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Nur eine Frau?

Warum toleriert Gott bei den Glaubenshelden des Alten Testamentes Vielweiberei, aber heute nicht?

 

Die Frage, warum denn Gott bei Abraham und auch den anderen Glaubenshelden des Alten Testamentes  offensichtlich die Vielweiberei toleriert, aber in der Gnadenzeit überhaupt nicht, hat wohl schon viele beschäftigt.

Wenn man über diesen Punkt in den Regierungswegen Gottes nachdenkt, dann muss man sich zwangsläufig fragen, welche Wesenszüge Gottes den Menschen in der Gnadenzeit bekannt sind, von denen aber z.B. Abraham nichts wusste. Es ist eine biblische Tatsache, dass wir heute, im Jahr 2010, nach dem „Ende der Tage“ Hebr. 1,1 und nach „der Fülle der Zeit“ Gal 4,4 leben. Erst durch den Herrn Jesus haben die Menschen die vollständige Offenbarung Gottes bekommen. Denn erst der HERR JESUS hat IHN offenbar gemacht. „Niemand hat Gott jemals gesehen; der eingeborene Sohn, der in des Vaters Schoß ist, der hat ihn kundgemacht.“ Joh. 1,18 So, wie wir heute Gott kennen dürfen, nämlich als Vater, Sohn und Heiliger Geist, hat sich Gott erst durch den HERRN JESUS dargestellt.

Wir verstehen heute, dass es schon immer das Sehnen Gottes war sich den Geschöpfen, die in seinem Bild geschaffen sind, so vorzustellen. Dazu war es unbedingt notwendig, dass Menschen dem Bilde seines Sohnes gleichförmig würden. „Denn welche er zuvorerkannt hat, die hat er auch zuvorbestimmt, dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu sein,“ Röm. 8,29 Vor aller Zeit und aller Schöpfung hat Gott die Geschöpfe geliebt. Wir dürfen hier die Erkenntnis Gottes nicht auf einfaches Wissen reduzieren. Gott ist Liebe! Die Geschöpfe seiner Liebe sind zuvorbestimmt, ebenfalls vor aller Zeit und aller Schöpfung dem Bild seines Sohnes zu entsprechen.  Eph. 1,5 macht deutlich, dass alle Menschen zur Sohnschaft zuvorbestimmt sind. Dies dokumentiert Gott, indem er alle Menschen in das Buch des Lebens geschrieben hat. „Meinen Keim sahen deine Augen, und in dein Buch waren sie alle einge­schrie­ben; während vieler Tage wurden sie gebildet, als nicht eines von ihnen war.“ Ps. 139,16 Wir finden in der Schrift nur Löschungen aus dem Buch des Lebens, keinen „Neueintrag“ eines Bekehrten. „Lass sie ausgelöscht werden aus dem Buche des Lebens, und nicht eingeschrieben mit den Gerechten!“ Ps. 69,28

Wenn aber Gott sich als Vater offenbaren wollte, dann musste er Kinder haben, Kinder bekommt man durch Zeugung und Geburt. Aus diesem Grund finden wir eine beeindruckende Formulierung bei der Schaffung des Menschen im Bild Gottes. „Und Gott schuf den Menschen in seinem Bilde, im Bilde Gottes schuf er ihn; Mann und Weib schuf er sie.“ 1. Mose 1,27 Nur Mann und Frau zusammen sind das Bild Gottes. Adam, der allen Lebewesen einen Namen gab, erkennt auch sofort das besondere des Menschen, nämlich dass Mann und Frau eins sind, ein Fleisch bilden. Adam hat noch keinen Vater gesehen und auch noch keine Mutter, trotzdem sagt er sofort: „Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, und sie werden ein Fleisch sein.“ 1. Mose 2,24 Gott vereinigt als einziges Wesen in sich die Fähigkeit zu zeugen und zu gebären. Der Mensch ist das einzige von Gott mit Vernunft ausgestattet Wesen, welches in Zeugung und Gebären eine Einheit bildet. Der Mensch entspricht nur dem Bild Gottes, wenn diese Einheit bewahrt wird.

Wir sehen sehr schnell nach dem Sündenfall, dass dieser Gedanke zerstört wurde. Schon in 1. Mose 4,19 zerstört Lamech dieses Bild. Wir finden gleichartiges Handeln auch bei den Glaubensmännern. Abraham, Jakob, David, Salomo, man könnte die Reihe fast beliebig fortsetzen. Warum antwortet Gott nicht mit Gericht? Nun, wir können erkennen, dass Gott sehr häufig bei absolut perversen sexuellen Handlungen mit Gericht einschreitet. Sodom & Gomorra, die kanaanitischen Völker des Landes, Benjamin am Ende von Richter, etc. Aber nie kommt es zu den präzisen und unumstößlichen Anweisungen, wie wir sie gerade in den Aussagen des HERRN JESUS in den Evangelien finden und wie sie uns in den Lehrbriefen noch einmal unterstrichen werden. Nie hatte es die Aussage gegeben, „was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden.“ Das finden wir erst in Matt 19,6 und Mark 10,9 Warum solche Aussagen plötzlich, als doch die Gnade und die Wahrheit geoffenbart wird, warum nicht unter Gesetz?

Nun, in der ganzen Tragweite können wir die Wesenszüge Gottes tatsächlich erst erkennen, seit der HERR als Mensch vom Himmel gekommen ist. Durch den Vater gezeugt und aus Gott geboren. Diese Dinge offenbart uns Gott sicher nicht von ungefähr in einer Sprache, in der zeugen und gebären ein und dasselbe Wort ist. Erst durch die Offenbarung des HERRN verstehen wir, was Gott getan hat als ER den Menschen als Mann und Frau in seinem Bilde schuf. Plötzlich erahnen wir, warum Gott von zwei Personen plötzlich im Singular spricht.

Satan hat das Ziel dieses Bild zu zerstören. Es gibt für ihn keinen größeren Triumph als wenn Menschen, die im Bild Gottes geschaffen wurden genau dieses Bild der Einheit zerstören. Darum finden wir in allen menschlich/teuflischen Kulten sexuelle Entartung wie Tempelprostitution. Das ist Anbetung Satans. Kol. 3,5 macht deutlich, dass Hurerei Götzendienst ist. Schon in Hosea 5,4 wird gesagt: „Ihre Handlungen gestatten ihnen nicht, zu ihrem Gott umzukehren; denn der Geist der Hurerei ist in ihrem Innern, und Jehova kennen sie nicht.“

Jetzt in der Gnadenzeit verstehen die Gläubigen, dass sie durch die Zeugung und die Wiedergeburt aus Gott in eine einzigartige, unauflösliche und unscheidbare Beziehung gekommen sind. Sie sind Glieder des Christi. Die singuläre Beziehung zwischen Mann und Frau stellt als Vorbild die Beziehung zwischen Christus und der Versammlung dar. Natürlich, Satan will dieses Bild zerstören, aber das geht nur dann, wenn Menschen als Menschen vom Staube leben. Gott hat alles zur Verfügung gestellt, damit wir als Menschen vom Himmel leben können. Nur an solche ergeht die Aufforderung sich der Sünde für tot, Gott aber lebend in Christo Jesu zu halten. Röm. 6,11

Wenn man überhaupt einen Grund findet, warum man Hurerei oder Scheidung akzeptieren will, dann liegen diese Gründe immer in dem Menschen vom Staub. Menschen vom Staub trafen, solange sie die Gnade nicht kannten und den Heiligen Geist nicht hatten auf Nachsicht Gottes. Menschen vom Himmel ruft die Schrift zu „Du nun, mein Kind, sei stark in der Gnade, die in Christo Jesu ist;“ 2. Tim 2,1 und „Fliehet die Hurerei! Jede Sünde, die ein Mensch begehen mag, ist außerhalb des Leibes; wer aber hurt, sündigt wider seinen eigenen Leib.“ 1. Kor. 6,18 Darum sagt uns der Geist Gottes durch Jakobus „Ihr Ehebrecherinnen, wisset ihr nicht, dass die Freundschaft der Welt Feindschaft wider Gott ist? Wer nun irgend ein Freund der Welt sein will, stellt sich als Feind Gottes dar.“ Jak. 4,4

Es stimmt schon, Abraham hatte viele Frauen, auch Nebenfrauen, „Und den Söhnen der Kebsweiber, die Abraham hatte, gab Abraham Geschenke; und er ließ sie, während er noch lebte, von seinem Sohne Isaak wegziehen nach Osten, in das Land des Ostens.“ 1. Mose 25,6 Dreimal wird Abraham in der Bibel Freund Gottes genannt unter anderem in Jak 2,23. Wir dürfen ganz sicher sein, dass der Heilige Geist das innerhalb dieser paar Zeilen nicht vergessen hatte. Menschen vom Himmel, die sich bewusst sind, dass Gott sie gezeugt hat und die den Heiligen Geist haben liefert die Schrift eben keine Entschuldigung.