THE BEREAN CALL

P.O. Box 7019 Bend, Oregon 97708 www.thebereancall.org

Juli 2011

Verführung als Ursache für Verfolgung?

T. A. McMahon

In den letzten drei Jahrzehnten haben Dave Hunt und ich viele Trends und Lehren angesprochen, welche die evangelikale Gemeinde besonders in den Vereinigten Staaten beeinflusst haben. Unsere Sorge hat sich in erster Linie auf unbiblische Ansichten und Praktiken konzentriert, die Christen vom Wort Gottes abbringen. Vor fünfundzwanzig Jahren schrieben wir Die Verführung der Christenheit, ein ziemlich kontroverses Buch, das durch die Rückmeldung derer motiviert war, die Daves frühere Bücher gelesen und die Dokumentarfilme gesehen hatten, zu denen ich in den frühen Achtzigern meinen Beitrag geleistet hatte. Manche befassten sich spezifisch mit religiösen Kulten (Cult Explosion, The God Makers, etc.). Reaktionen von Christen, die jene Bücher gelesen und jene Filme gesehen hatten, brachten uns die Tatsache zu Bewusstsein, dass die Sektenlehren, die wir identifizierten, auch in ihren Gemeinden gelehrt wurden, die von führenden charismatischen und Word/Faith Lehrern beeinflusst waren. Dieselben falschen Lehrer verbreiteten ihre Sektenlehren auf den christlichen Fernsehnetzwerken im ganzen Land.

Eine der hauptsächlichen falschen Lehren zu der Zeit war der Glaube, erschaffene Wesen könnten Gottheit erlangen. Obgleich dies für das Mormonentum („Wie der Mensch ist, war einst Gott; wie Gott ist, kann der Mensch werden“) und den Hinduismus (Selbsterkenntnis bedeutet, zu erkennen, man sei Gott) grundlegend ist, hat es sich auf zahlreiche Arten und Weisen in verschiedene „christliche“ Bewegungen, Lehren und Praktiken eingeschlichen. Viel davon wurde von extremen Charismatikern vorangetrieben, aber es fand auch durch die so genannte christliche Psychologie (mit ihrer Betonung auf das Selbst und Selbstachtung, was zu Erhöhung und Vergötterung des Selbst führt) seinen Weg in konservative, evangelikale Gemeinden. Natürlich war die Lüge, der Mensch könne ein Gott werden, der Eckstein von Satans Verführung der menschlichen Rasse (1 Mose 3,1-5).

In seinem Krieg gegen jene, die ihr Leben dem wahren und lebendigen Gott übergeben haben, hat Satan, als Gottes Hauptgegner in der ganzen Geschichte, Verführung und Verfolgung zu seinem Hauptfach gemacht. Obgleich Verfolgung bei der Verhinderung des Christentums wirksamer erscheinen mag als Verführung (und es erzeugt gewiss mehr Furcht), ist es für den Feind zur Erreichung seines Ziels weit weniger produktiv. Der Spruch, „das Blut der Märtyrer ist der Keim der Gemeinde“ ist im Laufe der ganzen Kirchengeschichte unter Beweis gestellt worden. Märtyrertum und andere Formen der Verfolgung haben den Leib Christi immer vergrößert und / oder gestärkt. Das gleich kann man jedoch über Verführung nicht sagen.

Gläubige in den Vereinigten Staaten haben nie bedeutende religiöse Verfolgung erlebt – bestimmt nichts im Vergleich zu dem, was in China, Indien und in allen vom Islam kontrollierten Ländern stattgefunden hat. Historisch gesehen haben wahre Christen, so weit im Westen wie Europa, unter der Gewalt unter anderem der Kaiser von Rom, der Kirche von Rom und des Kommunismus gelitten, aber ein vergleichbares Maß an Verfolgung muss erst noch die Küsten Nordamerikas erreichen. Auf der anderen Seite hat sich hier die geistliche Verführung stark ausgebreitet und hat den Glauben vieler innerhalb der Christenheit zum Scheitern gebracht.

Anders als bei Verfolgung ist mit Verführung nicht einmal ein winziger Wert verbunden; sie ist geistlich schwächend und tödlich. Es gibt viele Geschichten von Gläubigen, die überlebt haben und in ihrem Glauben während der Verfolgung gestärkt wurden, die sie in kommunistischen Ländern durchmachten. Ihr Wandel mit dem Herrn wurde dann aber vernichtet, nachdem sie in den Westen entkommen waren. Sie konnten Verfolgung aushalten, aber der Verführung nicht widerstehen.

Die These dieses Artikels, nämlich dass Verführung letzten Endes Verfolgung verursachen wird, ist für mich persönlich furchterregend. Warum? Zum Teil weil Dave und ich nur selten das Potential für Verfolgung in den Vereinigten Staaten angesprochen haben, und zum Teil, weil sie erst anfängt, ihr widerliches Haupt hier zu zeigen. Warum schreibe ich jetzt über sie? Ich beobachte, wie Zeichen vermehrt auf einen bevorstehenden Konflikt hinweisen zwischen den – vielleicht sogar echten – Namenschristen, die sich der Welt durch kompromittierende biblische Lehren anpassen werden und jenen, die unerschütterlich im Glauben bleiben. Dennoch vertraue ich meinen Beobachtungen wenig, es sei denn, ich bin zuversichtlich, dass sie das, was die Schriften lehren, wiederspiegeln. Dem sollten auch alle Leser dieses Artikels folgen.

Hier kommen sieben zur Sache gehörende Verse (neben anderen, die man anführen könnte), die meine Beobachtungen und diese These beeinflusst haben.

In Matthäus 24,4 warnt Jesus, dass die letzten Tage vor Seiner Rückkehr eine Zeit religiöser Täuschung sein werden: „Habt acht, dass euch niemand verführt!“ Er fügt hinzu (V. 24), dass die Täuschung so groß sein würde, dass wenn möglich auch die Auserwählten verführt werden könnten. In Matthäus 7,13-14 bezieht sich Jesus auf die „enge Pforte“ und den „schmalen Weg“, der zum Leben führt und kündigt an, „wenige sind es, die ihn finden“. Lukas schreibt (18,8) die ernüchternden Worte unseres Herrn hinsichtlich der Zeit Seiner Rückkehr: „Doch wenn der Sohn des Menschen kommt, wird er auch den Glauben finden auf Erden?“ Da Sein Zweites Kommen das Ziel hat, Gericht zu üben und Israel vor der Vernichtung zu retten, scheinen Seine Worte hier besser auf Sein Kommen für Seine Braut inmitten eines Namenschristentums, das sich dem Abfall angeschlossen hat, zu passen. Der Apostel Paulus gibt diese aufschlussreiche Erklärung, wie genau der Abfall sich unter denen manifestieren konnte, die sich Christen nennen: „Denn es wird eine Zeit kommen, da werden sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich selbst nach ihren eigenen Lüsten Lehrer beschaffen, weil sie empfindliche Ohren haben; und sie werden ihre Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Legenden zuwenden“ (2 Timotheus 4,3-4).

Gesunde Lehre wird in diesen letzten Tagen nicht ertragen werden, weil viele, die mit der Milch schriftgemäßer Wahrheit gefüttert wurden, bereits von ihr abgebracht worden sind, d.h. verführt durch ihre eigenen Gelüste und falsche Lehrer. Mehr als das, gesunde Lehre wird sich zu einer Streitfrage entwickeln, die Spaltung unter Christen begünstigen wird. Paulus lehrte die römischen Gläubigen, auf jene achtzugeben, die Dinge lehren „im Widerspruch zu der Lehre, die ihr gelernt habt, und meidet sie“ (Römer 16,17). Es ist klar, dass Gläubige, die fest auf den Lehren von Gottes Wort zu stehen wünschen, sich mit Christen im Streit befinden werden, deren Glaubensansichten und Leben sich nicht nach der Schrift richten.

Könnte Spaltung über Lehre in Verfolgung münden? Sowohl die Geschichte wie das Wort Gottes lassen eben das erkennen. In der Apostelgeschichte wird uns gesagt, „Und an jenem Tag erhob sich eine große Verfolgung gegen die Gemeinde in Jerusalem“ (Apostelgeschichte 8,1). Dazu gehörten gewalttätige Angriffe, Gefangenschaft und Tod, und die Streitfragen drehten sich um Lehre – wo jene, die die religiösen Überlieferungen von Menschen erbittert verteidigten, denen feindlich gegenüberstanden, die den Lehren von Jesus, dem Messias, folgten. Die Verfolgungen hielten an, als Christen, die fest auf der Lehre von Christus standen, sich weigerten, sich vor den zum Gott erhobenen Cäsaren zu beugen oder sich den heidnischen Ritualen Roms anzupassen. Sie wurden zu einer schlimmen Unterhaltung für jene, die das Kolosseum füllten, und zusahen, wie sie verbrannt oder von wilden Tieren zerrissen wurden. Später verfolgte ein „christianisiertes“ Rom jene, die versuchten, den römischen Katholizismus zu reformieren. Von da vermehrten sich die lehrmäßigen Inquisitionen und Gerichtsverfahren durch Folter gegen die „Protestanten“ und andere biblische Nichtkatholiken stark. Heute geht die Verfolgung gegen Gläubige in islamischen Ländern und an jenen Orten im Westen weiter, wo der römische Katholizismus immer noch die Gesellschaft kontrolliert, wie in Städten, Dörfern und sogar manchen Staaten in Mexico und Südamerika.

Könnten solche religiösen Verfolgungen hier stattfinden, obgleich nichts von obigem sich in den Vereinigten Staaten in hohem Maße manifestiert hat? Der römische Katholizismus war nie in der Lage, seine Dogmen der amerikanischen Bevölkerung aufzuzwingen; der Islam ist erst am Anfang seiner Kontrolle einiger Wohngegenden hier durch sein Shariagesetz ("Terror's Secret Weapon: Shariah", Townhall, 1/20/11). Aber was ist mit einem Szenario, wo bibelgläubige Christen von anderen Christen verfolgt werden, die „keine gesunde Lehre ertragen“? Ist das wahrscheinlich? Manche, die diesen Artikel vorgeprüft haben, bezweifelten, dass „Christen töten Christen wegen Doktrinen“ jemals hier, einem gesetzestreuen Land, stattfinden würde, wo zum größten Teil „lehrmäßige Apathie“ unter Evangelikalen herrscht. Ich neige dazu, zuzustimmen, doch wenn jemand mir vor 25 Jahren gesagt hätte, dass Evangelikale von der damals äußerst einflussreichen moralischen Mehrheit / christlichen Rechten zur sozialismusorientierten christlichen Linken wechseln würden – hätte ich gelacht. Keiner lacht jetzt über diese Wirklichkeit (Q&A 1/11). Nur der Herr weiß, wie extrem die Unterdrückung vor Seiner Rückkehr für Seine Braut werden wird, aber es gibt viele Formen der Verfolgung, knapp unterhalb von Märtyrertum.

In vorausgehenden TBC Artikeln haben wir bedeutende Trends unter Evangelikalen angesprochen, welche „sie vom Wort abgebracht haben“, sie dazu verführten, den Wegen, Mitteln und Tagesordnungen des Menschen im Widerspruch zur Schrift zu folgen (siehe TBC 3/04;2/05; 3/05; 2/07, 3/07, 9/07, und anderen). Inmitten dieses Kompromissprozesses haben eine wachsende Anzahl von Namens- und echten Christen die Ideale der Welt akzeptiert, einschließlich moralische, soziale und religiöse Toleranz. „Intoleranz“ in Gedanken, Wort und Tat bei dem, was die Welt für gut für die Menschheit hält, weist eine Person als zumindest antisozial und im schlimmsten Fall als bigott, von Vorurteilen erfüllt oder als Täter von Hassverbrechen aus. Überdies, was wäre, wenn ein soziales Evangelium, das auf „guten Werken“ beruht, als bessere Form der „Erlösung“ weithin akzeptiert wird – eine die das Potential hat, jeden zusammen zu scharen, einschließlich Regierungen, die Weltreligionen, liberale Christen und Sekten, Humanisten und sogar Atheisten? Jeden, das heißt biblische Christen ausgenommen. Was mögen die Konsequenzen für jene sein, die Einsprüche gegen solch eine von der Welt unterstützte „christliche“ Entwicklung erheben, weil sie nicht mit gesunder Lehre übereinstimmt?

Ein echter Christ soll an gesunder Lehre, d.h. Lehre der Bibel, festhalten, indem er sein Leben für Christus lebt. Gesunde Lehre ist das absolute Kriterium, das diktiert, welche Glaubensansichten, Praktiken und Programme er akzeptieren kann und was er ablehnen muss. Überdies ermahnt ihn die Schrift, unterscheiden zu können und unerschütterlich in seinen Lehren zu sein: „Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tag widerstehen und, nachdem ihr alles wohl ausgerichtet habt, euch behaupten könnt. So steht nun fest, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, und angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit… und nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist“ (Epheser 6,13-14.17).

Aber würde Gott Verfolgung innerhalb der Kirche zulassen? Das scheint Petrus anzuerkennen: „Denn die Zeit ist da, dass das Gericht beginnt beim Haus Gottes; wenn aber zuerst bei uns, wie wird das Ende derer sein, die sich weigern, dem Evangelium Gottes zu glauben?“ (1 Petrus 4,17). Gericht im Sinne von Korrektur und Stärkung, die dadurch erfolgt, dass Gott Verfolgung zulässt, war, wie wir vermerkt haben, immer Teil des Christentums. Der Brief an die Hebräer gibt auch zu verstehen, dass Verfolgung eines der Dinge ist, die Gott als geistlichen Zurechtstutzungs- und Reinigungsprozess für hebräische Christen verwendet hat.

Wenn sie nicht sicher sind, wie (oder warum) Verfolgung in der Christenheit stattfinden mag, berücksichtigen sie diese Beispiele: Als die Promise Keeper unter evangelikalen Männern populär waren, wurde bekannt, dass es eines ihrer Ziele war, „die Wände niederzureißen“ zwischen Katholiken und Evangelikalen. Teil dieses Prozesses beinhaltete, Gemeinden gegen Dienste aufzubringen, die römische Katholiken evangelisierten. Als Rick Warrens „40 Tage mit Vision“ Hunderttausende Gemeinden in den ganzen Vereinigten Staaten zu beeinflussen begann, wurden langjährige Mitglieder, die aus lehrmäßigen Gründen protestierten, entweder aus der Gemeinschaft ausgeschlossen oder mit Ausschluss bedroht, es sei denn sie unterwarfen sich Warrens Programm in ihren eigenen Gemeinden (siehe TBC 10/04 und 9/08). Die Unterstützung eines Pastors oder der Ältesten für die Einführung von Yoga oder „christianisiertem Yoga“ in Frage zu stellen, ist Grund für einen Ausschluss gewesen.

Obgleich obige Beispiele einigen geringfügig erscheinen mögen, haben sie und andere Unterfangen, einschließlich von Gemeindewachstum Marketingprogrammen, Emerging Church Methoden und mystischen Praktiken, ökumenischen Annäherungsversuche an Moslems und Mormonen, einem ökumenischen, globalen P.E.A.C.E. Plan, der alle Weltreligionen einschließt, Bewegungen, die das Ziel haben, die Weltprobleme bei Ökologie, Armut und sozialer Ungerechtigkeit zu lösen, usw., eine Vielzahl von Gläubigen dazu getrieben, Hausgemeinden zu starten.

Was wäre, wenn sie gegen die zahlreichen Tagesordnungen, die oben erwähnt wurden, predigten, weil sie eine Zurückweisung gesunder Lehre sind? Erinnern sie sich an die Ermahnung des Apostels Paulus? „Daher ermahne ich dich ernstlich vor dem Angesicht Gottes und des Herrn Jesus Christus… Verkündige das Wort, tritt dafür ein, es sei gelegen oder ungelegen; überführe, tadle, ermahne mit aller Langmut und Belehrung! Denn es wird eine Zeit kommen, da werden sie die gesunde Lehre nicht ertragen…“ (2 Timotheus 4,1-4). Was würde die Reaktion jener innerhalb und außerhalb der Gemeinde sein, die jene Tagesordnungen unterstützen?

Oder was ist, wenn es, sogar ohne dass sie predigen oder protestieren, bekannt wird, dass sie einer jener biblischen Christen sind, der intolerant gegenüber anderen Religionen ist, der die Evolution ablehnt, der nicht mit der Psychologie einverstanden ist, der gegen die Abtreibung, Genmanipulation und Euthanasie ist; dass sie Homosexualität als Sünde anstatt eines alternativen Lebensstils ansehen, und dass sie gegen Rechte und Heirat von Schwulen sind? Überdies scheinen sie hinsichtlich der heute akzeptierten Moral von gestern zu sein (der Ehestand ist statistisch gesehen in den USA in der Minderheit), weil sie ein „Problem“ mit nichtehelicher Lebensgemeinschaft haben, und es wird gesagt, sie glaubten, sexuelle Abstinenz sollte außerhalb der Ehe praktiziert werden. Sie sind argwöhnisch gegenüber der Angst vor der „globalen Erwärmung“. Es wird bekannt, dass sie Israel gegen die angeblichen Rechte der Palästinenser unterstützen, damit sie das Land zurückerhalten, das sie für das ihre halten. Wie wird man mit einer solchen Person im Christentum umgehen – wie auch in der Welt, die für alles eintritt, dem sich ein Gläubiger entgegenstellt? Die dunkeln Wolken der Verfolgung scheinen sich über der Gemeinde in den USA zu versammeln; Zeichen deuten darauf hin, dass sich die Sitze im „Kolosseum“ mit einem sehr unterschiedlichen Publikum zu füllen beginnen (siehe TBC 1/11), das zumindest in einem symbolischen Sinn „einen Gefallen am Blut“ derer hat, die auf der Grundlage gesunder biblischer Lehre ihre Programme und Lehren ablehnen.

Die Verführung der Christenheit hat einen Zustand geschaffen, in dem biblisches Unterscheidungsvermögen und Standhaftigkeit im Glauben eher die Ausnahme als die Regel sind. Für die Wahrheit und die Rechtschaffenheit von Gottes Wort einzutreten, während der Widerstand innerhalb und außerhalb der Gemeinde zunimmt, kann bloß zu mancher Form der Verfolgung führen. Paulus macht das ziemlich deutlich: „Und alle, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, werden Verfolgung erleiden“ (2 Timotheus 3,12). Obgleich dieser Vers manche Gläubige bedrücken mag, sollte er es nicht. Warum? Weil der Anfang des Verses einem Gläubigen den Schlüssel gibt, die Gnade zu empfangen, um Gott zu verherrlichen und anderen durch Verfolgung zu nützen: gottesfürchtig in Christus Jesus zu leben! Das ist die einzige Vorbereitung des Gläubigen, und das ist mehr als genug. Jesus, der das zum Fleisch gewordene Wort ist, gab Seinen Jüngern dieses erstaunliche Wort der Ermutigung, wenn es darum geht, für Seine Lehren einzustehen: „Glückselig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen, und wenn sie euch ausschließen und schmähen und euren Namen als einen lasterhaften verwerfen um des Menschensohnes willen. Freut euch an jenem Tag und hüpft! Denn siehe, euer Lohn ist groß im Himmel…“ (Lukas 6,22-23). Unser Gebet lautet, dass der Herr Jesus uns helfen möge, gottesfürchtig zu leben und durch Seine Gnade standhaft im Glauben zu bleiben, während wir nach Seinem baldigen Kommen Ausschau halten. TBC

Zitate

Paulus, Apostel Jesu Christi durch Gottes Willen, gemäß der Verheißung des Lebens in Christus Jesus. (2 Timotheus 1,1)

Paulus war an einem finsteren Ort. Er war Gefangener Neros in erniedrigenden Umständen und sah jeden Moment seinem Tod entgegen. Viele Gedanken füllten seinen Kopf. Doch darüber gab es zwei andere: der Wille Gottes und die Verheißung des Lebens. Was immer ihm geschah, so war seine Überzeugung, war im Willen Gottes; es konnte nicht anders sein. Während Nero das Mittel seines Todes sein mochte, hatte er doch die Verheißung des Lebens in Christus Jesus. Die schlimmsten Bemühungen des Menschen erschlossen Gottes Verheißungen. Irgendwo in dieser dunkelsten Stunde war Gottes Wille und irgendwo in der Verwirrung war Gottes Verheißung des Lebens. Mögen wir uns ebenso in unseren dunkelsten Zeiten an diese wunderbaren Wahrheiten erinnern.

R. Hill, in 2011 Choice Gleanings

„Wenn Gott ihr Copilot ist… sollten sie die Plätze tauschen.“

Anonymous

F & A

Frage: In ihrem Artikel über den Himmel im Mai 2011 erwähnten sie, der Mensch in 2 Korinther 12,2 sei „ohne Zweifel“ Paulus selbst. Könnte sie das bitte klarstellen? Paulus hatte erwähnt, dass die Propheten nie die mentale Kontrolle verlieren (1 Korinther 14,32). Sie verfielen nicht in den Trancezustand, ein Koma oder verließen ihren Körper. Wenn das eine wahre Interpretation ist, dann hätte Paulus gewusst, ob er im Leib oder außerhalb des Leibes war. Es gab eine Person, die solch eine Erfahrung in Offenbarung 10,1-4 hatte. Johannes wurde auch in den dritten Himmel hochgeholt (Offenbarung 1,10) und erhielt Worte, die er nicht offenbaren durfte – der dritte Himmel, nicht die Höhe sondern die Zeit betreffend, wie Petrus in 2 Petrus 3,6.7.13 erklärte. Wie ich es mir am besten erklären kann, sprach Paulus nie von sich in der dritten Person, wie es in 2 Korinther 12 der Fall war. Es scheint, dass 2 Korinther 12,5 jenseits allen Zweifels klarstellt, dass dieser Mensch nicht Paulus war. Wenn ich etwas übersehen habe, lassen sie es mich bitte wissen.

Antwort: Es ist wohl sehr wahrscheinlich, dass sich der Apostel Paulus in 2 Korinther 12,2-7 auf sich bezieht. Zuallererst ist es ein sehr persönlicher Bericht einer begeisterten Erfahrung, und Paulus scheint in seiner Bescheidenheit die dritte Person zu verwenden, um jeden Ruhm zu mäßigen, der ihm vielleicht zukommen könnte. Vers 7 deutet eindeutig auf seine Abneigung zur Prahlerei hin, damit er nicht erhöht werde. Warum sollte Paulus selbst einen „Dorn im Fleisch“ brauchen, wenn er von der Offenbarung eines anderen Menschen sprechen würde?

Es würde außerdem zu ihm passen – und auch zum biblischen Kontext – wenn Paulus über sich in der dritten Person spräche. Johannes („den Jesus lieb hatte“) scheint es getan zu haben (Johannes 13,23; 19,26; 20,2; 21,7.20). Gleicherweise schrieb Paulus, „Wegen eines solchen will ich mich rühmen, meiner selbst wegen aber will ich mich nicht rühmen, als nur meiner Schwachheiten… damit niemand mehr von mir hält, als was er an mir sieht oder von mir hört“ (2 Korinther 12,5-6).

Hinsichtlich ihrer Feststellung, dass „die Propheten nie die mentale Kontrolle verlieren“, haben sie den Kontext von 1 Korinther 14,32 übersehen: „Und die Geister der Propheten sind den Propheten untertan.“ Dieser Vers deutet schlicht darauf hin, dass die Propheten, d.h. Lehrer oder Prediger, die Kontrolle über das haben, was sie sagen und wann sie es zu sagen haben, so dass keine Verwirrung oder Unordnung in einer Versammlung von Gläubigen entsteht. Apostelgeschichte 10,10 und 11,5 legen dar, dass Paulus und Petrus, beides Propheten, Verzückungserfahrungen hatten [dort ist eigentlich nur von Petrus die Rede – der Übersetzer].

Während Paulus eindeutig über „Erscheinungen und Offenbarungen des Herrn“ sprechen wollte (V. 1), liegt einer der auffallendsten Aspekte dieses ganzen Berichts darin, dass er am Ende nicht nur „versagt hat“, das was er sah zu beschreiben, sondern es war ihm auch verboten, zu wiederholen, was er gehört hatte! (Offensichtlich wurde er vom Heiligen Geist, in ganz ähnlicher Weise, wie Judas im Vers 3 seines Briefes, in eine neue Richtung gelenkt).

Das Wort Gottes gibt viele Beispiele von Gläubigen, die übernatürliche Erfahrungen gehabt hatten. Wir wissen, dass das, was sie erlebten, wahr ist, weil es uns in den Schriften, Gottes objektiver Wahrheit, berichtet wurde. Geistliche Erfahrungen im Herrn für Gläubige heute sind persönlich, subjektiv und können deshalb nicht immer objektiv bestätigt werden. Zwei Kriterien, die man anwenden muss, lauten: 1) Werden die Erfahrungen von der Schrift im Allgemeinen durch Lehre oder Beispiel unterstützt? Und 2) Reflektiert der spezifische Inhalt den Charakter Gottes, Seines Worts, und Seiner Liebe für jene, die Ihm ihr Leben übergeben haben oder werden? Wenn man zulässt, dass geistliche Erfahrungen den Vorrang über Gottes Wort erhalten, führt es einem auf einem empirischen oder mystischen Weg zu Täuschung oder Schlimmerem hinunter.

Frage: Es gibt viele, die dafür eintreten, ein wiedergeborener Gläubiger in Christus könne Selbstmord begehen und doch gerettet sein. Sie betonen die Tatsache, es gebe nur eine Sünde, die Gott nicht vergeben wird: die Lästerung des Heiligen Geistes. Sie nehmen König Saul, Samson und Judas Ischariot als Beispiel. Meine Ansicht dazu lautet: Kein Heiliger könne / könnte je das Leben, Selbst oder Gott aufgeben, weil Sein Geist in ihm wohnt und das Leben des Gläubigen ist. Die Werke des Fleisches werden in Galater 5,19-21a beschrieben. Könnten sie mir die Unterschiede zwischen diesen drei Männern (Samson, Judas und König Saul) hinsichtlich dessen erklären, was ihr Tod bewies? Ist es möglich für einen Heiligen, Selbstmord zu begehen?

Antwort: Die Antwort auf ihre Frage hat wenig mit König Saul, Samson und besonders nicht mit Judas zu tun. Die Antwort gründet auf diesem biblischem Absoluten: Jeder, der wirklich wiedergeboren ist, der durch Gnade alleine durch Glauben alleine geglaubt hat, dass Jesus die volle Strafe für die eigenen Sünden bezahlt hat (die er begangen hat – vergangene, gegenwärtige und zukünftige), hat deshalb die Gabe des ewigen Lebens erhalten.

Man mag wohl fragen, ob ein Heiliger Gottes Ehebruch begehen, stehlen oder sogar morden könne. Tragischerweise hat es sich für Christen als möglich erwiesen, alle Arten von Bosheit zu begehen. Das ist das Wesen der Menschheit, deren Herz „Überaus trügerisch ist… und bösartig“ (Jeremia 17,9). Wenn solch eine Person durchs Leben geht und aus welchem Grund auch immer, von der Welt, dem Fleisch oder dem Teufel überkommen wird – bis zu dem Punkt von Selbstmord – werden seine Fruchtbarkeit im Leben und seine ewigen Belohnungen beeinträchtigt, aber das kann sein Geschenk des ewigen Lebens nicht beeinträchtigen, das weder verdient werden noch wofür man bezahlen kann.

Ein Gläubiger, der wirklich gerettet ist und in Christus zur Reife kommt, sollte nicht den Wunsch haben, irgendeine Sünde zu begehen. Das Wort Gottes wimmelt von Ermahnungen an Gläubige, ihr zeitliches Leben für Christus zu leben, den guten Kampf des Glaubens zu kämpfen, sich vor den Schlichen des Teufels zu hüten, der umhergeht und schaut, wen er verschlingen kann, usw. Es würde keine solchen Ermahnungen an Gläubige geben, wenn sie gegenüber jenen Dingen, die ihren Glauben zum Scheitern bringen können, immun wären. Aber wie Gottes Wort wiederholt bekräftigt, sind wir gewiss, dass Sein Geschenk des ewigen Lebens sich sogar an jene Heiligen erstreckt, die versagen.

Frage: Eine häufige Reaktion auf ihr Buch Die Verführung der Christenheit besteht in Spaltung innerhalb des Leibes. Was ist ihre Antwort auf diese Kritik?

Antwort: Ich stimme zu, dass wir als Christen einander aufrichtig lieben und die Einheit suchen sollen. Ich möchte sie jedoch daran erinnern, dass es die „Einheit im Glauben“ ist, die wir beibehalten sollen; und es ist die Wahrheit, die wir in Liebe aussprechen sollen. Wenn Mitglieder des Leibes geirrt haben, dann müssen wir sie in Liebe korrigieren.

Überdies ist Spaltung nicht immer schlecht. Christus hat überall, wohin er ging, Spaltung verursacht (Johannes 7,43; 9,16; 10,19). Er verkündete sogar, dass er in die Welt gekommen war, um Spaltung [Entzweiung] zu bringen (Lukas 12,51)!

Ich hörte bei dieser Sache Römer 16,17 wiederholt falsch zitiert: „Gebt acht auf die, welche Trennungen verursachen, und meidet sie.“

Das ist nicht, was Paulus sagt. Wir sollen auf jene achtgeben und sie meiden, „welche Trennungen und Ärgernisse bewirken im Widerspruch zu der [gesunden] Lehre….“

Wenn Spaltungen auftreten wegen Widerspruch zur Wahrheit, ist nicht derjenige, der gesunde Lehre lehrt oder fest für sie einsteht, schuld, sondern jene, die „die gesunde Lehre nicht ertragen“ (2 Timotheus 4,3). Dass Lehre heute verachtet wird ist eines der deutlichsten Zeichen des Abfalls der letzten Tage, welcher mit alarmierender Rate wächst.

Sollen doch diejenigen, die sich Der Verführung der Christenheit entgegenstellen, von der Bibel her erklären, wo wir geirrt haben. Wenn sie das nicht tun können, vertuschen sie damit, wenn sie „Spaltung“ rufen, auf jämmerliche Weise ihren Widerwillen gegen die Wahrheit!

Frage: Hinsichtlich des Mai TBC Artikels über „Eine Übung in Urteilskraft“ sagen die Schriften in 2 Mose 20,4-5 und Apostelgeschichte 17,29, dass der Herr gegen jeden Versuch ist, ein Bildnis von Gott zu machen. Wir sind Großeltern und haben christlichen Kindern Bücher über Jesus gegeben. Die Bücher enthielten Bilder von Jesus. Wir haben auch eine Weihnachtskrippe mit einem Baby Jesus. Missionare verwenden den Jesus Film, um das Evangelium in ländlichen Drittweltnationen zu erklären, wo es keine Bibeln in ihren Sprachen gibt. Wir wollen der Schrift des Herrn gehorchen. Was sollen wir ihrer Meinung nach unseren Enkeln erzählen?

Antwort: Die meisten von uns sind zweifellos mit der Analogie des Frosches im Wassertopf vertraut. Wenn die Hitze langsam ansteigt, bemerkt der Frosch, ein kaltblütiges Tier, es nicht und wird schließlich zu Tode gekocht. In einer christlichen Kultur schleichen sich anscheinend unbedeutende Dinge aus der Welt ein, die nicht der Schrift entgegen zu stehen scheinen, und sie wachsen langsam und werden mit der Zeit akzeptabel. Religiöse Kunst hatte eine solche Entwicklung in der Kirchengeschichte gehabt, besonders in der Akzeptanz von Ikonen durch die Orthodoxe Kirche und der Ausbreitung von Statuen und Gemälden in der römisch katholischen Kirche. Da die Bibel für keine dieser beiden Kirchen die letzte Autorität ist, missachteten beide die biblischen Verbote gegen solches Bildwerk. Jahrhunderte später ist es üblich für Evangelikale, „Religiöse Kunst“ als etwas Nützliches und sogar Hilfreiches für das „Nachdenken“ über den Herrn voll zu akzeptieren.

All das soll besagen, obgleich künstlerische Abbildungen biblischer Charaktere und Themen schon lange um uns herum sind und in unserer visuell orientierten Kultur zugenommen haben, gibt es ihnen immer noch nicht die Unterstützung der Schrift. Ein Bild von Jesus hat ernste Probleme: 1) Die Schrift verbietet es (2 Mose 20,4-5; Apostelgeschichte 17,29), 2) Keine Darstellung von Jesus, dem Gott-Mensch, kann Ihn zutreffend darstellen. 3) Alle solche Bilder von Jesus sind falsche Bilder. 4) Kunst ist eine subjektive Form der Kommunikation und wenn sie nicht von Gott angeordnet und geleitet wird (2 Mose 31), ist sie eine fleischliche, falsche Darstellung von dem, was in Gottes objektivem Wort vorgestellt wird. Sogar wenn Gott etwas für einen spezifischen Zweck angeordnet hat, hat der Mensch das, wie die eherne Schlange (2 Könige 18,4), für Götzendienerische Zwecke verwendet. Jahrhunderte von Götzenbildern der katholischen Kirche waren ein Hauptkatalysator für all ihren vielfältigen Aberglauben.

Es besteht ein riesiger Unterschied zwischen allgemeinen Darstellungen von Jesus (zum Beispiel die Personen auf einer Flanelltafel), die zum Lehren kleiner Kinder verwendet werden, die noch nicht lesen oder schreiben können, und einer detaillierten Zeichnung oder Skulptur, die vorgibt, unseren Herrn zu verkörpern, wie so oft in kontemplativen Praktiken gesehen. Kinder scheinen sich nicht an die zusammengescharten Figuren als götzendienerische Objekte zu „klammern“. Aber wir müssen an die Ermahnung von Paulus denken: „Als ich ein Unmündiger war, redete ich wie ein Unmündiger, dachte wie ein Unmündiger und urteilte wie ein Unmündiger; als ich aber ein Mann wurde, tat ich weg, was zum Unmündig Sein gehört“ (1 Korinther 13,11). Wenn ihre Enkel alt genug sind, die Bibel zu lesen, sollten sie so gelehrt werden – durch das Wort Gottes selbst. Bilder ziehen Kinder an und unterhalten sie, aber sie lehren ihnen keine objektive Wahrheit. Die heutigen animierten und als Cartoon verfügbaren Darstellungen von Bibelgeschichten scheinen in wachsendem Ausmaß anrüchig und anstößig zu sein – egal wie niedlich und geschickt und wohlgemacht sie sein mögen.

Dasselbe mag über Versuche, die Bibel in einen Film zu übersetzen, gesagt werden. Egal wie aufrichtig der Versuch, er wird immer eine Korrumpierung von Gottes irrtumslosem Wort sein, reichlich angefüllt mit Bildern, die von einer gefallenen Menschheit hervorgezaubert werden.

Was sollten sie tun? Letztendlich muss jeder von uns dem Herrn Rechenschaft für seine Haltung und seine Glaubensansichten ablegen. Römer 1,17 sagt uns, dass der Gerechte aus Glauben leben wird. Die Herausforderung steht vor uns, sowohl Gnade wie Wahrheit anzuwenden, wenn wir mit diesen Situationen umgehen. Wir schlagen vor, dass sie ihren Enkeln das biblische Verständnis erklären, zu dem sie in Bezug auf Bildwerk gekommen sind.

Glücklicherweise wendet der Herr nicht Sein gerechtes Gericht auf uns in derselben Weise wie bei Uzza vorgekommen an, als er unschuldig (nach menschlichen Standards) – und mit „guten Absichten“ – nach der Bundeslade griff, um sie vor dem Fallen zu bewahren, oder Ananias und Sapphira, die ihre Sünde sehr wohl kannten. Keiner kommt in die Hölle, wenn er ein Bilderbuch liest oder einen Film mit Bildern sieht, die angeblich Jesus darstellen, doch sie können als Abbildungen, die Ihm nicht gerecht werden, nicht zum wahren und lebendigen Christus führen.

Frage: Viele der heutigen christlichen Führer (einschließlich meines früheren Pastors), sagen nüchtern, wir würden in einer „Postchristlichen Ära“ leben. Meine Frage lautet: vermitteln diese Führer nicht eine defätistische Haltung über christliche Werte in den Vereinigten Staaten und anderen Teilen der westlichen Zivilisation? Will nicht der Feind der Gemeinde dies glauben machen, so dass wir aufhören, die Verlorenen zu evangelisieren?

Antwort: Es ist wahr. Man bekommt üblicherweise im Westen (d.h. Amerika, Europa) zu hören, dass wir in einer postchristlichen Ära leben. Der Einfluss des Christentums hat sich in großem Maße vermindert und es gibt eine wachsende Zahl von heidnischen, islamischen, hinduistischen usw. Religionen, die hereinkommen, um das Vakuum zu füllen. Das wird oft verwendet, um die Beweisführung zu verstärken, das Christentum müsse sich ändern, etwas, was von der Emerging Church geltend gemacht wird.

Paulus schrieb, hinsichtlich der anderen Seite der Medaille, „Verkündige das Wort, tritt dafür ein, es sei gelegen oder ungelegen; überführe, tadle, ermahne mit aller Langmut und Belehrung“ (2 Timotheus 4,2). Es ist klar, dass das Evangelium für viele ungelegen ist. Es ist in der Welt immer ungelegen gewesen, aber Paulus spricht eindeutig auch die Gemeinde an, denn er fährt fort zu sagen, „Denn es wird eine Zeit kommen, da werden sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich selbst nach ihren eigenen Lüsten Lehrer beschaffen, weil sie empfindliche Ohren haben“ (V. 3). Die Schrift spricht immer wieder von einer Apostasie, in der sich „Namenschristen“ vom Glauben abwenden werden.

Es ist lehrreich zu sehen, wie Gläubige in Drittweltnationen so viel emphatischer in ihrem Predigen des Evangeliums aus der Schrift sind. Sogar Gläubige der klassischen Denominationen in Drittweltnationen sind „evangelikaler“ als viele, die sich im Westen als evangelikal bezeichnen.

Wir müssen jedoch auch daran denken, dass es biblisch gesehen nie eine „postchristliche Ära“ geben wird. Johannes sprach in der Offenbarung von „…eine[r] große[n] Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, bekleidet mit weißen Kleidern, und Palmzweige waren in ihren Händen“ (Offenbarung 7,9). Ihm wurde gesagt, „Das sind die, welche aus der großen Drangsal kommen; und sie haben ihre Kleider gewaschen, und sie haben ihre Kleider weiß gemacht in dem Blut des Lammes“ (V. 14). So wird sogar in jenen letzten der letzten Tage das Christentum auf der Erde sein. Folglich wird Gott immer einen gläubigen Überrest haben und die Frucht dieses Überrestes „konnte niemand zählen“.

Alarmierende Nachrichten

Netanjahu Schult den Kongress

Thewashingtonpost.com, 24.5.2011 Transkript: Die Rede des Israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu vor dem Kongress [Auszüge] – In einem instabilen Nahen Osten ist Israel der einzige Anker der Stabilität. In einer Region von sich verschiebenden Allianzen, ist Israel Amerikas unerschütterlicher Verbündeter. Israel war immer proamerikanisch. Israel wird immer proamerikanisch sein….

Eine heldenhafte Schlacht zwischen Tyrannei und Freiheit entwickelt sich jetzt im Nahen Osten… die die Erde vom Chaiber Pass bis zur Straße von Gibraltar erschüttert. Nun hält dieser historische Moment das Versprechen einer neuen Dämmerung von Freiheit und Gelegenheit. Millionen junger Leute sind entschlossen, ihre Zukunft zu verändern…. Sie zeigen Mut. Sie riskieren ihr Leben. Sie verlangen Würde. Sie begehren persönliche Freiheit.

Diese außerordentlichen Szenen in Tunis und Kairo wecken Erinnerungen an jene von 1989 in Berlin und Prag. Doch so wie wir ihre Hoffnungen teilen, müssen wir uns auch daran erinnern, dass diese Hoffnungen, wie in Teheran 1979, erstickt werden können…. Der kurze demokratische Frühling im Iran wurde plötzlich durch eine grausame und unversöhnliche Tyrannei beendet. Dieselbe Tyrannei erstickte Libanons demokratische Zedernrevolution, und drängte diesem lange leidenden Land die mittelalterliche Herrschaft der Hisbollah auf.

Heute steht der Nahe Osten an einem schicksalhaften Scheideweg…. Dieser Weg wird nicht nur durch Wahlen alleine geebnet. Er wird geebnet, wenn Regierungen Proteste auf Stadtplätzen erlauben, wenn der Macht der Herrschenden Grenzen gesetzt werden, wenn Richter den Gesetzen und nicht den Menschen verpflichtet sind, und wenn Menschenrechte nicht durch Stammesloyalität oder Pöbelherrschaft unterdrückt werden können.

Israel hat sich immer an diesen Weg geklammert… der Nahe Osten hat ihn lange abgelehnt. In einer Region, wo Frauen gesteinigt, Schwule gehängt, Christen verfolgt werden, sticht Israel hervor. Mutige arabische Protestierende kämpfen nun darum, genau diese Rechte für ihre Bevölkerung, für ihre Gesellschaften zu sichern…. Von den 300 Millionen Arabern im Nahen Osten und Nordafrika, erfreuen sich nur Israels arabische Bürger wirklicher, demokratischer Rechte…. Von jenen 300 Millionen Arabern ist weniger als ein halbes Prozent wirklich frei, und sie alle sind Bürger Israels!

Diese bestürzende Tatsache zeigt eine grundlegende Wahrheit: Israel ist nicht das, was im Nahen Osten falsch ist. Israel ist das, was im Nahen Osten richtig ist….

Wir sehnen uns nach dem Tag, an dem Israel eine der vielen wirklichen Demokratien im Nahen Osten ist…. Denn ich glaube, ein Naher Osten, der wirklich demokratisch ist, wird ein wirklich friedlicher Naher Osten sein. Aber während wir hoffen und aufs Beste hinarbeiten, müssen wir auch anerkennen, dass sich mächtige Kräfte dieser Zukunft entgegenstellen….

An vorderster Stelle unter diesen Kräften ist der Iran. Die Tyrannei in Teheran brutalisiert ihre eigene Bevölkerung. Sie unterstützt Angriffe gegen amerikanische Truppen in Afghanistan und Irak. Sie unterjocht Libanon und Gaza. Sie finanziert den Terror weltweit…. Die größte Gefahr, der sich die Menschheit gegenübersieht, könnte bald Wirklichkeit sein: Ein militantes islamisches Regime, das Nuklearwaffen besitzt….

Nun kann die Bedrohung meines Landes nicht übertrieben werden. Jene, die darüber hinweggehen, stecken ihren Kopf in den Sand. Weniger als sieben Jahrzehnte, nachdem sechs Millionen Juden ermordet wurden, leugnen die Führer des Iran den Holocaust des jüdischen Volkes, während sie zur Vernichtung des jüdischen Staates aufrufen.

Führer, die solches Gift ausspeien, sollten aus jedem respektablen Forum des Planeten verbannt werden. Aber da gibt es etwas, was die Ungeheuerlichkeit noch größer macht: der Mangel an Ungeheuerlichkeit. In großen Teilen der internationalen Gemeinschaft beantwortet man die Rufe nach unserer Zerstörung mit äußerster Stille. Es ist sogar noch schlimmer, weil es viele gibt, die sich beeilen, Israel für seine Selbstverteidigung gegen die Terrorstellvertreter Irans zu verurteilen.

Aber du nicht. Nicht Amerika. Du hast anders gehandelt. Du hast das iranische Regime wegen seiner Völkermordziele verurteilt. Du hast strenge Sanktionen gegen den Iran verhängt. Die Geschichte wird dich, Amerika, feiern.

Präsident Obama hat gesagt, dass die Vereinigten Staaten entschlossen sind, den Iran daran zu hindern, Kernwaffen zu entwickeln. Er veranlasste den Sicherheitsrat erfolgreich, Sanktionen gegen den Iran zu verhängen. Sie im Kongress haben sogar noch strengere Sanktionen beschlossen. Diese Worte und Taten sind von existentieller Bedeutung. Doch setzte das Ayatollah Regime nur einmal kurz im Jahr 2003 sein Nuklearprogramm aus, als es die Möglichkeit militärischer Aktionen fürchtete. Im selben Jahr gab Muammar Gaddafi sein Kernwaffenprogramm auf, und das aus demselben Grund. Je mehr der Iran glaubt, dass alle Optionen auf dem Tisch sind, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit von Konfrontation. Deshalb bitte ich sie, weiterhin eine eindeutige Botschaft zu senden. Amerika wird dem Iran nie erlauben, Kernwaffen zu entwickeln.

Was Israel betrifft, wenn die Geschichte das jüdische Volk irgendetwas gelehrt hat, besteht es darin, dass wir Aufrufe zu unserer Vernichtung ernst nehmen müssen. Wir sind eine Nation die aus der Asche des Holocaust auferstand. Wenn wir sagen, nie wieder, dann meinen wir nie wieder. Israel behält sich immer das Recht zur Selbstverteidigung vor.

Meine Freunde, während Israel immer wachsam bei seiner Verteidigung sein wird, werden wir nie unser Streben nach Frieden aufgeben…. Wir haben historische Friedensvereinbarungen mit Ägypten und Jordanien erzielt, die Jahrzehntelang Bestand hatten…. Aber sie reichen nicht. Wir müssen auch einen Weg finden, dauerhaften Frieden mit den Palästinensern zu schmieden. Vor zwei Jahren habe ich mich öffentlich für eine Zweistaatenlösung für zwei Völker festgelegt: Einen Palästinenserstaat an der Seite eines jüdischen Staats….

Als der Führer Israels… erkenne ich an, dass wir in einem echten Frieden einen Teil des jüdischen Heimatlandes aufgeben müssen. In Judäa und Samaria sind die jüdischen Leute keine ausländischen Besatzer. Wir sind nicht die Briten in Indien. Wir sind nicht die Belgier im Kongo. Dies ist das Land unsere Vorväter, das Land Israel, in das Abraham die Vorstellung des einen Gottes brachte, wo David sich aufmachte, dem Goliath gegenüberzutreten, und wo Jesaja eine Vision ewigen Friedens sah. Keine Verdrehung der Geschichte kann das viertausend Jahre alte Band zwischen dem jüdischen Volk und dem jüdischen Land abstreiten.

Aber es gibt eine weitere Wahrheit. Die Palästinenser teilen dieses kleine Land mit uns. Wir suchen einen Frieden, in dem sie weder Israels Staatsangehörige noch seine Bürger sind. Sie sollen sich eines nationalen Lebens der Würde als ein freies, lebensfähiges und unabhängiges Volk in ihrem eigenen Staat erfreuen. Sie sollten sich einer blühenden Wirtschaft erfreuen, wo ihre Kreativität und Initiative gedeihen kann…. In den letzten zwei Jahren haben die Palästinenser angefangen, für sich ein besseres Leben zu bauen. Premierminister Fayad hat diese Anstrengung geleitet….

Wir haben der palästinensischen Wirtschaft geholfen, indem wir Hunderte Barrieren und Straßensperren entfernten, um den freien Fluss von Waren und Leuten zu ermöglichen. Die Ergebnisse waren geradezu bemerkenswert. Die palästinensische Wirtschaft… wächst pro Jahr mehr als 10%. Palästinensische Städte haben [jetzt] Einkaufszentren, Kinos, Restaurants, Banken… e-Business. Dies geschieht alles ohne Frieden. Stellen sie sich vor, was mit Frieden geschehen könnte….

Wenn die Vorteile des Friedens mit den Palästinensern so klar sind, warum hat sich uns der Friede entzogen? Denn alle sechs israelischen Premierminister seit Unterzeichnung des Oslo Abkommens haben zugestimmt, einen palästinensischen Staat zu etablieren. Mich eingeschlossen. Warum also wurde kein Friede erreicht? Weil bisher die Palästinenser nicht willens waren, einen palästinensischen Staat zu akzeptieren, wenn es bedeutete, einen jüdischen Staat daneben zu akzeptieren.

Sie sehen, bei unserem Konflikt ging es nie um die Errichtung eines palästinensischen Staates. Es ging immer um die Existenz des jüdischen Staates…. 1947 stimmten die Vereinten Nationen für die Teilung des Landes in einen jüdischen Staat und einen arabischen Staat. Die Juden sagten ja. Die Palästinenser sagten nein. In jüngeren Jahren lehnten die Palästinenser zweimal großzügige Angebote von israelischen Premierministern ab, einen palästinensischen Staat auf praktisch dem gesamten Territorium zu errichten, das Israel im Sechstagekrieg erobert hatte. Sie waren schlicht Unwillens, den Konflikt zu beenden. Und ich bedaure dies zu sagen: Sie erziehen ihre Kinder weiter zum Hass, Sie benennen weiterhin öffentliche Plätze nach Terroristen. Und das allerschlimmste, sie lassen weiterhin die Phantasie fortbestehen, dass Israel eines Tages von den Nachkommen der palästinensischen Flüchtlinge überflutet wird.

Meine Freunde, das muss ein Ende haben…. Ich stand vor meinem Volk und ich sagte… „Ich werde einen palästinensischen Staat akzeptieren“. Es ist Zeit für Präsident Abbas, vor seinem Volk zu stehen und zu sagen… „ich werde einen jüdischen Staat akzeptieren“.

Diese sechs Worte werden die Geschichte verändern. Sie werden den Palästinensern deutlich machen, dass dieser Konflikt ein Ende haben muss…. Sie werden das Volk von Israel überzeugen, dass sie einen echten Friedenspartner haben. Mit solch einem Partner wird das Volk von Israel bereit sein, einen weitreichenden Kompromiss einzugehen…. Dieser Kompromiss muss die dramatischen, demographischen Veränderungen reflektieren, die seit 1967 geschehen sind. Die riesige Mehrheit der 650.000 Israelis, die jenseits der Linien von 1967 leben, residieren in der Nachbarschaft und Vororten von Jerusalem und Groß Tel Aviv.

Über den Status der Siedlungen wird nur in Verhandlungen entschieden werden. Aber wir müssen auch ehrlich sein…. In jedem Friedensabkommen, das den Konflikt beendet, werden einige Siedlungen jenseits der israelischen Grenzen liegen. Die genaue Grenzziehung muss verhandelt werden. Wir werden sehr großzügig hinsichtlich der Größe eines künftigen palästinensischen Staates sein. Aber wie Präsident Obama sagte, die Grenze wird anders verlaufen als jene, die am 4. Juni 1967 bestand. Israel wird nicht zu den Grenzlinien von 1967 zurückkehren, die nicht zu verteidigen sind….

Präsident Obama bezog sich zu Recht auf Israel als das Heimatland des jüdischen Volkes, genauso wie er sich auf den künftigen palästinensischen Staat als das Heimatland des palästinensischen Volkes bezog. Juden aus aller Welt haben das Recht, in den jüdischen Staat einzuwandern. Palästinenser aus der ganzen Welt haben das Recht, wenn sie es wollen, in einen palästinensischen Staat einzuwandern. Das bedeutet, dass das palästinensische Flüchtlingsproblem außerhalb der Grenzen Israels gelöst wird.

Was Jerusalem betrifft, nur ein demokratisches Israel hat die Freiheit der Anbetung für alle Glaubensrichtungen in der Stadt geschützt. Jerusalem darf nie wieder geteilt werden. Jerusalem muss die vereinte Hauptstadt Israels sein. Ich weiß, dass dies ein schwieriger Punkt für die Palästinenser ist. Aber ich denke, mit Kreativität und gutem Willen kann eine Lösung gefunden werden.

Dies ist der Friedensplan, den ich mit einem palästinensischen Partner schmieden werde, der den Frieden will. Aber sie wissen sehr wohl, dass im Nahen Osten nur der Friede dauerhaft ist, den sie auch verteidigen können.

Der Friede muss also in der Sicherheit verankert sein. In jüngeren Jahren zog sich Israel aus dem Südlibanon und Gaza zurück. Aber wir bekamen keinen Frieden. Stattdessen feuerten Hisbollah und Hamas 12.000 Raketen aus jenen Gebieten auf unsere Städte, auf unsere Kinder. Die UN Friedenstruppen im Libanon waren nicht in der Lage, den Schmuggel dieser Waffen zu verhindern. Die europäischen Beobachter in Gaza verflüchtigten sich über Nacht. Wenn also Israel einfach aus diesen Territorien herausginge, würde das Einströmen von Waffen in einen künftigen palästinensischen Staat unkontrolliert ablaufen. Von dort abgefeuerte Raketen könnten praktisch jedes Haus in Israel in weniger als einer Minute erreichen…. Stellen sie sich vor, wir alle hätten genau jetzt weniger als 60 Sekunden Zeit, einen Schutzraum wegen einer einfliegenden Rakete aufzusuchen…. Würde irgendjemand so leben wollen? Nun, wir werden auch nicht auf diese Weise leben.

Die Wahrheit ist, dass Israel aufgrund seiner einzigartigen Größe einzigartige Sicherheitsarrangements benötigt. Israel ist eines der kleinsten Länder in der Welt…. Israel in den Grenzen von 1967 wäre halb so breit wie der Washington Beltway…. Deshalb ist es absolut lebenswichtig für Israels Sicherheit, dass ein palästinensischer Staat voll entmilitarisiert ist. Und es ist lebenswichtig, dass Israel eine langfristige, militärische Präsenz entlang des Jordan beibehält. Solide Sicherheitsarrangements am Boden sind nicht nur notwendig, um den Frieden zu schützen, sie sind notwendig, um Israel für den Fall zu beschützen, dass der Frieden zunichte gemacht wird. Denn in unserer unstabilen Region kann keiner garantieren, dass unsere Friedenspartner von heute noch morgen da sein werden.

Und wenn ich morgen sage, meine ich keine entfernte Zeit in der Zukunft. Ich meine – morgen. Friede kann nur am Verhandlungstisch erzielt werden. Der palästinensische Versuch, eine Regelung durch die Vereinten Nationen aufzuzwingen, wird keinen Frieden bringen. Dem sollten sich alle jene eindringlich entgegenstellen, die darauf abzielen, diesen Konflikt zu beenden…. Friede kann nicht aufgezwungen werden. Er muss verhandelt werden. Aber er kann nur mit Partnern verhandelt werden, die zum Frieden entschlossen sind.

Und Hamas ist kein Partner für den Frieden. Hamas bleibt Israels Zerstörung und dem Terrorismus verpflichtet. Sie haben eine Charta… die… nicht nur zur Vernichtung Israels aufruft, sondern sagt, „tötet die Juden, wo immer ihr sie findet“. Der Führer der Hamas verurteilte die Tötung von Osama bin Laden und pries ihn als einen heiligen Krieger…. Israel ist bereit, sich heute mit der palästinensischen Autonomiebehörde zusammenzusetzen und den Frieden zu verhandeln. Ich glaube, wir können eine brillante Zukunft des Friedens für unsere Kinder machen. Aber Israel wird nicht mit einer palästinensischen Regierung verhandeln, die von der palästinensischen Version der Al Kaida unterstützt wird.

Nun rufe ich Präsident Abbas auf: Brechen sie ihren Pakt mit der Hamas! Setzen Sie sich hin und verhandeln Sie! Machen Sie Frieden mit dem jüdischen Staat. Und wenn Sie es tun, verspreche ich ihnen dies, Israel wird nicht das letzte Land sein, das einen palästinensischen Staat als neues Mitglied der Vereinten Nationen willkommen heißt. Es wird das erste sein, das es tut….

Obamas Weißes Haus Stellt Ultimatum

HAaRETZ.com, 13.6.2011: USA setzen Netanjahu unter Druck, Obamas Friedensplan anzunehmen [Auszüge] – Washington setzt Premierminister Benjamin Netanjahu unter Druck, seinem Vorschlag beizupflichten, die israelisch-palästinensischen Friedensgespräche auf Grundlage der Rede von Präsident Barack Obama am 19. Mai wieder aufzunehmen.

Eine israelische Quelle, die neulich mit einem höheren Beamten in Washington sprach, sagte, die Amerikaner seien von Netanjahus Verhalten sehr enttäuscht und hätten das Empfinden, er würde Amerikas Anstrengungen behindern, die Palästinenser von der Suche nach einseitiger Anerkennung eines Staates im September abzuhalten. Netanjahus persönlicher Gesandter, Isaak Molho, verbrachte letzte Woche in Washington, wo die Amerikaner ihren Vorschlag vorstellten, die Gespräche auf der Grundlage von Obamas Rede wieder aufzunehmen. Obamas Plan ruft spezifisch dazu auf, über Grenzen und Sicherheit zuerst zu verhandeln, während solche Streitfragen wie Jerusalem und die Flüchtlinge auf später verschoben werden. Er ruft auch dazu auf, dass die Grenzen auf den Linien von 1967 beruhen sollen, mit gegenseitig vereinbartem Landaustausch….

Eine israelische Quelle, die enge Verbindungen sowohl mit oberen US Beamten und Leuten, die Netanjahu nahestehen, hat, sagte, Washingtons Enttäuschung begann mit Netanjahus Reise nach Washington letzten Monat, wo er öffentlich mit Obama kämpfte und sich dann in einer Rede an den Kongress weigerte, den Verhandlungsentwurf des Präsidenten zu unterstützen. Die Amerikaner seien nun sehr sauer über Netanjahu, sagte die Quelle.

„Er bittet uns, ihn im September zu unterstützen, aber er gibt uns kein Mittel, mit dem wir ihm helfen können“, zitierte die Quelle einen amerikanischen Beamten, der sagte, „Anstatt uns zu helfen, macht er es für uns nur schwerer.“

Als ein Ergebnis, so klagten amerikanische Beamten, war Obama nicht in der Lage, Britannien und Frankreich zu verpflichten, sich dem einseitigen palästinensischen Schachzug entgegenzustellen, als er letzten Monat Europa besuchte.

„Die Amerikaner brauchen Israel drinnen, aber Netanjahu ist noch nicht dort“, sagte die Quelle. „Heute hat Israel, aus amerikanischer und europäischer Sicht, nichts gegeben.“

Europäische Diplomaten sagten, Netanjahus Rede an den Kongress wurde in Europa als eine langes „Nein“ gesehen und habe somit den Argwohn der Europäer ihm gegenüber erhöht. „Wir wollen von Netanjahu sagen hören, er sei willens auf der Grundlage von Obamas Rede zu verhandeln, und dass er Grenzen auf Grundlage der Linien von 1967 mit Landaustausch diskutieren wird“, sagte ein Diplomat.

Seit den erfolglosen Gesprächen mit Molho letzte Woche hat das Weiße Haus den Druck auf Netanjahu erhöht. Am Freitag teilte Steve Simon, der das Büro des US National Security Councils für den Nahen Osten leitet, führenden amerikanischen Juden mit, Netanjahu müsse innerhalb eines Monats auf den US Vorschlag zum Neustart der Gespräche antworten. Das Weiße Haus wusste, diese Bemerkung würde sowohl Netanjahu übermittelt werden und an die amerikanische und israelische Presse durchsickern, und somit sein Missfallen öffentlich machen.

Aber Netanjahus Büro beharrte darauf, es sei „sich keines amerikanischen Drucks oder Ultimatums bewusst“.

[TBC: „Dies ist die Last, das Wort des HERRN über Israel: Es spricht der HERR, der den Himmel ausspannt und die Erde gründet und den Geist des Menschen in seinem Inneren bildet: Siehe, ich mache Jerusalem zum Taumelkelch für alle Völker ringsum, und auch über Juda wird es kommen bei der Belagerung Jerusalems. Und es soll geschehen an jenem Tag, dass ich Jerusalem zum Laststein für alle Völker machen werde; alle, die ihn heben wollen, werden sich gewisslich daran wund reißen; und alle Heidenvölker der Erde werden sich gegen es versammeln.“ – Sacharja 12,1-3]

Briefe

Liebes TBC

Einst las ich einen Artikel, [der] über die Antworten auf eine Frage berichtete, die mehreren prominenten konservativen, orthodoxen Fundamentalisten gestellt wurde…. Die Frage lautete: „Neben der Bibel, was sind die Top fünf Bücher, die den größten Einfluss auf sie gehabt hatten?“

Einige erwähnten Werke von Augustinus, Thomas von Aquin, Johannes Kalvin, und mehreren anderen Theologen, [die] wohlbekannte Werke der Literatur produziert hatten. Der Einziger Autor und Buch, die in jeder Liste unter den Top fünf standen, war C.S. Lewis Mere Christianity. Warum ich dies erwähne? Wenn der Herr eine weitere Generation abwartet, und dieselbe Frage an eine künftige Gruppe von prominenten, konservativen Theologen gestellt würde, bin ich gewiss, C.S. Lewis wird es in jede Liste schaffen, aber Daves neues Buch Cosmos, Creator, and Human Destiny wird auch dort zu finden sein. Es ist so gut und wird so viel Einfluss auf jeden haben, der es liest. Danke Ihnen. JB (KY, Gefangener)

Lieber Dave und T.A,

Der Dienst des Berean Call ist ein erfrischender Strom in der Wüste…. Ich bin 60 Jahre alt. Erlösung kam spät in meinem Leben (30er) und in den 1980ern kaufte ich sowohl The Seduction of Christianity und Beyond Seduction. Zu schlecht, dass ich sie nicht las…. In der christlichen Psychologie suchte ich weiter Heilung von meiner schmerzlichen Vergangenheit. Das führte zu noch mehr Schmerz, da ich äußerst törichte Entscheidungen traf, die mir beklagenswerte Folgen einbrachten…. So holte ich ihre Bücher raus und las beide (bemerkenswert, dass ich sie nach den vielen Umzügen noch hatte)…. WOW! Alles, dem wir begegnet waren, war auf den Seiten Ihrer Bücher beschrieben…. Als ich dann noch ihre Beschreibung der Psychologie als einer konkurrierenden Religion las – das war es für mich! Ich ließ meinen Mann jedes „christliche“ Psychologiebuch verbrennen [das ich besaß] und das war das Ende davon…. Die Freiheit von Wankelmut ist großartig! So fügen Sie mich zur Liste der Leute hinzu, die die Wahrheit hochhalten…! Treue Diener wie Sie ermutigen jene unter uns draußen in der Wüste. AC (GA)

Lieber Mr. McMahon,

Das Gedicht über Dave in Ihrem [April] Rundbrief hat mir… das Stichwort gegeben, das zu tun, was ich schon sehr lange zuvor hätte tun sollen. Mit… Ausnahme meines Vaters waren Sie und Dave die einflussreichsten Personen in meinem christlichen Wandel und Wachstum in den letzten drei Jahrzehnten. Sogar von jungen Jahren an war mein Lieblingsroman The Archon Conspiracy, und ich wurde dann geführt, viele andere von Daves Büchern zu lesen, und natürlich den großartigen Rundbrief, den ich jeden Monat verschlinge. Ich lese zurzeit Whatever Happened to Heaven? und… bin erstaunt, wie es nach mehreren Jahrzehnten viel relevanter geworden ist. Ich hatte die absolute Freude und das Privileg… Sie letztes Jahr in unserer Gemeinde in Sheffield (UK) zu treffen…. Ich war erfreut, die Gelegenheit zu haben, Ihnen aufrichtig zu danken… für den massiven Einfluss, den sie auf das Wachstum meines Glaubens und Wissens hatten. Ich denke, ich werde die Gelegenheit erhalten, Dave zu danken… wenn wir beide beim Herrn sind…. Ich danke Ihnen beiden so sehr…. Ich hoffe, ich bin in der Lage, meinen Töchtern das weiter zu reichen, was ich von Ihnen und Ihrem Dienst gelernt habe, genauso wie mein Vater, der mich als neugieriger und wissenshungriger Teenager zu Ihrem Dienst lenkte. JS (UK)

TBC

Das Lesen der Bücher von Dave Hunt hat endlich meinen Sinn und mein Herz für das geöffnet, was Jesus wirklich für mich bedeutet! Meine spirituelle Reise geht von Indien bis Rom…. Letzten Sonntag war ich traurig, musste aber lachen, [während] ich 60 Minutes im Fernsehen anschaute. Vor nicht allzu langer Zeit wäre ich über die orthodoxe Präsentation ihres mystischen, alten Gehabes erstaunt gewesen. Ich lachte, denn alles, was ich sah, war Hinduismus als Christentum verkleidet! Danke Ihnen, jedem beim Berean Call, für Ihre Arbeit und das Licht, das sie auf Christus werfen! GP (Email)

Lieber Dave,

Mit Bezug auf Ihre aufschlussreiche Antwort [über Gottes Vorherwissen, Juni 2011]: Danke für Ihre Weisheit in dieser Hinsicht, Dave. Drei Jahrzehnte bin ich nun Christ und beinahe zwei davon Pastor. Vor etwa neun Jahren begann ich einen ernsten Flirt mit dem Kalvinismus und fing sogar an, Aspekte von ihm in unserer Gemeinde einzuführen, obgleich ich ein nagendes Unbehagen darüber verspürte. Ich las dann einen Teil von What Love Is This? und versuchte als Ergebnis den Kalvinismus und den Freien Willen in meinem Verstand zu verschmelzen. Einige Jahre später, nach einer demütigenden persönlichen Krise, versuchte ich, es ein zweites Mal zu lesen, und von der ersten Seite an flößte mir das Buch das Gefühl ein, extrem dumm zu sein. Ich rief die ganze Zeit aus „aber ich wusste das!“ und „Ich hätte dies schreiben sollen!“ Etwas tief in mir flüsterte „Nun, warum bleibst du nicht dem treu, was du weißt und glaubst?“ Genau das machte ich, und es war nicht einmal notwendig, das Buch fertig zu lesen. Nun ist es Jahre später und es ist mir klar geworden, dass es eine direkte Verknüpfung zwischen meiner Anziehung zum Kalvinismus und der Größe meines Egos gab. Ich wollte Teil der intellektuellen Elite sein, und so fing ich an, Gründe zu finden, die offensichtliche und einfache Bedeutung der Schrift aufzugeben. Meine riesige Anstrengung, ein 5-Punkte Kalvinist zu werden, kann in einem Wort erklärt werden: STOLZ. Nochmals Danke, Dave. TV (Email)

TBC Notizen

„Beam mich HINEIN, Scottie!“

Das mag nicht der spirituellste Weg sein, eine Möglichkeit für ihre Gemeinde anzukündigen, mich an einem Sonntag oder Wochentagabend sprechen zu lassen. Dennoch ist es ein Segen für jene von uns, die Gelegenheiten guter Haushalterschaft lieben.

Bei zwei Gelegenheiten neulich hatte ich das Privileg, zu einer Gemeinschaft in Miami, Florida, zu sprechen. Der beste Teil war, dass sie mein Flugticket oder meine Übernachtung nicht bezahlen mussten. Alles, einschließlich einer sehr langen F&A Sitzung nach einem Vortrag erfolgte direkt von unserem Büro in Bend, Oregon aus.

Das Computerprogramm, mit dem viele bereits vertraut sind, wird SKYPE genannt. In seiner einfachsten Form nimmt eine Kamera Klang und Videobilder auf, die in Echtzeit von einem zu einem anderen Computer gesandt werden. In der Gemeinde wiederum wird alles, was vom Computer empfangen wird (das heißt der Redner und seine PowerPoint), auf eine große Leinwand projiziert, damit die Versammlung es sehen und hören kann. Eine Kamera in der Gemeinde zeichnet die Zuhörerschaft auf, so dass der Sprecher erkennen kann, wie die Leute reagieren (z.B. gefesselt, einschlafend oder zu den Türen hinauseilend).

Wir sind damit immer noch in der Entwicklungsphase, aber es hat soweit ziemlich gut funktioniert. Technisch gesehen muss eine Gemeinde einen Computer mit einer Kamera und Internetverbindung haben, einen Projektor und eine große Leinwand (oder eine weiße Wand), aber das scheint Standard in den meisten Gemeinden zu sein. Unser Vorgehen besteht darin, einen Test mit jeder interessierten Gemeinschaft durchzuführen, um zu sehen, ob ein SKYPE Programm mit ihren aktuellen Geräten kompatibel ist. Sobald das klar ist, wird ein Datum vereinbart und die Ankündigungen können hinausgehen.

Wenn ihre Gemeinde daran Interesse haben sollte, können sie Sally unter 1-541-382-6210, ext. 119 anrufen, um einen technischen Test und ein Datum zu vereinbaren.

T.A. McMahon Executive Director

Dave Hunt Classics

„Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin.“ – Hier gibt es keine Grundlage für Selbstachtung.

Selbsterhebung und Demut

Von Dave Hunt, Auszug aus Beyond Seduction, Kapitel 9

Viele Christen, die in kommunistischen Ländern unter Verfolgung leben, sind verwirrt, wenn sie hören, wie gesellschaftlich akzeptabel das Christentum im Westen zu sein scheint. Seit der Feststellung von Paulus, „Und alle, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, werden Verfolgung erleiden“ (2 Timotheus 3,12), die sich für russische oder polnische oder chinesische Gläubige als wahr erwiesen hat, fragen sie sich, warum dasselbe nicht für Christen im Westen gilt. Und sie beten, dass Gott uns helfen möge, keine Kompromisse unter dem Druck der Popularität und des Erfolgs einzugehen, genau wie sie sich geweigert haben, vom Kommunismus korrumpiert zu werden. Diese Gläubigen würden es erstaunlich finden, dass sich Christen im Westen Monate oder sogar Jahre „therapieren“ ließen, um den Schaden zu überwinden, der ihrer Psyche angeblich durch „Ablehnung“ zugefügt wurde. Jene, die unter totalitären Regimen aufwachsen, die feindlich gegenüber dem Evangelium sind, erwarten, für ihren Glauben abgelehnt, verachtet, lächerlich gemacht und sogar eingesperrt und getötet zu werden, und würden nicht die Bedeutung verstehen, die Christen im Westen auf Selbstachtung, Selbstannahme und Selbsterfüllung legen.

Für solche leidenden Christen, von denen viele nie eine Bibel ihr Eigen nannten (und die sich nach dem Tag sehnen, wenn sie eine aus dem Westen eingeschmuggelte erhalten werden), wäre es sogar noch unverständlicher, gesagt zu bekommen, dass die Gemeinde im Westen die Bibel als unzulänglich und den Heiligen Geist als unzureichend ansieht, vollkommene geistliche Anleitung und Kraft zur Führung des christlichen Lebens bereit zu stellen. In der Tat würden sie es erstaunlich finden, dass die westliche Kirche so enthusiastisch ihre Arme öffnen würde, um neue Theologien anzunehmen, die auf den Theorien der Psychologie gegründet sind….

Teil des Problems [im Westen] bei solchem Denken wird durch die Verwechslung von Minderwertigkeitsgefühlen mit Mangel an Selbstachtung verursacht. Ersteres umfasst Leistung oder Fähigkeit, während letzteres sich auf die Gefühle des Eigenwertes bezieht. Es ist eindeutig, je größer die Selbstachtung und Eigenliebe einer Person sind, desto mehr Enttäuschung wird es geben, wenn die Fähigkeiten und die Leistung nicht gleichwertig sind. Keiner hasst sich, aber er mag seine Umstände oder Aussehen oder Mangel an Fähigkeiten hassen. Schon die Tatsache, dass wir unser Aussehen nicht mögen oder unsere Unfähigkeit beklagen oder bestürzt werden, wenn Leute oder Umstände uns grausam behandeln, ist Beweis dafür, dass wir uns lieben und schätzen, denn wenn wir uns nicht schätzen würden, würden wir froh sein, wenn die Dinge uns zuwiderlaufen.

Sich minderwertiger als andere zu fühlen oder für die gestellte Aufgabe nicht geeignet sein ist kein Defekt, der behandelt werden muss, bevor man nützlich sein kann. Im Gegenteil, seine Unfähigkeit zu erkennen ist die Voraussetzung für echten Sieg, denn nur, wenn wir von Selbstvertrauen befreit sind, kann Gott uns zu Seinem Ruhm gebrauchen. Jonathans lahmer Sohn, Mephiboset, nannte sich „toter Hund“, aber König David bestand darauf, dass er täglich mit ihm an der königlichen Tafel aß (2 Samuel 9,6-13). Gideon hielt sich für unfähig, seine Familie für arm und „ich bin der Kleinste im Haus meines Vaters“ (Richter 6,15), doch er lernte, Gott zu vertrauen und wurde einer von Israels größten Befreiern. Jesaja wich vor Gottes Ruf zurück, wenn er seine „unreinen Lippen“ berücksichtigte, die unwürdig waren, für seinen Herrn zu sprechen (Jesaja 6,5). Amos war kein Prophet, sondern bloß ein Hirte (Amos 7,14), den Gott verwendete, das Gericht über die Nationen zu verkünden. Der Wendepunkt in Hiobs Leben kam, als er sich schließlich selbst hasste (Hiob 42,6): Dann und nur dann konnte Gott ihn wiederherstellen. Mose antwortete, als er von Gott berufen wurde, „Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehen… sollte?“ (2 Mose 3,11) und bestand darauf, dass er „einen schwerfälligen Mund“ habe und unfähig sei (2 Mose 4,10-13). Gottes Antwort an Mose sollte jeden ermutigen, der sich minderwertig fühlt: „Ich werde mit dir sein!“

Weit davon entfernt, sich mit Moses Minderwertigkeit zu beschäftigen, oder sein „schlechtes Selbstbild“ aufzubauen, versprach Gott Seine Gegenwart und Macht. In der Tat wählte Er Mose aus, den Mann, sanftmütiger als alle Menschen auf Erden (4 Mose 12,3), um dem mächtigsten Kaiser der Welt in seinem Palast mutig zu begegnen und Sein Volk zu befreien, so dass Gott, und nicht der Mensch die Ehre haben würde. So kann es bei jedem sein, der seine eigene Unfähigkeit und Unwürdigkeit zugibt. Statt entweder in Selbstentwertung zu schwelgen oder mit humanistischen Methoden seine Unfähigkeit zu überwinden zu suchen, wendet er sich dann vom Selbst zu Gott und verlässt sich in seiner Schwachheit auf Gottes Stärke. Statt seine Behinderung zu beklagen, rühmte sich Paulus seiner Schwäche:

Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen! Darum will ich mich am liebsten vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft des Christus bei mir wohne. Darum habe ich Wohlgefallen an Schwachheiten, an Misshandlungen, an Nöten, an Verfolgungen, an Ängsten um des Christus willen; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark. (2 Korinther 12,9.10)

Natürlich versuchen jene, die die Selbstsucht in die Gemeinde hineingebracht haben (selbst wenn sie anerkennen, dass die Vorstellung ursprünglich aus der humanistischen Psychologie kam), sie durch die Schrift zu unterstützen. Ein führender christlicher Psychologe zitiert Psalm 139 und legt nahe, dass das „wunderbare Muster für Wachstum, Erfüllung und Entwicklung“, das „Gott in unsere Gene einbaute… die elementare Basis für Selbstachtung darstellt“. Gewiss sollte mich das Genie des genetischen Codes dazu bringen, mich in Erstaunen und Verehrung vor der Weisheit und Macht Gottes zu beugen – aber Selbstachtung? [Dies] ist genauso wenig Grund zur Selbsterhöhung, wie Gottes schöpferische Macht bei den Genen im Allgemeinen oder bei einem Sonnenuntergang oder einer schönen Blume zu sehen – Ich hatte in keinem Fall etwas mit ihrer Erschaffung zu tun. Vor Ehrfurcht ergriffen vor der Schönheit und den Wundern der Schöpfung zu stehen… veranlasst mich nicht, mich gut über mich zu fühlen, sondern es bewegt mich, den Schöpfer zu verehren. „Die Himmel verkünden die Ehre Gottes“, nicht meine Ehre….

Sogar wenn ich physisch oder mental oder gesellschaftlich besser ausgestattet bin als jeder andere auf der Welt, wäre das, nach Paulus, keine Grundlage zum Prahlen: „Denn wer gibt dir den Vorzug?“ fragte er. Die Antwort ist offensichtlich Gott, obgleich ich Ihm nicht Vorwürfe für Defekte machen kann, die ich von meinen sündigen Vorfahren geerbt habe. Aber was seine Talente und Gelegenheiten und jede Freundlichkeit betrifft, die sich durch sein Leben (und besonders seine Apostelwürde) manifestierten, verkündete Paulus, „Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin“ (1 Korinther 15,10). Da gibt es keine Grundlage für Selbstachtung…!

Nur gerettete Sünder werden im Himmel sein…. Christus wird auf ewig die Merkmale von Golgatha tragen. Die Narben dessen, was Er für unsere Sünden litt, werden nie ausgetilgt werden. Erdreisten wir uns zu denken, wir würden je in der Lage sein, aus unserem Gedächtnis die Tatsache, wir seien aus Gnade gerettete Sünder, auszulöschen? Wer würde den Wunsch haben, die Schuld zu vergessen, die wir dem Einen schulden, der uns freigekauft hat? Der Thron Gottes wird für immer als der Thron des Lammes bekannt sein (Offenbarung 22,3). Unser verherrlichter Herr und Heiland wird in Seinem Auferstehungsleib die ganze Ewigkeit als das frisch geschlachtete Lamm auftreten, und unser Lied wird für immer „Ihm, der uns geliebt hat und uns von unseren Sünden gewaschen hat durch sein Blut“ gelten! Der gekreuzigte und auferstandene Retter, der die Merkmale von Golgatha trägt, wird die Herrlichkeit des Himmels sein. [Martin] Lloyd-Jones drückte es gut aus:

Stolz ist immer die Ursache von Problemen, und es gibt nichts, was den Stolz des natürlichen Menschen so trifft wie das Kreuz des Christus.

Wie macht das Kreuz das? Was ist geschehen, dass es überhaupt ein Kreuz geben musste? Es geschah, weil wir Versager sind, weil wir Sünder sind, weil wir verloren sind.

Der Christ ist kein guter Mensch. Er ist ein abscheulicher Schuft, der durch die Gnade Gottes gerettet worden ist.

Man kann den wahren Gott in Seiner Großartigkeit unmöglich kennen, ohne sich tatsächlich als sehr klein zu sehen. Es gibt keinen sichereren Weg, den aufgeblasenen Sinn der eigenen Wichtigkeit zu verlieren.

TBC Extra

Lehre in den Pastoralbriefen

Von – Ron Merryman

„Bis ich komme, sei bedacht auf das Vorlesen, das Ermahnen und das Lehren…. Dies soll deine Sorge sein, darin sollst du leben, damit deine Fortschritte in allen Dingen offenbar seien! Habe Acht auf dich selbst und auf die Lehre; bleibe beständig dabei! Denn wenn du dies tust, wirst du sowohl dich selbst retten als auch die, welche auf dich hören“ – 1 Timotheus 4,13.15-16. (Ich habe jeden der bestimmten Artikel aus dem griechischen Text hervorgehoben, weil sie den Fokus des öffentlichen Dienstes, das Wort Gottes, bekräftigen) [Paulus an Timotheus, ca. 65 n. Chr.]

Die Ermahnung des Paulus hier richtet sich an drei Schwerpunkte im öffentlichen Dienst von Timotheus. Wenn Gläubige sich versammeln, sollte Timotheus 1) sich um das laute Vorlesen der Schrift, 2) um Ermahnung – Ermutigung, die aus der Schrift fließt, und 3) um die Lehre kümmern, dem organisierten oder systematisierten Lehren von Gottes Wort.

Dies sollte die Sorge von Timotheus sein [wörtlich: widme diesem beständig akribische Sorge (meletao im Präsens, Aktiv, Imperativ)], darin sollst du leben („sei in diesen Dingen“… „gehe in ihnen auf“), und bleibe beständig dabei… denn wenn er das machte, würden er und seine Zuhörer von den Übeln der Zeit befreit werden. Starke Imperative für junge Pastoren von dem betagten Apostel! Es ist augenscheinlich, dass das Vertrauen von Paulus beim Ausführen von Gottes Absichten alleine auf Gottes Wort beruhte.

Was für Timotheus als normal gelten sollte, ist heute in evangelikalen Gemeinden gefürchtet! Lehre (Doktrin) ist zum gefürchteten „D“ Wort geworden! Manche halten sie für entzweiend; als ob Wahrheit und Irrtum wenig Unterschied machen (muss ich sagen, dass lehrmäßige Wahrheit von Natur aus hinsichtlich des Irrtums ziemlich intolerant ist!) Andere sehen sie als trocken und langweilig an, als ob Gottes Wahrheit keine Beziehung zu menschlicher Erfahrung hätte. Wieder andere vermeiden Lehre wie die Pest, weil sie fürchten, sie würde Liebe minimieren, als ob Liebe sentimental von der Wahrheit geschieden werden könnte.

Nicht so beim Apostel Paulus! Und in seinen Pastoralbriefen, 1 Timotheus, 2 Timotheus und Titus, vermittelt er die Bedeutung gesunder Lehre. Haben sie bemerkt – Pastoralbriefe – Briefe an jene, die Verantwortung für die Schwerpunkte in den Zusammenkünften der Versammlung tragen würden! Pastoren, Älteste, Seminaristen: Nehmen sie zur Kenntnis! So freundlich wie möglich [und] mit Einfühlungsvermögen, da ich 14 Jahre Pastor war, frage ich, „Sind die Gläubigen in Ihrer Versammlung lehrmäßig gut gegründet oder nicht? Wenn nicht, warum nicht?“ Gläubige: Sind Sie in biblischer Wahrheit wohlorientiert, so dass sie lehrmäßige Wahrheit verbreiten und verteidigen können? Oder überlassen sie das den „Profis“?

Falsche Prophetie – oder eine kurze Geschichte von Lektionen, die nie gelernt wurden

Von – Edwin L. Newby

Es gibt einen einfachen Weg, eine Prophezeiung zu testen: „abwarten und Tee trinken.“ Die Schrift ist eindeutig: „Wenn der Prophet im Namen des HERRN redet, und jenes Wort geschieht nicht und trifft nicht ein, so ist es ein Wort, das der HERR nicht geredet hat; der Prophet hat aus Vermessenheit geredet, du sollst dich vor ihm nicht fürchten“ (5 Mose 18,22).

Harold Campings Prophezeiung über das Jüngste Gericht am 21. Mai 2011 ist bloß ein weiteres Beispiel falscher Prophezeiung. Camping behauptete, dass der Herr ihm dies „offenbarte“, trotz der klaren Aussage Christi: „Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, sondern allein mein Vater“ (Matthäus 24,36).

„Camping, der vorhersagte, dass 200 Millionen Christen am Samstag, bevor die Erde zerstört wurde, in den Himmel geholt würden, sagte, er fühlte sich so schrecklich, als seine Vorhersage des Jüngsten Gerichts sich nicht bewahrheitete, dass er sein Haus verließ und Zuflucht in einem Motel suchte, nachdem er Millionen ausgegeben hatte – einiges davon waren Spenden seiner Anhänger – für mehr als 5.000 Reklametafeln und 20 Wohnmobile, die mit der Ankündigung des Gerichts gepflastert waren“ („Der Radiomoderator sagt, die Entrückung würde tatsächlich im Oktober kommen“, Associated Press in USA Today, 5/23/2011).

Zuvor hatte Camping den 6 September 1994 als das Ende enthüllt. Das war es nicht.

In seiner jüngeren Vorhersage hatte Camping gesagt, dass es der 21. Oktober sei, an dem die Welt zerstört werden würde. Nun sagt er, dass der 21. Mai „ein unsichtbarer Gerichtstag“ war, d.h. die Erde wurde geistlich gerichtet. „Aber der gewählte Zeitpunkt und die Struktur sind dieselbe, wie es immer gewesen ist.“

Campings Reaktion ist nichts Neues. Anhänger von William Miller (die Gruppe, aus der später die Freikirche der Siebten Tags Adventisten hervorging) sagten, „Jesus Christus wird wieder auf diese Erde kommen, wird sie säubern, reinigen und von ihr Besitz ergreifen, mit all den Heiligen, irgendwann zwischen dem 21. März 1843 und 21. März 1844“ (Zitiert in Everett N. Dick, William Miller and the Advent Crisis, Berrien Springs: Andrews University Press, 1994, pp. 96–97). Diese Tage zogen vorbei, und Miller berechnete neu und bot dann den 18. April 1844 an, der auch kam und vorbei ging. Dies hätte das weitere Setzen von Zeitpunkten stoppen müssen, aber Millers Mitarbeiter Samuel S. Snow schlug ein weiteres Datum (mit Millers Unterstützung) vor – den 22. Oktober 1844.

Die „Große Enttäuschung von 1844“ wurde nicht durch Bekenntnis des Irrtums korrigiert. Stattdessen behauptete Hiram Edson, ein weiterer Jünger, eine Vision gehabt zu haben, als er in seinem Kornfeld spazieren ging, worin er Jesus „das zweite Zimmer“ des himmlischen Heiligtums betreten sah, um dort ein Werk zu verrichten, bevor er auf die Erde kommen würde (F. D. Nichol, The Midnight Cry, p. 458). Diese falsche Lehre wird das Investigative Gericht genannt (siehe The Cultic Doctrine of Seventh day Adventists auf unserer Webseite: http://www.thebereancall.org/node/4917). Irrtum bringt Irrtum hervor.

Charles Taze Russell, der die Wachturm Bibel und Traktate Gesellschaft gründete (Zeugen Jehovas), wurde durch die Adventisten Lehre stark beeinflusst. Er hieß auch die Vorstellung gut, dass die große Pyramide Ägyptens eine „in Stein gehauene Prophezeiung“ sei und verwandte die verborgenen Codes, die in den Dimensionen der Pyramide gefunden wurden, um zu zeigen, „das Jahr 1874 würde der Anfang der Trübsal Periode sein… die es nicht gegeben hat, seit es eine Nation gab – noch jemals wieder geben würde“. (Charles Taze Russell, Thy Kingdom Come, Studies In The Scriptures, vol. 3, 1904 edition). In der 1910 Ausgabe von Russells Buch änderte er das „voll bestätigte“ Datum auf 1914. Weiterer Irrtum bringt größeren Irrtum hervor.

Jesus kehrte 1914 nicht körperlich zurück. Aber Russell lehrte, Jesus sei in der Tat zurückgekehrt, wenngleich unsichtbar. In der Tat gilt für Jesus zweites Kommen, „Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben; und es werden sich seinetwegen an die Brust schlagen alle Geschlechter der Erde…“ (Offenbarung 1,7).

Als Schlussfolgerung gilt: Campings Handlungen unterscheiden sich wenig von denen anderer, die es sich erdreisten, ein Datum für die Rückkehr des Herrn zu setzen.

*****************************************

----------------------------------------------------------------

Bitte besuchen Sie auch die Webseite von TBC, http://thebereancall.org/. Sie finden dort unter anderem in der Rubrik „Products“ den Online Shopping Bereich mit dem vollständigen Katalog von TBC, wie auch die Deutschen Übersetzungen des TBC Rundbriefes, wenn sie rechts in der Rubrik „Languages“ auf „German“ klicken.

----------------------------------------------------------------

Übersetzt von W. Hemmerling. Bibelzitate wurden aus der Schlachter Bibel 2000 entnommen.