THE BEREAN CALL

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Februar 2013

Der Niedergang Biblischen Unterscheidungsvermögens

T.A. McMahon

In der Januarausgabe dieses Rundbriefes ermahnten wir unsere Leser, es sich fest anzugewöhnen, das Wort Gottes täglich zu lesen. Die Betonung lag darauf, eine Gewohnheit entstehen zu lassen, die beste und am meisten notwendige Angewohnheit – eine, die jeder Gläubige haben sollte. Natürlich ermutigten wir, die Bibel als Grundlage für eine Lebensführung zu lesen, die dem folgt, was sie lehrt, was der einzige Weg ist, wie jemand, der geistlich wiedergeboren ist, im Glauben reifen kann. Doch hier liegt die schlichte Wahrheit, die zu viele Christen verpasst haben: wenn wir Gottes Wort nicht selbst lesen, können wir seine Anweisungen nicht wirklich kennen. Wenn wir Gottes Anweisungen nicht kennen, können wir Ihm nicht folgen und wir können deshalb nicht tun, was Ihm gefällt. Tragischer Weise haben viele, wenn nicht die meisten Christen diese schlichte Wahrheit nicht bedacht. Ihr geistlicher Glaube ist üblicherweise eine Ansammlung von Dingen, die sie gehört haben (Predigten, Radio, Fernsehen, Bücher, Filme, usw.), vermischt mit dem, was sie vielleicht der Bibel entnommen haben. Sie wurden gegängelt anstatt ihre geistlichen Speisen direkt aus Gottes Wort zu erhalten.

Warum ist dies tragisch? Würde es nicht von Wert sein, die Information über das, was unser Herr lehrt, aus den zahlreichen christlichen Medien zu erhalten? Hat unser Herr nicht Lehrer befähigt, den Gläubigen zu helfen, Sein Wort besser zu verstehen? Gewiss, aber sollte dies die vorrangige Zufuhr von Gottes Wort sein, führt es im besten Fall zu einer geistlichen Anämie, und belässt uns im schlimmsten Fall hilflos gegen geistliche Täuschung. Wie kann ein Gläubiger den Unterschied zwischen einem guten und einem falschen Lehrer erkennen? Obgleich die Schrift uns mitteilt, dass Gott etliche als Lehrer gab (Epheser 4,11), sagt uns Sein Wort auch: „wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden, die heimlich verderbliche Sekten einführen“ (2 Petrus 2,1). Wie können wir also wissen, was richtig und wer echt ist?

Die meisten Christen stellen solche Fragen nicht – auch scheinen ihnen die Folgen mangelnden biblischen Unterscheidungsvermögens egal zu sein. Das zweite Kapitel von Hebräer fängt mit der Warnung an, wir könnten von der Schrift abgleiten und vielleicht mit etwas einhergehen, das biblisch scheint, es aber nicht ist. Immer häufiger höre ich in diesen Tagen, wie bekennende und Namenschristen sich und andere wegen ihrer unbiblischen Ansichten und Praktiken entschuldigen, indem sie sagen, sie alle würden dennoch „Jesus lieben“. Welcher Jesus mag das sein? Ist es der biblische Jesus – der Eine, der verkündet, Er sei „der Weg, die Wahrheit und das Leben“? Ist es das Fleisch gewordene Wort, das jeden herausfordert, der erklärt, er sei an Ihn gläubig, indem Er fragt: „Was nennt ihr mich aber »Herr, Herr« und tut nicht, was ich sage?“ (Lukas 6.46). Würde unsere Antwort lauten: „Tut mir leid Herr, ich war mir der meisten Dinge, die du sagtest, nicht bewusst“? Sollte dies der Fall sein, täuscht man sich gewaltig bei der Annahme, „den Sinn des Christus“ zu haben (1 Korinther 2,16).

Damit es kein Missverständnis gibt, der Kern dieses Artikel ist die Sorge um die Fruchtbarkeit eines jeden, der den biblischen Jesus wirklich kennt, jeden, der durch Glauben alleine sein Vertrauen auf Christus als Heiland gesetzt hat, den Einen, den einzigen Einen, der die volle Strafe für die Sünden der Menschheit bezahlen konnte (und es tat). Was für jene folgt, die ihren Glauben in Ihn gesetzt haben und Seine Gabe des ewigen Lebens empfangen haben, ist ihr Leben in Christus, das sich rund ums Ausleben eines frommen und produktiven Lebens dreht. Jesus sagte: „ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es im Überfluss haben“ (Johannes 10,10). Die Fruchtbarkeit eines Gläubigen bereichert nicht nur sein eigenes Leben, sondern sein neues Leben in Christus wird zu einer Bekundung, einem Zeugnis für die Wahrheit des Evangeliums, die sein Leben veränderte, so dass es andere zu Jesus ziehen mag. Doch das Leben eines Gläubigen in Christus wird geistlich nutzlos, sollte er nicht wirklich wissen, was Jesus lehrte.

Ein unproduktives Leben in Christus ist schlimm genug, aber es kann weit darüber hinausgehen, bloß geistlich schwächlich zu sein. Das Wort Gottes nicht zu kennen schafft die Voraussetzung für geistliche Täuschung. Nochmal, es sollte wohl offensichtlich sein: wenn wir nicht wissen, was die Bibel sagt, können wir nicht unterscheiden, was ihr getreu ist und was ihr widerspricht. Folglich ist eine Person, die die Schriften nicht kennt, reif dafür, von Gottes Wahrheit weggeführt zu werden. Wenn solch ein Umstand unter Christen epidemisch wird, werden sie zu kollektiven Schachfiguren von Gottes Feind, dem Satan, und nehmen am Abfall teil, wie sie auch unwissentlich zur aufstrebenden Religion des Antichristen beitragen (Offenbarung 13). Aber könnte solch eine Sache geschehen?

Sowohl Dave Hunt wie ich haben seit 35 Jahren Trends in der evangelikalen Gemeinde beobachtet. In diesen dreieinhalb Jahrzehnten haben signifikante Veränderungen stattgefunden, die alle den Glauben und die Anlehnung an die Schrift in großem Maße untergraben haben. Wir haben diese Entwicklungen in den zwanzig Jahren der Existenz von TBC und fünf Jahre davor in Verführung der Christenheit dokumentiert. In vergangenen Artikeln haben wir aus Gottes Wort gezeigt, dass sich Satans vorrangige Strategie als Täuscher der Menschheit in seiner anfänglichen Aussage an Eva im Garten Eden wiederspiegelt, einer berechnenden Taktik, ihr Vertrauen in Gottes Wort zu schwächen, indem er es in Frage stellte: „Sollte Gott wirklich gesagt haben…?“ (1 Mose 3,1). In der gesamten Geschichte hat er seinen Angriff auf das Wort über das Säen von Zweifel hinaus ausgedehnt, und die Schrift verfälscht, verunglimpft, verdorben, aufs Spiel gesetzt und glatt über sie gelogen. In den letzten 30 Jahren haben seine effektivsten Kunstgriffe die Christen vom geschriebenen Wort Gottes abspenstig gemacht und es durch subjektiven und empirischen Inhalt ersetzt (gefühlsorientierte Überzeugungen). Kurz gesagt (siehe unsere Archive bezüglich umfassenderen Werken zu diesen und anderen Themen) hat diese Tendenz wesentlich zum Niedergang biblischen Unterscheidungsvermögens beigetragen.

Die falsche Lehre zum Beispiel, die man als Rhema versus Logos kennt, besagt, Gott spreche heute zu Gläubigen mit derselben Autorität, wie sie in der Bibel gefunden wird, oder sogar einer größeren. Jahrzehntelang hat diese Lehre Millionen von Charismatikern und Pfingstlern vom objektiven, geschriebenen Wort Gottes weggeführt.

Die subjektive Pseudowissenschaft der christlichen Psychologie mit ihrem Ziel, Bibel und Psychologie zu integrieren (hauptsächlich durch psychologische Therapie), hat die konservative, evangelikale Gemeinde mit den humanistischen Lehren der Eigenliebe und der Selbstwertschätzung infiziert. Was noch mehr Schaden zugefügt hat ist die Tatsache, dass sie bei sehr vielen Christen den Glauben an die Hinlänglichkeit der Schrift beinahe eliminiert hat.

Die Gemeindewachstumsbewegung (der Versuch, die Zahl der Gemeindemitglieder durch allerlei Konsumentenorientierte Kunstgriffe zu erhöhen, die vordringlich darauf gerichtet sind, den „gefühlten Bedürfnisse“ der Verlorenen zu entsprechen) hat sich zum „Weg, der einem Menschen richtig erscheint“ gedreht (lies Marketing), im Widerspruch zu Gottes Weg. Diese Entwicklung war ein bedeutender Faktor, die so genannte Weisheit des Menschen in die Gemeinde einzuführen und sie von der Schrift zu distanzieren.

Die jugendorientierte Emerging Church Bewegung (ECM) ist der Versuch, angeblich die „Kultur“ für Christus zu erreichen, indem man diese Kultur und viele ihrer weltlichen Neigungen nachahmt. ECM Autoren (von denen viele konservativen, evangelikalen Hintergrund haben) sind dafür eingetreten, „das Christentum wieder zu erfinden“, um es mit dem unter einen Hut zu bringen, was die Welt glaubt und entsprechend sozial, psychologisch, politisch, moralisch, wissenschaftlich und theologisch handelt. Weil die Bibel in ihren Lehren absolute Autorität beansprucht, ist sie das Haupthindernis für ECM und „muss deshalb überdacht werden“, um dem Denken des Menschen gefällig zu sein. Solche Verfälschung von Gottes Wort ist für eine Generation junger Christen auf trügerische Weise tragisch, von denen wenige im Glauben als Nachfolger ausgebildet wurden.

Das sind nur ein paar von Satans erfolgreichsten Anschlägen auf die Lehren der Bibel und die Leute Gottes. Sollte man überrascht sein, dass der Feind unter jenen, die bekunden, Christen zu sein, so effektiv sein würde? Schockiert vielleicht, aber nicht überrascht. Wenn eine Armee kein Training und Disziplin hat und schlecht für die Schlacht ausgerüstet ist, sollte es dann überraschen, dass der Feind viele ihrer Soldaten gefangen nimmt?

Lasst uns das Problem nochmals in geistlichen Begriffen verdeutlichen: Mangel an Training (keine Nachfolge), Mangel an Disziplin (die Schrift nicht täglich lesen), und schlecht ausgerüstet sein (das Schwert des Geistes falsch handhaben). Aber verlasst euch nicht auf mein Wort! Lasst uns zu Gottes unfehlbarem Wort gehen. Jesus gibt uns eine ernüchternde Warnung, was die spezielle Zeit betrifft, in der die biblische Wahrheit von einer großen Anzahl in der Gemeinde, die getäuscht wurde, aufgegeben wird. Dies charakterisiert die letzten Tage vor seiner Rückkehr. Er sagt es mit diesen Worten: „Habt acht, dass euch niemand verführt….“ Er ergänzt dann, dass die Täuschung so groß sein wird, dass sogar die eigentlichen Auserwählten verwundbar sein würden (Matthäus 24,4.24). Überdies sprechen die meisten der Lehrbriefe auch das Thema an, dass Gläubige von gesunder Lehre abweichen.

Unter Inspiration des Heiligen Geistes schrieb der Apostel Paulus: „Denn es wird eine Zeit kommen, da werden sie die gesunde Lehre nicht ertragen“ (2 Timotheus 4,3). Paulus spricht offensichtlich zur Gemeinde. Wer in der Gemeinde die Schrift nicht selbst studiert, kann keine gesunde Lehre (Gottes Anweisungen) ertragen (zu Herzen nehmen und ausleben). Er schrieb der Gemeinde in Ephesus: „damit wir nicht mehr Unmündige seien, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch das betrügerische Spiel der Menschen, durch die Schlauheit, mit der sie zum Irrtum verführen“ (Epheser 4,14).

Die Schrift macht es wohl sehr deutlich, dass man das Tor zur geistlichen Täuschung öffnet, wenn man gesunde Lehre nicht erträgt. Paulus warnt die Ältesten der Epheser vor dem, was nach seinem Abschied geschehen würde: „So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch zu Aufsehern gesetzt hat, um die Gemeinde Gottes zu hüten, die er durch sein eigenes Blut erworben hat! Denn das weiß ich, dass nach meinem Abschied räuberische Wölfe zu euch hineinkommen werden, die die Herde nicht schonen; und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Jünger abzuziehen in ihre Gefolgschaft“ (Apostelgeschichte 20,28-30). Dies war die Warnung des Paulus an seine geliebten Gläubigen in Ephesus bei seinem Abschied, eine Botschaft von entscheidender Sorge für ihre Zukunft in Christus. Paulus wusste, was für eine verheerende Zerstörung das Ergebnis ihrer Hinwendung zu falschen Lehren ergeben würde. Es war eine Botschaft, die er immerzu und unter Tränen während seiner drei Jahre bei ihnen predigte.

Wer „gesunde Lehre erträgt“ ist neben der Tatsache, dass er die vorrangige Grundlage für ein fruchtbares Leben in Christus hat, auch ausgerüstet, die Schliche der vielen Täuschungen des Gegners zu unterscheiden und ihr zu widerstehen. Das ist die gute Botschaft. Was weniger gut ist, man befindet sich an der vordersten Linie einer geistlichen Schlacht, die täglich an Intensität zunimmt. Man muss nur eine flüchtige Prüfung der Schrift und der späteren Kirchengeschichte durchführen, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie zerstörerisch, ja tödlich die Folgen gewesen sind, weil die Kirche nicht an der biblischen Lehre festgehalten hat. Heute sehen wir die Reaktion vieler, die behaupten, die Lehren der Bibel selbst, besonders wenn sie dogmatisch angenommen würden, würden die Spaltung verursachen. Solch ein Denken erfüllt die Vorhersage, „keine gesunde Lehre zu ertragen“. Die falsche Lehre an sich erzeugt die Spaltung, weil sie einen Gläubigen von der Wahrheit trennt.

Paulus klärt die irrige Vorstellung auf: „Ich ermahne euch aber, ihr Brüder: Gebt Acht auf die, welche Trennungen und Ärgernisse bewirken im Widerspruch zu der Lehre, die ihr gelernt habt, und meidet sie“ (Römer 16,17). Dieser Vers wird unglaublicherweise falsch angewendet und wurde gegen die Vielzahl verwendet, die Kontakt mit uns aufgenommen haben, weil ihre Gemeindeführung ihre Bedenken über falsche Lehren und Programme nicht hören wollte, die in ihre Gemeinschaft eingedrungen waren. Die meisten wurden mit „Ausschluss“ bedroht“, weil sie tatsächlich die gesunde Lehre ertrugen. Diese Situationen spitzen sich in der ganzen Kirche zu, unzweifelhaft aus manchen der Ursachen, die in diesem Artikel aufgelistet sind, aber vielleicht erfüllen sie die Prophezeiung von Petrus: „Denn die Zeit ist da, dass das Gericht beginnt beim Haus Gottes…“ (1 Petrus 4,17).

Obgleich wir bei TBC jahrzehntelang Gläubige ermahnten und ermutigten, Beröer zu sein (das heißt, alles zu überprüfen, was ihnen beigebracht wird, indem sie die Schrift durchforschen – Apostelgeschichte 17,10-11), haben auch wir die vermehrte Intensität des geistlichen Kampfes erfahren und sein exponentielles Wachstum miterlebt. Das neueste Problem, bei dem wir um Ihre Gebetsunterstützung bitten, ist ein angedrohtes Gerichtsverfahren wegen des Buches, das wir von David James veröffentlichten (The Harbinger: Fact or Fiction?). Die Klage lautet, der Autor verwandte zu viele Zitate aus dem New York Times Bestseller The Harbinger, ohne die Genehmigung des Autors „Rabbi“ Jonathan Cahn und des Verlegers Charisma Media Publications (CMP) zu haben. Die Klage besagt außerdem, unsere Verwendung der Zitate habe die Verkaufszahlen von The Harbinger beeinträchtigt und somit Cahn und CMP finanziell in einem Maße geschädigt, das noch bestimmt werden muss. Faktisch wird uns gesagt, müssten wir unsere Dokumentation zur Warnung des Leibes Christi vor biblischen Irrtümern in The Harbinger begrenzen. Mit anderen Worten, wir können ohne Cahns Erlaubnis keine Beröer oder Wächter wie in Hesekiel 3,17-19 sein.

Dies ist das erste Mal in meinen 35 Jahren, in denen ich mit Dave Hunt arbeite und in denen wir beinahe jede bedeutende Religion, religiösen Kult, verirrte christliche Sekte, unbiblischen Trend, religiöse Veröffentlichung, Buch, Medienproduktion usw. ansprachen, dass eine Organisation oder ein Individuum auch nur angedeutet hat, uns zu verklagen. Nun jedoch werden wir mit einem Gerichtsverfahren von denen bedroht, die behaupten, in der Gemeinde zu sein. Noch kritischer, als die unbiblische Handlung eines Bruders, einen anderen Bruder mit Gericht zu bedrohen (1 Korinther 6), ist der Aspekt, biblische Bewertung eines Werkes zu verhindern, das Hunderttausende Namens- und bekennender Christen beeinflusst, wie auch jene, die nicht bekennen, Christus zu kennen. Wir haben einen Copyright Anwalt engagiert, um die rechtlichen Probleme anzusprechen und dem Anwalt von Cahn und CMP geantwortet. Dennoch begehren wir Eure Gebete, dass der Herr während des ganzen Prozesses verherrlicht werden möge.

Während die geistliche Schlacht um uns tobt, gibt uns das Wort Gottes Anweisungen dahingehend, wie wir darin wirken sollen. Paulus gab Timotheus allgemeine Anweisungen: „Halte dich an das Muster der gesunden Worte, die du von mir gehört hast, im Glauben und in der Liebe, die in Christus Jesus ist“ (2 Timotheus 1,13). Indem er für Korrektur sorgt, schreibt er: „Ein Knecht des Herrn aber soll nicht streiten, sondern milde sein gegen jedermann, fähig zu lehren, geduldig im Ertragen von Bosheiten; er soll mit Sanftmut die Widerspenstigen zurechtweisen, ob ihnen Gott nicht noch Buße geben möchte zur Erkenntnis der Wahrheit und sie wieder nüchtern werden aus dem Fallstrick des Teufels heraus, von dem sie lebendig gefangen worden sind für seinen Willen“ (2 Timotheus 2,24-26). Dann mag es Zeiten geben, wo wir unter Führung des Geistes härtere Maßnahmen ergreifen müssen: „Dieses sollst du lehren und mit allem Nachdruck ermahnen und zurechtweisen. Niemand soll dich geringschätzen“ (Titus 2,15). Titus sollte das Wort Gottes seiner Herde zukommen lassen, seine Autorität war die Schrift und er wurde dazu angehalten, fest in ihr zu stehen, damit er nicht geringgeschätzt werde, weil er von gesunder Lehre abwich.

Unser Gebet lautet, alle die den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen, sollten der Ermutigung von Paulus an Timotheus wie auch an uns folgen: „Bis ich komme, sei bedacht auf das Vorlesen, das Ermahnen und das Lehren…. Habe Acht auf dich selbst und auf die Lehre; bleibe beständig dabei! Denn wenn du dies tust, wirst du sowohl dich selbst retten als auch die, welche auf dich hören…. Verkündige das Wort, tritt dafür ein, es sei gelegen oder ungelegen; überführe, tadle, ermahne mit aller Langmut und Belehrung“ (1 Timotheus 4,13.16; 2 Timotheus 4,2). TBC

Zitate

Geistliche Reife wird nicht erreicht, indem die Jahre vergehen, sondern indem man dem Willen Gottes gehorsam ist. Manchen Leuten gelingt es schneller als anderen, in ein Verständnis von Gottes Willen hinein zu reifen, indem sie bereitwilliger gehorchen; sie opfern das natürliche Leben dem Willen Gottes bereitwilliger; sie befreien sich bereitwilliger von wenig zielstrebigen Ansichten. Es sind diese unsere wenig zielstrebigen Ansichten, Überzeugungen, die sich nicht vom Fleck rühren, die das Wachstum in der Gnade hindern und uns bitter und dogmatisch, intolerant und äußerst wenig Christus ähnlich machen.

— Oswald Chambers

F & A

Frage: Die Bibel ist für uns persönlich wichtig; wir lernen wegen der Wahrheit ganze Kapitel davon auswendig und denken darüber nach (wie Gott in der Schrift uns dazu leitet), um sie tiefer zu verstehen. Auf diese Weise ist die Bibel eine große Hilfe. Aber ich muss jene ablehnen, die lehren, die Bibel sei unerlässlich, entscheidend für alles, besonders zur Errettung. Henoch und Noah wandelten mit Gott und hatten nicht einmal das erste Buch Mose. Jesus informierte uns, Seine Schafe würden Seine Stimme hören, wie Henoch, Noah, Daniel und Hiob, und unzählige andere es taten – und immer noch tun, denn der Herr verändert sich nicht. „Bibliolatrie“, die Ansicht, das geschriebene Wort sei wichtiger, in dem mehr nach Antworten gesucht werden soll als beim Lebendigen Wort, das es gab, ist in Amerikas Gemeinden äußerst verbreitet. Haben Sie dies angesprochen?

Antwort: Es besteht wenig Gefahr, dass man heute „Bibliolatrie“ sieht, obgleich der erfundene Begriff selbst eine Menge mit anderen Erfindungen wie zum Beispiel „Homophobie“ gemeinsam hat. In beiden Fällen scheint jedes Wort sehr gut entworfen zu sein, um eine Agenda zu verfolgen, führt uns aber von der Wahrheit weit weg.

Es gibt andere zweckmäßige Sprüche, wie „zu himmlisch gesinnt, um irdisch überhaupt gut zu sein“, was vom Widersacher persönlich erdacht wurde, um intelligent zu klingen und die Aufmerksamkeit von dem abzulenken, was wirklich bedacht werden sollte. Wenn eine Person tatsächlich wirklich „himmlisch gesinnt“ ist, wird sie irdisch immens gut sein!

Es ist wahr, weder Henoch, Noah, Hiob und andere „hatten das erste Buch Mose“ in ihrer Hand. Sie wandelten jedoch mit Gott, und sie nährten sich von Seinem Wort. Es gibt keinen logischen, zwingenden Grund zu zweifeln, dass schon sehr früh fromme Menschen die Wechselwirkung des Menschen mit Seinem Schöpfer aufzeichneten.

Skeptiker argumentieren gern, dass das Schreiben selbst in der Zeit Abrahams nicht verbreitet war. Diese Ansicht wurde in der Mitte der 1800er populär, als der liberale Marsch der Häresie voll im Gange war. Liberale „christliche“ College Lehrer brachten die Vorstellung hervor, die Bibel sei nach Jahrhunderten von mündlicher Überlieferung entstanden, weil niemand in der Zeit von Moses schreiben konnte. Dieser Unsinn wurde durch Beweise von Aufzeichnungen zerstört, die 1.800 Jahre vor Mose stattfanden. Linguistik Experten haben außerdem die aus früher Zeit stammenden Begriffe im Buch Hiob bemerkt, und es gibt auch „mehr Hinweise [in Hiob] auf die Schöpfung, die Flut und andere urzeitliche Ereignisse als in jedem anderen Buch der Bibel außer Genesis“ (Henry M. Morris, in “Introduction to the Book of Job”, The Henry Morris Study Bible , Green Forest, AR. Master Books, 2012). Bibelgelehrte haben eine Reihe von anderen Gründen, um geltend zu machen, die Aufzeichnung von Hiob sei älter als die der Genesis durch Moses. Schlicht gesagt, das Buch Hiob ist alt.

Ja, wir lernen Bibelabschnitte auswendig und denken darüber nach, aber nicht bloß für „tieferes Verständnis“. Joshua 1,8 sagt uns, „Laß dieses Buch des Gesetzes nicht von deinem Mund weichen, sondern forsche darin Tag und Nacht, damit du darauf achtest, alles zu befolgen, was darin geschrieben steht; denn dann wirst du Gelingen haben auf deinen Wegen, und dann wirst du weise handeln!“

Viele Stellen im Alten Testament belegen die Tatsache, die Schrift müsse die Grundlage sein, wie wir unser Leben führen: „Und schreibe sie auf die Pfosten deines Hauses und an deine Tore, damit du und deine Kinder lange leben in dem Land, von dem der HERR deinen Vätern geschworen hat, dass er es ihnen geben werde, solange der Himmel über der Erde steht.

Sie sagen, die Bibel sei „nicht unerlässlich“? Der Herr Jesus Christus hat eine weit abweichende Ansicht. Jesus konfrontierte zwei Jünger, die auf der Straße nach Emmaus waren (Lukas 24,13-27). Er rügte sie, weil sie nicht an das Wort Gottes glaubten. Darin steht, „Und er begann bei Mose und bei allen Propheten und legte ihnen in allen Schriften aus, was sich auf ihn bezieht“ (Vers 27). Mit anderen Worten, Er lehrte sie die unerlässlichen Grundlagen.

„Nicht unerlässlich?“ Warum denn inspirierte der Herr den Paulus, Römer 10,17 zu schreiben: „Demnach kommt der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort“? Dies spricht deutlich von mehr als dem, was manche das „lebendige Wort Gottes“ nennen, im Gegensatz zu dem geschriebenen Wort Gottes. „Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht geglaubt haben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne einen Verkündiger?“ (Römer 10,14).

Es gibt sehr wenig Beweise, dass eine mutmaßliche Bibliolatrie „in Amerikas Gemeinden äußerst verbreitet ist“. Im Gegenteil, wir sehen (wie wir dokumentiert haben) eine wachsende Ablehnung der Schrift zugunsten von Mystizismus, Gefühlsbetontheit und „jedem Wind der Lehre“ (Epheser 4,14). Viele selbsternannten Propheten behaupten, große spirituelle Erfahrungen gehabt zu haben und warnen jene, die ihre Worte gegen die Schrift testen wollen, nicht „den Gesalbten des Herrn anzurühren“.

Darüber sollten wir in diesen Tagen besorgt sein. Der Prophet Amos warnte vor einer Zeit, die sehr stark an die heutige erinnert: „Siehe, es kommen Tage, spricht GOTT, der Herr, da werde ich einen Hunger ins Land senden; nicht einen Hunger nach Brot, noch einen Durst nach Wasser, sondern danach, das Wort des HERRN zu hören“ (Amos 8,11).

Jesus zu kennen ist absolut lebensnotwendig, aber wie können wir wissen, dass es der wirkliche Jesus ist, außer wenn wir in der Lage sind, zwischen dem Echten und Nachgemachten zu unterscheiden? „Denn wenn der, welcher [zu euch] kommt, einen anderen Jesus verkündigt, den wir nicht verkündigt haben, oder wenn ihr einen anderen Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so habt ihr das gut ertragen [d.h. ihr habt es freudig begrüßt]“ (2 Korinther 11,4).

Möge der Herr uns Seine Ausgeglichenheit und das Unterscheidungsvermögen geben, das Er in Seinem Wort versprochen hat.

Frage: Hört Gott die Gebete der Nichtgeretteten und reagiert auf sie? Ich weiß, die Gläubigen haben das Privileg des Gebets als Kinder Gottes, aber was ist mit den Verlorenen?

Antwort: Es ist klar dass Gott jedes Gebet hört – was bedeutet, dass Er sich des Bittstellers und seines Gebetes bewusst ist. Die entsprechende Frage lautet jedoch: Hört Gott jedes Gebet und reagiert darauf? Es wurde oft gesagt, das einzige Gebet des Verworfenen, was der Herr hören wird, sei ein Gebet der Buße. Folgende Schrift fällt einem ein: „Hätte ich Unrecht vorgehabt in meinem Herzen, so hätte der Herr nicht erhört“ (Psalm 66,18). „Der HERR ist fern von den Gottlosen, aber das Gebet der Gerechten erhört er“ (Sprüche 15,29).

In 1 Petrus 3,12 schreibt der Apostel: „Denn die Augen des Herrn sehen auf die Gerechten, und seine Ohren hören auf ihr Flehen; das Angesicht des Herrn aber ist gegen die gerichtet, die Böses tun.“

Der Vorsatz des Herzen ist der Schlüssel. Der römische Zenturio Kornelius war ein gerechter (nicht gerechtfertigter Mann), der Petrus sagte: „Vor vier Tagen fastete ich bis zu dieser Stunde, und ich betete um die neunte Stunde in meinem Haus. Und siehe, da stand ein Mann in glänzender Kleidung vor mir und sprach: Kornelius, dein Gebet ist erhört, und deiner Almosen ist vor Gott gedacht worden“ (Apostelgeschichte 10,30-31). Davor hatte ihm der Engel gesagt, Petrus zu kontaktieren, „der wird Worte zu dir reden, durch die du gerettet werden wirst, du und dein ganzes Haus“ (Apostelgeschichte 11,14). Kornelius suchte eindeutig den Herrn und in diesem Fall können wir sehen, dass die Gebete eines Menschen, der noch nicht gerettet war, erhört wurden.

Nochmal, es ist klar, dass der Herr die Gebete eines bußfertigen Menschen hören wird, und desjenigen, der Ihn aufrichtig sucht: „ja, ihr werdet mich suchen und finden, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir verlangen werdet“ (Jeremia 29,13).

Verteidigt den Glauben

Unser monatlicher, spezieller Artikel aus Dave Hunts Buch mit demselben Titel.

„Eine höhere Macht, egal wie sie heißt“?

Frage: Warum stellen sich Christen so unerbittlich gegen die vielen anderen Konzepte von Gott, die in anderen Religionen verehrt werden? Ich stimme mit dem überein, was Vizepräsident Al Gore beim präsidialen Gebetsfrühstück 1993 in Washington D.C. sagte: „Glaube an Gott, Vertrauen auf eine Höhere Macht, wie sie auch heißt, ist in meinen Augen unerlässlich.“ Denken Sie an die Einheit, die es geben könnte, würden Religionen aufhören zu zanken und alle Gottkonzepte in einer aufgeschlossenen und brüderlichen Weise ehren!

Antwort [Auszüge]: Ja, denken Sie an die Einheit, die es geben könnte, wenn wir alle übereinstimmen, dass zwei und zwei fünf gibt – aber das macht es nicht richtig. Eine „Höhere Macht“? Wie hoch? Höher als was? Und was bedeutet dies.

Bei allem gebotenen Respekt für Sie und den Vizepräsidenten, was sie beide vorschlagen, ist vollkommen absurd. Überdies sind Sie nicht „aufgeschlossen und brüderlich“ wie Sie annehmen. Wenn Sie auf der Akzeptanz jeder „Höheren Macht“ und somit jeden Gottes beharren, verweigern Sie damit dem einen wahren Gott die Ehre oder streiten gar Seine Existenz ab…. Alan Blooms Buch The Closing of the American Mind erklärt, dass „Aufgeschlossenheit“ die neue Marotte in Amerika geworden ist, besonders in der Erziehung. Jede Vorstellung muss respektiert werden, nichts kann falsch sein, und niemand sollte „herabgesetzt“ werden, indem man andeutet, er würde irren. Er erklärte, die Amerikaner seien tatsächlich so offen für alles geworden, dass sie sich der Vorstellung verschlossen hätten, etwas könne richtig und etwas anderes falsch sein. Das Verschließen des amerikanischen Geistes… durch Aufgeschlossenheit! Auf ziemlich die gleiche Weise sind Sie und der Vizepräsident so offen für jeden Gott geworden, dass Sie sich der Möglichkeit verschlossen haben, es könne einen wahren Gott geben, und all die anderen seien falsch.

Lasst uns Ihren Vorschlag praktisch betrachten. Hätten Sie es gerne, wenn jeder Ihre einzigartige Individualität und spezifische, persönliche Identität bestreiten würde und Sie einfach als Vertreter des allgemeinen Konzepts des Menschseins ansehen würde? Würden Sie gerne in den gleichen Topf wie ein Mörder, Vergewaltiger… oder irgendein anderer Verbrecher geworfen werden, einfach weil jeder von ihnen auch das Menschsein repräsentiert? Und was hielten Sie davon, dass man sagte, „jeder Mensch“ würde recht sein, um diese Travestie zu rechtfertigen? Warum nicht, wenn „jede Höhere Macht“ recht wäre?

Es könnte kaum eine größere Beleidigung als solch ein Leugnen der Wahrheit über Sie als einzigartige Person geben! Sie haben eindeutige Qualitäten und Charaktereigenschaften, die Sie von allen anderen Personen unterscheiden, die auf dieser Erde je existiert haben oder existieren werden…. Ihre Individualität zu leugnen würde bedeuten, Ihre eigentliche Existenz zu leugnen.

Angenommen, Ihrer Frau bzw. Ihrem Mann und Ihren Kindern… wäre es egal, ob Sie es sind oder eine andere Form des Menschseins, das Ihr Heim und die Intimitäten der Beziehung zwischen Eheleuten teilt! Schließlich muss solch eine Beziehung nicht mit einer bestimmten Person sein, sondern lediglich mit irgendeiner Person – genau wie irgendeine „Höhere Macht, egal wie sie heißt“ gut genug ist. Lasst uns nicht engstirnig sein!

Ist es nicht eine noch größere Farce, wenn man vorschlägt, Gottes persönliche Qualitäten und Attribute, die Ihn durch eine unpassierbare Kluft von Seiner Schöpfung und allen Wesen darin trennen, seien bedeutungslos?... Wie können Sie es wagen zu sagen, Gottes Liebe für Sie bedeute nichts, sondern Sie wären genauso glücklich, eine kosmische Energiequelle oder einen Götzen oder gar den Teufel zu verehren, ihm zu vertrauen und ihn zu lieben.

Das Universum zu erschaffen erfordert eindeutige Qualitäten

Die Tatsache ist, keine denkende Person kann einfach „irgendeinen Gott“ als Schöpfer dieses Universums annehmen – und es muss einen Schöpfer geben. Die Logik unserer eigenen Existenz und das unglaubliche Design und die Struktur des Universums um uns zwingen uns zu gewissen Schlussfolgerungen über Gott. Beruhend auf solchen Schlussfolgerungen müssen wir jedes Konzept von Gott abweisen, das diese Anforderungen missachtet. Es ist nicht wahr, dass „irgendein Gott“ es tun wird. Und keine „Macht“, egal wie „hoch“, konnte das Universum und die Menschheit darin erschaffen. Nur ein persönlicher Gott von unendlicher Macht, Weisheit und Liebe konnte es tun.

Gewiss könnte niemand vernünftigerweise die Schöpfung dieses Universums einem von Menschen aus Ton, Holz oder Stein gemachten Götzen zuschreiben!... Wer könnte womöglich glauben, ein Götze, der selbst von menschlichen Händen gemacht wurde und umhergetragen werden muss, hätte überhaupt irgendeine Macht, Gutes oder Böses zu tun? Doch die Mehrheit der Menschheit hat durch die ganze Geschichte den Götzen vertraut. Sogar in der heutigen, angeblich modernen Welt, mit Radio und Fernsehen, die breit die verblüffenden Fortschritte der Wissenschaft bekanntmachen, verehren mehrere Milliarden Menschen immer noch Götzen… Solch unangebrachtes Vertrauen führt in geistliche Dunkelheit und Sklaverei.

Die Menschheit wird für solch eine Torheit gerichtet werden, und das zu Recht. Gerade das Gewissen und die Intelligenz, die Gott uns gegeben hat, widersprechen solch abergläubischer Verrücktheit. Die Bibel zeigt die Verrücktheit auf, den Götzen zu vertrauen.

Ihre Götzen sind Silber und Gold, von Menschenhänden gemacht. Sie haben einen Mund und reden nicht, sie haben Augen und sehen nicht; Ohren haben sie und hören nicht, eine Nase haben sie und riechen nicht; Hände haben sie und greifen nicht, Füße haben sie und gehen nicht; mit ihrer Kehle geben sie keinen Laut. Ihnen gleich werden die, welche sie machen, alle, die auf sie vertrauen. (Psalm 115,4-8)

Als Papst Johannes Paul II Schlangen- und Feuerverehrer, Spiritisten, Animisten und Medizinmänner versammelte – zusammen mit Hindus, Buddhisten und Moslems… um für Frieden zu beten, machte er die erstaunliche Aussage, sie würden alle zum selben Gott beten! Offensichtlich gibt es unzählige falsche Götter und falsche Religionen, und die Bibel beschuldigt jede von ihnen, weil sie die Menschheit abspenstig machen, den einen wahren Gott zu kennen und Ihm zu gehorchen.

Alarmierende Nachrichten

Auseinandersetzung um die BBC3 Selbstmordkomödie

Christian Voice, 9.1.13, „Auseinandersetzung um die BBC3 Selbstmordkomödie“ [Auszüge]: Ein Parlamentsmitglied hat die BBC kritisiert, weil sie eine Situationskomödie senden möchte, die die Suizidbegleitung als eine „spaßige Sache“ abhandelt, wie der Sunday Express berichtet.

In Way To Go (Toll Gemacht) bauen drei junge Männer eine Maschine, die Leute töten kann. Sie bieten denen ihre Dienste für Geld an, die ihr Leben beenden möchten. Die Show wurde vom US-Drehbuchautor Bob Kushell geschrieben und zeigt Blake Harrison, Marc Wooton und Ben Heathcote in den Hauptrollen.

Aber der konservative MP Mark Pritchard hat die Sitcom scharf kritisiert, die in diesem Monat auf BBC3 ausgestrahlt werden soll. Er sagte: „Dies ist eine heikle und komplexe Sache, die mit Mitempfinden und Verständnis gehandhabt werden sollte.

„Es ist eine traurige Tatsache, dass Suizidbegleitung nun als Einnahmequelle für einige ausländische Kliniken angesehen wird, und von Teilen bei BBC eindeutig als eine witzige Sache.

In einer Szene wird der Hebel der Maschine betätigt, um eine tödliche Dosis zu injizieren. Harrisons Nachbar stirbt innerhalb weniger Sekunden.

Später ruft ein Freund aus einem Pub mit einem weiteren Kunden für die Suizidbegleitungsmaschine an.

Er sagt ihm: „Er hat Magenkrebs. Wie phantastisch ist das!“

BBC3 Kontrolleur Zai Bennet sagte: „Bob Kushels Skripte sind im Gegenzug dunkel, ergreifend, absurd, bewegend und brillant, aber zumeist sind sie sehr, sehr witzig. Ich bin begeistert, dass Way To Go zu BBC3 kommt.“

Der Komödienproduzent Jon Plowman, verantwortlich für Shows wie The Office und Little Britain sagte: „Way To Go ist eine Show über ein aktuelles und schwieriges Thema, aber es behandelt sein ernstes Thema in derselben Weise wie Arsenic and Old Lace (Arsen und Spitzenhäubchen) mit giftmischenden alten Ladies oder Kind Hearts and Coronets mit Mord in Adelskreisen umging.“

Regierungsstatistiken zeigen, dass dreiviertel der Selbstmorde in UK von Männern begangen werden. Die Altersgruppe zwischen 30-39 hat das höchste Selbstmordrisiko, gefolgt von der zwischen 40-49.

Selbstmord bei Teenagern ist ein ernstes und wachsendes Problem. Nach dem Unfalltod ist Selbstmord die zweithäufigste Todesursache bei Leuten zwischen 15 und 24.

http://www.christianvoice.org.uk/index.php/2012jan09suicide/

[TBC: Plowman versucht, Way to Go mit alten Produktionen wie Arsenic and Old Lace zu vergleichen. Er vergisst aber, dass die Reaktion der säkularen Teilnehmer darin bestand, die giftmischenden alten Ladies von ihren Taten abzuhalten. Die Botschaft lautete, dass es falsch war. Diese Botschaft ist heute verschwunden.]

Islamischer Extremismus dominiert Verfolgungsliste

Baptist Press, 9.1.13, „Islamischer Extremismus dominiert die Verfolgungsliste“ [Auszüge]: Islamischer Extremismus dominiert besonders in Afrika und dem Nahen Osten den neuesten Jahresbericht über globale Verfolgung von Christen.

Acht von 10 Topverfolgern von Christen – und 24 der Top 30 – sind Länder gekennzeichnet von militantem Islam, laut Open Doors’ 2013 World Watch List, die am 8. Januar veröffentlicht wurde.

Derweil steht Nordkorea, ein nichtislamisches Land, 11 Jahre ohne Unterbrechung an erster Stelle in der Open Doors Liste.

„Islamischer Extremismus ist heute der Hauptverfolger der Christen in der Welt“, sagte Ron Boyd-MacMillan, Open Doors Chefstratege, bei einer Pressekonferenz in Washington, D.C. Unter 24 der führenden 30 verfolgenden Länder, „sind es islamische Extremisten, entweder in der Regierung oder in gewalttätigen Oppositionskräften, die die Verfolgung verursachen“, sagte er.

Die neue Liste der massivsten Verfolger von Christen umfasst fünf afrikanische Länder, die letztes Jahr nicht darauf standen, aber aufgrund der Folgen des islamischen Extremismus die Top 50 erreichten: Mali (Nr. 7); Tansania (Nr. 24); Kenia (Nr. 40); Uganda (Nr. 47), und Niger (Nr. 50).

Außerdem bewirkte der militante Islam in Äthiopien, dass dieses ostafrikanische Land von Platz 38 auf 15 katapultiert wurde. Der moslemische Staat Sudan, Äthiopiens Nachbar, sprang von Platz 16 auf 12.

Die Aufstände gegen totalitäre Staaten in Nordafrika und dem Nahen Osten, die vor etwa zwei Jahren anfingen, haben zu einer größeren Verfolgung von Christen geführt.

(http://www.bpnews.net/bpnews.asp?id=39490&ref=BPNews-RSSFeed0109)

Ist es eine Sünde, einen Kuchen für ein schwules Paar zu backen?

The Christian Post, 10.1.13, „Ist es eine Sünde, einen Kuchen für ein schwules Paar zu backen?“ [Auszüge]: Dank unserer progressiven Regierung sind Christen plötzlich mit schwierigen Fragen konfrontiert, die einst zu der Kategorie, „wie viele Engel können auf einem Stecknadelkopf tanzen?“, gehörten.

Rätsel #1: Aufgrund neuer Gesetze, die homosexuelle Ehe erlauben, sind christliche Bäcker, Gastwirte, Floristen, Photographen und Gastronomen plötzlich gezwungen, eine Frage zu beantworten, die einst undenkbar war: „Ist es eine Sünde für einen christlichen Geschäftsinhaber, einen Dienst für ein schwules Paar zu erbringen?“

Es ist eine Sünde: Discover Annapolis Trolley Cars hat sich entschieden, eher das Geschäft als ihre christlichen Überzeugungen aufzugeben. Sie halten es für eine Sünde, wenn man schwulen Paaren eine Trolleyfahrt ermöglich, da sie annehmen, sie würden Anteil an einer sündigen Aktivität haben: Schwulenehe.

Es ist keine Sünde: Manche würden argumentieren, Hochzeitsdienste für ein schwules Paar zu erbringen sei nicht anders als jedem anderen Sünder eine Dienstleistung zu erbringen. Bestimmt hat Discover Annapolis Trolley Cars auch manchen Paaren, die eine Affäre hatten, eine Fahrt ermöglicht. Wir können annehmen, dass Discover Annapolis Trolley Cars Paaren eine Hochzeitstour ermöglichte, die am ungleichen Joch zogen, deshalb sollte die Dienstleistung für ein schwules Paar nicht anders sein.

Rätsel #2: Health and Human Services beharren darauf, dass die im Besitz von Christen befindliche Firma Hobby Lobby für Angestellte Versicherungen zur Verfügung stellt, damit diese auch Antibabypillen mit abtreibender Wirkung kaufen können.

Es ist eine Sünde: Hobby Lobby kam zum Schluss, sie könnten der Forderung der Regierung nicht nachkommen und sind willens, drakonischen Strafen für ihren Standpunkt ins Auge zu sehen. Sie können einfach nicht ihr christliches Gewissen verletzen, da sie glauben, es sei eine Sünde, wenn sie den Angestellten abtreibende Medikamente zur Verfügung stellen.

Es ist keine Sünde: Manche würden argumentieren, Hobby Lobby „zahle bereits für Abtreibungen“ jedes Mal, wenn sie ihre Steuern an die Regierung entrichten, die 1/3 der Einkünfte von Planned Parenthood zuschießt. Überdies zahlen Arbeitgeber ihren Angestellten eine Kompensation. Diese würden das Geld für andere, schändliche Zwecke verwenden. Dies sei kein Unterschied.

Was sagt die Bibel? Es gibt keinen spezifischen Bibelvers, der uns genau sagt, was wir in dieser Lage tun sollen. Daher müssen wir alle Verse untersuchen, die indirekt Anwendung finden, und gewissenhaft unsere Schlussfolgerungen ziehen. Lasst uns zwei Verse untersuchen: Vers eins: Jesus antwortete deutlich auf die Frage, ob man einer miesen Regierung Steuern zahlen soll. Wir sollen „dem Kaiser geben, was des Kaisers ist“ (Markus 12,17). Mit Sicherheit verwandte die römische Regierung Steuergelder dazu, entsetzliche Sünden zu begehen, einschließlich des Mordes am jüdischen Volk.

Vers zwei: Als die Behörden Petrus und Johannes geboten, mit dem Predigen des Evangeliums aufzuhören, weigerten sie sich (Apostelgeschichte 4,18-20). Wenn die Regierung etwas verfügt, was Gott verbietet, können wir nicht gehorchen… wenn die Regierung etwas verbietet, was Gott gebietet, dann können wir dem nicht nachkommen.

(http://blogs.christianpost.com/wretched/is-it-a-sin-to-bake-a-cake-for-a...)

Briefe

Lieber Bruder McMahon,

Schalom im Namen unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus. Ich erhalte den Berean Call durch die Gefängniskapelle und las den Februarartikel 2012 „Die Zeugen warnen“. Dieses Thema ist mir eine Herzensangelegenheit und ich habe versucht, das Evangelium [einigen Familienangehörigen und Mitgefangenen] mitzuteilen, dass nämlich Jesus Gott ist und wir nur durch Glauben gerettet sind. Ich hatte sogar eine tiefgehende Diskussion mit zwei der „Zeugen Jehovas“, die eines Tages in meine Gefängniszelle kamen. Bitte senden Sie mir mehr Informationen… so dass ich lernen und mich ausrüsten kann…. Danke Ihnen und machen Sie mit dem guten Werk weiter. GF (CA, Gefangener)

Liebe Heilige beim Berean Call,

Danke Ihnen durch die Macht des Heiligen Geistes Gottes, dass sie weiterhin „die Wahrheit tun“, für Gerechtigkeit einstehen, indem Sie das Wort Gottes richtig teilen, und weil Sie diesen Pilger aufbauen und ermutigen, auf dass ich ausgerüstet und vom Geist in die Lage versetzt werde, im Gebet meine eigene „Nahrungssuche“ zu betreiben, anstatt faul „zwangsernährt“ zu werden, indem ich einfach die heutigen Medienbeilagen abgrase oder in der Tat sogar bequem durch gesund lehrende Pastoren und Dienste gespeist zu werden, versus in das Wort zu gehen und selbst im Gebet und unter Führung des Heiligen Geistes zu suchen!... Ich stelle einen Wandel fest, der sich unter [vielen Diensten] zeigt, in dem sie anfangen, einen Mangel an Unterscheidungsvermögen zu offenbaren, der mich tief betrübt und weiterbeten lässt, während sie sich anscheinend dafür entscheiden, weniger als Gottes Wort und Wege zu akzeptieren. Die Pforte, der Pilgerpfad, auf dem wir schreiten, wird immer enger…. Ich bete… dass wir mit der Liebe Christi erfüllt werden… und diese mit der zunehmend dunklen und getäuschten Welt und leider den getäuschten Heiligen teilen. PS (ID)

T.A. McMahon,

Mit Interesse lese ich Ihren jüngsten Artikel über das Problem, die so genannte Wissenschaft der Psychologie in der Gemeindepraxis zu akzeptieren. Ich möchte einen weiteren Grund dafür vorschlagen, ihren Gebrauch auszuschließen.

Wenn man eine Pauschalaussage macht wie, „die ganze Psychologie ist falsch“, können die Leute beinahe nicht glauben, was sie gehört haben. Weil wir jahrelang richtig/falsch Prüfungen gemacht haben, sind wir argwöhnisch, eine Aussage mit einem Absoluten darin zu akzeptieren.

Ich behaupte jedoch, dass es keine psychologische Theorie des menschlichen Verhaltens gibt, die das Konzept der Sünde einschließt. Alle Theorien, die diesen Aspekt der menschlichen Natur ausschließen, werden nicht in der Lage sein, genau zu beschreiben, warum Leute Dinge tun. Alle therapeutischen Methoden, die von solchen mangelhaften Theorien abgeleitet werden, können im besten Fall zufällig wirksam sein.

Es ist wohl töricht, wenn ein Pastor eine Technik anwendet, die im besten Fall so effektiv ist, wie nichts zu tun und im schlimmsten Fall bestehende Probleme verschlimmert.

Man kann mitfühlend sein mit Pastoren, die durch ihre Hochschulen vorbereitet wurden, ihre konfessionelle Lehre zu verteidigen, aber nicht darauf, biblisch mit wirklichen, menschlichen Problemen umzugehen. Diesen Männern würde ich vorschlagen, Beziehungen mit älteren, weiseren christlichen Männern zu pflegen, von denen sie die Anwendung des Christentums im wirklichen Leben lernen können. TF (Email)

Lieber Bruder und Schwester Hunt und Bruder McMahon,

Ich möchte Ihnen mit diesem Brief mitteilen, wie sehr Ihr Dienst mich über die Jahre gesegnet hat. Ich las Ihren Rundbrief das erste Mal im November 1995, als ich in Kuwait stationiert war. Ein Flieger gab mir mehrere seiner Exemplare und sie waren für mich damals ein großer Segen. Kurz nach meiner Rückkehr nach Hause abonnierte ich den monatlichen Rundbrief und habe ihn seither erhalten.

[Meine Familie und ich] haben uns von unserer örtlichen Baptistenversammlung entfernt. Der Pastor dort enthüllte, er glaube nicht, dass Gott allwissend ist. Es gibt andere Standpunkte, die er vertreten hat, die den Schriften widersprechen, daher fühlten wir uns genötigt, zu gehen. Die Mehrheit der Versammlung macht sich darüber keine Gedanken und sitzt ruhig da, stimmt dem Widerspruch zu.

Wir sind gesegnet, weil Sie Gottes Wort predigen und lehren…. Danke Ihnen nochmal, dass sie Segen für mich waren. EM (TX)

TBC Notizen

Das Datum der Konferenz 2013

Wir haben die Daten für unsere Konferenz dieses Jahr ausgearbeitet und sind über die Möglichkeit, einige tolle Redner für Ihre geistliche Erbauung nach Bend zu bringen, ziemlich begeistert. Unser Schwerpunkt dieses Jahr ist der Dienst für junge Erwachsene, eine Zuhörerschaft, die in den vergangenen Konferenzen nicht da war. Das ist ein übliches Dilemma für Konferenzen, die biblische Lehre als Hauptthema haben (Apologetik, Prophetie, Hermeneutik, usw.), doch ist eine Kenntnis gesunder Lehre in unseren Tagen ausschlaggebend und besonders für die nächste Generation in den vor uns liegenden Tagen.

Meine ursprüngliche Idee war, der Eintritt solle für jeden unter dreißig sowie für jeden über dreißig, der jemanden unter dreißig mitbringt, frei sei. Die Konferenz wird jedoch für jeden eintrittsfrei sein, daher kann ich meinen Wunschvorschlag leider nicht durchsetzen. Dennoch kann ich einen jeden bitten, junge Erwachsene mitzubringen. Ich kann garantieren, sie werden bestimmt von den Sprechern und Themen nicht enttäuscht sein: Carl Kerby (Schöpfung und Evolution), Mark Cahill (Zeugnis geben), David James (Hermeneutik), Keith Gibson (Kulte), Paul Wilkinson (Israel und Prophetie), T.A. McMahon (Psychologie und Schrift). Die Termine sind vom Freitag bis Samstag, 23.-24. August 2013. Bend ist im Sommer im August am schönsten. Bitte kommen Sie zu uns!

Das „Radio“ kommt wieder

Wie die meisten von Ihnen wissen, hörten wir auf, Radio zu machen, als es für Dave Hunt aufgrund seiner Gesundheitsprobleme zu schwierig wurde. Doch einige Radiostationen waren so freundlich, die archivierten Programme von Search the Scriptures Daily zu wiederholen. Beginnend im Februar werden wir ein neues Programm mit dem Titel Search the Scriptures 24•7 anfangen. Statt zum Radio zurückzukehren, wird jedoch jede 30 Minuten Episode auf unserer Webseite jede Woche verfügbar sein, mit dem Ziel, später im Jahr auf zwei Programme pro Woche zu erweitern.

Unser Format wird hauptsächlich Interviews in den Vordergrund stellen, die darauf abgestimmt sind, Unterscheidung zu ermutigen, indem es sich auf unbiblische Lehren und Trends konzentriert, die gerade eine große Zahl in der Christenheit beeinflussen. Die Gäste werden Individuen sein, die die Streitfragen gut kennen und ausgerüstet sind, sie biblisch anzugehen. Schauen Sie nach Search the Scriptures 24•7 auf unserer TBC Webseite.

T.A. McMahon Executive Director

TBC Extra

Der Jesaja 9,9 Effekt

David James

Auszug aus The Harbinger: Fact or Fiction?

Die nächste bedeutende Vorstellung, die Cahn in Verbindung mit dem „Zweiten Erschüttern“ einführt, wird der Jesaja 9,9 Effekt genannt. Genau so wie die Theorie der neun Vorboten entwickelt wurde, um die Verknüpfung zwischen Jesaja 9,9 und Amerika aufzuzeigen, ist der Jesaja 9,9 Effekt ausschlaggebend, um Gottes zweite Runde von Warnungen an Amerika zu verstehen.

[Der Prophet] „Da darin eine zweite kommt, ja. Was würde es also bedeuten?“

[Kaplan] „Die Prophetie hat einen zweiten Teil, sie führt zu etwas anderem… einer zweiten Manifestation.“

[Der Prophet] „Den Jesaja 9,9 Effekt.“

[Kaplan] „Welcher wäre das?“

[Der Prophet] „Dies: ‚Der Versuch einer Nation, dem Verlauf ihres Gerichtes Trotz zu bieten, abseits der Buße, wird stattdessen eine Kette von Ereignissen in Gang setzen, um genau das Unheil herbeizuführen, das sie abzuwenden suchte.‘“

Bevor man irgendwie weiter geht, sollte die erste Frage, die jeder Leser über die Definition Des Propheten bezüglich des Jesaja 9,9 Effekte stellen sollte, lauten: „Woher kam diese Definition?“ Sie kam bestimmt nicht von Jesaja 9,9. Sie kam auch aus keinem der Verse in der Nähe von Jesaja 9,9. Die Wichtigkeit dieser Sache kann nicht überbewertet werden, weil der Rest von Cahns gesamter Theorie auf dieser Theorie beruht – dass es wirklich so etwas wie den Jesaja 9,9 Effekt gibt. Dies wird unmittelbar aus dem Fortgang des Dialogs sichtbar:

[Kaplan] „Und dies alles hat mit Amerika zu tun?“ fragte ich.

[Der Prophet] „Sieben Jahre nach dem 11.9.“, sagte er, „brach die amerikanische Wirtschaft zusammen und löste eine globale, wirtschaftliche Implosion aus. Hinter allem und allem, was folgte, war etwas viel tieferes als Ökonomie.“

[Kaplan] „Hinter dem Kollaps der Wallstreet und der amerikanischen Wirtschaft war…“

[Der Prophet] „Jesaja 9,9.“

So wie der Verfasser es denkt, verursachen Jesajas Worte in dem angeblichen Jesaja 9,9 Effekt tatsächlich, dass die Dinge geschehen. Dies wird im folgenden Austausch am Ende von Kapitel 16 eindeutig bestätigt:

[Kaplan] „Wie im Jesaja 9,9 Effekt?“

[Der Prophet] „Ja, aber in diesem Geheimnis befinden sich die Verknüpfungen sogar noch weiter hinter dem Bereich des Natürlichen.“

[Kaplan] „Sind sie übernatürlich?“

[Der Prophet] „Das könnte man sagen.“

[Kaplan] „Und sie verbinden den 11.9. mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch?“

[Der Prophet] „Sie stellen nicht nur die Verbindung her… sie bestimmten sie… bis zu der Zeit, wo jedes davon geschehen würde.

[Kaplan] „Ein altes Geheimnis?“

[Der Prophet] „Ja, ein altes Geheimnis, durch das die globale Wirtschaft und jede Transaktion in ihr bestimmt war, ein Geheimnis, das mehr als dreitausend Jahr zuvor in den Sandflächen einer nahöstlichen Wüste beginnt.“

Eine schlimme Schwachstelle in der Theorie

Somit bleibt die Frage, „Woher kommt das Konzept des Jesaja 9,9 Effektes?“ Da es nicht vom Text selbst noch vom unmittelbaren Kontext kommt noch irgendwas dem Jesaja 9,9 Effekt entfernt Ähnliches sonst wo in der Schrift erwähnt oder angedeutet wird, erscheint es bloß eine weitere von jenen Sachen in dem Buch, die erfunden wurden. Doch man würde nie darauf kommen, wenn man The Harbinger liest. Cahn stellt den Jesaja 9,9 Effekt vor, als wäre er ein unantastbares Prinzip der Schrift – dass das entsprechende, verordnete Resultat unvermeidlich ist, sobald er in Bewegung gesetzt wurde.

Auch wenn er jedoch nur die Erfüllung von Jesaja 9,9 im antiken Israel diskutieren würde, wäre dies keine gute Weise zu erklären, wie Prophetie funktioniert. Der Grund, warum prophezeite Ereignisse geschehen, liegt darin, dass Gott ihr Eintreten verursacht, nicht weil die Prophezeiung selbst irgendwie die Ursache für ihr Eintreten darstellt. Doch Cahn scheint anzudeuten, dass der Jesaja 9,9 Effekt als Prinzip das Geschehen dieser selben Ereignisse irgendwann in der Zeit verursachen kann, sobald sie eingeleitet sind.

Wenn es natürlich einfach ein generelles Prinzip wäre wie das vom „Säen und Ernten“ oder wie die vielen Prinzipien, die man in den Sprüchen findet, würde es nicht notwendigerweise so problematisch sein. Sogar dies würde die Tatsache missachten, dass Jesaja 9,9 im Kontext kein Prinzip zu sein scheint. Der Jesaja 9,9 Effekt wird als so spezifisch vorgestellt, dass er unabhängig formelhaft ist. Mit anderen Worten, sollte irgendwann der Erste Vorbote eintreffen, dann ist es bloß eine Frage kurzer Zeit, bis der Zweite Vorbote auch eintrifft – welcher dann von jedem der anderen Vorboten gefolgt wird – bis schließlich das Gericht stattfindet.

Cahn argumentiert, wie zuvor vermerkt, heftig, dass er von jenen missverstanden worden sei, die annehmen, er sage, der Jesaja 9,9 Effekt finde speziell auf Amerika Anwendung. Wenn dies jedoch nicht ist, was er sagt, dann lautet die einzige andere Erklärung, dass der Jesaja 9,9 Effekt ein unabhängiges und formelhaftes Prinzip ist, das in geheimnisvoller Weise durch die Kraft von Worten selbst wirkt. Nochmal, er versucht, doppelt zu gewinnen, wie in den notwendigen Ergebnissen des Jesaja 9,9 Effekts gesehen werden kann (Betonung hinzugefügt):

·    „Deshalb muss der Wiederaufbau anfangen…“

·    „Deshalb muss der Gazit Stein gebracht werden…“

·    „…die Maulbeerbäume müssen ersetzt werden…“

·    „Der Erez-Baum muss gepflanzt werden…“

·    „Das Gelübde muss abgelegt werden…“

·    „Aber entsprechend dem Jesaja 9,9 Effekt muss das zweite Unheil effektiv aus dem ersten geboren werden…“

Dabei bleiben Cahn zwei Hauptprobleme. Sollte Jesaja 9,9 sowohl für das antike Israel wie auch für Amerika gelten, sieht er sich einem unüberwindbaren hermeneutischen Problem gegenüber. Aber wenn es stattdessen wirklich so etwas wie den Jesaja 9,9 Effekt geben sollte, dann hat er ein historisches Problem.

Was wäre, wenn die „Bresche“ und der „Terrorist“ 1812 oder 1861 oder 1941 beobachtet worden wären? Hätte jemand theoretisch das „verborgene, antike Geheimnis“ von Jesaja 9,9 im Jahr 1949 entdecken können? Und wenn behauptet worden wäre, dass Pearl Harbor eine Bresche durch einen Feind war, der ständig terroristische Taktiken im ganzen Krieg im Pazifik verwendete (was die Japaner taten), hätte man nicht argumentieren können, dass Gottes Schutzhecke vor dem 7. Dezember 1941 entfernt worden war? Und wenn die Schutzhecke lange vor dem 11.9. entfernt worden war, hatte Gott doch seit dem Zweiten Weltkrieg eine weitere Schutzhecke an Ort und Stelle? Die Fragen sind wirklich endlos.

Dies ist kein Versuch, den Autor zu verspotten. Dies ist ein sehr ernstes Problem, denn sollte er bei dem Jesaja 9,9 Effekt richtig liegen, dann hätte er jederzeit in der Vergangenheit eintreten können oder könnte dies wieder jederzeit in der Zukunft. Auf der anderen Seite, wenn es nur einmalig am 11 September 2001 geschehen konnte, dann gibt es keinen solchen Jesaja 9,9 Effekt als Prinzip.

Andere „…Effekt“ Stellen?

Wenn Cahn beim Jesaja 9,9 Effekt richtig liegt, wirft dies eine weitere, sehr wichtige Frage auf: Gibt es andere prophetische Stellen im Alten Testament, die ebenso wie der Jesaja 9,9 Effekt wirken? Wie viele andere Prophetien, die an Israel gerichtet waren, können auch mit historischen Ereignissen in den Vereinigten Staaten verknüpft werden?

Gibt es auch einen „1 Mose 12,2 Effekt?“

Und ich will dich zu einem großen Volk machen und dich segnen und deinen Namen groß machen, und du sollst ein Segen sein.

Oder ein „Joshua 1,3 Effekt?“

Jeden Ort, auf den eure Fußsohlen treten, habe ich euch gegeben, wie ich es Mose verheißen habe.

Gibt es Dutzende andere? Oder ist Jesaja 9,9 die einzige derartige Stelle in der ganzen Bibel? Sollte der Jesaja 9,9 Effekt wirklich existieren, dann scheint es bemerkenswert unwahrscheinlich, dass er das einzige derartige Prinzip im gesamten Alten Testament sein sollte. Aber wenn nicht vom Kontext, wie dann könnte man überhaupt wissen, ob eine bestimmte Stelle vermutlich so wirkt? Und doch gibt es überhaupt nichts im Kontext von Jesaja 9,9, das die Existenz eines solchen Effektes andeuten würde.

Wie früher vermerkt: Wenn eine vorgeschlagene theologische oder geistliche Vorstellung nicht in der Bibel gefunden wird, oder sie nicht zumindest vom Text in irgendeiner Weise unterstützt werden kann, dann hat jemand sie erfunden. Dies ist genau das Wesen des Jesaja 9,9 Effekts – jemand erfand ihn.

TBC Extra

Gibt es eine Hoffnung für Amerika

Mark Dinsmore

„Jeder will die Welt beherrschen“

Letzten Monat betrachteten wir einige historische Bemühungen, verschiedene Kulturen zu verschiedenen Zeiten zu „christianisieren“ – eine jede durch politische Führer, die glaubten, sie würden „Gottgegebene Autorität“ ausüben, um über die Erde zu herrschen. Wer am Einfädeln solcher Bemühungen beteiligt ist, zitiert üblicherweise 1 Mose falsch und verweist auf Adams und Evas Versagen, „zu herrschen“, was als Grundlage für eine benötigte „Wiederherstellung“ dieses Mandates dient. Und natürlich kommt solch ein Ziel immer durch menschliche Bemühungen – was nichts ist als ein weiterer Versuch, den „Himmel“ zu erreichen, indem man anderswo hineinsteigt (Johannes 10,1).

Dave Hunt und TBC haben schon lange den Kingdom-Dominionism in vielen Formen adressiert – von den Häresien und bösen Taten des römischen Katholizismus über die Verirrungen der reformierten Theologie und des modernen Rekonstruktionismus bis zu außerbiblischen und okkulten Praktiken der charismatischen Spätregenbewegung (siehe Whatever Happened to Heaven? und Die Zeitliche Täuschung). Jeder dieser historischen Kulte und Spaltungen teilte sich dasselbe Ziel: eine „christlich“ religiöse und politische Autorität zu etablieren – zuerst national und dann global. Historisch jedoch haben solche Versuche immer zur Beseitigung von „christlicher Freiheit“ durch tyrannische Unterdrückung und letztendlicher Verfolgung wahrer Heiliger in Christus geführt. Dasselbe gilt für das laufende Vorankommen heute von ökumenischer Einheit in der Neuen Religiösen Rechten– eine sich angleichende Kirche, die auf dem Fundament einer „gemeinsamen Grundlage“ mit Freimaurern, Mormonen und sogar Moslems gebaut wird.

Aus der Schrift und der Geschichte sollte deutlich sein, dass der uns von Gott gegebene Auftrag nicht darin besteht, die Herrschaft über nicht wiedergeborene Individuen zu ergreifen, noch Gebieter über menschliche Regierung zu werden, sondern stattdessen das Evangelium zu predigen und Jünger zu machen. Doch ist die Versuchung für manche zu groß, durch menschliche Regierung die Nation zu „christianisieren“ – und letztendlich die Welt.

Beim Aufspüren von „Gottes Plan für Amerika“ (siehe Teil Eins) haben Pat Robertson und andere christliche Patrioten offensichtlich die Schrift nicht konsultiert – wie sonst sind sie nicht mit den Abbildungen der Reiche der Welt vertraut, wie sie zur Prophetie der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gehören. Verbildlichte nicht die Statue, von der Nebukadnezar träumte und die Daniel interpretierte, Babylon als das Haupt aus Gold, Medo-Persien als die Brust und Arme aus Silber, Griechenland als Bauch und Lenden aus Bronze und Rom als die Beine aus Eisen – alles erfüllt in der Geschichte? Und trotz all des emotionalen Idealismus über Amerikas einzigartigen Wohlstand und unerreichte Macht, wo passt Amerika in diese Vision der aufeinanderfolgenden Reiche der Erde?

Ist Amerika The Stone Kingdom [Das Steinreich]?

Die meisten konservativen, evangelikalen Gelehrten würden zustimmen, dass die USA in den „westlichen“ Fuß und / oder die Zehen, die teils aus Eisen und aus Ton waren, hineingequetscht ist. Doch Robertson beharrt darauf, dass die „Herrlichkeit“ der USA jedes einzelne Reich, das in Nebukadnezars Vision identifiziert worden war, in den Schatten stellt. Dies ist im besten Fall reine Täuschung! Das heißt, es sei denn Robertson glaubt irgendwie, Amerika selbst sei der „Stein… ohne Zutun von Menschenhänden [von dem Berg losgerissen]“ (Daniel 2,45), der sie alle zermalmt. Aber wie konnte es geschehen, dass die Schrift so verdreht wurde? Warum unterscheiden die Zuschauer nicht und weisen die Führer, die versuchen, ihre Herden vor solcher Täuschung zu schützen, nicht zurecht?

Wenn man weiter nachbohrt, scheint es, dass Robertsons Hoffnungen in der Tat auf einer wenig bekannten, abweichenden Lehre ruhen, die Amerika als „The Stone Kingdom“ bezeichnet. In einem Buch mit diesem Titel behauptet der Verfasser E. Raymond Capt, „zwingende Beweise vorzustellen, dass die Vereinigten Staaten von Amerika dieses endgültige Reich sind!“ Tatsächlich verkündet der Verfasser, Amerika „werde ein großer Berg werden und schließlich die ganze Erde füllen.“ Auf den ersten Blick mag man diese Vorstellung als lächerlich aber harmlos wegtun. Wie TBC seit langem dokumentiert hat, ist jedoch der christliche Dominionismus eine „Lehre von Dämonen“, die weiterhin Millionen täuscht, während sie das Fundament für das kommende Reich des Antichristen legt.

Merkwürdige Lehren führen zu noch merkwürdigeren Bettgenossen

Eine Grundlage für diese Häresie ist die Lehre des britischen Israelismus, eine Vorstellung, die Mitte 1600 entstand und zu beweisen suchte, dass Westeuropäer prinzipiell von den „verlorenen“ Stämmen Israels abstammten. Manche versuchten sogar, die Königliche Familie mit der Abstammungslinie König Davids zu verknüpfen. Eine Anzahl von „Bibellehrern“ verfolgte diese Vorstellung und Mitte 1800 wurde sie zu einer bedeutenden „christlichen“ Bewegung, die Einfluss auf die Richtung und Entwicklung zahlreicher Kulte hatte – einschließlich jener, die von Joseph Smith, Mary Baker Eddy und Herbert W. Armstring etabliert wurden. Joseph Smith verkündete, „ganz Amerika sei Zion selbst, vom Norden bis zum Süden“ (http://globalmormonism.byu.edu/?page_id=9). Sogar heute verkünden Anhänger von Christian Science, „Amerika sei die Wiege für das Zweite Kommen Christi“ (http://mbeinstitute.org/America/AmerIntro.html). Pat Robertsons Erklärung, alle Reiche der Geschichte „würden von der Herrlichkeit der Vereinigten Staaten in den Schatten gestellt“, scheint diese unbiblischen Ansichten wiederzugeben.

Wenn man es in diesem Licht sieht, kann man anfangen, die Methode hinter Pats Mantra zu sehen, wenn er wiederholt insistiert: „Gott hat einen Plan! Und er ist mit dieser Nation noch nicht am Ende! Wir sind ein Bundesvolk! Lassen sie nicht zu, dass ein Politiker ihnen sagt, wir sind es nicht! Diese Nation wurde von Gott inmitten der Nationen der Erde bestimmt…. Wir sind hier! Gott der Allmächtige hat einen Plan, und dieser Plan ist noch nicht beendet.“

Tragischer Weise ist nicht nur Robertson vom Stolz des christlichen Nationalismus erfüllt – der seine Wurzel in den unbiblischen Lehren des britischen Israelismus, des Freimaurertums und Mormonentums hat – sondern er irrt sich leider, eine solche kühne Erklärung sei auf Grundlage der Schrift berechtigt. Obgleich er offenbar beabsichtigt, ängstliche Gläubige und niedergeschlagene Patrioten, die den Kurs ihrer Nation beklagen, zu ermutigen, steht seine Position in direktem Konflikt mit der Schrift.

Amerika das „Stone Kingdom“ zu nennen, ist in diesem Licht betrachtet äußerst gefährlich. Unter keinen Umständen sollte die bekennende Kirche Amerika auf eine Position erheben, die für Christus reserviert ist! Diese nationalistische Vergötterung ist besonders beleidigend, wenn man das Ausmaß versteht, zu dem die Vereinigten Staaten nicht durch Gott noch seinen Geist, sondern durch die Hände der Freimaurer konzipiert und gebaut wurden, die Amerikas Kapitol buchstäblich zuschnitten und etablierten – wie auch seine ersten großen Städte. Befanden sich echte Christen unter diesen Okkultisten? Absolut. Riefen sie den Namen Gottes an? Auf jeden Fall. Aber Amerikas Gründung war eine unheilige Mischung vom Heiligen und Profanen, mit bösen Menschen und Verführern, die getäuscht waren und andere täuschten, vermischt mit vielen guten Menschen (manche fromm), die „nicht wussten, was sie taten“.

Das Muster der Täuschung geht heute so weiter wie damals: Wahre Gläubige und Namenschristen gleichermaßen engagieren sich in ökumenischen Anstrengungen für den Bau oder die Wiederherstellung von „Gottes Reich auf Erden“. Dabei praktizieren sie „wissentlich oder unwissentlich“ okkulte Methoden mit dem Ziel, in die Himmel „einzutreten“, nach der Weise der antiken, heidnischen Reiche. Tragischer Weise sind viele moderne Christen, die sich für besser gebildet und fortschrittlich halten, nicht besser dran als die antiken Hebräer, die „unwissend“ Baal verehrten.

Der Grundstein der Amerikanischen Geschichte – oder Häresie?

Vielleicht eines der offensichtlichsten Beispiele von Amerikas okkulter Errichtung kann in der babylonischen Zeremonie für die Grundsteinlegung des US Kapitols gesehen werden. Gekleidet in voller freimaurerischer Aufmachung führte der erste Präsident unserer Nation, George Washington, Vorsitz über die durchdachte Parade und Zeremonie – in Gänze von Freimaurern erdacht und durchgeführt – die mit einem rituellen Behauen des Grundsteines mit einer gravierten Silberplakette schloss, auf deren Oberteil Mais, Wein, und Öl geschüttet waren, und „versiegelt“ wurde mit einem Freimaurer Gesang.

Ist solch ein Ritual christlich – oder heidnisch? Könnte Amerikas „Schicksal“ von seiner Gründung und Widmung an dem Gott der Freimaurer „versiegelt“ gewesen sein? Logenprotokolle dokumentieren getreu jedes Detail der Prozession des Grundsteinrituals – das schloss mit „Der Präsident der Vereinigten Staaten, der Großmeister… und der sehr verehrte Meister von Nr. 22, nehmen ihre Position östlich eines riesigen Steines ein; all die Handwerker, die einen Kreis westwärts bilden, standen eine kurze Zeit in stiller, ehrfürchtiger Ordnung“ (http://www.phoenixmasonry.org/masonicmuseum/gw_laying_the_cornerstone _mural_medallion.htm).

Wenn der moderne Leser das Ereignis, das beschrieben wird, nicht kennt, sind die Parallelen zur Zaubereipraxis (auch die „Zunft“ genannt), auffallend – besonders in Bezug auf die Ehrerbietung, die in „stiller Ehrfurcht“ in Richtung Osten erwiesen wurde. In einem gefälschtem Bezug auf das Zweite Kommen Christi (Matthäus 24,27) betrachtet das Freimaurertum göttliches Licht, oder Wissen als „vom Osten“ kommend. Deshalb wird die frühere Hilfstruppe mit weiblichen Helfern des Freimaurertums (die nun allen männlichen und weiblichen Verwandten offen steht) der Orden des Östlichen Sterns genannt. Obgleich in „christlichem“ Schleier verhüllt, ist Luzifer, „Lichtträger“, das gnostische Licht dieses Sterns, den die Schrift auch allegorisch als „Raubvogel“ schildert (Jeremia 49,16).

Was ist mit 2 Chronik 7,14?

Im vierten Clip der Vorschau auf Gottes Plan für Amerika, äußert Robertson gleichzeitig einen Vorbehalt und Aufruf zur Tat mit der Frage:

Und so sagt Gott uns, „Werdet ihr dem Bund treu sein? Werdet ihr den Bund erneuern, den ich mit euren Vorvätern an den Küsten des Atlantischen Ozeans machte, als sie im Gebet knieten und dieses Land für mich beanspruchten? Werdet Ihr diesen Bund erneuern?“ Und wenn wir es machen, werden wir in eine Periode beispiellosen Wohlstandes und Segen eintreten, und der Segen des Himmels wird auf uns herabregnen. Und das ist die Herausforderung, die ich euch stelle und die Er uns gibt. Noch einmal diesen Bund zu erneuern und den Plan fest zu ergreifen, den Gott vor der Schöpfung der Erde hatte, dass dieses Land hier das erste unter den Nationen sein würde.

Wieder einmal stellt Robertson seine eigene Häresie mit der Erklärung bloß, Gott habe für Amerika vor, dass es „das erste unter den Nationen sei“. Dies ist de facto Antisemitismus. Und doch tappen sogar jene Evangelikale, die diese unbiblische Lehre ablehnen, in dieselbe Falle, Amerika auf abgöttische Höhe zu erheben. Wie wir gesehen haben, lieben amerikanische Gläubige es besonders, die Schrift durch den Mythos eines eingebildeten Bundes mit Gott zu sehen – was die Vereinigten Staaten ihrer Ansicht nach zu einer „christlichen Nation“ macht. Obgleich es einst eine Nation mit mehrheitlich christlich gesinnten Leuten war, die sich lange an Frieden und Wohlstand erfreuten – zum Teil als Ergebnis, nach biblischen Werten zu regieren und zu leben – war Amerika nie dazu bestimmt, das „The Stone Kingdom“ zu sein.

Diese irrtümliche Sicht der Geschichte resultiert wiederum in einer verzerrten Perspektive, wenn es zur Interpretation und Anwendung der Schrift kommt. Wie Dave Hunt auf Search the Scriptures Daily Radio antwortete: „Wenn man nicht erkennt, dass es einen Unterschied zwischen Israel und der Gemeinde gibt, wird man sowohl hinsichtlich der Errettung wie der Entrückung und dem Zweiten Kommen sehr durcheinander sein. Gott… hat Israel volle Wiederherstellung in seinem Land verhießen. Es gibt für die Gemeinde keine Wiederherstellung in einem Land. Man kann die Verheißungen an Israel auf keine Weise passend für die Gemeinde machen, aber Leute versuchen es…. Nehmen sie zum Beispiel 2 Chronik 7,14:

…mein Volk, über dem mein Name ausgerufen worden ist, demütigt sich, und sie beten und suchen mein Angesicht und kehren um von ihren bösen Wegen, so will ich es vom Himmel her hören und ihre Sünden vergeben und ihr Land heilen.

Dave fährt fort, „Nun gibt es Leute die… sagen, ‚Nun schau, wenn die Gemeinde in Amerika einfach ihre Sünde bekennen und mit Gott ins Reine kommen würde, und wirklich – lasst uns eine Gebetskampagne machen und für unser Land beten – dann würde Gott Amerika in eine christliche Nation verwandeln.“ Aber natürlich gab Gott… Amerika nie den Amerikanern, und er gab gewiss Amerika nie den christlichen Amerikanern. So irren sie sich alle schrecklich, wenn sie versuchen, [2 Chronik 7,14] anzuwenden.“

Tragischer Weise beruhten unzählige Kampagnen, Programme und Kreuzzüge auf diesem einzelnen Vers alleine – und beließen unzählige Millionen von Gläubigen in der Täuschung, dies sei eine Verheißung Gottes für Amerika. Bitte genau hier anhalten. Beachtet den Kontext! Das gesamte Kapitel bezieht sich auf Salomons Widmung des Tempels und Weihe der Nation Israel an Gott – ein Bericht der ganz zurück im zweiten Kapitel anfängt. In der ganzen Schrift ist die einzige Nation und die einzige Kultur, die Gott als „mein Volk“ anspricht, Israel und die Juden.

Obgleich der Bericht über Israel in der ganzen Schrift zahlreiche Anwendungen sowohl persönlich wie auch gemeinschaftlich für Gläubige hat, ist es eine offensichtliche Lüge, diese Verheißung auf die Vereinigten Staaten falsch anzuwenden – oder ein anderes Land. Können sie sich einen evangelistischen Kreuzzug in China beruhend auf 2 Chronik 7,14 vorstellen? In Indien? In Syrien? Warum nicht? Schließlich ist die Verheißung dieser Stelle an Gottes Volk überall gerichtet (die Braut Christi). Warum als sollte die verfolgte Gemeinde nicht ermutigt werden, aufzustehen und diese Verheißung für eine kommunistische Nation, eine hinduistische Nation, eine Moslemnation zu verkünden?

Die Absurdität dieses Vorschlags sollte den Ernst veranschaulichen, Bibelstellen aus ihrem Kontext zu reißen. Und doch, sogar „solide“ Evangelikale haben ihr Vertrauen in eine Verheißung gesetzt, die nie für amerikanische Gläubige gedacht war. Aber trotz Jahrzehnten von politischem Aktivismus und zahllosen immerwährenden Gebetstreffen, hat sich der Glaube an Amerikas Flagge – zusammen mit seinem moralischen Gefüge – weiter aufgedröselt. Sogar der Kulturkrieger und Psychologe James Dobson hat in seiner Abschiedsrede bei Focus on the Family niedergeschlagen anerkannt:

Wir sind von Bösem überflutet und die Schlacht muss noch geführt werden. Wir sind im Augenblick in einer Periode dieses langen Konfliktes, der am meisten entmutigt. Menschlich gesprochen, können wir sagen, dass wir all jene Schlachten verloren haben….

Die säkularen Medien jubelten rasch über dieses Eingeständnis, wie der Kolumnist des Washington Monthly Steve Benen sich hämisch in seiner Leitartikelkolumne „Political Animal“ vom 12. April 2009 freute.

Ob Dobson und seine Kohorten nun aufgeben oder nicht, seine Bewertung über ihren Mangel an Erfolg ist dennoch akkurat. Der Kulturkrieg ist so gut wie vorbei, und die Rechtsaußen Evangelikalen haben kostbar wenig für ihre Anstrengungen vorzuweisen. Nach etwa drei Jahrzehnten des Kampfes sind die Kulturkrieger bedrängt, auf überhaupt einen Fortschritt zu verweisen.

Wenn man diese düstere Realität (aus irdischer Perspektive) bedenkt, ist unser großes Ziel für Evangelisation wirklich, Amerika zu helfen, „wieder eine größere Nation zu sein“? Sollte dies die Hoffnung sein, die wir durch großartige Kreuzzüge mit populären Bands und patriotischem Fahnentuch vorantreiben wollen, dann ist das, so fürchte ich, Werbebetrug für Gott. Es ist wie die wohlgemeinte, aber fehlgeleitete Präsentation des Evangeliums im klassischen Campus Crusade Traktat Vier Geistliche Gesetze, in dem das erste Gesetz besagt: „Gott liebt dich und hat einen wunderbaren Plan für dein Leben.“ Wirklich? Was ist, wenn dieser Plan Schmerz, Leiden, Prüfungen, Trübsal umfasst – und nach weltlichem Maß, jämmerliches Scheitern?

Die Wahrheit ist, Gottes Wort erklärt: „Und alle, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, werden Verfolgung erleiden“ (2 Timotheus 3,12). Und anders als der eingebildete „Plan Gottes für Amerika“, bezieht sich dieses eine Prinzip, das im ganzen Neuen Testament wiederholt wird, tatsächlich auf die Gemeinde in Amerika. Wenn deshalb bei einer Crusade Bekehrte beten, Christus zu empfangen, und ihre irdischen Träume zerfallen dann – oder sie nach Jahren von unaufhörlicher Arbeit in einem Dienst von konservativem, politischen Aktivismus die Verschlechterung und Sittenlosigkeit unserer Nation weiterhin außer Kontrolle geraten sehen, was wird das Ende ihres Glaubens sein? Wie der Apostel Paulus grübelte: „Wenn wir nur in diesem Leben auf Christus hoffen, so sind wir die elendesten unter allen Menschen“ (1 Korinther 15,19).

Mit großem Respekt für all jene, die sich für die Vision eines „christlichen Amerika“ abgearbeitet haben, ich bringe vor, dass unser Gottgegebenes Ziel bei der Evangelisation nicht ist, die Regierung zu „dominieren“ und auch kein Eden Utopia wiederherzustellen. Unser Schöpfer hat versprochen, dies in Seiner Zeit zu tun: „Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist! spricht der HERR der Heerscharen“ (Sacharja 4,6). Bis zu diesem Tag sind wir Fremde in einem fremden Land – Pilger auf diesem Planeten, deren Auftrag nicht „Leben, Freiheit und das Streben nach Glück“ ist (die endlose materielle Anhäufung für uns und unsere Nachkommen), sondern vielmehr an Gottes großer Rettungsmission teilzunehmen – welche die von Christus war, der kam, „um zu suchen und zu retten, was verloren ist“ (Lukas 19,10).

Anders als Amerikas gebrochenes (und unmögliches) Versprechen von „Freiheit und Gerechtigkeit für alle“ bietet nur ein König und Sein Reich wahre „Freiheit und Rettung für alle“, die glauben: Jesus Christus. Dies alleine ist die größte (und einzige) Hoffnung für Amerika – und die Welt.

Mit wem wollen Sie Gottes wirklich wunderbaren Plan heute teilen?

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Übersetzt von W. Hemmerling. Bibelzitate wurden aus der Schlachter Bibel 2000 entnommen.

Kontakt: wolfgang.hemmerling@freenet.de