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Die Opfer
(3. Mose 1-7).
Bisher haben wir die Stiftshütte betrachtet und dann die Priester und Leviten. Jetzt kommen wir zu einem neuen Gegenstand, zu den Opfern, die wir mit des Herrn Hilfe betrachten wollen.
Die Stiftshütte war einst die alleinige Stätte der Anbetung Gottes auf Erden. Im Priestertum offenbarte Er Seine Vorsorge für ein Volk, das für sich selbst fern von Ihm stand und daher jemandes bedurfte, der es vor Ihm vertrat und die Beziehungen zu Ihm aufrecht hielt. Die Priester waren also die Vermittler zwischen Gott und dem Volke Israel.
Im Opfer sehen wir die Grundlage der Anbetung. Der Mensch, in sich selbst schuldig und unrein, bedarf eines Opfers zur Tilgung seiner Schuld und zur Reinigung der Befleckungen, um für die heilige Gegenwart Gottes passend zu sein. Gott ist heilig, und nur auf dem von Ihm verordneten Wege und unter der Wahrung Seiner Heiligkeit kann Er den Menschen gestatten, sich Ihm zu nahen.
Als Gott das Gesetz gab, da redete Er vom Berge Sinai aus, und zwar unter Donner und Blitz, den Zeichen des Gerichts. Dort offenbarte Er Seine Heiligkeit und Gerechtigkeit. Wäre Er in diesem Charakter unter das Volk getreten, so hätte dies Seine Vernichtung bedeutet. Als Gott / die Vorschriften über die Opfer gab, redete Er vom Zelt der Zusammenkunft aus; dieses sollte den Mittelpunkt bilden für das Zusammenkommen Seines Volkes mit Ihm, dem großen Gott, der sich in Gnaden herablassen wollte, hier mit Seinem Volke zu reden und ihm Seine Gedanken mitzuteilen. So war also das Zelt die schönste Wohn-

Stätte Gottes auf Erden in Gnade. Er hatte sich hinter den Vorhang, der ein Vorbild des Fleisches Christi war (Hebr. 10, 20), zurückgezogen und Seinen Platz auf dem Gnadenstuhl eingenommen, wo das Blut der Versöhnung und nicht die Halsstarrigkeit Israels Seinem Blick begegnete. Gott war heilig auf dem Sinai und heilig auf dem Gnadenstuhl. Im ersten Falle aber war Seine Heiligkeit verbunden mit einem verzehrenden Feuer, im letzten Falle mit einer geduldigen Gnade, auf Grund eines dargebrachten Opfers. Auf Sinai offenbarte sich Gott in Seiner Herrlichkeit, in der Stiftshütte nach den Bedürfnissen derer, die Ihn dort suchten.
O welch ein Heiland, Herr, bist Du!
Der Sünder findet süße Ruh',
Die niemand kann ergründen.
Ein Abgrund der Barmherzigkeit
Verschlingt ein Meer von Herzeleid.
Du starbst für unsere Sünden.
Ja, Du, Jesu, Hast Dein Leben hingegeben,
Um von Sünden uns auf ewig zu entbinden.
Holdsel'ger, treuer Friedefürst,
Wie hat Dich nach dem Heil gedürst't,
Dem Heil verlor'ner Sünder!
Es floß Dein Blut am Kreuzesstamm,
Es floß -fär ein uns, o Gottes Lamm,
Nun sind wir Gottes Kinder.
Freude! Freude! Durch Dein Sterben sind wir Erben.
Dort am Throne gibst Du uns die Siegeskrone.
Herr unsere Gerechtigkeit,
Wie hoch wird dessen Geist erfreut,
Der Dich im Glauben kennet!
Du hat Dein großes Werk vollbracht,
Hast alle Furcht zunacht' gemacht,
von Gott uns nichts mehr trennet.
Laß uns ewig, Himmelssonne, Seelenwonne,
Dich genießen und in Deinem Lob zerfließen.