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THE BEREAN CALL

P.O. Box 7019 Bend, Oregon 97708 www.thebereancall.org

Dezember 2004

So hat Gott geliebt

Dave Hunt

Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Joh 3,16

Wie wunderbar daran zu denken, dass ich von Gott, dem unendlichen Schöpfer des Universums, zart geliebt werde! Diese Tatsache ist, wenn sie wahr ist, so Furcht einflößend, dass unser begrenzter Geist durch den Gedanken überwältigt wird. Aber ist das nicht zu gut, um wahr zu sein? Wie kann ich mir dessen sicher sein, dass Gott mich liebt? Und was bedeutet das wirklich?

Als ich ein Junge in der Sonntagsschule war, sangen wir in einfachem Glauben,

Jesus liebt die kleinen Kinder
Alle Kinder auf der Welt.
Rot und gelb, schwarz und weiß,
alle sind kostbar in Seinen Augen.
Jesus liebt die kleinen Kinder auf der Welt.

Ist dieses Lieblingslied der Kinder biblisch? In der Tat, es ist biblisch!

Mütter brachten ihre kleinen Kinder zu Jesus, aber die Jünger vertrieben sie. Dachten die strengen Jünger, dass diese Kinder nicht zu den „Erwählten“ gehörten? Nein, Jesus hatte den Jüngern nie ein solches Konzept gelehrt. Ihr Problem war derselbe Stolz und Mangel an Liebe, womit Christus die Pharisäer anklagte: „aber bei euch habe ich erkannt, dass ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt. (Joh 5,42).

Jesus nahm die Kinder und segnete sie, indem er sagte, „Lasst die Kinder zu mir kommen und wehrt ihnen nicht; denn solcher ist das Reich Gottes“ (Mk 10,14).

Christus sagte, „Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen“ (Joh 14,9). Deshalb wissen wir, dass die zarte Liebe und das Erbarmen, das Christus gegenüber diesen Kindern an den Tag legte, die Offenbarung des Vaterherzens war, das voll Liebe allen gegenüber ist.

Ist es möglich, dass diese einzelnen Kinder eine besondere Gruppe darstellten, die in besonderer Gunst Gottes standen? Es gibt überhaupt keinen Hinweis dafür. Was Christus für sie tat und ihnen sagte, konnte nur Seine Liebe für „alle Kinder der Welt“ widergespiegelt haben, wie das Lied besagt.

Aber wenn wir nicht länger unschuldige Kinder sind – wenn wir wissen, dass wir gesündigt haben und für jeden Gedanken, jedes Wort und jede Tat rechenschaftspflichtig sind – was dann? Liebt Gott uns immer noch, obwohl wir Seiner Liebe hoffnungslos unwürdig sind? Könnte das stimmen? Wenn nicht, gibt es für niemanden eine Hoffnung auf Erlösung.

Es ist vollkommen unmöglich, dass endliche, mangelhafte Sünder je Gottes unendlicher, perfekter und heiliger Liebe würdig sein könnten. Wenn Gott uns überhaupt lieben sollte, kann es nicht daran liegen, wer wir sind, sondern, ungeachtet dessen wer wir sind, nur aufgrund dessen, wer Er ist.

„Gott ist Liebe“ (1 Jh 4,8.16). Liebe ist genau der Kern Seines Wesens. Deshalb kann er nicht anders, als alle lieben. Und er hat das durch die Tatsache bewiesen, dass Er Seinen geliebten Sohn dahingegeben hat, für die Sünden der Welt zu sterben.

Die Schrift erklärt, dass Gottes Liebe sich in dem Geschenk Seines Sohnes offenbart: „Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab…. Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren…. Daran haben wir die Liebe erkannt, dass Er sein Leben für uns hingegeben hat…. Darin ist die Liebe Gottes zu uns geoffenbart worden, dass Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben sollen...“ (Joh 3,16; Röm 5,8; 1Jo 3,16; 1Jo 4,9.10; etc.).

Diese Wahrheit, dass Gott der Welt einen Retter schenken wird, wurde bei Christi Geburt verkündet als „große Freude, die dem ganzen Volk widerfahren soll“ (Lk 2,10). Doch viele behaupten, dass Christus nur für die Sünden einer erlesenen Gruppe, welche die „Auserwählten“ genannt werden, starb. Sie waren somit die einzigen, für die die Geburt Christi vielleicht die Quelle der „großen Freude“ sein könnte.

Diese Lehre, die in der Gemeinde immer populärer und einflussreicher wird, erklärt, dass „so hat Gott die Welt geliebt“ in Wirklichkeit bedeutet, „so hat Gott Teile der Welt geliebt.“ Es ist klar, wenn Christus nicht für alle starb, dann konnte Gott nicht alle geliebt haben, denn die Offenbarung Seiner Liebe ist der Tod Seines Sohnes. Es gibt keine biblische Grundlage zu sagen, dass Gott diejenigen liebt oder jemals liebte, für die Christus nicht starb.

Einige Vertreter dieser Lehre jedoch versuchen zum Ausdruck zu bringen, dass Gott wirklich jeden liebt, aber nicht mit dieser speziellen Liebe, die Er für die vorbehalten hat, für die Christus Sich am Kreuz geopfert hat. Aber eine öffentlich erklärte „Liebe“, die nicht alles tut, was sie kann, um die Geliebten zu retten, ist in Wirklichkeit keine Liebe. Es ist so, wie wenn man denen heuchlerisch sagt, die „ohne Kleidung [sind] und es ihnen an der täglichen Nahrung fehlt.... Geht hin in Frieden, wärmt und sättigt euch“, ihnen aber nicht das Notwendige geben würde (Jak 2,15.16).

Noch schlimmer, viele, die schamlos dieser Lehre anhängen, erklären, dass Gott eine Vielzahl zur ewigen Verdammnis vorherbestimmte, sogar bevor sie geboren waren – eine Vielzahl, die Er hätte retten können, wenn Er das so gewollt hätte. Sie sagen, dass Gottes Liebe sich in Seiner Geduld und zeitlicher Freundlichkeit allen gegenüber zeigt. Egal jedoch wie viel Sonnenschein und Regen oder andere irdische Segnungen Er diesen Nichterwählten geschenkt haben mag, wäre es irrational zu sagen, dass Gott sie überhaupt in irgendeiner Weise geliebt hat.

Christus sagte, „darum seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist“ (Lk 6,36). Es ist außer Frage, dass wir allen gegenüber barmherzig sein müssen, sogar denen gegenüber, die uns hassen und misshandeln. Das ist nur deshalb möglich, weil Gott allen gegenüber barmherzig ist. Wenn nicht, dann müssten wir beim Nacheifern unseres Vaters im Himmel auch nicht allen gegenüber barmherzig sein. Auch kann man nicht sagen, dass Gott barmherzig ist, wenn er es unterlässt, allen die benötigte Erlösung zu verschaffen. Deshalb können wir gewiss sein, dass Gott alle liebt und die Erlösung für die ganze Welt bewirkt hat.

Ein anderes Kinderlied geht so,

Oh wenn es nur ein Lied gibt, das ich singen kann, wenn ich den großen König in Seiner Schönheit sehe, das soll mein Lied für die Ewigkeit sein,
“Oh was ein Wunder, dass Jesus mich liebt!“

In der Tat, was ein Wunder!

Paulus frohlockte, „…den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat“ (Gal 2,20)! Wie konnte Paulus sicher sein, dass ihm Gottes Liebe galt? Hatte er eine spezielle Offenbarung, dass er zu den „Auserwählten“ gehörte? Oder hatte er einfach eine Liebe erfasst, die laut Bibel für alle ist? Es ist von geringem Wert, über Gottes Liebe zu frohlocken, wenn man sich nicht gewiss sein kann, dass sie in der Tat einem selbst gilt.

Immer versammelte sich eine gemischte Vielzahl, um Christus zuzuhören. Sie war nicht auf eine erlesene Gruppe beschränkt, die die Auserwählten genannt wurde. Viele hatten nie dem Evangelium geglaubt und sind heute in der Hölle. Doch ihnen allen sagte Christus, „Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen…“ (Mt 5,44). Dieses Gebot beruhte auf der herrlichen Wahrheit, dass genau das Gottes Haltung allen gegenüber ist.

Christus sagte, dass sogar Sünder alle die lieben und freundlich zu denen sind, die sie lieben und freundlich zu ihnen sind. Gewiss würde Gott, dessen Liebe unendlich ist, nicht weniger wohlwollend sein gegenüber den Sündern und denen, die sich zu Seinen Feinden machen, als er von uns verlangt. Wir sehen diese Liebe in Christus, der zum Vater betete, denen zu vergeben, die Ihn kreuzigten und verspotteten (Lk 23,24). Damit dieses Gebet, Beantwortung fand, musste der Vater die Bezahlung Christi für die Sünde allen denen verfügbar machen, die sie annehmen würden.

Eine Vielzahl von Schriftstellen erklärt, dass Gott alle liebt und die Erlösung aller begehrt. Solche Schriftstellen werden geschickt von denen umgangen, die leugnen, dass Christus für alle starb. Sogar solche kristallklaren Schriftstellen wie folgende werden wegerklärt: „welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen... der sich selbst als Lösegeld für alle gegeben hat“ (1Tim 2,4.6).

Spurgeon beschwerte sich bezüglich dieses Verses, „ich las gerade die Darlegung von jemanden, der den Text so erklärt, um ihn weg zu erklären, als ob er lautete, ‚der will, dass nicht alle Menschen gerettet werden….’ [In der Tat] sollte der Absatz folgendermaßen lauten: ‚dessen Wunsch ist, dass alle Menschen gerettet werden….’ Wie es mein Wunsch ist… so ist es Gottes Wunsch, dass alle Menschen gerettet werden sollten; denn ganz gewiss ist er nicht weniger wohlwollend, als wir es sind“ (Charles H. Spurgeon, „Erlösung durch Kenntnis der Wahrheit,“ (www.apibs.org/chs/1516.htm, 16 January 1880).

Die Schrift stellt es vollkommen klar, der einzige Grund, warum nicht alle gerettet werden, ist nicht der, dass es einige gibt, die Gott nicht zu retten begehrt, sondern weil sie die Erlösung zurückwiesen, die Er in Christus verschaffen hat. Wie das Gesetz für alle war, so steht die Erlösung all denen zur Verfügung, die das Gesetz brechen und die dadurch unter Gottes Gericht kommen.

Gewiss sind die Zehn Gebote nicht für eine erwählte Gruppe, sondern für die ganze Menschheit. In der Tat erklärt Paulus, „Wenn nämlich Heiden, die das Gesetz nicht haben… da sie ja beweisen, dass das Werk des Gesetzes in ihre Herzen geschrieben ist, was auch ihr Gewissen bezeugt…“ (Röm 2,14.15).

Gerade das erste Gebot lautet, „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken“ (Mt 22,37.38). Es ist sowohl unvernünftig wie auch unbiblisch, dass Gott jenen gebietet, Ihn mit ihrem ganzen Herzen zu lieben, für die Christus nicht starb, und denen gegenüber deshalb Gott nicht Seine Liebe offenbarte. Wie können sie (die Gott nicht liebt) das Gebot erhalten, Ihn zu lieben?

Die Bibel erklärt, „Wir lieben ihn, weil er uns zuerst geliebt hat“ (1Jo 4,19). Der einzige Weg, wie irgendeiner Gott lieben kann, besteht in Antwort auf Seine Liebe. Wenn es somit jene gibt, für die Christus nicht starb (und denen gegenüber daher Gottes Liebe nicht offenbart wurde), sind sie überhaupt nicht verpflichtet, Gott zu lieben. Doch dieses Gebot gilt allen, Deshalb musste Christus für alle gestorben sein.

Die Schrift versichert uns wiederholt, dass Christus „ein Retter aller Menschen ist, besonders der Gläubigen“ (1Tim 4,10); Christus „sollte ja durch Gottes Gnade für alle den Tod schmecken“ (Hebr 2,9). Das bezieht sich nicht nur auf den physischen Tod, sondern auf „den zweiten Tod… [die Ewigkeit] in dem See sein, der von Feuer und Schwefel brennt“ (Offb 2,11; 20,6.14; 21.8). Nur Gott konnte diese Strafe für die Welt bezahlen. Nur Er war dazu in der Lage und „hat unsere Sünden selbst an seinem Leib getragen auf dem Holz [Kreuz]“ (1Petr 2,24) um dadurch „die Sünde der Welt hinweg [zu nehmen]“ (Joh 1,29).

Deshalb musste der Erlöser „starker Gott, Ewig-Vater“ (Jes 9,5) sein. Jesus sagte, „Ich und der Vater sind eins“ (Joh 10,30). Um die Strafe zu bezahlen, die Seine eigene, unendliche Gerechtigkeit für jede Sünde von Adam bis zum Ende der Welt verlangte, musste Er den Zweiten Tod der ewigen Bestrafung in Trennung von Gott für die ganze Menschheit erleiden, die je existieren würde. Dies tat Er am Kreuz in jenen Stunden der Dunkelheit, wo Sein Ausruf zu hören war, „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen (Ps 22,1; Mt 27,46)!

Die alttestamentlichen Opfer in Israel waren ein Bild des Opfers, das „das Lamm Gottes“ (Jh 1,29.36) von Sich machen würde, um Gottes Gericht für Sünde Genüge zu tun. Er allein konnte, „der sich selbst durch den ewigen Geist als ein makelloses Opfer Gott dargebracht hat, euer Gewissen reinigen von toten Werken“ (Hebr 9,14.25), Er „der Gerechte für die Ungerechten [wir], damit er uns zu Gott führte“ (1Petr 3,18).

Die Beziehung Gottes zu Israel stellt ein Bild der Beziehung dar, die Gott für die gesamte Menschheit begehrt. Vermählt mit Israel, beging Israel Ehebruch mit vielen Liebhabern – doch Er bat sie dringend darum zurückzukommen, er würde ihr vergeben und sie wiederherstellen (Jer 3,1-3; 4; etc.). Dass Er Israel liebte und Sie zu segnen begehrte, es aber aufgrund ihrer Rebellion nicht konnte, wird wiederholt deutlich gemacht: „O dass doch mein Volk mir gehorsam wäre, und Israel in meinen Wegen wandelte“ (Ps 81,2-17); „Ich habe Kinder großgezogen und emporgebracht, sie aber sind von mir abgefallen“ (Jes 1,2)!

Gott nennt Israel Seinen Weinberg und klagt sie an, dass sie trotz der sanften Pflege, mit der Er sie überhäuft hatte, schlechte Trauben hervorgebracht hätten. Hört den Ruf aus Seinem Herzen: „Was konnte man an meinem Weinberg noch weiter tun, das ich nicht getan habe? Warum hoffte ich, dass er [gute] Trauben brächte, aber er trug nur schlechte“ (Jes 5,4). Solch eine Frage würde eine Spötterei sein, wenn Israel nicht vorsätzlich ungehorsam gehandelt hätte, sondern tatsächlich tat, was Gott vorherbestimmt hatte!

Christus verwendet dieselbe Veranschaulichung: „Da sprach er zu dem Weingärtner: Siehe, drei Jahre komme ich und suche Frucht an diesem Feigenbaum und finde keine. Haue ihn ab…. Er aber antwortet und spricht zu ihm: Herr, lass ihn noch dieses Jahr, bis ich um ihn gegraben und Dünger gelegt habe, ob er vielleicht doch noch Frucht bringt - wenn nicht, so haue ihn danach ab“ (Lk 13,7-9). Die Rabbis wussten, dass Er sie anklagte. Zur gleichen Zeit versicherte er nochmals Gottes Willen zur Vergebung, wenn sie Buße tun und zu Ihm umkehren würden.

Welch eine Aussage Christi: „Denn so hat Gott die Welt geliebt…“ (Joh 3,16)! Dieser Ausdruck „so… geliebt“ zeigt eine solch inbrünstige Liebe, dass sie unsagbar ist. Christus sagte, „Der Vater liebt den Sohn“ (Joh 3,35; 5,20), und Er bezieht sich zärtlich auf „die Liebe, mit der du mich liebst“ (Joh 17,26). Das muss unendliche Liebe sein.

Die Liebe Gottes für die ganze Menschheit muss gleichfalls unendlich sein, so dass Er Seinen eingeborenen Sohn gesandt hat, um für uns zu sterben, „damit wir durch ihn leben sollen“ (1Jo 4,9). Paulus jubelt „um seiner großen Liebe willen, mit der er uns geliebt hat“ (Eph 2,4). So groß Seine Liebe für Seinen Sohn ist, so groß muss Gottes Liebe für die ganze Menschheit sein, um Seinen Sohn für unsere Erlösung zu opfern.

Johannes ruft aus, „Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Kinder Gottes heißen sollen“ (1Jo 3,1). Wie wichtig ist es, dass wir schwelgen in der Liebe Gottes und sie erfahren, und es der Welt in der Kraft und Gewissheit dieser Liebe verkünden.

Jesaja sagt, „Aber dem HERRN gefiel es, ihn zu zerschlagen“ (Jes 53,10). Dem Vater gefiel es, Christus in dem Gericht zu zerschlagen, das wir für unsere Sünden verdienten, weil Er uns so liebte. Mögen wir fest auf Gottes Wort stehen und diese unendliche Liebe ohne Kompromiss der ganzen Menschheit durch das Evangelium verkünden!

TBC

Die Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist. Röm 5,5

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Zitate

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Was ist der Grund, dass so viele Christen ihr Leben in der schrecklichen Knechtschaft der Welt vergeuden, statt in der Offenbarung, dem Privileg und der Herrlichkeit eines Gotteskindes zu leben…? Es gibt eine Antwort: es ist das Selbst, das die Wurzel des ganzen Übels ist… das Leben Christi muss den Platz des Selbstlebens einnehmen, dann alleine können wir Überwinder sein…. Wenn ihr Gott und Jesus vertrautet, könntet ihr nicht fallen – aber ihr vertraut auf euch selbst.

Andrew Murray, aus einer Reihe von Ansprachen vom Jahr 1895, später überarbeitet und veröffentlicht als The Indwelling Christ – Der innewohnende Christus, n.d. S. 27-28.

Viele möchten gerne Kirche und Bühne zusammenlegen…. Wenn der alte Glaube weg ist und der Enthusiasmus für das Evangelium verloschen, ist es kein Wunder, dass die Leute etwas anderes suchen als Freude. Da es ihnen an Brot fehlt, ernähren sie sich von Asche und weisen den Weg des Herrn zurück, sie rennen gierig auf dem Weg der Torheit.“

Charles Haddon Spurgeon, "Another Word Concerning the Down Grade – ein weiteres Wort über den Niedergang," The Sword and the Trowel, 1887

Gott rette Euch von der Sünde, das Evangelium einzuschränken, um es dem Stolz des Menschen anzupassen. Gott möge euch gewähren, dass ihr eure Botschaft geradeheraus, voll Kraft und schlicht vortragt. Nur so, was immer ihr opfern möget, werdet ihr eine Sache haben – die Gunst des Herrn Jesus Christus.

J. Gresham Machen

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F & A

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Frage: Ich hörte, dass Rick Warren ein Absolvent von Robert Schullers Institut für Gemeindewachstum ist und dass seine Lehrgrundsätze nur leicht verändert sind hinsichtlich Schullers Possibility Thinking – Möglichkeitsdenken. Auf Internet Seiten wird Warren beschuldigt, dass er weiterhin bei Schullers jährlichem Leiterschaftstreffen lehrt und es unterstützt. Stimmt das?

Antwort: Die richtige Bezeichnung dieses jährlichen Ereignisses ist das Robert H. Schuller Institut für erfolgreiche Gemeindeleiterschaft. So weit ich weiß, hatte Rick Warren nichts mehr mit diesem Ereignis zu tun, seit er im Januar 1997 dort eine programmatische Rede hielt.

Ohne Verbindung mit Warren, der sie zu dieser Konferenz nicht einlud, ist hingegen die Teilnahme von mehr als 80 schwulen und lesbischen Pastoren und Laienführern aus Metropolitan Community Churches, die Schullers Training mitmachten, damit sie für das Wachstum ihrer Gemeinde lernten. Schuller hat sich auch mit Unity verbündet (eine der trügerischsten und antichristlichsten Sekten) und bei der feierlichen Einweihung einer ihrer Kirchen gesprochen (in Warren, Michigan), wie auch in ihrem Hauptquartier in Lees Summit, MO, wo er ihnen seine Gemeindewachstums Techniken beibrachte, um Unity zu helfen, mehr von den Leichtgläubigen bei ihrem Schlittern in die Hölle zu täuschen.

Rick und seine Frau Kay besuchten Schullers Institut für erfolgreiche Gemeinde Leiterschaft während ihres letzten Jahrs im Priesterseminar. „Er hatte einen tiefgehenden Einfluss auf Rick“, sagt Kay. „Wir wurden bezaubert von seinem positiven Appell an Ungläubige“ (Christianity Today, 18.11.2002).

Schuller nennt Moslems „Christen“, sagt wir sollten nicht versuchen, irgendjemandes „Religion“ zu verändern, ging nach Rom mit den Plänen der Kristallkathedrale, um den Segen des „Heiligen Vaters“ einzuholen, bevor er sie baute, teilte seine Kanzel mit Katholiken, Atheisten, Agnostikern, und Okkultisten, die, wie Larry King, ein jüdischer Agnostiker, auf Bitten Schullers dort beteten (siehe TBC Neudrucke früherer Ausgaben für weitere Information).

Schuller hat das Evangelium und den Herrn so oft geleugnet, dass man kaum verstehen kann, wie irgendein christlicher Leiter jemals zustimmen könnte, auf der gleichen Plattform wie er zu sein, noch weniger, in seiner Kirche zu sprechen. Dennoch umfassen die Hauptsprecher, die für 24.-27. Januar 2005 angekündigt sind, Jack Hayford, Bill Hybels (wie immer), Ruth Graham und Kirbyjon Caldwell (ein langjähriger Teilnehmer, dessen nach Schullerscher Art im Jahre 1999 geschriebenes Buch, The Gospel of Good Success – Das Evangelium des großen  Erfolges, nicht das rettende Evangelium enthält, siehe TBC 06/01). Das Thema 2005 lautet „Finden und Erfüllen eurer Mission: Bewiesene Prinzipien des Erfolges.“

Die Ähnlichkeit zwischen Schullers Lehren und Warrens Ideen aus „Leben mit Vision“ kann man nicht übersehen. Warren hat sich offensichtlich bei seinem Ansatz für eine „erfolgreiche Gemeinde“ ein Beispiel an dem genommen, was er von Schuller lernte.

Warrens Leben mit Vision, das inzwischen eine Auflage von mehr als 20 Millionen erreicht hat und in Tausenden Versammlungen in seinem „Vierzig Tage mit Vision“ Programm angewendet wird, sagt dem Leser, dass er genau die Person ist, wie Gott ihn erschaffen und haben wollte. Dinge, die den Sünder von seiner Rebellion gegen Gott überzeugen sowie das kommende Gericht, fehlen ganz. Es geht nur um Erfolg und Erfüllung in diesem Leben. Dieser humanistische Ansatz ist sehr ansprechend. Kein Wunder, dass Konzerne und Sportmannschaften es studierten (NASCAR, Coca Cola, LPGA, Oakland Raiders, usw.). Man hört das Echo Schullers.

Beachten sie folgende Aussage Schullers: „Ich glaube es gibt nichts, was im Namen Christi und unter dem Banner der Christenheit gemacht wurde, das sich als so zerstörerisch für die menschliche Persönlichkeit erwiesen hat und daher kontraproduktiv dem Unterfangen der Verkündigung des Evangeliums war wie… zu versuchen, die Leute ihres verlorenen und sündigen Zustands bewusst zu machen“ (Time, 18. März 1985). „Wiedergeboren… müssen wir verändert werden von einem negativen zu einem positiven Selbstbild – von Minderwertigkeit zu Selbstachtung…“ (Schuller, Selbstachtung: die neue Reformation, S. 68). Wenn die Christenheit erfolgreich sein will… muss sie aufhören, eine negative Religion zu sein und muss sich in eine positive verwandeln“ (S. 104). „Der klassische Irrtum der historischen Christenheit ist, dass wir nie mit dem Wert der Person angefangen haben. Hingegen haben wir mit der ‚Unwürdigkeit der Sünder…’ angefangen“ (S. 162).

Warren beginnt Leben mit Vision mit dem „Wert der Person“, eine Thema, das sich immer wieder findet. Obgleich nicht wie Schuller, schuldig eines gänzlichen Widerspruchs zum Evangelium, erledigt Warren es jedoch meisterhaft, all das zu entfernen, das diejenigen, die es brauchen, beleidigend finden könnten. Jeder, der mit Schullers Schreiberei vertraut ist, erkennt den Unterton des gleichen Kompromisses im Leben mit Vision wieder.

Wir spielen nicht darauf an, dass Warren irgendeiner der Häresien Schullers teilhaftig wird. Doch, wie Hybels und andere „Gemeindewachstums“ Gurus, hat er maßgeblich viel von Schullers Kompromissen und Methoden angenommen. Wenn Schuller behauptet, dass er der Vater der Gemeindewachstums Bewegung ist, ist es keine leere Großtuerei.

Der verwässerte Ansatz Schullers, mit dem er keinen beleidigen will, spiegelt sich sogar in den lehrmäßigen Statements von Saddleback wider, zum Beispiel hinsichtlich „Sünde“: „Jede Person, obgleich ausgestattet im Bilde Gottes, erbte ein ungehorsames Herz von Adam, dem ersten Menschen. Diese Haltung des Ungehorsams (in der Bibel Sünde genannt) – hält den Menschen – wenn sie nicht von Christus berichtigt wird – für immer davon ab, eine Beziehung mit seinem Schöpfer aufzubauen.“

Es fehlt aber jegliche Erklärung von Christi Bezahlung der Sündenschuld am Kreuz. Auch kommt der Ausdruck „eine Beziehung mit seinem Schöpfer aufzubauen“ der biblischen Wahrheit nicht einmal nahe, „wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm“ (Joh 3,36) und „Und wenn jemand nicht im Buch des Lebens eingeschrieben gefunden wurde, so wurde er in den Feuersee geworfen“ (Offb 20,15).

Wie Schuller ermutigt Warren jeden, an seinen Ausbildungsprogrammen für Pastoren teilzunehmen, einschließlich Mormonen, Katholiken, Juden und weibliche Pastoren, trotz des Bannes der SBC (Southern Baptist Convention?) für letztere. „’Warum soll man trennend sein? Fragt er, und zitiert als sein Vorbild Billy Graham…“ (Siehe alarmierende Nachrichten).

Frage: Ich lebe in Bermuda und lese mit Interesse, was sie im Buch Okkulte Invasion (S. 43) über Henry Gross sagten, der mit der Wünschelrute über einer Landkarte von Bermuda suchte, als er sich in Kennebunkport, Maine aufhielt und dabei drei gute Lagen für Brunnenbohrung identifiziert. Sie wurden gebohrt und produzieren heute einen Großteil des Wassers von Bermuda. Doch viele Leute hier haben ihre eigenen, privaten Brunnen.

Antwort: Die Gedenktafel für dieses Ereignis war jahrzehntelang an jener Wand in Kennebunkport und ich habe nie jemanden gehört, der an ihrer Richtigkeit zweifelte.

Meine Frau Ruth und ich besuchten kürzlich Bermuda, wo ich bei einer Gemeindekonferenz vortrug. Als ich dort war, sprach ich mit Mike Rowe, den Chef Hydrogeologen der Bermuda Wasserwerke. Er kannte die Geschichte der drei Brunnenstandorte, die angeblich durch den Wünschelrutengänger geortet wurden und sagte, zwei von ihnen seien noch produktiv, der dritte aber wäre voll Brackwasser. Immer noch seien die ersteren die Hauptquelle der Trinkwasserversorgung, aber sie reichen nicht aus.

Wie Sie wissen, hat jedes Haus ein speziell konstruiertes Dach zum Auffangen des Regenwassers, das dann in die darunter liegenden Vorratstanks fließt. Dadurch wird ein Großteil des Trinkwassers erzeugt. Eine große Nachfrage besteht nach importiertem Wasser in Flaschen.

Ja es gibt dort ungefähr 3.000 Brunnen, aber es ist rechtswidrig, davon zu trinken. Dieses Wasser kann nur als Nicht-Trinkwasser verwendet werden, wohingegen die Brunnen, die Henry Gross ermittelte, als er mit der Wünschelrute über der Karte suchte, Trinkwasser von sich geben. Andere Wünschelrutengänger haben auf gleiche Weise verschüttete Städte und Mineralien auf Landkarten ermittelt.

Es gibt keine vernünftige oder wissenschaftliche Beziehung zwischen auf Papier gemalten Linien und irgendetwas, das die Karten darstellen. Solche Informationen können nur von nicht-menschlichen Quellen kommen, Insofern als Gott Wahrsagung wie das Wünschelrutengehen verboten hat (5.Mo 18, usw.), müssen die Daten aus einer dämonischen Quelle stammen.

Okkultisten haben die Tendenz zur Übertreibung. In diesem Fall scheint die Geschichte jedoch im Grunde wahr zu sein.

Frage: Was denken sie über die vom Vatikan herausgegebenen Euromünzen, auf die das Bild von Johannes Paul II. geprägt ist?

Antwort: Der Vatikan ist nicht nur eine Stadt, sondern auch ein Staat. Jeder Staat in der EU darf die von ihm gewünschten Bilder auf sein eigenes Geld prägen. Weit interessanter sind die Euromünzen, Papier Banknoten und Briefmarken mit dem Bild der Frau, die auf dem Tier ist.

Frage: Mein Herr, wenn Sie heute sterben würden, wären Sie dann 100 Prozent sicher, dass Sie in den Himmel kommen? Wie kann ich, ein Moslem, diese Gewissheit bekommen?

Antwort: Ich bin 100 Prozent sicher aufgrund der Lehre in der Bibel. Ich weiß, dass die Bibel aus vielen Gründen das Wort des einen wahren Gottes ist: es ist archäologisch wie historisch überprüfbar, es enthält Hunderte von Prophetien, die Jahrhunderte oder gar Jahrtausende, nachdem sie aufgezeichnet wurden, in Erfüllung gingen. Es klingt dem Gewissen wahr und ich habe in meinem eigenen Leben die Erfüllung der Erlösung erfahren, die es anbietet.

Es gibt keinen Weg, dass ein Sünder die ewige Strafe für seine Sünden bezahlen könnte. Alle Religionen versuchen die Götter oder Geister mit verschiedenen, okkulten Zeremonien und Opfern zu beschwichtigen – aber solche Anstrengungen würden nicht einmal einen Strafzettel bezahlen helfen und werden gewiss von Gott nicht akzeptiert werden. Es ist eine Sache der Gerechtigkeit. Der „Strafzettel“ wurde aufgrund unserer Sünde für jeden von uns ausgestellt, und die Strafe muss bezahlt werden.

Der Islam hat keine Lösung für Sünde. Keiner im Islam bezahlte die Strafe für die Menschheit. Der Koran gebot Mohammed, seine Sünde zu bekennen, aber das würde seine Schuld nicht entfernen. Mohammed konnte nicht einmal seine eigenen Sünden bezahlen, noch viel weniger die der anderen. Als Selbstmordattentäter zu sterben, bezahlt keine Sünde. Jede Religion, die das Paradies für das Begehen von Selbstmord in Verbindung mit dem Mord an unschuldigen Frauen und Kindern anbietet, ist falsch und muss verdammt werden.

Wir haben die Aufzeichnung von Augenzeugen und viele Beweise, dass Jesus Christus Gott ist, der auf die Erde durch Jungfrauengeburt gekommen ist und dass er die Strafe für unsere Sünden in Seinem Tod bezahlte, buchstäblich vom Tod auferstand, in den Himmel auffuhr und wiederkommt. Er bietet Vergebung von Sünden an und ein ewiges Heim im Himmel für alle, die an Ihn glauben würden. Es gibt keinen anderen Weg.

Frage: Wenn nur die in der Gemeinde wieder zum Leben erweckt und bei der Entrückung in den Himmel mitgenommen werden, wann werden die alttestamentlichen Heiligen wieder zum Leben erweckt? Wenn dies bei der Entrückung geschieht, wären sie dann nicht in der Gemeinde?

Antwort: Vor der Auferstehung Christi gingen die Seelen und Geister der alttestamentlichen Gläubigen bei ihrem Tod in „Abrahams Schoß“ (Lukas 16,22.23), wohin auch Christi Seele und Geist nach Seinem Tod ging, wie auch die des gläubigen Diebes, der mit Ihm gekreuzigt war: „Heute wirst du mit mir im Paradies sein“ (Lk 23,43). Als Christus nach Seiner Auferstehung in den Himmel auffuhr, nahm Er diese Gläubigen mit Sich.

Nicht nur diejenigen, die im Glauben seit Christi Auferstehung starben, sondern ebenso alttestamentliche Gläubige, werden als die „Heiligen“ beschrieben, die mit Christi bei Seinem Zweiten Kommen auf den Ölberg kommen (Sach 14,4.5, Jud 14), „die Entschlafenen durch Jesus“ (1Thes 4,14) „und die Toten in Christus“ (V. 16), wieder auferstanden bei der Entrückung. Wenn Abraham, der „frohlockte, dass er meinen [Christi] Tag sehen sollte“ (Joh 8,56) und David sowie Jesaja, die die Kreuzigung und Wiederauferstehung vorhersahen, nicht bei der Entrückung von den Toten erweckt werden, dann werden sie nie auferstehen.

Die einzige andere Erwähnung der Auferstehung von Gläubigen ist die jener, „die enthauptet worden [vom Antichristen] waren… und die das Tier nicht angebetet hatten“ (Offb 20,4). Alttestamentliche Heilige müssen daher bei der Entrückung von den Toten auferweckt werden und sind in der Gemeinde.

Alle Juden und Heiden, die an Christus vor Seinem Zweiten Kommen glauben, sind in der Gemeinde. Jene die (ob Jude oder Heide), erst glauben, wenn sie Christus bei Armageddon zurückkehren sehen, werden im Millennium als das irdische Volk weiterleben.

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Alarmierende Nachrichten

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Ein Evangelikaler predigt im Salt Lake Mormonentempel (www.deseretnews.com, November 15, 2004). Eingeladen zu predigen [im Salt Lake Mormonentempel an einem „Freundschaftsabend“] und von der historischen Art des Ereignisses zu reden, sprach Fuller Theological Seminary President Richard Mouw im überfüllten Haus vor einer Menge von mehreren Tausend Zuhörern, und bot eine phänomenal freimütige Entschuldigung an die Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage an. Er bemerkte, dass „Freundschaft nicht leicht zwischen unseren Gemeinschaften zustande kam.“ Er nannte den Abend „historisch“ und entschuldigte, dass Evangelikale „oft den Glauben und die Lehrsätze der Heiligen der Letzten Tage entstellt haben.“

„Lasst es mich klarstellen. Wir Evangelikale haben gegen euch gesündigt, “ sagte er und ergänzte, dass beide Lager die Glaubensgrundsätze des anderen ins Abseits gedrängt und stark vereinfacht haben.

Historische Feindseligkeit die bis zur Gründung der Heiligen der Letzten Tage Kirche durch Joseph Smith im Jahre 1830 zurückreicht, wuchs in den letzten Jahren zwischen den beiden Gruppen, besonders in den 1990ern, wo mehrere hochrangige evangelikale Leiter erklärt haben, dass „Mormonen keine Christen sind.“

Mouw erwähnte den 200. Geburtstag von Joseph Smith im nächsten Dezember und mehrere gelehrte Ereignisse, die geplant sind, um das nächste Jahr zu feiern. „Ich hoffe, dass viele in der evangelikalen Gemeinschaft an diesen Ereignissen teilnehmen werden“, sagte er.

[TBC: Das mag einen Evangelikalen nur schockieren, wenn er oder sie die sich exponentiell entwickelnde ökumenische Bewegung in den USA und im Ausland vergessen haben. Richard Mouw war einer der Unterzeichner von „Evangelikale und Katholiken gemeinsam: Die christliche Mission im dritten Jahrtausend.“ Das Fuller Theological Seminary ist durch seine zahlreichen Missionen und Gemeindewachstums Anstrengungen führend beim Gefährden des Glaubens. Sein berühmtester Absolvent, Rick Warren, Ph.D. heißt in seinen Seminaren über Leben mit Visionen und Kirchenwachstums „Katholiken, Methodisten, Mormonen, Juden und ordinierte Frauen willkommen. ‚ich fange keine Debatte über die Nebensächlichkeiten an. Ich werde nicht versuchen, andere Denominationen zu verändern. Warum sollte man trennend sein?’“ („Dieser Evangelist hat eine ‚Vision’ von Cathy Lynn Grossman, USA Today, 21.07.2003)]

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TBC Extra

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Was sagt die Bibel über Auserwählung?

Es ist klar, dass Gott in Seiner Allwissenheit von ewigen Zeiten her vorhergewusst hat, wer bereitwillig auf das Evangelium antworten würde, als er von seiner Sünde überführt und vom Seinem Heiligen Geist gezogen war. Auf der Grundlage dieses Vorauswissens bestimmte Er vorher, oder erwählte er jene besonderen Personen zu speziellen Segnungen aus: „…dem Ebenbild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden…zum Gehorsam….“ Paulus fügt einen weiteren Segen hinzu „wie er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, damit wir heilig und tadellos vor ihm seien in Liebe“ (Eph 1,4). David Breese schreibt, „Wir beachten auch, dass Auserwählung in der Schrift sich nicht auf Erlösung, sondern ‚auf Gehorsam…’ bezieht. [In] Römer Kapitel 8…Vorherbestimmung beruht auf dem Vorwissen Gottes und ihr Ziel ist nicht Erlösung, sondern Gleichgestaltung dem Bild Christi.“ *

Paulus und Petrus ermutigen Christen mit dem, was Gott für diejenigen bereitet hat, die dem Evangelium glauben. Wie Paulus sagt, „Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen ins Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben. Uns aber hat es Gott geoffenbart durch seinen Geist“ (1Kor 2,9-10).

Überdies, nicht nur wird nie zur Vorherbestimmung / Erwählung gesagt, dass sie zur Erlösung sei, sondern Paulus trennt sorgfältig Vorherbestimmung von Erlösung, ob in seiner Berufung, oder der Verherrlichung: „Die er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch [kai] berufen, die er aber berufen hat, die hat er auch [kai] gerechtfertigt, die er aber gerechtfertigt hat, die hat er auch [kai] verherrlicht (Röm 8,30). Das griechische kai zeigt, dass ein Unterschied gemacht wird: Vorherbestimmung ist nicht das Gleiche wie Berufung, Rechtfertigung oder Verherrlichung.

Hobbs kommentiert, „Vorherbestimmung… meint schlicht, dass Gott vorher festgesetzt hat, dass diejenigen, welche zustimmend auf Seine Berufung reagieren… gerechtfertigt… und überdies verherrlicht werden. Alls das geschieht ‚nach Seinem Vorsatz’…“ * Die volle Bedeutung des Textes ist klar.

Fünf Schriftstellen, die sich auf das allgemeine Thema der Erwählung beziehen:

-          damit der gemäß der Auserwählung gefasste Vorsatz Gottes bestehen bleibe, nicht aufgrund von Werken, sondern aufgrund des Berufenden (Röm 9,11)

-          So ist nun auch in der jetzigen Zeit ein Überrest vorhanden aufgrund der Gnadenwahl (Röm 11,5)

-          Wir wissen ja, von Gott geliebte Brüder, um eure Auserwählung (1Thes 1,4)

-          die auserwählt sind gemäß der Vorsehung Gottes, des Vaters, in der Heiligung des Geistes, zum Gehorsam und zur Besprengung mit dem Blut Jesu Christi: Gnade und Friede werde euch mehr und mehr zuteil (1Petr 1,2)

-          Darum, Brüder, seid um so eifriger bestrebt, eure Berufung und Auserwählung fest zu machen (2Petr 1,10)

Diese Schriftstellen stellen folgende Wahrheiten dar: (1) Gott arbeitet durch Erwählung auf ein bestimmtes Ziel hin. (2) Erwählung betrifft nicht die ganze Menschheit, sondern einen „Überrest.“ (3) Erwählung geschieht nach Gottes Gnade. (4) Erwählung erfolgt „nach der Vorsehung Gottes des Vaters und (5) etwas Verantwortung liegt auf den Erwählten, um ihre „Auserwählung sicher“ zu machen.

Wenn Erwählung die Errettung durch Unwiderstehliche Gnade ohne eine intelligente oder moralische Wahl seitens des Menschen wäre, könnte man sich unmöglich seiner Erwählung sicher sein. Aber wenn mit Erwählung Dienst und Segen gemeint ist, verstärkt Petrus mit anderen Worten die Ermahnung des Paulus „dass ihr der Berufung würdig wandelt, zu der ihr berufen worden seid (Eph 4,1).

Somit bedeutet, seine Erwählung gewiss zu machen, dass man die Verantwortung erfüllen muss, die mit der Erwählung kommt, nicht dass man irgendwie sicher ist, dass man unter den Auserwählten ist und somit ewig gerettet. Marvin R. Vincent, eine Autorität für biblische Sprachen, erklärt, „Ekloge, Erwählung wird für Gottes Auswahl von Menschen oder Werkzeugen für spezielle Missionen oder Fertigkeiten verwendet…. [Nirgendwo] im Neuen Testament gibt es eine Berechtigung für die revolutionäre Lehre, dass Gott eine bestimmte Zahl Menschen für das ewige Leben vorherbestimmte und den Rest für die ewige Zerstörung.“*

* Diese Zitate und der entsprechende Kontext wurden direkt aus der frisch publizierten Hardcover Ausgabe von Dave Hunts Buch What Love Is This? Calvinism's Misrepresentation of God exzerpiert. Die erweiterte und aktualisierte zweite Auflage umfasst 576 Seiten und beinhaltet alle Fußnoten, die Bibliographie und den Index.

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Dave's Reiseweg

Dec. 5, Calvary Chapel Fort Worth, Fort Worth TX 817-838-8381

Jan. 12, Berean Calvary Chapel, Kirkville NY, 315-656-7107

Jan. 13-16 Calvary Chapel Finger Lakes, Farmington NY, 585-398-3550

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Briefe

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Sehr geehrte Herren, bitte streichen Sie mich von Ihrer Mailing Liste. Sie sind mir viel zu radikal. Sie lieben also keine Suchergemeinden. Ich denke, es ist Ihnen egal, wenn diese „Suchenden“ in die Hölle kommen. Nicht jeder ist ein biblischer Gelehrter. Zuerst müssen Sie die Leute in die Kirche bringen. Dann kann man sie unterrichten. Zeitgenössische Gemeinden können eine Menge Spaß haben. Wer sagte denn, dass Kirche nicht Spaß machen darf? Gott möchte, dass wir das feiern, was er für uns getan hat. Aber ich vermute, Leute wie ihr wollt in einem exklusiven Club sein. Haltet nicht zuviel von euch selbst. Gott möchte, dass alle Menschen die Guten Nachrichten hören. Ich könnte viel mehr schreiben, habe aber keine Zeit. Ich muss mich auf meine Studiengruppe „Leben mit Vision“ vorbereiten. Wo immer Leute zusammenkommen, um darüber zu reden, wer Gott ist und wer wir sind und was es mit dem Leben auf sich hat – das kann keine schlechte Sache sein. So bitte unterlassen sie es, zeitgenössische Gemeinden übel zu beschimpfen. Sie müssen den Leuten die Chance geben, zu wachsen. Nicht jeder wuchs „in der Gemeinde“ auf. SS (IA)

Lieber Dave Hunt, danke für Ihren Dienst. Ich denke, Sie fallen manchmal hart über jene her, die Sie sich ins Gebet nehmen, aber vielleicht verdienen sie es. Wir sind als Gemeinde über den „schlaffen“ zu einem verführten Zustand übergegangen, und ich schätze Ihren Beröer Geist und die prophetische Stimme. PB (TX)

Lieber Berean Call, meine Familie und ich waren zwölf Jahre lang christliche Missionare in Costa Rica und Spanien… Als wir in die Vereinigten Staaten zurückkamen, überkam uns eine geistliche „Kriegsneurose.“ Obgleich der Herr eine Menge wundervolle Dinge bewirkt, finde ich Apathie, Unterhaltung und Seichtheit in der heutigen Gemeinde. Ich denke, das ist das, was passiert, wenn „das Feuer erlischt.“ JH (WA)

Lieber TBC, kürzlich begegnete ich Kalvinisten und es scheint, als ob sie dächten, sie seien die einzigen mit der richtigen Theologie und Sichtweise der Schriften. Sie nennen sich sogar „biblische Kalvinisten“ oder „reformierte Theologen“…. Ich bin schlicht enttäuscht über diese theologische Einstellung und möchte mich mehr bilden und versuchen, andere zu unterrichten. Bitte richten Sie meine allerherzlichste Bewunderung an Dave Hunt dafür aus, dass er diese Stellung hinsichtlich dieses theologischen Irrtums des Kalvinismus bezieht. RR (IL)

An Dave und T.A bei TBC, ich erhielt gerade Ihre Oktober TBC Ausgabe, auf meinem Weg heim von einem Hauskreis voll „Leben mit Vision.“ Meine nun ehemalige Gemeinde unterzieht sich dieses „40 Tage mit Vision“ Programms. Meine neue Gemeinde predigt schlicht Gottes Wort…. Sie predigen Gottes Wort jederzeit. In den Hauskreisen meiner ehemaligen Gemeinde öffneten wir die Bibel nicht – nur das Buch Leben mit Vision. Gott segne Euch, Dave und T.A: Euer Dienst ist ein sehr benötigter Weckruf. Biblisches Predigen verschwindet heutzutage schnell. EP (CA)

An den Berean Call, bitte entfernen Sie uns SOFORT von Ihrer Mailing Liste. Pastor Rick Warren ist ein echter Mann Gottes. Er ist ein Mentor und ein wunderbares Beispiel echter Christenheit. JB (PA)

Lieber Dave und Freunde, danke für Ihre exzellenten Artikel, „Das verschwindende Evangelium“ und „Der Sucherfreundliche Weg Gemeinde zu machen.“ Ich schätze wirklich die Art, wie Sie es auf den Punkt bringen und den Irrtum bloßstellen. Auch meine Gemeinde fiel den Prinzipien der „Visionsgeleiteten Gemeinden“ zum Opfer und in eine schreckliche Apostasie.

Lieber Dave, Dank für Ihren jüngsten Rundbrief, der die wachsenden Megakirchen Bewegung und die „Sucher“ Gemeinden behandelte. Wir verließen vor fünf Jahren eine Gemeinde, die Warrens Buch folgt… Vor einem Jahr verließen wir unsere Gemeinde wegen ihrer ständigen Bezugnahme zur Psychologie. Wir haben „alles“ im vergangenen Jahr besucht und sind so verblüfft, dass nichts mehr heilig zu sein scheint. CG (AR)

Mr. Dave Hunt, in Ihrer September 2004 Ausgabe vom Berean Call bezweifelte ein Fragesteller die Einzahl des hebräischen Substantivs für das Englische Wort „Stripes“ Wunden. Ich rief meinen christlich-hebräischen Freund an, der ein Israeli Sabra ist, nun 25 Jahre ein Glaubender an den Messias, was denn das genaue Hauptwort in der hebräischen Ausgabe von Jesaja 53,5 ist. Er sagte definitiv, es sei Singular, nicht Plural. Das heißt es beschreibt Jehovas Peitschenhieb des Gerichts in den drei Stunden der Dunkelheit und nicht die bösen Handlungen der Menschen, die nie Gottes Verlangen an Rechtschaffenheit erfüllen konnten. TK (NJ)

TBC: Vielen Dank, dass sie sehr deutlich gesagt haben, worunter unser Geist seit anderthalb Jahren litt. Viele unserer so genannten geradlinigen, biblisch begründeten Gemeinden in Südkalifornien nehmen diesen Müll rückhaltlos an. Wir aber verließen unsere Heimatgemeinde genau aus diesem Grund. Aber freut euch! Der Heilige Geist führte uns in eine ausschließlich die Bibel predigende Gemeinde (Warren hat dort das Wort „Vision“ für unseren Pastor verdorben, der uns auch den Artikel „Die Vision und die Passion“ schickte.) Fahren Sie fort mit dem guten Werk und seiner Ausrichtung! (Email)

Lieber Dave und alle, wir waren über das Thema der letzten Ausgabe “Schmeckt und Seht“ vom September 04 so dankbar. Wir diskutierten in unserem Sonntagsunterricht die Publikation der Umfrage, wie viele der selbsternannten „wiedergeborenen“ Christen keine biblische Weltsicht haben. Nur neun Prozent habe sie. Und wir verlieren unsere Teens. Ihr Thema ist so aktuell und kommt wie immer genau auf den Punkt – The Message und Revolve Bibel, usw. WD (OR)

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TBC Notizen

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Weniger ist mehr

Wenn sie den abgedruckten Reiseweg Daves in Erinnerung hatten, haben sie bemerkt, dass sie manche Monate eine halbe Spalte oder mehr umfasste. Seine Reisen dieses Jahres hielten ihn zur Hälfte von zu Hause weg. Obgleich das ein Segen für die war, die ihn persönlich hören konnten (wie auch für ihn), forderten die Reisen ihren Tribut hinsichtlich seiner Produktivität beim Schreiben.

Das Ziel für 2005 ist es, die Reisetätigkeit deutlich zu reduzieren. Weniger Zeit unterwegs, wo er eine begrenzte Zahl von Menschen erreicht, bedeutet mehr Zeit zu Hause, um mehr grundlegende Materialien zu produzieren, das heißt Bücher, Audios, Videos usw., die eine größeres Publikum erreichen.

Wenn also Ihre Bitte um einen Vortrag von Dave bedauernd abgelehnt wird, nehmen Sie es bitte nicht persönlich. Er will so fruchtbar und produktiv wie möglich sein in diesen Tagen, wo der Bedarf an geistlicher Urteilskraft eine bisher nie da gewesene Größe in der Gemeinde erreicht hat.

T.A. McMahon Executive Director

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Übersetzt von W. Hemmerling. Bibelzitate wurden aus der Schlachter Bibel 2000 entnommen.