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Erbauung
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Gottlose - kraftlos - Sünder - Feinde
Durch diese vier Dinge ist der Mensch, der dann in
Römer 5 gerechtfertigt ist, vor seiner Rechtfertigung gekennzeichnet. Alle
vier Begriffe kommen in Römer 5 ab Vers 6 vor. Bei der genaueren Untersuchung
finden wir, dass die Menschen, die uns in Römer 1 aber Vers 18 bis Römer 3,20
vorgestellt werden selbstverständlich genau diese Merkmale haben.
Erstaunlich wird es dann, wenn wir plötzlich
feststellen, dass die handelnden Personen, bzw. Personengruppen, die uns in
Römer 9 - 11 vorgestellt werden, ebenfalls durch die gleichen Merkmale
gekennzeichnet sind. Wir finden den Gottlosen, denjenigen, der sich bewußt von
Gott losgesagt hat und der Gott durch Unzucht, sprich Hurerei verunehrt im
zweiten Teil von Römer 1. Da ist jemand, der hat Kenntnis von Gott, verwirft
es aber Gott in Erkenntnis zu haben und bringt durch sein ungöttliches,
gottloses Handeln der Hurerei Gericht über sich.
Hebr. 12,16 sagt uns das nicht jemand unter uns
ein Hurer oder ein Ungöttlicher sei wie Esau. Esau kannte Gott, er hat es
bewußt abgelehnt Gott in Erkenntnis zu haben, wurde zu einem Ungöttlichen und
kam deswegen ins Gericht. Esau und der Gottlose haben die gleichen Merkmale.
Gott hat sich beiden vorgestellt und beide haben nicht gewollt. Römer 3,8 sagt
uns dass dieses Gericht gerecht ist. Gott richtet die Gottlosigkeit und die
Ungerechtigkeit der Menschen. Im Zorn Gottes kommt Gottes gerechte Empörung
zum Ausdruck. Der Gottlose wird anerkennen müssen das Gottes Gericht gerecht
ist, er wird, indem er sein Urteil empfängt Gott rechtfertigen und so Gott
verherrlichen. Er ist aber in Ewigkeit von der Teilnahme an der Herrlichkeit
ausgeschlossen.
Der Kraftlose hat eine gewisse Form der
Gottseligkeit, verleugnet aber durch sein Handeln das in der Gottseligkeit
Kraft vorhanden ist. Er verleugnet deren Kraft, wie 2. Tim. 3,5 sagt. Diesen
Menschen finden wir in Römer 2 und auch Pharao ist ein Bild dafür. Sowohl der
Mensch in Römer 2 als auch Pharao sind nicht Gottlose wie Esau. Der Mensch in
Römer 2 und auch Pharao wollen eine gewisse Form der Verehrung und Anbetung
Gottes durchführen und auch zulassen. Aber auch sie haben es verworfen Gott in
Erkenntnis zu haben. Sie bringen Gott nicht die Anbetung dar, die er fordert.
Sie haben ihre eigenen Gedanken. Bei Pharao sehen wir auf der einen Seite die
Bereitschaft Anbetung zuzulassen, auf der anderen Seite aber das er dadurch
gekennzeichnet ist, dass er Joseph nicht kennt. Wusste Pharao wirklich nichts
von Joseph? Das ist tatsächlich sehr unwahrscheinlich. Das er Joseph nicht
kannte, meint wohl ehr, dass er keine innere Beziehung zu Joseph und zu dessen
Volk hatte.
Sünder sind von Kenntnis Gottes und von
Sündenbewußtsein gekennzeichnet. Sünder brauchen ein Gesetz. Durch Gesetz
kommt Sündererkenntnis und durch Gesetz wird die Sünde überströmend. Alles
trifft auf die Juden zu. Sie kennen Gott, sie haben ein Gesetz und indem sie
das Gesetz übertreten wird die Sünde überströmend. Bei den Juden ist es ganz
offensichtlich, dass wir diese sowohl zu Beginn von Römer 3, als auch in Römer
9 - 11 haben.
Was ist nun mit den Feinden? Über Feinde kommt,
wenn das Maß voll ist, Gericht. Römer 3,9-20 zeigt uns, dass sowohl der
Gottlose, als auch der Kraftlose und auch der Sünder, Feinde sind. Sie sind
alle unter der Knechtschaft Satans. Es gibt einfach keine Ausnahme, weder von
Römer 1,18 bis Römer 3,20 noch in Römer 9 - 11.
Gott stellt sich allen vor, da ist keiner der Gott
nicht kennt. Alle lehnen es ab Gott zu dienen. Alle werden dadurch zu Feinden
und haben ein gerechtes Gericht verdient. Das Gericht Pharaos war zur
Darstellung der Macht und zur Verherrlichung Gottes. Genauso ist das Gericht
an den Juden zur Verherrlichung Gottes. Ganz egal, wie ein Mensch lebt, ob er
gerettet wird oder ob er verloren geht, immer wird die Gerechtigkeit Gottes
deutlich und Gott wird verherrlicht.
Nur, wenn alle verloren gingen, dann wurde doch
der Gott der Liebe und der Gnade nicht bekannt. Dann wurde dieses tiefe Sehnen
im Herzen Gottes, Anbeter in Geist und Wahrheit zu haben, nicht erfüllt. Dann
konnte der Vorsatz Gottes, dass der Herr Jesus der Erstgeborne unter vielen
Brüdern sein sollte nicht erfüllt werden. Wenn wir das bedenken, dann
verstehen wir, warum die Schrift immer wieder und an vielen Stellen betont,
dass Gott will, das alle Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit kommen und
gerettet werden.
Um Gott zu rechtfertigen, um Gott zu
verherrlichen, da hätte das Gericht Gottes völlig ausgereicht. Das können wir
schon daran erkennen, dass Gott durch das Gericht, dass er an dem Herrn Jesus
vollzogen hat, völlig zufrieden gestellt worden ist. Der HERR hat nach Joh. 17
den Vater verherrlicht. Wie? Weil er in das Gericht für unsere Schuld gegangen
ist, weil er für jede Verunehrung die die Menschen gegen Gott begangen haben,
weil er wirklich für alles bezahlt hat. Weil der Herr für alle jemals
vorkommenden und begangenen Sünden gebüßt hat, darum hat Gott dem Menschen
Jesus das Gericht übergeben. Wenn der HERR nicht für alle Sünden Sühnung getan
hätte, dann bestünde noch die Notwendigkeit, dass Gott Gericht ausübt. Weil
aber gar keine Notwendigkeit mehr dazu besteht, darum ist bis in die Ewigkeit
hinein der Mensch Jesus der Richter. Hier gibt es keinen Platz für eine
begrenzte Sühnung!
Gott ist verherrlicht. Gott ist völlig zufrieden.
Gott ruht in und mit Wohlgefallen!
Aber der Vater sucht Anbeter in Geist und
Wahrheit, der Sohn soll der Erstgeborne sein unter vielen Brüdern. Können wir
uns vorstellen, dass Gott die Anbetung, die von Ewigkeit zu Ewigkeit dauert,
die unendlich ist, dass Gott die Anbeter von der Anzahl her per
Ewigkeitsbeschluß selbst limitiert hat. Der Sohn Gottes wird Mensch um Gott
völlig zu verherrlichen, aber Anbetung wird durch Ewigkeitsbeschluß begrenzt?
Der Sohn Gottes hat den Vater nach Joh. 17 völlig
verherrlicht, aber die Darstellung des Sohnes als Erstgeborner unter vielen
Brüdern wird per Ewigkeitsbeschluß begrenzt?
Hebr. 2,11 sagt uns "Denn sowohl der, welcher
heiligt, als auch die, welche geheiligt werden, sind alle von einem [Ratschluß
Gottes]; um welcher Ursache willen er sich nicht schämt sie Brüder zu nennen,"
vorher haben wir gelernt, dass es Gott geziemte den Anführer unserer Errettung
durch Leiden vollkommen zu machen. Und dann per Ewigkeitbeschluß begrenzte
Anbetung und begrenzte Verherrlichung des Sohnes?
In Römer 3,25 lernen wir, dass Gott den Sohn zu
einem Gnadenstuhl dargestellt hat. Der Gnadenstuhl steht im Heiligtum. Als der
Sohn sich durch den ewigen Geist selbst Gott geopfert hat, da ist der Vorhang
des Tempels zerrissen [nach Hebräer sein Fleisch] der Weg zum Gnadenstuhl ist
frei! Aber laut Ewigkeitsbeschluß nur für einige? Wer will komme... nehme...
Off. 22,17
Natürlich sind alle Feinde, der Gottlose, der
Kraftlose und auch der Sünder. Alle sind als Sklaven unter die Sünde verkauft.
Jetzt hat aber der Herr Jesus durch seinen Tod den
zu nichts gemacht, der die Macht des Todes hatte und alle die befreit, welche
durch Todesfurcht das ganze Leben hindurch der Knechtschaft unterworfen waren
(Hebr. 2.15) Nach Matt. 12,29 und nach Mark. 3,27 ist der Herr ebenfalls in
das Haus des Starken eingedrungen, hat diesen gebunden, um ihn dann zu
berauben.
Also, der Herr hat die Menschen von der
Knechtschaft der Todesfurcht befreit. Der Starke ist gebunden, ein besiegter
Feind und der Herr beraubt ihn. Wir haben schon vorher gesehen, dass alle
Menschen Gott rechtfertigen müssen und somit zur Verherrlichung Gottes sind,
unabhängig von dem Ausgang ihres Lebens. Jetzt hat der Herr den Teufel besiegt
und gebunden. Wenn nun der Hausrat des Starken einfach passiv geraubt würde,
dann ist doch deutlich, dass alles geraubt wird. Der Starke ist gebunden, er
mag zwar schnauben, aber er kann sich doch nicht wehren.
Wenn der Raub so stattfinden würde, dann gäbe es
in der Ewigkeit keine Anbeter in Geist und Wahrheit, dann könnte der Herr gar
nicht als der Erstgeborne unter vielen Brüdern dargestellt werden, denn der
HERR wäre dann der einzige, der durch eine Willensentscheidung dort wäre, er
hätte dann gar keine Brüder, denn der Rest der Anwesenden hätte eine andere
Natur. Der HERR hätte dann dort Puppen oder Marionetten. Das Binden Satans
führt dazu, dass Alle eine Willensentscheidung fällen. Der Herr zwingt
niemanden das Haus des Starken zu verlassen, er gibt nur durch seinen Tod
allen die Möglichkeit dazu. Alle Feinde, der Gottlose, der Kraftlose und auch
der Sünder, werden auf Grund der angebotenen Gnade, wenn sie sie annehmen,
umsonst gerechtfertigt. Darum finden wir auch in Römer 9 - 11, dass das Wort
Gottes nicht hinfällig geworden ist. Gott erfüllt alle Zusagen und
Verheißungen, indem er immer wieder Gnade anbietet. Es wird sogar betont, dass
die Vollzahl der Nationen eingehen wird. Ja, sein Ratschluß ist
unausforschlich. Niemand ist sein Mitberater gewesen. ER ist Heiligkeit und
Gerechtigkeit, ER ist Liebe und Gnade, ER ist aber überhaupt nicht
willkürlich.
Ich rühme die Gnade, die mir den Weg aus dem Haus
des Starken gezeigt hat! Ja, ich rühme die Gerechtigkeit die mir geworden
ist! Ich rühme die Liebe, die mich bis hierher gebracht hat und die mich ans
Ziel bringt! Ich rühme die Heiligkeit, weil ich in Ewigkeit an der
Herrlichkeit teilnehmen werde! Weil ich gleichzeitig den Schrecken des Herrn
kenne, sage ich jedem Menschen, lass dich versöhnen mit Gott!
herzliche Grüße
Ulrich