünften, die zu Unordnung in den Familien und den moralischen Beziehungen führen, was letztendlich so sehr zur Unehre des Herrn gereicht, wodurch etliche krank wurden und ein gut Teil entschlief.

 

Die Briefempfänger sollten sich selbst beurteilen, damit sie nicht vom Herrn ein zeitliches Gericht empfingen. Diesen Zweck verfolgt der Brief heute noch genauso.

 

herzliche Grüße

 

Ulrich