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THE BEREAN CALL

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März 05

Verbraucher Christentum

Teil II

T. A. McMahon

Ich bin im Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht an. Wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr annehmen - Johannes 5,43

Im Garten Eden wurde das Konsumdenken für die Menschheit eingeführt. Satan hatte ein dem Selbst dienendes Konzept, das er an potentielle Kunden verkaufen wollte, die keinen Mangel verspürten – sie lebten in einer perfekten Umgebung, und hatten materiell wie geistlich alles. Seine Strategie (vergleichbar mit den vorherrschenden Marketingmethoden des 21. Jahrhunderts) bestand darin, Begierde zu schaffen, wo kein wirkliches Bedürfnis existierte. Er überzeugte Eva nicht nur, dass sie etwas mehr brauchte, sondern dass das, was sie hatte, ein bisschen unzureichend war. Überdies, in einem Versuch die Konkurrenz zu schlagen, begann Satan seine Masche, Zweifel hinsichtlich Gottes Gebots und die sich daraus ergebende Strafe für Ungehorsam zu säen.

Indem er Gott als Lügner hinstellte, verunsicherte der Feind ohne Zweifel Evas Vertrauen in Ihn: „und sie sprach zu der Frau: Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass ihr von keinem Baum im Garten essen dürft…? Da sprach die Schlange zu der Frau: Keineswegs werdet ihr sterben!“ Dann im Gefolge weiteren Verleumdens von Gottes Charakter kam die unwiderstehliche „mach es dir zuliebe“ Verkaufsmasche: „Sondern Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was gut und böse ist!“ (1 Mo 3,1.4.5).

Das Konsumdenken, bei dem es nur um den Profit geht, muss sowohl einen profitorientierten Käufer wie auch Verkäufer beinhalten. Gewiss wurden die eigenen Lüste Evas erregt, denn ohne diese konnte kein Verkauf getätigt werden: „Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre, und dass er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er weise macht; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab davon auch ihrem Mann, der bei ihr war, und er aß.“ (1 Mo 3,6). So kam also der Schrei der Seele des Konsumdenkens, „Was habe ich davon?“ in Adam und Eva und allen ihren Nachkommen auf die Welt.

Das Verbraucher Christentum ist eine Mentalität oder Methodik, die versucht, die Christen sowohl zeitlich wie geistlich zu bereichern, und auch Menschen durch Wege und Mittel anzuziehen und zum Glauben zu führen, die weder dem Wort Gottes noch dem Werk des Heiligen Geistes getreu sind. Ob schleichend oder offenkundig eingeführt, wissentlich oder unwissentlich, immer damit verbunden ist das, was die gefallene menschliche Natur reizt. Überdies gibt sich das Verbraucher Christentum letztlich immer dem Selbst hin und verherrlicht jenes statt Gott.

Die Geschichte ist reichlich versehen mit Beispielen von Konsumdenken und Selbstsucht des Menschen. Lasst uns kurz in der Geschichte von Gottes auserwähltem Volk, den Juden (5 Mo 14,2) und der Seiner Gemeinde (Ti 2,14) einige Beispiele von Leuten anschauen, die es hätten besser wissen müssen. Sarai, Abrahams Frau, versuchte die Umstände ihrer Kinderlosigkeit zu lösen, indem sie mit ihrem eigenen Weg daherkam, den Sohn zu bekommen, den Gott versprochen hatte (1 Mo 16,2.3). „Ihr“ Kind Ismael, von ihrer Dienerin Hagar, wurde für die Juden der Sohn des Kummers bis zum heutigen Tag. Jahrhunderte später, gerade als die Israeliten auf spektakuläre Weise die Befreiung von den Ägyptern durch Gott erlebt hatten, formten sie dennoch ein goldenes Kalb und beteten es an, um ihre unmittelbaren geistlichen Wünsche zu befriedigen. Gottes Antwort an Moses war, dass sie dadurch „Verderben angerichtet“ hatten (2 Mo 32,4-7). Joshua wurde getäuscht und schloss entgegen Gottes Gebot Frieden mit den Gibeonitern. Seine Annahme, er würde Gutes für sein Volk tun, war in Wirklichkeit krasser Ungehorsam: „Da nahmen die Männer [Israels] von ihrer Speise, aber den Mund des HERRN befragten sie nicht“ (Jos 9,14). Das ganze Buch der Richter schreibt Gottes Volk in dieser Zeit eine Verbrauchermentalität zu: „…jeder tat, was recht war in seinen Augen“ (Ri 21,25). Später wurde David von seinen „Augen“ für Bathseba dazu verleitet, seine lustvoll gespürten Bedürfnisse zu befriedigen, egal was das seiner persönlichen Beziehung zu Gott antun würde.

Die Evangelien und Briefe des Neuen Testamentes sind voll von Beispielen vom Verbraucher „Christentum.“ Der Einwand von Petrus auf das, was Jesus hinsichtlich Seines Leidens für unsere Erlösung sagte, bewies mehr als nur fleischliche Sympathie: Jesus gab zu verstehen, dass es Ungehorsam satanischer Natur sei (Mt 16,21-23). Überdies legt die Antwort Christi an Petrus fest, was Verbraucher Christentum so ist: „denn du denkst nicht göttlich, sondern menschlich!“ Die anderen Jünger Unseres Herrn waren auch der Mentalität des „was könnte mir am meisten nützen“ hingegeben.

Geblendet durch Eigeninteresse gegenüber dem, was Jesus ihnen von Seinem nahe bevorstehenden Leiden und Tod sagte, reagierten Jakobus und Johannes, indem sie eine gehobene Stellung in Seinem kommenden Königreich suchten: „Gewähre uns, dass wir einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken sitzen dürfen in deiner Herrlichkeit“ (Mk 10,37). Der Apostel Paulus wies Petrus zurecht, der sich zusammen mit Barnabas von den Heiden zurückzog, um denen von der Beschneidung gefällig zu sein (Gal 2,11-14). Paulus identifizierte seine eigenen Kämpfe, wie auch die unsrigen mit dem Bringen des Eigenlebens / des Selbst vor Gott: „Denn ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; das Wollen ist zwar bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten gelingt mir nicht. Denn ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will, das verübe ich“ (Röm 7,18.19). Er stellte dann seine Lösung vor, die einzige Lösung des Gläubigen: das Wandeln im Geist in Christus (Röm 8,1).

Das Verbraucher Christentum, ob es sich in der Urkirche manifestierte oder in den heutigen Versammlungen (von Megakirchen bis zu Hausgemeinschaften), macht schlicht die Dinge nach Menschenweise statt nach Gottes Weise. Die Geschichte der Kirche ist seit dem ersten Jahrhundert eine betrübliche Chronik von echten oder falschen Christen, die vom Wort Gottes abwichen und taten, was in ihren Augen Recht war, wobei sie bekannten, dass sie das im Namen Christi und zu Seinem Ruhm machten. Obgleich die Ergebnisse oft geistlich verheerend waren, war Gott treu, gnädig und langmütig mit den Seinen. Während das Zweite Kommen unseres Herrn und Erlösers, Jesus Christus heranrückt, wird jedoch das Verbraucher Christentum die bekennende Kirche so verändern, dass es für jeden wahren Gläubigen schockierend ist, es sei denn natürlich, dass er oder sie unempfindlich wurde durch allmähliche Annahme vieler der gefälligen „neuen Produkte und Prozesse“ (d.h. unbiblische Lehren, Praktiken und Anbetungsformen), die heute „verkauft“ werden.

Nach der Entrückung der Braut Christi, um bei Ihm zu sein (1 Thes 4,16-18), wird eine bekennende christliche Kirche übrig bleiben, die herangezogen worden ist, den Antichristen anzunehmen. Diese abgefallene Kirche entsteht nicht einfach über Nacht, sondern die Vorbereitung darauf läuft seit zwei Jahrtausenden und wird mit großer Intensität bis zur Entrückung der wahren, wiedergeborenen Christen wachsen. Die Täuschung zu jener Zeit wird so groß sein, wie nichts, was die Menschheit je erfahren hat, einschließlich Hitlers Verführung von und absoluter Kontrolle über das zivilisierte, hoch gebildete und technologisch hoch entwickelte Deutschland. Was wird der wesentliche Unterschied sein? Die Täuschung erstreckt sich weltweit und noch erstaunlicher, sie wird von Gott selbst gefördert.

Nachdem er die Information über den kommenden Abfall und den Antichristen gegeben hatte, „dessen Kommen aufgrund der Wirkung des Satans erfolgt, unter Entfaltung aller betrügerischen Kräfte, Zeichen und Wunder“ erklärt der Apostel Paulus, inspiriert durch den Heiligen Geist, im folgenden, warum die Täuschung überall vorhanden und mächtig ist: „…weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben.“ Er gibt uns dann Grund zum Erstaunen: „Darum wird ihnen Gott eine wirksame Kraft der Verführung senden, so dass sie der Lüge glauben“ (2 Thes 2,9-11). Diese „wirksame Kraft der Verführung“, die sich auf die Verlorenen auswirkt, ist vergleichbar mit dem Verhärten von Pharaos Herz. Damit wird weder Sünde hervorgerufen noch Pharaos Wille unterworfen. Doch damit konnten sich Umstände entwickeln, denen sein böses Herz nicht widerstehen konnte.

Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass nur jene, „die verlorenen gehen“ (V. 10), von der Verblendung der Letzten Tage ergriffen werden. Wie wir bereits aus der Schrift gesehen haben, entschieden sich viele der Glaubenshelden und –Heldinnen zu gewissen Zeiten für ihre eigenen Wege anstatt für Gottes Weg. Sie ließen ihre eigenen Begierden Vorrang haben vor Gottes einzigem Gegenmittel gegen geistliche Täuschung: einer Liebe für die Wahrheit. Wie es damals war, so ist es umso mehr heute, wobei der Abfall noch nie da gewesenen Schwung gewinnt.

Im dritten Kapitel vom zweiten Timotheusbrief spricht Paulus prophetisch und identifiziert einige der Wesensmerkmale, auf die wir dringend Acht geben sollten hinsichtlich der Täuschung der Endzeit: „Das aber sollst du wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden. Denn die Menschen werden selbstsüchtig sein, geldgierig… sie lieben das Vergnügen mehr als Gott; dabei haben sie den äußeren Schein von Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen sie… doch nie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen können. Auf dieselbe Weise aber wie Jannes und Jambres dem Mose widerstanden, so widerstehen auch diese [Leute] der Wahrheit“ (2 Tm 3,1-8).

Lasst uns diese Dinge im Licht dessen bedenken, was in den evangelikalen Gemeinden heute stattfindet. Humanistische Psychologie, mit ihrer Betonung der Selbstliebe und einer Horde anderer Selbstsüchte, wurde zu einer akzeptierten und geförderten Lehre unter pastoralen Ratgebern und „christlichen“ Psychologen. Wohlstands Evangelisten haben Habsucht in Gottes vornehmstes Gebot für Millionen bekennender Christen verwandelt. Sucherfreundliche Kirchen arbeiten daran, ihre Kirchenbänke mit vergnügungssüchtigen Leuten zu füllen, während sie diejenigen, die Gott lieben, entmutigen (und in vielen Fällen wegschicken). Vision getriebene Gemeinden vermarkten Frömmigkeitsrezepte anstatt der Kraft und Führung des Heiligen Geistes zu vertrauen. Die wachsende Verfälschung von Gottes Heiliger Schrift in Form von subjektiven Paraphrasen und anschaulicher „Übertragungen“ schafft sowohl Widerstand gegen die Wahrheit und eine Anämie hinsichtlich geistlichen Unterscheidungsvermögens. Schließlich, hinsichtlich der Zutaten des Abfalls, „rissen“ die Zauberer jene hin, die am Hof des Pharaos waren, mit ihrer heidnischen Publikumswirksamkeit, mystischer Gegenwart und falschen Zeichen und Wunder (2 Mo 7,11.12). So werden auch vor unseren Augen eine große Zahl von Gemeinden, die zuvor als Hauptfach Predigen, Lehren und gesunde Lehre studierten, durch Unterhaltung, Experimentierfreudigkeit und kontemplativen (katholischen) Mystizismus verführt.

Hat die „wirksame Kraft der Verführung“ schon Eingang in die evangelikale Kirche gefunden? Wenn Sie nicht dieser Ansicht sind, mögen Sie Schwierigkeiten haben, eine andere Erklärung für das folgende Programm und Teilnahme beim Nationalen Pastoren Treffen 2004 zu finden.

Dieses Ereignis, das gesponsert wurde von Youth Specialties (Amerikas einflussreichster evangelikaler Organisation für Jugendpastoren und –leiter) und Zondervan (Verleger von Leben mit Vision, der NIV Message Parallel Bible und evangelikaler Großhändler von Mel Gibsons The Passion of the Christ DVD) begann sein tägliches Programm mit kontemplativem Gebet (siehe „Bitte denken Sie darüber nach!“ TBC März 2000) und „Yoga und Dehn“ Übungen. Neue Gemeindeliturgien, zurückzuführen auf römisch-katholische und orthodoxe Rituale und Sakramentalien wurden vorgestellt, einschließlich täglicher „Gebetslabyrinth“ Treffen. Letzteres ist ein meditativer Gebetsrundgang um ein kreisförmiges, Irrgartenähnliches Muster, das eine Kopie des Steinbodens der Kathedrale von Chartres war. Dieses mystische, katholische Ritual datiert ins Mittelalter zurück, wo es zum Ersatz für die Reise in das gefährliche, von Moslems kontrollierte Heilige Land wurde, mit dem Ziel, den „Leidensweg“ Jesu nachzugehen. Wenn Katholiken auf diesem Labyrinth gingen und über die Leiden Christi in ihrer Vorstellung meditierten, erhielten sie die gleichen Ablässe (Vergebung, die ihre Leidenszeit im Fegefeuer zum Abbüßen ihrer Sünden verkürzte), wie wenn sie die richtige Pilgerreise machen würden.

Das Abendprogramm des Treffens schloss christliche Komödien, den Jesus Maler (der „Portraits Jesu in weniger als 20 Minuten malt“), „Trommelerfahrung von Stammesgemeinden“, „Persönliche Emotionale Gesundheitsdiskussion“, „einen aufstreben Pub mit Live Musik“ und „Kontemplative Mitternachts Gebetstreffen“ ein.

Der größere Teil der Redner praktizierte mystische christliche Gebete und Anbetungsformen (die als „authentischer Glaube“ bezeichnet wurden), und der Rest war anscheinend Verfechter von oder zumindest Befürworter für die Entwicklung neuer Methodologien und Liturgien für die aufstrebende Kultur des 21. Jahrhunderts. Ein Thema kam unter der Überschrift „Eine Neue Theologie für eine Neue Welt“ daher. Die an zwei Versammlungsstätten stattfindende Konferenz zog Tausende an und brachte viele einflussreiche Gemeindeführer groß heraus, unter anderem Gordon MacDonald, Henry Cloud, Brennan Manning, Dallas Willard, Joseph Stowell, Howard Hendricks, Gary Thomas, Tony Campolo, und Rick Warren. Das Treffen in 2005 verspricht mehr von demselben zu bringen, mit christlichen kontemplativen, experimentellen und aufstrebenden Kirchenstars wie Richard Foster, Calvin Miller, Philip Yancy, Ruth Haley Barton, Doug Pagitt, und Dan Kimball.

Der Großteil der Christenheit wird sich nach den Schriften in dem Maße in eine abgefallene Kirche weiterentwickeln, in dem die Rückkehr des Herrn heranrückt. Jesus sagte Seinen Jüngern, „Es ist unvermeidlich, dass Anstöße [zur Sünde] kommen; wehe aber dem, durch welchen sie kommen“ (Lk 17,1). Später stellte er diese Frage: „Doch wenn der Sohn des Menschen kommt, wird er auch den Glauben finden auf Erden“ (Lk 18,8). Die implizierte Antwort lautet nein.

Wie konnte das geschehen? Die wesentliche „Liebe zur Wahrheit“ wird ausgelöscht durch „alles, was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und der Hochmut des Lebens“ (1Jo 2,16). Die bekennende Kirche, die aus wahren und falschen Gläubigen besteht, wendet sich vermehrt den Wegen der Welt zu – ihrer hedonistischen Philosophie, ihrer evolutionären Pseudowissenschaft, ihrer auf das Selbst fixierten Psychologie, ihrer verbraucherorientierten Geschäftspraktiken, ihrem religiösen Ökumenismus und ihrer heidnischen Spiritualität. Ironischerweise haben sich manche diesen Dingen aufrichtig zugewandt, als Mittel das „Christentum“ zu bereichern und es zu verbreiten. Trotzdem, das Ergebnis ist das Verbraucher Christentum in jeder Form, vor allem wenn sie dem Selbst dient, wo „jeder [tut], was recht [ist] in seinen Augen“ (Ri 17,6).

Hinsichtlich der Zeichen, die die Generation Seines Kommens nachteilig beeinflussen, warnte Jesus Seine Jünger „Habt acht, dass euch niemand verführt“ (Mt 24,4). Wenn wir nicht die Generation sind, die in der Zeit der „wirksamen Verführung“ leben, wo dieser Tag vorbereitet wird, wie schlimm kann es denn noch kommen? Betet, dass Sein Leib der Gläubigen in seiner Liebe für Seinen Weg, Sein Wort und Seine Wahrheit wächst. TBC

Und aus Habsucht werden sie euch mit betrügerischen Worten ausbeuten - 2 Petrus 2,3

Zitate

Religion ist zu einem ziemlich guten Vergnügen genau hier in der gegenwärtigen Welt geworden, und was soll die Eile mit dem Himmel überhaupt? Das Christentum ist, im Gegensatz zu dem was manche dachten, eine andere, höhere Form der Unterhaltung geworden. Christus hat alles Leiden auf sich genommen. Er hat alle Tränen vergossen und all die Kreuze getragen. Wir müssen nur die Vorteile Seines Herzeleids genießen, in Form von religiösen Vergnügungen, die nach der Welt modelliert sind, aber betrieben werden im Namen Jesu.

Die Geschichte enthüllt, dass Zeiten des Leidens für die Gemeinde… immer Gottes Leute nüchtern gemacht hat und ermutigt hat, nach der Rückkehr ihres Herren Ausschau zu halten und sich danach zu sehnen. Unsere gegenwärtige Hauptbeschäftigung mit dieser Welt mag eine Warnung vor bitteren Tagen sein, die kommen werden. Gott wird uns von dieser Erde in irgendeiner Form entwöhnen – wenn es möglich ist auf leichte Weise, wenn es notwendig ist, in einer harten Schule. Es liegt an uns.

A.W. Tozer, The Best of A.W. Tozer, p. 57

F & A

Frage: Was ist Buße – dasselbe wie [fester] Glaube? Wie erklären Sie deren Abwesenheit in Johannes 3,16; 5,24; 6,47; Galater, Apostelgeschichte 16,31 und so weiter? Sie haben in Ihrem Buch An Urgent Call to a Serious Faith, S. 223 geschrieben, dass jene, die „in Sünde leben“ kein Recht auf Heilsgewissheit haben. Beruht die Gewissheit auf Verhalten oder den objektiven Versprechen in Gottes Wort? Bitte erklären Sie, wo Sie hinsichtlich „Lordship Salvation“ stehen, welche die Errettung und Gewissheit mit dem Glauben und der Buße als Bedingung für das ewige Leben verknüpft.

Antwort: [Fester] Glaube ist die einzige Bedingung für die Errettung: „Glaube an den Herrn Jesus Christus, so wirst du gerettet werden.“ Um gerettet zu sein, muss man nur an das Evangelium glauben. Das ist das Versprechen von Gottes Wort.

Hinsichtlich der Buße, stimme ich Ihnen zu, dass das Wort weder im Johannesevangelium noch in Paulus Definition des Evangeliums von 1 Korinther 15,1-4 usw. vorkommt. Aber Jesus sagte, „sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle auch so umkommen“ (Lk 13,3). Die Überbetonung der Buße könnte jedoch eine nicht gerettete Person dazu führen, sich vorzustellen, dass sie irgendwie ihr Leben verbessern muss, bevor sie für Gott annehmbar ist und gerettet werden kann.

Jesus sagte der Frau am Brunnen nicht, dass sie Buße tun müsse, noch verlangte Er Buße von der Frau, die beim Ehebruch ertappt wurde, oder von Nikodemus, oder von irgendeinem der Jünger, die Er zur Nachfolge aufrief. Aber er brachte sie zur Buße. Sie ist enthalten in dem schuldigen Ausruf des Zöllners unter Überführung des Heiligen Geistes, „O Gott, sei mir Sünder gnädig“ (Lk 18,13)! Wenn man an das Evangelium glaubt und dabei Christus als Retter in Seinem Opfer für Sünden annimmt, gibt man zu, dass man ein Sünder ist, der Gottes Gericht zu Recht verdient, dass die eigenen Sünden einem leid tun und dass man Befreiung von der Strafe begehrt. In dieser reinen Glaubenshandlung an Christus, der an unserer Stelle gestorben ist, liegt Buße und die Abwendung von Sünde hin zum Erlöser.

Ihre Frage formulierte das anders, was ich schrieb. Ich sagte nicht, dass jene, die in Sünde leben, „haben kein Recht auf Heilsgewissheit.“ Ich sagte, „Wir bieten keinen Trost oder Gewissheit denen, die in Sünde leben. Wir sagen nicht ‚Du liegst richtig, weil Du einst eine Entscheidung für Christus getroffen hast.’ Stattdessen warnen wir, ‚Wenn Du nicht genau jetzt willens bist, voll für Christus als Herr Deines Lebens zu leben, wie kannst Du sagen, dass Du es wirklich ernst meintest, als Du Dich Ihm angeblich übergabst… in der Vergangenheit?’ Und allen sagen wir mit Paulus, ‚Prüft euch selbst, ob ihr im Glauben seid…’ (2 Kor 13,5).“

In jenem Abschnitt des Buches widerlege ich die Ideen, dass man getauft werden, in Zungen sprechen müsse usw., um gerettet zu sein. Ich sage konkret, „Sind wir nicht gerettet durch unsere Werke? Inder der Tat nicht…. Gute Werke erbringen Belohnungen, fehlen sie, führt das nicht zu einem Verlust der Errettung. Die Person, die nicht einmal ein gutes Werk aufzuweisen hat (alle ihre Werke gehen in Flammen auf), ist noch gerettet, ‚doch so wie durchs Feuer hindurch’ (1 Kor 3,13-15). Wir würden nicht denken, dass so eine Person überhaupt gerettet ist…. Doch einer der… keine guten Werke hat…, ist, wenn er wahrhaftig den Herrn Jesus Christus als seinen Retter angenommen hat, ‚wie durchs Feuer hindurch gerettet’….“

Was ich schrieb, ist gewiss nicht eine Unterstützung von „Lordship Salvation“ – der Idee, dass wenn jemand nicht in vollständigem Gehorsam zu Christus als Herr lebt, dann sei er nicht gerettet. Ich glaube nicht, dass John MacArthur, der angeklagt wird, diese Doktrin zu lehren, meint, dass gute Werke retten. Er sagt vielmehr, dass Werke ein Anzeichen sind, ob eine Person gerettet ist oder nicht. Die Schrift erklärt, dass nicht jeder, der sagt „Herr, Herr“ gerettet ist. Es ist nicht nur das, was man sagt, sondern was man im Herzen glaubt – und das Herz ist trügerisch. Jesus selbst warnte, dass viele, die Ihn Herr nennen, behaupten werden, große Werke in Seinem Namen getan zu haben, und doch nie gerettet waren (Mt 7,21-23).

Viele „entscheiden sich für Christus“ und fallen später ab, weil sie es nicht ernst meinten. Die Person, die in Sünde gefallen ist und gerne sich von der Sünde abwenden würde, sie aber hat ihn fest im Griff, mag ein Christ sein. Aber die Person, die in Sünde lebt, der das egal ist und die behauptet, gerettet zu sein, weil sie einst eine „Entscheidung für Christus“ getroffen hatte, war wahrscheinlich nie gerettet. Es wäre falsch, eine solche Person zu trösten mit, „Du glaubst an Christus, somit kannst Du nicht verloren gehen, egal wie Du lebst.“

Weder Sie noch ich kennen das Herz von irgendjemandem. Die Menschen stehen vor Zeugen, schwören ihre unsterbliche Liebe, dann lassen sie sich von dem scheiden, dem gegenüber sie diesen Eid abgelegt haben. Verstanden sie wirklich die Bedeutung des Eides, den sie abgelegt hatten? Hatten sie in ihrem Herzen wirklich die Absicht, ihn zu halten? So kann es sein mit jenen, die behaupten, Christus anzunehmen oder an Ihn zu glauben. Für einige sind das schlicht Worte, die sie wiederholten. Der feste Glaube und die Überzeugung haben ihre Herzen nicht berührt. Gott alleine kennt das Herz. Aber ein guter Hinweis, ob der Glaube von jemandem jemals echt war oder nicht, kann in gegenwärtigen Haltungen und Handlungen gefunden werden.

In meinem Buch sagte ich nicht (noch hatte ich das je getan), dass wenn eine Person nicht für Christus lebt, sei sie nicht gerettet. Ich sagte damals wie heute, dass die Herzenshaltung und Handlungen ein guter Hinweis sind, ob jemand jemals wirklich das Evangelium verstand und glaubte. Jene, die nicht für Christus leben, aber behaupten, gerettet zu sein, müssen gewarnt werden, Buße zu tun, wie viele Bibelstellen erklären.

Frage: TBC hat auf den Wiederaufbau des Tempels hingewiesen, in dem der Antichrist sitzen wird, usw. Hat keiner bemerkt, dass der Vers lautet, „so dass er sich in den Tempel Gottes setzt…“ [2Thes 2,4]? Wird es der Tempel „Gottes“ sein, wenn die Juden den Tempel wieder aufbauen…? Ich denke nicht… Es scheint vernünftiger, dass der Antichrist seinen Weg in die Gemeinde finden wird, von der er Anbetung verlangen wird.

Antwort: Sie bringen eine gute Frage auf und Ihr Argument hat einige Wirkung auf die menschliche Vernunft – sie wird aber von der Schrift nicht gestützt. Jerusalem wurde noch die „Heilige Stadt genannt“, als unheilige Leute unheilige Dinge praktizieren (Mt 4,5; 27,53). Jerusalem hat nie aufgehört, die „Stadt Gottes“ (Ps 46,5; 87,3) zu sein, obwohl sie von den Heiden zertreten im Laufe der Jahrhunderte wurde (Lk 21,24). Sie wird die „heilige Stadt“ während der großen Trübsalszeit bleiben, obgleich sie immer noch „zertreten“ wird (Offb 11,2).

Sie bezweifeln, ob ein Tempel, der von ungläubigen Juden mit Billigung des Antichristen wiedererbaut wird, immer noch der „Tempel Gottes“ sein kann. Der zur Zeit Jesus bestehende Tempel wurde von Herodes dem Großen gebaut. Er war en Idumäer, ein scheußlicher, böser Tyrann, Mörder von Johannes dem Täufer und zahllosen anderen. Doch die Bibel nennt den Tempel, den Herodes baute, „den Tempel Gottes“ (Mt 21,12) und Christus nennt ihn „meines Vaters Haus“ (Joh 2,16). In weiterem Widersprich zu Ihrer These, wird der Tempel, der durch die Juden unter dem Antichristen während der großen Trübsal errichtet wird, „der Tempel Gottes“ genannt (Off 11,1).

Als Salomon den Tempel baute, wurde er von Gott bewohnt, der Seine heilige Gegenwart in der Wolke der Herrlichkeit Gottes manifestierte (1 Kö 8,10-11). Dieser „Tempel Gottes“ stand auf dem Gipfel vom Berg Moriah, nun als Tempelberg bekannt. Er wurde entweiht, zerstört und wieder gebaut. Und mit jedem Wiederaufbau war es immer noch der Tempel Gottes.

Die Feststellung von Paulus, dass der Antichrist sich „in den Tempel Gottes“ setzt (2 Thes 2,4), kann nicht bedeuten, wie Sie behaupten, dass „der Antichrist seinen Weg in die Gemeinde finden wird, von der er Anbetung verlangen wird….“ Die Gemeinde ist der Leib Christi, ohne physischen Standort, worin der Antichrist Platz nehmen könnte, aber der wiederaufgebaut Tempel wird einen solchen Platz zur Verfügung stellen.

Frage: In der F&A Sektion vom TBC September 2004 beantworteten Sie die Kritik ihrer Behauptung, dass Adam de einzige in Gottes Bild geschaffene Mensch sei. Könnte Sie bitte folgendes klarstellen: 1) Sagen Sie, dass Eva nicht in Gottes Bilde geschaffen war? 2) Wie erklären Sie 1 Korinther 11,7 im Lichte von 1 Mose 5,3? Sind wir ALLE in Gottes Bild geschaffen, oder waren Adam und Eva die einzigen, die in Gottes Bild geschaffen waren? Was ist das Bild Gottes? Was bedeutet es?

Antwort: Wir können nur nach dem gehen, was die Bibel sagt. Dort steht, „Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie“ (1Mo 1,27). „Da bildete Gott der HERR den Menschen, [vom] Staub von der Erde, und blies den Odem des Lebens in seine Nase, und so wurde der Mensch eine lebendige Seele…. Da ließ Gott der HERR einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen; und während er schlief, nahm er eine seiner Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch. Und Gott der HERR bildete die Rippe, die er von dem Menschen genommen hatte, zu einer Frau und brachte sie zu ihm“ (1Mo 2,7.21.22).

Adam, geschaffen im Bilde Gottes, lebte einige Zeit alleine, mit Ausnahme seiner Tierfreunde – eine Freundschaft, die ohne wahres Verständnis und Zufriedenheit war – bevor Gott aus einer seiner Rippen Eva machte. Sie wurde von Gott in Seinem Bilde geschaffen, genau wie es mit Adam geschah, obgleich die Weise ihrer Erschaffung verschieden war. Im Gegensatz dazu entstanden ihre Kinder, Enkel und weiteren Nachkommen nicht durch einen speziellen Schöpfungsakt Gottes, sondern durch natürliche Fortpflanzung. Sie waren im Bilde ihrer Eltern – einem Bild, das durch Sünde und Tod ruiniert war. Und diese natürliche Fortpflanzung von Geburt und Tod setzte sich fort, die menschliche Rasse häufte einen wachsenden Genpool von Krankheit und Missbildung an, während der moralische Verfall schlimmer wurde. Wir sind erbärmliche Geschöpfe, verglichen mit dem, was Adam und Eva am Anfang waren.

Jesus sagte, „Gott ist Geist“ (Joh 4,24). Deshalb bezieht sich „im Bild Gottes“ nicht auf physische Qualitäten, den Gott hat keine. Das Bild Gottes, in dem Adam geschaffen war, kann nur moralisch und geistlich sein, was dem Menschen die Fähigkeit gab, Gott zu kennen, zu lieben und mit Ihm zu kommunizieren – und in seinem Gewissen zu erkennen, wann er Gott gegenüber ungehorsam und somit Ihm entfremdet ist. Die ganze Menschheit erbte das „Bild Gottes“, in welchem Adam und Eva geschaffen wurden – jedoch nicht in seiner ursprünglichen Perfektion, sondern verdorben und entstellt durch Sünde, die die Bibel definiert als „Verfehlen der Herrlichkeit, die [man] vor Gott haben sollte.“

Die Erschaffung im Bilde Gottes gibt dem Menschen die Fähigkeit, konzeptionelle Ideen zu ersinnen und sie in Worte auszudrücken. Das platziert den Menschen auf der anderen Seite eines Abgrunds, der ihn von den Tieren trennt – ein Abgrund, den kein evolutionärer Prozess (selbst wenn es einen solchen geben sollte) jemals überschreiten könnte. Diese unpassierbare Barriere wurde von Mortimer J. Adler in seinem immer noch verfügbaren Buch von 1967, Die Verschiedenheit des Menschen und den Unterschied, den sie macht, angeführt. Zu jener Zeit, war Adler, ein Philosophieprofessor der Universität von Chikago, Mitbegründer der Großen Bücher der Westlichen Welt und Herausgeber der Enzyklopädie Britannica, ein Ungläubiger. Er wurde später ein bekennender Christ. Solche Überlegungen bei der Suche nach Wahrheit sind nur möglich, weil der Mensch im Bilde Gottes geschaffen wurde, der sagt, „Kommt doch, wir wollen miteinander rechten“ (Jes 1,18).

Frage: Im F&A Juli 2004 fragte ein Leser über die Beratung einer ungläubigen Schwester über Yoga. Während Sie einige sehr sachdienliche Informationen über die Gefahren dieser Praxis gaben, erwähnten Sie nicht die vordringliche Verantwortlichkeit, das Evangelium und andere Schriftstellen, die für Ihre Argumentation relevant sind, mitzuteilen, um sie zum Herrn zu führen. Jemand von der Notwendigkeit der Errettung intellektuell überzeugen zu wollen, ist meiner Meinung nach üblicherweise eine aussichtslose Vorgehensweise.

Antwort: Danke, dass Sie mich und unsere Leser daran erinnern, dass der Glaube kommt „aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort“ (Röm 10,17). Ich nahm an, dass Leser das verstehen, aber vielleicht gingen meine Annahmen zu weit. Ich stellte wertvolle Information über Yoga, seine Ursprünge und Gefahren zur Verfügung, die genügen sollte, jeden, der in diese Hindupraxis verwickelt ist, bereit zu machen, das Evangelium zu hören. Aber ich unterließ es, das Evangelium zu erwähnen.

Um das Evangelium Ungläubigen in der überzeugenden Macht des Heiligen Geistes vorzustellen, müssen wir denen Beweise liefern, die nicht einmal glauben, dass die Bibel Gottes Wort ist und warum es daher beachtet werden muss.

Eine Apologetik muss verwendet werden, zumindest in gewissem Maße, um den Ungläubigen zu überzeugen. Der jüdischen Zuhörerschaft gegenüber, der er auf seinen Reisen begegnete, verwandte Paulus die Schrift, um sie zu überzeugen, dass Jesus der Messias war, der durch ihre Propheten vorhergesagt war, weil jeder Jude zu jener Zeit der Schrift glaubte. Heute jedoch glauben die meisten Juden nicht daran, dass die Bibel Gottes Wort sei. Deshalb müssen wir bei der Vorstellung ihnen gegenüber, wie bei Ungläubigen, den apologetischen Ansatz (Verteidigung der Wahrheit) wählen, den Paulus bei den Griechen auf dem Areopag verwandte.

Wir haben gerade Gott Suchen und Finden revidiert und verbessert. Dieses Buch schrieb ich für mich selbst, um etwas Überzeugendes in der Hand zu haben, das ich Ungläubigen geben könnte, die skeptisch hinsichtlich Gott und der Bibel sind. Ich empfehle es anderen sehr. Die revidierte und erweiterte zweite Ausgabe sollte Mitte April verfügbar sein.

Alarmierende Nachrichten

The Independent [UK] 2/16/05, Auszüge: Heiliges Schlachtfeld – Ist nichts heilig? Es ist die heiligste der Christlichen Stätten – der Platz wo Jesus beerdigt wurde. Aber die Grabeskirche wurde zu einem Schlachtfeld, wo Priester kämpfen und Mönche einander steinigen.

Nicht weniger als sechs unterschiedliche christliche Bekenntnisse besitzen äußerst ungleiche Anteile an Gebrauch und Management der Kirche. Die griechisch-orthodoxe Kirche herrscht darüber als Vertreter der ältesten und reichsten Kirche des Heiligen Landes, wobei sie ungefähr 40 Prozent des Kirchenterritoriums und Inhalts kontrolliert. Am anderen Ende der Skala befindet sich die winzige Gemeinschaft der Äthiopier, die eine Ansammlung kleiner Hütten auf ihrer Dachterrasse bewohnt, direkt oberhalb des Platzes, den ihrer Meinung nach König Salomon der Königin von Saba gab, lange bevor Jesus geboren war.

Die katholische Franziskaner Gemeinschaft, der Vater Athanasius angehört, gewann eine Ausgangsbasis im 14. Jahrhundert, nachdem sie ein gewaltiges Bestechungsgeld bezahlt hatte, aber sie ist heute dort die zweitgrößte Macht. Der Wohlstand und Einfluss, gewonnen als Großhändler im ottomanischen Kaiserreich, hat die armenisch-orientalische Orthodoxe Kirche auf die dritte Position gehoben, während die ägyptischen Kopten mit einer winzigen Kapelle auskommen. Die syrischen Jakobiten, die mit der nach Vater Athanasius „schlimm zusammengeschlagenen Kapelle des Joseph von Arimathea“ angeben, sind beinahe so unterprivilegiert wie die Äthiopier.

Bald ist Ostern und in der großen Kreuzfahrerkirche aus dem 12. Jahrhundert werden mehr Gottesdienste, Prozessionen und Zeremonien ausgerichtet werden, als zu irgendeiner anderen Zeit des Jahres. Das bedeutet mehr Spannungen und Gelegenheiten für Gewalt. Das beunruhigt Vater Athanasius: „Ich befürchte ernsthaft, jemand könnte getötet werden.“

[TBC: „Verbraucher Christentum“ im Heiligen Land: Jede religiöse Gruppe „tat, was recht war in ihren Augen.“ (Ri 21,25)]

Dave's Reiseweg

March 19 Calvary Chapel Costa Mesa Men’s Pancake Breakfast Santa Ana, CA (714) 979-4422

March 20 Calvary Chapel Pacific Coast Sunday AM Westminster CA (714) 893-4141

April 1-3 Horizon Christian Fellowship South Greenwood, IN (317) 859-9099

April 9-10 Meadow Grove Baptist Church Brandon, MS (601) 825-5704

April 29-30 Last Days Bible Conference *TA McMahon Calgary, Alberta, Canada (403) 948-5401

Briefe

Liebe Verteidiger des Glaubens, gerade vor dem Mittagessen haben wir ihr Video Israel, Islam & Armageddon angeschaut. Was für einen Hintergrund gab das ab, als wir als nächstes die Live Fernsehsendung von der Amtseinführung von Präsident Bush mit anschließender Parade sahen…. Es scheint mehr als je zuvor klar zu sein, dass die USA in der Tat eine bedeutende Rolle auf Israels Bühne spielen. Und nie hatten wir so aktuelle Hinweise auf die Christenheit gehört, wie sie zu dieser Zeit ausgesprochen wurden…. Wir möchten gerne glauben, dass Bush ein wahrer Wiedergeborener ist, aber wir denken doch, dass er im ganzen Wort Gottes nicht unterrichtet ist. Es klang, als ob er die Bibel mit dem Koran gleich setzte. Das stellen wir heute bei beinahe allen jungen Gläubigen fest. Es ist so schwierig zu unterscheiden, wer wirklich wiedergeboren ist und wer nur denkt, er sei es, weil er eine Hand gehoben hat, in der Kirche nach vorne ging usw. Jesus vollkommene Sühnung für mich anzuerkennen ist der einzige Weg, dass mein Glauben an Ihn als Erlöser glaubwürdig ist…. Man mag anfangen, dich herumzustoßen, aufgrund deines Eintretens für das Evangelium. Das, nicht von Gott, sondern von so genannten Mitgläubigen, ist etwas, wofür sie Rechenschaft ablegen müssen…. Wir beten, dass die Tadelsüchtigen Sie nicht vernichten, sondern zur Erkenntnis gelangen, wie echt Sie in Christus sind. VG (KS)

Lieber T.A., ich möchte Ihnen für das TBC Extra im Januarbrief danken, welches Auszüge aus einer Kritik des Buches „Leben mit Vision“ vorstellt…. Wenn ich Ihren Rundbrief lese, hole ich mein Buch und meine Bibel heraus und vergleiche viele Zitate, und Sie liegen richtig – dort werden einige Ausdrücke falsch interpretiert. Wenn ich Ihren Brief nicht gelesen hätte, wäre mir das vielleicht nicht aufgefallen. Sie lehrten mir eine gute Lektion. Wenn ich Bibelzitate in einem Buch sehe, sollte ich sie in der Bibel nachschlagen und sicherstellen, dass sie korrekt wiedergegeben wurden. CG (MT)

Lieber Mr Hunt und Mr McMahon, ich schreibe, um meinen Dank dafür auszudrücken, dass Sie den Mut haben, das Menschenzentrierte, unbiblische Buch 40 Tage mit Vision anzusprechen. Die Verehrung für diese Bewegung ist so durchdringend in heutigen Gemeinden, dass ich glaube, sie grenzt an Götzenverehrung. In diesen Gemeinden… gibt es einen enormen Druck, „an Bord zu gehen“, zu allen diesen Veranstaltungen zu kommen, einer 40 Tage Studiengruppe beizutreten usw. Ich war nicht in der Lage „an Bord zu gehen“ und das nun in zwei verschiedenen Gemeinden, weil ich erkannte, dass es darin mehr um den Menschen als um Gott ging. Es ist auch ein Managementwerkzeug für ehrgeizige Pastoren sucherfreundlicher Gemeinden, um ihre Kirche zum Wachstum zu bringen, als ob das gleichzusetzen wäre mit dem Wachstum des Reiches Gottes. Danke dass Sie sich mehr darüber sorgen, Gott zu gefallen als dem Menschen. JS (WA)

TBC, ich… hörte Ihr Programm. Offen gestanden war ich angewidert von der Weise, wie Sie die Konzepte in Leben mit Vision auseinanderrupften, das Millionen in sehr praktischer, im Leben anwendbarer Weise geholfen hat. Ich habe keinen Zweifel, dass Sie einige richtige Punkte haben, wenn es darum geht, einige der Schriftstellen anders zu interpretieren, die Reverend Warren zitiert. Jedoch Ihre respektlosen, taktlosen Kommentare trugen nicht dazu bei, mich von Ihren Argumenten zu überzeugen…. Zu sagen, dass das Buch die Leute „in die Irre führt“, als ob es ihnen Schaden zufügt, ist unverschämt und gedankenlos…. Ich war von Ihrer Analyse überhaupt nicht beeindruckt…. Ihr Programm war eine große Enttäuschung, ich werde ihm nicht mehr zuhören. CS (CA) [Das bezieht sich auf das wöchentliche Radioprogramm Search The Scriptures Daily, von T.A. McMahon und Dave Hunt]

Liebe Brüder, als Pastor möchte ich für Ihr Eintreten bei den wichtigen Streitfragen dieser Tage danken, die sich auf die Verlässlichkeit und Hinlänglichkeit der Schrift für das Leben und die Gottesfurcht beziehen. Besonders wurde ich in Sorge versetzt durch einige Dinge in Rick Warrens Ziel- (oder Visions-) getrieben Büchern…. Da ich Griechisch, Hebräisch und Aramäisch in einer Bibelschule sowie im Theologischen Seminar studiert habe, habe ich echte Mühe mit Warren und anderen, die Bibel Paraphrasen zitieren, als ob sie autoritativ und verlässlich wären wie eine Studienbibel. Ich ringe auch mit dem Gebrauch von Pop Psychologie, um die Schrift zu interpretieren. Das stellt den Menschen, nicht Gott, in die Verantwortung und es führt den Mensch dazu, mit menschlicher Weisheit bestimmen zu wollen, was wahr ist und was nicht. Wir müssen Gott in Seinem Wort für Sich sprechen lassen! JL (Email).

Lieber Bruder Dave Hunt, Ich danke Ihnen für die Bücher, für die zu schreiben Sie sich Zeit genommen haben, wie Verführung der Christenheit und Okkulte Invasion…. Ich finde es absolut bizarr, wie die Welt „geistlicher“ wird (nichts ist mehr weltlich) und die Gemeinde immer weltlicher wird (nichts ist mehr heilig) und beide treffen sich in der Mitte und keiner bemerkt es! Nochmals Dankeschön dafür, dass sie den wahren Glaubenskampf kämpfen. Wir werden gewinnen! RD (TN)

Mein geliebter Dave Hunt und all ihre lieben Mitarbeiter, unsere Prüfungen hier unten wenden unsere Herzen zurück nach Golgatha, zu dem, was der Erlöser erlitt, um uns durch Sein kostbares Blut zu reinigen und nicht nur das, Er bereitete für uns einen Platz im Himmel mit Ihm. Wie können wir uns beschweren, wenn Er uns so sehr liebt? Wenn ich alleine liege, aber nicht alleine bin – da ich weiß, dass er in mir wohnt…. Entschuldigen Sie meinen Brief, ich bin 85 Jahre alt. NA (FL)

Lieber Dave und Tom, ich bin gesegnet, weil Gott mich vor einigen Wochen zu Ihrem Radioprogramm führte. Seither habe ich Ihre Webseite aufgesucht und mich in die Email Liste eingetragen…. Möge Gott Sie weiterhin segnen für den Mut, die Wahrheit auszusprechen. JM (PA)

TBC Notizen

Vielen Dank

Ich erinnere mich, wie Dave eines Tages traurig über einen beunruhigenden Trend nachgrübelte, der Einfluss auf den Leib Christi hatte, den wir gerade ansprechen wollten. Er ergänzte sehnsüchtig, wie gerne er es lieber hätte, wenn die Hauptmenge der TBC Schriften schlicht erbauend sein könnten, anstatt korrigierend nach den Schriften sein zu müssen. Wir fühlen uns alle so hier bei TBC.

Auf der anderen Seite erlauben uns weder Gehorsam für unsere Berufung noch die geistlichen Zeiten, in denen wir leben, unseren „inoffiziellen Vorlieben“ nachzugeben. Überdies bestätigt das wunderbar ermutigende Feedback, den wir von unseren Lesern erhalten, dass unsere Unterscheidungsorientierter Themenmaterie, obgleich sie nicht der erfreulichste Inhalt ist, als ein Segen in diesen Tagen ungeheurer Verwirrung und Täuschung innerhalb der Gemeinde empfunden wird.

Vielen Dank für Ihre Zuschriften an uns mit all Ihrer Ermutigung. Und bitte vergeben Sie uns, dass wir nicht in der Lage sind, auf jede persönlich zu antworten.

T.A. McMahon Executive Director

TBC Extra

Dies ist der dritte und letzte Auszug aus einer Kritik von Rick Warrens Leben mit Vision von T.A. McMahon.

(Sie ist in Gänze erhältlich auf unserer Webseite www.thebereancall.org).

Rick Warren schreibt, „In der Saddleback Kirche haben wir die Furcht einflößende Macht gesehen… welche die Herrschaft anscheinend hoffnungsloser Süchte und hartnäckiger Versuchungen durch ein von uns entwickeltes Programm bricht, das wir Celebrate Recovery [8 Punkte Programm, dessen Punkte sich im Englischen von dem Begriff RECOVERY ableiten. Zugrunde liegen die 8 Seligpreisungen der Bergpredigt (Mt 5,3-10)] nennen… das in Tausenden Gemeinden Anwendung findet“ (S. 213). Während diese Seiten einigen gesunden Rat enthalten, ist das Celebrate Recovery Programm (wie auf ihrer Webseite klar wird) durch Psychotherapie stark beeinflusst. Es ist eine Abart des weitgehend nicht wirksamen und anti-biblischen, aber populären 12 Punkte Programms der Anonymen Alkoholiker, das aus dem Okkulten kommt (siehe TBC August 1997).

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Pop Psychologie ergießt sich häufig auf Kosten der Schrift auf die Seiten. Inmitten einige guter Ratschläge sagt Warren: „Jakob war unsicher… Joseph wurde misshandelt… Samson war mitabhängig… David hatte ein Verhältnis und alle Arten von [auf Funktionsstörungen beruhenden] Familienproblemen, Elias war selbstmörderisch, Jeremiah war deprimiert… Petrus war impulsiv…“ (S. 123). Das ist humanistische, psychologische Terminologie, die das Beispiel biblischen Sieges, das sich im Leben dieser Männer zeigte, unterminiert.

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Wieder begegnen wir deterministischen und humanistischen Konzepten, die von pervertierten Bibelversionen unterstützt werden: „Sie sind wie Sie sind, weil Sie für einen bestimmten Dienst geschaffen wurden…. Gott hat Sie bewusst geformt und gebildet…. Er mischte den DNA-Cocktail, der Sie schuf, sorgfältig….“ Sagen Sie das der Person, die mit Debilität geboren wurde. Gott erlaubte das, was wir sind, aber er entwarf nicht die genetischen Abweichungen, die sich über Generationen sündigen Lebens entwickelten. Das Buch ist fatalistisch und beginnt mit der unbiblischen Feststellung: „Gott… plante die Tage Ihres Lebens im Voraus…“ (S. 22-23). Zur Unterstützung dieses fatalistischen Konzepts zitiert Warren Psalm 139,16 aus der Living Bible: „Du… legtest jeden Tag meines Lebens fest, bevor ich zu atmen begann….“ [Unrev. Elberfelder 1905: und in dein Buch waren sie {die Gebeine} alle eingeschrieben; Schlachter 2000: und in dein Buch waren geschrieben alle Tage, die noch werden sollten]. Warum muss ich dann RWs Buch lesen und 40 Tage lang versuchen, mein Ziel / Vision zu finden und meinen Weg zu ändern versuchen, wenn jedes Detail bereits fest geplant ist?! In der Tat besagt Psalm 139 nicht, dass Gott die physischen Teile des Körpers oder unsere Tage vorherbestimmte, sondern dass Er sie vorherwußte – ein gewaltiger Unterschied!

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Auf Seite 239 leistet RW immer noch dem Fatalismus Vorschub: „Das zweite Kennzeichen dafür, dass Sie Gott von Herzen dienen, ist Wirksamkeit. „Wann immer Sie tun, wozu Gott sie verdrahtete, dass sie es gern tun würden, dann sind sie gut.“ Darf ich annehmen, wenn ich etwas mehr zu tun „liebe“ als alles andere, dass Gott mich deshalb so „verdrahtet“ hat? Kann ich mich dafür entschuldigen, dass ich es nicht liebe, Christi Botschaft bei jeder sich bietenden Gelegenheit mitzuteilen, sondern dass ich stattdessen lieber Fernsehen schaue, weil Gott mich so „verdrahtet“ hat? Wenn ich Sünde liebe, liegt das daran, dass Gott mich so verdrahtet hat?

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RW biete eine Lösung für ein geistliches Problem ohne biblische Unterstützung an: „Um Gottes Wille für Ihr Leben zu entdecken, sollten Sie sorgfältig prüfen, worin Sie gut sind und worin nicht“ (S. 243). In Kapitel 35 scheint er sich zu widersprechen: „Gott war nie von Stärke oder Unabhängigkeit beeindruckt. In der Tat wird er von Leuten angezogen, die schwach sind und es zugeben“ (S. 273).

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Die humanistische Täuschung des „Self-image – Selbstverständnisses“ der Psychologie wird sogar Jesus zugeschrieben. Uns wird gesagt, dass Er „von einem sicheren Selbstverständnis“ aus diente, und Seine Aufgabe, die Füße Seiner Jünger zu waschen „sein Selbstverständnis nicht bedrohte“ (S. 269). Gerade das Konzept des „Selbstverständnisses“ ist nicht ein einziges Mal in der Bibel zu finden! Es ist eine Beleidigung für Christus und unterminiert die Lehre der Schrift, Sein perfektes Leben darauf zurückzuführen, dass er ein „gutes Selbstverständnis“ hatte und nahe zu legen, dass ein „gutes Selbstverständnis“ andere befähigen wird, Gott zu dienen. Einiges von dem, was RW sagt, ist gut, aber leider ist es durchsetzt mit dem Arsen des Schullerismus und mit Psychogeschwätz.

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Als nächstes wird Gideon psychologisch diagnostiziert: „Gideons Schwäche bestand in geringer Selbstachtung und tiefen Unsicherheiten…“ (S. 275). Wieder unterstützt RW unbiblische, humanistische Psychologie! Gideon sagte, „meine Sippe ist die geringste in Mannasse, und ich bin der Kleinste im Haus meines Vaters“ (Ri 6,15). Er klingt wie andere Glaubenshelden, wie Paulus, der sich selbst als den „allergeringsten unter allen Heiligen“ (Eph 3,8) betrachtete und bekannte, „denn ich weiß, dass in mir… nichts Gutes wohnt“ (Röm 7,18). Doch war er der bedeutendste Apostel. Solange Saul „klein [war] in [seinen] Augen“ (1Sam 15,17) machte Gott ihn zum König über Israel. Viele weitere Beispiele könnten gegeben werden, wie zum Beispiel Moses, der sagte, er könne nicht einmal reden. Nie wurde einem dieser Männer gesagt, dass sie niedriges Selbstbewusstsein hätten und dass sie, um erfolgreiche Diener Gottes zu sein, ein positives Selbstverständnis entwickeln müssten. Niemals! Warum dann gibt RW solche unbiblischen, auf das Selbst zentrierte Ideen an seine Leser weiter?

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RW erklärt im ganzen Kapitel 37, dass das persönliche Zeugnis das bedeutendste Element beim Glaubenszeugnis sei: „Das ist das Wesentliche beim Zeugnis ablegen – einfach Ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Herrn mitteilen…. In der Tat ist ihr persönliches Zeugnis wirksamer als eine Predigt…“ (S. 290). Das fügt nicht nur der Bedeutung des Predigens von Gottes Wort und der Notwendigkeit, gesunde Lehre zu lehren, Schaden zu, sondern RW widerspricht seiner eigenen, grundlegenden Prämisse, dass wir uns „Gottes Wort zuwenden“ sollten und nicht „inspirierenden Geschichten“ (S. 20).

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Übersetzt von W. Hemmerling. Bibelzitate wurden aus der Schlachter Bibel 2000 entnommen.