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THE BEREAN CALL

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März 09

Wahre Liebe – Teil Eins

Dave Hunt

Jesus wurde gebeten, das „größte Gebot im Gesetz“ zu benennen. Seine Antwort legt die Grundlage zum Gehorsam für jedes Gebot Gottes: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken. Das ist das erste und größte Gebot“ (Mt 22,36-38). Paulus fügte eine unentbehrliche Erklärung wahrer Liebe hinzu und proklamierte, „Wenn ich in Sprachen der Menschen und der Engel redete, aber keine Liebe hätte, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle…. Und wenn ich… meinen Leib hingäbe, damit ich verbrannt würde, aber keine Liebe hätte, so nützte es mir nichts“ (1 Kor 13,1-13)

„Fälschlich so genannte Wissenschaft“ (1 Timotheus 6,20) hat sich neuerdings entschlossen, menschliche Liebe zu entlarven, aber unter dem Deckmantel, sie zu unterstützen. Die „Wissenschaft“ behauptet, einen Teil des Gehirns identifiziert zu haben, wo „andauernde Liebe“ wohnt. Wissenschaftler haben dasselbe in den Gehirnen von Schwänen, Wühlmäusen und Graufüchsen ausfindig gemacht. Es soll eine Ermutigung für ein Paar sein, das zum Beispiel 25 oder 50 Jahre verheiratet ist, zu wissen, dass es eine „wissenschaftliche Erklärung“ für das gibt, was sie all diese Jahre für echte Liebe gehalten haben? Deute ich hier etwa an, Liebe könne dann nicht echt sein, sollte es eine wissenschaftliche Erklärung für sie geben? Ja! Das führt zur Frage, „Was ist echte Liebe?“

Francis Crick, Mitentdecker der Sprache im DNS Molekül, war so sehr von Wissenschaft angetan, dass er im Triumph verkündete, „Du, deine Freuden und deine Sorgen, deine Erinnerungen und deine Ambitionen, dein Sinn persönlicher Identität und freiem Willen, sind in der Tat nicht mehr als das Verhalten einer riesigen Ansammlung von Nervenzellen und ihrer verknüpften Moleküle“.

Macht es einen glücklich, wenn dieses Totengedicht über das verkündet wird, was man für echte Erfahrungen von Freude, Uneigennützigkeit, Aufopferung, Zufriedenheit und so weiter hielt? Warum sage ich, dass eine „wissenschaftliche“ Erklärung dieser Emotionen, die in unserem Leben so wirklich sind, sie für tot erklärt?

Man wird an den Mann erinnert, der jedes Mal, wenn er ins Haus eines Freundes ging und ein Glass Wasser angeboten bekam, den Inhalt ins Gesicht seines Gastgebers oder seiner Gastgeberin schüttete. Nachdem das mehrere Male geschehen war, sagte sein bestürzter Freund, „Tu mir einen Gefallen und geh zu einem Psychiater. Du wirst nicht mehr in mein Haus kommen, bis du von dieser ungeheuerlichen Gewohnheit geheilt bist!“

Als er hörte, dass der Mann sechs Monate lang in intensiver Psychotherapie war, lud der Freund ihn wieder zum Abendessen ein. Die Gastgeberin war etwas argwöhnisch, als sie etwas Wasser in sein Glas eingoss, und tatsächlich, inmitten des Mahls schüttete er plötzlich das ganze Wasserglas ins Gesicht der Gastgeberin.

„Nie in meinem ganzen Leben wurde ich so gedemütigt!“ rief sie aus. „Das ist ein neues Kleid. Es kann nur trocken gereinigt werden und nun hast du es ruiniert!“

Der sich entschuldigende Gast erklärte, „ich war sechs Monate in intensiver Psychotherapie und der Psychiater sagte, ich sei geheilt!“

„Geheilt? Er muss verrückt sein!“

Ich bin geheilt. Üblicherweise fühlte ich mich schrecklich, wenn ich das tat, aber nun, da er erklärt hat, warum ich es mache, fühle ich mich überhaupt nicht mehr schuldig!“

Psychologen wollen eine schuldfreie Welt schaffen, wo niemals jemand schuldig ist. Verteidigungsanwälte können für ihre Klienten immer plädieren, „er konnte nichts dafür – es ist in seinen Genen!“ Das ist natürlich nur einfach eine moderne Version von „Der Teufel veranlasste mich, das zu tun.“

Diese rasche Ausrede trifft eindeutig im täglichen Leben nicht zu. Der führende Atheist Richard Dawkins scheint vom wirklichen Leben verwirrt zu sein. Es folgt nicht den Regeln seines Verständnisses von natürlicher Auslese. In seinem Buch The Selfish Gene („Das egoistische Gen“) schreibt Dawkins zum Beispiel:

Alles, was sich durch natürliche Auslese entwickelt hat, sollte egoistisch sein…. Wenn wir herausfinden, dass… menschliches Verhalten wirklich selbstlos ist, dann werden wir uns etwas Rätselhaftem gegenübersehen… das der Erklärung bedarf. [1]

Alles?“ [wörtlich: jede Sache?] Sachen sind weder großzügig noch egoistisch. Doch eine Hauptthese in Dawkins erstem Buch war, Gene seien egoistisch. [2]

Warum sagt Dawkins „wenn“? Ist ihm die wohlbekannte Tatsache vielleicht nicht geläufig, dass es Tausende von Beispielen selbstlosen Verhaltens bei den Menschen gibt? Ziemlich viele davon illustrieren sogar das, worauf sich Jesus bezog, als Er sagte, „Größere Liebe hat niemand als die, dass einer sein Leben lässt für seine Freunde“ (Johannes 15,13). Denken sie nach über das folgende Beispiel, welches nur eines von vielen ist:

Präsident Bush verlieh die höchste militärische Ehre an einen 19 Jahre alten Soldaten, der im Irak getötet wurde, nachdem er sich auf eine Granate fallen ließ, um seine Kameraden zu retten. Der Gefreite Tom McGinnis von Knox, PA, wurde in einem Bagdader Stadtviertel am 4. Dezember 2006 getötet, als eine Granate in die Kanonierluke im Humvee geworfen wurde, in dem er fuhr…. Der Gefreite McGinnis hatte genug Zeit, aufzuspringen und sich selbst zu retten, aber stattdessen ließ er sich in die Luke hinunterfallen und bedeckte die Granate mit seinem Körper und absorbierte die Fragmente. Er war auf der Stelle tot. Alle vier Mitglieder der Crew waren gerettet. [3]

Die Geschichte berichtet von vielen solchen Selbstaufopfernden Handlungen, einschließlich einer großen Zahl in den letzten Jahren. Dawkins hat keine von ihnen „erklärt“. Gewiss wurde keiner der Helden von „egoistischen Genen“ kontrolliert.

Wir wissen aus Erfahrung, dass menschliches Verhalten nicht beständig ist. Man kann heute sehr großzügig sein und morgen ganz das Gegenteil. Diese Tatsache erklärt, warum die boomende und lukrative Psychologieindustrie zum Untergang verurteilt war, bevor sie begann. Es ist unmöglich, aus menschlichem Verhalten eine Wissenschaft zu machen. Warum? Weil das Objekt des Experiments, ausgestattet mit einem freien Willen, launisch herumhüpft, und man nie weiß, was es als nächstes tun wird! Wenn menschliches Verhalten „wissenschaftlich“ erklärt werden könnte, würden wir nicht länger Menschen sein, sondern Reiz-Reaktions-Mechanismen.

Natürlich würde das die Atheisten glücklich machen. Wenn es keine Seele und Geist, keinen freien Willen geben würde, und wenn nichts als Materie existierte, dann könnte menschliches Verhalten durch wissenschaftliche Gesetze erfasst werden. Das würde den Menschen zerstören, wie Gott ihn gemacht hat und wie wir nach unserer Erfahrung und Intuition sind. Weg wäre freier Wille und alles andere, das den Menschen zu einem moralisch Handelnden macht. Wir wissen alle intuitiv, dass menschliches Verhalten nicht erklärt werden kann durch das, was die eigenen Gene tun mögen, doch dies ist die „Hoffnung“ von Atheisten, die aus Notwendigkeit den freien Willen abstreiten.

Keine Wunder dass der Atheist schwer strampelt. Er findet, dass sein Schiff sinkt, und er kann das Wasser nicht rasch genug ausschöpfen, um es über Wasser zu halten. Wie der andere Psychiater im Film What about Bob? bemerkte, als er seinen früheren Patienten dem Dr. Leo Marvin übergab, „Wir sind eine aussterbende Art, Leo!“ Trotz dieser Tatsache wächst die Zahl der Psychologieopfer immer weiter.

Psychologen und Psychiater haben sich Jahrelang abgemüht, ihren Beruf als Wissenschaft anerkannt zu bekommen. Dabei waren sie anscheinend in Unkenntnis der Tatsache, sollte ihr Ehrgeiz mit einer generellen Annahme dieses Wunsches erfüllt werden, dann wäre der Mensch nicht länger der mit freiem Willen Handelnde, als den ihn Gott erschuf.

Der Atheist Sam Harris, wie Dawkins einer der Führer in der Neuen Atheistischen Bewegung, versucht autoritativ zu klingen, versagt aber erbärmlich:

Obwohl wir so etwas wie ein endgültiges, wissenschaftliches Verständnis von menschlicher Moral nicht haben, ist es sicher zu sagen, dass Vergewaltigen und Töten unserer Nachbarn nicht einer ihrer Hauptbestandteile ist. Alle menschliche Erfahrung deutet an, dass Liebe dem Glück dienlicher ist als der Hass. Das ist eine objektive Behauptung über den menschlichen Geist, über die Dynamik sozialer Beziehungen und über die moralische Ordnung unserer Welt. Es ist eindeutig möglich – ohne Bezug auf die Schrift – zu sagen, dass jemand wie Hitler in moralischer Hinsicht falsch lag. [4]

Moralische Ordnung unserer Welt? Was ist das, und wer entscheidet darüber, wie sie sein sollte? Liegt es in unseren Genen oder in unserem Gewissen – und warum? Was ist das Gewissen? Tastend nach einer psychologischen, und somit vermutlich „wissenschaftlichen“ Erklärung, sprechen Atheisten über „Liebe“ in reinen Nützlichkeitsbegriffen. Was wäre die Liebesbeziehung zwischen zwei Verlobtenn oder Mann und Frau oder Mutter und Kind, wenn jede Partei nur an ihrem eigenen Glück interessiert wäre? Das anfängliche „Glück“ würde (wie es oft passiert) zum Streit darüber verkommen, wer mit wem nicht fair war.

Forscher an der Stony Brook Universität in New York… welche die Gehirne von Leuten scannten, die 20 Jahre zusammen waren… fanden heraus, dass ungefähr eines von 10 Paaren immer noch Elemente von „Limerenz“ aufwiesen, dem Ausdruck von Psychologen für zwanghaftes Verhalten von frisch Verliebten…. Wissenschaftler nennen sie Schwäne (Schwäne verbinden sich lebenslang)…. Arthur Aron, Forschungsleiter… und sein Team haben eine biologische Grundlage für Liebesaffären etabliert… da sie identische Gehirnmuster in Liebenden von New York bis Peking herausgefunden haben. Sie sagen auf unromantische Weise, dass Liebe in den Belohnung suchenden Schaltkreisen des Gehirns entsteht, nicht dem Herzen, aber wir sind nicht schlechter dran deswegen. Liebe zählt. [5]

Die Bibel stellt ganz eindeutig fest, und unser gesunder Menschenverstand stimmt zu, dass das Herz der passende Begriff ist, den man verwendet, wenn man von Liebe spricht. Das entsprach der Intuition der Menschheit von Anfang an. Ich kann mich immer noch erinnern, wie ein junger Mann seine Initialen in einen Baum schnitzte, ein Plus-Zeichen zusammen mit den Initialen seiner Freundin genau darunter platzierte, und dann das Ganze mit einem Herzen umrandete. So lange wie Valentinstag Karten verschickt worden sind, war das Herz immer ein Symbol für wahre Liebe. Und nun, sagen uns „Forscher“, dass all die Jahrhunderte Männer und Frauen Opfer eines grausamen Streiches waren: es sei nicht das Herz, worauf es ankommt, sondern gewissen Konzentrationen von Molekülen in zahlreichen Teilen des Körpers. Nach dieser neuen Sichtweise der „Wissenschaft“ kommt es wirklich nicht darauf an.

Wenn das der Fall ist, dann ist die Bibel falsch. Wenn die Psychologen recht haben, warum sollte Gott gebieten, „Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft“ (5 Mo 6,5). Warum verkündete Paulus, „Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet“ (Röm 10,9)? Natürlich bedeutet „Herz“ in der Bibel „Aufrichtigkeit“, und dies war immer gemeinsames Verständnis der Menschheit.

Ein Artikel in Science Daily (8.9.08) berichtet uns, dass Wissenschaftler im Karolinska Institut [außerhalb von Stockholm, Schweden] behaupten, die Verbindung zwischen einer spezifischen Genvariante und der Weise, wie Menschen sich mit ihren Partnern verbinden oder nicht, gefunden zu haben. Dann geben sie zu, dass der Einfluss relativ bescheiden ist und nicht dazu verwendet werden kann, zukünftiges Verhalten mit irgendeiner realen Genauigkeit vorherzusagen.

Warum würde irgendjemand über etwas weiter forschen wollen, das keinen Vorhersagewert hat? Es ist eindeutig, die Forschung hat kein anderes Ziel, als irgendwie zu beweisen, dass man Gott nicht benötigt – oder wirklich sonst noch etwas – um menschliches Verhalten zu erklären. Doch Wissenschaftler auf der ganzen Welt fahren unbeirrt in ihren Versuchen fort, dieses Irrlicht wissenschaftlicher Erklärung für menschliches Verhalten einzufangen. Und wenn sie denken, sie hätten es gefangen, finden sie heraus, dass sie in Wirklichkeit nichts haben. Nachdem man all die Anstrengungen unternommen hat, eine „spezifische Genvariante“ zu lokalisieren, welche Romantik und Liebe „erklärt“, wird uns gesagt, dass ihre Vorhersagekraft nicht wirklich so genau oder signifikant ist. Mit anderen Worten, die Forscher haben aufgrund ihres Wunsches, zu beweisen, es gebe keinen Gott, ihre und unsere Zeit verschwendet. Man könnte diese Erfahrung mit der Entdeckung eines Bildhauers vergleichen, dass der große Stein, den er sorgfältig gemeißelt und poliert hat, im Grunde nicht Marmor war, sondern einfacher Feldstein.

Diese „Wissenschaftler“ geben sich so große Mühe, ihre atheistische Sichtweise des Menschen zu rechtfertigen, dass sie in ihren Behauptungen zu weit gehen. Es war die gemeinsame Meinung in jeder Generation, dass die größten Filme, Opern, Musikstücke und Gedichte eines gemeinsam haben: sie behaupten alle, obgleich auf vielfältige Weise, dass Liebe die größte Erfahrung ist, die man haben kann. Wer würde es wagen, dagegen zu argumentieren?

Da gibt es jedoch Probleme. „Liebe“ kann sich rasch in Hass verwandeln. Diese Tatsache erweist sich jeden Tag immer deutlicher, da die Scheidungsrate immer höher steigt. Ein junges Paar steht vor Zeugen und schwört seine unvergängliche Liebe „bis dass der Tod uns scheidet“. Sechs Jahre – oder es könnten sechs Monate sein, oder in manchen Fällen sechs Wochen oder sogar sechs Tage – und das, was jede Partei für echte, dauernde Liebe gehalten hat, hat sich in Streit, Anklagen, Bitterkeit und in manchen Fällen sogar Gewaltdrohungen verwandelt. Jener Schwur, „bis dass der Tod uns scheidet“ wird schlimmer als leer. Wie ist das möglich?

Wird man die Antwort auf dieses Rätsel in den Genen oder irgendwo im Gehirn finden? Im Gegenteil, die Antwort findet sich in keinem Teil der Anatomie, sondern in der Seele und dem Geist und dem Willen. Vielleicht dachte jeder, dass der Schwur andauernder Liebe, den sie einander gaben, nie erkalten würde, noch weniger sich in Hass verwandeln würde. Sie entdecken, dass wahre Liebe nicht nur einfach ein vergängliches Gefühl ist; sie umfasst eine Verpflichtung fürs Leben. Wenn jene, die später das entwickeln, was die Welt „Eheprobleme“ nennt, ehrlich ihre Herzen untersuchen würden, würden sie vielleicht gezwungen sein, zu bekennen, dass sie nie wirklich beabsichtigt hatten, eine unzerbrechliche Bindung einzurichten.

Nicht nur Valentinstagkarten, die vom gemeinsamen Verständnis der Menschheit kommen, sondern die Bibel selbst hat viel über das Herz zu sagen. Jeremia sagt uns, „Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig; wer kann es ergründen“. David sagt im Psalm 139, „Erforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz“. Die Sprüche gebieten, „Vertraue auf den HERRN von ganzem Herzen…“; Lukas 8,15 sagt uns, „Das in dem guten Erdreich aber sind die, welche das Wort, das sie gehört haben, in einem feinen und guten Herzen behalten und Frucht bringen in Geduld“; und Lukas schreibt in Apostelgeschichte 2,37: „Als sie aber das hörten, drang es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, ihr Männer und Brüder?“

Um die Frage zu beantworten, „Was ist wahre Liebe?“, wird der allerletzte Ort, wo wir schauen sollten, bei den Psychologen sein. Sie sind sehr gut dabei, die Liebe wegzuerklären, indem sie uns eine psychologische Definition geben, aber sehr unzureichend in Bezug auf das, was wir wissen müssen. Wir sollten eher Gottes Wort konsultieren. Wahre Liebe kommt nur von Gott, indem wir uns Ihm hingeben und Ihm erlauben, Seine Liebe durch uns zu anderen strömen zu lassen. „Wir lieben ihn, weil er uns zuerst geliebt hat“ (1 Jh 4,19); „Darin besteht die Liebe – nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und seinen Sohn gesandt hat als Sühnopfer für unsere Sünden“ (1 Jh 4,10).

Keiner von uns ist der Urquell der Liebe. Im besten Fall sind wir leere Gefäße, die Er mit Seiner Liebe füllen und uns zu Kanälen dieser Liebe zu anderen machen kann. Viele von uns sind zu voll vom eigenen Ich, um irgendeinen Raum übrig zu haben, um Gott oder andere echt zu lieben. Das muss so nicht sein. Wir können es zu einem beständigen Gebet machen: „Herr helfe mir, Dich zu lieben, mit all meinem Herzen, Verstand und Seele. Dann lasse Deine Liebe durch mich zu anderen strömen.“

Wahre Liebe ist Gottes Liebe und wird beschrieben wie folgt:

Setze mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel an deinen Arm! Denn die Liebe ist stark wie der Tod, und ihr Eifer unbezwinglich wie das Totenreich; ihre Glut ist Feuerglut, eine Flamme des HERRN. Große Wasser können die Liebe nicht auslöschen, und Ströme sie nicht ertränken. Wenn einer allen Reichtum seines Hauses um die Liebe gäbe, so würde man ihn nur verachten! (Das Hohelied 8,6-7) TBC

[Fortsetzung folgt]

Endnotes

1. Richard Dawkins, The Selfish Gene (New York: Oxford University Press, 1989), 4.

2. Ibid.

3. http://www.nytimes.com/2008/06/03/washington/02cnd-medal.html?ref=us.

4. Sam Harris, Letter to a Christian Nation (New York: Alfred Knopf, 2006), 24.

5. http://www.timesonline.co.uk/tol/comment/leading_article/article5439242.ece.

Zitate

Die Heiligen Schriften sind das göttlich inspirierte Wort Gottes und müssen deshalb ganz geglaubt werden, hoch verehrt und völlig befolgt werden. Da Glaube aus dem Hören des Wortes Gottes kommt und der Gerechte durch den Glauben lebt, müssen wir uns immer vor Augen halten, dass die Grundlage des christlichen Lebens ein beständiges Nachsinnen über und einfache Annahme all dessen ist, was die Bibel uns sagt. Aber so wie Christi Werk der Erlösung im Fleisch nur Sein zukünftiges in uns Wohnen durch den Geist vorbereitet hat, so sind die aufgeschriebenen Lehren der Schrift nur ein Mittel für all die innerliche Lehre und das mächtige Wirken von Christi Geist in uns. So wie wir uns davor hüten müssen, das Wort Gottes zu vernachlässigen, so müssen wir uns auch davor hüten, einfach in dem reinen Buchstaben zu bleiben, ohne durch den innewohnenden Heiligen Geist eine wirkliche und lebendige Erfahrung all dessen zu erwarten, was die Schrift für unseren Glauben in Aussicht stellt. Nichts von der göttlichen Liebe, Leben oder Güte kann in uns entstehen oder Raum finden außer durch Inspiration und Kraft des Heiligen Geistes in unseren Herzen. Somit unterliegen jene, die sich vorstellen, diese Tugenden können durch Studium des Buchstabens der Evangelien und der Lehrbriefe erworben werden, derselben Täuschung wie die Juden, die nach Aussage Christi nicht zu Ihm kommen würden, weil sie dächten, das ewige Leben sei in und durch die alttestamentlichen Schriften alleine.

William Law, Die Kraft des Geistes

F & A

Aufgrund der zustimmenden Reaktion, die wir erhielten, weil wir einige F&A aus der Vergangenheit in unsere Dezemberausgabe von TBC aufgenommen haben, freuen wir uns, ihnen noch einmal einige „Spitzenbeiträge von Daves“ Antworten zu schwierigen Fragen zu bringen.

Frage: In ihrer Evangeliumsbotschaft betonen sie, Errettung beruhe auf der Tatsache, dass Christus „die Strafe für unsere Sünden bezahlte“. Strong's Exhaustive Concordance hat keinen Eintrag für „Strafe“ (penalty), auch erwähnten weder Jesus noch die Apostel jemals, dass eine Strafe für unsere Sünden bezahlt wurde. Wenn ich Mitchristen frage, wo ich diese Sichtweise in der Bibel finden kann, sind sie entweder verwirrt (sie kennen die Antwort nicht) oder sie deuten an, ich sei nicht errettet. Da sie diese Feststellung so oft in ihrer Darstellung des Evangeliums verwenden, stelle ich ihnen diese Frage.

Antwort: Auch das Wort „Dreieinigkeit“ findet sich weder in der Bibel noch in Strong’s, doch ist sie eine grundlegende Lehre der Schrift. War nicht die Vertreibung von Adam und Eva aus dem Garten eine Strafe für ihre Sünde? Ist nicht der Tod, der auf Adam und Eva und auf alle ihre Nachkommen bis zum heutigen Tag kam, auch eine Strafe für Sünde, die sich ohne Gottes Straferlass in ewiger Trennung von Ihm fortsetzen würde? Indem die Schrift verkündet, „Die Seele, welche sündigt, die soll sterben (Hes 18,13.20)… die Sünde aber… gebiert den Tod (Jak 1,15)… die Kraft der Sünde aber ist das Gesetz“ (1 Kor 15,56), sagt sie da nicht, das der Tod die Strafe für Sünde ist? Muss eine Strafe nicht bezahlt werden?

Zugegeben, die Bibel verwendet nirgendwo die genaue Terminologie über die Bezahlung der Strafe durch Christus, die wir heute verwenden würden. Aber ist es nicht das, was stillschweigend beinhaltet ist, wenn sie sagt, „Doch er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen; die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden“ (Jes 53,5), oder „dass Christus für unsere Sünden gestorben ist“ (1 Kor 15,3), oder „er sollte ja durch Gottes Gnade für alle den Tod schmecken“ (Heb 2,9), wie auch in vielen ähnlichen Versen? Wenn Tod die Strafe für Sünde ist und Christus für alle starb, dann hat Er gewiss die Strafe voll für uns alle bezahlt oder wir würden die Strafe selbst bezahlen müssen. Unsere Errettung ist eine Sache von Gottes Gerechtigkeit, „damit er [Gott] selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, der aus dem Glauben an Jesus ist“ (Röm 3,26). Ich verstehe ihren Einwand gegen die Aussage nicht, dass die Strafe bezahlt wurde. Ist nicht dies die Kraft von Christi triumphierenden Ruf vom Kreuz, „Es ist vollbracht [tetelestai]!“, was bedeutet, voll bezahlt? Ich bin dankbar, dass Christus die Strafe für meine Sünde und Sünden voll bezahlt hat, so dass Gott mich, den Sünder, auf gerechte Weise begnadigen kann! Es gibt kein anderes Mittel der Errettung.

Frage: In ihrem Buch, Verteidigt den Glauben, mochte ich ihre Erklärung von „der ich das Licht mache und die Finsternis schaffe; der ich Frieden gebe und Unheil schaffe. Ich, der HERR, vollbringe dies alles“ (Jes 45,7). Sie erklärten, dass Dunkelheit nicht etwas ist, was Gott erschuf, sondern die vollkommene Abwesenheit von Licht; und dass gerade so, wie Licht die Dunkelheit offenbart, Gottes Heiligkeit auch das Böse offenbart – es ist nicht etwas, was Gott in den Leuten verursacht. Ich mochte diese Erklärung. Aber was ist mit Amos 3,6, „Geschieht auch ein Unglück in der Stadt, das der HERR nicht gewirkt hat?“

Antwort: Das hebräische Wort dort, als „Unglück“ übersetzt, ist ra. Es bedeutet hauptsächlich Missgeschick, Heimsuchung, Unglück, Not, aber es kann auch Sünde bedeuten. Woher wissen wir, welche dieser zwei möglichen Bedeutungen im Einzelfall gemeint ist? Der Kontext wird es ihnen sagen.

In diesem kurzen Buch von Amos erscheint ra siebenmal; nur zweimal (5,14.15) bedeutet es Sünde, die anderen fünf Male (3,6; 5,13; 6,3; 9,4.10) bedeutet es Gericht vom Herrn. Der Herr sagt Israel, „Nur euch habe ich ersehen von allen Geschlechtern der Erde, darum will ich auch alle eure Missetaten an euch heimsuchen“ (3,2).

Als Sein besonderes Volk haben sie Seinen Schutz gekannt; Kein Missgeschick, Heimsuchung, Unglück oder Not konnte über sie kommen, außer der Herr erlaubte es. Nun werden sie Sein Gericht kennen lernen. Gott wird ra als Strafe über sie bringen: „so wollte ich doch von dort dem Schwert gebieten, sie umzubringen [das ungehorsame Volk Israel]. So will ich mein Auge auf sie richten zum Bösen [ra] und nicht zum Guten“ (9,4).

Unglück in Jesaja 45,7 ist ebenfalls ra. Man könnte seine Bedeutung als Unglück oder Heimsuchung verstehen. Das würde passen, weil der Satz „der ich Frieden gebe und Unheil [ra] schaffe“, den Frieden in Gegensatz zu ra stellt. Gewiss ist ra als Unglück oder Zerstörung das Gegenteil von Frieden, genau wie Dunkelheit das Gegenteil von Licht ist.

In Verteidigt den Glauben nahm ich das, was am schwierigstes zu verstehen ist, nämlich ra als Sünde. Sogar mit dieser Bedeutung ist es klar, dass Gott nicht der Urheber von Sünde ist.

Frage: Ich erkenne, dass manche Untersuchung von Sekten und dem Okkulten und falscher Lehre in der Kirche notwendig ist, wenn wir jene retten wollen, die dadurch getäuscht werden. Aber es wäre zu beunruhigend für meine Seele, genug Zeit aufzubringen, um jeden gegenwärtigen Irrtum zu untersuchen und zu verstehen. Wie weit ist man verpflichtet zu gehen, wenn man denen, die in die Irre geführt wurden, die Bedeutung des Wortes erklären will? Nach meiner eigenen Erfahrung hätte nichts, was irgendjemand mir sagen könnte, für mich einen Unterschied gemacht, bis Gott selbst mein Herz öffnete.

Antwort: Die Zeit, die man damit verbringt, Irrtum aufzuzeigen und andere von der Wahrheit zu überzeugen suchen, hängt von dem eigenen Gottgegebenen Dienst ab, und den Leuten, die der Herr uns über den Weg sendet. Gott hält offensichtlich den Dienst, dem Irrtum mutig zu begegnen und ihn zu korrigieren, für wichtig, da ihm ein so großer Teil der Bibel gewidmet ist. Viel von Christi Lehre war korrigierend, wie auch alle Lehrbriefe. Paulus korrigierte den Petrus öffentlich, nannte jene mit Namen, die andere in die Irre führten, und kämpfte beständig gegen Irrtum. Wir müssen dasselbe tun, wenn wir Gottes Wort gehorchen wollen und ernstlich für die Wahrheit kämpfen wollen.

Uns wird gesagt, „Seid aber allezeit bereit zur Verantwortung gegenüber jedermann, der Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist“ (1 Pt 3,15). Manchmal kann diese Frage in Form einer Herausforderung von zwei Mormonen oder Zeugen Jehovas kommen, die an die eigene Tür klopfen, oder von einem Arbeitskollegen, der Buddhist oder Moslem ist.

Man braucht zumindest ein Minimalverständnis von unvereinbaren Anschauungen, aber am wichtigsten ist das Evangelium. Paulus war ausreichend vertraut mit den griechischen Philosophen, um in der Lage zu sein, mit ihnen auf dem Marktplatz und dem Areopag zu disputieren. Genau gesagt disputierte er täglich (Apg 17,17.23). Sonntagsschulklassen und Jugendgruppen sollten unsere Jugend in solch einem Ausmaß trainieren, dass sie Auge in Auge mit Atheisten, Buddhisten, Hindus, Sektenmitgliedern, usw. bestehen und sie dabei nicht so sehr durch Aufzeigen deren Irrtümer als vielmehr durch Darlegen der Wahrheit verblüffen können.

Sie sagen, nichts hätte sie überzeugen können, bis der Herr ihr Herz öffnete. Aber verwendete Gott nicht die Worte und Anstrengungen von Jemandem bei diesem Prozess? Wir müssen immer bereit sein, von Gott in gleicher Weise gebraucht zu werden. Christus stellte das Beispiel auf, dem wir folgen müssen. Er ging mit denen liebenswürdig um, die getäuscht worden waren, aber Er wies die Rabbis, die Gottes Wort durch falsche Lehre verdreht hatten, unnachgiebig zurecht, und Er tat es öffentlich.

Man muss kein Experte für Sekten und falsche Religionen werden. Viele, die dachten, das sei ihre Berufung und sich in solche Studien stürzten, fixierten sich in einem solchen Ausmaß auf falsche Lehren, dass sie mangels Ernährung durch Gottes Wort auf der Strecke blieben.

Liebe den Herrn, deinen Gott und Sein Wort, studiere es täglich, sinne darüber nach mit der Absicht, immer vorbereitet zu sein, „das Wort zu predigen“. Die Bibel selbst ist das Schwert des Geistes. Deshalb sollte unser Hauptaugenmerk darauf liegen, Gottes Wort zu kennen und es überzeugend in der Kraft des Heiligen Geistes vorzutragen. Ein praktisches Wissen über Sekten und falsche Religionen sollte nur einen zweitrangigen Platz einnehmen.

Frage: Ich habe Probleme, mich mit der Vorstellung auseinanderzusetzen, Gott verwende Prüfungen, um den Glauben eines Gläubigen und sein Vertrauen auf Ihn zu mehren. Das scheint mir nicht zum Charakter eines Gottes zu passen, der Liebe ist. Können sie mir helfen, mit dieser Sache besser umzugehen?

Antwort: Der Verfasser des Hebräerbriefes verkündet mit deutlichen Worten, „Denn wen der Herr lieb hat, den züchtigt er, und er schlägt jeden Sohn, den er annimmt“ (Heb 12,6). Jakobus 1,17 sagt uns, jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk komme von Gott. Paulus wiederum sagt, dass Gott ihm einen „Pfahl fürs Fleisch gegeben, ein Engel Satans, dass er mich mit Fäusten schlage“ (2 Kor 12,7). Weiterhin erklärt er, dass er Gott bat, ihn zu entfernen, aber der Herr sagte nein (V 8-9). Paulus gab Timotheus einige medizinische Ratschläge, um diesem jungen Mann bei seinen Magenproblemen und seinem „häufigen Unwohlsein“ (1 Tim 5,23) Erleichterung zu verschaffen.

Warum heilte Paulus den Timotheus nicht wie so viele andere? Die Antwort ist offensichtlich. Gerade so wie Gottes Gabe eines „Pfahls“ für Paulus einen bestimmten Zweck erfüllte, so war es auch mit dem Gebrechen des Timotheus. David war willens, durch das „finstere Todestal“ (Ps 23,4) zu wandern, weil Gott bei ihm war. Der gleiche Vers sagt auch, „dein Stecken und dein Stab, die trösten mich“. Bedenkt die Andeutung hier. Während der Stab des Schäfers verwendet wurde, ein widerspenstiges Schaf sanft in die Herde zurückzulenken, wurde der Stecken verwendet, um Raubtiere zu vertreiben und manchmal weglaufende Schafe mit einem wohlüberlegten Schlag oder zwei zu lenken. Wenn ein Schaf dafür anfällig war, abzuirren, könnte der Schäfer ein Bein brechen. Er würde es dann schienen, und während seiner Gesundung würde das Schaf notwendigerweise eng bei dem Schäfer bleiben und würde anschließend nicht mehr abirren. Was manche irrigerweise als grausame Handlung (oder Misshandlung) ansehen könnten, ist in Wirklichkeit ein Geschenk des Lebens.

Inmitten eines harten Gerichts, schrieb Jeremia die Verkündigung Gottes nieder: „Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben“ (Jer 29,11). Viele treue Christen sind in der Lage, die Worte des Zeugnisses des Psalmisten nachzubeten: „Ehe ich gedemütigt wurde, irrte ich“ (Ps 119,67).

Ja, Jesus verhieß Freude, Frieden, Glück in Ihm (nicht in der Welt). Während er verhieß, dass Drangsal kommen würde, gab Er das Versprechen, Er hätte die Welt überwunden (Jh 16,33), und nicht, dass Er notwendigerweise unsere Heimsuchung wegnehmen würde. Paulus und der Rest der Apostel bezeugten die Myriaden von Mühen, die ihnen begegneten. Und auch wenn ihr „äußerer Mensch zugrunde geht, so wird doch der innere Tag für Tag erneuert [oder gestärkt]“ (2 Kor 4,16). Obwohl es nicht immer einfach zu erkennen ist, wie Probleme den Glauben eines Gläubigen stärken können, so bezeugt doch der Apostel Paulus diese Tatsache (V 17-18; 5,1-21; 6,1-10 usw.).

Die Schriften sind voll von Beispielen derjenigen (säuberlich zusammengefasst in Hebräer 11), die durch Prüfungen, Mühen und großen Verlust näher zu Gott gebracht wurden. Und das schließt nicht die Befreiung von Betrübnissen aus (Ps 34,19). Auch wir müssen alle im Glauben wandeln. Viel größere Sorgen macht mir ihre Behauptung, dass sie nicht in der Lage sind, diese Dinge in der Schrift zu finden.

Frage: Die Vorstellung, der Antichrist würde von Satan aus den Toten auferweckt werden, scheint die vorherrschende Meinung unter evangelikalen Pretrib (Entrückung vor der Trübsal) Lehrern zu sein. Ich würde ihre Ansicht dazu gerne hören.

Antwort: Diese populäre Vorstellung kommt aus Offenbarung 13,3. Marvin Rosenthal stellt zum Beispiel in seinem Buch The Prewrath Rapture of the Church (Die Entrückung der Gemeinde vor dem Zorn Gottes) fest, „Nach dem Wort Gottes ist der Antichrist ein Mensch, der zuvor lebte. Er regierte eines der sieben großen Reiche, die direkt eine starke Einwirkung auf Israel hatten…. Er wird buchstäblich aus den Toten auferweckt werden. Hinsichtlich dieses auferweckten Herrschers… hat das Wort Gottes viel zu sagen. ‚Und ich sah einen seiner Köpfe wie zu Tode verwundet, und seine Todeswunde wurde geheilt….’ (Off 13,3).“

Beachten sie jedoch, dass es eines der sieben Häupter des Tieres ist, das betroffen ist, nicht alle. Überdies wird das Haupt nicht getötet (noch weniger das Tier), sondern erscheint, „wie zu Tode verwundet“. Scheinbar hätte das Tier durch diese Wunde sterben können, aber Verse 3 und 12 erklären, dass „seine Todeswunde geheilt wurde“. Somit haben wir eine Heilung, keine Auferstehung.

Ich denke. Es bezieht sich auf das römische Reich, welches tatsächlich eine tödliche Wunde erlitt, aber nie starb und gerade vor unseren Augen wieder belebt wird. Nur Gott kann Tote auferwecken. Satan hat diese Macht nicht. Im besten Fall mag er einen „gefälschten Tod und Auferstehung“ des Antichristen zuwege bringen, welche John MacArthur in seiner Studienbibel als eine Möglichkeit andeutet.

Alarmierende Nachrichten

http://www.onenewsnow.com, Europäische Länder greifen gegen ‚Hassrede’ durch [Auszüge]: Geert Wilders (Holländische Freiheitspartei), ein Verfasser und Kritiker des Islam, sagt, die vor kurzem getroffene Entscheidung eines holländischen Gerichts, ein holländisches Parlamentsmitglied gerichtlich zu verfolgen, weil er den Koran mit Hitlers ‚Mein Kampf’ verglichen hat, verheiße nichts Gutes für die Zukunft der Rechte für Redefreiheit in den Vereinigten Staaten.

Die islamische Welt beschwerte sich, aber im letzten Jahr entschieden Strafverfolger sich dagegen, ein Verfahren gegen Wilders zu eröffnen, mit der Begründung, seine scharfen antiislamischen Aussagen wären für „Moslems verletzend, aber nicht kriminell“.

Aber nun hat das Amsterdamer Berufungsgericht entschieden, dass Strafverfolger ein Hassrede Verfahren gegen Wilders eröffnen sollen. Robert Spencer [Direktor von Dschihadwache] sagt, dieser Fall ist Teil eines größeren Unterfangens, jede Diskussion über den Islam, wogegen die Dschihadisten protestieren, zu kriminalisieren.

„Die Organisation der Islamischen Konferenz, welcher 57 Moslemregierungen auf der ganzen Welt angehören, vollführt eine gemeinsame Anstrengung bei der Vereinten Nationen, um jede Diskussion über die Elemente des Islam zu kriminalisieren, welche Dschihadisten dazu gebrauchen, um Rekruten zu gewinnen und ihre Handlungen zu rechtfertigen“, macht er geltend.

Spencer sagt, die Strafverfolgung von Wilders zeigt, dass Europa sich der islamischen Initiative anschließt, jeden zu verfolgen, der sich auf das einlässt, was die Islamisten als Hassrede bezeichnen. Weiterhin sagt er, dies könne sich auch auf die Rechte auf Redefreiheit für Amerikaner auswirken.

„Besonders in einer Zeit, wo die Obama Verwaltung ihre Absicht angekündigt hat, die Vereinigten Saaten darüber in eine Linie mit europäischen Empfindlichkeiten und näher an die UN zu bringen“, betont er. „Und wenn sowohl Europa wie auch die UN in scharfem Tempo bei der Redefreiheit nachgeben, lässt das für unsere Freiheiten in den Vereinigten Staaten Schlimmes ahnen.

Speaking Schedule

Mar 22 Candlelight Christian Fellowship (TA) Coeur d’Alene, ID (208) 772-7755

Apr 1-3 Tulsa International Prophecy Conf (Dave) Tulsa, OK (918) 835-6978

May 1-2 Saskatoon Bible Conference (TA) Saskatoon, SK (306) 531-4733

Briefe

Meine Lieben,

Im Laufe der Jahre seit der Veröffentlichung von Verführung der Christenheit wurde ich durch den Dienst von Dave Hunt und T.A. McMahon gesegnet. Der Segen kam durch den Rundbrief The Berean Call, Bücher, Kassetten, CDs, Videos und nun MP3, DVDs und das Internet zu mir. Zwei Worte kommen mir in den Sinn: WOW und Halleluja!!! Machen sie weiter mit dem guten Werk. RC (NC)

Lieber Dave,

Unser Gott ist so gut. Im gestrigen Mail erhielt ich einen heftigen Rüffel, ich sei ein Sektierer, nachdem ich den Manager unserer örtlichen „christlichen“ Radiostation in Zweifel gezogen hatte, weil auf seiner Station ein örtlicher Priester die Maria als unsere Fürsprecherin betitelt hatte. Ich erhielt auch „I Love the Lord“ (2008 TBC Konferenz), und beim Anschauen weinte ich die ganze Zeit. Danke dafür, dass sie die Wahrheit lieben. RF (PA)

Hi,

Ich war hin und her gerissen, ob… ich sie weiterhin bitten sollte, den Rundbrief zu senden, weil ich weiß, dass er sie Geld kostet, und… ich könnte ihn online lesen. Es ist nur so, ich weiß, dass ich es nicht tun würde. Ich kann Papier mitnehmen, es herumtragen, bis ich einige wenige Minuten Zeit habe, während ich irgendwo warte, oder ihn in der Nacht lesen, bevor ich einschlafe. Wenn er online ist, werde ich ihn überfliegen, wie ich es mit all meiner anderen Email Korrespondenz mache. Wenn mein Drucker funktioniert, könnte ich ihn ausdrucken. Gerade jetzt geht er wieder mal nicht. Ich überlasse es ihnen. Ich schätze ihren Dienst so sehr. Sie sagen viele Dinge deutlich, die gesagt werden müssen. Wir sind in einer Gemeinde in der Innenstadt… und erfreuen uns dessen, was wir den Herrn tun und gewähren sehen. Wir gehören zu ihren Reformierten Lesern – die mit ihnen in diesem einen Punkt nicht einer Meinung sind…. Machen sie weiter mit dem guten Werk. Gerade gestern fragte eines von meinen Gemeindemitgliedern, „Gibt es irgendwelche Modalitäten in der ganzheitlichen Medizin, die Christen vermeiden sollten“? Ich wusste genau, auf welcher Webseite ich die spezifischen Antworten suchen müsste. Möge der Herr sie segnen. DS (PA)

Liebes TBC,

TBC ist für mich hier in dieser sehr synkretistischen Gemeinde an diesem Ort eine geschätzte Quelle und Aufzeichnung von biblischer Gesundheit. Materialien von allen Arten von Gruppen kommen herein und werden von den meisten Namenschristen unkritisch angenommen. Die Studie des Wortes Gottes im Detail wird von den meisten hier nicht geehrt, und im Grunde ist alles drin. Ich habe das Privileg (vom HERRN), einigen wenigen anderen Männern eine exegetische Bibelstudie zu lehren, die Gott auf die einzig wirkliche Weise, durch Sein Wort, kennen lernen wollen. Aber zum größten Teil sind die Dinge hier ziemlich seicht, wie es auch in der Welt draußen ist. In dem letzten TBC haben sie einen Brief eingefügt, der sie zusammenstaucht, weil sie Benny Hinn und andere öffentlich beim Namen nennen, und sagt, dies sei trennend. Ich vermute, das macht Paulus trennend, weil er Kephas in Gal 2,11 mit Namen nannte, als er herausfand, er habe sich heuchlerisch verhalten. RJ (Gefangener, TX)

Hi Dave,

Ich seufze einfach mit Schmerzen über die Weise, wie die Gemeinden einfach jede neue mystische Sache schlucken. Ich kam vor über 30 Jahre zu Christus und durch meine Arbeit… stellte ich die Zeugen Jehovas und Mormonen bloß und sah die Schrecken der verfälschten Lehren der Sekten. Ich sehe nun diese Methoden, die den Geist manipulieren, innerhalb der… Kirchen hier in Nord Kent, UK, überhand nehmen. Ich möchte ihnen einfach dafür Dank sagen, dass sie da sind und für das Zeugnis des Berean Call. DC (UK)

Lieber Bruder Hunt und Belegschaft,

Ich möchte ihnen eine kurze Nachricht senden und ihnen für den Dezember Rundbrief des Berean Call danken. Ich erhalte ihren Rundbrief schon einige Jahre lang und fand das Deckblatt und die Inhalte dieser Ausgabe sehr inspirierend. Man kann Gottes Wort nicht eine Nasenlänge voraus sein. Toms Leitartikel war sehr gut und ich schätzte die F&A Sektion sehr, welche Daves Antworten auf eine Frage über The Message enthielt. Daves Kommentar über die Fehlübersetzung von Hebräer 11,16, was in „Gott ist stolz über sie“ verändert wurde, war sehr ermutigend für mich, da ich Briefwechsel und Diskussionen mit mehreren… Pastoren über den Stolz hatte. GR (ID)

Lieber Mr. Hunt,

Es ist… über 20 Jahre her, dass ich das erste (und einzige) Mal schrieb. Ich war ein junger Erwachsener und schwebte in höheren Regionen, und wollte Gott in neuer und aufregender Weise erleben. Ihr Buch Verführung der Christenheit war ein Schlag ins Angesicht für meine neu gefundene „benenne diesen Segen“ Theologie. Ich fürchte, dass mein Brief nicht gerade freundlich war. Zwanzig Jahre später kann ich den Weckruf richtig einschätzen, den sie dem Leib Christi gaben…. [Meine Familie] erkannte schließlich, wie wichtig es ist, eine Beziehung zu Gott zu haben, die echt ist, eine Beziehung, die durchträgt, eine Beziehung, die darauf beruht, was Christus für uns getan hat. Ich kann mich daran erinnern, wie ich viel zu oft in einem Gottesdienst saß und den Heiligen Geist anbettelte,  mir ein besonderes Wort zu übermitteln, und dann entmutigt wegging. Was für eine Freude ist es, von Gottes Liebe für mich überzeugt zu sein, wenn ich Sein Wort lese. Das Wissen, dass meine Errettung keine Belohnung dafür ist, gut zu sein, sondern alleine durch Gottes Gnade kommt, hat mir den Frieden und die Gewissheit gegeben, nach der ich so lange gesucht habe. Ich bin verlegen über meinen jugendlichen Wortschwall und entschuldige mich für die Respektlosigkeit, die ich zeigte (nicht zu erwähnen, was ich den Schriften antat). Ich erinnere mich auch an die freundliche und demütige Antwort, die sie sandten. Danke für ihre Beharrlichkeit, wie sie einen unpopulären, aber ehrlichen Standpunkt für die Integrität von Gottes Wort einnehmen. BF (ID)

TBC Notizen

Senden oder Nicht Senden?

Im Geist eines guten Verwalteramtes und mit Blick auf die möglichen ökonomischen Nöte, die unserem Land bevorstehen, hat TBCs Aufsichtsrat dem Berean Call angeraten, die Ausgaben zu verringern, wo es angezeigt ist. Ein solcher Bereich ist unsere Radiosendung, wo manche gestiegenen Kosten überhaupt nicht wirtschaftlich sind. Eine Radiostation in Südkalifornien zum Beispiel hat uns die Gebühren vor einem Jahr beinahe verdoppelt und steigerte sie letzten Monat nochmals um 25 Prozent. Obgleich das ein extremer Fall ist, wurden wir angeregt, zu überprüfen, was wir für die Radiosendungen ausgeben, und kamen zu dem Schluss, wir sollten uns dafür entscheiden, „nicht zu senden“.

Wir werden die Radioproduktion fortsetzen, und sogar neue Programme für die Zukunft entwickeln. Die Verbreitung unserer Programme jedoch wird in erster Linie durch unsere Webseite und durch Abo CDs (mit finanzieller Unterstützung) erfolgen. Einige wenige Stationen haben sich freundlicherweise entschlossen, unsere Programme umsonst zu senden.

Konferenz, Ja oder Nein?

Unsere TBC Konferenz im November 2008 war eine wunderbare Erfahrung für uns und alle Teilnehmer. Die Rückmeldungen waren großartig. Dennoch haben wir uns entschieden, die nächste Konferenz erst 2010 durchzuführen. Unsere Hoffnung ist, die Veranstaltung im Juli oder August durchführen zu können, wenn der Besuch für Familien und Studenten eher möglich ist. Wir wollen alles tun, was wir können, um unsere nächste Generation zu erreichen. Die Zurückstellung um ein Jahr wird auch Dave Hunt helfen, damit er seine Zeit und Energie der Fertigstellung von Cosmos, Creator, and Human Destiny widmen kann

T.A. McMahon Executive Director

TBC Extra

Die Wirklichkeit des Himmels für den Gläubigen

Auszüge aus Rückkehr zum Biblischen Wahrheit – Kapitel 29, von Dave Hunt

Die Bibel fängt damit an, wie Gott das Universum erschafft und endet, wie Er es vollkommen zerstört und von vorn „einen neuen Himmel und eine neue Erde“ (Offenbarung 21,1) erschafft. Von Anfang bis zum Ende besteht Geschichte daraus, wie der ewige Gott Seine unwandelbare Absicht erfüllt. Sobald wir eine deutliche Sicht auf die kosmischen Proportionen von Gottes Plan gewinnen, verlieren wir jede Täuschung über unsere eigene Größe und werden von allen falschen Vorstellungen befreit, wir könnten irgendwie die menschliche Bestimmung durch unsere eigenen Anstrengungen erfüllen.

Aus dieser Perspektive ist es absurd, sich vorzustellen, die Gemeinde könne, indem sie konservative Wähler organisiert oder auch nur das Evangelium predigt, Gottes Reich etablieren. Das wahre und ewige Reich Gottes umfasst nicht nur diesen kleinen Planeten, sondern die ganze Schöpfung, und schließt auch das Reinigen durch das Blut von Jesus und das Neumachen des Himmels selbst ein. Nichts könnte durch Schrift und Logik besser etabliert werden, als die herrliche Tatsache, dass die letztendliche Erfüllung von Gottes Absicht etwas ist, das nur Er bewerkstelligen kann. Offensichtlich können wir nur Teil jenes Plans sein, indem wir Ihm erlauben, Seinen Willen in und durch uns durchzusetzen.

Diese Erkenntnis lässt uns vor Gott in Erstaunen und Anbetung niederbeugen und veranlasst uns, uns von ganzem Herzen Seinem Willen hinzugeben. Unglücklicherweise scheint dieser Furcht einflößende Sinn für die Größe Gottes und den kosmischen und ewigen Verhältnissen des Werkes, das er vollbringt, bei der heutigen Christenheit weitgehend abwesend zu sein. Könnte das der Grund sein, warum so viele die selbst aufgebürdeten Lasten vieler „Programme“ mit sich herum tragen, die sie ausführen wollen, um „siegreiche Leben zu führen“ oder „die Sache Christi voranzubringen“? Wenn wir sehen, dass die Aufgabe vollkommen jenseits unserer Fähigkeiten liegt, dann hören wir mit unseren Bemühungen auf und fangen an, Ihm zu erlauben, in und durch uns durch Seine mächtige Kraft zu wirken.

Viele haben Einwände gegen diese himmlische / ewige Perspektive als „schöner Traum süß mit der Zeit“ Gerede. Es gibt Warnungen davor, so „himmlisch gesinnt“ zu sein, dass man „auf Erden für nichts zu gebrauchen“ ist. Wir müssen praktisch sein, so lautet das Argument, und müssen zunächst den irdischen Bedürfnissen von uns und anderen gerecht werden und unser Bestes tun, um diese Welt in einen besseren Ort für jeden zu verwandeln.

Doch Christus selbst wandte den Fokus Seiner Jünger beständig von der Erde dem Himmel zu. In der ganzen Schrift wird uns geraten, zu allen Zeiten mit dem Verständnis zu leben, das Leben auf dieser Erde sei sehr kurz und werde gefolgt von einer ewigen Existenz, die entweder voll unbeschreibbarer Freude in Gottes Gegenwart oder getrennt von Ihm voll unerträglicher Pein ist. Petrus verkündet, das Wissen, „dann werden die Himmel mit Krachen vergehen… und die Erde und die Werke darauf verbrennen“ (2 Petrus 3,10) veranlasse uns, ein frommes Leben zu führen. Und Johannes ergänzt, das Wissen, Ihm gleich gestaltet sein zu werden, wenn Er offenbar wird, werde uns veranlassen, uns zu reinigen (1 Jh 3,2.3).

Natürlich ist die größte Motivation die Liebe, die in unserem Herzen geboren wird, wenn wir erkennen, dass der Schöpfer des Universums jeden von uns so sehr liebt, dass er Mensch wurde, um an unserer Stelle zu sterben. Diese Liebe hat unsere Zuneigung ergriffen, so dass wir freudig verkünden, dass wir Sein sind und Ihm alleine die ganze Ewigkeit angehören. Indem wir den Tod Jesu Christi als unseren eigenen Tod angenommen haben, haben wir das Leben, wie wir es gelebt hätten, aufgegeben, so dass Er Sein Auferstehungsleben durch uns leben kann. Das ewige Reich hat seinen Anfang bereits in jedem Herzen genommen, wo der König regiert! Überdies, als Seine Braut, verlangen wir danach, in jener himmlischen Hochzeit mit Christus, unserem Bräutigam, vereint zu werden und die Flitterwochen mit Ihm auf ewig in Seines Vaters Haus zu verbringen! Ewig werden wir den Einen anbeten und preisen, der alle Dinge neu gemacht hat!

Viele wollen uns glauben machen, Selbstliebe sei die Antwort auf alle Übel der Welt. Sowohl christliche Führer wie auch Nichtgerettete lehren und predigen diese Lüge. Tatsächlich hat die Selbstliebe die Übel der Welt bewirkt: Gier, Lust und Neid. Was wir tatsächlich brauchen ist eine leidenschaftliche Liebe für Gott und Sein Wort, die uns von irdischen Bestrebungen zu himmlischer Hoffnung hinwendet.

Friede kann persönlich nicht erreicht werden, bevor der Friedensfürst, Jesus Christus, in unseren Herzen regiert. Und Frieden auf dieser Erde wird nicht gesehen werden, bis der König der Könige kommt, um zu herrschen. Es ist jedoch erschreckend, dass sogar Seine Gegenwart die Menschen nicht von ihrer Entschlossenheit abbringen wird, ihr eigenes Reich zu beherrschen. Nicht einmal ein Reich, beherrscht von Christus auf dieser Erde, ist unsere Hoffnung, sondern der Himmel selbst; und in den neuen Himmeln und der neuen Erde, wird Gottes Wille schließlich geschehen sein „im Himmel wie auf der Erde“, weil Himmel und Erde eins geworden sind.

Was ist also das Tausendjährige Reich? Ganz eindeutig ist es Gottes endgültiger Beweis für das unkorrigierbare Böse im menschlichen Herzen. Sogar Christus, der die Erde in ein Paradies verwandelt haben wird, das dem Garten Eden den Rang streitig macht, der mit einem eisernen Stab regiert und die Erlösten, welche in Herrlichkeitsleibern mit ihm regieren, können das menschliche Herz nicht verändern oder die Menschen willens machen, Ihm zu gehorchen. Es gibt keinen Weg, die gegenwärtige menschliche Rasse zu verbessern. Sie muss den Tod in Christus sterben und durch Glauben an Ihn neu geschaffen werden. Das Reich beginnt im Herzen des Individuums, wenn Christus der König angenommen wird, in seinem Innern zu herrschen.

Wenn schließlich das Reich Gottes verwirklicht ist, wird es in einem vollkommen neuen Universum sein, welches das gegenwärtige ersetzt, das durch einen großen Brand zerstört worden sein wird (2 Petrus 3,10-13). Jene neue Schöpfung wird nur von sündlosen Engeln sowie Männern und Frauen bewohnt werden, welche ihrerseits neue Geschöpfe durch Glauben an Christus geworden sind. Dann werden Himmel und Erde eins sein, wo Gottes Wille in der Tat im Himmel wie auch auf Erden geschieht. Dies ist die strahlende Zukunft, auf die sich wahre Gläubige für alle Ewigkeit freuen.

Unterdessen ist es in dieser gegenwärtigen Welt des Bösen und der Trübsal für einen Gläubigen nicht unüblich, sich durch sein Versagen entmutigt und sogar deprimiert zu fühlen. Zu diesen Zeiten erscheint es unmöglich zu glauben, Gott könne je Gefallen an uns finden oder würde uns wirklich in den Himmel aufnehmen. Wir finden es so sehr schwierig in Seiner Gnade und Liebe zu bleiben, wenn wir erkennen, dass wir für den Himmel absolut unwürdig sind. Doch unsere größte Freude kommt aus dem Staunen, dem Verblüffen und der Dankbarkeit darüber, dass er solch scheußliche, unwürdige Sünder nehmen und uns die Freude des Himmels gewähren würde!

Wir werden nie des Himmels und Seiner Liebe wert sein. Dieses Selbstwertgefühl, das so viele christliche Führer, getäuscht von der christlichen Psychologie, unter den Erlösten zu hegen versuchen, würde den Himmel ruinieren, indem ein guter Teil der Aufmerksamkeit und der Herrlichkeit von Gott und dem Lamm auf uns gelenkt wird. Wir werden immer die Geschöpfe bleiben und Er der Schöpfer; wir werden immer Sünder sein, die aus Gnade gerettet und durch Sein Blut erkauft sind, und Er wird immer unser herrlicher Retter sein. Weil uns Seine unendliche Liebe uns gegenüber mit Liebe für Ihn erfüllt, wird unsere Leidenschaft für die Ewigkeit immer sein, ihn verherrlicht und gepriesen zu sehen und Ihn mit aller Kraft, die Er zur Verfügung stellt, zu lieben. Seine ewige Freude wird sein, uns mit Sich zu segnen. Solcher Art werden das Staunen und die Verzückung des Himmels sein.

Gott begehrt sogar mehr, uns in Seiner Gegenwart zu haben, als wir je begehren könnten, dort zu sein. Er liebt uns mit einer Liebe, die uns nie loslassen wird. Und weil Er unsere Zuneigung erobert hat, werden wir ewig durch Liebe zu Ihm gebunden sein – einer Liebe, die nicht nur von Gott zu uns fließt, sondern welche unsere erlösten Herzen mit einer Reinheit und himmlischen Freude zu Ihm zurückkehren lässt, die Seiner ewigen Herrlichkeit dienen wird.

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Übersetzt von W. Hemmerling. Bibelzitate wurden aus der Schlachter Bibel 2000 entnommen.