THE BEREAN CALL

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April 2011

Bereit für die Hochzeit?

T.A. McMahon

Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben! Denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereit gemacht. Und es wurde ihr gegeben, sich in feine Leinwand zu kleiden, rein und glänzend; denn die feine Leinwand ist die Gerechtigkeit der Heiligen. Und er sprach zu mir: Schreibe: Glückselig sind die, welche zum Hochzeitsmahl des Lammes berufen sind! Und er sprach zu mir: Dies sind die wahrhaftigen Worte Gottes! – Offenbarung 19,7-9

Die Jünger waren sehr beunruhigt, als sie dasaßen und Jesus sagen hörten, Er würde sie verlassen, und sie würden Ihm für eine Zeitlang Ihm nicht folgen können: „Wohin ich gehe, dorthin kannst du mir jetzt nicht folgen; du wirst mir aber später folgen“ (Johannes 13,36). Er war auf dem Weg zum Kreuz. Sie würden auch den Weg des Kreuzes gehen, aber nicht zu der Zeit. Er würde die Strafe für ihre und unsere Sünden bezahlen. Sie würden später der Welt verkünden, Jesus habe göttliche Gerechtigkeit erfüllt, und dadurch den Weg für die Menschheit freigemacht, mit Gott versöhnt zu werden.

Die Jünger verstanden die Worte Jesu nicht, außer dass sie dadurch sehr traurig geworden waren. Aber dann sagte Er etwas, dass sie zu großer Freude hätte veranlassen müssen: „Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten. …so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin“ (Johannes 14,1-3).

Jesus sprach zu ihnen in Worten, die sowohl tröstend wie auch verwirrend waren. Obgleich es der Verstand der Heiden nicht erfassen mag, beschrieben Seine Worte eine künftige Hochzeit. Seine Rolle würde die des Bräutigams sein, ihre die der Braut. Wie bei dem meisten, was Jesus sie in den wenigen gemeinsamen Jahren gelehrt hatte, begriffen sie hier die Bedeutung nicht. Das würde sich jedoch alles ändern. Nach Seiner Himmelfahrt würde sich der Heilige Geist in ihnen niederlassen und ihnen das Verständnis schenken. „Dies habe ich zu euch gesprochen, während ich noch bei euch bin; der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe“ (Johannes 14,25-26). Noch besser und erstaunlicherweise würde ihre Beziehung zu Jesus weit persönlicher und vertrauter sein, als zu der Zeit, als Er mit ihnen wandelte. Der Heilige Geist würde sie in der Tat an Jesu Worte „erinnern“, bei denen er auf eine künftige Hochzeit hinwies, und die wachsende Liebe der Jünger für Ihn würde den Wunsch der Braut widerhallen lassen, bei ihrem künftigen Ehemann zu sein. Mit anderen Worten, die Jünger würden die Wirklichkeit annehmen, die Braut Christi zu sein.

Da wahre Gläubige an Jesus die Jünger der ursprünglichen Jünger sind, findet das, was Jesus ihnen in Johannes 14,1-3 zu sagen hat, gewiss bei denen von uns Anwendung, die gleichermaßen an Ihn geglaubt haben. Wir sind die Braut. Er hat eine Stätte für uns im Himmel bereitet. Eines Tages wird er für Seine Braut zurückkommen. Beim Brauch der alten jüdischen Hochzeitszeremonie ging die Braut, wenn der Bräutigam die Braut verließ, um eine Stätte für sie in seines Vaters Haus zu bereiten, dahin, ihre eigenen Vorbereitungen für die Hochzeit und ihr Leben mit ihrem künftigen Ehemann zu treffen. Es besteht kaum Zweifel, dass ihre Aufregung wuchs, wenn der Tag seiner Rückkehr nahte. Was ist dann mit „uns, der Braut“? Steigert sich unsere Erwartungshaltung täglich, indem wir das Kommen unseres Herrn, unseres Retters, unseres Bräutigams, unserer gesegneten Hoffnung erwarten? Wenn nicht, ist etwas schrecklich verkehrt. Was mag uns von der Aufregung abgebracht haben?

Bestimmt sind manche nur von Jesus betört. Obgleich sie sich Christen nennen, ist er wie eine spirituelle Süßigkeit, die sie in vagen „spirituellen“ Weisen für attraktiv halten – aber es gibt zu viele spezifische Dinge über Ihn, die ihnen egal sind. Ergebenheit steht ganz oben auf ihrer „Ihn sollte man nicht zu ernst nehmen“ Liste. Jesus stellte immerhin die Frage, „Was nennt ihr mich aber »Herr, Herr« und tut nicht, was ich sage?“ (Lukas 6,46). Ihre Verpflichtung mag nie eingeschlossen haben, ihr Herz Ihm ganz, durch Glauben an Seinen Tod, Begräbnis, Auferstehung als dem einzigen Einen, der die ganze Strafe für ihre Sünden bezahlen konnte, zu geben. Sie wurden nie wiedergeboren, ein Kriterium, das laut der Aussage Jesus wesentlich für den Eintritt in das Reich Gottes ist (Johannes 3,3). Für solche Leute gibt es weder eine Verlobung noch eine Hochzeit. Das ist ganz unmöglich.

Und bei denen, die wirklich durch Glauben gerettet sind, mag ihre Liebe für Ihn durch zwei übliche Hindernisse gehindert oder abgekühlt sein: ihre Eigenliebe und ihre Liebe für die Welt. Das würde die Hochzeit nicht verhindern, aber es zerstört die Vorbereitung der Braut. Vorbereitung? Manche scheinen sich nicht bewusst zu sein, dass jeder Gläubige durch eine Vorbereitung der Bereitschaft für den Tag geht, wenn er oder sie den Herrn sehen wird. Die Vorbereitungszeit umfasst eine Unzahl von Dingen, die sich auf unser Wachstum in Liebe zu Jesus beziehen: Heiligung, das heißt, wirklich für ihn abgesondert zu sein; Wachstum in unserem Wunsch, Ihm zu gehorchen und zu gefallen, Dankbarkeit dafür, dass Er uns auserwählt hat; wachsende Fruchtbarkeit in unserem Leben, und Freude und Aufregung bei unserer Erwartung, Ihn zu sehen. Das Wort Gottes ist voll von Anweisungen, wie sich die Braut vorbereiten soll. Leider schwindet das Interesse bei vielen der Verlobten, das zu lesen und anzuwenden, was das Handbuch sagt.

Kritiker der biblischen Lehre von Christi Rückkehr für Seine Braut stellen es als eine falsche Lehre da, die eine Mentalität der Realitätsflucht begünstigt – eine Art von Denken wie „hole dir deinen Flugschein und schlendere um den Flughafen herum“, um auf den „Flug in den Himmel“ zu warten. Es gibt bestimmt solche, die so denken und handeln und die Beschuldigungen der Kritiker bestätigen. Obgleich manche Beispiele unter Gläubigen zitieren mögen, haben weder sie noch jene, die als Beispiel zitiert werden, die klare Lehre der Schrift verstanden. Johannes, der von Jesus innig Geliebte, gibt der Braut Anweisungen zur Vorbereitung: „…bleibt in ihm, damit wir Freudigkeit haben, wenn er erscheint, und uns nicht schämen müssen vor ihm bei seiner Wiederkunft“ (1 Johannes 2,28). Überdies scheint Johannes die Aufregung einer Braut zu verströmen, Jesus zu sehen und Ihm zu gefallen, indem er verkündete, „…wir wissen aber, dass wir ihm gleichgestaltet sein werden, wenn er offenbar werden wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich, gleichwie auch Er rein ist“ (1 Johannes 3,2-3). Der Apostel Paulus sagte eben das in seinem Ermutigungsbrief an Timotheus: „Du aber, o Mensch Gottes, fliehe diese Dinge, jage aber nach Gerechtigkeit, Gottesfurcht, Glauben, Liebe, Geduld, Sanftmut! Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, zu dem du auch berufen bist und worüber du das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen abgelegt hast. Ich gebiete dir vor Gott… dass du das Gebot unbefleckt und untadelig bewahrst bis zur Erscheinung unseres Herrn Jesus Christus

Zu oft, wenn uns geboten wird, etwas zu tun, mag unser Fleisch in einer Weise reagieren, die uns der Freude beraubt, die eng mit Gehorsam verbunden sein sollte; oder vielleicht werden wir davon abgehalten, in unserem Denken froh zu sein, was sich dann in unserem Leben auswirkt. Das könnte allermindestens zu einer nicht enthusiastischen Braut führen. Doch Jesus sagte „Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote…. Wer meine Gebote festhält und sie befolgt, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren“ (Johannes 14,15.21). Überdies verdunkelt eine falsche Sicht dessen, was wir nach Gottes Willen tun sollen, das, was Er uns durch unser Leben in Christus verfügbar gemacht hat. Nichts sollte uns unserer Freude im Dienst für den Herrn berauben. Petrus macht das ziemlich deutlich: „Dann werdet ihr frohlocken, die ihr jetzt eine kurze Zeit, wenn es sein muss, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, damit die Bewährung eures Glaubens (der viel kostbarer ist als das vergängliche Gold, das doch durchs Feuer erprobt wird) Lob, Ehre und Herrlichkeit zur Folge habe bei der Offenbarung Jesu Christi. Ihn liebt ihr, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt; an ihn glaubt ihr, obgleich ihr ihn jetzt nicht seht, und über ihn freut ihr euch mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, wenn ihr das Endziel eures Glaubens davontragt, die Errettung der Seelen“ (1 Petrus 1,6-9)

Jeder von uns muss diese lebenswichtige Frage über seine eigene bräutliche Vorbereitung beantworten: Wie sehr frohlocken wir mit „unaussprechlicher Freude“? Geschieht das meistens? Wenn es daran fehlt, liegt es nicht am Herrn: „ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es im Überfluss haben“ (Johannes 10,10). Es gibt keine Aufgabe, keinen Umstand, keine Bedingung, kein Problem, kein Ereignis, keine Person (außer uns selbst!), die uns der Freude berauben kann, die wir in Christus haben, besonders wenn wir daran denken, dass „weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges… uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn“ (Römer 8,38-39). Dann können wir freudig die vorbereitenden Werke tun, „die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen“ (Epheser 2,10).

„Aber Tom, sie haben keine Vorstellung davon, was ich durchmache!“ Das ist richtig, aber weder bin ich blind für solche Sachen in meinem eigenen Leben, noch beim Tribut der Probleme in unserer Welt, die immer noch unter dem Fluch der Sünde taumelt. Dennoch hat Gott durch das alles einen Weg für uns gemacht: „Freut euch und frohlockt, denn euer Lohn ist groß im Himmel; denn ebenso haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch gewesen sind“ (Matthäus 5,12). Legte Paulus die Korinther rein, als er schrieb, „ich fließe über von Freude bei all unserer Bedrängnis“ (2 Korinther 7,4)? Kaum! Er ermutigt uns weiter mit seinem Gebet und Ermahnung an die Kolosser: „Deshalb hören wir auch seit dem Tag, da wir es vernommen haben, nicht auf, für euch zu beten und zu bitten, dass ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis seines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht, damit ihr des Herrn würdig wandelt und ihm in allem wohlgefällig seid: in jedem guten Werk fruchtbar und in der Erkenntnis Gottes wachsend, mit aller Kraft gestärkt gemäß der Macht seiner Herrlichkeit zu allem standhaften Ausharren und aller Langmut, mit Freuden“ (1,9-11). Dieses Gebet ist Gottes Versprechen. Es mag nicht immer unsere Erfahrung sein, aber es ist Gottes Wort und Seine Wahrheit: „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen“ (Matthäus 24,35; Markus 13,31; Lukas 21,33).

Dave Hunt schreibt:

Wir haben eine himmlische Berufung“ (Hebräer 1,3). Wir sind „gesegnet… mit jedem geistlichen Segen in den himmlischen [Regionen] in Christus“ (Epheser 1,3); und im Himmel hat Gott „ein unvergängliches und unbeflecktes und unverwelkliches Erbe“ (1 Petrus 1,4) für uns aufbewahrt. Unsere Hoffnung ist in der Tat im Himmel aufbewahrt (Kolosser 1,5), wo unsere Namen geschrieben sind (Lukas 10,20). Kein Wunder also, dass unsere Auferstehungsleiber „geistlich“ (1 Korinther 15,44) und „himmlisch“ (Vers 49; 2 Korinther 5,2) sind, geeignet für das Leben in der Gegenwart Gottes.

Die Freude im Himmel wird ewig so groß sein, dass wir neue und verherrlichte Leiber benötigen, um sie wertzuschätzen und auszudrücken. Der Himmel wird oft als ein ernster und feierlicher Ort von Prunk und Etikette angesehen. Wir vergessen, was David wusste: „Fülle von Freuden ist vor deinem Angesicht, Lieblichkeiten in deiner Rechten immerdar“ (Psalm 16,11 UELB 1905).

Christus erduldete das Kreuz „um der vor ihm liegenden Freude willen“ (Hebräer 12,2), eine Freude, die Er mit uns im Himmel teilen wollte. [Dave Hunt, When Will Jesus Come?, Harvest House, 1993]

Aufgewachsen als Katholik, was eine beständige und irgendwie eingehende katholische Erziehung mit sich brachte, wurde mir nie beigebracht, ich sei die „Braut Christi“; das war den Nonnen vorbehalten. Auch wurde mir nicht beigebracht, Jesus würde zurückkommen, um mich in den Himmel zu holen. Wer in den Gemeinden aufgezogen wurde, die sich nachdrücklich an die reformierten Lehren halten, würde sehr wahrscheinlich so wie ich uninformiert sein und vielleicht sogar der Lehre ablehnend gegenüberstehen, Christus kehre zurück, um Seine Braut hoch in den Himmel zu holen. Obgleich die Reformatoren das falsche Evangelium von Rom ablehnten, behielten sie einiges aus seinem Gepäck bei, wie die Kindertaufe und besonders seine eschatologische Lehre des Amillenialismus, welche die Rückkehr von Jesus für Seine Braut praktisch aufgibt. Die traurige Ironie hier ist, dass der Ruf der Reformation Sola Scriptura war, was die Bibel zur einzigen Autorität des Gläubigen in Sachen des Glaubens und der Handlungsweise macht.

Lehrt die Bibel tatsächlich die Rückkehr von Jesus, um Seine Braut weg zu nehmen und sie für die Hochzeit und das Fest, das Er vorbereitet hat, in den Himmel zu holen? Oder ist dies, wie die Kritiker zur Last legen, die Täuschung, der ein Anglo-Ire aus dem 19. Jahrhundert, namens John Nelson Darby, Vorschub leistete. Darby behauptet, die Lehre käme aus der Schrift (siehe For Zion's Sake, angeboten von TBC). Die Kritiker und Spötter dieser Lehre sagen sogar in unseren Tagen Nein dazu. Abgesehen von Darby (obgleich ich glaube, wir schulden ihm großen Dank für die Ermutigung der Gemeinde, herauszufinden, was die Schrift uns über diese Sache mitteilt), lasst uns als Beröer „in der Schrift suchen“, um zu schauen, ob es sich so verhalte.

Wie am Anfang des Artikels gesagt, verkündete Jesus Seinen Jüngern, Er würde weggehen, um für Sie eine Stätte zu bereiten, und sagte, Er würde wieder kommen. Der metaphorische Kontext lief deutlich auf eine Hochzeit hinaus. Wie mag dies geschehen? „Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune; denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden“ (1 Korinther 15,51-52). „Denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrigbleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft, und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit. So tröstet nun einander mit diesen Worten“ (1 Thessalonicher 4,16-18)

Trösten Sie diese Worte? Ich hoffe es, denn dies ist unsere „gesegnete Hoffnung“, die ewige Realität, „ewig beim Herrn zu sein“! Oder sind sie abgelenkt, indem sie sich auf eine erdgebundene, zeitliche Täuschung konzentrieren, die dazu führt, dass sie die großartige Wahrheit verpassen, dass ihr ewiges Bürgerrecht „aber ist im Himmel, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus erwarten als den Retter“ (Philipper 3,20)? Unser Gebet lautet, dass wir alle jene Braut sein mögen, die aufgeregt, erwartungsvoll Ausschau hält, „indem wir die glückselige Hoffnung erwarten und die Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Retters Jesus Christus“ (Titus 2,13). Wir müssen auf die Worte unseres wunderbaren Bräutigams achtgeben: „Eure Lenden sollen umgürtet sein und eure Lichter brennend; und seid Menschen gleich, die ihren Herrn erwarten…. Glückselig sind jene Knechte, welche der Herr, wenn er kommt, wachend finden wird.... Darum seid auch ihr bereit! Denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint“ (Lukas 12,35-37.40). TBC

Zitate

Liebe in Füßen mit Sandalen

Liebe brach in Raum und Zeit und Geschichte ein
Hing die Sterne an ihre Stelle, erniedrigte einen Menschen – Oh Geheimnis!
Wählte keinen Palast, sondern einen Stall für seine niedrige Geburt:
Liebe in Füßen mit Sandalen war gekommen um auf dieser Erde zu wandeln.

Seltsame Worte wurden von einem bärtigen Juden gesprochen:
„Behandelt andere so, wie ihr von ihnen behandelt werden wollt.
Liebt eure Feinde; und ihr müsst wiedergeboren werden.“
Liebe in Füßen mit Sandalen war gekommen, um mit Menschen zu reden

Liebe in Füßen mit Sandalen, verschwitzte, schmutzige Füße,
Gott und Mensch konnten sich endlich begegnen,
Nachdem sie so lange, so sehr lange getrennt waren.
Müde Beine, ein klopfendes menschliches Herz,
Taumeln einen einsamen Hügel hinauf um zu sterben.
Geschlagene Nägel und bebendes Fleisch – ein Ruf!
„Vergib ihnen, Vater, keiner versteht.“
Liebe in von Nägeln durchdrungenen Füßen und blutende, ausgestreckte Hände.

Jene, die in Furcht flohen, kehrten zurück zu sagen, „Er lebt!“
Millionen hören, empfangen das Leben und den Frieden, den er gewährt.
Hass wird in Liebe verwandelt und Feinde in Brüder -
Liebe in Füßen mit Sandalen lebt nun in vielen anderen

--Dave Hunt

F & A

Frage: Nahm Gott den freien Willen des Pharao weg, als Er „das Herz Pharaos verstockte“ (2 Mose 10,1-2)? Welche Verse weisen auf den freien Willen in der Bibel hin?

Antwort: Nach Adam Clarkes Kommentar bedeutet das hebräische Wort, das als verstockt übersetzt wurde, „wörtlich, zu stärken, bestätigen, unerschrocken oder mutig machen“. Eine Illustration, die man üblicherweise gebraucht ist die eines in der Hand ausgedrückten Schwammes (hart gemacht). Alles, was aus dem ausgedrückten Schwamm herauskommt, war bereits drin. Als Gott Pharaos Herz „verstockte“, trieb er das hinaus, was bereits dort war, indem er die eigenen Überzeugungen des Pharaos stärkte.

Die Bibel lehrt, dass Gott jeden zur Rettung ausgewählt (vorherbestimmt) hat, „der ihn fürchtet und Gerechtigkeit übt“ (Apostelgeschichte 10,34-35). Nach Epheser 2,10 muss man Gott fürchten (gerettet sein), bevor er Gerechtigkeit bewirken kann, wobei die Werke selbst vorherbestimmt sind. Lange vor der Erschaffung des Menschen, bestimmte Gott vorher, dass die Menschen „in Christus“ (Epheser 1,3-4.7-12) gerettet sein würden. Der Herr Gott „bestimmte vorher“ Seinen Plan für die Erlösung des Menschen (Epheser 3,10-11).

Gott hat auch zugestanden, dass der Mensch einen freien Willen haben soll, was schlicht die Fähigkeit und Verantwortlichkeit ist, sich zum Gehorsam für Ihn zu entscheiden (1 Mose 3,1-6; Josua 24,15; Matthäus 11,28; Johannes 3,16). Wie wir in früheren F&A bemerkt haben, wäre es unmöglich, „…so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt“ (Josua 24,15) umzusetzen, wenn keine moralische Reaktion seitens des Menschen möglich wäre. Jakobus 4,17 belehrt uns, „Wer nun Gutes zu tun weiß und es nicht tut, für den ist es Sünde“. Dieser Vers erkennt die Verantwortlichkeit auf Grundlage der Fähigkeit an, Gutes oder Böses zu tun. Nochmals, wenn es keine Möglichkeit gäbe, diese Wahl zu treffen, dann wäre dieser Vers auch bedeutungslos.

Das von einigen Kalvinisten vorgebrachte Argument besteht darin, irgendeinen Anteil an „Fähigkeit“ (d.h. „freiem Willen“) im Menschen anzuerkennen hieße, Raum fürs Prahlen zu geben. Der erschöpfte, ertrinkende Mensch, der die Stimme der Bootsinsassen hört, laut ruft „rettet mich“, und dann den starken Armen seiner Retter erlaubt, ihn ins Bott zu ziehen, hat bestimmt nichts zu seiner Rettung beigetragen. Doch wir wissen, dass manche Ertrinkende ihre Retter in ihrer unvernünftigen Panik wegstoßen. In jedem Fall treffen beide eine Wahl, aber keiner hat einen Grund zum Prahlen. Im Himmel gibt es für ein wiedergeborenes Herz und Geist keinen Raum für ein gedachtes Prahlen, wenn man schlicht die eigene Unfähigkeit anerkennt, sich zu retten und dann die nachfolgendende Rettung nicht stört.

Schließlich ist Gott bestimmt souverän, aber wir dürfen die klare Verantwortung des Menschen nicht abstreiten, ungeachtet der menschlichen Unfähigkeit, diese Unterschiede voll zu verstehen.

Frage: Woher kam das Konzept, Gott würde den Gläubigen den Wohlstand der Bösen geben“? Die Financial K.E.Y.S. Konferenzen sagen den Leuten, wie sie ihren Teil am Wohlstand gewinnen können. Als Sprecher traten Bruce Cook, Lance Wallnau, Os Hillman, Cindy Jacobs, Rick Joyner und C. Peter Wagner auf. Der Name der Konferenz – Financial K.E.Y.S. – bezieht sich auf die Lehre, Geld sei der Schlüssel zur globalen Umwandlung und Errichtung von Gottes Reich auf Erden.

Antwort: Erster Timotheus 6,10 sagt uns, „Denn die Geldgier ist eine Wurzel alles Bösen; etliche, die sich ihr hingegeben haben, sind vom Glauben abgeirrt und haben sich selbst viel Schmerzen verursacht“. Die Geldliebe wird in Mind Science Lehren zu oft als Motivation verwendet, was die Wortglaubenslehre und die Neue Apostolische Reformation (NAR) beeinflusst hat. Eine Financial K.E.Y.S. Konferenz fand vom 16-19 Februar 2010 statt, bei der Gläubige erfuhren, wie der Wohlstand der Bösen auf übernatürliche Weise ihnen übertragen würde. Beachten sie folgende Kommentare vom NAR „Apostel“ C. Peter Wagner:

Wenn sie in der Geschichte der Menschen schauen, werden sie herausfinden, dass drei Dinge, mehr als alles andere, eine gesellschaftliche Veränderung bewirkt haben: Gewalt, Wissen und Wohlstand – und das größte von ihnen ist Wohlstand! (Dominion! How Kingdom Action Can Change the World)

Es ist lehrreich, dass jemand, der sich als ein „Apostel“ ausgibt, nicht in der Lage ist, das Evangelium als „die größte Sache“ anzusehen, die gesellschaftliche Veränderung bewirkt hat! Jesus verkündete in Lukas 4,18: „Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden; er hat mich gesandt, zu heilen, die zerbrochenen Herzens sind, Gefangenen Befreiung zu verkünden und den Blinden, dass sie wieder sehend werden, Zerschlagene in Freiheit zu setzen.“

Wagner fährt fort:

Sie werden keine traditionellen Finanzplaner sein, die mit einem jährlichen Ertrag von 5 bis 20 Prozent oder so zufrieden sind…. Ich habe Vertrauen, wir werden sehen, wie der biblischen Standard von 100 Prozent Ertrag oder mehr zur Norm wird. (S. 196)

Sprüche 13,22 ist „der Vers“ für Wagner und andere, welche diese Theologie unterstützen. Sie zitieren jedoch selektiv „das Vermögen des Sünders aber wird für den Gerechten aufbewahrt“. Beröer, die Wagner überprüfen, werden herausfinden, dass er die erste Hälfte des Verses weggelassen hat. Der ganze Vers lautet wie folgt: „Was ein guter Mensch hinterlässt, geht über auf Kindeskinder, das Vermögen des Sünders aber wird für den Gerechten aufbewahrt“.

Das ist keine übernatürliche Übertragung von Wohlstand. Es ist eine Ermahnung zur Sorgfalt. Durch sorgfältiges Verwalteramt segnet der Herr das Werk der Gerechten und sie speichern ein Erbe auf. In diesem Zusammenhang verschwendet der Sünder sein Geld, was in der Vorhersehung Gottes in der Hand der Gerechten enden kann. Die Schrift sagt uns, dass es nichts Neues unter der Sonne gibt (Prediger 1,9). Die von den Financial K.E.Y.S. Konferenzen unterstützten Konzepte gibt es solange wie menschliche Gier und Habsucht.

Frage: Wie können sie angesichts der katastrophalen Zerstörung in Japan so sicher sein, dass extremes Wetter, Erdbeben, Tiersterben und sogar Nuklearkatastrophen nichts mit göttlichem Gericht zu tun haben [TBC März 2011]? Wirkte Gott nicht „Zeichen und Wunder“ auf der Erde als ein Mittel, um Israel wie auch Ägypten und andere heidnische Nationen zu richten? Da er sich nie verändert, warum sollte Gott die „Natur“ heute nicht auf diese Weise gebrauchen?

Antwort: Ohne Zweifel kann Gott auf wunderbare Weise in unsere Welt heute eingreifen und er tut es auch. Überdies ist sein früheres Gericht über Israel, Ägypten und andere Volksgruppen (wie Sodom und Gomorra) weiterhin lehrreich für moderne Generationen. Die Schrift sagt tatsächlich, diese Dinge seien ein „warnendes Beispiel“ (2 Petrus 2,6). Um unserem Schöpfer Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, diese katastrophalen Gerichte waren jedoch die direkte Erfüllung göttlicher „wenn… dann“ Aussagen. Obgleich dieses Prinzip auch heute noch gültig ist, steht es im Zusammenhang mit Gottes großer Barmherzigkeit, durch das Opfer von Jesus Christus.

Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. (Johannes 3,17)

Dies gegenwärtige Zeitalter der Gnade lässt jedoch die Menschheit nicht vom Haken: „Irrt euch nicht: Gott lässt sich nicht spotten! Denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten“ (Galater 6,7). In vielen Fällen kann es eine direkte, sofortige Strafe für Sünde geben – wie veranschaulicht zum Beispiel an sexuell übertragbaren Krankheiten, die nach Römer 1,27 ein „verdienter Lohn ihrer Verirrung an sich selbst“ ist.

„Wie lange noch Herr?“ ist ein zunehmend verbreiteter Ruf, wenn Gläubige den heutigen Wohlstand der Bösen miterleben. Aber wie der Herr einem gedemütigten und reuigen Asaph enthüllte (Psalm 73), wird dieses endgültige Gericht gewiss und rasch kommen – und noch ist es zukünftig.

In derselben Weise steht die gegenwärtige Erde in der Tat als ein Ergebnis des Sündenfalls unter dem „Gericht“: „Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung mitseufzt und mit in Wehen liegt bis jetzt“ (Römer 8,22). Manche dieser Wehen umfassen „Natur“ Katastrophen wie Erdbeben und Tsunamis, die oft weiteren Tod und Verwüstung anrichten, wie durch die tragische Kernkraftwerkskatastrophe in Japan veranschaulicht.

In diesem Zeitalter ist die Annahme jedoch falsch, all diese seien offenkundige „Handlungen Gottes“, wie es der übliche Versicherungsbegriff nahelegt. Vielmehr sollte es deutlich sein, dass das meiste als das natürliche Ergebnis von Entropie (Sünde / Tod / Zerfall) verstanden werden kann, die durch den Sündenfall in Bewegung gesetzt wurde. Überdies können diese „Natur“ Katastrophen, wie früher diskutiert, in großem Maße durch die Sünde der Menschheit verschlimmert werden, durch Massenvernichtungswaffen und tödliche Technologien – was konventionelle, nukleare, biochemische und elektromagnetische einschließt.

Seit dem Auftreten der Atombombe haben viele angesehene Prophetie Lehrer in der Tat spekuliert, dass die Bibel einen künftigen Atomkrieg als Teil des Ausgießens des Zornes Gottes beschreiben mag, am „großen und schrecklichen Tag des Herrn“. Obgleich dies im Rahmen der Schrift gewiss möglich ist, ist es auch wichtig zu vermerken, dass keine solche Waffe benötigt wurde, um Gottes göttliches Gericht bei der Flut und bei der Zerstörung von Sodom und Gomorra zu bewerkstelligen.

Wir wissen mit Gewissheit, dass Gott ein äußerst gerechter Gott ist. Er ist nicht der Verursacher von Verwirrung und Sünde. Wir wissen auch, dass sowohl die Gerechten wie die Bösen zu verschiedenen Zeiten durch Umstände und Bedingungen auf der Erde gesegnet und verflucht sind, und dass der Heilige Geist die Kräfte der Dunkelheit in dieser Welt zurückhält. Deshalb ist es naheliegend, dass das Böse – einschließlich der direkten und indirekten Folgen der Sünde – obgleich von Gott geduldet, nicht von Ihm verursacht wird. Satan, der kommt um „zu stehlen, zu töten und zu zerstören“, verschlimmert die Probleme der Menschheit. Es ist der „Große Drache“, der „die Erde durchstreift, um zu sehen, wen er verschlingen kann“, nicht Gott.

Der Bericht über Hiob illustriert dies natürlich anschaulich und dokumentiert, dass der atmosphärische Bereich der Erde, einschließlich seiner physikalischen Eigenschaften, durchaus von Satan manipuliert werden kann. Wenn Gläubige dennoch durch Kräfte außerhalb ihrer Kontrolle nachteilig getroffen wurden, haben sogar diese die Verheißung, zum Besten zu dienen (Römer 8,28) und setzen Gottes souveräne Kontrolle keineswegs aufs Spiel.

Jesus warnte die Jünger vor „Kriegen und Kriegsgerüchten“ und die meisten werden zustimmen, dass diese die Ergebnisse von Konflikten sind, die von Menschen verursacht wurden. Bei Hungersnöten und Seuchen jedoch wurde es dem Menschen erst in jüngerer Zeit möglich, Technologien zu entwickeln, die nicht nur das Wetter beeinflussen (zum Nutzen oder Schaden für Ernten), sondern auch das Potential haben, schreckliches Massensterben durch biologische Kriegsführung zu verursachen. (Könnte das zunehmende Experimentieren des Menschen mit und die Industrialisierung von biochemischen Stoffen eine mögliche Ursache so vieler „unerklärter“ Krankheitssymptome heute sein?) Die schlechte Verwaltung der wertvollsten natürlichen Ressource der Erde durch den Menschen – sauberes Wasser – stellt außerdem eine zunehmend wachsende Sorge hinsichtlich Dürre, Hungersnot und Krankheit dar.

Überdies ist die Fähigkeit moderner Wissenschaft, mit den heiligen Bausteinen des Lebens (tierische, pflanzliche und menschliche DNS) „Gott zu spielen“, eine sehr moderne Errungenschaft auf der Zeitachse der Geschichte – was auch erklären mag, warum bestimmte „Zeitzeichen“, vor denen Jesus warnte, heute in zunehmendem Maße offenbar werden. Es ist jedoch wichtig, zu vermerken, dass die Schrift keines dieser Zeichen Gott zuschreibt. „Moment mal!“ wird mancher fragen. „Was ist mit Erdbeben, Vulkanen, Überschwemmungen und Hurrikanen?“

Genauso wie die mächtigsten Männer der Welt versuchen, sich die Atomkraft nutzbar zu machen – sowohl wegen ihres profitablen Energiepotentials wie auch wegen ihrer unglaublichen, zerstörerischen Kraft – versuchen sie auch, die Erdatmosphäre und Ionosphäre zu manipulieren. Viele Wissenschaftler glauben, dass das elektromagnetische Spektrum der Erde eine Schlüsselrolle für den unbegrenzten Wohlstand der Menschheit spielt, indem man geophysikalische Ereignisse wie das Wetter „lenkt“. Andere weisen auf die Möglichkeit hin, diese Technologien als „Waffen einzusetzen“, die laut manchen Wissenschaftlern dafür verwendet werden können, das Klima zu zerstören und katastrophale, seismische Ereignisse auszulösen.

1997 räumte William Cohen, Verteidigungsminister unter Präsident Bill Clinton, in einem Interview ein:

Manche Länder… lassen sich… auf eine Art von Ökoterrorismus ein, bei dem sie durch Einsatz von elektromagnetischen Wellen aus der Ferne das Klima ändern, und Erdbeben sowie Vulkane auslösen können. Es gibt eine Vielzahl erfinderischer Menschen da draußen, die dabei sind, Wege zu finden, mit denen sie andere Nationen terrorisieren können. Es ist Realität (Link).

Klingt das wie weilt hergeholte Science Fiction? Das war auch mit der Atombombe vor 1945 so. Zurzeit weist eine große Menge an Beweisen darauf hin, dass diese Technologie nicht nur vorhanden ist, sondern dass damit auch seit einiger Zeit „herumexperimentiert“ wird. Sollte dies uns heute wirklich überraschen, da unsere Gesellschaft mit Laserstrahlgeschwindigkeit in die Endzeit rast?

Denken sie daran, dass neben der Rebellion einer der Hauptgründe für Gottes Sprachenverwirrung beim Turm zu Babel die Sorge war, „Und jetzt wird sie nichts davor zurückhalten, das zu tun, was sie sich vorgenommen haben“ (1 Mose 11,6b). Dave Hunt wies 1998 auf eine Anzeige der Lockheed Corporation im Scientific American hin, die jubelnd verkündete, sie würde „die Auswirkung von Babel rückgängig machen“.

In Anbetracht der Tatsache, dass die Schrift uns unmissverständlich mitteilt, dass in der Endzeit „die Erkenntnis zunehmen wird“, ist es dann ein Wunder, dass die Wissenschaft einmal mehr den Menschen für göttlich erklären wird? Und dass er durch dämonisch inspirierte Verwendung von Technologie nun Frankenstein artige Macht erwerben wird, um Leben zu „erschaffen“ und zu kontrollieren – was wieder einmal zu seiner endgültigen Verworfenheit und möglichen Zerstörung führen wird?

Die erschreckende Manipulation von erschaffener Materie und Energie spielt zweifellos eine Rolle in den Zeichen dieser zunehmend gefährlichen Zeiten – aber sogar die „Könige der Erde“, die an der Erfüllung ihres „erleuchteten“ Gesamtplans arbeiten, werden eines Tages, im vergeblichen Versuch, sich vor Gott zu verbergen, angstvoll in ihre unterirdischen Bunker und Laboratorien fliehen (Offenbarung 6,15-17).

Obgleich die Schrift die prophetischen Zeichen (Matthäus 24 usw.) vorhersagt, die heute vermehrt eintreffen, sind sie schließlich nicht notwendigerweise direkte Handlungen göttlichen Gerichts. Lehrmäßig versteht man sie am besten eher als Ereignisse, die Gott zulässt, als sie zu verursachen, weil Er in Liebe abwartet.

Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verlorengehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe.

Alarmierende Nachrichten

Ökumenischer Abfall

The Christian Post, 10.03.2011, Amerikanische Evangelikale, Mormonen suchen nach Gemeinsamkeiten [Auszüge] – Eine Gruppe prominenter Evangelikaler traf sich mit einem Mormonenführer [März 2011] in Salt Lake City, Utah, um in einem Dialog den jeweilig anderen Glauben besser zu verstehen. [Dazu gehörten]: Leith Anderson, Präsident der Nationalen Vereinigung der Evangelikalen, Richard Mouw, Präsident vom Fuller Theological Seminary, Craig Williford, Präsident der Trinity International University; und David Neff, Chefherausgeber von Christianity Today.

Wir hoffen, diese Zeit des Dialoges mit LDS Führern wird unser Verständnis des Mormonenglauben vertiefen und zum weitergehenden Werk der Evangelikalen in Utah beitragen“, sagte Leith Anderson, NAE Präsident. „Christus und seinem Reich zuliebe suchen wir den biblischen Evangelikalismus denen gegenüber zu vertreten, die nicht hören oder wissen wollen. Wir schauen auch bei Fragen, wo wir zusammenarbeiten können, nach Gemeinsamkeiten.“

Das Treffen zwischen evangelikalen Persönlichkeiten und einem Führer der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (LDS) [fand] während eines halbjährlichen NAE Vorstandstreffen statt, [dessen] Mitglieder… die Chefs von 40 Denominationen… ein breites Spektrum evangelikaler Organisationen einschließen.

Galen Carey, Leiter für Regierungsangelegenheiten beim NAE machte in einem Email an The Christian Post deutlich, dass die NAE selbst nicht offiziell in den religiösen Dialog mit dem Mormonenführer verwickelt ist. Bloß einige Mitglieder der Organisation werden an den gesonderten Gesprächen teilnehmen, erklärte er.

Dies ist [jedoch] das erste Mal, dass ein NAE Vorstandstreffen in Utah stattfindet, wo etwa 60 Prozent der Bevölkerung Mitglieder der LDS Kirche sind.

[TBC: Einige glauben, dieses Treffen mag zum Teil einberufen worden sein, um die evangelikale Unterstützung für Mitt Romney, dem potentiellen mormonischen Präsidentschaftskandidaten der Republikaner, abzuschätzen, dessen Nominierung unzweifelhaft die Stimme der konservativen TEA Partyikone Glenn Beck haben würde (auch ein bekennender Mormone, der von vielen Evangelikalen als „Christ“ eingestuft wird).

Tragischerweise hat der Pragmatismus in der konservativen Politik zu oft über die Warnungen und Gebote von Gottes Wort triumphiert: „Zieht nicht in einem fremden Joch mit Ungläubigen! Denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen? Und was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis?“ (2 Korinther 6,14). Evangelikale, die darauf erpicht sind, Mormonen als politische Verbündete anzunehmen, würden besser die Schriften befolgen: „Wehe denen, die nach Ägypten hinabziehen, um Hilfe [zu suchen], und sich auf Pferde verlassen und auf Streitwagen vertrauen, weil es so viele sind, und auf Reiter, weil sie sehr stark sind, aber auf den Heiligen Israels nicht schauen und den HERRN nicht suchen!“ (Jesaja 31,1)]

Kriege und Kriegsgerüchte

Reuters, 15.3.2011; Israel beschlagnahmt Schiff mit iranischen Waffen für Gaza [Auszug] – Israelische Marinekommandos beschlagnahmten am Dienstag ein Frachtschiff im Mittelmeer, das laut Premierminister Benjamin Netanjahu Waffen iranischer Herkunft transportierte, die für palästinensische Kämpfer im Gazastreifen gedacht waren.

Eine Militärsprecherin sagte, israelische Streitkräfte stießen auf keinen Widerstand, als sie das in deutschem Besitz befindliche Schiff „Viktoria“ etwa 200 Meilen entfernt von Israel aufbrachten und es in den israelischen Hafen Aschdod brachten.

Israel hält eine Land- und Seeblockade des Gazastreifens aufrecht, einer Küstenenklave, die von der Hamas kontrolliert wird, einer islamistischen Bewegung, die dem Frieden mit dem jüdischen Staat feindlich gegenübersteht.

Das Militär sagte, das Schiff sei vom syrischen Hafen Latakia ausgelaufen und habe in Mersin, Türkei Halt gemacht, bevor es in Richtung Alexandria in Ägypten aufgebrochen war. Die Türkei sei in den Waffentransport nicht verwickelt, sagte das Militär.

Die Palästinenser verwenden ein Tunnelnetzwerk, um Waffen und andere Güter aus Ägypten in den Gazastreifen zu schmuggeln.

Netanjahu sagte, er habe persönlich die Operation genehmigt, die, so sagte er den Reportern, „auf hoher See in Einklang mit internationalem Recht“ ausgeführt wurde.

Viele Waffen wurden an Bord gefunden, die für terroristische Kräfte im Herzen Gazas gedacht waren“, sagte Netanjahu. „Die Waffen stammen aus dem Iran.“

Über die israelischen Anschuldigungen gefragt, es habe iranische Waffen auf dem Schiff beschlagnahmt, sagte Ramin Mehmanparast, Sprecher des iranischen Außenministeriums: „Trauen sie keinen israelischen Medienberichten. Es gibt keine solche Sache. Wir bestätigen es überhaupt nicht.“

Ein israelischer Militärsprecher sagte, eine anfängliche Suche führte zu drei Containern voll mit Waffen und die weitere Ladung würde untersucht werden, sobald das Schiff Israel erreicht habe.

Fans schwelgen in Rob Bells neuster Häresie

Huffington Post, 15.3.2011: Der Häretische Rob Bell und Warum Liebe Gewinnt [Auszüge] – Rob Bell ist ein Häretiker. Und das sind sie auch. Aber das ist die gute Nachricht.

Es ist auch Teil der Botschaft in Bells neuem Buch, Love Wins: A Book About Heaven, Hell and the Fate of Every Person Who Ever Lived (Liebe gewinnt: Ein Buch über Himmel, Hölle und das Schicksal jeder Person, die je lebte), worin Bell, 40, Pastor der 10.000 Mitglieder starken Mars Hill Gemeinde in Grandville Michigan, nochmals das traditionelle Verständnis des Christentums vom Leben, der Errettung und was geschieht, nachdem wir sterben, prüft.

Während Bell sich kaum daran ergötzt, ein „Häretiker“ genannt zu werden, ist das Etikett auch nicht ganz falsch.

„Seine Wurzeln bestehen in dem griechischen Wort hairetikos, was bedeutet, ‚in der Lage sein auszuwählen‘…. Jeder wird gezwungen an eine bestimmte Sache zu glauben oder zu denken oder sie anzuerkennen, aber es gibt jene, die in der Lage sind, sich zu entscheiden – wie furchteinflößend ist das?“ sagte Bell lachend.

Eigentlich sind wir alle Häretiker, weil wir in der Lage sind, eine Entscheidung zu treffen.

„Einer der tödlichsten Aspekte dieses Wortes – Häretiker – liegt darin, dass es Diskussionen beendet…“, sagte Bell. „Und deshalb halte ich es für so gefährlich. Es beendet Diskussionen und es hält Hände mit Gewalt.“

Bell schrieb Love Wins nicht für seine Kritiker. „Ich schrieb es für Leute, die Durst haben“, sagte er.

Gott stellte Bell an seinen Platz, um den Leuten zu sagen – mit allen erforderlichen Mitteln – wie sehr Gott sie liebt. Und dass es nichts gibt, was sie tun können, wodurch Gott sie mehr oder weniger liebt. Das ist die „Gute Nachricht“ von Jesus.

Für zu viele Leute jedoch ist die angeblich gute Nachricht tatsächlich eine hässliche Wahrheit. Sie hören, dass Gott voll Gnade und bedingungsloser Liebe ist, ein Gott von endlosen zweiten Chancen, unendlich geduldig. Aber dann hören sie, dass Gottes Gnade, Liebe und Geduld beim Tode erlischt. „Zu spät“, wird ihnen gesagt. „Du hattest deine Chance.“ Diese schizophrene Vorstellung von Gott ist schlicht unhaltbar, sagt Bell.

Das ist psychologisch unerträglich. Keine Psyche kann das handhaben“, sagte er. „Es ist verheerend.“

Das ist auch toxisch und eine Lüge. Die Gute Nachricht, beharrt Bell, ist besser als das.

„Wenn wir die Freiheit haben, uns jetzt für diese Dinge zu entscheiden, die uns anzubieten und zu zeigen Jesus kam, dann nehme ich an, können sie weiterhin eine Auswahl zwischen diesen Realitäten treffen, wenn sie sterben, weil Liebe die Fähigkeit des menschlichen Herzens, sich zu entscheiden, nicht hinzuwählen kann“, sagte Bell. „Aber nachdem sie sterben, sind wir bestimmt im Bereich der Spekulation.“

[TBC: In der Tat macht Rob Bell eine tödliche Annahme, dass man nach dem Leben auf der Erde „eine Realität auswählen kann“. Diesbezüglich lässt Gottes Wort keinen Raum für Spekulation: „Und so gewiss es den Menschen bestimmt ist, {einmal} zu sterben, danach aber das Gericht“ (Hebräer 9,27). Tragischerweise wird Bells „Fähigkeit, eine Wahl zu treffen“, alle diejenigen, die ihre Hoffnung und Vertrauen auf diese Täuschung setzen, zu ihrem zweiten Tod führen (Sprüche 14,12).]

Briefe

Liebes TBC,

Durch Dave und Toms viele Radiodiskussionen wie auch all die CDs und Bücher, usw. bin ich in meinem Verständnis von und Vertrauen auf Gottes Wort gewachsen…. Als ich brandneuer Christ war, war Seduction of Christianity auch brandneu, ganz frisch von der Druckpresse. Ich las das Buch und werde für immer dankbar sein für die „Warnungen“ über die vielen falschen Wege, die ich kommen sehen würde. Dieses Buch hat mir viel Zeit gespart, mich über diese falschen Lehren zu wundern und sie zu überprüfen, als sie aufkamen. Fünfundzwanzig Jahre später sind wir nun hier. Es ist bedrückend, dass so viele Christen einfach nicht interessiert sind zu wissen, was es mit abgefallenen Lehren so auf sich hat. Man wird sehr einsam. Danke ihnen, Dave und Tom (meine Mentoren), all die Jahre mit der Wahrheit fortzufahren. BC (CA)

Dave Hunt,

warum gehen Sie nicht einfach in den Ruhestand und lassen einige jüngere Leute rein, um mit den relevanten Streitfragen umzugehen. Psychologie? Wirklich? Ich erinnere mich, als ich jung war, beschwerten sich Leute wie Sie und brachten dieselben Argumente vor. Die Pastoren haben aufgehört, Lehre zu predigen. Und die Lehre, auf die sie sich konzentrieren, ist ein falsches Evangelium, das man in der Dispensationalistischen Theologie findet. Wie wär’s damit, über die Ungerechtigkeit zu reden, die Israel den Palästinensern zufügt? TR (Email)

Lieber Mr. Hunt,

Ich haben [Ihnen zuvor] aus Rumänien geschrieben, um Ihnen für Ihre gesegnete harte Arbeit zu gratulieren. Ich schreibe Ihnen jetzt, weil ich Ihnen für die ernsthaften und tiefschürfenden Ideen über Dawkins und Harris danken möchte. Als ich über deren Ideen gelesen habe, konnte ich ihren „aggressiven“ Hass gegen Gott und Jesus nicht verstehen. Aber Ihre Artikel halfen mir sehr. Ich denke, diese Art von Leuten verwechseln Schöpfer und Schöpfung wirklich und verehren letztere, vielleicht aufgrund des Stolzes, den sie als Geschöpfe empfinden. PD (Rumänien)

Lieber Mr. McMahon,

Ich nehme Kontakt mit Ihnen auf bezüglich Ihrer Serie „Die Zeitliche Täuschung“ auf. Die Artikel waren voll von Gottes Wahrheit nach der Schrift…. Viele Namensgläubige sind gefangen im [Denken, dass das], was die Welt und die populären Prediger sagen, richtig ist, ohne Gottes Heiliges Wort zu prüfen. Sie laufen einer schnellen Lösung nach und denken, die Welt würde durch den „Menschen“ berichtigt. Wir, die wir die Schrift studieren wissen, dass nur „Gottes Plan“ für den Frieden funktionieren wird, nicht die Pläne des Menschen!... Egal, ein großartiger Artikel! Und Danke, dass Sie die Wahrheit in Liebe verteidigen…. FC (AZ, Gefangener)

Grüße an die Berean Call Belegschaft,

Den Berean Call Rundbrief erwarte ich jeden Monatsanfang sehnlichst…. Der Rundbrief ist Gottes Antwort auf mein Gebet: „Herr ich will Dich kennenlernen“, das ich betete, als ich 1996 gerettet wurde. Bis zu diesem Tag hatte ich absolut niemanden, an den ich mich wenden konnte, um mir zu helfen, Gott zu kennen. Ich hatte NIE die Bibel gelesen, aber hatte von den biblischen Geschichten über Jesus gehört…. Als Antwort auf meinen Ruf, führte Gott mich zu dem einzigen Dave Hunt Buch (Die Frau und das Tier) in einem [christlichen] Buchladen. Auf der Innenseite stand: „um den kostenlosen monatlichen Rundbrief des Autors zu erhalten….“ Ich schrieb und bat darum, ihn zu erhalten, und das war der Anfang einer beständigen Studie des Wortes Gottes. TS (IL)

Liebe Leser,

Sie sollen wissen, dass Daves und Ruths Tochter Janna zu ihrem liebenden Herrn und Retter, Jesus Christus, am Donnerstag, 10. März 2011, nach langem Kampf gegen den Krebs heimgerufen wurde

Dave und Ruth danken Ihnen allen für die vielen Gebete, die dargebracht wurden und glauben, dass sie nach Seiner perfekten Liebe beantwortet worden waren.

Bitte beten sie weiter für die beiden Teenager David, 17, und Viktoria, 15. Sie werden ihre Mutter sehr vermissen, wie auch Gary, ihr Mann.

TBC Notizen

Vor kurzem hielt ein Mann aus dem Ort, der TBCs Leihbücherei benutzte, die Tür für Dave und mich offen, als wir zu meinem Wagen gingen. Er wollte Dave gerne begrüßen, hielt sich aber zurück, als er ihn seine Gehhilfe mit größter Mühe führen sah. Er sagte mir später, er wäre Dave nie begegnet, obgleich er meinte, ihn persönlich von seinen Büchern zu kennen. Hier folgt seine Reflektion über diese Begegnung.

T. A. McMahon, Executive Director

Dave Begegnen

Langsam, ach so langsam, schlurfte er zur Tür,
Unterstützt durch seine Kollegen – vielleicht drei oder vier.

Schieben dann aufstützen, schieben dann aufstützen, eine „Gehhilfe“ half ihm.
Stärke und Kraft sind verebbt aus des großen Mannes Gliedern.

Ich kannte ihn von seinen Büchern, ich kannte einen Mann Gottes.
Ich wusste, wie Jeremias, so gingen Daves Warnungen ins Ausland.

Er kannte gut Gottes Heiliges Wort und somit kannte er auch
die falschen, verführerischen Lügen, die Satan gerne ausheckt.

Weit ist das Tor und breit der Pfad, der zur sicheren Zerstörung führt.
Dave gab sein Leben, um die Wahrheit für unsere klare Belehrung aufzuzeigen.

Per Definition ist das Tor der ökumenischen Weltbewegung weit.
Sie stellten das Kreuz Christi beiseite. Das hielten sie für eine Verbesserung.

Psychologie, positive Gedanken ersetzen Gottes eigenes Wort,
Obgleich weltlicher Ersatz für Christus einfach absurd ist.

So hat Dave sein Arbeitsleben verbracht, um uns vor diesen Dingen zu warnen;
Um uns helfen, zu sehen und die tödlichen Schlingen des Todes zu vermeiden.

Gott nur weiß, was Gutes aus Daves hingebungsvollem Geist gekommen ist.
Mit denen, die er berührte, bin ich sicher, werden die Himmelsstraßen gesäumt sein.

Aller Ruhm geht zu Jesus! Mit Engeln werden wir Gott preisen.
Mit Dave und Tom werden wir klatschen und singen und lächeln und nicken.

Ja ich erkenne ihn von seinem Foto, als er sich mit der Tür abmüht,
und jeden Kontakt der Gehhilfe mit dem Boden beobachtet.

Ich möchte ihn treffen, ihm die Hand geben. Was tat ich stattdessen?
Ich dachte, es sei das Beste, die Tür aufzuhalten, um seinen Durchgang zu erleichtern.

Ich werde ihm die Hand im Himmel geben. Wir werden vor dem Thron frohlocken.
An diesem Tag werden wir alle verbunden sein und niemand wird alleine sein.

Durch das Blut Jesu sind dieser große Mann und ich Brüder.
Und wir werden mit vielen anderen die Herrlichkeit des Kreuzes besingen.

--Wesley Bailor

Dave Hunt Classics

Ein wachsendes Dilemma

Auszug aus Whatever Happened to Heaven? (1988) von Dave Hunt

In diesem Buch geht es um den Himmel. Leider finden zu viele Personen – sogar engagierte Christen – solch ein Thema nur von geringem Interesse, weil sie es als weitgehend irrelevant für die Herausforderungen dieses gegenwärtigen Lebens ansehen. Auf den folgenden Seiten werden wir versuchen aufzuzeigen, dass vielmehr nichts wichtiger als die Haltung einer Person dem kommenden Leben gegenüber ist, wenn es um die Ausgestaltung der Art und Weise geht, wie das Leben auf Erden gelebt wird, und was sowohl für die Zeit wie für die Ewigkeit erreicht wird.

Etwas ist passiert, was die Art und Weise, wie der Himmel gesehen wird, mit schwerwiegenden Folgen für die Gemeinde und die Welt nachteilig beeinträchtigt. Was ist geschehen und warum? Und was ist das wachsende Dilemma, dem sich nun so viele in der Gemeinde gegenübersehen?

Wenn wir versuchen, solche Fragen zu beantworten, wird es notwendig sein, mit einer ernstgemeinten Betrachtung des Todes anzufangen, einem wichtigen, aber unangenehmen Thema. Das führt natürlich zum einzigartigen Anspruch des Christentums, dass Christus durch Seinen Tod für unsere Sünden und die Auferstehung den Tod überwunden hat und das ewige Leben allen anbietet, die in Buße und Glaube zu Ihm kommen. Was Jesus über das gegenwärtige und künftige Leben zu sagen hatte sowie die besonderen Verheißungen, die Er hinsichtlich des Himmels machte, gaben der Urkirche eine Hoffnung, die den Anhängern jeder anderen Religion unbekannt war. Obgleich immer noch in ihrer theologischen und theoretischen Form bewahrt, ist diese Hoffnung dem durchschnittlichen Christen heute so unwirklich, dass sie ihre verändernde Kraft verloren hat.

Ein Großteil der Gründe für die momentane Lage der Dinge liegt in der Geschichte vergraben und kann nur verstanden werden, wenn man einen kurzen Ausflug in die Vergangenheit unternimmt. Das schließt die bittere Verfolgung von Christen im Römischen Reich, die plötzliche Christianisierung der zivilisierten Welt der Tage unter Konstantin und seinen Nachfolgern mit der nachfolgenden Zerstörung des Reiches, zusammen mit der nachfolgenden irdischen Gesinnung und Korruption der Kirche ein, die verspätet zur Reformation führte. Ein Verständnis der Erfolge und Misserfolge der Reformation und die lebenswichtigen Fragen, welche den Protestantismus und Katholizismus trennen, die heute unverändert, aber weitgehend falsch verstanden werden oder vergessen sind, ist bei unserem Streben nach eine Antwort auf die Frage wesentlich, „Was in aller Welt geschah mit dem Himmel?“

Während der Reagan Jahre wurden Evangelikale mehr durch periodische Märsche nach Washington gefesselt, und wie sie ihre Kandidaten in Schlüsselämter gewählt bekommen, als durch die Möglichkeit, dass Christus jeden Moment kommen könnte, um sie in den Himmel heim zu holen. Die Gemeinde erlag wieder einmal der unbiblischen Hoffnung, dass die Gesellschaft durch Ausübung frommen Einflusses auf die Regierung verändert werden könne. Man darf keinen Mangel an diesem Traum andeuten, obgleich er so offensichtlich in der Ära nach Konstantin versagte und ein großes Hindernis war, was die Reformation davon abhielt, das zu erreichen, was die Reformatoren ursprünglich beabsichtigten. Dennoch muss man sich gesunder Lehre, der Stimme der Vernunft und den Tatsachen der Geschichte – egal wie unpopulär – stellen. In diesem Zusammenhang werden wir die gegenwärtige Perversion des Missionsauftrags berücksichtigen, die vom falschen Traum herrührt, die weltliche Kultur christianisieren zu können – und wo sie die Gemeinde zu übernehmen scheint.

Der hervorsprießende (und zumindest in mancher Hinsicht täuschende und gefährliche) Einfluss dreier Gruppen hingegebener Christen auf die Gemeinde wird auf den folgenden Seiten angesprochen werden, wobei unsere Bemerkungen keineswegs auf eine Erwiderung ihrer Positionen begrenzt sind. Diese relativ neuen Gruppen, deren Ansichten und starken Einfluss untersucht werden, sind: Die Rekonstruktionisten, Reich Jetzt Dominionisten und die Coalition on Revival (COR – Koalition der Erweckung). Obgleich es viele Unterschiede zwischen ihnen gibt, gibt es auch wichtige Ähnlichkeiten, und alle drei Gruppen fangen an, für die Erreichung gemeinsamer Ziele zusammen zu arbeiten…. COR ist besonders wichtig für das Verständnis, weil viele unter ihnen zu den anerkannten christlichen Führern gehören, wovon manche sich nicht völlig der wahren Natur der Agenda bewusst sind, für deren Förderung ihr Namen und Ansehen eingesetzt werden.

All diese drei Gruppen lehnen entweder die Glaubensansicht ab, Christus werde eines Tages Seine Gemeinde aus dieser Welt wegnehmen und in den Himmel bringen, oder verweisen sie auf eine Position so geringer Bedeutung, dass sie keine praktische Rolle im heutigen Christentum spielt. In der Tat findet man einen zunehmenden Antagonismus gegen die Haltung, sehnlich nach Christi Rückkehr Ausschau zu halten und auf Ihn zu warten, was gewiss die der Urkirche war…. [Eine] heftige Reaktion gegen die Entrückung hat sich entwickelt.

Innerhalb der evangelikalen Gemeinde heute schwindet die Zahl derer, die eine bedeutungsvolle Art von Hoffnung auf die nahe bevorstehende Rückkehr Christi zurück behalten, um sie in die Wohnungen Seines Vaters Hauses zu holen, bevor die Welt im Gericht der Großen Trübsal und Armageddon explodiert. Im Gegenteil, die Zahl derer, die solch eine Hoffnung als das negative Ergebnis einer defätistischen Theologie ansehen, wächst rasch – einer Theologie, die den „Sieg“ unterminiert, der nach ihrer Ansicht durch die Gemeinde errungen werden könnte, wenn Christen nur die Vision erfassen könnten, die Welt für Christus zu übernehmen und sich zu vereinigen, um sie zu erfüllen. Die Spannung steigt zu einem Höhepunkt zwischen jenen Individuen, die danach verlangen, diese Erde bei der Entrückung in Richtung Himmel zu verlassen, und anderen, gleichermaßen aufrichtigen Leuten, die glauben, es sei unsere Pflicht, die Gesellschaft zu christianisieren, und bevor das erzielt ist, könne unser Herr nicht zurückkehren. Für viele andere, vielleicht die Mehrheit, stellen die scheinbaren Widersprüche ein verwirrendes Dilemma dar.

Der Himmel bleibt der Ort, den jeder eines Tages zu erreichen hofft, aber wohin beinahe niemand genau jetzt hingebracht werden möchte. Was ist an dieser Haltung überhaupt falsch, und was sind ihre Folgen? Hier haben wir den springenden Punkt einer Streitfrage, deren Aufkommen sich viele Leute nicht bewusst sind, die aber zur wichtigsten Sorge werden wird, der sich die Gemeinde in der unmittelbaren Zukunft gegenübersieht.

Wir sind nun am Anfang einer wachsenden Kontroverse. Sie könnte sich letztendlich als entzweiend erweisen und so bedeutend, wie die Reformation selbst. Manche derselben Streitfragen muss man tatsächlich wieder anpacken. In diesem Kontext schlagen wir vor zu bedenken, was gewiss für jeden eine bedeutende und lebenswichtige Frage sein sollte: „Was in aller Welt geschah mit dem Himmel?“

Bei der Antwort auf diese Frage können wir gut zu einem tieferen Verständnis von Christi Liebe gelangen, als wir es für möglich hielten, und finden in uns eine erneuerte und reichere Liebe für Ihn erwachen. Wir mögen sogar von der Entdeckung begeistert sein, dass es eine Romanze zwischen Christus und Seiner Braut gibt – und finden uns in ihrem Wunder und Freude ergriffen.

Obwohl zurzeit vergriffen, wird „Whatever Happened to Heaven“ bald wieder verfügbar sein.

 

TBC Extra

Sehet, der Bräutigam kommt!

Von Dr. Renald Showers – (Auszüge)

Wer in der modernen, westlichen Welt lebt erfasst nicht die volle Bedeutung von Jesu Verheißung [in Johannes 14,1-3: Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten… so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen]. Das liegt an der Tatsache, dass Jesus in Seiner Verheißung eine Analogie mit den jüdischen Hochzeitgebräuchen in biblische Zeiten herstellte.

In der Zeit Jesu war es für einen [Ehe] Vertrag üblich, auf Initiative des künftigen Bräutigams erstellt zu werden. Er würde von seines Vaters Haus zum Haus der künftigen Braut reisen. Dort würde er mit dem Vater der jungen Frau verhandeln, um den Preis (mohar) festzulegen, den er zum Erwerb seiner Braut bezahlen musste. Sobald der Bräutigam den Erwerbspreis bezahlt hatte, war der Ehe- [und Verlobungs-] Vertrag gültig, und die beiden jungen Leute wurden als Mann und Frau angesehen. Von dem Moment an wurde die Braut als geweiht oder geheiligt angesehen, ausschließlich für ihren Bräutigam beiseite gestellt. Als ein Symbol der Bundesbeziehung, die errichtet worden war, würden Bräutigam und Braut einen Becher Wein trinken, über den ein Verlobungssegen ausgesprochen worden war.

Der Bräutigam würde das Haus der Braut verlassen und in seines Vaters Haus zurückkehren. Dort würde er getrennt von seiner Braut für einen Zeitraum von zwölf Monaten bleiben. Diese Periode der Trennung erlaubte es der Braut, ihre Aussteuer zusammen zu stellen und sich für das Eheleben vorzubereiten. Der Bräutigam beschäftigte sich mit der Vorbereitung der Räumlichkeiten zum Leben in seines Vaters Haus, in die er seine Braut bringen konnte.

Am Ende der Trennperiode würde der Bräutigam kommen, um seine Braut abzuholen, auf dass sie bei ihm lebe. Das Abholen der Braut fand üblicherweise in der Nacht statt. Der Bräutigam, der Freund des Bräutigams und andere männliche Begleiter würden das Vaterhaus des Bräutigams verlassen und eine Fackelprozession zum Haus der Braut durchführen. Obgleich die Braut erwartete, dass ihr Bräutigam zu ihr kommt, kannte sie nicht die genaue Zeit seines Kommens. Als Ergebnis würde der Ankunft des Bräutigams ein lauter Schrei vorangehen. Dieser Schrei würde die Braut vorwarnen, auf das Kommen des Bräutigams vorbereitet zu sein.

Kurz nach Ankunft [im Vaterhaus des Bräutigams] würden Braut und Bräutigam von den anderen Mitgliedern der Hochzeitsfeier zur Brautkammer (huppah) geleitet werden. Vor dem Betreten der Kammer blieb die Braut verschleiert, so dass keiner ihr Gesicht sehen konnte. Dort in der Intimsphäre [des Hochzeitsgemachs würden Braut und Bräutigam] ihre physische Vereinigung zum ersten Mal vollziehen und dabei die Ehe vollziehen, zu der sie sich zuvor vertraglich verpflichtet hatten.

Nachdem die Ehe vollzogen war, würde der Bräutigam dies den anderen Mitgliedern der Hochzeitsgesellschaft, die außerhalb der Kammer warteten, mitteilen (Johannes 3,29). Nach Erhalt dieser guten Nachricht würden die Hochzeitsgäste die nächsten sieben Tage feiern und lustig sein. Während der sieben Tage der Hochzeitfeierlichkeiten, die manchmal „die sieben Tage des Huppah“ genannt wurden, blieb die Braut im Hochzeitsgemach verborgen. Am Ende dieser sieben Tage würde der Bräutigam seine Braut aus dem Hochzeitsgemacht bringen, wobei nun ihr Schleier entfernt war, so dass alle sehen konnten, wer seine Braut war.

Bei der Untersuchung der Analogie [des Versprechens Jesu an Seine Jünger] war das erste, was besonders erwähnt werden sollte die Tatsache, dass die Schriften die Gemeinde als die Braut Christi (Epheser 5,22-23) ansehen. Genauso wie der jüdische Bräutigam die Initiative bei der Hochzeit ergriff, indem er seines Vaters Haus verließ und zum Haus der künftigen Braut reiste, hat Jesus außerdem das Haus Seines Vaters im Himmel verlassen und war vor über 1.900 Jahren zur Erde gereist, dem Heim Seiner künftigen Gemeinde.

Ebenso wie der jüdische Bräutigam zum Heim der Braut kam, mit dem Ziel sie durch den Abschluss eines Ehevertrags zu erlangen, so kam Jesus auf die Erde mit dem Ziel, die Gemeinde durch den Abschluss eines Vertrages zu erlangen. In derselben Nacht, in der Jesus Sein Versprechen in Johannes 14 gab, setzte Er das Abendmahl ein. Als Er den Weinkelch Seinen Jünger reichte, sagte Er: „Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut“ (1 Korinther 11,25). Das war seine Art zu sagen, Er würde einen neuen Bund einführen durch das Vergießen Seines Blutes am Kreuz. In Anlehnung an die Sitte, dass der jüdische Bräutigam einen Preis bezahlen musste, um seine Braut zu erwerben, bezahlte Jesus einen Preis, um Seine Braut, die Gemeinde, zu erwerben. Der Preis, den Er bezahlte, war sein eigenes Lebensblut. Aufgrund dieses Kaufpreises schrieb Paulus folgendes an die Mitglieder der Gemeinde: „Oder wisst ihr nicht… dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft; darum verherrlicht Gott in eurem Leib und in eurem Geist, die Gott gehören“ (1 Korinther 6,19-20).

Analog dazu, dass die jüdische Braut als ausschließlich für ihren Bräutigam geheiligt oder beiseite gesetzt erklärt wurde, sobald der Ehevertrag geschlossen war, ist die Gemeinde als ausschließlich für Christus geheiligt oder beiseite gesetzt erklärt worden (Epheser 5,25-27; 1 Korinther 1,2; 6,11; Hebräer 10,10; 13,12). Auf dieselbe Weise wie der jüdische Bräutigam kam, um seine Braut mitzunehmen, damit sie am Ende der Trennungsperiode bei ihm lebe, so wird Christus kommen, um Seine Gemeinde mitzunehmen, damit sie am Ende Seiner Trennungsperiode von der Gemeinde mit Ihm lebe (Johannes 14,3). Analog zu der jüdischen Braut, die nicht die genaue Zeit kannte, wann ihr Bräutigam zu ihr kommen würde, weiß auch die Gemeinde nicht die genaue Zeit, wann Christus zu ihr kommen wird. Auf dieselbe Weise, wie die Ankunft des jüdischen Bräutigams durch einen Ruf angekündigt wurde, so wird der Ankunft Christi, um seine Gemeinde wegzunehmen, ein Ruf vorausgehen (1 Thessalonicher 4,16). Ähnlich der Rückkehr der jüdischen Braut mit dem Bräutigam zu seines Vaters Haus nach der Abreise von ihrem Haus, wird die Gemeinde mit Christus zu seines Vaters Haus im Himmel zurückkehren, nachdem sie von der Erde weggerissen ist, um Ihm in der Luft zu begegnen (1 Thessalonicher 4,17; Johannes 14,2-3).

Ebenso wie die jüdische Braut in der Hochzeitskammer nach Ankunft im Vaterhaus des Bräutigams für eine Periode von sieben Tagen verborgen bleibt, wird die Gemeinde für eine Periode von sieben Jahren nach Ankunft im Vaterhaus Christi im Himmel verborgen bleiben. Während der siebenjährigen Trübsalszeit auf der Erde wird die Gemeinde im Himmel total vor der Sicht der Erdenbewohner verborgen sein. Genau wie der jüdische Bräutigam seine Braut aus der Hochzeitskammer am Ende der sieben Tage brachte, ohne Schleier, so dass alle sehen konnte, wer diese Braut war, so wird Christus Seine Gemeinde aus dem Himmel bei Seinem Zweiten Kommen am Ende der siebenjährigen Trübsalszeit direkt vor die Augen der noch Lebenden bringen, so dass alle sehen können, wer die wahre Gemeinde ist (Kolosser 3,4).

Ursprünglich veröffentlich durch: The Friends of Israel Gospel Ministry, Inc., Verwendet mit Genehmigung.

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Übersetzt von W. Hemmerling. Bibelzitate wurden aus der Schlachter Bibel 2000 entnommen.