Home   Forum  Bibellehre.ch   Bibelkreis.ch  Geistliche Lieder  Jahresbibelleseplan  Evangelium

Zurück zu Lee

Der erste Brief des Petrus

Schlüsselwort: Leiden.

Botschaft: Wie wir fähig werden, geduldig, freudig und zur Verherrlichung Gottes zu leiden.

Für wen?

1. Dieser Brief wurde von Petrus gegen Ende seines Lebens geschrieben (etwa um 60 n. Chr.).
Er wurde durch die Hand Silvanus' (Silas) (Kap. 5,12), eines Begleiters Pauli, geschrieben; da Paulus in Gefangenschaft war, war Silas für dieses Werk frei geworden.

2. Er war hauptsächlich, wenn auch nicht ausschliesslich, für Judenchristen bestimmt.

Zweck:

Offenbar wurde der Brief zu einem zweifachen Zweck geschrieben. Erstens hatten viele der ersten Christen angefangen zu glauben, Paulus und Petrus hätten verschiedene Ansichten über die Grundlagen unseres Glaubens. Man hat angenommen, dass Petrus diesen Brief schrieb und durch Pauli Begleiter an die von Paulus ins Leben ge­rufenen asiatischen Gemeinden sandte, um diesen Irrtum zu zerstören.
Zweitens war er auch dazu bestimmt, die bekehrten
Juden, welche durch empfindliche Prüfungen und bittere Verfolgun­gen gingen, zu stärken und zu ermuntern und so den Dienst zu erfüllen, den der Herr ihm aufgetragen hatte (vergl. Luk. 22,31-32).

Der umgewandelte Petrus:

Das Bild Petri in den Evangelien und in seinen eigenen Briefen ist erstaunlich und in wunderbarer Weise verschieden. In den Evan­gelien sah Petrus den Herrn umgestaltet, in den Briefen sehen wir Petrus durch die grenzenlose Gnade Gottes innerlich umgestaltet In den Evangelien sehen wir Petrus stürmisch, unruhig, leicht erregt, vorschnell und nach irdischer Kraft geizend; in den Briefen finden wir ihn geduldig, ruhig, langmütig, voller Liebe; sein altes unge­stümes Wesen ist geläutert und geheiligt. Er selbst ist ein sprechendes Bild von der umgestaltenden Gnade Gottes.
 

Schlüsselworte:

1. Die Worte  "köstlich" und «kostbar» sind bevorzugte Worte Petri. (Vergl. 1. Petri 1,7.19; 2,4.6.7; 3,4; 2. Petri 1,1.4.)

2. Wenn wir uns Petri Charakter vergegenwärtigen, muss es nicht überraschen, dass bei ihm die «Hoffnung» in den Vordergrund tritt (Kap. 1,3.13.21; 3,15). Während Paulus «Apostel des Glaubens» und Johannes «Apostel der Liebe» genannt wird, gilt Petrus als der «Apostel der Hoffnung».

3. Petrus sagt auch Wertvolles über Auserwählung (Kap. 1,2), Vorerkenntnis (Kap. l, 20), Dreieinheit (Kap. l, 2), den stellvertretenden Tod Christi (Kap. 1, 2.18.19; 2,21.24; 3,18; 4,1).

4. Petrus war bereit zu lernen und vergass das Gelernte niemals. Er lernte Kap. 1,17; in Apostelg. 10,15.34; 2,4-8; in Matth. 16,18; 2,25; in Job. 10,1; 4,19; in Luk. 23,46; 5,2; in Job. 21,15; 5,5; in Joh. 13, 4-5.

5. Aber das Schlüsselwort ist «Leiden». Dieses Wort, oder Ableitungen und gleichwertige Worte finden sich in diesem kurzen Brief etwa zwanzig Mal und machen seine Botschaft aus. Die Leiden Christi werden in jedem Kapitel erwähnt, jedoch kein einziges Mal im zweiten Briefe.

Petrus und die Gemeinde:

Petrus berührt die Lehre von der Kirche (Gemeinde) unter dem Charakter eines Gebäudes (Tempel), nicht eines Leibes oder der Braut Die Gläubigen selbst bilden dieses Haus, «ein geistliches Haus». Sie sind Priester, und als lebendige «Steine» zum lebendigen Eckstein gekommen, bilden sie ein «heiliges Priestertum». (Vergl. Kap. 2, 4-9.) Es ist die Erfüllung dessen, was der Sohn des lebendigen Gottes einst zu Petrus gesagt hat: «Auf diesen Felsen will Ich Meine Versammlung (Kirche, Gemeinde) bauen». Überflüssig zu sagen, dass alle Bluterkauften Kinder Gottes den göttlichen Tempel bilden.

Gliederung:

1. Freude im Leiden auf Grund der Erlösung (Kap. 1, 1-13) Schlüsse!: Kap. 1,6

1. Der Name Petrus wurde ihm vom Herrn gegeben.

2. Beachte die Kraft des Ausdrucks «worin» in Vers 6.

3. Diese herrliche Erlösung, die durch Gnade unser Teil ist, befähigt uns, durch Leiden und Prüfung hindurch mit «unaussprechlicher Freude zu frohlocken» (Vers 8).

4. Und völlig auf die Gnade zu hoffen (Vers 13)

2. Um unschuldig and zur Verherrlichung Gottes zu leiden, ist Heiligkeit wichtig (Kap. l, 14 bis Kap. 3,22)

Schlüssel: Kap. 2,12.19.20; 3,1.2? (mit Kap. 4,15-16)

1. Diese gebietende Notwendigkeit der Heiligkeit von Herz und Leben liegt allem zugrunde, was Petrus in diesem Abschnitt schreibt

2. Petrus ist besorgt, dass sich doch niemand durch leichtfertig sündiges Verhalten Verfolgung und Leiden aufladen möchte.

3. Ein lockeres Leben setzt uns dem Spott der Feinde des Kreuzes aus.

3. In solchem Leiden haben wir die Gemeinschaft des Herrn (Kap. 4) Schlüssel: Kap. 4,13

1. Beachte «wobei es sie befremdet" (Vers 4) und «lasst euch nicht befremden» (Vers 12).

2. Der Gedanke, den Petrus hier ausdrückt, ist der, dass wir, vorausgesetzt, dass unser Leben in Ordnung ist  im Leiden in gesegneter Gemeinschaft mit dem Herrn sind.

3. Es gibt ein Zudecken von Sünden, das ganz in Ordnung ist (Vers 8), vorausgesetzt aber, dass es die Sünde anderer und nicht die eigene ist.

4. Vergiss in Leiden nie die Herrlichkeit, die nachfolgen wird (Kap. 5,1-4) Schlüssel: Kap. 5, l mit .1,2.13 und 5,10

1. Ein gesegneter Trost in Leid und Prüfung ist der Gedanke an die glückselige Zukunft beim Herrn.

2. Dieser kurze Abschnitt ist voll von «der Herrlichkeit, die geoffenbart werden soll».

3. «Seid mit Demut fest umhüllt» (Vers 5) heisst wörtlich: «Zieht die Demut an wie eine Sklavenschürze».

5. Bedenke, dass Leiden allen gemeinsam ist (Kap. 5,bis Schluss) Schlüssel: Kap. 5,9

1. Es ist nicht gut, zu denken, dass niemand so zu leiden habe als nur wir.

2. Tatsache ist, dass, wie in Vers 9 steht, Leiden und Kummer Erfahrungen sind, die allen gemeinsam sind. Niemand ist davon ausgenommen.

3. "Demütigt euch! (Vers 6), sonst muss der Herr die Widerspenstigen demütigen.