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THE BEREAN CALL

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Juni08

„Paulus disputierte“ Apostelgeschichte 17,17, usw.

Dave Hunt

Man muss in der Bibel nicht lange lesen, um zu erkennen, dass sie definitiv kein ökumenisches Buch ist. Bei „dem Missionsbefehl“ gebot Christus Seinen Jüngern, „macht zu Jüngern alle Völker… und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe…“ (Mt 28,19-20). Das ist eine heilige Pflicht, die uns von Christus selbst gegeben ist und eine schwere Verantwortung auf jeden legt, der behauptet, ein Christ zu sein.

Wenn Sprache überhaupt eine Bedeutung hat, dann muss jeder wahre Jünger heute der Jünger eines Jüngers eines Jüngers sein… den ganzen Weg zurück zu den ursprünglichen Jüngern, und ist verpflichtet, denselben Geboten zu gehorchen, die Christus ihnen gab. Niemand wurde je von Christus autorisiert, diesen Missionsbefehl zu verändern – und gewiss nicht, das Evangelium zu verändern – doch dies wurde und wird getan. Was muss unser Herr von Kirchenführern halten, die Sein Wort verachten?

Wahrheit ist unabhängig von Zeit, Raum und Materie, und ändert sich nie. Sie hat keinen Ort im physischen Universum; sie ist vorhanden im nichtphysischen Bereich der Seele und des Geistes. Die unbestrittene Tatsache, dass das Gehirn nicht der Geist ist, mit dem wir Wahrheit verstehen, gibt uns einen der einfachsten Beweise, dass wir nichtphysische und ewige Wesen sind, die vorübergehend in physischen Körpern leben. Diese ernste Tatsache gibt Anlass zu einer Frage, der sich die meisten nicht gerne stellen. Sie bevorzugen, ihre Aufmerksamkeit den Vergnügungen und Plänen zu widmen, die mit dieser vergänglichen Welt der fünf Sinne zu tun haben und stellen das zur Seite, was von größter Bedeutung ist, für eine „gelegene Zeit“ (Apg 24,25) zurück, die nie kommt. Jede Person muss die große Frage beantworten: Wo wird meine Seele und Geist (das wahre „Ich“, das mein einzigartiges Selbst ist) sein, wenn dieser vorübergehende Wohnsitz, in dem ich diese wenigen Jahre gelebt habe, „in der Erde verschimmelt“?

Um die Existenz von Seele und Geist zu verleugnen, versuchen Materialisten (und alle Atheisten sind das), den Geist und alle Gedanken und Ideen, mit dem physischen Gehirn gleichzusetzen. Der Physiker Sir Arthur Eddington erklärt, dass „der Materialismus tot ist“ und beweist diese Tatsache ziemlich einfach:

In der Naturwissenschaft… sind Naturgesetze… Regeln, die nie aufgehoben werden…. Somit ist in der physischen Welt das, was ein Körper tut und was ein Körper tun muss äquivalent; aber wir sind uns einer anderen Domäne wohl bewusst, wo das alles andere als äquivalent ist. Wir können dieser Unterscheidung nicht entkommen…. Die Gesetze der Logik schreiben den Weg, wie unser Geist denkt, nicht vor; sie schreiben den Weg vor, wie unser Geist denken soll…. Wie eng jedoch wir auch Gedanken mit dem physischen Gehirn verbinden wollen, die Verknüpfung wird als irrelevant fallengelassen, sobald wir die fundamentalen Eigenschaften des Denkens in Betracht ziehen – dass es richtig oder falsch sein mag.

Unser Herr und Heiland Jesus Christus ist „der Weg, die Wahrheit und das Leben“. Wahrheit ändert sich nicht, somit gilt, „Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und auch in Ewigkeit“ (Heb 13,8). Doch viele Kirchenführer heute (wie eine Vielzahl anderer in der ganzen Geschichte) haben es auf sich genommen, beinahe alles zu ändern. Manche haben es getan, indem sie die Bibel umgeschrieben haben, wie es Eugen Peterson mit The Message tat; andere, wie zum Beispiel Norman Vincent Peale und Robert Schuller durch „Positivierung des Evangeliums“, und andere durch „Modernisierung“ des Christentums. Die Emergent Church Bewegung hat es unter dem Deckmantel, das „ursprüngliche Christentum“ wieder herzustellen, getan. Sie haben nur frühere Überlieferungen von Menschen wieder hergestellt, welche bereits in den Tagen der Apostel weit weg von der Wahrheit waren. Nur das Neue Testament – nicht die „frühe Kirchengeschichte“ – berichtet von wahrem, biblischem Christentum.

Es gibt keine Rechtfertigung zu sagen, „Die Zeiten haben sich geändert“, wir brauchen jetzt „neue Wahrheit“, um mit den Herausforderungen der heutigen postmodernen Welt fertig zu werden. Es ist eine Täuschung, sich vorzustellen, dass man spiritueller wird oder das Christentum des ersten Jahrhunderts wieder hergestellt wird, wenn man zu den Gedanken und der Praxis der „frühen, historischen Kirche“ zurückgeht. Wenn man die „alte Kirchengeschichte“ durchsucht, geht man nicht weit genug zurück. Wir müssen den ganzen Weg zur Bibel zurückgehen.

Jedem echten Jünger wurde eine heilige Verantwortung gegeben, da er durch frühere Jünger in einer Nachfolgelinie ohne Unterbrechung den ursprünglichen Missionsbefehl von Christus an Seine ersten Nachfolger erhalten hat: allem zu gehorchen und andere alles zu lehren, was Christus sie lehrte. Keine Forschung wird benötigt – nur ein einfaches Verständnis von und Glaube an Gottes Wort – um die schamlose Revision des Missionsbefehls zu erkennen, die zurzeit vor sich geht. Das findet man in der kirchlichen Hierarchie vieler protestantischer Denominationen, und besonders im römisch-katholischen System, und die ursprünglichen Fischer-Jünger würden dies öffentlich anprangern, würden sie heute hier leben.

Unglaublicherweise schrieb John Hagee am 12. Mai 2008 einen Brief an Bill Donohue, dem Präsidenten des katholischen Bündnisses für zivile und religiöse Rechte und „entschuldigte sich dafür, die römisch katholische Kirche die ‚abgefallene Kirche’ und ‚die große Hure’ genannt zu haben“. Aber Luther und all die Reformatoren haben sie so genannt, wobei sie in Übereinstimmung mit Gottes Wort blieben! Auch war dies keine kürzliche Stegreifbemerkung, sondern eine beständige Aussage über viele Jahre. In einer schmachvollen „Kehrtwendung“ erklärte Hagee, „Ich möchte mein tiefes Bedauern für jeden Kommentar ausdrücken, den Katholiken als verletzend empfunden haben“. Ist Christus nicht „der Fels des Ärgernisses“ (Röm 9,33) und Sein Kreuz ein Anstoß „für Ungläubige“? Müssen wir uns entschuldigen, wenn wir mit der Wahrheit Anstoß erregen? Müssen wir die Wahrheit des Evangeliums zurückhalten, um jene nicht zu beleidigen, die sie benötigen? Ist nicht die Bibel (und nicht die verletzten Gefühle von Sündern) unser unveränderlicher Standard?

Lasst uns aufrichtig sein – Hagees Entschuldigung, die die Wahrheit verleugnete, festigte eine angeschlagene Position durch „einen von John McCains stärksten Unterstützern der religiösen Rechte“. Es ging nicht um Christus, sondern um die Hoffnung McCains auf das Präsidentenamt. Bei der Entschuldigung, nannte Hagee die Verwendung dieser Begriffe in der Offenbarung „ein rhetorisches Hilfsmittel, das seit langem in der antikatholischen Literatur und den Kommentaren Verwendung fand“. Nun muss er sich dem Herrn gegenüber entschuldigen, weil er die „Offenbarung Jesu Christi, die Gott ihm gegeben hat“ (Off 1,1) eine „antikatholische Rhetorik“ genannt hatte! Es passt nur gut, dass sich McCain am 22. Mai selbst von Hagee distanziert hat, der dann seine Unterstützung zurückzog.

Anstatt den Geboten Christi treu zu bleiben, lehren und praktizieren viele der heutigen Kirchenführer „Christentum“ als ob der Missionsbefehl lautete, „Geh in alle Welt und versuche, eine größtmögliche Zustimmung der großen Religionen zu finden, wobei man acht geben muss, keinen ‚Glauben’ zu kritisieren, sondern sich mit ihnen in einer ökumenischen Einheit zu verbinden, um Armut, Hunger und Krankheit abzuschaffen“. Das klingt so ansprechend und es scheint solch eine würdige Sache zu sein, dass ganze Denominationen durch diese satanische Häresie verschlungen wurden.

Ist der Begriff „satanisch“ nicht etwas zu stark? Nein. Satan war der erste, der fragte, „Sollte Gott wirklich gesagt haben?“ Seine Nachfolger werden dadurch identifiziert, indem sie Gottes unveränderliche Wahrheit ignorieren, sich darüber hinwegsetzen, oder sie verändern. Man kann aufgrund solch barscher Sprache im Gefängnis landen. Nicht jetzt, aber der Tag mag früher kommen, als wir denken.

Zu behaupten, man wisse, was Gott gesagt hat, diesem zu folgen, und kühn sich den Irrtümern entgegenzusetzen, die von denen gelehrt werden, die von Gottes Wahrheit abweichen, ist die heutige unverzeihliche Sünde sowohl in der Welt wie in der Gemeinde. Die weltweite Stimmung tendiert definitiv zu sowohl politischer wie auch religiöser Einheit um jeden Preis. Indem diese Bewegung zunehmend Stoßkraft gewinnt, wird jeder, der die moralische und geistliche Integrität hat, die Bibel hochzuhalten, der Gefangenschaft und schließlich des Todes als wert angesehen werden, weil er der globalen Einheit im Wege steht, die eine Hoffnung, an die sich die Welt und die Gemeinde immer noch in einer verzweifelten Partnerschaft anklammern.

Was den wahren Christen betrifft, erweist sich jede durch Kompromiss erreichte ökumenische Übereinkunft durch die feste Aussage von Christus, „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich“ (Joh 14,6), als unmöglich. Man kann diese Feststellung auf keine Weise abschwächen. Treu ihrem Herrn erklärten die Apostel: „Und es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen“ (Apg 4,12). Als ihre Nachfolger müssen wir dasselbe verkünden.

Im Gegensatz dazu rufen die religiösen Lakaien Satans, ihrem Meister treu, „Das kannst du nicht sagen“! Seine vielen anderen Diener in gesetzgebenden Versammlungen und Gerichtshöfen sind entschlossen, die Andeutung, irgendein anerkannter „Glaube“ (egal wie widersprüchlich sie untereinander sind) befinde sich möglicherweise in irgendeinem Irrtum, zu einem internationalen Verbrechen zu machen. Die Bibel könnte bald für ungesetzlich erklärt werden, weil sie alle nichtchristlichen Religionen verdammt. Aber das ist das Wesen der Bibel, und dafür tun wir uns weder entschuldigen, noch „religiös korrekte“ Anpassungen vornehmen. Simon Greenleaf, einer von Amerikas größten juristischen Köpfen, der sich vom Agnostizismus zum Glauben an Christus wandte, erklärte vor beinahe 180 Jahren:

Die Religion von Jesus Christus zielt auf nichts weniger als den völligen Untergang aller anderen Religionssysteme in der Welt, indem sie sie als unangemessen für die Bedürfnisse von Menschen, falsch in ihren Grundlagen und gefährlich in ihrer Absicht öffentlich anprangert…. Das sind keine gewöhnlichen Behauptungen; und es scheint kaum möglich für ein rationales Wesen, sie mit [nur] einem gedämpften Interesse zu betrachten; noch viel weniger, sie mit reiner Gleichgültigkeit und Verachtung zu behandeln.

Wir folgen niemandem außer unserem Herrn Jesus Christus und Seinen Aposteln. Paulus erklärte, „So ermahne ich euch nun: Werdet meine Nachahmer… gleichwie auch ich [Nachahmer] des Christus bin“ (1 Kor 4,16; 11,1). Unser Herr bezog sich beständig auf das Alte Testament und zitierte es, die einzige Schrift, die in Seinen Tagen existierte und das war alles, was gebraucht wurde, um das Evangelium damals und heute zu verkünden: „Und er begann bei Mose und bei allen Propheten und legte ihnen in allen Schriften aus, was sich auf ihn bezieht“ (Lk 24,27).

Wir sollten Seinem Beispiel folgen, wenn wir Zeugnis für Ihn ablegen, wie es Paulus tat. Er predigte „das Evangelium Gottes (das er zuvor durch seine Propheten in heiligen Schriften verheißen hat) über seinen Sohn, der hervorgegangen ist aus dem Samen Davids nach dem Fleisch und erwiesen ist als Sohn Gottes in Kraft nach dem Geist der Heiligkeit durch die Auferstehung von den Toten, Jesus Christus, unseren Herrn“ (Röm 1,1-4). Das wahre Evangelium ist gegründet auf Hunderte von Prophezeiungen, die nicht verändert werden können. Wehe denen, die das „Evangelium Gottes“ verfälschen!

Indem Paulus bekanntmachte, dass das Evangelium, das er gepredigt hatte, „nach den Schriften“ (1 Kor 15,3-4) war, bekräftigte er nochmals, dass das Evangelium so fest im ganzen Alten Testament gegründet ist, dass es nicht verändert werden konnte, ohne die Schriften zu zerstören. Das ist das Zeugnis der ganzen Bibel. Jene, die es wagen Gottes Wort in irgendeiner Weise zu verändern, haben Gott selbst verleugnet. Sie sagen, Gott kannte die Zukunft nicht, Sein Erlösungsplan sei nicht länger für den modernen Menschen angemessen, und die heutigen Theologen müssten das Durcheinander beschönigen, das Christus Seiner Kirche hinterlassen hat. Mit anderen Worten, der Gott der Bibel ist nicht der wahre Gott. Wie T.A. McMahon darlegte (02/08, 03/08), hatten die Führer der Emerging Church dargelegt, alles müsse „wieder erfunden“ werden, um zu einer neuen Theologie zu gelangen, die für unsere Zeit angemessen ist.

Paulus suchte mit niemandem religiöse oder politische Annäherung. Er und Silas wurden beschuldigt, sie würden „die ganze Welt in Aufruhr versetzen“ (Apg 17,6). Die Apostel gingen keine Allianzen ein; sie folgten den Anordnungen, die Christus ihnen gegeben hatte. Sie kannten und verkündeten kompromisslos „wie es auch Wahrheit ist in Jesus“ (Eph 4,21) mit Kühnheit und großer Macht und in vielen Streitgesprächen.

Streitgespräch? Ja! Dieses Wort beschreibt einen Großteil des Lebens und Dienstes der Apostel, und besonders dem von Paulus, aber es wird unter den Stiefeln der marschierenden, „sucherfreundlichen“ Ökumeniker zertrampelt. Die Tatsache, dass Paulus und die Führer der Urkirche so viel Zeit verbrachten, öffentlich Streitgespräche zu führen, sagt uns viel über das, was den heutigen Christen mangelt, oder sollten wir sie einfach Christianity Today nennen? Bedenkt diese religiös inkorrekten, kompromisslosen, „negativen“ Aussagen – die auf Prophetie gegründet sind:

Stefanus: „Ihr Halsstarrigen und Unbeschnittenen an Herz und Ohren! Ihr widerstrebt allezeit dem Heiligen Geist; wie eure Väter, so auch ihr!“ (Apg 7,51)

Petrus: „Dein Geld fahre mit dir ins Verderben… denn dein Herz ist nicht aufrichtig vor Gott! So tue nun Buße über diese deine Bosheit…“ (Apg 8,18-24)

Paulus: Saulus… beunruhigte die Juden, die in Damaskus wohnten, indem er bewies, dass dieser der Christus ist. (Apg 9,22)

Petrus: „Von diesem legen alle Propheten Zeugnis ab, dass jeder, der an ihn glaubt, durch seinen Namen Vergebung der Sünden empfängt.“ (Apg 10,43)

Paulus: „Von dessen Samen hat nun Gott nach der Verheißung für Israel Jesus als Retter erweckt…. Denn die, welche in Jerusalem wohnen, und ihre Obersten haben diesen nicht erkannt und haben die Stimmen der Propheten, die an jedem Sabbat gelesen werden, durch ihren Urteilsspruch erfüllt…. Und nachdem sie alles vollendet hatten, was von ihm geschrieben steht, nahmen sie ihn vom Holz herab….“ (Apg 13,23-29)

Paulus aber ging nach seiner Gewohnheit zu ihnen hinein und redete… mit ihnen aufgrund der Schriften… (Apg 17,2); Er hatte nun in der Synagoge Unterredungen mit den Juden und den Gottesfürchtigen, und auch täglich auf dem Marktplatz mit denen, die gerade dazukamen (Apg 17,17); Er hatte aber jeden Sabbat Unterredungen in der Synagoge und überzeugte Juden und Griechen. (Apg 18,4; 18,19)

 [Apollos] widerlegte die Juden öffentlich mit großer Kraft, indem er durch die Schriften bewies, dass Jesus der Christus ist. (Apg 18,28)

Paulus ging in die Synagoge und trat öffentlich auf, indem er drei Monate lang Gespräche führte und sie zu überzeugen versuchte…“ (Apg 19,8); ...und hielt täglich Lehrgespräche in der Schule eines gewissen Tyrannus. Das geschah zwei Jahre lang; (Apg 19,9-10); „…dass ich drei Jahre lang Tag und Nacht nicht aufgehört habe, jeden einzelnen unter Tränen zu ermahnen.“ (Apg 20,31); Als er aber von Gerechtigkeit und Enthaltsamkeit und dem zukünftigen Gericht redete, wurde Felix von Furcht erfüllt (Apg 24,25); und suchte sie zu überzeugen von dem, was Jesus betrifft, ausgehend von dem Gesetz Moses und von den Propheten.“ (Apg 28,23).

Ich beteiligte mich neulich an drei Debatten in Toronto: mit dem Hinduführer eines großen Tempels; mit einem atheistischen Philosophieprofessor; und mit einem moslemischen Imam, der mit Christen weltweit debattiert. Ist es das, was Christen machen sollen? Ist es produktiv? Wie können wir dem gehorchen, „so haltet mit allen Menschen Frieden“ (Röm 12,18), obwohl wir mit entgegen gesetzten Glaubensansichten nicht in Übereinstimmung sind? (Die DVD liegt im Juli oder August zur Auslieferung bereit.)

Die Schriften oben zeigen, dass das Führen von Streitgesprächen das Leben und der Dienst von Paulus war. Er sagte, wir sollten ihm folgen. Wie sonst können wir unseren Missionsbefehl treu erfüllen?

Es gibt keine Offenbarung, die ergreifender ist als die: Gott ist so beschaffen, dass das Elend des gefallenen Menschen Ihn gedrängt hat, Seine himmlische Herrlichkeit beiseite zu legen, Mensch zu werden, alle unsere Sünden und Leid zu tragen, und durch Tod den Tod zu überwinden und dem sterbenden Sünder ewiges und göttliches Leben zu geben. Jeder, der durch Glauben dieses Leben empfängt, steht unter der gleichen Notwendigkeit wie Er, dem er es verdankt, so dass aufgrund dieser Umstände jeder Christ natürlicherweise ein Missionar ist. Er hört in seiner Seele ein antreibendes Gebot, die Worte: „Geht in alle Welt und predigt das Evangelium jeder Kreatur“. (E.M. Broadbent, von The Pilgrim Church [29] )

Jeder wahre Jünger muss den Missionsbefehl beachten, „Seid aber allezeit bereit zur Verantwortung gegenüber jedermann, der Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist“ (1 Pt 3,15). Der Herr wird denen mit willigen Herzen die Gelegenheiten, Weisheit, Demut, Gnade und Kraft geben, Seinem Ruf getreu zu sein. TBC

Zitate

Es ist ein fürchterlicher Gedanke, dass sogar Gott Selbst… mich nicht davon abhalten kann, Ihm zu trotzen und Ihn abzulehnen, und Er würde Seine Macht nicht in eine solche Richtung ausüben, wenn Er es könnte, und könnte es nicht, sogar wenn Er es wollte.

A.T. Pierson, A Spiritual Clinique (Eine Geistliche Klinik)

Nun höre ich auf damit, weiter zu Geschöpfen zu sprechen und wende meine Rede an dich Oh Herr. Nun beginne ich meinen Umgang mit Gott, der nie abgebrochen wird. Ade Vater und Mutter, Freunde, Verwandte! Ade Welt und alle Freuden. Ade Speis und Trank. Ade Sonne, Mond und Sterne! Willkommen Gott und Vater! Willkommen süßer Herr Jesus, Mittler des Neuen Bundes! Willkommen gesegneter Geist der Gnade, Gott allen Trostes! Willkommen Herrlichkeit! Willkommen Tod!

Das waren die letzten Worte von Hugh MacKail, 25 Jahre alter schottischer Geistlicher, mit der Schlinge um seinen Hals, nachdem er bereits erbarmungslos gefoltert worden war und der Masse der Schaulustigen Zeugnis für Christus abgelegt hatte, der gehängt wurde, weil er den Fahneneid für den britischen König als Oberhaupt der Kirche abgelehnt hat und Christus alleine unerschütterlich treu blieb.

F & A

Frage [Zusammengesetzt aus mehreren]: Ihre Aussagen im Aprilartikel, nur Gläubige würden physisch auferstehen, haben mich sehr beunruhigt. Warum dann wird von der „ersten Auferstehung“ gesprochen (Offenbarung 20,5)? Wenn dies die „erste Auferstehung“ ist, impliziert dies nicht eine „zweite“? Sie erwähnten Johannes 5,29 und sagten, „aber es kann nicht sein, [dass Ungläubige] wieder auferstehen werden“. Aber der Vers besagt, dass alle Toten „werden hervorgehen: die das Gute getan haben, zur Auferstehung des Lebens; die aber das Böse getan haben, zur Auferstehung des Gerichts“ Dann ist da Apostelgeschichte 24,14-15. „und ich habe die Hoffnung zu Gott… dass es eine künftige Auferstehung der Toten geben wird, sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten.“ Das Alte Testament steht damit auch im Einklang, wenn es erwähnt, „Und viele von denen, die im Staub der Erde schlafen, werden aufwachen; die einen zum ewigen Leben, die anderen zur ewigen Schmach und Schande“ (Daniel 12,2).

Was ist mit der Stelle in Matthäus 18,8-9, die vom Abhauen der Hand oder des Fußes spricht, anstatt dass der ganze Leib in die Hölle geworfen wird? Offenbarung 20,13 sagt sehr deutlich, „Und das Meer gab die Toten heraus, die in ihm waren, und der Tod und das Totenreich gaben die Toten heraus, die in ihnen waren; und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken“. Das klingt nicht wie schriftgemäße Unterstützung, nur die Geretteten erführen eine Auferstehung. Sie sind immer so beständig im Hochhalten der Schriften gewesen. Denken sie nicht, dass sie ihre Ansicht nochmals überdenken müssten?

Antwort: Weder biblisch noch logisch kann argumentiert werden, der Begriff „erste Auferstehung“ impliziere notwendigerweise eine „zweite“. Tatsächlich findet man den Ausdruck „zweite Auferstehung“ nicht in der Schrift. In Johannes 5,28-29 sagte Jesus, „alle, die in den Gräbern sind… werden hervorgehen: die das Gute getan haben, zur Auferstehung des Lebens; die aber das Böse getan haben, zur Auferstehung des Gerichts“. Hier wird sicher nicht angedeutet, dass diese Auferstehungen gleichartig sind. Die Auferstehung zum Leben bezieht den Leib mit ein. Das deutet aber nicht an, dass die Auferstehung zum Gericht den Leib überhaupt mit einbezieht. Der Begriff „erste Auferstehung“ erscheint nur in Offenbarung 20,5-6. Dort wird beschrieben, sie würde nur umfassen „die Seelen derer, die enthauptet worden waren um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen, und die das Tier nicht angebetet hatten noch sein Bild, und das Malzeichen weder auf ihre Stirn noch auf ihre Hand angenommen hatten“ (Off 20,4). Dies kann nicht „die Toten in Christus“ einschließen, die sieben Jahre zuvor bei der Entrückung auferstanden waren (1 Thes 4,13-18). Da jene Auferstehung vor der hier erwähnten stattfand, warum dann wird diese „die erste Auferstehung genannt“? Es kann nur sein, um zu zeigen, dass dies nicht eine zweite getrennte Auferstehung ist, sondern eine Kulmination der „ersten“.

Die „Auferstehung zum Gericht“ wird in 1 Korinther 15 nicht einmal erwähnt. Sollten sie Recht haben, wäre es dann nicht seltsam, dass das „Auferstehungskapitel“, welches die ausführlichste Beschreibung einer körperlichen Auferstehung in der Bibel zur Verfügung stellt, nichts über eine physische Auferstehung der Verdammten sagt? Alles, was dieses Kapitel sagt, kann sich nur auf die Erlösten beziehen, nicht die Verdammten. Zum Beispiel: „So ist es auch mit der Auferstehung der Toten: Es wird gesät in Verweslichkeit und auferweckt in Unverweslichkeit; es wird gesät in Unehre und wird auferweckt in Herrlichkeit; es wird gesät in Schwachheit und wird auferweckt in Kraft; es wird gesät ein natürlicher Leib, und es wird auferweckt ein geistlicher Leib“ (1 Kor 15,42-44). Dieser „geistliche Leib“ ist der Auferstehungsleib der Erlösten, dem „geistlichen Leib“ von Christus genau gleich. Er konnte gesehen und angefasst werden, konnte Speise aufnehmen, doch konnte er in einem Augenblick durch Wände laufen und überall hingehen, einschließlich in den Himmel.

Der Mensch ist Leib, Seele und Geist – ein dreieiniges Wesen, das zum Teil das dreieinige Wesen seines Schöpfers reflektiert. Im Moment, wo Adam sündigte, starb er („an dem Tag, da du davon isst, musst du gewisslich sterben“ – 1 Mose 2,17). Sein Leib, Seele und Geist wurden augenblicklich von Gott, dem Schöpfer und der einzigen Quelle des Lebens, getrennt.

Adam und Eva wussten sofort, dass der Geist Gottes sie verlassen hatte. Das moralische und geistliche Bild Gottes, in dem der Mensch erschaffen worden war (1 Mose 1,26-27), wurde unwiderruflich beschädigt, eine Tatsache, die sich rasch offenbarte. Adam beschuldigte sowohl Eva wie auch Gott („Die Frau, die du mir zur Seite gegeben hast, die gab mir von dem Baum“ – 3,12). Eva beschuldigte die Schlange („Die Schlange hat mich verführt“ – V. 13). Das „gib keine Schuld zu, rechtfertige dich und beschuldige andere“ Spiel dauert bis heute an. Der Leib starb auch unmittelbar, obgleich der Prozess des Sterbens, der im Augenblick unserer Geburt beginnt, damals viel länger als heute dauerte.

Sie zitieren mich falsch, als ob ich sagte, „es könnte nicht sein, [dass Ungläubige] auferstehen werden“. In der Tat schrieb ich, „Nichts steht in diesen Stellen über ‚die Toten’, dass sie Körper hätten. Wie könnten jene, die vor Gott im Gericht stehen, als ‚tot’ beschrieben werden, wenn sie einen auferstandenen Leib, Seele und Geist hätten?“

Eine andere Stelle bezieht sich auf die Auferstehung der Verdammten: „Und das Meer gab die Toten heraus, die in ihm waren, und der Tod und das Totenreich gaben die Toten heraus, die in ihnen waren…“ (Off 20,13). Diese Schriftstelle sagt nichts über Leiber. Gewiss hatte der reiche Mann keinen Körper, um aus der Hölle zu kommen; in Gräbern oder im Meer gibt es keine Leiber. Sie sind alle verzehrt worden. Was kam hervor? Die Seelen und Geister der Toten, die alle im Hades eingesperrt sind, egal wo sie begraben waren. Was ist mit den Leibern? Es steht nirgendwo, dass die Leiber der Verdammten auferstehen werden. Fragen sie sich, warum das sein muss?

Offensichtlich bezieht sich Matthäus 18,8-9 nicht auf physische Hände und Augen und Leiber. Jesus deutet nicht an, dass Hände buchstäblich abgehauen oder Augen ausgerissen werden. Deshalb sagt Er auch nicht, physische Körper würden buchstäblich in die Hölle geworfen werden. Das stimmte nicht für den reichen Mann, und wir wissen, in der Hölle gibt es keine Körper. Folglich bietet die bildliche Sprach von Christus keine Grundlage, zu sagen, die physischen Leiber der Verdammten kämen aus dem Grab.

Was die körperliche Auferstehung der Erlösten betrifft, ist diese so wesentlich wie die körperliche Auferstehung von Christus. Warum? Die Strafe für Sünde ist der Tod, der Körper stirbt, und „als letzter Feind wird der Tod beseitigt“ (1 Kor 15,26). Christus besiegte den Tod, indem er die volle Strafe für unsere Sünden bezahlte und triumphierend auferstand. Wenn die Körper der Erlösten verrottend im Grab gelassen würden, wäre der Tod nicht besiegt. Würden die Verdammten auch körperlich auferstehen, weil Christus den Tod besiegte? Haben Ungläubige einen Anteil an der Kraft Seiner Auferstehung?

Natürlich nicht! Sie sind immer noch in der Gewalt des Todes, wenn sie zum Gericht hervorgehen: „Und ich sah die Toten, Kleine und Große, vor Gott stehen, und es wurden Bücher geöffnet… und die Toten wurden gerichtet gemäß ihren Werken, entsprechend dem, was in den Büchern geschrieben stand“ (Off 20,12). „Tote“ scheint eine seltsame Bezeichnung für jene, die einen auferstandenen Leib, Seele und Geist haben. Die auferstandenen Erlösten werden nie „Tote“ genannt!

Für die Erlösten besiegte Christus den Tod, nicht für die Verdammten! Diese „Wirksamkeit der Macht seiner Stärke, die hat er wirksam werden lassen in Christus, als er ihn aus den Toten auferweckte“ (Eph 1,19-21) war die größte, je da gewesene Zurschaustellung von Gottes Macht. Die Erlösten haben Anteil am Triumph Christi und werden deshalb körperlich auferstehen.

Die Verdammten dagegen könnten nicht körperlich auferstehen, oder der Tod hätte ihre Körper nicht besiegt. Auch kann der Tod, die Strafe für Sünde, ihre Körper nie herausgeben, denn sie haben Christus abgelehnt, „die Auferstehung und das Leben“ (Joh 11,25).

Das einzig mögliche, was für eine körperliche Auferstehung der Verdammten sprechen würde, ist die Überlegung, dass sie ewig in physischen Flammen gefoltert würden. So sagen es der Islam und der Katholizismus, aber das ist nicht biblisch. Die Folter der Verdammten ist etwas, was physischer Schmerz nicht hervorbringen kann: der Schrecken und die Schuld, mit der „äußersten Sündhaftigkeit“ ihrer Sünde in der Gegenwart von Christus, der für ihre Sünden starb, konfrontiert zu werden. Wie Adam und Eva, nachdem sie rebellierten, werden sich die Verdammten nirgendwo vor Gottes Gerechtigkeit verbergen können. Die überwältigende moralische und geistliche Überführung von der äußersten Schlechtigkeit ihrer Herzen wird für eine Ewigkeit in ihrem Gewissen brennen, das Gott ihnen gab und auf das Acht zu geben sie sich weigerten, dem sie aber nicht länger entkommen können.

Wie könnte physisches Feuer erproben, „welcher Art das Werk eines jeden ist“ (1 Kor 3,13)? Es ist nicht möglich! Wie könnte dann das Feuer von Gottes heiligem Zorn über Sünde physisch sein? Jeder weiß, wenn man Teenagern den Hintern versohlt, bringt das keine Besserung, sondern Zorn und Groll. Liegt das daran, dass Teenager keinen Schmerz aushalten können? Nein, sondern es liegt daran, dass physischer Schmerz keinen moralischen oder geistlichen Vorteil bringt.

Die Verdammten werden ewig durch die Überführung von der Sünde gepeinigt werden, auf dem Blut Christi herumgetrampelt zu sein, begleitet von der hoffnungslose Erkenntnis, dass ihr Untergang nicht hätte sein müssen, dass Gott und Christus alles getan hatten, was sie konnten, um sie zu retten, indem sie die volle Strafe für Sünde bezahlten und sie inständig baten, die Vergebung und die Erlösung, die Christus erworben hatte und umsonst anbot, anzunehmen – und nun ist es auf ewig zu spät.

Nirgendwo in 1 Korinther 15, dem „Auferstehungskapitel“ (oder anderswo in der Schrift), steht irgendetwas darüber, dass die Körper der Verdammten auferstehen werden. Die körperliche Auferstehung von Christus wird als ein Beweis angeboten, dass die Erlösten körperlich auferstehen werden: „die, welche Christus angehören, bei seiner Wiederkunft“ (15,23). Wie könnte das beweisen, dass die Verdammten auch körperlich auferstehen werden? Christi Auferstehung signalisiert die Zerstörung des Todes „des letzten Feindes“ (15,26). Die Verdammten haben keinen Anteil am Triumph Christi über den Tod und wiederholt wird über sie als „die Toten“ gesprochen, nie als „die Lebenden“!

Welcher Art von Triumph über den Tod hätte Christi Auferstehung den Verdammten verschafft, um körperlich aufzuerstehen, auf dass sie endlos in physischen Flammen gepeinigt werden könnten? Diese Lehre gibt jenen, die Gott hassen, Gelegenheit Ihn zu verurteilen.

Keiner kann sich über die Gerechtigkeit beschweren, dass die Verdammten ewig durch den Schrecken über ihre begangenen Taten gepeinigt werden, aus dem es keine Freisetzung geben kann. Ansonsten wäre Hitler dem Gericht entkommen, indem er Selbstmord beging. Aber was ist sowohl der Zweck wie auch die Gerechtigkeit, ewig physisch gepeinigt zu werden? Ich kann keine einzige biblische Erklärung finden.

Ich hoffe diese Antwort hat geholfen zu erklären, was nach meiner Ansicht die Bibel in dieser Sache lehrt. Wie immer müssen sie Beröer sein und diese Dinge selbst nachlesen und zu ihren eigenen Schlussfolgerungen kommen, die darauf gegründet sind, was der Herr ihnen in Seinem Wort zeigt.

Frage: Ich fragte mich, ob sie wohl ihre Interpretation von 1 Petrus 2,8 mit uns teilen würden hinsichtlich des Gebrauchs des Wortes tithemi, wie es auf die Ungläubigen apeitheo angewandt wird. Wie vereinbart sich dies mit der klaren Aussage in 2 Petrus 3,9, dass Gott nicht will, dass jemand verloren geht? Ich suchte nach einem Hinweis darauf in ihrem Buch Welche Liebe ist das? (was ich als sehr hilfreich empfand), es aber dort nicht finden konnte.

Antwort: In 1 Petrus 2,8 wird Christus genannt „ein »Stein des Anstoßens« und ein »Fels des Ärgernisses«; sie nehmen Anstoß, weil sie dem Wort nicht glauben [apeitheo], wozu sie auch gesetzt sind [tithemi].“ Doch 2 Petrus 3,9 besagt: „Der Herr… weil er nicht will, dass jemand verloren gehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe.“

Wenn man diese Verse zusammen nimmt, fragen sie sich, wie Gott gleichzeitig will, dass keiner verloren geht, doch manche dazu bestimmt, über Sein Wort zu stolpern? Oder, um es anders auszudrücken, wie kann Gott „willens sein, dass niemand verloren geht“, doch manche zum Ungehorsam und somit zu Gericht bestimmt?

Zunächst muss man erkennen, dass Gott nicht alles Verhalten und Ansichten der Menschen kontrolliert. Solche Lehre ist eine unbiblische kalvinistische Lehre, die Gott zum Verursacher des Bösen macht, den Menschen der Entscheidungsfreiheit und somit der Möglichkeit nimmt, zu lieben, und Gott Seiner Liebe beraubt. Er gesteht Menschen zu, ihren bösen Wegen auf Erden nachzugehen und greift nur ein, um die Gerechten zu retten oder Sünder mit dem Evangelium zu ziehen – was Er beständig für die ganze Menschheit tut, obgleich die meisten Sein Angebot der Erlösung ablehnen. Natürlich kann Gott den Willen des Menschen umstoßen, um Seine eigenen Absichten zu bewirken, aber er kann nicht das Herz eines Rebellen verändern. Wenn Er es könnte, dann wäre das „erste und größte Gebot… Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken“ (Mt 22,37-38) sinnlos. Warum sollte Gott den Menschen gebieten, Ihn zu lieben, wenn sie nicht Entscheidungsfreiheit haben, sondern programmiert werden müssen, um Ihm zu gehorchen?

Die Tatsache, dass Gott nicht will, dass jemand verloren geht, heißt nicht, dass keiner verloren gehen wird. Das Gebet, das zu beten Christus Seine Jünger lehrte, „Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden“ (Mt 6,10), ist Beweis genug, dass vieles, wenn nicht das meiste, was auf Erden geschieht, nicht Gottes Willen entspricht. Gott will nicht, dass jemand sündigt; die Menschen sündigen gerne nach ihrem eigenen Willen. Die Tatsache, dass Er Rebellen für das Gericht bestimmt hat, bedeutet nicht, dass Er sie zur Sünde veranlasste, so dass Er sie für ihren Ungehorsam bestrafen könnte.

Die sehr wenigen Schriftstellen, die unvereinbar mit Gottes Liebe und mit der Entscheidungsfreiheit des Menschen zu sein scheinen, müssen im Kontext der überwältigenden Anzahl von Schriftstellen (Dutzende) interpretiert werden, die eindeutig wiedergeben „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat“ (Joh 3,16). Doch der Kalvinismus erklärt, dass Gott die ganze Menschheit im Himmel haben könnte, wenn Er das wünschte, aber er hätte souverän entschieden, die große Mehrheit in den Feuersee zu senden. Welche Liebe ist das?!

Lasst uns einen anderen, näheren Blick auf den Absatz werfen, „weil sie dem Wort nicht glauben [apeitheo], wozu sie auch gesetzt sind [tithemi]“, Apeitheo bedeutet eindeutig vorsätzlicher, bewusster Ungehorsam. Deshalb kann „gesetzt“ [tithemi] nicht bedeuten, dass Gott ihren Ungehorsam vorherbestimmte, noch weniger verursachte. Es kann nur bedeuten, Er ließ ihn zu.

Alarmierende Nachrichten

Sandusky Register, 16/2/08: Santeria greift im katholischen Venezuela um sich [Auszüge] – Der Mann sagt, er sei von einem Gott besessen. Er schreit, sein Körper zittert und er hebt ein geopfertes Lamm an seine Lippen, und trinkt dessen Blut aus der Kehle. Diese Aufnahmezeremonie… verbreitet sich in Venezuela in dem Maße immer mehr, wie die Tradition von Santeria und anderen Volksreligionen Anhänger gewinnt.

Die Rituale sind zu einer attraktiven Alternative für Venezolaner geworden, die einen einzigartigen spirituellen Weg suchen…. In den letzten Jahren entstanden in Venezuela plötzlich viele Geschäfte, wo Opfertiere verkauft werden. Hunderte von weiß gekleideten Gläubigen… strömten jüngst in eine katholische Kirche, beteten vor einer… Manifestation der Jungfrau Maria, die nach ihrer Ansicht einen Patriarchen im Pantheon der Yoruba Götter repräsentiert.

Santeria entstand in Kuba unter Yoruba Sklaven aus Westafrika, [die] ihren Glauben mit dem Katholizismus verschmolzen. Katholische Führer sehen die Rituale als götzendienerisch an, aber tolerieren inzwischen die populäre Praxis.

„Santeria ist im Wachsen begriffen, weil es viele Leute gibt, welche die Hilfe von höheren Mächten brauchen, um ihre Probleme zu bewältigen“, sagte Belkis, eine 51-Jahre alte „Santeria“.

[TBC: Die Leute brauchen in der Tat Hilfe, doch wenige möchten sie zu den Bedingungen des einen wahren und lebendigen Gottes. Das macht sie für „irreführende Geister und Lehren der Dämonen“ (1 Timotheus 4,1) reif]

Speaking Schedule

Jun 8 Coastline Christian Fellowship (Dave) Astoria OR (503) 325-1051

Jun 21-28 Word of Life (Dave) Schroon Lake NY (518) 532-7114

Aug 1-3 Hope for Today Conf (Dave) Chino Hills CA (800) 752-4253

Sep 5-7 Great Lakes Prophecy Conf (Dave/TA) Appleton WI (920) 735-1242

Sep 17-19 Winnipeg Prophecy Conf (Dave) Winnipeg MB (204) 853-7786

Oct 11-12 Calvary Chapel Auburn (Dave) Auburn CA (530) 885-6332

Nov 14-16 TBC Conference (Dave/TA) Bend OR (800) 937-6638

Briefe

Lieber Dave,

Gerade las ich das Buch [Judgment Day!] ein zweites Mal. Extrem gut geschrieben und wichtig. Ich habe mich mit diesen Streitfragen jahrelang abgequält und bin überzeugt, dass diese Sicht der Schrift und die sich entfaltende Geschichte die einzige ist, die auch nur anfänglich Sinn macht. Möge Gott eine Armee von Predigern erwecken, die willens sind, die Wahrheit zu sagen. JC (Email)

Liebes TBC,

Ich möchte einfach sie alle ermutigen, das gute Werk fort zu führen. Ich bin entsetzt über die Zahl der Leute, nach eigenem Bekunden Nachfolger Jesu, die sie für den geringsten, vermuteten Fehler geißeln, und nicht willens sind, im Zweifelsfall zu ihren Gunsten zu entscheiden, und schroffe Haltungen ohne Vergebung an den Tag legen. Bitte denken sie daran, nicht jeder ist so. Manche von uns wissen, wie wir in Liebe anderer Meinung sein können und sind demütig genug zu wissen, dass wir ebenfalls falsch liegen könnten. R&RS (Email)

Lieber Dave, T.A. und Mitberöer,

Ihre Ausgaben im Jahr 2008 waren außergewöhnlich! Ich lese sie seit… Mitte der Achtziger, als ich Frieden, Wohlstand und der kommende Holocaust [las]. 1985 wurde ich nach vielen Jahren in der New Age Szene gerettet…. Jesus Christus war alles, was Er versprach. Sein Wort ist lebendig und hilft jedem Mangel ab. MU (PA)

Liebe Freunde,

Ich bin ein begeisterter… Leser ihres großartigen, kostenlosen Rundbriefes The Berean Call. Ich lese vieles. Jedoch bin ich in der Lage, ohne all die anderen Dinge auszukommen, mit der Ausnahme von zweien. Zunächst dem eigentlichen Wort Gottes, und anschließend ihrem wunderbaren Rundbrief. CW (Gefangener, NC)

Meine lieben Freunde in Christus

Ich bin ein Missionar in [Osteuropa]…. Nachdem Dave in einer der Gemeinden hier im Gottesdienst vorgetragen hatte, war ich an seiner Seite, als der Pastor jener Gemeinde ihn fragte, „Was wäre ihre positive Botschaft?“ Dave dachte nach, bevor er antwortete, und während dieser paar Sekunden war in mir eine wachsende Ungeduld – Das ist eine Antwort, die ich hören musste! – und wusste instinktiv, es würde wichtig für mein eigenes geistliches Wachstum sein. Daves Antwort lautete, „Warum, ‚Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist; denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott!’“

Jene Unterhaltung fand vor mindestens 10 Jahren statt und Daves Antwort war eine der Wahrheiten, die Gott in meinem Geist alle diese Jahre widerhallen ließ. Es war ein Katalysator, die Er für meinen eigenen geistlichen Wandel gebraucht hat, indem ich täglich „nach dem, was oben ist, trachte….“

Warum teile ich dies mit? Ich möchte all Leser ermutigen, den TBC nicht aus ihren Leben auszuschließen, weil er „zu negativ“ erscheinen mag. Das oben zitierte Beispiel stellt diesen Punkt heraus: Wenn sie Schwierigkeiten haben, die positive Botschaft aus dem herauszuhören, was dort gesagt wird, einfach weil es auch das dazugehörende Negative enthält, dann fragen sie einfach!

Danke ihnen Dave und Ruth… T.A. und Mrs. McMahon… TBC Belegschaft! Gott weiß, wie sehr Er ihren Dienst gebraucht hat, um Seine Wahrheiten meinem Geist darzureichen, sicherlich jenseits dessen, was immer ich auch nur anfangen könnte, zu berichten. Anonym auf eigenen Wunsch (Europa)

Liebes TBC,

Ich nahm an der Debatte in Whitby, Ontario [Toronto] teil. Was für ein Augenöffner! Ich habe mich wieder entschlossen, Jesus zu folgen… als Diakon in meiner Gemeinde. HK (Kanada)

Lieber Dave,

Was für eine Ehre war es, sie in der Bayside Community Gemeinde am letzten Sonntag wieder zu sehen und sprechen zu hören. Ihr Thema, „Wissen, Verstehen, Vernunft und Glauben“ war zeitgerecht und genau dort, wo ich diese Tage stehe. Nachdem ich vor einigen Jahren aus der Word-Faith Bewegung herausgekommen bin, habe ich mich auf gesunde lehrmäßige Positionen festgelegt, wo ich Vernunft verwende und objektive Überlegung, entgegengesetzt zu dem Subjektiven, das heute vorherrschend ist. Noch mal, danke ihnen, Dave, T.A. und der ganzen Berean Call Belegschaft für ihren exzellenten, biblischen Dienst. BM (FL)

Lieber Dave,

Nachdem ich erst vor zehn Jahren zu Christus gekommen bin, habe ich eine Menge zu lernen. Ihre Artikel haben mich auf eine ganz neue Ebene gehoben, für welche ich ihnen danke. Gott wies mich zu den Beröern in der Schrift hin und ein Mitchrist wies mich auf ihre Veröffentlichung hin, für die ich ihnen ewig dankbar sein werde. BM (Email)

Liebes TBC,

Ich habe begonnen, über manche Lehre meiner Gemeinde sehr besorgt zu sein. Die Betonung auf Schrift und gute, solide Musik ist ermutigend, aber über die wachsende Menge an Gesetzlichkeit, wie zum Beispiel gezeigt durch strenge Richtlinien, was Gläubige tragen müssen, muss man sich gewiss Sorge machen. Es gibt keine Ältesten und der Pastor ist die einzige Autorität in der Gruppe. RS (CO

Lieber Mr. Hunt,

Als Jude macht mich ihre Liebe und Verständnis für das jüdische Volk und seinen langen Existenzkampf mit der Menschheit, sehr bescheiden. Ich bin mit einer Christin verheiratet und wir… beten durch Jesus, dass Israel ein Land für das jüdische Volk sein mag, so dass Christus… zur Erde zurückkommen möge. Die Welt muss verstehen, wie sie es tun, dass die Juden Gottes auserwähltes Volk sind und Juden und Christen zusammen aus dieser Welt eine bessere Welt machen werden…. Ich verlor viele Familienmitglieder im Holocaust, und Israel und seine christliche Unterstützung bedeutet mir mehr als irgendein materieller Gegenstand in der Welt. Danke ihnen nochmals, dass sie so ein wunderbarer Lehrer / Prophet sind und für ihre Unterstützung des jüdischen Volkes. NK (Email)

TBC Notizen

Ihre Briefe

Bitte seien sie nicht verärgert, wenn sie sich die Zeit nehmen, uns zu schreiben, und erhalten keine Antwort. Obgleich wir als Dienst beständig wachsen, versuchen wir dennoch, die Operationen von TBC so klein wie möglich und persönlich, wie auch wirtschaftlich effizient zu halten. Drei von uns beantworten Briefe, neben unseren vielen anderen Pflichten. Jeder Brief wird gelesen, und sein Erhalt wird sehr geschätzt, aber wir können sie nicht alle beantworten.

Es ist unser Wunsch, dass unser Rundbrief, die Radioprogramme und Webseite, gemeinsam mit den Büchern, CDs und DVDs, die wir empfehlen, weiterhin die Hauptinformationsquelle des Dienstes sein werden. Der Nachdruck früherer Rundbriefausgaben hat sich auch als ungeheuer wertvoll für unsere Leser erwiesen, und gibt Antworten zu einem großen Prozentsatz von Fragen.

T.A. McMahon Executive Director

TBC Extra

Was ist Christliche Psychologie? – Dave Hunt

Dieses Extra ist ein Auszug aus der Einleitung von Daves und Toms in Kürze erscheinenden 416 Seiten Buch, Psychologie und die Gemeinde: Kritische Fragen, Entscheidende Antworten, das man ab nächsten Monat (Juli) bestellen kann. Dieser lange erwartete Titel wird ein wirksames Mittel sein, Bollwerke der „fälschlicherweise so genannten“ Wissenschaft einzureißen, die Gläubige in der Philosophie und eitler Täuschung gefangen hält

Die einzig mögliche Berechtigung für das Vorhandensein einer „christlichen“ Psychologie in der Gemeinde bestünde dann, wenn die Bibel nicht all den Rat, Weisheit, und Führung enthalten würde, die Christen benötigen, um geheiligte Leben zu leben, die Gott in der heutigen modernen Welt gefallen. Tausende von Jahren lang fanden Gläubige sowohl des Alten wie des Neuen Testamentes Gott und Sein Wort in jeder Weise mehr als hinreichend. Zumindest ist es das, was die Bibel uns von denen berichtet, die im Glauben über alle Prüfungen und Umstände triumphierten, die Satan ihnen zumuten konnte. Einige ihrer Lebensgeschichten sind kurz in Hebräer 11 zusammengefasst.

Die Helden und Heldinnen der Bibelgeschichte triumphierten alle durch Glauben an Gott und Seine Verheißungen. Sie hatten und benötigten überhaupt keine Hilfe von „Christlicher Psychologie“, welche in ihren Tagen nicht einmal existierte. Würde Glaube an Gott und Sein Wort, welcher sich Tausende Male durch die Zeitalter hindurch in jedem denkbaren Umstand und in den tiefsten Prüfungen mehr als hinreichend erwiesen hat, nicht auch hinreichend für die Christen heute sein, egal woraus ihre Prüfungen und Herausforderungen bestehen mögen? Was könnte Christen vielleicht überreden, zur Psychologie, die von Antichristen erfunden wurde, zu schauen, wenn sie Hilfe zur Führung eines Lebens benötigten, das Gott gefallen soll?

Natürlich behaupten [manche] Christliche Psychologen, einen festen Glauben in die Unfehlbarkeit der Schrift zu haben. Aber egal wie fest ein Psychologe an der Unfehlbarkeit der Schrift festhält, sie alle müssen ihre Hinlänglichkeit abstreiten. Das ist die einzige Möglichkeit, ihren Berufsstand zu rechtfertigen. Wenn irgendein Teil der Bibel jedoch falsch ist, wo kann man dann die Grenze ziehen? Wenn die Bibel uns nicht alles gegeben hat, was wir benötigen, um das Christenleben zu leben, so würde alleine diese Tatsache genügend sein, sie im Ganzen verdächtig zu machen, vor allem im Blick auf die vielen Stellen, wo sie behauptet, für ein siegreiches Leben, das Gott gefällt, hinreichend zu sein.

Wie und warum sollte die Psychologie, die durch Atheisten und Antichristen als Ersatz für Gott, die Bibel und das Christentum erfunden wurde, neue Einsichten in die Bibel verschaffen, die Millionen von Gläubigen in den letzten viertausend Jahren oder mehr unbekannt waren (und offensichtlich nicht gebraucht wurden)? Und warum sollten wir sie jetzt benötigen? Es gibt weder eine biblische noch rationale Antwort auf diese logische Frage.

„Christliche“ Psychologie ist keine anerkannte Klassifikation in diesem Fachgebiet. Lehrbücher und Nachschlagewerke führen Hunderte von Spielarten der Psychologie auf (nach Freud, Jung, Roger, humanistisch, usw.), jede benannt nach ihrem Begründer oder nach dessen Haupttheorie. Aber es gibt keine Schule der Psychologie, die durch einen Christen gegründet wurde und deshalb „christlich“ genannt wird und als solche in Universitätsbibliotheken zu erkennen ist. Psychologie ist in der Tat antichristlich. Sie kommt nicht aus der Bibel, sondern ist einfach ein Versuch, die Theorien von Atheisten in die Bibel zu integrieren, um fehlende wesentliche Dinge für das tägliche Leben zu liefern, die der Heilige Geist offensichtlich nicht eingeschlossen hatte. Klingt das vernünftig?

Im Folgenden steht, was zwei führende christliche Psychologen in einem Vortrag zu sagen hatten, den sie in einer Versammlung von christlichen Psychologen hielten:

Man stellt uns oft die Frage, ob wir „Christliche Psychologen“ seien und wir finden es schwer, diese Frage zu beantworten, da wir nicht wissen, worauf sie hinausläuft. Wir sind Christen, die Psychologen sind, aber zu Zeit gibt es keine akzeptable Christliche Psychologie, die sich deutlich von nichtchristlicher Psychologie unterscheidet.

Sogar in der säkularen Welt war Psychologie nicht bekannt, bis Freud und Jung sie in Ende des achtzehnten, Anfangs des neunzehnten Jahrhunderts populär machten. Erst nach dem zweiten Weltkrieg drang sie in die evangelikale Kirche hinein. Neunzehnhundert Jahre lang triumphierten Christen über die Welt, das Fleisch und den Teufel durch Glauben an Christus alleine und durch Gehorsam gegen Sein Wort. Wenn große Männer und Frauen Gottes die Psychologie in der ganzen Geschichte nicht brauchten, warum würde sie heute jemand brauchen?

Wie gelangte die Psychologie in die Kirche? Der Mann, der am meisten für das Eindringen dieses trojanischen Pferdes verantwortlich war, ist kein anderer als der Erzhäretiker Norman Vincent Peale. Peale verkündete im nationalen Fernsehen in der Phil Donahue Show, „Es ist nicht notwendig, wiedergeboren zu werden. Sie haben ihren Weg zu Gott, ich hab den meinen. Ich fand ewigen Frieden in einem Shintoschrein…. Gott ist überall“. Schockiert antwortete Donahue, „aber sie sind ein christlicher Geistlicher; sie sollten mir doch sagen, dass Christus der Weg, die Wahrheit und das Leben ist, nicht wahr?“ Peale antwortete, „Christus ist einer der Wege“. Unter seinen vielen anderen Häresien befinden sich folgende:

Wer ist Gott? Ein theologisches Wesen…? Gott ist Energie. So wie du Gott einatmest, wenn du Seine Energie visualisierst, wirst du wieder voll Energie erfüllt! Gebetsmacht ist die Manifestation von Energie. Genau so wie es wissenschaftliche Theorien für die Freisetzung von Atomenergie gibt, so gibt es wissenschaftliche Prozessvorschriften für die Freisetzung von spiritueller Energie durch den Mechanismus des Gebets….

Gebet… ist eine Prozessvorschrift, durch die spirituelle Macht von Gott fließt… es setzt Kräfte und Energien frei… man muss Schritt für Schritt die Formeln lernen, um den Schaltkreis zu öffnen und diese Macht zu empfangen. Jede Methode, durch die man die Macht Gottes anregen kann, in deinen Geist zu fließen, ist legitim….

Wie verwandelte sich die säkulare, antichristliche Psychologie in Christliche Psychologie? Sie kommt nicht aus der Bibel und war in der Kirche unbekannt, bis Peale sie hereinbrachte. Wie auf Peales Webseiten berichtet, begann die „Operation trojanisches Pferd in der Kirche“ auf folgende Weise:

1937 gründete Peale eine Klinik mit dem Freudschen Psychiater Dr. Smiley Blanton im Keller der Marble Collegiate Church…. Die Klinik wurde so beschrieben: sie habe „eine theoretische Grundlage, die von Jung kam, mit deutlichem Anzeichen von neo- und Post-Freudianismus“.

Sie wuchs dann zu einem Betrieb mit mehr als 20 psychiatrischen Ärzten und psychologisch trainierten „Geistlichen“, und wurde 1951 bekannt als die American Foundation for Religion and Psychiatry. 1972 verschmolz sie mit der Academy of Religion and Mental Health, um die Institutes of Religion and Health (IRH) zu bilden…. In der Tat bahnte Peale den Weg für eine Verschmelzung der Theologie und Psychologie, die als Christliche Psychologie bekannt wurde [Hervorhebung hinzugefügt]

Peale sagte, „durch Gebet… machen sie Gebrauch von dem größten Faktor in ihnen selbst, dem tiefen, unterbewussten Verstand… [den Jesus nannte] das Königreich Gottes in dir…. Positives Denken ist nur ein anderer Ausdruck für Glaube.“

Nach J. Harold Ellers, Autor eines Abschnitts über Peale in der Baker Encyclopedia of Psychology and Counseling, „Dr. Peale… hatte den Mut, in dieser Position trotz der Opposition der gesamten christlichen Kirche für beinahe ein halbes Jahrhundert festzubleiben [Hervorhebung hinzugefügt]“.

So hat sich „die gesamte christliche Kirche“ der „christlichen Psychologie“ jahrzehntelang entgegengestellt. Schließlich gaben nicht nur Liberale, sondern Evangelikale der ansprechenden Täuschung nach, Theologie könne „wissenschaftlich“ gemacht werden, indem man sie mit Psychologie verschmilzt – obgleich letztere keine Wissenschaft ist und nie eine sein könnte. Peale war nicht nur ein Meister in Dutzenden von Häresien, sondern auch ein Meister der Überredungsgabe. Viel davon kann man Billy Graham zuschreiben, der Peale wiederholt pries und seine Schriften unterstützte.

Christliche Psychologie ist eine versuchte Heirat der Bibel mit Theorien der atheistischen Erfinder der Psychologie. Es ist schlimmer als der Versuch, Öl und Wasser zu vermischen; es ist der Versuch, das Wort Gottes mit Atheismus und Okkultismus zu vermengen. Das kann man auf rechtschaffene Weise unmöglich tun. Sogar „Christliche Psychologen“ selbst geben zu, dass sie tatsächlich keinen Weg finden können, die Mischung herzustellen. Nach jahrzehntelangen Versuchen, dieses Teufelsgebräu zu vermengen, gab Gary Collins zu: „Man kann die Frage noch nicht endgültig beantworten, ob Psychologie und Christentum integriert werden können.“

Warum dann sollte man es weiter versuchen? Warum versucht jeder diese unmögliche und unvereinbare Partnerschaft? Es gelang, weil jene, die sich selbst Christliche Psychologen nennen und sie in der evangelikalen Kirche befördern, Legitimität und Respekt sowohl in der Welt wie auch in der Kirche wollen. Aber die Schrift erklärt, „Wer also ein Freund der Welt sein will, der macht sich zum Feind Gottes“ (Jak 4,4).

Die eigentliche Grundlage der Christlichen Psychologie ist der Glaube, dass die Bibel unzureichend ist, mit den seelischen Erschütterungen und Herausforderungen des modernen Lebens umgehen zu können: wir brauchen heute etwas mehr als den Rat, den Gott in Seinem Wort gibt. Obgleich einer der Namen von Christus Ratgeber ist (Jesaja 9,6), benötigen wir heute angeblich mehr als Seinen Rat alleine. Die atheistischen Begründer der zahlreichen Schulen der Psychologie bieten vermutlich einen Teil von „Gottes Wahrheit“ an, der entweder nicht Inhalt der Schrift ist oder dort nicht so gut erklärt wird, wie es die Psychologie ausdrückt. Das ist der Sand, auf welchen die Christliche Psychologie gegründet ist. Es ist nicht die Art von Grund, auf dem man irgendetwas bauen würde.

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Übersetzt von W. Hemmerling. Bibelzitate wurden aus der Schlachter Bibel 2000 entnommen.