Diese Brüder warnen also auf der einen Seite so ernst vor allen Gräuelsünden – und merken nicht, dass sie selbst vom Feind Betrogene sind, indem sie sich von ihm in Spiritismus und Gräuelsünden hineinziehen ließen, nämlich in Geisterbeschwörungen, um die Sünden der Vorfahren zu erkennen, um den (angeblich) Besessenen zu befreien. Welch eine Tragik! –
C.W. Auf S.39 lehrt E. Kremer [1] ein falsches Verständnis von ‚Binden und Lösen’ (Math. 18). Hier geht es – vom Zusammenhang her – eindeutig um Gemeindezucht und nicht um ein Lösen eines Vertrags mit dem Teufel; in dem ganzen Text ist nirgends vom Teufel die Rede! – Auf Grund dieses Irrtums sind schon die obskursten unbiblischen Praktiken in sonst nüchterne, bibeltreue Kreise eingedrungen, wovon ich selber Zeuge bin. –
S. 38 [2] empfiehlt Kremer eine offene Aussprache und ein Bekenntnis der Gräuelsünden vor einem „geistesmächtigen Seelsorger“. Was versteht er darunter? Wohl solche Brüder wie J.C. Blumhardt, den er auf S. 36 [3] so rühmt als ‚der bekannte Kämpfer und Bahnbrecher auf diesem dunklen Gebiet des Aberglaubens und der Zauberei’ und den er daraufhin auch noch zitiert, und zwar bezüglich seiner ‚Erfahrungen’ im Kampf mit der (angeblich) besessenen Gottliebin Dittus, aus der er 1-einhalb Jahre lang „Dämonen austrieb“, wobei diese Mächte sich teilweise verstellten, sich als Geister von Verstorbenen ausgaben und ihm genau diese Lügen erzählten, die er hier als durch seine Kämpfe erkannte ‚Wahrheiten’ bezeichnete. Kremer merkte nicht, dass Blumhardt die Grenze zum Spiritismus in guter, aufrichtiger Absicht weit überschritten hatte und ein Betrogener des Feindes war. „Er sah, hörte und befragte die Geister, ja, er predigte ihnen“ – abends, vor leeren Kirchenbänken! [4]
C.W. Ich persönlich habe die Seelsorge von Werner Bergmann miterlebt, (auch er beruft sich auf Emil Kremers Buch) - aber ich war nicht der zu behandelnde Fall, sondern andere Geschwister wurden 'behandelt', d.h. an ihnen wurde 'ausgetrieben', was alles ja nur ein Scheingefecht der Finsternismächte ist, bzw. eine Vortäuschung; in Wirklichkeit waren diese Geschwister nicht besessen, sondern sie ließen sich vom Feind belügen und glaubten seinem Täuschungsmanöver,
dass er immer noch so viel Macht über sie hätte - anstatt dass sie dem Herrn glaubten, dass Er den Feind längst besiegt hat. Und wer dem Herrn glaubt und sich rückhaltlos Ihm ausliefert, der kann nicht mehr vom Feind beherrscht werden.
C.W. Ich habe noch etwas Ähnliches erlebt - mit Werner Bergmann, FFM: Als der Seelsorgefall keine Ahnung davon hatte, was die Eltern und Vorfahren an okkulten Sünden getrieben hatten, und deshalb so ratlos und traurig war, entgegnete W. Bergmann: "Das ist nicht schlimm, dass du das nicht weißt; - wir können es schon „rausfinden“ während der Seelsorge..." Er wollte sagen (wie ich später merkte): „Wir können die Dämonen zwingen, es zu offenbaren, was die Vorfahren an okkulten Sünden getrieben hatten.“ [5]
Ein Bruder berichtete von einer Begegnung mit Emil Kremer. Er wollte eigentlich lediglich ein Gespräch über Glaubensfragen mit ihm führen. Sofort kam Kremer auf die Sünden der Väter des betreffenden Bruders zu sprechen, die dieser jetzt unbedingt herausgeben sollte.[7]
Ein anderer, ehemaliger Besucher der EfA- Gemeinde in Stuttgart, schrieb, dass er das Thema „Geöffnete Augen“ bei den Gemeindeleitern angesprochen hat. Er war mit der dort vertretenen „Okkultseelsorge“ nicht einverstanden. Dabei fiel dann die Aussage:
[1] Zitate und Seitenangaben von C. W. aus Geöffnete Augen 9. Auflage. GA. S. 45 ff.
[2] Emil Kremer „Geöffnete Augen“, 23. Auflage 1994. GA. S. 42-43
[3] GA. S. 40
[4] Siehe Blumhardts Kampf
[5] Nach Frau C. W. FFM. Anmerkung zu den Büchern von Emil Kremer, Kurt Koch und J.C. Blumhardt:
[6] Rudi Holzhauer, „Der betrügerische Exorzismus als grenzüberschreitende Seelsorge“. http://www.sungaya.de/schwarz/allmende/exorzist.htm http://members.tripod.com/bernd_pfromm/exor.html
[7]Aussage von Bruder K. Sch. aus Crheim