THE BEREAN CALL

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Juli 2013

Die Bibel nach Hollywood

T.A. McMahon

Hollywood hat eine lange Geschichte, Filme zu produzieren, die auf der Bibel beruhen. Dazu gehören Epen von Cecil B. DeMille und John Huston; den italienischen Regisseuren Pasolini, Rosselini und Zeffirelli; dem Amerikaner Martin Scorcese und dem Australier Mel Gibson. Broadway Musicals wurden auch als „biblische“ Filme und Videos herausgebracht, wie zum Beispiel Jesus Christ Superstar und Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat. Kleinere Produktionen sind reichlich vorhanden. Dazu gehören Matthäus, Apostelgeschichte und Das Johannesevangelium der Visual Bible, die Fernsehsendung Judas, Campus Crusades Das Jesus Projekt, und Johnny Cashs The Gospel Road. Dann gibt es anstehende Filmepen mit bewährten Filmstars. Noah, zum Beispiel, wo Russell Crowe und Anthony Hopkins mitwirken und es gibt weitere geplante Darbietungen von zwei großen Studios. Warner Bros. und 20th Century Fox planen Produktionen über das Leben Moses. Für eine davon wollen sie Steven Spielberg als Regisseur gewinnen. Randall Wallace (Braveheart, Secretariat) wird bei der anstehenden Filmversion des New York Times Bestsellers Heaven Is for Real (Siehe Leitartikel im Mai 2011) Regie führen, worin angeblich die direkten Erfahrungen eines jungen Knaben, der den Himmel besuchte, wiedergegeben werden, obgleich dies keine biblische Geschichte ist.

Hollywood ist von der Bibel anscheinend mehr als je zuvor angezogen, was zu großen Teilen dem finanziellen Erfolg von Mel Gibsons The Passion of the Christ zu verdanken ist. Die 10 stündige Miniserie im History Channel mit dem Titel Die Bibel bremste keineswegs den andauernden Enthusiasmus, weil sie Zuschauerrekorde brach, die sie zur „meistgeschauten“ Unterhaltungssendung im Kabelfernsehen machten. Mehr als 13 Millionen Zuschauer wurden verzeichnet. Viele Christen mögen zum Schluss kommen, viel von dem Interesse säkularer Unterhaltungsfirmen sei Grund zu frohlocken. Das erweist sich natürlich als voreilige Schlussfolgerung, besonders für biblische Christen.

Fangen wir mit einer Definition von echten, biblischen Christen an. Das sind Menschen, die die Bibel als Gottes direkte Kommunikation mit der Menschheit ansehen. Sie glauben, Petrus Worte wurden vom Heiligen Geist inspiriert, als er schrieb: „Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet“ (2 Petrus 1,21). Sie glauben, alle Worte waren ohne Irrtum, als sie den Verfassern der Schrift gegeben und von ihnen niedergeschrieben wurden. Sowohl Matthäus und Lukas verkünden, „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort Gottes“ (Lukas 4,4; Matthäus 4,4). Paulus lobte die Thessalonicher, sie hätten „das von uns verkündigte Wort Gottes empfangen… nicht als Menschenwort… sondern als das, was es in Wahrheit ist, als Gottes Wort“ (1 Thessalonicher 2,13). Jesus betete zum Vater, seine Jünger sollten ausgesondert werden durch Gottes „Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit“ (Johannes 17,17). Lukas schreibt seinem Freund Theophilus, er sei „allem von Anfang an genau nachgegangen“, was er schrieb, und Theophilus könne es voll Vertrauen annehmen: „damit du die Gewissheit der Dinge erkennst, in denen du unterrichtet worden bist“ (Lukas 1,1-4). Der Punkt bei allen diesen Versen (und vielen weiteren) ist, dass sie einen biblischen Christen bekräftigen, der an die übernatürliche Genauigkeit der Schriften glaubt.

Wer nicht auf derselben Wellenlänge ist, lasst uns miteinander überlegen. Es gibt drei Möglichkeiten, was die Informationsquellen in der Bibel betrifft: 1) Die Worte kamen direkt von Gott; oder 2) Sie kamen von Menschen, das heißt die Worte beruhen auf menschlichen Spekulationen, Meinungen und Vermutungen über Gott; oder 3) Die Worte der Bibel sind eine Mischung von 1 und 2. Biblische Genauigkeit würde unter den Möglichkeiten 2 und 3 in großem Maße in Mitleidenschaft gezogen werden, aber nicht bei 1, dem Glauben, die Schriften kamen direkt von Gott.

Es wird geltend gemacht, Gott sei allmächtig und allwissend, was für Seine Fähigkeit spricht, ein Buch zu produzieren, das ohne Irrtum ist – das heißt, wenn die Behauptung wahr ist. Wir glauben, dass die Behauptungen Gottes in der Schrift in der Tat wahr sind und dass sie durch die erstaunlich detaillierten Prophezeiungen befürwortet werden, die beinahe 30 Prozent der Bibel ausmachen (siehe TBC 11/01; 6/09; 7/09; Q&A 3/04, usw.). Prophetie ist das erstaunliche Mittel, das Gott verwendet, um zu bestätigen, dass Er alleine Gott ist und dass Er alleine die Zukunft kennt. In zahlreichen Kapiteln des Buches Jesaja verkündet Gott Seine Souveränität, und fordert die Anbeter von Götzen und falschen Göttern der Heiden heraus, von ihren Göttern zu verlangen, akkurat in Erfüllung gegangene Prophezeiungen zu produzieren. Sie sind nicht in der Lage – obgleich es in der ganzen Geschichte beständig betrügerische Versuche gegeben hat (Wahrsager, Kristallkugel Betrachter, Zauberer, Astrologen, Hellseher, medial veranlagte Personen, usw.) um zu beweisen, der Gott der Bibel habe hinsichtlich Seiner Einzigartigkeit eine falsche Behauptung aufgestellt.

Sollte die Bibel für die Menschheit überhaupt einen Wert haben, muss sie fehlerfrei sein. Wer kein Problem mit einer Bibel hat, die auch nur in Teilen Spekulationen und Menschenmeinungen umfasst, glaubt an etwas, zu dem gefallene, endliche Menschen beigetragen haben, anstatt an die Worte eines unendlichen, gerechten und heiligen Gottes.

Vorlieben für diverse Bibelübersetzungen sind Streitgegenstand unter vielen Christen und gehen über den Rahmen dieses Artikels hinaus, außer im Prinzip. Bezogen auf schriftgemäße Genauigkeit jedoch sind wohl die meisten der Ansicht, eine wörtliche Übersetzung sei die objektivste und deshalb die genaueste. Wörtliche Versionen beruhen auf andächtiger biblischer Gelehrsamkeit, die vertraut ist mit den genausten Daten beim Übersetzen der hebräischen und griechischen Worte ins Englische (in die jeweilige Muttersprache). Überdies sind sie weit weniger subjektiv, was bedeutet, die persönlichen Vorlieben, d.h. was Menschen denken, dass ein Vers besagen sollte, spielen keine Rolle. Die populärsten Bibeln heute sind eher subjektiv. Dazu gehören dynamisch-äquivalente Versionen, die die persönlichen Ansichten eines Übersetzungskomitees vom Sinn eines Verses in den Vordergrund stellen, statt der wörtlichen Übersetzung der Begriffe. Noch subjektiver sind Paraphrasen (Umschreibung) Versionen – sie beruhen auf den Vorstellungen eines Individuums, wenn sie verkünden, was ein Vers sagt und bedeutet. Wie man deutlich erkennen kann, bewegt mach sich vom Objektiven zum persönlich Subjektiven, wenn man von einer wörtlichen Übersetzung zu einer Paraphrasen Version geht, und von Gottes Worten zu den Vorschlägen, Meinungen und Ansichten des Menschen.

Wenn sie ein Beispiel für die Art des Schadens brauchen, den das subjektive Abrücken von Gottes Wort verursacht hat, müssen sie nur Psalm 1,1 in The Message lesen (How well God must like you—you don’t hang out at Sin Saloon, you don’t slink along Dead-End Road, you don’t go to Smart-Mouth CollegeWie sehr muss dich Gott lieben – du hängst nicht im Sündensaloon herum, du treibst dich nicht auf der Ausweglosen Straße herum, du gehst nicht ins College zum Flinken Mund), um zu erkennen, dass das, was Eugene Peterson schrieb, nie zu den Ausdrücken „So spricht der Herr“ und „Das Wort des Herrn kam zu mir“ passt, die Tausende Male in der ganzen Bibel vorkommen. Jene Ausdrücke würden aberwitzig scheinen, wenn man sie auf The Message anwendet, die nur sagen kann, „So spricht Eugene Peterson“.

Wenn man die Blasphemie („Blasphemie bedeutet eine Verfälschung von Gottes Charakter und Seinem Wort) von The Message bedenkt, könnte man meinen, das sei so das Schlechteste, was es bezogen auf ungenaue Bibelversionen geben kann. Ja und Nein. Sie mag bis jetzt das Schlechteste sein (sie wird von mehr als 10 Millionen Evangelikalen verwendet), aber bezogen auf den übergreifenden nachteiligen Einfluss, können die Effekte keiner schriftlichen Version mit dem Schaden verglichen werden, der der Bibel angetan wird, wenn ihr Inhalt auf die Leinwand oder das Fernsehen umgesetzt wird. Die Zahl der Zuschauer ist nicht kalkulierbar und die Wirkung ist unmessbar verheerend. Hoffentlich verstehen die meisten, die dies lesen, das Bild (Wortspiel beabsichtigt). Wenn nicht, empfehle ich Showtime for the Sheep? (siehe TBC Resources), das noch viel mehr Gründe liefert, warum viel Schaden angerichtet wird, wenn man versucht, die Bibel visuell zu übertragen. Dieser kurze Artikel konzentriert sich hauptsächlich auf die Notwendigkeit biblischer Genauigkeit.

Frage: Wie erfüllt ein biblischer Film die Notwendigkeit biblischer Genauigkeit?

Antwort: Er tut es nicht und kann es nicht – und es gibt viele Gründe. Hier eine kurze Liste:

1)    Ein Film nimmt, was Gott in den Schriften direkt kommuniziert hat und macht die visuelle Übertragung dessen, was Er sagte, von dem abhängig, was im Sinn und Geschick einer Filmproduktionsmannschaft ist (Textschreiber, Regisseur, Kameramann, künstlerischer Leiter, Schauspieler und einer Menge anderer).

2)    Andere Einschränkungen, die bestimmen, was auf dem Bildschirm auftaucht, haben mit Budget, Drehorten, Wetter und dem unvermeidlichen „Murphy’s Law“ beim Filmemachen zu tun, das besagt, „Wenn etwas schiefgehen kann, wird das geschehen“. Das sind kaum „Lasst uns den Schriften treu sein“ Überlegungen.

3)    Jeder Film muss mit einem Drehbuch anfangen. Die Bibel kann nicht in einen biblisch genauen Film übertragen werden, weil beinahe alle Filme den Dialog benötigen, den die Bibel nur in begrenzten Situationen liefert. Deshalb muss der Drehbuchautor (ob er gläubig ist oder nicht) den Dialog liefern, um den Fortgang der Geschichte aufrecht zu erhalten, was heißt, er muss zur Schrift hinzufügen, was falsche Informationen einschließt. „Der Schrift hinzufügen“ wird in Gottes Wort verboten (Sprüche 30,6; Offenbarung 22,18-19). Ein paar dieser Produktionen versuchen einige der Übertragungsprobleme zu vermeiden, indem sie nur jene Worte einbeziehen, die in einer einzelnen Bibelversion gefunden werden. Dies ist überaus irreführend, weil es den falschen Eindruck vermittelt, dass die Produktion genauer ist. Genauer als was? Ein Film ist in erster Linie ein visuelles Medium. Wenn jemand ein Kino verlässt, nachdem er einen gewaltigen Film gesehen hat, kann ich beinahe garantieren, dass es die Bilder sind, mit denen er es verlässt, nicht die Worte.

4)    Biblische Filme sind eine Ansammlung falscher Bilder und Szenen. Nicht ein Phasenbild ist genau. Doch The Passion of the Christ wurde von vielen hochangesehenen evangelikalen Führern als „der genaueste biblische Film bisher“ gelobt. Bisher? – als ob das Filmmedium zu einer fortschreitenden Bewegung hin zur Wahrheit in der Lage wäre? Nein! Angenommen, ich müsste ein Video von jemandem anschauen, der behauptet, er habe einen Dokumentarfilm mit meiner Familie in den Hauptrollen hergestellt. Nachdem ich das Video gesehen habe, sage ich ihm, dass er Weniges richtig gemacht hat, aber dass alles andere falsch ist: Ja, meine Frau heißt Peggy; nein sie wiegt keine 300 Pfund. Ja, ich habe fünf Kinder; nein, nicht alle sind Mädchen. Ja, meine Kinder sind exzellente Sportler; nein, sie sind nicht im Synchronschwimmteam.

Mir wurde allzu oft gesagt, meine Sorge um Genauigkeit übersehe die Tatsache, dass Gott diese Filme „verwenden“ kann. Manche haben gesagt, „Zugegeben, da gibt es Probleme, aber… aber… der Herr kann einen Film verwenden, um das Interesse der Leute am Lesen der Bibel zu wecken“, was nebenbei ein ausdrückliches Ziel von The Bible im History Channel war. Sollte ich ebenso den Schluss ziehen, dass der ungenaue Dokumentarfilm über „meine Familie“ bei den Leuten das Interesse wecken könnte, meine wirkliche Familie kennen zu lernen? Wären sie enttäuscht, dass meine Kinder alle sehr gute Läufer sind, aber dass meine drei Söhne keine großen Fans vom Synchronschwimmen sind? Was geschieht, wenn die Multimillionen, die vielleicht aufgrund all der Hollywood Dramen, Effekte, Dialoge und verlockenden Musik zur Bibellese motiviert werden, erkennen, dass das in der „Buchversion“ nicht vorkommt?

Eine vergleichbare Situation trat ein, als die Videoserie und Tour Bibleman (eine Figur, die auf die Popularität von Superhelden wie Batman, Superman, Spiderman, Iron Man usw. anspielt) durch die „Weisheit“ des Marketings versuchte, Jugendliche vor ihrem Teen Alter für das Bibellesen zu begeistern. Selbst wenn die Kinder sich die Mühe machten, überhaupt einen Blick auf die Bibel zu werfen, waren sie, wie man herausfand, enttäuscht, nicht den fleischlichen Reiz im geschriebenen Wort zu finden, den sie in den Videos so geschätzt hatten.

5)    Es gibt viele weitere, dem Filmmedium eigentümliche Aspekte, die der Übertragung der Bibel in dieses Kommunikationsmittel entgegenwirken. Durch diese Kunstform versucht man die Zuschauer zu überzeugen, das was sie sehen sei glaubhaft. Eine Szene an dem Ort zu drehen, wo das tatsächliche Bibelereignis stattfand, mag zu seiner Genauigkeit beitragen. Oft aber, wenn dieser Ort nicht das erfüllt, was der Regisseur für das Publikum als akzeptabel ansieht, zieht man „zu einem ‚glaubhafteren‘ Ort weiter“. The Passion of the Christ zum Beispiel, das die Kreuzigung Christi in Israel darstellt, wurde hauptsächlich in Italien gedreht.

6)    Dieser Punkt mag der schwerwiegendste Irrtum sein. Wer immer die Rolle Jesu in Filmen über die Bibel seit dem letzten Jahrhundert spielte, hat einen falschen Christus dargestellt. Viele haben Ihm Worte in den Mund gelegt, die Er nie sprach und verdrehten somit den Charakter des biblischen Jesus. In einem fürs Fernsehen hergestellten Film zum Beispiel fragt Judas den Jesusschauspieler über seine Aktionen, als er die Geldwechsler aus dem Tempel vertrieb. Der Jesusschauspieler antwortete, er habe es vermasselt. Das ist eine Entstellung des perfekten, sündlosen Gott/Menschen. Doch tragischerweise sind dies – zusammen mit all den anderen Entstellungen von Jesus – die einzigen Darstellungen, die Millionen über Millionen auf der ganzen Welt je von dem Einen sehen oder hören, der kam, um sie von ihren Sünden zu retten.

7)    Das Problem besteht schließlich nicht nur für die Verlorenen weltweit, sondern es stellt auch ein Stolperstein für viele evangelikale Christen dar, sogar für jene mit einem vernünftigen Maß an biblischer Unterscheidung. Ich sprach etwa ein Jahr nach der Kinopremiere von The Passion of the Christ bei einer Konferenz. Als ich mit einer Gruppe von jungen Erwachsenen plauderte, kamen wir irgendwie auf Mel Gibsons Film. Ich lauschte etwas unbehaglich ihrem enthusiastischen Lob für den Film und fragte mich, wie ich ein Argument vortragen könnte, ohne den Anschein zu erwecken, ihnen zu „predigen“. Mir kam dann die Idee, Warum sollte ich diesen einigermaßen biblisch belesenen Christen nicht eine Art von Bibelquiz vorlegen? Da ich den Film einige Male gesehen und ein Buch darüber geschrieben hatte, war es leicht für mich, acht Szenen im Detail zu beschreiben. Die Quizfrage lautete, „Sagt mir, welche der Szenen sind in der Bibel zu finden, und welche nicht“. Die Gruppe einigte sich darauf, fünf seien biblisch und drei nicht. Zu ihrem Entsetzen lagen sie nur bei dreien richtig; alle acht kamen entweder aus Mel Gibsons Filmschaffender Denkweise oder dem Buch der mystischen Nonne (The Dolorous Passion of Our Lord Jesus Christ), das Gibson zu Rate gezogen hatte, als er mehr Inhalt für sein Drehbuch suchte. Ich mache mir um unsere heranwachsende visuelle Generation sehr viel Sorgen.

Unkenntnis des visuellen Mediums in Hinblick auf so genannte biblische Produktionen ist bei Evangelikalen aller Generationen ein ernstes Problem. Ohne die Unterstützung von Evangelikalen, deren Gemeinden ganze Theater mieteten, so dass ihre Schafe und Gäste den Film sehen konnten, wäre Gibsons The Passion of the Christ ein Kino Flop geworden. In Showtime for the Sheep? hätte ich neun Seiten damit füllen können, wie evangelikale Führer diese Produktion unterstützten. Gibson beschrieb den Film Christianity Today gegenüber als seinen „sehr marianischen Film“.

Doch der Mangel an Unterscheidung ist weiterhin reichlich vorhanden. Es folgt eine Liste einiger der Berater/Unterstützer von History Channel’s The Bible. Die meisten von ihnen waren begeistert von der „biblischen Genauigkeit“ der Serie oder „wie sie die Bibel zum Leben bringt“: Rick Warren, Joel Osteen, Nicky Gumbel, Luis Palau, Tony Campolo, Erwin McManus, T.D. Jakes, Leith Anderson von der National Association of Evangelicals, und Jim Daly von Focus on the Family (Einzelheiten ihrer Befürwortung wie der von anderen finden sich auf http://www.outreach.com/the-bible/about.aspx).

So überwältigend wie dieser Mangel an Unterscheidung in der Kirche heute scheinen mag, er hat erst angefangen, da Hollywood mit seiner Fehlübersetzung der Bibel für Christen weitermacht. Beten Sie, dass die Leute des Herrn Seine warnenden Worte zu Herzen nehmen: „Habt acht, dass euch niemand verführt“. Nur die Gewohnheit, täglich Gottes Wort zu lesen und es auszuleben, wird uns mit der notwendigen Unterscheidung ausstatten, um die Täuschung zu vermeiden. TBC

Zitate

„Weiche von mir, Satan! Denn du denkst nicht göttlich, sondern menschlich“ (Markus 8,33). Was war es, das unseren Herrn so aufstörte? Gerade der Fallstrick, dem wir alle so ausgeliefert sind: der Wunsch, sich zu retten; die Vorliebe für einen leichten Weg zum Kreuz. Ist es nicht wahr, dass wir naturgemäß Drangsal, Schande und Ablehnung zu entkommen suchen; dass wir vor dem Leiden zurückschrecken, das immer kommt, wenn wir in einer Welt wie dieser Gottes Willen tun wollen; dass wir lieber einen ruhigen, achtbaren Weg auf der Erde haben wollen – kurz gesagt, das Beste beider Welten? Wie leicht kann man davon umgarnt werden! Petrus konnte nicht verstehen, warum der Messias den ganzen Leidensweg durchschreiten sollte. Wären wir dort gewesen, hätten wir vielleicht noch Schlimmeres gesagt oder gedacht. Die Vorhaltung von Petrus war nicht ohne starke menschliche Zuneigung. Auch er liebte den Heiland von Herzen. Aber ohne dass er es wusste gab es den nicht gerichteten Geist der Welt.

—William Kelly, zitiert in William MacDonald’s, The Believer’s Bible Commentary

F & A

Frage: Sollte ich eine Position [für die Entrückung] in der Mitte der Trübsal (vor dem Zorn) annehmen, hätte ich angeblich eine häretische Position angenommen und meine fundamentalistischen Baptisten Brüder werden sich von mir trennen. Das ist eine Schande…. Ich meine, die Unterstützer der Entrückung vor der Trübsal haben Schriftstellen aus dem Kontext gerissen, um ihre Position zusammenzuflicken…. Wenn die Entrückung ein geheimes Ereignis ist, das unmittelbar bevorsteht, warum sollte Gott sagen „wachet“? Wir müssen nach mehr Ausschau halten als den Zeichen und Jahreszeiten.

Antwort: Unsere Position sollte nie darauf beruhen, wer für oder gegen eine Lehre ist. Die Schrift gibt uns die Anweisung, jemand zu sein, „der das Wort der Wahrheit recht teilt“ (2 Timotheus 2,15). Wir wissen, jeder Vers muss an seinem Platz und in Harmonie mit dem Rest der Schrift verstanden werden. Indem wir uns dafür abrackern, gilt „jeder sei seiner Meinung gewiss“ (Römer 14,5).

Wir müssen uns unserer Meinung gewiss sein – das ist unsere Position. Folglich, ob sich Ihre IFB Brüder von Ihnen trennen werden oder nicht ist an sich kein Beweis für Wahrheit oder Irrtum dessen, was Sie glauben. Was sagt die Schrift? Wer an eine Position der Entrückung vor dem Zorn oder nach der Trübsal glaubt, wird gewiss nicht mit dem Herrn auf dem Weg in den Himmel streiten: „Warte, so habe ich die Schrift nicht verstanden!“

Ungelogen, viele derer, die die Entrückung vor der Trübsal aufgeben, geben auch den Prämilleniallismus komplett auf, und nehmen stattdessen solche Positionen wie Präterismus, Amillenialismus oder Postmillenialismus ein. Von dort breitet sich der Niedergang zur Ersatztheologie und in extremen Fällen zum Antisemitismus aus.

Warum sollte Gott uns sagen zu „wachen“? Die Schrift erlegt den Leuten des Herrn vom Anfang bis zum Ende Wachsamkeit auf. Jesus ermahnt Seine Nachfolger: „Wenn der Hausherr wüsste, in welcher Nachtstunde der Dieb käme, so würde er wohl wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen“ (Matthäus 24,43). Markus 13 entspricht Matthäus 24 und schließt mit der Aussage Jesu: „So wacht nun! Denn ihr wisst nicht, wann der Herr des Hauses kommt, am Abend oder zur Mitternacht oder um den Hahnenschrei oder am Morgen; damit er nicht, wenn er unversehens kommt, euch schlafend findet. Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Wacht“ (Markus 13,35-37). Es gibt eine reinigende Wirkung, die in der Lehre der Entrückung vor der Trübsal verstanden wird. Christus könnte zu jeder Zeit zurückkehren! „Wir wissen aber, dass wir ihm gleichgestaltet sein werden, wenn er offenbar werden wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich, gleichwie auch Er rein ist“ (1 Johannes 3,2-3). Man darf mit Sicherheit die Schlussfolgerung treffen, der Herr will, dass wir wachen, egal was unsere persönliche Theologie sein mag.

Schließlich müssen wir im Licht stehen, das Gott uns in der Bibel gegeben hat. Deshalb hält uns der Herr zu häufigem und sorgfältigem Lesen der Schrift und Nachdenken darüber an. Teil der Kontroverse, die durch die Eschatologie erzeugt wird, ist der Tatsache zu verdanken, dass bestimmte Dinge noch nicht geschehen sind. Letztlich wird das, was geschehen wird, der Wille des Herrn sein, ungeachtet unserer Sichtweise oder Verständnisses. Weiter, das Buch der Offenbarung enthält sowohl bildliche wie wörtliche Dinge. Kein Wunder, dass der Herr uns sagte, „das Wort der Wahrheit richtig zu teilen“ (oder jedes Stück an die richtige Stelle zu setzen) – 2 Timotheus 2,15.

Frage: Ich verstand nie wirklich Ihre Einwendung gegen den Kalvinismus, aber im letzten Jahr bin ich durch viele Leute mit Bundestheologie [ein weitere Aspekt der Reformationslehre] ziemlich verprügelt worden und habe angefangen, über die Frage nachzudenken, ob ihre Lehre irgendwie schädlich ist und diesen Antagonismus hervorbringt, oder ob Leute mit schädlichen Persönlichkeiten von der Lehre angezogen werden. Ich komme zum Schluss, dass die Bundeslehre eine Betonung auf den Christen legt (sowohl individuell wie kollektiv), die unser Werk erhebt, so dass der Geist verlöscht und das Fleisch erhoben wird. Die Liste dieser Werke sehe ich in Galater. Dieser Weg (Galater) führt meiner Ansicht nach zu dem von den Pharisäern definierten Ziel. Ich wäre an Ihrer Sichtweise zu diesem Thema interessiert.

Antwort: Unsere Einwendungen gegen den Kalvinismus sind vor allem biblisch, aber wir haben Reaktionen vieler Kalvinisten auf Artikel, die wir geschrieben haben und auf Bücher von Dave Hunt zum Thema erlebt, die kaum christlich waren. Solch feindliche Reaktionen wurden sogar von Kalvinisten selbst bemerkt. Eine Anzahl von Kommentatoren hat von dem „intellektuellen“ Anreiz (d.h. Stolz) gesprochen, der zu oft bei prominenten Kalvinisten zu sehen ist. Laut einem der Befürworter der reformierten Lehre zieht der Kalvinismus Nachfolger, „weil er einen intellektuellen Anreiz und spirituelle Tiefe gegenüber dem vorherrschende Antiintellektualismus und der allgemeinen evangelikalen Oberflächlichkeit besitzt“ (http://modernmarch.com/2011/05/13/david-naugle-on-the-appeal-of-calvinis...).

Der Kalvinist John Piper schrieb, „Der intellektuelle Anreiz des Kalvinismus Systems zieht eine bestimmte Art von intellektueller Person an und dieser Personentyp neigt nicht dazu, der wärmste, unschärfste und liebevollste zu sein. Deshalb läuft dieser Personentyp große Gefahr, feindlich, barsch, schroff, unsensibel und intellektuell zu sein…. Es ist eine traurige und schreckliche Sache, dass dies der Fall ist. Manche dieser Typen sind nicht einmal Christen, meine ich. Man kann ein theologisches System annehmen und nicht einmal wiedergeboren sein“ (Piper, “Why Are Calvinists So Negative?”, Desiring God Blog, 5/21/2008).

Ein anderer Kalvinist, Greg Dutcher, stellt fest: „Ich liebe die Lehren der Gnade von ganzem Herzen und ich denke, sie erschüttern den Stolz, demütigen und erzeugen Liebe. Aber ich meine, sie ziehen manche Leute in großen Teilen aufgrund ihrer intellektuellen Präzision an. Sie sind kraftvoll kohärente Lehren und bestimmte Arten von Gemütern werden davon angezogen. Und jene Arten von Gemütern neigt dazu, streitlustig zu sein.“ (Killing Calvinism: How to Destroy a Perfectly Good Theology from the Inside [Cruciform Press, June 2012], p. 88)

Es ist zu leicht, von einem „Ismus“ betört zu werden, statt durch Sein Wort näher zu Christus gezogen zu werden. Der Apostel Paulus erinnert uns, dass der Herr „uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes; denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig“ (2 Korinther 3,6). Er spricht nicht vom alttestamentlichen Gesetz, sondern sagt, es sei möglich, die neutestamentliche Wahrheit in einer Geistlosen Weise zu predigen, die den Hörern letztendlich den Tod bringt.

Es wurde gesagt, „Bittet den Herrn nicht, euch zu gebrauchen. Bittet ihn lieber, euch brauchbar zu machen“. Er vergeudet Seine Anstrengungen nicht. Wenn der Herr uns anweist, unseren Dienst „milde“ (2 Timotheus 2,24-26) zu tun, müssen wir es so machen und glauben, dass er vielleicht jene verändern wird, denen man zu Dienste ist, und wenn nicht, waren wir dem Wort treu. Glauben wir Ihm oder greifen wir aus menschlicher Gewohnheit und dem Wort Gottes ungehorsam zur Rute?

„So lasst uns nun nach dem streben, was zum Frieden und zur gegenseitigen Erbauung dient“ (Römer 14,19). Wir können unmöglich hoffen, Schafe aufzubauen, die aus Erfahrung gelernt haben, vor uns wegzurennen.

Verteidigt den Glauben

Unser monatlicher, spezieller Artikel aus Dave Hunts Buch mit demselben Titel.

Biblische Antworten auf herausfordernde Fragen

Muss ich glauben, dass Gott existiert, bevor ich Ihn suche?

Frage: Bei meiner täglichen Bibellese stieß ich auf einen Vers, der mir wirklich Kopfzerbrechen macht: „Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm [Gott] wohlzugefallen; denn wer zu Gott kommt, Muss glauben, dass er ist, und dass er die belohnen wird, welche ihn suchen“ (Hebräer 11,6). Statt dass Gott Sich einem suchenden Herzen offenbart, klingt es, als ob man bereits an Gott glauben muss, bevor man Ihn suchen kann. Wie ist das möglich?

Antwort: Würde jemand Gott suchen, wenn er nicht bereits glaubte, dass Er existiert? Es wäre Zeitverschwendung. Tatsächlich weiß jeder, Sie eingeschlossen, dass Gott existiert.

Man erzählt die wahre Geschichte von einen Londoner Straßenprediger, der seinen Zuhörern sagte, jeder Atheist wäre ein Narr, weil die Bibel es sagt. Ein wohlbekannter Atheist in der Menge schrie zurück, dies sei eine verleumderische Beleidigung, die er persönlich nehme, und er würde vom Prediger Schadensersatz fordern. Der Prediger antwortete, „Es ist keine Beleidigung, die Wahrheit zu sagen“.

Der Atheist entgegnete, „Und es ist keine Wahrheit, es sei denn, sie können es beweisen! Sie müssen vor Gericht beweisen, dass ich ein Narr bin, oder ich nehme ihnen jedes Pfund weg, das sie besitzen!“

„Ich brauche nicht vor Gericht zu gehen, um es zu beweisen“, entgegnete der Prediger ruhig. „Sie sagen, Sie sind Atheist?“

„Ja, und kein gelegentlicher. Ich verbrachte mein Leben damit, zu beweisen, dass Gott nicht existiert. Es ist ein schädlicher Mythos!“

„Sie haben das Leben damit verbracht zu beweisen, dass Gott nicht existiert?“ entgegnete der Prediger. „Sagen sie mir: wenn ein Mann, der sein Leben gegen etwas ankämpft, das nicht existiert, kein Narr ist, wer sonst?“

Ebenso müsste man ein Narr sein, überhaupt Zeit für die Suche aufzuwenden, um einen Gott zu kennen, ohne überzeugt zu sein, dass Er existiert. Gott erwartet von jeder Person, im ersten Schritt, Ihn zu kennen, die offensichtliche Tatsache zuzugeben, dass Er existiert. Überdies erwartet Gott von jeder Person, die zu Ihm kommt, eine richtige Auffassung davon, wer Er ist, zu haben. Er wird keine Gebete an einen Götzen oder zu einer „Kraft“ oder „höheren Macht“ anerkennen. Jede Person ist auf der Grundlage der Beweise verantwortlich, zu einem richtigen Verständnis von Gott zu kommen und keinen falschen Gott zu suchen. Gott verlangt auch, dass jene, die zu Ihm kommen, wirklich glauben, dass Er kein willkürlicher oder betrügerischer Gott ist, sondern ein Gott, der „er die belohnen wird, welche Ihn suchen“.

Welche Schlussfolgerungen sollte ein aufrichtiger Sucher über Gott, den er kennenlernen will, gezogen haben? Vernunft und Belege diktieren Folgendes: Um das Universum zu erschaffen muss Gott allmächtig und allwissend sein und gleichzeitig in Verbindung mit jedem Teil des Universums stehen (allgegenwärtig). Er muss zumindest so ein persönliches Wesen wie wir sein, um uns zu erschaffen. Er muss perfekt all das verkörpern, was wir als höchste Qualitäten, wonach die Menschheit streben sollte, anerkennen – Liebe, Wahrheit, Gerechtigkeit, Geduld, Güte, Barmherzigkeit, usw. – oder es würde keine Erklärung für unsere Bewunderung solcher Merkmale geben. Überdies müsste er die künftigen Folgen jeder Handlung in Seinem Universum kennen. Ansonsten könnte er schreckliche Missgriffe tun. Und natürlich muss er ewig als Gott existiert haben. Er konnte sich unmöglich entwickelt haben oder aus etwas oder jemandem entstanden sein, was geringer als Gott war.

Der wahre Gott muss auch in der Lage sein, Alles aus Nichts zu erschaffen und Sein Universum nicht bloß aus Materialien, die bereits vorhanden sind, zu bauen oder herzustellen. Nicht Energie, Materie, Schwerkraft oder Elektrizität, sondern Gott alleine muss von sich aus existieren, um alles zu verursachen. Schließlich muss er vollkommen gut und gerecht sein, sonst gäbe es keine Erklärung für die allgemeine Identifizierung von richtig und falsch, die ins Gewissen der ganzen Menschheit auf der ganzen Erde geschrieben ist. Dies sind die Mindestqualifikationen des wahren Gottes, ohne die wir Ihm nicht vertrauen, Ihn anbeten und lieben könnten.

Obgleich wir die Notwendigkeit obiger Eigenschaften verstehen können, liegt es auch komplett jenseits unserer Fähigkeiten, solch ein Wesen zu verstehen: ein Gott, der immer existiert hat und somit ohne Anfang oder Ende ist; der nicht nur Alles aus Nichts schuf, sondern wissen muss, wo jedes subatomare Teilchen in jedem Atom je war, oder je sein wird, um nicht die Kontrolle über Seine Schöpfung zu verlieren; der auch wissen muss, was jede Person, die je gelebt hat oder leben wird, je gedacht hat oder je denken oder sagen oder tun wird, usw. Offensichtlich können wir einen solchen Gott nicht vollständig begreifen.

Zur gleichen Zeit, wo wir Gott nicht verstehen können, haben wir jedoch gesehen, dass sowohl Vernunft wie Belege solch einen Gott als die einzige Erklärung für unsere Existenz und der des Universums um uns verlangen. Diesen Gott zu leugnen, obgleich er nicht zu begreifen ist, spricht gegen jede Vernunft und gesunden Menschenverstand. Es ist sowohl unmöglich wie unvernünftig, dass es eine Zeit gegeben haben soll, wo nichts existierte, und um alles zu haben, einschließlich Gott, muss das irgendwie aus der Leere des Nichts entstanden sein. Nahezulegen, das Leben und die Intelligenz seien ohne Hilfe dem toten, leeren Weltraum entsprungen und hätten sich danach durch Zufall entwickelt, ist vollkommen unvernünftig.

Nachdem er zu diesen Schlussfolgerungen über Gott auf Grundlage der Belege um sich herum und in seinem Gewissen gekommen ist, befindet sich der Sucher jetzt in der Position, diesen wahren Gott anzurufen, sich zu offenbaren. Die genauen Schritte und Umstände und inneren Überführungen, durch die Gott Sich offenbaren wird, sind bei jedem anders. Durch Sein Wort jedoch kommt die vollste und deutlichste Offenbarung Gottes. Und in diesem Wort hat Gott Sich in Jesus Christus offenbart, der verkündete, „Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen“ (Johannes 14,9). Jesus sagte auch „niemand kommt zum Vater als nur durch mich“ (Johannes 14,6). Wer immer Gott kennen will, muss Jesus kennenlernen. Er ist in Gottes Wort offenbart und Er offenbart Sich denen, die Ihm ihre Herzen öffnen. Wie Er sagte: „Siehe, ich stehe vor der Tür [jedes menschlichen Herzens] und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen“ (Offenbarung 3,20).

Ein Auszug aus Verteidigt den Glauben (S. 47-49, englische Ausgabe) von Dave Hunt

Alarmierende Nachrichten

Geht es in Römer 1 um Homosexualität?

ServantsofGrace.org. 29.5.13, „Geht es in Römer 1 um Homosexualität?“ [Auszüge]: „Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit einem Bild, das dem vergänglichen Menschen, den Vögeln und vierfüßigen und kriechenden Tieren gleicht. Darum hat sie Gott auch dahingegeben in die Begierden ihrer Herzen, zur Unreinheit, so dass sie ihre eigenen Leiber untereinander entehren…. Darum hat sie Gott auch dahingegeben in entehrende Leidenschaften; denn ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem widernatürlichen; gleicherweise haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind gegeneinander entbrannt in ihrer Begierde und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den verdienten Lohn ihrer Verirrung an sich selbst empfangen.

Ziemlich deutlich, was? „Falsch“, sagen manche Befürworter der Homosexualität. Sie argumentieren, Paulus spreche in diesen Stellen nicht über Homosexualität. Die Erwähnung von Homosexualität in diesem Fall sei ein Hinweis auf das, was zum Götzendienst dazugehörte. Oft legen jene, die diese Argumente vorbringen, Wert darauf, Römer 1 im Kontext zu lesen. Wenn wir das tun, sagen sie, werden wir deutlich sehen, dass Paulus sich um Götzendienst Sorgen machte und nicht um Homosexualität.

Und wissen Sie was? Sie haben nicht ganz Unrecht… was [Paulus] in 1,18-23 sagt ist, dass Gott die Menschheit erschuf, um Ihn zu ehren und Ihm zu dienen…. Wir haben „die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauscht und dem Geschöpf Ehre und Gottesdienst erwiesen anstatt dem Schöpfer.“

Was Paulus sagt ist, dass die Schöpfung nicht gemacht worden ist, um die Schöpfung zu verehren. Wir sind nicht gemacht, Gleichartiges anzubeten und ihm zu dienen. Götzendienst macht gerade dieses, es lässt uns Dinge verehren, die geschöpflich sind, genauso wie wir. Gott entwarf uns, das zu verehren, was außerhalb von uns ist. Götzendienst veranlasst uns im Wesentlichen, einen Spiegel zu verehren.

Wer lehrt, bei diesen Stellen geht es im Grunde nicht darum, die Homosexualität zu verdammen, liegt richtig. Es geht Paulus nicht vordringlich um Homosexualität. Es geht um die Folgen des Götzendienstes. Aber das bedeutet nicht, dass sie uns nichts über Homosexualität zu sagen haben.

Er verwendet die Homosexualität, weil sie eine passende Illustrierung für Götzendienst ist. Als Antwort auf diese Frage sagt Tom Schreiner: „Wahrscheinlich weil sie als die beste Illustration dessen fungiert, was im sexuellen Bereich unnatürlich ist.“ Mit anderen Worten, Paulus konzentriert sich auf Homosexualität, weil sie eine gewaltige Beschreibung seines Punktes ist.

Die Homosexualität ist die natürliche Steigerung des Götzendienstes. Es ist ein Bild darauf, dass wir götzendienerisch nicht mehr den Anderen, sondern lieber das verehren, was wie wir aussieht. Wenn wir für bare Münze genommen haben, dass das Geschöpf wichtiger als der Schöpfer ist, dann ist solch eine Sichtweise das Ergebnis. Die Homosexualität ist die natürliche Steigerung eines unnatürlichen Denkens.

(http://servantsofgrace.org/2013/05/29/is-romans-1-about-homosexuality/)

Wie ein wissenschaftliches Gebiet zusammenbrechen kann

Evolution News and Views, 8.5.13, „Wie ein wissenschaftliches Gebiet zusammenbrechen kann: Der Fall der Psychiatrie“ [Auszüge]: Die Psychologie hat angesichts der wechselvollen Geschichte ihrer exzentrischen Pioniere wie Freud und Jung lange darum gerungen, als wissenschaftlich angesehen zu werden. Jede der widersprüchlichen Theorien, die aus der Psychologie hervorgingen, hat sich abgemüht, bessere Vorhersagen oder Erklärungen zu liefern als die „Volkspsychologie“, die normale Menschen verwenden, um Motivationen und Verhalten ihrer Mitmenschen zu beurteilen. Und die jüngsten Fälle von unverblümtem Betrug bei einigen führenden Lichtern der Sozialpsychologie (Beispiele finden sich in der New York Times und in Nature), haben das Gebiet fragwürdig gemacht, manche sagen sogar zur Lachnummer als Wissenschaft.

Die Psychiatrie jedoch sollte eigentlich besser sein. Ihre Praktiker mussten Arzt werden. Sie hatte ein breit akzeptiertes, von Experten revidiertes Handbuch, das Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM), was von ihrer Fachgesellschaft, der American Psychiatric Association, veröffentlicht wird. Mit ihrem Fokus auf beobachtbare Symptome, vermutlich verwurzelt in der Biologie, hatte sie all die Insignien der Wissenschaft. Was jedoch jetzt über Psychiatrie gesagt wird, am Vorabend der neuesten Aktualisierung, dem DSM-5, zeigt, dass sie eine Wissenschaft in der Krise ist – wenn sie überhaupt je eine Wissenschaft war.

Das DSM-5, das am 22. Mai herauskam, ist die letzte Ausgabe der offiziellen diagnostischen „Bibel“ für Psychiater, die 1952 entstand. DSM-5 nimmt manche Diagnosen weg, wie das Asperger Syndrom, klassifiziert andere neu und fügt eine Reihe neuer Bedingungen hinzu, die für die meisten von uns einfach sonderbar sind: „Hautpflückstörung“, „Schwerfälliges Kognitives Tempo“, und „Zwanghaftes Horten“. Was ist mit der neuen „Hypersexuellen Störung“? Geben Psychiater einfach Ausreden für unverantwortliches Verhalten? Schneiden Psychiater „die Natur an ihren Gelenken“ oder fabrizieren sie einfach künstliche Ablagefächer?

Laut Nick Craddock, Professor für Psychiatrie an der Cardiff Universität, der auch für den New Scientist schreibt: „Die Psychiatrie hat seit Freuds pseudowissenschaftlichen Theorien Anfang des letzten Jahrhunderts keine breite theoretische Grundlage geliefert, um Sinn aus unseren normalen und abnormalen Gefühlen, Gedanken und sozialem Verhalten zu machen – den Komplexitäten, die im Zentrum des Menschseins stehen.“ Mit anderen Worten, die Psychiatrie hat ursprünglich keinen wissenschaftlichen Status erreicht. Ihre Behauptungen bleiben „ohne Theorie“, glaubt er, obgleich er optimistisch ist, dieser Tag werde kommen.

David Dobbs Bericht in Nature über Gary Greenbergs neues Buch The Book of Woe: The DSM and the Unmaking of Psychiatry ist die vernichtendste Kritik der Psychiatrie als Wissenschaft. Dobbs schreibt unter der Überschrift: „Psychiatrie: eine sehr traurige Geschichte.“ Er vermerkt, vor einem Jahrhundert hätten Psychiater „Masturbationsirrsinn“ und „Hochzeitsnachtpsychose“ als Geisteskrankheiten angesehen. Dass diese Kategorien fallen gelassen und in der Zwischenzeit neue hinzugefügt wurden, lässt auf mangelnde, wissenschaftliche Basis der Psychiatrie schließen. Sie entwickle sich stattdessen nach kulturellen Normen. Doch die APA verteidigt das DSM-5 energisch, zum Teil weil sie auf seinen Verkauf angewiesen ist. Greenberg ist nicht bloß ein Außenseiter. Er nahm an einer klinischen Studie teil. „Der Prozess erwies sich als so kompliziert, dass er sich bei einem Patienten für das ‚Ungenügen, die Sinnlosigkeit, und die blanke Blödheit der Übung‘ entschuldigen wollte“, schreibt Dobbs.

(http://www.evolutionnews.org/2013/05/how_a_scientifi071931.html)

Iran holt christlichen Pastor ab, schließt die Kirche

FoxNews.com, 28.5.13, „Iran holt christlichen Pastor ab, schließt die Kirche bei neuer Razzia“ [Auszüge]: Regierungsvertreter schlossen Irans größte persisch-sprachige Pfingstkirche am Montag, nur eine Woche nachdem einer ihrer Pastoren verhaftet und inmitten eines Gottesdienstes abgeholt worden war.

Diese Vorfälle scheinen ein Versuch zu sein, die Gottesdienste, die in Farsi, der mehrheitlichen Sprache der Iraner, gehalten werden, zu stoppen“, [sagte der AOG Generalsuperintendent]. „Gottesdienste in Armenisch, einer Minderheitensprache, sind erlaubt. Die meisten Iraner sprechen oder verstehen sie nicht einmal.“

Christliche Gruppen fürchten eine weitere Erosion der schon kleinen Toleranz religiöser Diversität, die im Iran existiert hat. Man schätzt die Zahl iranischer Christen, viele davon Konvertiten aus dem Islam, auf ungefähr 100.000, in einer Nation von 75 Millionen Einwohnern.

(http://www.foxnews.com/world/2013/05/28/new-christian-pastor-detained-ch...)

Briefe

Sehr geehrte Herren

Ich sende bloß eine rasche Notiz, um meine Dankbarkeit dafür auszudrücken, einen Dienst wie den Ihren gefunden zu haben. Ihren archivierten Radiosendungen habe ich in den letzten sechs oder sieben Monaten auf Oneplace.com zugehört. Ich liebe Dave Hunts zuverlässige Bibellehre. Sogar manche meiner unklaren Fragen wurden auf Ihrem Programm beantwortet. Danke Ihnen so sehr. Gott segne Ihre ganze Belegschaft. Gelobt sei Gott! PB (ME)

TBC Belegschaft

Danke Ihnen so sehr für das Transskript von Dave Hunts Vermächtnis [Search the Scriptures 24/7 Sendung mit T.A. McMahon und Rob Yardley].

Meine Frau und ich verschlangen Daves Bücher und Lehren. Wie viele Leute lernten wir so viel von ihm. Wir wussten, er war ein Mensch, daher stellten wir ihn nie aufs Podest. Die Tatsache, dass er seine Zuhörer andauernd ermutigte, wie die Beröer zu sein, war Beweis, dass Dave nicht verehrt werden wollte. Aber mir fällt kein christlicher Autor oder Rundfunksprecher ein, den ich mehr respektierte. Ich habe vielleicht einige respektiert, so sehr aber keinen.

Als ehemaliger Katholik und auch Mitglied des Armstrong Kultes (mit meiner Frau; zwanzig Jahre lang) half Dave uns, die Dinge wirklich biblisch und logisch zu sehen. Gott verwandte ihn sehr, uns aus geistlichen Festungen und Bindungen zu befreien – und zahllose Tausende, wenn nicht Millionen andere. Ich kann mich erinnern, eine Weile Kalvins Dogma und Lehren beherzigt zu haben und so deprimiert und beunruhigt durch sie gewesen zu sein. Das war so, bis ich Daves Lehre über den Kalvinismus las. Ich bin so dankbar für die Erleichterung, die seine Aufklärung bei mir bewirkte und für das wahre Verständnis von Gottes Gnade.

Dave und Tom zuzuhören war so, wie neben ihnen als enge Freunde zu sitzen. Ich bin sicher, das hatte viel mit dem Heiligen Geist zu tun und der Tatsache, dass ihre Lehren rein und gesund waren. Dort sind wir unterrichtet worden, wie sonst nicht. (Das heißt nicht, dass wir nicht für andere hervorragende Lehrer, die wir seither entdeckt haben, dankbar sind. Wir sind es)

Ich bin sicher, es gibt viele Christen – wie Daves Familie, Tom, andere enge Freunde und die vom Berean Call, die Dave persönlich kannten – die traurig sind über Daves Tod, aber auch froh, dass er beim Herrn ist. Ich bin sicher, viele freuen sich, ihn bei der Entrückung zu treffen, oder wenn sie davor sterben, bei der Auferstehung. Meine Frau und ich, wir freuen uns.

Ich kann Gott nicht genug danken für das Unterrichten von Dave Hunt und dem Berean Call. Möge Gott Ihnen all die Gnade schenken, mit dem Unterrichten gesunder Lehren weiterzumachen, die wir nach Gottes Willen kennen sollen. Bitte machen Sie mit dem großartigen Werk, das Sie tun, weiter. MH (Email)

Lieber Mr. McMahon

Obgleich ich Showtime fort the Sheep? nicht gelesen habe, bitte ich Sie, nicht das Baby mit dem Badewasser auszuschütten.

Ich sah mir The Passion of the Christ an und ich verteidige weder den Film, noch Mel Gibson, sondern Gott.

Gott kann jedes Mittel Seiner Wahl verwenden, um Leute anzusprechen – er verwendete einen Esel, ebenso kann er Mel Gibson verwenden.

Als ich den Film anschaute, verzehrte mich das Ausmaß meiner Sünde. Obgleich ich dachte, ich sei viele Jahre Christ, erkannte ich, als ich den Film anschaute, ich war es nicht. Durch meine Schluchzer war alles, was ich in meinem Geist sagen konnte, „Mein Gott, was habe ich getan?“ Ich verließ das Kino als verwandelte Person, und mit 71 liebe ich meinen Herrn mehr, als ich je für möglich hielt.

Alles was ich jetzt sagen kann ist, dass ich einst blind war, aber jetzt sehe. Gott begegnet uns, wo wir sind – Kino, Kirche, Kneipe…. Er begegnet uns, wo wir sind! AW (Email)

Liebe Brüdern und Schwestern in Christus,

Seien Sie reichlich gesegnet für Ihre Hingabe, die Wahrheit mit uns allen zu teilen.

Ich habe gerade zwei Bücher aus Dave Hunts Classic Reihe gelesen und wurde stark motiviert, dem Wort treu zu bleiben. Bitte wanken Sie nie in Ihrer Bereitschaft, die Wahrheit zu verkünden. Reichlicher und ergiebiger Segen für Sie alle! JM (Australien)

Lieber Tom,

Ich danke Ihnen sehr für Ihre Radiosegmente über die Miniserie The Bible. Ich schaute mir die Serie nicht an, sah aber ein Interview mit Roma Downey und ihrem Mann. Das Interview war mir unangenehm, daher entschied ich mich, die Miniserie nicht anzuschauen.

Unser Pastor fragte neulich während eines Treffens Mittwochnacht, was wir darüber dächten, die Serie der ganzen Kirche zu zeigen. Beinahe alle Leute, die dort teilnahmen, hielten dies für eine gute Idee. Mir war diese Entscheidung nicht recht, aber weil ich die Miniserie nicht gesehen hatte, setzte es mir zu, wie ich vertraulich beim Pastor meine Sorgen äußern könnte

Ihre Diskussionen waren solch ein Segen und ich kann jetzt besser meine Sorgen vertraulich unserem Pastor mitteilen.

Danke Ihnen, weil Sie unserem Herrn und Heiland zuhören und Ihm folgen. Ich bete, der Herr möge Ihren Dienst weiterhin segnen, bewahren und erweitern. JF (Email)

TBC Notizen

TBC Augustkonferenz

Wir freuen uns sehr auf die Konferenz in diesem Jahr. Altgediente Teilnehmer unserer vielen früheren Konferenzen haben gesagt, sie seien alle großartig, aber die im letzten Jahr sei die beste gewesen. Durch Gottes Gnade hoffen wir, im August noch besser zu werden, was dieses Kompliment betrifft. Zu den Sprechern gehören Carl Kerby (Schöpfung), Mark Cahill (Evangelisation), Paul Wilkinson (Israel), Dave James (Hermeneutik), Keith Gibson (Unterscheidung) und meine Wenigkeit (Apologetik). Die Themen drehen sich hauptsächlich um die Bibel und die wesentliche Bedeutung, sie wirklich zu kennen, um unser Leben für Jesus zu leben. Es ist sowohl das Hauptgegenmittel als auch die beste Vorbeugung gegen die wachsende Verführung des Abfalls.

Was das Wetter betrifft ist der August in Bend, Oregon, am besten – und um Ihr Interesse weiter zu wecken, will ich sagen, man betrachtet Bend als die Erholungshauptstadt im Nordwesten, was Ihren Besuch dort zu einer großartigen Zeit macht, nicht nur für den Besuch der Konferenz, sondern auch noch für etwas Urlaub als Bonus! Wenn es der Herr Ihnen ans Herz legt, teilzunehmen, sind wir überzeugt, sie werden die beste, bisherige Konferenz erleben.

Es handelt sich um Freitag und Samstag, August 23-24. Der Eintritt ist frei, aber Sie müssen sich online oder unter +1 800-937-6638 registrieren.

T.A. McMahon Executive Director

TBC Extra

Fragen an David James

David James, Autor von The Harbinger: Fact or Fiction? erhielt folgende Fragen [Auszüge]:

Ich las Jonathan Cahns Buch The Harbinger letztes Jahr und gab es meinem Pastor zu lesen. Er las es, war aber sehr skeptisch. Er gab mir Ihr Buch, The Harbinger: Fact or Fiction? Ich habe ein paar Fragen. Erstens, sprachen Sie über falsche Lehrer und es schien so, dass sie Benny Hinn und Joyce Meyer in diese Kategorie steckten. Ist das wahr? Zweitens beziehen Sie sich auf die alttestamentliche Stelle in 2 Chronik 7,14: „wenn mein Volks sich demütigt…“ und sagen, sie sei nicht auf Leute heute anwendbar, sondern nur auf Israel. Wenn wir sie nicht irgendwie auf heute anwenden dürfen, wie können wir überhaupt eine Schrift auf heute anwenden? Zum Beispiel sprach Jesus zur Gemeinde in Laodizäa, als Er sagte, sie seien lauwarm. Sollten wir dies nicht für uns in dieser Generation auch anwenden?

David James antwortet [Etwas verkürzt]:

Vielen Dank für Ihr nachdenkliches Email. Ich bin froh, sie konnten erkennen, dass es wirklich eine andere Seite bei der von Jonathan Cahn in The Harbinger vorgestellten Geschichte gibt.

1.       Was Benny Hinn und Joyce Meyer betrifft: Bei bestimmten Dingen sind sie sehr verschieden und bei anderen ähneln sie sich. Der wichtigste Unterschied ist, dass Benny Hinn weit radikaler bei dem ist, wie er anwendet, was er glaubt – und ehrlich gesagt glaube ich, er täuscht auf vielfältige Weise vorsätzlich. Auf der anderen Seite weiß ich nicht, ob Joyce Meyer die Leute absichtlich täuscht… noch hat sie so falsche Prophetien gemacht wie er. Ich hätte den Grund, warum ich sie verknüpfte, etwas deutlicher machen sollen.

Theologisch gesehen hat Joyce Meyer eine lange Geschichte bei der Word Faith Bewegung, die voll falscher Lehrer und einigen der extremsten Beispiele von Häresie ist, vom heiligen Lachen von Rodney Howard Browne (das im wesentlichen mit dem Kundalini Geist im Hinduismus identisch ist) über Jesu „Abstieg in die Hölle“, um für unsere Sünden zu bezahlen, bis zu falschen Heilungen, neben anderen Irrtümern. Die folgende Webseite hat manch wichtige Informationen, die einige meiner Bedenken über Joyce Meyer erklären helfen; http://carm.org/joyce-meyer. In letzter Zeit scheint sie sich mehr auf Selbstachtung / Selbstwert Lehren zu konzentrieren und redet weniger über andere Dinge, aber diese sind aus biblischer Sicht gleichermaßen problematisch.

2.       Was die Stelle in 2 Chronik 7,14 betrifft, da gibt es eine Reihe von Dingen, die man nicht vergessen darf, wenn man die Schrift studiert. Zuerst gibt es die technische Interpretation, von der es eigentlich nur eine für jede Stelle geben kann. Dann gibt es die praktische Anwendung. In meinem Buch zeige ich das Problem mit dieser Stelle auf, wenn es auf Amerika angewendet wird. Zuerst bezieht sich „Mein Volk“ immer auf Israel im Alten Testament – und der Herr redet ausdrücklich über Seine spezielle Bundesbeziehung mit Israel als Nation, die einzigartig ist und auf keine andere Nation angewendet werden kann. Das bedeutet, die Stelle kann in keinem Sinne auf Amerika als Nation angewendet werden.

Hinter dieser Stelle findet sich jedoch ein Prinzip, das auf Individuen angewendet werden kann, die eine persönliche Beziehung zum Herrn haben (und man findet es in der ganzen Schrift) – und das ist, dass Gott sie als Individuen segnen wird. Sollte eine Nation mit Leuten gefüllt sein, die eine persönliche Beziehung zum Herrn haben, dann würden natürlich die Segnungen, die diese Individuen erfahren, eine kumulative Wirkung haben und somit ein relativer Segen für die Nation sein.

Jesus sagte jedoch, „schmal ist der Weg und wenige sind es, die ihn finden“, was bedeutet, es ist unwahrscheinlich, dass eine Nation je hauptsächlich oder auch nur Großteils aus wiedergeborenen Gläubigen an Christus bestehen wird. Somit wird der allgemeine Aufruf an Amerika, als Nation Buße zu tun, nie beantwortet werden, weil nach Christi eigenen Worten die meisten Ungläubigen nie Buße tun werden – und die Mehrheit der Nation immer aus Ungläubigen bestehen wird. Darüber hinaus gibt The Harbinger nicht einmal eine klare Botschaft des Evangeliums, auch erklärt er nicht, wie diese Buße, zu der er aufruft, ausschaut.

Lassen Sie mich ein anderes Beispiel geben, was dies deutlicher macht: Römer 4,3, Galater 3,6 und Jakobus 2,23 sagen uns alle, dass Abraham Gott glaubte und es ihm zur Gerechtigkeit angerechnet wurde. Wir wissen, dass Abraham von Gott berufen wurde, der ihm spezielle Verheißungen machte. Wir können diese Verheißungen nicht direkt auf uns anwenden, weil das bedeuten würde, dass jeder, der an Gott glaubte, wie es Abraham tat, nicht nur dadurch die Gerechtigkeit angerechnet bekommt, sondern auch der Stammvater von vielen Königen und Nationen sein würde – und wir wissen, das geschieht nicht, weil in diesem technischen Sinne die Verheißung nur Abraham gilt. Die Anwendung dieses Teils des Alten Testamentes hinsichtlich Abraham ist jedoch, dass genau wie er Gott glaubte und daher die Gerechtigkeit angerechnet bekam, dies auch für jeden in jeder Generation gilt, der glaubt und sich zum Herrn bekehrt. Wir müssen einfach die Absicht der Stellen aussortieren und die zeitlosen Prinzipien finden, die in jeder Generation auf jede Person anwendbar sind.

Gehen wir zu 2. Chronik zurück. Wer immer sich vor Gott demütigt, wird sich an einem Ort des Segens finden, aber wenn es zum Beispiel ein Bauer ist, und sein Land unter einer Dürre leidet, können wir die alttestamentliche Stelle nicht anwenden, um zu sagen, sollte der Bauer Gottes Angesicht suchen, wird die Dürre für ihn enden – oder sogar für 10 oder 100 Bauern, die dasselbe tun. Es könnte sein, dass Gott dies als Gebetserhörung tun mag, aber im Fall des alten Israel (dem Volk Gottes), wäre dies eine Garantie gewesen, dass es für die Nation geschieht, aufgrund ihres Bundesverhältnisses mit Gott, und diese Segensverheißung stand in Verbindung mit dem Bund. Amerika hat kein solches Bundesverhältnis mit Gott – und kann es nicht, weil Israel in dieser Hinsicht einzigartig ist.

3.       Was die „lauwarme“ Gemeinde betrifft, so spricht Jesus von der Gemeinde in Laodizäa, der letzte der sieben Gemeinden in Offenbarung 3. Ja, natürlich können wir dies auf der Ebene anwenden, die der Herr vorsah – aber wir müssen den spezifischen Kontext verstehen. In diesem Fall sprach Jesus direkt zu einer bestimmten Gemeinde in der heutigen Westtürkei, die als Gruppe lauwarm geworden war. Als Teil der Warnung sagte Jesus, Er würde sie ausspeien, weil sie weder kalt noch heiß, sondern lauwarm waren – und natürlich existiert heute diese bestimmte Gemeinde nicht länger, weil sie nicht Buße getan hat.

Das Prinzip dahinter ist, dass der Herr über Leute sehr verärgert ist, die in ihrem Glauben lauwarm sind – aber dies bedeutet nicht, dass er sich über Leute freut, die Ihm gegenüber kalt sind. Weil der Herr verärgert ist, kann Er Seine Segenshand sowohl von Individuen wie von Gemeinden wegnehmen. Ungleich der Gemeinde in Laodizäa jedoch gilt die direkte Anwendung, nämlich aufhören zu existieren, für keine andere Gemeinde. Es könnte geschehen – aber es musste garantiert in Laodizäa passieren, weil Er zu ihnen sprach. Zur gleichen Zeit kennen wir sowohl Gemeinden wie Individuen, die lauwarm oder kalt sind und doch weiterhin bestehen, wobei der Zulauf zu den Gemeinden ständig wächst und die Gebäude immer größer werden.

Also nochmal, wir schauen auf Stellen, um zu sehen, wie sie in ihrem wörtlichen und historischen Kontext verstanden werden sollten – dann schauen wir auf die ewigen Prinzipien, die in die Stellen eingebettet sind und schauen, wie diese heute auf uns angewendet werden können.

Die ganze Bibel ist vollständig relevant. Sie ist wörtlich und unfehlbar das inspirierte Wort Gottes. Die Frage hinsichtlich einer Stelle lautet nicht, „ist sie anwendbar?“ sondern eher „wie ist sie anwendbar?“ Jonathan Cahn wendet die Stelle in 2. Chronik genauso falsch an wie er es mit Jesaja 9,9 macht, was die Grundlage von The Harbinger bildet. Traurigerweise wurden Millionen durch jene Lehren und Interpretationen der Bibel, wie sie in Cahns Buch gefunden werden, irregeführt

Vorgestellte Buchauszüge

Diese kleine Gemeinde hatte nichts: Eine Gemeinde sucht die Wahrheit

Gary E. Gilley

Das verlegte Mandat für Wahrheit

Vor wenigen Jahren schrieb ich ein Buch mit dem Titel. This Little Church Went to Market: The Church in the Age of Entertainment. Dort untersuchte ich im Detail Gebiete, in denen meiner Ansicht nach das „suchersensitive“ Gemeindemodell biblisch am Ziel vorbeischießt, besonders in Hinsicht auf seine Evangeliums- und lehrmäßigen Botschaften. Diesem Buch folgte This Little Church Stayed Home: A Faithful Church in Deceptive Times. Die ursprüngliche Absicht bestand darin, die Markierungen einer wirklich biblischen Gemeinde zu identifizieren, die angesichts breiter Angriffe durch die Kräfte der Täuschung fest steht. Während eine Portion dieses Bandes tatsächlich diesem Ziel gewidmet war, fühlte ich mich auch gedrängt, die Gebiete der Täuschung speziell anzusprechen, die die rasch wachsende Emergent Church Bewegung umgab.

In diesem, dem dritten Buch der Kleinen Gemeinde Reihe, möchte ich über „eine Gemeinde auf der Suche nach Wahrheit“ sprechen. Mein Argument lautet, dass die große Notwendigkeit momentan für die Gemeinde Christi darin besteht, die Wahrheit wieder zu entdecken, die sie entweder verloren oder bagatellisiert hat, den unschätzbaren Wert der Wahrheit im Leben von Gottes Leuten zu verstehen und ihre Rolle als Unterstützer und Spender dieser Wahrheit zu erkennen (1 Timotheus 3,15). Ich habe dieses Buch This Little Church Had None: A Church in Search of the Truth betitelt, weil ich glaube, dass die Mehrheit der so genannten evangelikalen Gemeinden und Christen dieses wichtige Mandat verloren oder zumindest verlegt hat. Wahrheit wurde auf den Altären des Pragmatismus, des Kirchenwachstums, postmoderner Ideologien, Heidentum und Hedonismus geopfert, um ein paar zu nennen. In vielen Fällen geschieht dieser Abfall von der Wahrheit nicht so sehr absichtlich wie als Ergebnis von Unkenntnis und Versäumnis. Eine ganze Generation von Gläubigen ist in Gemeinden aufgewachsen, in denen das Wort Gottes nicht systematisch gelehrt und geschätzt wurde. Während es bemerkenswerte und glückliche Ausnahmen davon gibt, sollten wir dennoch nicht überrascht sein, herauszufinden, dass die Leute dieser Generation den Raum für die Schriften in ihrem Leben an den Rand gedrängt haben.

Allerdings hört man in vielen Evangelikalen Kreisen etwas mehr über Jesus; gelegentlich wird gebetet; ein paar Lieder werden gesungen und man wirft populäre Schriftverse und Slogans um sich – aber wenig mehr. Der durchschnittliche Christ marschiert zum gleichen Rhythmus wie sein ungläubiges Gegenüber, beide leben ihre eigene Flickwerk Philosophien des Lebens aus, die sich auf eine Mischung aus Pragmatismus, sozialen Standards und launenhaften Ideologien, mit einem Spritzer Schrift dazu gründen….

Traurigerweise sind viele Kinder Gottes von ihren Führern so aufgezogen worden. Sie haben keine Vorstellung, dass Christus sie zu etwas mehr berufen hat – einem Leben, das wirklich auf seinem Wort gründet. Und wenn sie einen vagen Verdacht haben, dass es etwas mehr, tieferes, besseres als das Leben gibt, das sie erfahren, haben sie keine Vorstellung, wo sie danach suchen sollen. Diese Defizite werden zunehmend von der Mainstream Evangelikalen Kirche erkannt, das Heilmittel aber nicht. Was benötigt wird ist die Rückkehr zum vollen Vertrauen in die Macht und Autorität von Gottes Wort, was wiederum Kirchenführer veranlassen wird, wieder einmal den vollen Ratschluss des Herrn zu lehren.

Der beständige Wandel was die „Wahrheit“ betrifft

Spätestens seit meinen Collegetagen habe ich gerne Philosophie studiert. Es ist faszinierend, sich in die Gedankengänge von Denkern wie Plato, Descartes oder Kant zu vertiefen und zu studieren, wie sie das Leben zusammenbastelten. Ich habe jedoch über diese Philosophien immer aus einem biblischen Blickwinkel nachgedacht. Das heißt, ich fand ihre Vorstellungen interessant, doch im Licht der Lehren der Schrift in großem Maße fehlerhaft. Aber als ich die Werke dieser Philosophen untersuchte, habe ich oft über die Reaktion von Ungläubigen auf dieselben Vorstellungen nachgedacht. Denn eine Sache ist bei Philosophien sehr auffällig – sie ändern sich ständig. Wenn ein neuer Philosoph daher kommt, lehnt er die Sichtweisen der vorangegangenen ab. Jede Generation sieht die letzte Generation mit ihrem Satz von Vorstellungen, Gedankensystemen und sozialen Strukturen als vergangen an, und erkennt anscheinend nicht, dass die nächste Generation dieselben kritischen Kommentare über die jetzige ausgießen wird.

Dieser konstante Wandel der Wahrheit muss für jene ohne Christus äußerst frustrierend sein, wenn sie historisch die sich ändernden Sichtweisen denkender Leute sehen. Sogar in unserer Lebenszeit muss die rasche Präsentation neuer Weltsichten beunruhigend sein, die verheißen, die „Geheimnisse des Lebens“ zu lösen – um nur zu bald auf den philosophischen Müllhaufen geworfen und durch die neuste Idee ersetzt zu werden. Kein Wunder dass die Postmoderne im westlichen Denken Fuß gefasst hat. Wenn Plato, Descartes, Kant und eine ganze Zugladung anderer einzigartige Wahrheitssysteme präsentiert haben, nur um von der nächsten Reihe Denker abgewiesen und widersprochen zu werden, dann beginnt man schließlich nach einer Weile anzunehmen, dass es vielleicht so etwas wie objektive, universelle Wahrheit nicht gibt. Vielleicht bleibt eine selektive Wahrheit, temporäre Wahrheit, individuelle Wahrheit (Wahrheit für dich, aber nicht für mich).

Wenn die „Wahrheitsansprüche“ der Besten und Hellsten der Vergangenheit sich als nicht wahr erwiesen, welche Hoffnung haben wir dann, dass die nächste Philosophie den Schlüssel für die Probleme des Lebens anbieten wird? Nach Tausenden von Jahren Fahrt auf dem Karussell philosophischer Gedanken sind die Leute wirklich müde geworden und wollen weg davon. Es gibt anscheinend keine absolute Wahrheit. Es gibt keine endgültige Autorität. Es gibt keinen, dessen Ideen anderen überlegen sind. Uns bleibt der Relativismus – jeder mache sein Ding und glaube auf seine Weise und lasst uns einfach unsere Vorstellungen als einander gleich akzeptieren. Schließlich klingt all dies hohl. Der Postmodernismus, der die absolute Wahrheit herausfordert und den Relativismus umarmt, wurde aus der Asche der Ernüchterung geboren.

Der populäre Filmstar Brad Pitt drückte in einem Interview mit dem Rolling Stone Magazin die Ernüchterung gut aus, der sich viele heute gegenüber sehen. Pitt diskutierte eine Rolle (Tyler), die er im Film Fight Club spielte:

PITT: Der Punkt ist, man muss die Frage stellen: „Auf welcher Spur befinden wir uns?“ Tyler sagt am Anfang des Films: „Mann, ich weiß, alle diese Dinge sollen wichtig für uns sein – das Auto, das Apartment, unsere Erfolgsversionen – aber wenn dies der Fall ist, warum reflektiert das allgemeine Empfinden dort draußen mehr Ohnmacht und Isolation und Verzweiflung und Einsamkeit?“ Wenn sie mich fragen, dann sage ich, „Wirf das alles weg, wir finden etwas anderes.“ Weil alles, was ich weiß, ist, dass wir zu diesem Zeitpunkt in eine Sackgasse laufen, eine Betäubung für die Seele, eine vollständige Atrophie des spirituellen Wesens. Und ich will das nicht.

RS: Wenn wir also in solch eine existentielle Sackgasse in der Gesellschaft laufen, was sollte ihrer Ansicht nach geschehen?

PITT: Hey Mann, Ich habe jene Antworten noch nicht. Die Betonung liegt jetzt auf Erfolg und persönlichem Gewinn. [Lächelt] Ich sitze darin und ich sage ihnen, das ist es nicht.

RS: Aber ich bin froh, dass sie es zuerst sagten, die Leute werden lesen, dass sie das sagen und denken…

PITT: Ich bin der Typ der alles hat. Ich weiß. Aber ich sage ihnen, wenn sie erst einmal alles haben, dann bleiben sie auf dem Ich sitzen. Ich habe es schon gesagt und wiederhole es: es hilft ihnen nicht, besser zu schlafen, und man wacht deswegen nicht besser auf. Niemand wird das jetzt hören wollen. Ich verstehe es. Es tut mir leid, ich bin der Typ der es sagen muss. Aber ich sage es ihnen.

Natürlich erfand der Postmodernismus nicht die Ernüchterung; sie ist das endgültige Markenzeichen jedes philosophischen oder religiösen Systems, das ein biblisches Verständnis der Wirklichkeit des Lebens verleugnet. In T.S. Eliots Gedicht „Der leere Mensch“ finden wir denselben Kampf:

Dies ist die Weise, die Weise, wie die Welt endet,
Dies ist die Weise, die Weise, wie die Welt endet,
Dies ist die Weise, die Weise, wie die Welt endet,
Nicht mit einem Knall, sondern mit einem Winseln.

Es liegt etwas in der Natur des Menschen, was diese Art von Existenz und ihr Ende ablehnt. Es muss mehr für unser Leben geben, als was viele erfahren. Etwas ist falsch gelaufen, aber die Leute sind gezwungen, sich falschen Quellen zuzuwenden, um das Leben im Griff zu haben, weil sie bereits die biblische Sicht der Realität ausgeklammert haben. Weil sie die Quelle des Lebens verpasst haben, müssen sie andere Zisternen graben (Jeremia 2,13).

Die Schrift erzählt uns eine andere Geschichte. Paulus teilt uns in Römer 1,19-23 mit, das Problem des Menschen sei es, dass er die Wahrheit über Gott unterdrückt hat, die in der Schöpfung um ihn offenbart wurde. Diese Unterdrückung hat zu verfinsterten Herzen und Vorstellungen bar jeder geistlichen Wirklichkeit geführt. Der Mensch versucht, die leeren Stellen mit allem zu füllen, was momentan gerade in Mode sein mag – in biblischen Zeiten waren es Götzen und die direkte, bewusste Anbetung der Schöpfung. Heute mögen es New Age Philosophie, Östliche Religionen, menschliche Errungenschaften, humanistische Theorie, modernistische Gewissheit, postmoderne Ungewissheit sein, oder all möglichen anderen Vorstellungen.

Die Quintessenz ist, dass die Menschheit Gott und Seine Wahrheit abgelehnt hat und unter den Folgen dieser Entscheidung leidet, da Gott sie der Sklaverei ihrer eigenen Weltsicht mit ihrer sich ergebenden Sünde dahingibt (Römer 1,24-32). Es ist kein Wunder, dass die Leute enttäuscht über das Leben sind; Sünde und falsche Ansichten haben letztendlich diese Wirkung. Während das Weltsystem seine zahlreichen Ansichten und Philosophien verbreitet, sollten wir nichts weniger erwarten als Gemüter, die sich in leeren Spekulationen ergehen und törichte Herzen, die in der Finsternis herumwandern (Römer 1,21).

Der glückliche Pfeiler der Wahrheit

Nun zur Gemeinde. Eines der Dinge, das die Gemeinde von allen anderen Organisationen trennt, ist, dass sie der Pfeiler und die Grundfeste der Wahrheit sein soll (1 Timotheus 3,15). Die Versammlung, die nicht als Grundfeste und Spender der Wahrheit funktioniert, erfüllt die Erwartungen für eine örtliche Gemeinde nicht; deshalb passt die Versammlung, die nicht die Wahrheit zum Hauptfach hat, nicht zur Definition einer neutestamentlichen Gemeinde. Ihr Besuch mag „Mega“ sein, ihre Programme erfolgreich, ihr Enthusiasmus ansteckend und ihre Motive ehrenwert, aber wenn sie nicht Pfeiler und Grundfeste der Wahrheit ist, versagt sie in ihrer Aufgabenbeschreibung als Gemeinde. Nennt sie einen Club, soziale Zusammenkunft, politische Bewusstseinsgruppe, Versammlung, die sich um soziale Belange kümmert, oder ein Unterhaltungszentrum, aber nennt sie nicht Gemeinde.

Die Gemeinde, die Gottes Verständnis von Wahrheit hat, wird anfangen biblisch zu denken. Dies wird oft „biblische Weltsicht“ genannt. Um festzustellen, wie weitverbreitet eine biblische Weltsicht heute ist (oder wie ähnlich die Glaubensansichten der Leute den Lehren der Schrift sind), hat der Meinungsforscher George Barna eine eher minimalistische Liste von erforderlichen Glaubensansichten entwickelt. Das sind folgende:

1.        Zu glauben, dass absolute, moralische Wahrheit existiert.

2.        Zu glauben, dass solche Wahrheit in der Bibel definiert wird

3.        Und der fest Glaube an sechs besondere, religiöse Sichtweisen:

·         Jesus Christus lebte ein sündloses Leben.

·         Gott ist der allmächtige und allwissende Schöpfer des Universums und Er regiert heute noch.

·         Errettung ist ein Geschenk Gottes und kann nicht verdient werden.

·         Satan ist eine lebendige Kraft.

·         Christen haben die Verantwortung, ihren Glauben an Christus mit anderen Leuten zu teilen.

·         Die Bibel ist in all ihren Lehren genau.

Wie oben ausgesagt, dies ist eine Minimalliste. Wenn man nur ein paar andere Grundlagen des christlichen Glaubens hinzufügt (z.B. die körperliche Auferstehung von Jesus, die körperliche Auferstehung von Leuten, die tatsächlich Existenz von Himmel und Hölle, ewigem Gericht, der Jungfrauengeburt, den Schriften als dem inspirierten Wort Gottes, usw.) würde die Zahl derer, die angeblich eine biblische Weltsicht einnehmen, drastisch absinken. Wie es aussieht, ist die Statistik alarmierend. 2007 identifizierte Barna 40 Prozent der Amerikaner als wiedergeborene (diese Statistik ist mir äußerst suspekt, aber wir werden vorerst damit weitermachen) und 7 Prozent als evangelikale Christen. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass „die meisten Amerikaner keine starken und klaren Glaubensansichten haben, vor allem weil sie keine kohärente, biblische Weltsicht besitzen…. Die meisten Amerikaner haben einen Fuß im biblischen Lager und einen Fuß draußen.“

In Barnas jüngster Studie fand man heraus, dass nur 9 Prozent derer, die behaupten, wiedergeboren zu sein, eine biblische Weltsicht haben. In einer späteren Umfrage unter der Geistlichkeit fand man heraus, dass nur 51 Prozent der protestantischen Pastoren eine biblische Weltsicht haben, sogar mit Barnas minimalistischer Definition. Er erklärt: „Der niedrige Prozentsatz von Christen, die eine biblische Weltsicht haben, ist eine direkte Reflektion der Tatsache, dass die Hälfte unsere primären Religionslehrer und Führer keine haben.“ Aber es wird schlimmer: die Untersuchung weist darauf hin, dass sogar in Gemeinden, wo der Pastor eine biblische Weltsicht hat, die meisten Kirchgänger sie nicht haben. Mehr als sechs von sieben Kirchgängern in der typischen Gemeinde teilen die biblische Weltsicht ihres Pastors nicht, sogar wenn er oder sie eine hat. [Nach Barna] erfordert die Entwicklung einer biblischen Weltsicht in einer Versammlung:

…eine Menge zielgerichteter Aktivität: Lehren, Gebet, Gespräche, Verantwortung, und so weiter. Sollten jedoch die 51 Prozent der Pastoren, die eine biblische Weltsicht haben, strategisch und unermüdlich ihren Kirchgängern zur Seite stehen, solch eine Interpretationsweise des Lebens und die Reaktion darauf anzunehmen, wäre die Auswirkung auf unsere Gemeinden, Familien und Gesellschaft als Ganzes enorm.

Diesem Ziel ist dieses Buch gewidmet. Wir werden die Opposition gegen das Innehaben und Ausleben einer biblischen Weltsicht zu verstehen suchen. Wir werden identifizieren, welche Schritte wir tun müssen, um dasselbe in unseren Gemeinden einzuführen, und dann überlegen, wie wir Leute aus dem Gefüge einer biblischen Weltsicht heraus evangelisieren können.

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Übersetzt von W. Hemmerling. Bibelzitate wurden aus der Schlachter Bibel 2000 entnommen.

Kontakt: wolfgang.hemmerling@freenet.de