THE BEREAN CALL

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Dezember 2012

Komm, Herr Jesus

Dave Hunt

In 2 Samuel, kommen wir mit dem Kapitel 13 zu einer Serie tragischer Ereignisse in König Davids Leben. Gottes vierfaches Gericht für seinen Ehebruch mit Batseba und dem Mord an ihrem Gatten Uriah kommt jetzt über ihn (2 Samuel 12,1-4). Davids Sohn, Amnon vergewaltigt eine seiner Schwestern, die Tamar und begeht Inzest. Davids Lieblingssohn Absalom rächt seine Schwester und tötet Amnon, anschließend flieht er vor Davids Zorn.

Joab fädelt Absaloms Rückkehr nach Jerusalem schlau ein. Letzterer schickt sich an, die Herzen der Israeliten von David abzuwenden. Nachdem das Ziel erreicht ist, sandte Absalom „...Geheimboten in alle Stämme Israels und ließ sagen: Sobald ihr den Schall des Horns hört, sollt ihr rufen: Absalom ist König in Hebron!“ 2 Samuel 15,10. Das war die Stadt, in der David zum ersten Mal zum König gekrönt wurde (2 Samuel 5,1-5)

Nachdem er erfuhr, dass Israel ihn zugunsten Absaloms abgelehnt hat, übergibt David seinen Thron dem unrechtmäßigen Machthaber und flieht mit 600 seiner Elitekriegern und vielen Knechten aus Jerusalem (2 Samuel 15,13-22). Aus Treue zu David trugen die Priester Zadok und Abjatar zusammen mit den Leviten die Bundeslade hinaus und versuchten, sich der Prozession, die Jerusalem fliehend verließ, anzuschließen.

David jedoch stellte wieder einmal den Ausspruch Gottes unter Beweis „Ich habe David gefunden, den Sohn Isais, einen Mann nach meinem Herzen, der meinen ganzen Willen tun wird“ (Apostelgeschichte 13,22). Er sagte den Priestern „Bring die Lade Gottes in die Stadt zurück! Wenn ich Gunst finde in den Augen des HERRN, dann wird er mich zurückbringen…. Wenn [nicht] ...er mag mit mir tun, wie es gut ist in seinen Augen“ (2 Samuel 15,25-26). David vereinbart, dass Ahimaaz, der Sohn Zadoks und Jonathan, der Sohn Abjatars, als Kundschafter dienen und ihm wichtige, geheime Botschaften bringen sollten (15,27-29).

Man berichtet David, Ahitofel nehme an Absaloms Verschwörung teil. Dieser geniale Mensch war Chefberater Davids und wahrscheinlich der brillanteste Stratege, den die Welt je gesehen hat: „Der Rat Ahitofels aber, den er in jenen Tagen gab, war, als wenn man das Wort Gottes befragte; so [viel galt] jeder Rat Ahitofels sowohl bei David als auch bei Absalom“ (2 Samuel 16,23). David spricht sofort ein Gebet, das den Kern der Sache trifft. Für uns heute ist es ein Beispiel für Einsicht, Kürze und Wirksamkeit: „Da sagte David: Mach doch, HERR, den Rat Ahitofels zur Torheit“ (2 Samuel 15,31).

Beinahe sofort kommt Huschai, der Arkiter, ein treuer Freund und langjähriger Ratgeber „mit zerrissenen Kleidern und Erde auf seinem Haupt“ (V. 32). David erkennt in ihm die Antwort auf sein Gebet: das ist kein Wunder, aber er kann als Werkzeug dienen. Oft bitten wir Gott darum, etwas für uns zu tun, wo wir selbst etwas tun könnten, wenn wir nutzen würden, was Er uns zur Verfügung stellt! Und David sagte zu Huschai: „Wenn du aber in die Stadt zurückkehrst und zu Absalom sagst: Dein Knecht, o König, will ich sein; ...dann kannst du mir den Rat Ahitofels zunichte machen.“ (V. 33-34). Und so geschah es.

Ahitophel drängt Absalom: „Lass mich doch 12000 Mann auswählen, mich aufmachen und David noch in dieser Nacht nachjagen! Ich werde dann über ihn kommen, während er müde und matt ist… und dann kann ich den König allein schlagen“ (17,1-2). Ahitofels Rat war die einzige Möglichkeit. Aber mit Hinweis auf den Ruf Davids und seiner Leute als unbezwingbare Krieger rät Huschai zur Vorsicht: „Es ist kein guter Rat, den Ahitophel diesmal gegeben hat…. Du kennst deinen Vater wohl und seine Leute [und weißt], dass sie Helden sind und voll wilden Mutes, wie eine Bärin auf [freiem] Feld, die ihrer Jungen beraubt ist; dazu ist dein Vater ein Kriegsmann, so dass er nicht bei dem Volk übernachten wird. Siehe, er hat sich wohl schon jetzt… verborgen…. Wenn… etliche von ihnen gleich im Anfang fallen, so wird jeder, der es hört, sagen: Es hat eine Niederlage unter dem Volk gegeben, das zu Absalom hält! Selbst wenn es jemand [hört], der… ein Herz hat wie ein Löwenherz, so wird er sicher verzagen; denn ganz Israel weiß, dass dein Vater stark ist und dass tapfere Leute bei ihm sind. Darum rate ich, dass ganz Israel… zu dir versammelt werden soll, so zahlreich wie der Sand, der am Meer ist, und dass du selbst mit ihnen in den Kampf ziehst. So wollen wir ihn überfallen… und wir wollen über ihn kommen, wie der Tau auf die Erde fällt, dass wir von ihm und all seinen Leuten, die bei ihm sind, nicht einen einzigen übriglassen.“ (17,7-12).

Absalom und seine Männer sind von dem Gedanken, Hunderttausende zu vereinigen, um Davids 600 Männer anzugreifen, begeistert, und sie akzeptieren den Rat Huschais, „aber der HERR fügte es so, dass der gute Rat Ahitophels zunichte wurde“ (17,14). Huschai wusste, wenn David und seine Männer Zeit finden würden, sich zu stärken und auszuruhen, würden alle Männer Israels nicht ausreichen, sie zu schlagen.

Ahitofel ist eine tragische Figur – ein Meisterstratege, dessen bewundernswerte Karriere nicht durch die Liebe zum Gott Israels und Treue zu David getrieben wurde, den Er sich zum König auserwählte, sondern weil er gerne die Feinde Israels austricksen und als der Kopf hinter dem phänomenalen Erfolg bewundert werden wollte, den Gott David geschenkt hatte. Die Tatsache, dass der verachtete Hirtenjunge David den Goliath und die Philister alleine durch seinen Glauben an den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs schlug, fasste nie in der Seele Ahitofels Fuß. Für ihn gab es im Dienst für David keine Herausforderungen mehr, nachdem alle Feinde Israels geschlagen waren. Absaloms Revolte zu lenken, würde ihn hingegen aus dem Ruhestand zurück in Aktion bringen.

Ahitofel sieht in der Rebellion Absaloms anscheinend die Gelegenheit für neue Herausforderungen für seine Begabung. Hier eröffnet sich eine aufregende Aufgabe für seine bemerkenswerten Talente. Aber jetzt wurden seine weisen Ratschläge zurückgewiesen. Da er genau wusste, wie sich die Lage entwickeln würde, zögerte er keinen Moment: „Als aber Ahitophel sah, dass sein Rat nicht ausgeführt wurde, sattelte er seinen Esel, machte sich auf und ging heim… und er bestellte sein Haus und erhängte sich“ (17,23).

Auch David wusste, dass ganz Israel nicht mit seinen 600 unglaublichen Kriegern fertig werden würde, von denen einer „[siegte] über 800, die er auf einmal erschlagen hatte“ (2 Samuel 23,8), ein anderer „schlug die Philister, bis seine Hand… am Schwert klebte… und das Volk kehrte um hinter ihm her, doch nur um zu plündern“ (23,10). Ein weiterer erschlug 300 auf einmal (23,18). David bat seine unbesiegbare Armee dringend, „Geht mir schonend um ...mit Absalom! (18,5). Und es geschah genau so, wie Ahitofel, Huschai und David es vorausgesehen hatten: Unter der Führung Absaloms erlitt Israel eine niederschmetternde Niederlage.

Trotz Davids leidenschaftlicher Bitte, tötete Joab den Absalom, um weitere Kampfansagen an David zu verhindern. Israel ist wegen seiner Untreue seinem rechtmäßigen König gegenüber beschämt, weiß aber nicht, was es tun soll. Da David vielleicht jetzt Gottes Gericht für seine eigenen Sünden erkennt, weint er in Abgeschiedenheit untröstlich um Absalom. „Mein Sohn Absalom, mein Sohn, mein Sohn Absalom! Ach, dass ich doch an deiner Stelle gestorben wäre! O Absalom, mein Sohn, mein Sohn“ (2 Samuel 19,1).

Joab, der trotz all seiner Verderbtheit ein Mann mit klarem Durchblick ist, tadelt David: „Joab… sprach: Du hast heute das Angesicht aller deiner Knechte beschämt…. Denn ich erkenne heute wohl: Wenn nur Absalom lebte und wir alle heute tot wären, das wäre ganz recht in deinen Augen…. Wenn du nicht hinausgehst [zu deinen Knechten], so wird kein Mann diese Nacht bei dir bleiben…. Da machte sich der König auf und setzte sich ins Tor…. Da kam das ganze Volk vor den König. Israel aber war geflohen, jeder zu seinen Zelten.“ 2 Samuel 19,6-9.

Das Volk erinnerte sich, dass David sie schließlich von den Philistern und anderen Feinden befreit hat, und eine gute Herrschaft über sie ausübte. Nachdem Absalom tot war, verbreitete sich die Botschaft rasch: „Warum sagt ihr denn nun nichts davon, dass ihr den König zurückholen wollt?“ (2 Samuel 19,11).

Obgleich Absalom geschlagen wurde, kehrte David erst auf seinen Thron in Jerusalem zurück, als die Herzen der Menschen sich ihm gegenüber geändert hatten und sie seine Rückkehr willkommen hießen. Aber David ist nicht untätig. Er sendet die Priester Zadok und Abjatar zu den Ältesten Judas um ihnen zu sagen: „Ihr seid meine Brüder, mein Gebein und mein Fleisch; warum wollt ihr denn die Letzten sein, den König wieder zu holen?“ 2 Samuel 19,13.

Dieser Appell „neigte das Herz aller Männer von Juda wie dasjenige {eines} Mannes, so dass sie zum König sandten und ihm sagen ließen: Komm wieder, du und alle deine Knechte!“ Erst da „kam der König wieder. Und als er an den Jordan kam, war Juda nach Gilgal gekommen, um dem König entgegenzugehen...“ 2 Samuel 19,15-16.

Sicherlich hat diese Geschichte prophetische Bedeutung für die letzten Tage, in denen wir uns befinden. Trotz derjenigen, die behaupten, Gott sei mit Israel fertig und die Kirche wäre das „neue Israel“ sagen Dutzende Prophezeiungen die volle und endgültige Wiederherstellung Israels in seinem Land voraus. Dort wird der Messias ewig auf Davids Thron regieren. Diese Wiederherstellung muss noch in der Zukunft liegen, da nichts, was diesen prophetischen Verheißungen nahe kommt, jemals in der Geschichte Israels passierte (wir heben in Kursivschrift die Beständigkeit dieser Verheißungen hervor, als weiteren Beweis, dass die Erfüllung noch in der Zukunft liegt“:

„Der Israel zerstreut hat, der wird es auch sammeln…. Und sie werden kommen und auf der Höhe Zions jubeln… und sie werden nicht länger verschmachten“ (Jeremia 31,10-12). „…da diese Stadt [Jerusalem] dem HERRN gebaut werden soll… es soll ewiglich nicht mehr zerstört noch niedergerissen werden“ (V. 38.40). „Wie ein Hirte seine Herde zusammensucht… so will ich mich meiner Schafe annehmen und sie aus allen Orten erretten, wohin sie zerstreut wurden…. Und ich werde sie… aus den Ländern zusammenbringen und werde sie in ihr Land führen…. Ich will ihnen einen einzigen Hirten erwecken… nämlich meinen Knecht David… der soll ihr Hirte sein. Sie sollen künftig nicht mehr eine Beute der Heiden werden… sondern sie sollen sicher wohnen, und niemand wird sie erschrecken“ (Hesekiel 34,12.13.23.28). „Ich will… euch mehr Gutes erweisen als je zuvor; und ihr sollt erkennen, dass ich der HERR bin… den Hohn der Völker sollst du nicht mehr tragen…“ (Hesekiel 36,11.15). „Und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres legen… Dieses verwüstete Land ist wie der Garten Eden geworden…“ (Hesekiel 36,26.35). „Ich, der HERR… bin [es], der das Abgebrochene aufbaut und das Verwüstete bepflanzt. Ich, der HERR, habe es gesagt und werde es auch tun“ (V. 36). „Sie werden wieder in dem Land wohnen, das ich meinem Knecht Jakob gegeben habe, in dem auch eure Väter gewohnt haben. Ja, darin sollen sie in Ewigkeit wohnen, sie und ihre Kinder und Kindeskinder; und mein Knecht David soll ihr Fürst sein auf ewig… ich will mein Heiligtum auf ewig in ihre Mitte stellen...“ (Hesekiel 37,24-28). „Und ich werde meinen heiligen Namen offenbar machen unter meinem Volk Israel, und ich werde meinen heiligen Namen künftig nicht mehr entweihen lassen…. Und das Haus Israel soll erkennen, dass ich, der HERR, ihr Gott bin, von diesem Tag an und künftig. Und ich will künftig mein Angesicht nicht mehr vor ihnen verbergen, weil ich meinen Geist über das Haus Israel ausgegossen habe, spricht GOTT, der Herr.“ (Hesekiel 39,7.22.29)

David ist einer der deutlichsten Typen des Alten Testaments für Christus. Daher können wir prophetische Auswirkungen für das Zweite Kommen Christi in dem Geschehen erkennen, das wir aus 2 Samuel oben zitiert haben. Diese Tatsache wird in den Passagen aus Hesekiel 37 noch deutlicher. Dass der versprochene Messias als David bezeichnet wird, entspricht der Tatsache, dass Er der höchste „Sohn Davids“ ist, der auf dem Thron Davids in Jerusalem über ein wiederhergestelltes Israel sowie die Welt auf ewig regieren wird.

Sacharja erweitert diese Prophezeiungen mit noch mehr Details: „Da werde ich alle Heidenvölker bei Jerusalem zum Krieg versammeln…. Aber der HERR wird ausziehen und gegen jene Heidenvölker kämpfen…. Und seine Füße werden an jenem Tag auf dem Ölberg stehen, der vor Jerusalem nach Osten zu liegt…. Dann wird der HERR, mein Gott, kommen, und alle Heiligen mit dir…. Aber über das Haus David und über die Einwohner von Jerusalem will ich den Geist der Gnade und des Gebets ausgießen, und sie werden auf mich sehen, den sie durchstochen haben…“ (Sacharja 14,1-5.12a).

Hier spricht zweifellos Gott– aber was könnte Er damit meinen, dass Er von Israel durchstochen wurde? Und warum bezieht Er sich anscheinend auf einen anderen, wenn Er fortfährt: „…ja, sie werden um ihn klagen, wie man klagt um den eingeborenen [Sohn]...“ (V.12,10b)? Sie durchbohrten „mich“ sagt Gott, aber sie werden über „Ihn“ wehklagen. Erklären dies nicht die Worte Christi, wenn Er sagt, „Ich und der Vater sind eins“ (Johannes 10,30)?

Israels Wehklagen kann nur aus Reue geschehen, weil es Seinen Gott „durchbohrt“ hat. Aber wie ist das möglich? Nur wenn Gott durch Jungfrauengeburt Mensch wurde, und zurückgewiesen und gekreuzigt wurde, wie Jesaja vorhersagte: „Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären und wird ihm den Namen Immanuel [Gott mit uns] geben.“ (Jesaja 7,14); „Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben; und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter [d.h. Er ist der Messias, der regieren wird]; und man nennt seinen Namen… starker Gott, Ewig-Vater…“ (V. 9,5); „Verachtet war er und verlassen von den Menschen… um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen… und durch seine Wunden sind wir geheilt worden.“ (Jesaja 53,3-5). Überdies, nur weil der Messias, der Gott selbst ist, die Strafe für unsere Sünden bezahlte, konnte Sacharja fortfahren und als Resultat von Israels Erkenntnis und Wehklage sagen „An jenem Tag wird für das Haus David und für die Einwohner von Jerusalem ein Quell eröffnet sein gegen Sünde und Unreinheit“ (Sacharja 13,1).

Sicherlich steht heute Israel in Beziehung zu dem kommenden „David“ dort, wo es zu dem ursprünglichen König „David“ nach seiner Zurückweisung stand. Nachdem er zurückgewiesen wurde, sagte Jesus, „Ihr werdet mich von jetzt an nicht mehr sehen, bis ihr sprechen werdet: Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn“ (Matthäus 23,39). Das wird tatsächlich inmitten von Armageddon geschehen, wo Israel, das durch die Armeen der ganzen Welt unter Befehl des Antichristen angegriffen wird, sich der Vernichtung gegenüber sieht und in Verzweiflung nach seinem Messias ruft. Er kommt, um Israel zu retten. Und sie erkennen, dass Er ein Mensch ist, der zum Tode durchstochen wurde, der wieder auferstanden ist, gerade der Jesus, den sie verachtet und zurückgewiesen haben, wie ihnen ihr eigener Prophet Jesaja so klar vorhersagte (Jesaja 53).

Können wir auch eine Beziehung zur Gemeinde finden? Christus versprach, zu kommen und uns in seines Vaters Haus mit vielen Wohnungen mitzunehmen (Johannes 14,2-3). Ist folgendes möglich: So wie David darauf wartete, von Israel wieder eingeladen zu werden, kehrt Christus nur zurück, wenn seine Braut Ihn ernsthaft darum bittet, das zu tun? Die Absaloms dieser Welt haben das Herz der Christen überall in Beschlag genommen. Wir sind inmitten des Abfalls [vom Glauben]. Das letzte, was viele Christen wünschen, ist die Entrückung, weil sie ihre irdischen Pläne stören würde.

Christus sagte vorher: „Als nun der Bräutigam auf sich warten ließ, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein. Um Mitternacht aber entstand ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht aus, ihm entgegen“ (Matthäus 25,5-6). Ist es nicht höchste Zeit, dass dieser Ruf durch die ganze Gemeinde ertönt? Endet das Buch der Offenbarung vielleicht deshalb so: „Und der Geist und die Braut sprechen: Komm…. Ja, komm, Herr Jesus“ (Offenbarung 22,17.20). Wann wird die Gemeinde „ein Wort sprechen, um den König zurückzubringen“? Lasst uns, die „seine Erscheinung liebgewonnen haben“ (2 Tim 4,8) den mitternächtlichen Ruf anstimmen: „Seht, der Bräutigam kommt! Ja, komm Herr Jesus!“ Und lasst uns viele andere anspornen, sich uns bei dieser dringenden Bitte an unseren Erlöser anzuschließen. TBC

(Ursprünglich im April 2002 veröffentlicht)

Zitate

1. Mein Glaube fest sich bauen kann,
auf das was Gott für mich getan.
Ein froh Gefühl gar bald zerstäubt,
Christus, der ewge Felsen bleibt.

Refrain:

Wer diesem Felsen fest vertraut,
der hat auf keinen Sand gebaut,
der hat auf keinen Sand gebaut.

2. Ist auch verhüllt sein Angesicht,
des Heilands Gnade wanket nicht.
Wenn auch der Sturmwind um mich bläst,
der Fels hält meinen Anker fest.

3. Sein Eid, sein Bund, sein teures Blut,
beschützen mich zur Zeit der Flut.
Wenn alles ringsum untergeht,
der ewge Felsen sicher steht.

4. Kommt zum Gerichte Gottes Sohn,
und weck die Welt Posaunenton.
Drum sei des Herrn Gerechtigkeit
allein mein Schmuck und Ehrenkleid.

Dichter: Edward Mote, (1797-1874), Komponist: William Batchelder Bradbury, (1816-1868), Deutsche Übersetzung: C. A. Daniel

F & A

Frage: Ich sandte einem meiner Freunde, der Mitarbeiter von Joel Osteens Dienst ist, eine Kopie ihres kürzlich erschienenen TBC Today über Joel Osteen [Autor des Bestsellers Your Best Life Now] (Link). Ich bat ihn, ob er den Artikel kommentieren könnte. Er sagte [Auszug aus einer langen Antwort], „Um ehrlich zu sein, ich kann wirklich nicht verstehen, was der Punkt [des Verfassers] ist. Hat er gewisse Insiderkenntnisse hinsichtlich des tatsächlichen Betrags an Geld, der in der von Judas verwalteten Kasse war, die ich nicht habe? Wie Joel Osteen sagt, ist es seltsam, dass das Gewand, das Jesus trug, wertvoll genug war, dass die Soldaten es aufteilten. Aber auch wie Joel denke ich nicht wirklich viel darüber nach.

„Warum ist es so wichtig, dass Jesus arm sein soll? Ist das wie ein Glaubensgrundsatz? Falls ja, hat mir das nie jemand gesagt. Was das Zitat ‚Füchse haben Gruben‘ betrifft, sehe ich nicht, wie das sich auf finanziellen Wohlstand bezieht. Es bezieht sich für mich eher auf die Tatsache, dass er viel herumzog. Er war auf einer Mission und in Bewegung. Um Ihm zu folgen, musste man dasselbe tun, alles verlassen und mit Ihm gehen, wo immer der Geist sie führte…. Joel glaubt einfach wie ich, dass Gott verhieß, alle unsere Bedürfnisse zu stillen. Er glaubt… dass der Apostel Johannes meinte, was er sagte, als er schrieb, ‚ich wünsche dir in allen Dingen Wohlergehen und Gesundheit, so wie es deiner Seele wohl geht!‘“

Antwort: Unsere Sorge hier ist die Entstellung dessen, was die Bibel über biblischen Wohlstand predigt. Die Lehrer von Word-Faith / Heilung und Wohlstandsevangelium (einschließlich Joel Osteen und sein Vater John in seinem Dienst) haben alle die unbiblische Vorstellung unterstützt, das geistliche Kennzeichen eines getreuen Jüngers sei Reichtum und gute Gesundheit. Sie behaupten, eine Person habe Mangel an Glauben, wenn ihnen jene Dinge fehlten. Sie verwenden Jesus fälschlicherweise als Modell für das Ergebnis solchen Glaubens, besonders beim Wohlstand.

In der Schrift gibt es keinen Hinweis, dass Jesus wohlhabend war. Was Er besaß kam durch die Großzügigkeit derer, die Ihm dienten. Lukas 8,3 deutet darauf hin, woher der Herr Jesus nicht nur das Gewand, sondern einen Großteil Seiner irdischen Unterstützung hatte: „Johanna, die Frau Chusas, eines Verwalters des Herodes, und Susanna und viele andere, die ihm dienten mit ihrer Habe.“ In der Schrift finden wir mehrere wohlhabende Frauen, die eine Rolle beim Geben für den Dienst Jesu spielten (zweifellos bewegt durch den Heiligen Geist). Da der Geber wahrscheinlich wohlhabend war, würde das Gewand, das Jesus erhalten hatte, dies natürlich wiederspiegeln. Solche Schriftstellen dokumentieren, dass Jesus nicht reich an irdischen Besitztümern war. Er war vertraute anderen, die Seine Reisen und irdischen Dienst unterstützten. Überdies lehrt uns die Schrift, wie Er und die Apostel, die von Ihm ausgebildet wurden, lebten. Paulus schrieb, er kenne sowohl „Überfluss“ haben wie „erniedrigt“ werden. Der „erniedrigende“ Teil ist der, den die Word-Faith Lehrer bloß in der Weise lehren, dass er einem Mangel an Glauben gleichkommt.

Ein übliches Argument zur Unterstützung von Christi Wohlstand ist die Tatsache, dass Er ein nahtloses Gewand trug, angeblich von größerem Wert als ein aus zwei oder drei Teilen bestehendes. Doch eine Geschichtsstudie offenbart, dass römische Soldaten die Erlaubnis hatten, ihr Einkommen durch Konfiszierung „aufzubessern“. Der Punkt, ein nahtloses Gewand zu erwähnen, war der, dass es nicht leicht geteilt werden konnte. Die Soldaten warfen das Los darüber, und erfüllten somit Psalm 22,19: „Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los über mein Gewand.“ Sogar wenn das einteilige Gewand wertvoller war, unterstützt dies deshalb kaum die Annahme, Christus wäre wohlhabend gewesen. Es mag ein Geschenk gewesen sein.

Hinsichtlich des „Füchse haben Gruben“ Zitats sagte Jesus in Lukas 9,57-58: „Es geschah aber, als sie ihre Reise fortsetzten, da sprach einer auf dem Weg zu ihm: Herr, ich will dir nachfolgen, wohin du auch gehst! Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Gruben, und die Vögel des Himmels haben Nester; aber der Sohn des Menschen hat nichts, wo er sein Haupt hinlegen kann.“ Dies sagt tatsächlich aus, dass der Herr kein irdisches Heim hatte, zu dem er zurückkehren konnte, geschweige denn einen herrschaftlichen Wohnsitz. Christus war in der Tat „auf einer Mission und in Bewegung“, wie ihr Freund vermerkt, und Ihm zu folgen, bedeutete, dass man dasselbe tun musste, „alles verlassen und mit Ihm gehen, wo immer der Geist sie führte.“

Gewiss versorgt der Herr getreu, aber diese Vorsorge steht der menschlichen Erwartung und der Verfälschung, die die „Faith“ Lehrer ihr geben, oft diametral entgegen. Alles, was der Herr einem Gläubigen zur Verfügung stellt, geschieht nach Seinem Willen. Diese Tatsache wettert jedoch gegen die Lehre, Gottes Fürsorge geschehe nach geistlichen Gesetzen, welche der Gläubige erlernen muss, um sie zu vollziehen. Wenn so das gewünschte Ergebnis nicht erzeugt wird, liegt der Fehler bei demjenigen, der die Gesetze falsch anwendet. Zwischen dieser Täuschung und Hexerei besteht kein Unterschied.

Einige prominente Word-Faith Dienste haben nicht einen, sondern zwei Gulfstream Jets, was bedeutet, dass sie nicht nur zwei Flugzeuge erwerben müssen, sondern sie müssen auch zwei ausgebildete Crews für jedes haben, ganz abgesehen von fortlaufenden Kosten für Hangar und Instandhaltung. Besteht daraus biblischer Wohlstand? Denken Sie an Benny Hinns Einstellung zur Vorsorge Gottes: „Vor Jahren predigten sie üblicherweise, ‚Ja wir werden auf goldenen Straßen wandeln‘. Ich würde sagen, ‚dort droben brauche ich kein Gold. Ich muss es hier unten haben‘“ (Praise-a-Thon, TBN, April 2, 1991).

Ja der Herr gewährt alle notwendigen Dinge für uns, aber wenn wir den „Überfluss“ hervorheben, den Paulus gelegentlich erfuhr, verfehlen wir den Sinn dessen, was der Herr lehrt: „Nicht wegen des Mangels sage ich das; ich habe nämlich gelernt, mit der Lage zufrieden zu sein, in der ich mich befinde“ (Phil 4,11). Er erklärt, verschiedentlich war er „in Arbeit und Mühe, oftmals in Nachtwachen, in Hunger und Durst; oftmals in Fasten, in Kälte und Blöße“ (2 Korinther 11,27). Befand sich Paulus außerhalb des Willen Gottes? Nein. Gott hatte zugelassen, dass er solche Umstände zum Wachstum seines Glaubens durchmachte. Zu lernen, in jeder Lage zufrieden zu sein, kommt nicht zustande, wenn man nur materiell erfolgreich ist.

Der traurigste Teil davon ist, dass viele, die Joel Osteens „positivem“ Evangelium folgen, nicht die deutliche Warnung der Bibel beigebracht bekommen, wir würden auf dieser Erde leiden. Deshalb verpassen sie die biblische Wahrheit, dass solches Leiden ausgezeichnete Gelegenheiten für geistliche Reife verschafft (siehe „Der Wert von Leiden“ – Link)

Alarmierende Nachrichten

Hat Israel dort keine Wurzeln in der Geschichte?

Huffington Post, 13.10.12, „Hat Israel dort keine Wurzeln in der Geschichte?“ [Auszüge]: Am 24. September informierte der Präsident des Iran Reporter, Israel habe „dort keine Wurzeln in der Geschichte“ im Nahen Osten. Er erkennt an, dass Israels historische Präsenz in dieser Welt seit dem Altertum eine Rolle spielt – eine so große Rolle, dass er sie verleugnet. Nun beschreibt die Bibel dort eine israelitisch-jüdische Population und Regierung, beginnend mit dem 12. Jahrhundert vor Christus, und weiter bis zum Ende der Geschichte des [Alten Testamentes] ungefähr 800 Jahre später. Aber woher wissen wir, ob dies wahr ist?

Das Land ist voll von hebräischen Inschriften…. Diese sind nicht bloß gelegentliche Inschriften auf einem Stück Ton oder eingeritzt in eine Wand. Auch sollten wir nicht einmal mit einem oder zwei der berühmtesten archäologischen Funde beginnen. Vielmehr gibt es Tausende Inschriften. Sie kommen von Hunderten ausgegrabener Gemeinden und Städten. Sie sind in hebräischer Sprache. Dazu gehören Namen von Leuten, die Ausformungen vom Namen ihres Gottes tragen.

Die Inschriften beziehen sich auch auf ihre Könige. Sie umfassen Stempel und Siegel von amtlichen Dokumenten. Sie kommen von Grabsteinen, wo die Leute des Landes begraben wurden. Sie benennen Leute, die in der hebräischen Bibel erwähnt werden. Sie umfassen Formulierungen, die auch in der hebräischen Bibel auftauchen. Genau unter der Kirche von Schottland in Jerusalem, in einem Grab aus dem siebten Jahrhundert vor Christus, befand sich ein silberner Zylinder, mit folgenden eingravierten Worten: „YHWH segne dich und behüte dich! YHWH lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig.“ Es sind die Worte des priesterlichen Segens in der hebräischen Bibel (4 Mose 6,24-26).

Das ist bloß eine Inschrift…. Was jene ausländischen Inschriften betrifft, Texte aus den benachbarten Ländern beziehen sich auf das Volk, ihre Könige, Regierung, Armeen und Städte. Die grundlegende Tatsache: jeder wusste, dass Israel dort war: die Ägypter, die Assyrer, die Babylonier, die Aramäer, die Moabiter, die Perser. Pharao Merneptah (1213 – 1203 v. Chr.) bezieht sich auf einer Stein Stele auf das Volk Israel. Pharao Shoshenk I (945-924 v. Chr.) beschreibt seinen Feldzug, worin er sich auf Städte in Israel bezieht (einschließlich Ajalon, Beth-Shan, Megiddo, Rehob und Taanach). Der assyrische König Salmaneser III führt auf seinem Kurkh Monument König „Ahab, den Israeliten“, unter seinen Gegnern auf und erwähnt König Jehu und bildet ihn auf seinem Schwarzen Obelisken ab. Sieben andere assyrische Herrscher erwähnen Israel und Juda ebenso und nennen Könige, die auch in der Bibel erwähnt werden. Die babylonischen Quellen beziehen sich auch auf die Juden und Ihre Monarchie in den Jahren, nachdem die Babylonier das assyrische Reich verdrängt hatten. Und die Aufzeichnung geht weiter, als die Perser die Babylonier verdrängten, wie auf dem Zylinder des Kyrus, des persischen Herrschers, dokumentiert ist. Der Erlass des Kyrus 538 v. Chr. ließ die im Exil lebenden Juden in ihr Land zurückkehren. Danach folgte ein Zustrom jüdischer Population. Es gab ein Bevölkerungswachstum von der Herrschaft von Darius I bis Artaxerxes I.

Das Land, das die Babylonier erobert hatten, wurde als Staat Juda (yehud medintha) unter dem Schirm Persiens wiederhergestellt. Wollen Sie Ironie? Persien, das jetzt Iran genannt wird, das Land, welches das Land der Juden in biblischer Zeit wieder einsetzte, hat jetzt einen Präsidenten, der sagt, Israel habe dort keine Wurzeln.

 (http://www.huffingtonpost.com/richard-elliott-friedman/does-israel-have-...)

Mormonen bereiten sich darauf vor, in LGBT Paraden mitzumarschieren

Religion Dispatches Magazine, 21.6.12, „Mormonen bereiten sich darauf vor, in sieben LGBT Paraden mitzumarschieren“ [Auszüge]: Mormonen bereiteten sich am 22 Juni darauf vor, bei sieben LGBT Paraden mitzumarschieren: New York City, San Francisco, Houston, Seattle, Cleveland, Twin Cities und Santiago, Chile. Mehr als 140 Mormonen werden alleine in Santiago erwartet.

Es ist bemerkenswert, dass vor nur vier Jahren die LDS Kirche einen Brief veröffentlichte, der in den Versammlungen in Kalifornien vorgelesen werden sollte, um Mitglieder zu drängen, die Proposition 8 mit voller Kraft zu unterstützen. Dadurch wurde eine Schlagzeilen hervorrufende Mormonenkampagne in Bewegung gesetzt, die gleichgeschlechtliche Ehe in Kalifornien zu beenden.

Seither gab es eine Anzahl unterschwellige, aber wahrnehmbare Änderungen in der Positionierung der Mormonen zur gleichgeschlechtlichen Ehe, wie Mormons for Marriage Begründerin Laura Compton schreibt. Dazu gehören:

          Das Handbuch der Kirche zur Belehrung umfasst nicht länger die Forderung, Kirchenmitglieder sollten sich an Regierungen wenden, um durch gesetzgeberische Akte die Rechte (und Riten) für gleichgeschlechtliche Ehen zu verweigern.

          LDS Rhetorik über Rechte auf gleichgeschlechtliche Ehe verschiebt ihren Fokus vom Schutz der Familie zum Schutz religiöser Freiheit.

          Das LDS Büro für öffentliche Angelegenheiten beschrieb Individuen in seiner Antwort auf HRCs Kritik von Präs. Packers Oktober 2010 Konferenzrede tatsächlich mit dem Begriff ‚gay‘, anstatt ‚vom gleichen Geschlecht angezogen‘.

(http://www.religiondispatches.org/dispatches/joannabrooks/6105/mormons_p...)

Beweismaterial und Bewahrung in Dinosaurier Fossilien

Answersingenesis.org, 27.10.12, „Beweismaterial belegt Bewahrung von Zellproteinen in Dinosaurier Fossilien“ [Auszüge]: Spätestens seit Mary Schweitzer im Jahr 2005 rote Blutkörperchen und Blutgefäße in versteinerten Dinosaurierknochen entdeckte, kochte die Debatte über. War es möglich, dass Proteine und Zellstrukturen Millionen von Jahren überlebten?

Einige Evolutionisten haben darauf beharrt, die angeblichen, Proteine enthaltenden Strukturen in Schweitzers Exemplaren müssten bakterieller Mikrofilm sein – ein mikrobieller Schleim. Befürworter des Biofilms glauben, bakterieller Schleim in alten Blutgefäßen sehe schlicht wie Gefäße und Blutkörperchen aus. Sogar eine elastische Textur könne, so sagen sie, von solchen „Biofilm Morphen“ produziert werden. Hinsichtlich dieser Behauptungen sagte Schweitzer, während sie einen leeren Objektträger zeigt: „Hier sind die Daten, die auf einen Biofilm als Ursprung hinweisen. Wir haben noch keine gefunden.“

Schweitzer und Kollegen haben weiterhin auf der Tatsache der Authentizität der erhaltenen Weichteilgewebe der Dinosaurier beharrt. Neu veröffentlichte Daten, die bei der Konferenz vorgestellt wurden, zeigen, dass vier Arten von Proteinmolekülen wie jene, die in modernen Knochenzellen gefunden werden, in den Fossilien von zwei Dinosauriern bestehen bleiben, dem Tyrannosaurus Rex und Brachylophosaures Canadensis.

Schweitzer ist überzeugt, weitere Unterstützung für die Echtheit dieser Dinosaurierproteine käme von der Hypothese, Dinosaurier seien „mit Vögeln eng verwandt“. Homologe Proteine sind jedoch nur ein Beispiel für gebräuchliches Design durch einen gemeinsamen Designer, und kein Beweis der Herkunft. Dasselbe kann man von vielen Proteinen sagen, die in homologen Formen in der ganzen, biologischen Welt gefunden werden.

Das Überleben von Proteinmolekülen und sogar Zellstrukturen in Dinosaurierfossilien ist nun beglaubigt. Die Frage bleibt, wie lange können solche Biomoleküle Bestand haben? Es ist unmöglich, das Millionen von Jahren dauernde Überleben experimentell zu testen. Daten, die ein Alter von Millionen von Jahren für diese Fossilien fordern, beruhen auf nicht überprüfbaren Annahmen, und nicht auf experimentell beweisbaren Belegen.

(http://www.answersingenesis.org/articles/2012/10/27/news-to-note-10272012)

Briefe

Lieber Dave und T.A.

Bei jedem Rundbrief, den ich gerade lese, fühle ich mich veranlasst, Ihnen eine anerkennende Notiz zu senden und Ihnen für Ihre unermüdliche Arbeit für die Sache Christi zu danken

Der Berean Call vom September 2012 war keine Ausnahme. Das Zitat von Harry Ironside, das in der heutigen Gemeinde beinahe unbekannt ist, sagt so viel mit so wenigen Worten. Ich schnitt es aus und sandte es meinem 30-jährigen Sohn… der meint, die Wissenschaft besitze alle Antworten für das Leben…. Ich bete, dass [mein Sohn] und alle Menschen Ironsides Worte beherzigen mögen, solange noch Zeit ist,

Ein kurzes Zeugnis [vor ein paar Jahren abgelegt]: Nachdem ich drei Jahre außer Landes war und zurückkehrte, um meine Eltern zu besuchen… legte ich großen Wert darauf, am christlichen Buchladen anzuhalten. Nachdem ich mehrere Minuten herumgelaufen war und die Fülle des Materials gesehen hatte, konnte ich mich nicht entscheiden, was ich kaufen und mitnehmen sollte. Ich sagte dem Angestellten, ich sei drei Jahre außer Landes gewesen und stellte ihm eine Frage, die sogar für mich ungewöhnlich war. Ich fragte ihn, was in der Welt des Christentums neu war und was ich verpasst hatte, während ich weg war. Dass er mich auf Die Verführung der Christenheit hingewiesen hatte, war kein Zufall oder zufälliges Zusammentreffen, sondern ein absolut von Gott herbeigeführtes Ereignis, wie ich jetzt weiß. Von jener Zeit bis heute habe ich viele Einsichten und Segnungen von Ihren Werken erhalten. Bitte nehmen Sie dieses „Dankeschön“ aus tiefstem Herzen an. Das kleine Werk, das ich jetzt für die Sache Christi mache, wurde von dem, was ich durch ihre unermüdlichen Anstrengungen lernte, weitgehend beeinflusst. TG (FL)

Tom,

Ihr jüngster Schwerpunkt, dass christliche Konservative ihre Zuneigung auf die Dinge auf Erden anstatt auf die Dinge droben setzen, kommt wie gerufen. Ich bin seit 1960 in der Politik, trat 1965, während ich im College war, der John Birch Society bei, war später in der Amerikanischen Partei aktiv, und im Vorstand der Fairfax County Taxpayers Alliance. Aber 1980 teilte mir der Herr mit, aus all jenen Organisationen rauszugehen. Er zeigte mir deutlich (was ich bereits wusste): Selbst wenn alle unsere konservativen Ziele erreicht aber die Herzen der Menschen nicht durch die rettende Macht von Jesus Christus verändert würden, würde es nichts nützen.

Ich weiß, dass nur das Evangelium vom Jesus Christus die Gesellschaft transformieren kann, ein Leben auf einmal. Und natürlich ist das Ziel nicht, die amerikanische oder eine irdische Gesellschaft zu verändern, sondern Seelen zur Bürgerschaft im himmlischen Reich zu gewinnen. CB (VA)

Sehr geehrte Herren:

Nachdem ich Edwin Newbys Artikel „Ein schockierender Mangel an Unterscheidung“ gelesen hatte, wo er sein Verständnis und Unterscheidung mit dem von Herbert Armstrong und Joseph Kovacs Unterscheidung und Verständnis verglich, habe ich nun ein deutliches Bild, was die Wahrheit von Gott wirklich ist. Und es ist nicht die von Newby. Er zeigt seine Engstirnigkeit und seine Annahme von Überlieferungen, die von der römisch-katholischen Kirche weitergegeben wurden, ohne wirkliche Kenntnis von Gottes Absicht für die Menschheit. Offensichtlich stellt er nicht ausreichend Nachforschungen an, und er hat kein oder wenig Verständnis von Gottes Wort. Newbys Vorurteil wird durch seinen Mangel an Nachforschung und dem Fehlen des Heiligen Geistes deutlich. Natürlich muss man, um korrektes Unterscheidungsvermögen zu haben, mit richtigen Prämissen anfangen, und Mr. Newby hat anscheinend keine Vorstellung, welche das sind. JC (AL)

Liebe Brüder und Schwestern beim TBC,

Ich freue mich, ihren Rundbrief jeden Monat per Email zu erhalten. Ich weiß, eine Menge Arbeit fließt in die monatlichen Ausgaben ein und ich möchte jedem Beteiligen für seine treuen Bemühungen danken. Gott ist gut und wird bald kommen, um Seine Heiligen heimzuholen! BC (Kanada)

Berean Call,

Ich möchte Ihnen für die Veröffentlichung des Berean Call danken…. Ich bin im Gefängnis und Möglichkeiten zum Lernen gibt es hier sehr wenige, außer man mag östliche oder Moslemreligionen. Ihr Berean Call wird an viele hier drin weitergereicht, damit sie Gottes Wort verstehen und wovor man Acht haben muss, weil viele Dinge hier als „von Gott“ akzeptiert werden. JG (PA, Gefangener)

Dave,

1980 kaufte ich The Cult Explosion und es fand sich bis neulich unberührt in meinem Buchregal. Ich bin fassungslos, dass ich dreißig Jahre brauchte, um die zweitbeste Offenbarung zu öffnen, von der ich je hörte…. Danke dass Sie The Cult Explosion geschrieben haben, die Seiten sind gelb, aber der Inhalt ist hell und kraftvoll. DB (Email)

TBC Notizen

TBCs Auswahl von Materialien und Änderungen

Warum verkaufen wir die angebotenen Materialien und was sind unsere Kriterien? Zu allererst ist unser Wunsch, dass unsere Materialien die Leute ermutigen, sich an das Wort Gottes als ihre Autorität zu wenden, um ihr Leben in einer Weise zu leben, die geistlich fruchtbringend ist und dem Herrn gefällt.

Manche unserer Materialien machen das direkter als andere, doch alle dienen dem Ziel, den Leib Christi zu informieren und zu erbauen. Manchmal bieten wir Bücher von Nichtchristen an, die Rechercheinformationen enthalten, die unserer Ansicht nach für unsere Leser wertvoll sind. In manchen Fällen stellen wir Materialien zur Verfügung, mit denen wir nicht komplett übereinstimmen, doch wir nehmen an, dass das Material für den Gläubigen insgesamt sehr hilfreich ist. In solchen Fällen weisen wir vielleicht darauf hin oder wir ermahnen die Leser, ihr Urteilsvermögen anzuwenden, d.h. ein „Beröer“ zu sein.

Wir sehen unsere Materialien als einen Dienst in sich selbst, der erbauende Medien zur Verfügung stellt, die üblicherweise nicht in den christlichen Buchläden verfügbar sind. Wir sind uns unserer Verantwortung für die Produkte sehr bewusst und versuchen sie so wirtschaftlich wie möglich anzubieten. Wir sind dem Herrn auch dankbar, dass der Verkauf der Materialien uns die finanziellen Mittel für unseren Dienst zur Verfügung stellt – neben den unverlangten Spenden von jenen, die vom Berean Call gesegnet sind und uns unterstützen.

Die letzten 14 Jahre waren wir gesegnet, kostenlosen Einfachversand und für eine kleine Gebühr Expressversand anzubieten. Diese Kosten für TBC haben jedoch unsere Versuche benachteiligt, gute Verwalter von Gottes Vorsorge für den Dienst zu sein. Deshalb tritt ab 1. Januar 2013 unsere neue Versandregelung für Kunden in den USA in Kraft: $3 für Buchversand und $7 für First Class/Priority/Fedex Versand (von uns bevorzugt). Großhandels- und internationale Kunden bezahlen weiterhin die tatsächlichen Versandkosten.

T.A. McMahon Executive Director

Dave Hunt Classics

Fehler der Urkirche Wiederholen?

Dave Hunt

Auszug aus Wie nahe sind wir?

Die glückselige Hoffnung

Christi Aussage, Ich werde wiederkommen! noch frisch im Gedächtnis, warteten die Urchristen erwartungsvoll und gaben auf die Rückkehr ihres Herrn Acht. Er hatte gesagt, sie seien nicht von dieser Welt, sondern Er habe sie aus dieser Welt ausgewählt. Paulus würde bald unter der Inspiration Seines Herrn schreiben: „Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus erwarten als den Retter, der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird, so dass er gleichförmig wird seinem Leib der Herrlichkeit“ (Philipper 3,20.21) Diese Himmelsbürger waren an der Welt kaum interessiert. Sie hatten Heimweh nach dem Haus des Vaters, und verlangten, in diesem ewigen Himmel der Ruhe bei ihrem Herrn zu sein.

Von Rom gehasst, verfolgt und umgebracht fand die Urkirche Trost in dem Glauben, dass Christus jeden Moment zurückkehren könnte, um Seine Jünger aus ihren Prüfungen zu retten. Paulus nannte die Erwartung einer unmittelbar bevorstehenden Entrückung „die glückselige Hoffnung“ (Titus 2,13), und das war es in der Tat für die frühen Gläubigen, die durch die „Feuerproben“ gingen; für sie galt, „in dem Maß, wie ihr Anteil habt an den Leiden des Christus, freut euch“ (1 Petrus 4,12.13). Wie sie danach verlangten, diese Welt zu verlassen, um bei Ihm zu sein!

Während die beschwerlichen Wochen zu Jahren wurden, und die Jahre sich zu Jahrzehnten vervielfältigten, und schließlich Jahrhunderte vorbeigingen, dachte die riesige Mehrheit derer, die behaupteten, Nachfolger Christi zu sein, immer weniger an diese „glückselige Hoffnung“. Die Verheißung der Rückkehr Christi wurde zuerst vernachlässigt und dann vergessen. Schließlich ging sie im Gewirr neuer Interpretationen und Häresien verloren, die immer zahlreicher wurden. Einstellungen und Ausblick änderten sich. Das Bürgerrecht im Himmel hatte sich als zu nebulöses Konzept erwiesen. Man wünschte etwas Handfesteres. Auf dieser Erde verachtet, gehasst, verfolgt und getötet zu werden, wie es ihrem Herrn zugestoßen war, schien nicht länger eine notwendige Begleiterscheinung wahren Christentums zu sein. Vielleicht hatte diese Welt schließlich doch etwa zu bieten. Vielleicht könnte die Kirche sogar die Führung in politischen Angelegenheiten übernehmen und die Welt transformieren, und das Reich in Christi Abwesenheit errichten. Eine gefälligere Einstellung der säkularen Gesellschaft gegenüber könnte sogar die nicht Geretteten für das Evangelium aufnahmefähiger machen – besonders, wenn sie erkannten, dass Christ zu werden keine Verfolgung oder auch nur eine Veränderung in der eigenen Lebensweise nach sich zog.

Der erste „Vicarius Christi

Mit dem Aufstieg eines neuen Kaisers zur Macht im Jahre 313 nahm der sich beständig verschlimmernde Abfall eine bis dahin unvorstellbare Dimension an. Es war ein brillanter militärischer Stratege und General namens Konstantin. Er hatte auch eine Begabung für politische Organisation und Realismus. Konstantin sah sich der Tatsache gegenüber, dass beinahe drei Jahrhunderte von Christenverfolgung diese fremde Sekte nicht ausgerottet hatte. Stattdessen war sie gewachsen, bis beinahe jeder zehnte Bürger im Reich dieser verachteten Schar angehörte.

Tertullians Bemerkung, das Blut der Märtyrer sei der Keim der Gemeinde, hatte sich als wahr erwiesen, so unerklärlich wie das auch sein mag. Die Leute wollten anscheinend etwas mehr als Vergnügen und Gewinn. Nur fest gehaltene Überzeugungen, für die es wert war, zu sterben, konnten das Leben lebenswert machen. Diese „Nachfolger des Weges“, wie sie in diesen frühen Tagen der Gemeinde genannt wurden, beteten sogar für die römischen Kaiser und andere Beamte und Soldaten, die sie verfolgten und töteten! Warum sollte man aus dieser beispielhaften Loyalität für Könige und Königreiche, die ein Teil dieser seltsamen Religion war, nicht Nutzen ziehen.

Die Christen waren gewissenhafte, harte Arbeiter. Sie wurden nicht betrunken oder rebellierten gegen die Regierung. Aufruhr lag nicht in ihrem Wesen. Warum sollte man sie nicht ermutigen und ihnen volle Rechte geben? Vielleicht würde sich ihre Philosophie von Fleiß und Treue unter anderen Bürgern verbreiten. Das Reich würde viel besser dastehen, wenn sich die Zahl der Christen vervielfältigte. Die neue Politik war sehr pragmatisch.

Um seine Strategie voranzutreiben, behauptete Konstantin selbst, Christ geworden zu sein, obgleich er weiterhin Pontifex Maximus blieb, Chef der heidnischen Priesterschaft, und Vorsitz über die heidnischen Feiertagszeremonien hatte. Natürlich war das seine Pflicht als Kaiser und es wurde ihm mit Blick auf seine Ermutigung, christliche Kirchen zu bauen, verziehen. Ein neuer Tag der Toleranz war angebrochen.

Verehrt als Gott war der Kaiser das Haupt der offiziellen Religion des Reiches. Weil jetzt das Christentum zusammen mit dem alten Heidentum anerkannt wurde, übernahm Konstantin die Führung der christlichen Kirche. Dabei übernahm er den Titel Vicarius Christi. Konstantin wurde, als größter Freund und Wohltäter der Kirche posierend, und das vielleicht sogar aufrichtig, ihr Zerstörer.

Christus hatte Satans Angebot, alle Reiche der Welt zu erhalten, sofern Er sich vor ihm niederbeugen würde, abgelehnt. In einem Moment der Schwäche nahm eine Kirche, die der Verfolgungen überdrüssig war, dasselbe Angebot vom Satan an, dieses Mal durch den römischen Kaiser angeboten. Es war der Anfang von Jahrhunderten, die später als die „babylonische Gefangenschaft“ der Kirche bekannt werden würde.

Augustinus klagte, jene in der Kirche heute seien „Trunkenbolde, Geizhälse, Schwindler, Spieler, Ehebrecher, Hurer, Leute mit Amuletten, eifrige Kunden von Zauberern, Astrologen… dieselbe Menge, die sich an christlichen Feiertagen in die Kirchen drängt, füllt an heidnischen Feiertagen die Theater.“ Für viele Christen jedoch war es eine willkommene Änderung, nicht mehr verachtet, gehasst, gejagt und getötet zu werden, sondern populär und sogar Führer in der Welt zu werden.

Einst brachte die Beherzigung des Evangeliums beinahe sicher Verfolgung und vielleicht den Tod. Unter diesen Umständen war es kaum notwendig, sich um falsche Glaubensbekenntnisse zu sorgen. Nun war es gerade das Gegenteil. Falsche Bekenntnisse waren mehr die Regel als die Ausnahme.

Die Kirche heiratet die Welt

In der neuen Ordnung der Dinge unter Konstantin war es ein großer Vorteil, ein Christ zu sein. Man musste die wachsende Zahl von christlichen Kirchen besuchen, um etwas im Geschäftsleben, Politik und sogar im Militär zu werden. In dem Maße, wie der Kirchenbesuch in die Höhe schnellte, vervielfachten sich Bekehrungen, weil sie zweckdienlich waren

Die Korrumpierung gelangte rasch bis zur Spitze der Kirche. Die bestbezahlten Jobs mit größtem weltlichen Prestige und Einfluss fanden sich in der Kirchenführung. Konstantin ermutigte das Wachstum eines Kirchensystems, das er zum eigenen Nutzen verwenden konnte. Es zog Leute an, deren Ambitionen darin bestanden, Belohnung nicht in der künftigen Welt zu erhalten, sondern in der jetzigen.

Viele, die innerhalb der Kirchenhierarchie zur Macht aufstiegen, waren Meisterpolitiker, die wussten, wie man christliche Terminologie verwendet, doch Christus nicht kannten. Wie Will Durant es in The Story of Civilization ausdrückte, floss das Heidentum Roms „wie Blut der Mutter in die neue Religion und das gefangene Rom kaperte seinen Eroberer. Während das Christentum die Welt bekehrte, bekehrte die Welt das Christentum.“ Was für ein tragischer Kommentar! Das war die Geburt des römischen Katholizismus, der die Szene von diesem Moment an dominieren würde.

Die Kirche, die die Braut Christi sein und ungeduldig die Rückkehr ihres Bräutigams erwarten sollte, der sie in den Himmel nehmen würde, war müde geworden, auf Ihn zu warten und heiratete stattdessen die Welt. Weil sie jetzt mit dem Bau eines irdischen Reiches beschäftigt war, über das sie in einer ehebrecherischen Partnerschaft mit Königen und Kaisern regieren konnte, verlor die Kirche ihre Hoffnung auf den Himmel und sah sich als Ersatz für Gottes irdisches Volk, Israel. Vergessen waren Ermahnungen vom Herrn wie diese: „Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo die Motten und der Rost sie fressen und wo die Diebe nachgraben und stehlen. Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel, wo weder die Motten noch der Rost sie fressen und wo die Diebe nicht nachgraben und stehlen! Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein“ (Matthäus 6,19-21).

Die Kirche wurde, Ihrem Herrn ungehorsam, die wohlhabendste Institution auf Erden und kostete ihre irdischen Schätze so richtig aus. Ein Großteil des Wohlstands wurde durch Verkauf von Rettung erworben. Jede Sünde hatte ihren Preis für „Vergebung“. Je größer und zahlreicher die Sünden, desto wohlhabender wurde die Kirche von Rom. Kreuze und Altäre, die angeblich das Opfer Christi abbildeten, wurden mit Gold überzogen. Bischöfe, Kardinäle und Päpste, die vorgaben, die Nachfolger von barfüßigen Fischer Jüngern zu sein, pflegten einen Lebenswandel, der sogar weltliche Könige beschämte. Die Perversion der Kirche, die mit Konstantin anfing, verschlimmerte sich durch die Jahrhunderte, und gab uns den heutigen römischen Katholizismus….

Die Hoffnung auf die Entrückung ging verloren

Es gab für die Rückkehr Christi keinen Grund mehr. Mit der Behauptung, Konstantin habe ihnen seine Autorität verliehen, regierten die Päpste mit einer eisernen Hand über das, was sie als das auf die Erde gekommene „Reich Gottes“ ansahen. Bis heute tragen die Päpste stolz die drei religiösen Titel Konstantins: Pontifex Maximus, Vicarius Christi, und Bischof der Bischöfe….

Die Entrückung ist im heutigen römischen Katholizismus unbekannt. Die katholischen Zwillingsdogmas Fegefeuer und Ablässe widersprechen ihr in der Tat ausdrücklich. Obgleich es im Lauf der Jahrhunderte viele, relativ kleine Gruppen von evangelikalen Gläubigen gegeben hat, die unabhängig von Rom waren und von ihm verfolgt wurden, hatten auch sie, zum großen Teil, die Hoffnung auf die Entrückung verloren….

Die Reformation tat wenig, die Hoffnung auf Christi Verheißung, „so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen“, wieder herzustellen. Die Entrückung wird unter reformierten Gruppen wie Presbyterianern und Lutheranern im Allgemeinen abgestritten oder hat geringe Bedeutung. Aufgrund von früherem Fanatismus, der mit ihr einherging, schien es einen guten Grund zu geben, diese Lehre zu vermeiden. Der beste Beweis, dass die Hoffnung auf eine unmittelbar bevorstehende Entrückung nicht biblisch war, fand sich in der Tatsache, dass Christus noch nicht gekommen war.

Wenn die „glückselige Hoffnung“ auf Christi unmittelbar bevorstehende Rückkehr periodisch in den letzten beiden Jahrhunderten auflebte, wurden aus Begeisterung, die hier und dort erzeugt wurde, leider Termine festgelegt, was die Entrückung zu einem Objekt des Spotts machte. Freiwillig ihrer irdischen Besitztümer beraubte, grausam getäuschte, weiß gekleidete Zeloten haben mehr als einmal vergeblich auf Bergspitzen oder Hausdächern gewartet, während die versprochene Stunde kam und ging. Solche fanatische Antizipation ist immer wieder einmal in Enttäuschung und Vergessenheit umgeschlagen.

Im Schlepptau solch begeisterter Antizipation und dann Enttäuschung hat jetzt größere Ernüchterung als je zuvor die legitime Hoffnung auf Christi unmittelbar bevorstehende Rückkehr erstickt. Die Entrückung und das Zweite Kommen werden nun als Themen angesehen, die von der riesigen Mehrheit der Christen vermieden werden sollen – und es scheint aus gutem Grund. Das Evangelium geriet auch unter zunehmenden Spott, weil es von diesen Terminsetzern deutlich gepredigt wurde.

Den Himmel auf die Erde bringen

Eine überraschende Anzahl der heutigen Evangelikalen lehnt die Entrückung ab und will lieber hier bleiben, um die Welt zu übernehmen. Es gibt eine ganze Bewegung, bekannt als Manifest Sons, die die Entrückung ablehnt. Nach ihrer Lehre liegt es an den Christen, sich als „Söhne Gottes zu manifestieren“, indem sie sündlose Vollkommenheit und Unsterblichkeit erreichen. Dies, so sagen sie, wird nicht bei der Rückkehr Christi geschehen, sondern muss erzielt werden, um Ihn zurückzubringen. Überwinder, die sich als Söhne Gottes auf diese Weise manifestieren, sollen dann in dieser Kraft die Welt übernehmen. Wenn die Kirche das Reich etabliert hat, wird Christus auf die Erde zurückkehren, nicht um jemanden in den Himmel zu holen, sondern um über das Reich zu herrschen, dass die Überwinder Ihm überreichen.

Diese eindeutig unbiblische Lehre hat ihren Ursprung in einer Pfingsterweckung in Kanada zirka 1948…. Obgleich diese Lehre sofort von den Assemblies of God als Häresie verurteilt wurde, und jahrelang auf eine fanatische Randgruppe beschränkt war, ist sie [zum „Evangelium“] für viele Pfingstler und Charismatiker geworden. Ein Führer der Bewegung missachtet Christi Verheißung, uns in den Himmel zu holen sowie andere, bereits zitierte Schriftstellen, und schreibt: „Sie können Bücher studieren, wie sie in einer so genannten Entrückung in den Himmel kommen, wenn sie das antörnt. Wir wollen die Bibel studieren, um zu lernen zu leben und zu lieben und den Himmel auf die Erde zu bringen.“

Die Folgen sind für jene, die diese Täuschung annehmen, eher schlimm. Die Schrift verkündet deutlich, dass Christus uns entrücken wird, um Ihm in der Luft zu begegnen und uns in den Himmel zu holen. Deshalb haben alle für den Antichristen gearbeitet, die einem „Christus“ begegnen, solange ihre Füße sich auf dieser Erde befinden – einem „Christus“, der nicht gekommen ist, sie in den Himmel zu holen, sondern über das Reich zu regieren, das sie für ihn errichtet haben.

Es wird oft argumentiert, dass uns der Glaube an die Entrückung vor der Trübsal unvorbereitet lässt, dem Antichristen zu begegnen, und anfällig für Täuschung. Genau das Gegenteil ist der Fall. Wer die Entrückung bestreitet, wird der schrecklichsten Täuschung anheim fallen. Der Antichrist wird vorgeben, gerade der „Christus“ zu sein, den sie erwarten, der auf die Erde kommt um zu herrschen. Er wird ihnen für ihre gute Arbeit gratulieren, die sie getan haben, um die Welt für seine Herrschaft vorzubereiten. Hunderte von Millionen der so genannten Christen werden vollkommen getäuscht werden.

Wirksame Kraft der Verführung von Gott

Der Antichrist wird genau das tun, was die Bibel vorhersagt. Als Mittel, die Weltwirtschaft zu stabilisieren, wird er ein weltweites Ein- und Verkaufssystem einführen, das die Nummer 666 in irgendeiner Weise verwenden wird…. Wer ihm nicht gehorcht, darf nicht kaufen oder verkaufen. Er wird sein Bild in den Tempel stellen – ein Bild, das anzubeten alle durch Todesdrohung gezwungen werden. Wie könnte man solche Ereignisse miterleben, die alle in der Schrift vorhergesagt und dem Antichristen zugeschrieben wurden, und sich vorstellen, Christus würde sie tun?

Paulus warnt, Gott selbst werde eine wirksame Kraft der Verführung denen senden, die sich vor der Entrückung weigerten, die Liebe zur Wahrheit anzunehmen. Wer die eindeutige Lehre der Schrift bezüglich der Entrückung ablehnt und sich stattdessen dafür entscheidet, die Welt zu übernehmen, hat bereits die Ablehnung von Gottes Wahrheit unter Beweis gestellt. Sie werden vollkommen überzeugt sein, dass der Antichrist der Christus ist und werden ihm enthusiastisch folgen. Er wird all die Erwartungen erfüllen, die sie bezüglich der Rückkehr Christi hatten.

Wird nicht das Verschwinden von Dutzenden Millionen Christen den Hunderten von Millionen Namenschristen, die zurückgelassen wurden, beweisen, dass die Entrückung tatsächlich stattgefunden hat? Nein. Es wird Erklärungen geben, um zu beweisen, das was passierte, sei nicht die Entrückung gewesen. Ein Teil der Lehre der Manifest Sons besagt zum Beispiel, wer sich weigert, ihre Lehre anzunehmen und kein Überwinder wird, wird unverzüglich zum Gericht entfernt. Dies ist ihre Interpretation von „Dann werden zwei auf dem Feld sein; der eine wird genommen, und der andere wird zurückgelassen. Zwei werden auf der Mühle mahlen; die eine wird genommen, und die andere wird zurückgelassen“ (Matthäus 24.40-41),

Wer als Anhänger der Lehre der Manifest Sons zurückgelassen wurde, wird überhaupt nicht besorgt sein. Es wird in der Tat beweisen, dass sie die Gläubigen sind. Die Fehlenden, so werden sie glauben, sind zum Gericht weggenommen worden und müssen deshalb betrauert werden. Was für eine Konstellation für den Antichristen!

TBC Extra

Wer ist Jesus? Die Trugschlüsse der LDS korrigieren

Dennis und Rauni Higley

Wenn eine LDS Person (Mormone) gefragt wird, „kennen sie Jesus?“, werden viele sagen, „natürlich kenne ich Jesus. Ich habe Geschichten über Ihn gelesen, ich habe Gespräche über Ihn gehört, ich bete in Seinem Namen, und ich gehöre einer Kirche an, die Seinen Namen auf unseren Gebäuden trägt“. Wenn sie dies sagen, sollte die nächste Frage sein, „Kennt Er sie?“ Ziemlich oft berichten sie dann über die Präexistenz, himmlische Eltern und wie Jesus unserer älterer Bruder ist, und dass wir dort mit Ihm aufwuchsen – und somit kennen wir Ihn und Er kennt uns als Seine Geschwister, denn wir alle kommen vom Himmel. Diese Antwort gibt eine Möglichkeit, zu fragen, wie dies sein könnte, denn die Bibel sagt uns, Jesus sei alleine vom Himmel gekommen – wir nicht (Johannes 8,23; 3,13.31; 6,62; 1 Korinther 15,46-47). Die Bibel berichtet über Jesus, der Gott ist, der Mensch wurde, um uns von unserer Sünde zu retten (Matthäus 1,23; Johannes 1,1.14.29; 3,16).

Als Adam sündigte und der Tod in die menschliche Rasse kam, versprach Gott einen Erlöser zu senden, „der Same der Frau“ (1 Mose 3,15; Jesaja 7,14). Der Jesus der Bibel ist dieser von einer Jungfrau geborene Sohn Gottes; Gott, der Geist ist (Johannes 4,24; Lukas 1,26-31). Jesus ist in der Tat Immanuel, Gott mit uns. (Matthäus 1,23; Johannes 1,1.14; Galater 4,4). Er ist das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinwegnimmt (Johannes 1,29). Jesus stellte den Vergleich auf, Ihn zu kennen bedeutet, ewiges Leben zu haben (Johannes 17,3). Mit anderen Worten, Ihn einfach zu kennen, ohne zu wissen, WER ER IST, wird uns kein ewiges Leben geben. Wir müssen eine persönliche Beziehung zu Ihm haben. Die Bibel warnt vor falschen Propheten und Lehrern, die einen anderen Jesus lehren (gleicher Name, aber andere Person – 2 Korinther 11,4.13-15). Jesus selbst sagte, „Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen“. Seinen Namen zu kennen und sogar in Seinem Namen „Wundertaten“ zu vollbringen, reichen nicht, wenn man keine persönliche Beziehung zu Ihm hat. „An jenem Tag“, dem Tag des Gerichts, wird Er ihnen zu sagen haben, „Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen“ (Matthäus 7,21-23). Jesus ist Gott, der kam, um uns von unseren Sünden zu retten, aber wenn wir nicht wissen und anerkennen, wer Er ist, der große ICH BIN, werden wir in unseren Sünden sterben und können deshalb nicht in das Himmelreich kommen (Johannes 8,24; 58-59). Nur Gott kann Sünden vergeben (Markus 2,7). Jesus ist 100 Prozent Gott und 100 Prozent Mensch. „Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig“ (Kolosser 2,9). Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes (Kolosser 1,15). Er kam, um alles zu erfüllen, was die Propheten des Alten Testamentes über Ihn vorhergesagt haben. Jedes Buch der Bibel handelt von Ihm (Lukas 24,25-27,44-47). Sein Leben, Tod und Auferstehung ist für alle, die Ihn im Glauben annehmen (1 Korinther 15,1-4; Römer 10,9-10; Epheser 2,8-9). Wenn wir Ihn annehmen, WERDEN wir Kinder Gottes (Johannes 1,12-13; 3,7) und werden vom Geist Gottes wiedergeboren.

Die Mormonenkirche und ihre Führer haben gelehrt, Jesus sei verheiratet gewesen und ein Polygamist – wie ihr Gott der Vater auch verheiratet und Polygamist ist – und dass die ganze Menschheit als Geistkinder für ihn und seine vielen Frauen in der Präexistenz geboren wurden, und Jesus sei der Älteste von ihnen / uns allen. Sie lehren: Da die Ehe eine Voraussetzung ist, Erhöhung und Gottheit im himmlischen Reich zu erlangen, musste Jesus gleichermaßen verheiratet gewesen sein, um ganz ein Gott zu werden.

Es ist verblüffend, auf wie viele verschiedene Weisen der Feind unserer Seelen versucht, den Verstand der Leute über die Absicht Gottes, ein Mensch in Jesus zu werden, zu verwirren; und zwar dass Er Mensch wurde, um für unsere Sünden zu sterben, und durch Glauben an Ihn als unseren Stellvertreter, den Weg für uns, in den Himmel zu kommen, zur Verfügung zu stellen.

Vor ein paar Jahren gab es den populären Roman von Dan Brown, Da Vinci Code, den viele, viele Mormonen und andere als zuverlässige Bestätigung nahmen, dass Jesus mit Maria Magdalena verheiratet war und dass sie zumindest ein Kind hatten…. Dieselbe Verwirrung und sogar Begeisterung kam wieder unter Mormonen auf, weil ein „verblasstes Papyrus Fragment, ca. 3,8 mal 7,6 cm groß, vergleichbar mit der Größe einer Visitenkarte oder kleinen Telefonkarte, gefunden wurde – und suggerierte, dass Jesus von Nazareth tatsächlich verheiratet gewesen sei.“ Harvard Divinity School Professor Karen King brachte dieses Fragment vor ein paar Wochen ans Licht. Sie sagt auch, „das Papyrusfragment, auch wenn seine Echtheit bestätigt wird, liefert keinen Beweis, dass Jesus verheiratet war, sondern dass Hunderte von Jahren nach Jesu Tod und Wiederauferstehung jemand glaubte, Er hätte eine Frau gehabt…. Die Bibel gibt überhaupt keine Andeutung, Jesus sei verheiratet gewesen.“ Wolf-Peter Funk, ein koptischer Linguist, bezweifelt (neben anderen) die Echtheit (dieses Fragments), und bezeichnet seine Form als „verdächtig“. Er sagte AP, „es gibt keinen Weg, die Bedeutung des Fragments zu bewerten, weil es keinen Kontext hat. Es gibt Tausende Papyrusschnipsel, auf denen man verrückte Dinge findet“, sagte Funk (Co-Direktor eines Projektes zur Herausgabe der Nag Hammadi koptischen Bibliothek an der Laval Universität in Quebec). „Es kann alles mögliche sein“, sagte er. „Teil des Geheimnisses des Fragmentes ist, dass niemand über seinen Ursprung und Herkunft sicher scheint, einer Geschichte, wo es gewesen ist. Außerdem hat sein Eigentümer darum gebeten, anonym zu bleiben. Experten bezeichnen dies nun als betrügerisch….“ (Kopie aus dem WND Bericht vom 18.9.12, Hervorhebung hinzugefügt.)

Es ist verblüffend zu sehen, wie leichtgläubig die Leute tatsächlich sind. Das Neue Testament, von Augenzeugen von Jesu Leben, Seinem Tod, Begräbnis, Auferstehung und Himmelfahrt im Ersten Jahrhundert nach Christus geschrieben, sagt überhaupt nichts darüber, dass Jesus verheiratet war, aber ein winziges Fragment von einem anonymen Verfasser, ohne Kontext zu irgendwas, geschrieben 350 Jahre nach Jesu Leben, wird mit einem Mal als „Beweis“ genommen, dass Er verheiratet war! Es ist unglaublich, dass die Leute so etwas unbedingt glauben wollen, und wenn sie das tun, bringen sie Gottes Absichten und Jesus als das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinwegnimmt (Johannes 1,29), in Misskredit.

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Über H.I.S. (He Is Savior) Ministries International:

HISMIN engagiert sich, Mormonen zu helfen, die Fragen haben, ob ihr Glaubenssystem christlich ist oder nicht.

Dennis war Mormone in der sechsten Generation und wurde ein Ältester Quorum Präsident, während er noch in seinen frühen Zwanzigern war. Etwa ein Jahrzehnt später, wurde er zum Hohepriester geweiht und berufen, am Stake High Council zu dienen. Rauni arbeitete mehr als 14 Jahre als Übersetzerin und Sprachenkoordinatorin für die LDS Kirche, und war Lehrerin an einer Sonntagsschule und in der Relief Society. Ihre privilegierte Position erlaubte ihr, die Geschichte der Mormonen aus vielen Büchern zu studieren, die üblicherweise für LDS Mitglieder nicht verfügbar sind. Das brachte sie schließlich dazu, diese wachsenden Bedenken über die Diskrepanzen, die in der Kirche versteckt waren, mit ihrem Mann zu teilen. Zusammen starteten sie die hilfreiche Webseite www.hismin.com.

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Übersetzt von W. Hemmerling. Bibelzitate wurden aus der Schlachter Bibel 2000 entnommen.

Kontakt: wolfgang.hemmerling@freenet.de