THE BEREAN CALL

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November 2013

Das Geheimnis biblischer Selbstbesserung

T.A. McMahon

Und Jesus sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken«. Das ist das erste und größte Gebot. Und das zweite ist ihm vergleichbar: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«. – Matthäus 22,37-40

Die Popularität der Selbstbesserung oder Selbsthilfe Bücher in der gesamten Geschichte des Verlagswesens ist ziemlich erstaunlich. Die Gründe, die man für die breite Annahme solcher Bücher angibt, sind in der Geschichte, aber besonders in unseren Tagen vielfältig, aber sie laufen alle auf den Wunsch des Menschen hinaus, seine Verfassung oder Lage zu verbessern, sei es finanziell, gesellschaftlich, erzieherisch, physisch, psychologisch, geistlich, oder alles eben genannte zusammen. Obgleich das Ziel die Verbesserung oder Besserung der eigenen Umstände ist, wird die Hauptmethode und Motivation durch das und für das Selbst bestimmt: Wie kann ich mich verbessern?

Da das Selbst der wesentliche Fokus bei der Selbstbesserung ist, müssen wir genau wissen, was es ist. Definitionen aus modernen Wörterbüchern zeigen, was das Selbst ist: die ganze Person; ihr typischer Charakter oder Verhalten; ihr zeitweiliges Verhalten oder Charakter; eine Person in bester Verfassung; die Einheit der Elemente (wie Körper, Gefühle, Gedanken und Wahrnehmungen), die die Individualität und Identität einer Person ausmachen; persönliches Interesse oder Nutzen. Einfach gesagt, es sind du und ich und alles, was jeden von uns als Individuum ausmacht. Die Definition von „Selbst“ wird jedoch verwirrender, wenn man es mit Worten davor oder danach verbindet, wie das eigene, wahre Selbst, oder Selbstverwirklichung. Die Zahl der zusammengesetzten „Selbst“ Worte geht überdies in die Hunderte, von Selbstaktualisierung bis zum Selbstwert, und jedes gibt dem „Selbst“ eine eigene Bedeutung oder Nuance.

Zwei mit „Selbst“ verbundene Adjektive vermitteln den besten und schlimmsten Zustand des Selbst. Selbstlos: mehr mit den Bedürfnissen und Wünschen anderer befasst als mit den eigenen: „eine Tat selbstloser Aufopferung.“ Seine Synonyme machen die wunderbaren Qualitäten deutlich: uneigennützig, altruistisch, aufopfernd, sich selbst einschränkend, rücksichtsvoll, mitfühlend, gütig, edel, großzügig, großherzig, neidlos, wohltätig, wohlwollend: „Ihre Liebe erwies sich in selbstlosem Dienst.“ Selbstsüchtig auf der anderen Seite hat keine ausgleichenden Eigenschaften: „(bezieht sich auf eine Person, Handlung oder Motiv) die keine Rücksicht auf andere nimmt; die hauptsächlich mit dem eigenen persönlichen Gewinn oder Vergnügen beschäftigt ist: „Ich verköstigte sie aus egoistischen Gründen.“ Zu den Synonymen gehören: egozentrisch, egoistisch, selbstgefällig, egomanisch, ichbezogen, mit sich selbst beschäftigt, ichbesessen, selbstsüchtig, eigennützig, völlig von sich eingenommen, rücksichtslos, gedankenlos, blind, gleichgültig, lieblos; gemein, knauserig, habgierig, gierig, käuflich, begierig, opportunistisch, nach der Nummer Eins schauend: „Er ist einfach von Natur egoistisch.“

Die Schrift verwendet den Begriff „Selbst“ auf ganz unkomplizierte Weise, d.h. die ganze Person, und am meisten als Reflexivpronomen wie „sich selbst“ und „sie selbst“. Das „Geheimnis“ der biblischen Verwendung des Begriffs liegt also nicht in seiner Definition, sondern in dem, was Gottes Wort über das Selbst sagt und was wir damit tun sollen, was in direktem Widerspruch zur so genannten Weisheit der weltlichen Vertreter steht.

Die Welt, die von humanistischer Psychologie (der modernen Brutstätte aller ichbezogenen Lehren) stark beeinflusst wurde, sieht das „Selbst“ – was die Gesamtheit eines Menschen meint – von Natur aus als gut an. Mängel oder Störungen im Leben einer Person kommen von externen Einflussquellen, d.h. den Eltern, oder der physischen, sozialen und Erziehungsumwelt und so weiter. Der Glaube an angeborene Güte spielt bei allen Psychotherapien eine Rolle – und ist keine Option; er ist grundlegend. Der Grund ist offensichtlich. Wenn jemand nicht von Natur aus gut ist, sondern einen grundlegenden Schaden in seinem Wesen hat, der in gewissem Maße jeden Aspekt seines Lebens beeinträchtigt, dann kann ein Psychotherapeut nichts tun, um den Schaden und seine endgültigen Folgen abzuändern. Es ist wie der buchstäbliche Versuch, die Flecken eines Leoparden zu ändern. Man könnte das Fell des Leoparden färben oder es irgendwie bedecken, aber solch oberflächliche Taten ändern die Flecken nicht wirklich. Die Genetik des Leoparden lässt dies nicht zu.

Aber wenn das Selbst tatsächlich von Haus aus gut ist, dann muss der Psychologe den Klienten nur dazu bringen, die Güte seines „Selbst“ zu erkennen und all die Dinge durch Psychotherapie zu entfernen, die den Erfolg dieser Ansicht verhindern. Es gibt mehr als 500 verschiedene Psychotherapien, die einfach dafür erfunden wurden. Aber viele stehen in Konflikt miteinander und keine beweist die Sache der angeborenen Güte des Menschen oder macht sie auch nur plausibel. Folglich sehen all die Methoden die Probleme der Klienten nur als symptomatische Sachverhalte an, weil sie das Wesen der Menschheit überhaupt nicht ändern können. Was jedoch dem Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich!

Die Bibel verkündet unmissverständlich, dass das Herz des Menschen nicht gut ist:

Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig; wer kann es ergründen? – Denn von innen, aus dem Herzen des Menschen, kommen die bösen Gedanken hervor, Ehebruch, Unzucht, Mord, Diebstahl, Geiz, Bosheit, Betrug, Zügellosigkeit, Neid, Lästerung, Hochmut, Unvernunft. All dieses Böse kommt von innen heraus und verunreinigt den Menschen. (Jeremia 17,9 – Markus 7,21-23)

Die Schrift sagt uns, „die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse“ (Johannes 3,19) und „alle haben gesündigt...“ (Römer 3,23). Diese Verse und viele weitere beschreiben die gefallene Natur der Menschheit, und wir können nichts tun, um sie zu ändern oder zu verbessern.

Nur Gott kann das Selbst ändern und verbessern. Er macht es aber nicht auf menschliche Weise. Das ist das „Geheimnis“ biblischer Selbstbesserung, das nur insoweit geheim ist, wie das Christentum aus den Augen verloren hat, was die Schrift deutlich lehrt und was die Gemeinde seit der Zeit der Apostel praktiziert hat. Diese Blindheit begann so richtig Mitte des letzten Jahrhunderts, als die Psychotherapie weit in die Christenheit vordrang. In den 1970ern waren einige der einflussreichsten Namen in den evangelikalen Medien christliche Psychologen, Psychotherapeuten und Psychiater wie James Dobson, Frank Minirth, Paul Meier, Gary Collins, John Trent und Gary Smalley, um nur einige zu nennen. Bücher, die für das „Selbst“ warben, überfluteten die christlichen Marktplätze. Dazu gehörten Hide or Seek: How to Build Self-esteem in Your Child vom Psychologen Dr. James Dobson und Self-esteem: the New Reformation von Robert Schuller, dessen Buch gratis an 250‘000 evangelikale Pastoren verteilt wurde. Eigenliebe und Selbstachtung wurden neue Lehren, die von den meisten der populären, evangelikalen Pastoren der Zeit gelehrt wurden.

Zu wenige Christen erkennen, dass der Anstieg der unbiblischen Lehren der Eigenliebe in der Kirche in unseren Tagen eine sich erfüllende Prophezeiung ist. In 2 Timotheus 3 warnt der Apostel Paulus den Timotheus über eine „gefährliche“ Zeit, wo die Eigenliebe Grundlage für Sünden wird, die unter Gläubigen verheerende Schäden anrichten: „Das aber sollst du wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden. Denn die Menschen werden sich selbst lieben…“ (Verse 1-2). Man mag sich fragen, warum dies prophetisch ist, wo die Menschheit eine eigennützige Neigung hat, die eindeutig bis zum Fall Adams und Evas im Garten Eden zurückgeht. Nach der „Nummer Eins“ schauend beschuldigte Adam die Frau, die Gott ihm gegeben hatte, und Eva beschuldigte die Schlange (d.h. Satan), die sie verführte, Gott ungehorsam zu sein.

Eigenliebe hat der Menschheit durch die Jahrhunderte Probleme bereitet, aber erst in den letzten 100 Jahren oder so wurde der Egoismus als grundlegende Lösung für beinahe alle Missstände der Menschheit, besonders für unsere seelischen, gefühlsmäßigen und Verhaltensprobleme, so vorangetrieben. Viel davon fing mit dem „in sich Hineinschauen“ und der „Selbstanalyse“ an, die Freud und Jung praktizierten, aber – und noch spezifischer –gehörte dazu ein antichristlicher Friedrich Nietzsche, der Christen schalt, sie würden sich selbst nicht genug lieben. Das wurde vom Psychologen und humanistischen Philosophen Erich Fromm aufgegriffen und beworben, wie Dave Hunt vermerkte:

Fromm, ein Atheist, machte die Vorstellung der Selbstliebe populär. Die hatte er von Nietzsche. Eines der Bücher Fromms war Ihr werdet sein wie Gott. Als Buchtitel verwendete er die Lüge der Schlange. In seinem Buch Man for Himself: An Inquiry Into the Psychology of Ethics, rechtfertigte er die Vorstellung, wir würden uns alle hassen und müssten lernen, uns zu lieben, indem er sagte, Jesus habe das gelehrt, als Er sagte „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. (TBC F&A, 9/1986)

Eine wachsende Zahl evangelikaler Prediger und Lehrer, die es hätten besser wissen müssen, akzeptierte dann diese Verfälschung der Schrift. Zunächst mal ist es einfach ein Rechenfehler. Die Verfechter der Selbstliebe haben Liebe dich selbst zu einem dritten Gebot gemacht, wohingegen Matthäus 22, 37-40 besagt:

Und Jesus sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken«. Das ist das erste und größte Gebot. Und das zweite ist ihm vergleichbar: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«. An diesen zwei Geboten hängen das ganze Gesetz und die Propheten.

Es sind zwei Gebote, nicht drei. Es gilt überdies, wie Dave erklärt. „…sollten wir Mangel an Selbstliebe haben, hätte Jesus nicht gesagt, den Nächsten wie uns selbst zu lieben, denn er sagte es allen und nicht bestimmten Leuten. Somit ist es eine gegebene Tatsache – wir müssen uns bereits lieben. Und er könnte nicht sagen ‚Alles nun, was ihr wollt, dass die Leute euch tun sollen, das tut auch ihr ihnen ebenso‘ (Matthäus 7,12), wenn wir uns selbst alle von Natur aus hassten und uns Schaden zufügen wollten.“ Epheser 5,29 widerspricht diesem Irrtum ebenso: „Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehasst, sondern er nährt und pflegt es, gleichwie der Herr die Gemeinde.“

Die Menschheit neigt von Natur aus dazu, das Selbst vor Gott und den Nächsten zu lieben, ob man ein engagierter Christ ist oder nicht, und die Folge dessen ist mit beinahe allen Schwierigkeiten verbunden, denen wir im Leben begegnen. Die Worte von Paulus an Timotheus zeigen eine Litanei der Nachwirkungen der Selbstliebe:

…geldgierig sein, prahlerisch, überheblich, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht, gewalttätig, dem Guten feind, Verräter, leichtsinnig, aufgeblasen; sie lieben das Vergnügen mehr als Gott; dabei haben sie den äußeren Schein von Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen sie. Von solchen wende dich ab. Denn zu diesen gehören die, welche sich in die Häuser einschleichen und die leichtfertigen Frauen einfangen, welche mit Sünden beladen sind und von mancherlei Lüsten umgetrieben werden, die immerzu lernen und doch nie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen können. (2 Timotheus 3,2-7)

Das ist also die schlechte Nachricht. Was ist dann mit der guten Nachricht, wie Gott unser Wesen ändern und das Selbst verbessern kann? Es kann nur geschehen, indem wir uns Ihm zu der Errettung zuwenden, die Er alleine der ganzen Menschheit bereitgestellt hat. Dazu gehört, mit Ihm versöhnt zu werden, indem wir unsere Sündhaftigkeit bekennen und die volle Bezahlung Christi für unsere Sünden alleine durch Glauben annehmen. Um die Gabe des ewigen Lebens zu erhalten ist nichts anderes erforderlich, als Jesus zu vertrauen, er werde uns vor der unendlichen Strafe retten, die unsere Sünde verdient. Das ist das Evangelium und ist der einzige Weg, wie die Menschheit gerettet werden kann.

Sobald jemand auf Jesus zur Errettung vertraut, wird er ein neues Geschöpf: „Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden“ (2 Korinther 5,17). Er wurde von seinen alten Sünden gereinigt und ist nicht länger Sklave der Sünde (2 Petrus 1,9; Johannes 8,31-32). Wer an Christus glaubt, ist geistlich wiedergeboren, ist in Gemeinschaft mit Gott und ist voll und ganz in der Lage, Ihn zu lieben und Ihm zu gehorchen. Das war unmöglich, bevor der Mensch eine neue Schöpfung in Christus wurde. Er ist ein „neuer Mensch“, ein neues Selbst (Epheser 4,24), jemand der nun sein Leben nach den Anweisungen Gottes in Seinem Wort leben kann.

Die erste Anweisung für ein gesegnetes und fruchtbares Leben ist jedoch: Genauso wenig wie man sich selbst retten konnte, kann man die Dinge selbst tun, die das Leben bessern werden. Biblische Selbstbesserung ist mit der „Selbstbesserung“ der Welt nicht zu vergleichen. Tatsächlich ist sie das Gegenteil. Obgleich das neue Leben des Gläubigen in Christus ihn von der Sklaverei der Sünde befreit hat, behält er seine alte Natur mit der Neigung zum Eigennutz. Das ist ein Hauptschlachtfeld für jeden Gläubigen an Christus. Doch für alle, die ihr Leben dem Herrn übergeben haben, hat Er durch Sein Wort und die Befähigung des Heiligen Geistes alles zur Verfügung gestellt, was sie benötigen, um die Schlacht über ihr Fleisch zu gewinnen und die Dinge zu tun, die Gott gefallen. Anders als die Welt, die das Selbst liebt, schätzt, verherrlicht und sogar vergöttlicht, sagt uns die Schrift, das Selbst zu verleugnen – sich vollkommen Gott und den Anweisungen Seines Wortes zu unterwerfen.

Er [Jesus] sprach aber zu allen: Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach. (Lukas 9,23)

Das Selbst zu verleugnen ist nicht dasselbe wie die eigene Existenz zu verleugnen. Obgleich das „Selbst“, das zuvor gegen Gott rebelliert hat, weiterhin autonom ist (die Fähigkeit hat, moralische Entscheidungen für Gutes oder Böses zu treffen), erkennt der Gläubige, dass es jetzt in die Lage versetzt ist, in Rechtschaffenheit eigene Entscheidungen zu treffen und zu leben, weil er dem Herrn gefallen will.

Die Schrift ist voll von Versen, die uns ermahnen, den Herrn und andere über uns zu setzen. „In der Bruderliebe seid herzlich gegeneinander; in der Ehrerbietung komme einer dem anderen zuvor“ (Römer 12,10); „Niemand suche das Seine, sondern jeder das des anderen“ (1 Korinther 10,24); „Denn jeder von uns soll seinem Nächsten gefallen zum Guten, zur Erbauung. Denn auch Christus hatte nicht an sich selbst Gefallen“ (Römer 15,2-3). Überdies gibt uns das Wort Gottes Anweisungen, wie wir genau diese Dinge tun können, im Wesentlichen „das Selbst biblisch zu bessern“. Ironischerweise gehört ein Prozess des Sterbens dazu.

Wir sollen dem Selbst sterben – das heißt unserem autonomen Willen (auch Eigensinn genannt) – nicht nur, indem wir ihn dem Herrn übergeben und uns Ihm unterwerfen, sondern indem wir Ihm auch erlauben, Sein Leben durch uns zu leben.

Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat. (Galater 2,20)

Das Problem beim Selbst ist eine äußerst undeutliche und verfälschte Lehre unter Christen heute, einschließlich derer, die an die Bibel als ihre Autorität in allen Sachen des Glaubens und der Praxis glauben. Das ist der Hauptgrund, warum sich die Schwierigkeiten der Nichtchristen statistisch wenig von denen der Namenschristen unterscheiden. Wir hoffen, mit dieser Serie klarzustellen, was die Bibel über das Selbst sagt und wie wir es biblisch bessern können. Es besteht kein Zweifel, dass das Verständnis und die Umsetzung dessen, was die Schrift lehrt, uns verwandeln und jeden Aspekt unseres Lebens in Christus verbessern wird. TBC

Zitate

Glaube bedeutet vorbehaltloses Vertrauen in Jesus, und das erfordert nicht nur Intellekt, sondern dass ich mein Selbst moralisch an Ihn übergebe…. Beinahe jeder Mensch „scheut“ sich vor diesem Punkt der moralischen Kapitulation. Wir glauben sentimental, und glauben und glauben und nichts passiert. Wir beten, „Herr mehre unseren Glauben“ und wir versuchen, den Glauben aufzupumpen, aber er kommt nicht. Was ist falsch? Die moralische Kapitulation hat nicht stattgefunden. Werde ich aus wahrem Herzen aufgeben und bewusst und absichtlich mein Vertrauen auf das setzen, was Jesus Christus mir sagt?

—Oswald Chambers

F & A

Frage: Ich bin verwirrt. Wo wird die Gemeinde (Gläubige der Gnadenzeit) die Ewigkeit verbringen – im Himmel oder auf Erden? Ich habe beides gehört.

Antwort: Was die Bestimmung der Gläubigen des Gemeindezeitalters betrifft, hat der Apostel Paulus nachdrücklich gesagt, „Wir sind aber getrost und wünschen vielmehr, aus dem Leib auszuwandern und daheim zu sein bei dem Herrn“ (2 Korinther 5,8). Seine Verkündigung erhält weiteres Gewicht, indem er erklärt: „Mich verlangt danach, aufzubrechen und bei Christus zu sein, was auch viel besser wäre“ (Philipper 1,23).

Der Herr Jesus sagte dem Dieb am Kreuz, „Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein!“ Dies sagt uns, dass der Herr den Dieb an genau diesem Tag, in Einklang mit Seiner klaren Verheißung, ins „Paradies“ nahm.

Epheser 4,8 sagt uns: „Er ist emporgestiegen zur Höhe, hat Gefangene weggeführt und den Menschen Gaben gegeben.“ Als Jesus in den Himmel emporstieg, nahm er alle gestorbenen Gerechten mit Sich. Dort befinden sie sich zurzeit und warten auf die Entrückung, bei der die heute lebenden Gläubigen sich ihnen anschließen werden.

Zu diesem Thema haben wir die Verheißung „Danach werden wir, die wir leben und übrigbleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft, und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit“ (1 Thessalonicher 4,17).

Im Millennium werden wir, so sagt uns die Offenbarung, „Priester Gottes und des Christus sein“ und wir werden „mit ihm regieren 1000 Jahre“ (Offenbarung 20,6).

Am Ende des Millenniums wird es die letzte Rebellion geben (Offenbarung 20,7-10), gefolgt vom „Endgericht vor dem Großen Weißen Thron“ (Offenbarung 20,11-15). Danach wird uns in Offenbarung 21,1 gesagt: „Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer gibt es nicht mehr.“

Wir erwarten aber nach seiner Verheißung neue Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt.“ (2 Petrus 3,13). Da die neuen Himmel und die neue Erde als Wohnort für Gerechte dienen sollen, setzt die Schrift anscheinend keine Grenzen, ob die Gerechten auf den Himmel oder die Erde beschränkt sein werden. Dennoch werden wir immer beim Herrn sein, und der Herr ist allgegenwärtig.

Über diese wenigen Details hinaus erhalten wir flüchtige Eindrücke. Der Himmel ist ein Ort der Freude, wo Gott der Herr die Tränen von allen Angesichtern wischen wird (Jesaja 25,8). Psalm 16,11: „Du wirst mir kundtun den Weg des Lebens; Fülle von Freuden ist vor deinem Angesicht, Lieblichkeiten in deiner Rechten immerdar.“ [UELB 1905] Offenbarung 21,4: „Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.“ Offenbarung 7,16: „Und sie werden nicht mehr hungern und nicht mehr dürsten; auch wird sie die Sonne nicht treffen noch irgend eine Hitze.“

Kurz gesagt werden die Einzelheiten unserer Ewigkeit mit Christus vollkommen verschieden von allem sein, was wir in unserem Leben erfahren haben und unvorstellbar besser, egal wo unsere Auferstehungsleiber sich befinden.

Frage: (bezugnehmend auf Matthäus 27,51-53): „Und siehe, der Vorhang im Tempel riss von oben bis unten entzwei, und die Erde erbebte, und die Felsen spalteten sich. Und die Gräber öffneten sich, und viele Leiber der entschlafenen Heiligen wurden auferweckt und gingen aus den Gräbern hervor nach seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen.“ In seiner Studienbibel schreibt Dr. Henry Morris: „Die Heiligen, deren Leiber auferweckt wurden, konnten nur die Männer und Frauen sein, die vor dem ersten Kommen Christi im Glauben starben. Bis Christus sie freisetzte, ruhten ihre Seelen in jener Abteilung des Totenreiches, der ‚Abrahams Schoß‘ genannt wurde (Lukas 16,22). Jedoch „ist [Er] emporgestiegen zur Höhe, hat Gefangene weggeführt“, nachdem „er auch zuvor hinabgestiegen ist zu den Niederungen der Erde‘ (Epheser 4,8-9). Die alttestamentlichen Heiligen konnten ihre Auferstehungsleiber erst erhalten, nachdem Christus auferstanden war, denn Christus ‚ist der Erstling der Entschlafenen geworden‘ (1 Korinther 15,20). Dies ist offensichtlich der einzige, spezifische Hinweis auf die Auferstehung dieser Gläubigen aus der Zeit vor Christus, dennoch erscheint keine andere Interpretation plausibel. Offenbar wurden ihre neuen Körper von den Leuten auf der Erde während der kurzen Periode zwischen Christi Auferstehung und Seiner ersten Himmelfahrt gesehen (Johannes 20,17).“ Stimmen Sie mit dieser Sichtweise überein?

Antwort: Wir schätzen, was Morris sagt. Die Schrift gibt uns die Illustrationen von Henoch und Elia, die körperlich in den Himmel genommen wurden. Sie müssen Leiber erhalten haben, die in der Gegenwart Gottes existieren konnten.

Es ist interessant, dass die Auferstehung Christi und dieser begrenzten Zahl von Heiligen (Matthäus 27,51-53) dem Erstlingsfest zu entsprechen scheint. Wenn ein Bauer sein Feld aberntete, ergriff er nach dem Gesetz ein Bündel Halme, schnitt sie ab und opferte es dem Herrn als Webopfer. Wir wissen, „Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt; er ist der Erstling der Entschlafenen geworden“ (1 Korinther 15,20). „Rede zu den Kindern Israels und sage ihnen: Wenn ihr in das Land kommt… und seine Ernte einbringt, so sollt ihr die Erstlingsgarbe von eurer Ernte zum Priester bringen. Der soll die Garbe weben vor dem HERRN… am Tag nach dem Sabbat soll sie der Priester weben“ (3 Mose 23,10-11).

Ist es nicht interessant, dass dieses Opfer „am Tag nach dem Sabbat“ (Sonntag) dargebracht wurde? Was für eine Parallele zur Auferstehung des Herrn! Menschen haben lange darüber nachgedacht, warum diese Gruppe von Heiligen in Matthäus 27 von den Toten auferweckt und von vielen gesehen wurde, was darauf hindeutet, dass sie irgendwelche Leiber gehabt haben mussten. Was nicht erwähnt wird ist, ob sie weiterlebten um dann wieder zu sterben, oder ob sie mit dem Herrn hochgeholt wurden. Wir wissen, dass diese Erscheinung wegen mehr als ihrer Schockwirkung geschehen sein musste. Wir glauben, Morris gibt eine ausgezeichnete Einsicht.

Manche mögen nie bedacht haben, dass der Bauer in diesem Bündel Getreide mehr als bloß einen Halm hielt. Christus war die „Erstlingsfrucht“, aber jene Heiligen, die zu dieser Zeit auferstanden, gehörten anscheinend zu diesem Bündel, erfüllten wiederum das Vorbild.

Frage: In Lukas lesen wir über das Mädchen, das „schlief“, wie Jesus sagte. Manche sagen, sie war tot. Aber in Lukas 8,55 steht, „und ihr Geist kehrte zurück“, was bedeutete, dass sie tot war. Wenn sie nur schlief, wie Jesus sagte, warum kehrte ihr Geist „zurück“ zu ihr? Doch wir dürfen nicht bezweifeln, wenn Jesus sagte, sie würde „schlafen“.

Antwort: „Schlaf“ in der Schrift wird oft für jene verwendet, die „tot“ sind (Daniel 12,13; 1 Thessalonicher 4,15)

Aus der Perspektive des Menschen war sie tot. Aber für den Herrn des Lebens „schlief“ sie nur, und Er würde sie aufwecken.

Die Jünger „wussten“, dass sie tot war und lachten, als Jesus sagte, sie „schlafe“ (8,53-53). Sie waren auf das beschränkt, was sie sahen. Kein Atem, sie ist tot.

Aus übergeordneter Perspektive sagte der Schöpfer, sie „schlafe“ und Er würde sie aufwecken, sogar vom „Schlaf“ des Todes. Kein anderer konnte dies tun, denn nur Er „ruft [dem], was nicht ist, als wäre es da“ (Römer 4,17). Die Bibel sagt uns nicht, ob ihr Geist ins Paradies ging, aber wo immer er war, der Herr rief ihn in ihren Körper zurück.

Verteidigt den Glauben

Unser monatlicher, spezieller Artikel aus Dave Hunts Buch mit demselben Titel.

Biblische Antworten auf herausfordernde Fragen

Werfen die Rollen von Kumran ein schlechtes Licht auf die Bibel?

Frage: Die Entdeckung der Rollen von Kumran war meinem Verständnis nach ein Schlag für die Bibel. Die ältesten Exemplare einiger alttestamentlichen Texte, die je gefunden wurden, waren in diesem Fund. Sie wichen wohl weit von den späteren, bereits in unserem Besitz befindlichen Exemplaren ab. Wenn den Abschreibern in jenen wenigen Jahrhunderten solche Irrtümer unterlaufen waren, wie weit entfernt muss die heutige Bibel von den ursprünglichen alttestamentlichen Manuskripten sein!

Antwort: Ich weiß nicht, woher Ihre Information stammt, aber sie ist falsch. Die Bibelkritiker erwarteten, man würde beträchtliche Unterschiede finden, aber das war dann nicht der Fall. Nehmen Sie zum Beispiel das Jesaja Manuskript, das nun in seinem eigenen Museum in Jerusalem untergebracht ist. Das früheste Exemplar, das wir zuvor von Jesaja hatten, datierte etwa aus dem Jahr 900 nach Christus. Das in Kumran gefundene stammt von etwa 100 vor Christus. Hier gab es demnach eine Gelegenheit zu sehen, welche Veränderungen durch die versehentlichen Irrtümer der Abschreiber im Verlauf von 1‘000 Jahren eingetreten waren.

Ein Vergleich ergab wenige Rechtschreibvariationen, einige stilistische Änderungen und ein seltenes Wort hier und da, das entweder ausgelassen oder hinzugefügt worden war, aber dies änderte nicht die Bedeutung des Textes. In 1‘000 Jahren des Abschreibens war der Text ohne jede echte oder bedeutende Veränderung bewahrt worden. Die Entdeckung der Jesaja Rollen in der Kumranhöhle hat uns die eindeutigen Beweise geliefert, dass wir heute das Alte Testament so in unseren Händen halten, wie es in den ursprünglichen Dokumenten war.

Ein Auszug aus Verteidigt den Glauben (S. 63-64 – englische Ausgabe), von Dave Hunt

Alarmierende Nachrichten

Verkaufte Kinder gerettet, abgewiesen

LifeNews.com, 12.9.13, „Verkaufte Kinder gerettet, von den Eltern abgewiesen, die die Ein-Kind-Politik Polizei fürchten“ [Auszüge]: Ende August verhaftete die chinesische Polizei sieben Mitglieder eines Kinderhandelsrings in der Jiangsu Provinz. Zur selben Zeit konnten sie 10 Babys retten, die von dieser Gruppe verkauft werden sollte. Überraschenderweise wollten die Eltern diese Babys nicht zurücknehmen.

Diese Kinder wurden aus einer armen Bergregion der Sichuan Provinz verkauft, wo das durchschnittliche jährliche Einkommen unter $400 / Jahr liegt. Menschenhändler bezahlen oft mehr als $4‘000 für ein gesundes Kind, um es an die wohlhabenderen Familien im Osten zu verkaufen, die entweder einen eigenen Sohn haben wollen oder eine Kinderbraut für ihren Sohn. In diesem Fall wurde entdeckt, dass diese 10 Kleinkinder nicht gekidnappt worden waren, wie ursprünglich vermutet, sondern verkauft.

Die Behörden sagen, niemand von den Eltern meldete sich, um seine geretteten Kinder zurückzubekommen. Die Polizei glaubt, es gebe zwei Gründe für diese Zurückhaltung bei den Eltern: (1) die Eltern fürchten, sie müssten den Gewinn aus dem Verkauf ihres Kindes abgeben, und (2) die Eltern machen sich Sorgen, Strafe bezahlen zu müssen, weil sie ein weiteres Kind haben und damit die Ein-Kind-Politik missachten.

(http://www.lifenews.com/2013/09/12/trafficked-children-rescued-rejected-...)

Tatsächlich sind wir alle vom Mars

ReligionNewsService.com, 9.9.13, „Wissenschaftler behaupten ‚“wir sind tatsächlich alle vom Mars‘“ [Auszüge]: Entstand das Leben auf dem Mars? Während einer Grundsatzrede bei der Goldschmidt Geochemistry Konferenz in Florenz, Italien, postulierte Steven Benner, dies sei der Fall. Benner, vom Westheimer Institute for Science and Technology in Gainesville, Florida arbeitet auf dem Fachgebiet der „angewandten, molekularen Evolution“, wo er versucht, die Bedingungen zu rekonstruieren, die zur spontanen Entstehung der Biochemikalien des Lebens aus anorganischen Verbindungen geführt haben mögen. In seiner Rede behauptete er, das Leben begann auf dem Mars und wanderte dann irgendwie die mehr als 30 Millionen Meilen zur Erde.

Benners Präsentationsabstrakt führte die folgenden vier Paradoxe als Herausforderungen für den naturalistischen Ursprung des Lebens, für den er einsteht, auf:

1. Das „Teerparadox“ zeigt, wenn man einfache organische Moleküle mit Energie beaufschlagt – erforderlich, um sie in Moleküle des Lebens zu verwandeln – entsteht daraus immer schwarzen Schlunz, „der besser zum Straßenteeren geeignet ist, als die darwinsche Evolution zu unterstützen“ (Benner, S.A., 2013. Keynote: Planets, Minerals and Life’s Origin. Mineralogical Magazine, 77 (5): 686).

2. Das „Wasserparadox“ veranschaulicht die Tatsache, dass Wasser wesentliche chemische Reaktionen in einer Zelle ermöglicht, auf der anderen Seite aber rohe Biomoleküle zerstört. Tatsächlich lebende Zellen verwenden mehrere Taktiken, um den potentiell schädlichen Einfluss von Wasser auf ihre lebenswichtige Biochemie zu kontrollieren.

3. Das „einzelne Biopolymerparadox“ hebt hervor, dass die hypothetischen Bedingungen, die den Bau einer notwendigen Sorte von Biopolymeren, wie der DNS, erlauben, nicht dieselben sind, wie jene, die man sich zum Bau einer anderen Sorte, wie Protein, vorstellt. Das Problem besteht darin, dass sich alle Biopolymere des Lebens zur selben Zeit am selben Ort bilden müssen, wenn sie sich irgendwie in Richtung einer ersten, funktionierenden Zelle entwickeln sollen.

4. Das „Wahrscheinlichkeitsparadox“ erklärt, dass die RNS Moleküle dazu neigen, gefährliche chemische Reaktionen zu beschleunigen, trotz ihres theoretischen Nutzens, die für das biologische Leben notwendigen Reaktionen zu beschleunigen (Ibid.).

(http://www.icr.org/article/7698/)

in den Niederlanden nehmen Todesfälle durch Euthanasie zu

ReligionToday.com. 30.9.13, „Todesfälle durch Euthanasie in den Niederlanden nehmen um 13 Prozent zu [Auszüge]: Todesfälle durch Euthanasie in den Niederlanden sprangen um 13 Prozent in die Höhe und stellen etwa 3 Prozent aller Todesfälle in dem europäischen Land dar, berichtet die Baptist Press. Offizielle Statistiken vom 23. September zeigen, dass 4‘188 Leute im Jahr 2012 durch Euthanasie starben, eine Steigerung um beinahe 500 im Vergleich zum Vorjahr, wie die Daily Mail berichtet.

Es ist das sechste Jahr in Folge, in dem dieser Anstieg in den Niederlanden, das die Euthanasie 2002 legalisierte, zu verzeichnen ist. Letztes Jahr durchzogen zum ersten Mal mobile Euthanasieeinheiten, bestückt mit Ärzten und Krankenschwestern, das Land, um das Leben von Leuten zu Hause zu beenden…. Holländisches Recht begrenzt angeblich das Recht auf Euthanasie auf jene, die unheilbar krank sind und unerträgliche Schmerzen haben, aber die tatsächliche Praxis scheint viel weitergefasst zu sein. Neugeborene mit Missbildungen und Leute mit chronischer Depression, seelischen Schmerzen und sogar Makuladegeneration wurden euthanisiert, sagte Alex Schadenberg, Geschäftsführer der Euthanasia Prevention Coalition. Makuladegeneration ist eine Krankheit, die typischerweise bei älteren Leute auftritt. Sie verursacht Sehverlust im Zentrum des Auges.

„Die holländische Erfahrung zeigt, die Euthanasie wird Routine“, sagte Elspeth Chowdharay-Best von Antieuthanasie ALERT. „Sie verlockt mehr und mehr Leute zu denken, sie müssten diese Welt vor der Zeit verlassen. In dieser Art von Kultur wird die Euthanasie ein fester Bestandteil und unausweichlich, und alles andere – wie eine gute lindernde Pflege und eine funktionsfähige Hospizbewegung – wird allmählich als eher egoistisch porträtiert.“ Die Niederlande ist eines von drei Ländern, das Euthanasie legalisiert hat. Die anderen sind Belgien und Luxemburg.

(http://www.theguardian.chttp://www.religiontoday.com/blog/euthanasia-dea...)

Indien: Der weibliche Holocaust

Worldmag.com, 10.9.13, „Indien: der weibliche Holocaust“ [Auszüge]: Preema, eine junge Frau aus einem ländlichen Dorf in Südindien ist die 12. Tochter, die ihren Eltern geboren wird. Doch sie hat keine älteren Schwestern. Jedes Mal, wenn Preemas Mutter schwanger wurde und ein Mädchen gebar, töteten sie und ihr Mann das Neugeborene – enttäuscht, dass es kein Junge war.

Nach 12 Geburten war Preema (nicht ihr wirklicher Name) das einzige Mädchen, dem sie erlaubten, zu leben…. Indiens Zensus 2011 zeigte das Ausmaß des Problems: Das Land hat etwa 37 Millionen mehr Männer als Frauen, das Ergebnis dessen, dass Millionen Mädchen als Babys ertränkt, erwürgt oder abgetrieben wurden. „Wir haben es mit einer Geschlechtsauswahl zu tun, die zum Genozid geworden ist“, sagt Sabu George, ein Mitstreiter von Indiens Kampagne gegen Geschlechtsselektion, der bei der Anhörung aussagte. George sagte, allein im vergangenen Jahrzehnt hätten Indiens Eltern 6 Millionen Mädchen vor der Geburt eliminiert: „Dies ist viel größer als die Zahl der Juden, die im Holocaust getötet wurden.“

Obgleich sowohl Mitgift wie Geschlechtsauswahl in Indien formal illegal sind… sehen einige Führer die kulturell tiefsitzende Praxis als geeigneten Weg, Bevölkerungskontrolle zu erzwingen.

Matthew Connelly, ein Geschichtsprofessor an der Columbia Universität sagte, Indiens Epidemie der Geschlechtsauswahl sei von der Bevölkerungskontrollbewegung ermutigt worden, die in den 1960ern von US Organisationen wie Planned Parenthood und Population Council vorangetrieben wurden.

(http://www.worldmag.com/2013/09/the_female_holocaust)

Briefe

Ruth Hunt

18. Mai 1926 – 24. Oktober 2013

Wir müssen Ihnen mitteilen, dass unsere geliebte Schwester Ruth Hunt am Donnerstag, den 24.10.2013 verschied und nun bei ihrem Herrn und Heiland ist. Wir sind glücklich, dass Ruth nicht länger in Schmerzen ist, bitten aber um Gebet für ihre Familie und Freunde, die sie vermissen werden. Sie können ihre eigenen Erinnerungen an Ruth auf unserer Webseite teilen.

Folgende Briefe waren die Antwort auf „Eine spezielle Notiz von Ruth Hunt“, die in der Septemberausgabe 2013 des Berean Call Rundbriefes veröffentlicht wurde.

Liebe Ruth,

Als wir nach Redmond, Oregon zogen, hatten wir das Vergnügen, Sie und Dave zu treffen. Dave kannte ich seit Jahren durch seine Bücher und den Berean Call, und ich hatte ihn sogar bei einer seiner Vortragsveranstaltungen getroffen, aber ich war sehr froh, die Gelegenheit zu haben, Sie beide persönlich kennenzulernen. Ich habe mich außerordentlich über die Gemeinschaft mit Ihnen erfreut.

Von Anfang an, waren sie herzlich und freundlich. Ich wusste, Sie erledigten eine Unzahl von Dingen, anderen im Leib zu helfen, und war erstaunt, dass Sie sich die Zeit nahmen, mich in Ihr Herz und Leben aufzunehmen. Sie sind eine gütige, treue, liebende Frau und ein Beispiel für eine gottesfürchtige Frau, das andere sehen können. Ihre Unterstützung für Dave war auf viele Weise offensichtlich. Ein Beispiel war, wie sie unzählige Male fuhren, um ihn im tiefsten Winter, am späten Abend oder am frühen Morgen am Flughafen abzuholen. Ein weiteres ist die Weise, wie sie in seinen letzten Jahren immer an seiner Seite blieben. Solche Liebe in Aktion! Ruth, ich bewundere Sie und lobe Gott für Sie. Wie freundlich Er war, mich mit Ihnen bekannt sein zu lassen. Die wenigen Jahre, die ich dort lebte, waren einige der besten meines Lebens, und Sie waren ein großer Teil davon.

Danke für Ihre Treue zum Herrn und Seinen Leuten. Ihr Brief im Berean Call segnete mich – besonders das Zeugnis, wie der Herr ihnen das Gebet erfüllte, gesund genug zu bleiben, um für Dave zu sorgen, bis der Herr ihn heimholte. Was für einen guten Gott haben wir. Ich kennen sehr viele Leute, die Sie vermissen werden, und mir geht es auch so. Ich freue mich auf unser Wiedersehen eines Tages! SV (Email)

Liebe Ruth,

Ich danke Ihnen in der Tat von ganzem Herzen für Ihr Zeugnis der Freude und Erwartung, den Herrn Jesus Christus und Ihren geliebten Mann Dave zu sehen. Als ich es las, dachte ich, wie würde ich in derselben Situation reagieren? Ich bräuchte einfach Ihre Worte!

Es ist so ermutigend, Jesus Christus zu folgen und treu wie Sie in den Verheißungen unseres Herrn Jesus zu sein. Vielen Dank an Sie! Der Herr Jesus Christus möge mit Ihnen sein, bis wir uns im Himmel begegnen, sollten wir uns hier in dieser Welt nicht mehr treffen. SL (Schweiz)

Frau Hunt,

Einfach eine sehr rasche Notiz, um Ihnen für Ihren Dienst und Unterstützung für Dave zu danken. Ihr Dienst (ich weiß, in der Öffentlichkeit war es Dave, aber er kam nicht dorthin, wo er war, ohne all Ihre Unterstützung) war viele Jahre lang ein Segen für mich. Ich freue mich, Sie beide eines Tages im Himmel zu treffen und Ihnen persönlich zu danken. Bis dahin bete ich für Sie. LA (Email)

Liebe Schwester Ruth,

Bei den seltenen Gelegenheiten, wo ich bei Dave war, als er persönlicher sprach, war seine tiefe und beständige Liebe für Sie und für seine Familie so ungemein offensichtlich. Ich teile Ihr Gefühl und „freue mich mit großer Freude auf unsere großartige Wiedervereinigung eines baldigen Tages im Himmel!“ Gott segne Sie, Schwester Ruth, und danke für das Zeugnis, das Sie und Dave über die Jahre für so viele von uns gewesen sind. KT (TX)

TBC Notizen

Wie viele von Ihnen wissen, haben wir die Bible Survival Serie gestartet. Sie ist immer noch in Arbeit, aber die Reaktionen ermutigen uns. Wer es nicht weiß, wir wollen die heranwachsende Generation der Gläubigen anziehen und motivieren, sich daran zu gewöhnen, Gottes Wort täglich zu lesen. Das ist eine Botschaft für jeden Gläubigen, egal wie alt, aber es ist besonders für christliche Jugendliche bedeutsam, die wenig biblisches Unterscheidungsvermögen haben, vor allem, da ihre Kirchen den Schwerpunkt auf Unterhaltung statt auf Jüngerschaft legten. Dies ist entscheidend im Hinblick auf den Abfall, der in der Gemeinde exponentiell zunimmt, wie die Schrift vorhersagte.

Bis heute haben wir 10 Videos produziert, und alle dauern 5 Minuten oder weniger. Die Kriterien für die Serie lauten: Jedes Video muss 1) insbesondere eine Zuhörerschaft aus der nächsten Generation anziehen, 2) maximal 5 Minuten lang sein, 3) einen biblischen Inhalt mit Hinweis auf Schriftstellen haben, und am wichtigsten 4) den Zuschauer motivieren, ins geschriebene Wort Gottes zu gehen. Momentan wird die Bible Survival Serie auf YouTube, der TBC Webseite und TBCs Facebook Seite gezeigt.

Wir hoffen, eine YouTube ähnliche Webseite anzulegen, wo alle Videos, welche unsere Kriterien erfüllen, gepostet werden. Deshalb suchen wir jene, die gerne Videos machen und würden sie gerne im Dienst des Herrn gebrauchen, uns zu senden, was sie produziert haben. Wir werden eine Drop Box erstellen und alles, was kommt, überprüfen. Nochmal, jedes Video, das wir zeigen, muss obige Kriterien erfüllen und mit den Standards von TBC übereinstimmen. Je nachdem wie sich das Programm entwickelt, werden wir einen vierteljährlichen Preis für alles, was kommt ausbieten (GoPros, HD Cameras, iMovie Software, usw.).

Bei einer der Gelegenheiten, wo ich Beispiele der Bible Survival Serie zeigte, schlug man respektvoll und sanft vor, die Serie würde erfolgreicher sein, wenn eine jüngere Person einbezogen wäre. Dieser alte Mann nahm dies als Herausforderung, und ich freue mich jetzt schon, so viele junge Leute wie möglich einzubeziehen. Ich kann es kaum erwarten zu sehen, was die heranwachsende Generation für ihre Altersgenossen erstellen kann.

T.A. McMahon Executive Director

TBC Extra

Unser Freund

Frances Ridley Havergal

Ein Auszug aus Morning Stars – Names of Christ for His Little Ones, ein Andachtsbuch für Kinder, geschrieben von Frances Ridley Havergal und nach ihrem Tod 1879 veröffentlicht. Solid Ground Christian Books hat jüngst ein Faksimile der Ausgabe von 1881 veröffentlicht.

Aus dem Vorwort: Ein Mann, der sehr viel dafür tat, dass Leute ihre Bibeln lieben und kennen, erteilte einen herrlichen Ratschlag. Er sagte: „Wenn Sie Ihre Bibel nehmen, sollten sie immer nach etwas suchen!“ Daher habe ich euch eine Suche für jeden Tag gegeben. Ihr werdet sehen, dass ich beinahe jedes Mal, wo ich einen Text zitiere, nur das Kapitel nenne, wo er zu finden ist, und eine kleine Lücke für den Vers lasse. Keiner von euch darf also das eigene Buch als vollständig ansehen, bis er all diese Verse gefunden und sie mit einem feinen Stift oder gespitzten Bleistift eingetragen hat! Wie ihr seht, habe ich es euch überlassen, das Buch zu vollenden, und habe somit jedem von euch „etwas zu tun“ und etwas zu suchen gegeben, was erst der Anfang eurer Suche nach vielem mehr sein möge.

—Frances Ridley Havergal

„Dies ist mein Freund.“ – Hohelied V.___.

Denkt nur daran! Denkt wie der Herr Jesus selbst, den alle Engel Gottes anbeten (Hebräer i.___), der König der Könige, voll Herrlichkeit und Schönheit, uns zu Sich hochschauen und sagen lässt, „Dies ist mein Freund!“ Darfst du wirklich? Ja, wirklich; denn Jesus sagt, „Ich habe euch Freunde genannt.“ (Johannes xv.___.)

Es ist so schön, einen echten Freund zu haben. Empfindest du nicht so, als ob du alles für deinen besonderen Freund tun würdest? Freust du dich nicht darauf, mit ihm zusammen zu sein und ihm alles zu erzählen? Wird es nicht ein herrlicher Tag, wenn dein Freund kommt? Aber „welch einen Freund haben wir in Jesus!“ Ein viel wirklicherer Freund als sonst jemand! Er denkt viel mehr über dich nach als der teuerste Freund, den du je hattest. Er kommt nicht hin und wieder, und lässt dich dann und wann alleine; sondern Er ist ein Freund, der immer mit uns ist, so dass wir jede Minute mit Ihm reden und glücklich sein können. In dieser wunderbaren Freundschaft gibt es nie ein „Lebewohl“! (Hebräer xiii.___.)

Er ist solch ein geduldiger Freund. Wie sehr oft betrüben wir Ihn, und tun oder sagen etwas, obwohl wir wissen, dass Er es nicht mag, und vergessen, dass Er allezeit da ist! (Matthäus xxviii.___.) Und doch ist Er unser Freund und vergibt uns und liebt uns weiterhin.

Er ist so ein gütiger Freund. War Er nicht auch jetzt zu dir gütig? Denk einfach daran, was du tun würdest, wenn Er dir nicht all die kleinen wie auch die großen Barmherzigkeiten um dich herum gegeben hätte! (Jesaja lxiii.___.) Sieh wie Er an alles für dich denkt, so dass sie jeden morgen neu sind. (Klagelieder iii.___.)

Er ist solch ein weiser Freund. Er mach keine Fehler, wenn er dich sendet oder dir zu tun befiehlt; auch wenn du überhaupt nicht siehst, warum er etwas kommen lässt, das du nicht magst, kannst du ziemlich sicher sein, dass Er ganz richtig liegt.

Er muss der Freund mit der größten Liebe sein, weil Er für dich starb. Er sagt, „Größere Liebe hat niemand, als diese, dass jemand sein Leben lässt für seine Freunde.“ (Johannes xv.___.) Das ist, was Er für dich tat. Kannst du es erkennen. Schau auf deinen Retter, der am Kreuz gekreuzigt, mit den spitzen Dornen gekrönt wurde, für dich geblutet und gelitten hat bis zum Tod. Ist es nicht wunderbar, zu sagen, „Dies ist mein Freund“?

TBC Extra

Zufluchtsort der Erwählten: Ein Roman

Dave Hunt

Auszug aus Kapitel Eins

Dave Hunts zweiter Roman spielt während des Höhepunktes des Kalten Krieges und konzentriert sich auf die geheime Welt der globalen Kriegsführung – nicht nur zwischen Ost und West, sondern um die endgültige Kontrolle des Planeten Erde. Die Leser werden von diesem spannenden, auf Geschichte beruhenden Drama gefesselt, das die Gefahren der internationalen Politik mit Bibelprophetie und schaurigen Manifestationen unseres geistlichen Kampfes meisterlich verwebt. Dieser fesselnde Roman bringt die Schattenwelt der Geheimspionage, politischen Intrige und dämonischen Täuschung sehr scharfsinnig in den Fokus – in einer faszinierenden Handlung, die man hinsichtlich der gegenwärtigen Beziehungen zwischen Washington, D.C., Moskau, Europa, Israel und dem Nahen Osten genauso leicht heute hätte schreiben können.

Kapitel 1: Verraten

>Leipzig, Ostdeutschland

>Ende April 1964

Tief in Aris hypnotischem Schlaf klang das brutale Läuten des Telefons fern und gedämpft. Doch es klingelte weiter, mit unerbittlicher Beharrlichkeit, kam näher und wurde lauter. Das dissonante, sich wiederholende Rasseln schien zuerst Teil des seltsam vertrauten Alptraums zu sein. Wie immer wurde er verfolgt. Geisterhafte Gestalten, bewaffnete Männer in dunklen Anzügen – von denen er einen instinktiv erkannte, aber nie identifizieren konnte – sprangen unaufhörlich aus schattenhaften Nischen seines Gehirns in seinen Fluchtweg, bis er zuletzt umzingelt war und keinen Ausweg mehr hatte.

Von irgendwoher fing ein Wecker an zu scheppern. Während er immer weiter klingelte und lauter wurde, vervielfältigten sich die Gespenster zu einer Dämonengleichen Horde mit abscheulichen, drohenden Mienen und mächtigen Waffen, die versuchten, ihn zu ergreifen. Es gab die beunruhigende Gewissheit, dass er das alles schon erlebt hatte – eine Gewissheit, die ihn sowohl verwirrte wie auch terrorisierte. Warum muss er das immer wieder durchleben? Die Antwort auf diese quälende Frage entzog sich ihm immer.

Wie ein panischer Taucher, dessen Lungen barsten, während er sich anstrengte, an die Oberfläche zu kommen, kämpfte sich Ari jetzt in schockierender Zeitlupe seinen Weg in einen erschöpften Halbschlaf. Das Telefon…! Schließlich wurde ihm klar, dass der schrille Lärm aus einer vertrauten Quelle kam. Als er neben seinem Bett nach dem Telefon tastete, warf er es zu Boden, tastete wieder, und fand dann den Hörer. Heute, von allen Nächten, wo er den Schlaf so verzweifelt brauchte!

„Hallo…?“

„Ich muss Fritz sprechen.“

„Fritz…?“

„Ich rufe aus Berlin an und will Fritz sprechen! Es ist dringend!“

„Hier gibt es keinen Fritz. Welche Nummer…?“

Das Telefon klickte abrupt und war still. Ari schmiss den Hörer entrüstet weg und schaltete das Licht an, um auf seine Uhr zu schauen: 22:04. Zwei Stunden Schlaf… bis jetzt. Irgendwie musste er den beinahe kompletten Mangel an Ruhe während der vergangenen achtundvierzig Stunden ausgleichen. Es durfte keine weiteren Unterbrechungen geben. Er wollte den Hörer abnehmen – und erstarrte.

Fritz?“ Der Name löste eine instinktive Reaktion aus, die ihn aus dem Bett trieb. Einen kurzen Moment stand er unsicher. Seine Positur lies die sofortige und Katzengleiche Behutsamkeit des Jägers erkennen – oder des Gejagten. Ari versuchte seine Gedanken zu sammeln und fuhr mit seinen Fingern durch das dicke unbändige Haar, das zerzaust über die breite Fläche seiner Stirn hing. Die Enge seines Schlafanzug hier und da verriet die breiten Schultern, den Brustkasten und die kräftigen Oberschenkel bei einer Größe von 177 cm. Er sah mehr wie ein NFL Läufer aus, als ein deutscher Intellektueller.

Für Fritz… aus Berlin!“ murmelte er laut, seine Erinnerung erschütterte ihn plötzlich. Das konnte nicht sein… aber es musste sein. Kein Wunder, dass die Stimme angespannt klang. Es war nicht die falsche Nummer! Wie lange war es her, dass sie diese Warnung geplant hatten – und hofften, sie nie zu verwenden? Zwei Jahre?

In rascher Folge blitzten die plastischen Bilder vor ihm auf: ein friedlicher, beinahe zu ordentlicher Studentenprotest an der Leipziger Uni, der sich auf die Stadtstraßen ausgebreitet hatte. Triumphierend, dass sie endlich den Mut gefunden hatten, etwas zu tun, riefen die Demonstranten, beinahe fünfhundert und allmählich mehr, laut und einstimmig: „Wahrheit und Aufrichtigkeit – freie Wahlen… Wahrheit und Aufrichtigkeit – freie Wahlen…!“ Wie naiv waren sie gewesen!

Er war zuvorderst, einer der halbes Dutzend entschlossenen Organisatoren, ein achtzehn Jahre alter Idealist, der zum geschworenen Feind des Marxismus geworden war, in dem er erzogen wurde und an den er einst geglaubt hatte. Handverlesen durch das Ostdeutsche Regime, wurde Ari im Alter von zehn Jahren von seiner winzigen Dorfschule weggenommen und jeden Tag mit einem Dutzend anderen, außerordentlich gescheiten Schülern zu einer speziellen Wissenschaftsakademie in der Nähe der Stadt Wittenberg transportiert, wo er die sieben Jahre vor seinem Eintritt in die Universität verbrachte. So hatte er mit eigenen Augen den luxuriösen Lebensstil der Parteiführer gesehen und von dessen Leckerbissen gekostet – dort begann auch seine Ernüchterung.

Durch die große Ehre überwältigt und die vollmundigen Versprechungen geschmeichelt, die ihn so speziell machten, erlag er zuerst dem verführerischen Elitedenken, das das Programm verursachte. Schließlich sah – und verabscheute er jedoch die abscheuliche Günstlingswirtschaft, die die beschämende Korruption hervorbrachte, die er überall auf den oberen Rängen des Ostdeutschen Regimes erfuhr. Es brauchte nicht lange, bis er darauf kam. Solche Korruption war das unausweichliche Ergebnis des totalitären Marxismus.

Auch erkannte Ari bald, dass man sehr abrupt, und das aus den geheimnisvollsten Gründen, aus der wohlwollenden Gunst des Regimes fallen konnte. Das Ostdeutsche Ministerium für Staatssicherheit hatte seine Informanten überall. Die geheimen Tentakel der Stasi reichten sogar in die Klassenzimmer und das eigene Heim, wo die Studenten und Familienmitglieder einander ausspionierten. Das Überleben hing davon ab, nie auch nur das Geringste Abwertende über die Regierung zu sagen – und sie gleichermaßen auch nicht zu hoch zu preisen – sogar Freunden und der Familie gegenüber. Das widerwärtige System zerstörte bewusst das normale Vertrauen und machte enge und vertrauliche Beziehungen unbezahlbar – und selten.

Während die Jahre vorübergingen, war Aris Hass für alles Marxistische zur Leidenschaft geworden. Der Protest in der Leipziger Universität war der Höhepunkt von Frustration und Zorn, der drinnen gekocht hatte, bis er einen Auslass fand. Er wusste, es würde ihn alles kosten. Er hatte jedoch den Bruchpunkt erreicht, wo er diesen Preis bezahlen wollte. Es war sein Moment der Verrücktheit.

Jetzt, in diesem kurzen Moment des Zögerns, als er neben dem Bett stand, sah er wieder alles – den Schrecken, den er zahllose Male wieder erlebt hatte. Plötzlich die Polizei! Hunderte, die frontal anstürmten, trafen die Front des friedlichen Marsches, und griffen wie Geier an, die totes Fleisch auseinanderreißen. Kalte, höhnische Gesichter grinsten anzüglich aus den schweren Plexiglas Vollvisierhelmen. Lange Knüppel schwangen und spalteten Schädel mit einem scharfen, krachenden Klang, dessen Erinnerung ihn immer noch krank machte. Aus dem Augenwinkel sah er es kommen und duckte sich – eine Reflexreaktion aus seinen Trainings- und Wettkampfjahren im Kampfsport. Er schnappte sich den Schlagstock und rammte ihn dem überraschten Offizier in die Bauch Gegend. Zufrieden grummelnd sah er die Augen des Mannes anschwellen und glasig werden, während der aufs Pflaster fiel.

Etwas in ihm zerbrach bei dem schrecklichen Anblick, wie die Polizei unbewaffnete Studenten schlug, und dem plötzlichen, anschwellenden klang der Schreckens- und Angstschreie. Den Schlagstock jetzt in der Hand, wirbelte er herum, um mit zwei Polizisten zu kämpfen, die jetzt auf ihn zuliefen, als plötzlich etwas vollkommen Unerwartetes geschah – etwas, das er nicht erklären konnte. Jemand mit ungewöhnlicher Stärke, den er nicht gesehen hatte, hatte seinen Arm mit eisernem Griff gepackt und trieb ihn unwiderstehlich durch den Schandfleck von blutigen Köpfen, fuchtelnden Armen und fallenden Körpern. Er hatte einen Filmriss und erinnerte sich wieder, wie er alleine eine Seitenstraße runterrannte. Der brennende Geruch von Tränengas und der schreckliche Klang des Chaos hinter ihm ließen nach.

Ein Schreckensregime legte sich die folgenden Tage und Wochen auf die Universität. Sogar Studenten ohne greifbare Verbindung zum Aufstand verschwanden, verschluckt von einem bösen System, das sicherstellen musste, dass eine solche Demonstration nie wieder stattfand. Ari wartete besorgt auf die unvermeidliche Verhaftung. Sie kam nicht. Beschützte ihn jemand mit Einfluss in strategischer Position? Das schien die einzige rationale Erklärung. Aber wer? Und warum? Er entschied schließlich, das Schicksal habe beschlossen, er könne mit seinem Kampf gegen die Korruption weitermachen. Da hatte er sich mit allem Idealismus und Streitlust der Jugend geschworen, er würde nie ruhen, bis das Ostdeutsche marxistische Regime zerstört worden war – oder es ihn zerstört hätte.

Von der Zeit an gab es keine Umkehr. Ihr Land wurde die Deutsche Demokratische Republik genannt, aber das Volk hatte keine Stimme. Eines Tages würde es sie haben! Diese Entschlossenheit trieb ihn leidenschaftlich an – einen Studentenaufstand anzuführen, dem es gelingen würde, das verhasste Regime zu stürzen. Dieses Mal würden sie eine gewissenhafte Grundlage legen und nicht aufbrechen, bevor sie für den Sieg stark genug waren.

Ari war neunzehn Jahre alt und hatte vier vertraute Freunde, die ihm zu Seite standen. Er hatte im Geheimen angefangen, eine Organisation aufzubauen, die sich schließlich über Ostdeutschland erstreckte. Vorsichtig vorgehend hatten sie eine erstaunliche Anzahl von heimlichen Dissidenten gefunden, die ungeduldig waren, ihre schwelende Wut zum Ausdruck zu bringen. Hier war eine eifrige Revolutionsarmee, die nur eine kompetente und inspirierende Führerschaft brauchte, auf dass ihre explosiven Energien in eine zusammenhängende und unwiderstehliche Kraft gegossen werden konnten.

Ari hatte die Organisation sorgfältig strukturiert, so dass niemand außer ihm mehr als einen kleinen Bruchteil des Bildes kannte. Auf jeder Ebene herrschte strenge Kontrolle. Es würde keinen falschen Start, keine Bewegung geben, bis die Gelegenheit da war. Wenn sie das nächste Mal marschierten, würden Hunderttausende auf den Straßen sein. Ihre Unterdrücker würden durch die schiere Zahl überwältigt sein. So hatte er gedacht.

Nach zwei Jahren akribischer Planung war eine staatsweite Studentendemonstration, verbunden mit einem massiven Arbeiterstreik, für die folgende Woche festgelegt worden. Die verstärkte Vorbereitung hatte wenig Zeit für Schlaf gelassen. Ari hatte Tag und Nacht fieberhaft gearbeitet. Und nun dieser niederschmetternde Anruf gerade am Vorabend des Erfolgs! Die kodierte Warnung, auf die sie sich einigten, enthielt mehrere Alarmstufen. Das Codewort Fritz ließ das schlimmste mögliche Szenario erkennen – dass sie infiltriert und verraten worden waren. Keine Fragen. Keine Erklärungen. Untergrund – jeder – sofort.

Aris Gedanken rasten jetzt. Die Stasi ist uns auf den Fersen! Verhaftung – Folter! Raus jetzt! Keine Panik – Denk, Mann, denk!

Ari schaltete das Licht aus und tastete sich seinen Weg zum Fenster. Vorsichtig zog er die verblasste Gardine gerade genug zur Seite, um nach draußen zu schauen. Er durchsuchte die matt beleuchtete Straße sechs Stockwerke unten. Sie war menschenleer. Er musste im Halbdunkel arbeiten. Die gefürchtete Stasi konnte jeden Moment kommen. Sie durften nicht vermuten, er wüsste davon, dass sie hinter ihm her waren. Lass es so aussehen, als ob ich früher weggegangen bin – nicht wie eine Flucht in Panik. So könnte er etwas Zeit gewinnen… verwirren… lass sie die Spur verlieren.

Er öffnete die Vorhänge weit, um das gedämpfte Licht einzulassen, das mehr vom Vollmond als von den Straßen unten kam. In der Halbdunkelheit zog er sich rasch an und sammelte dann mit zittrigen Fingern die belastenden Papiere ein, an denen er gearbeitet hatte und stopfte sie wieder in seine Aktentasche. Es musste ordentlich aussehen… kein Zeichen von Eile. Rasch machte er das Bett. Er erinnerte sich an die Luger auf dem Nachttisch neben dem Telefon und steckte sie in seinen Gürtel. Er würde nicht wie ein Lamm zur Schlachtbank gehen.

Ari schloss die Lehrbücher auf seinem Schreibtisch und stapelte sie säuberlich, und die Schulunterlagen daneben. Ich war ohnehin nicht bereit fürs Examen. Der Gedanke brachte ihn momentan zum Lächeln, dann eine überwältigende Traurigkeit, gefolgt von Wut. Ein weiterer Monat, und ich hätte meinen Abschluss gemacht… mit höchsten Ehren. Es war eine Ironie, die er nicht ignorieren konnte, obgleich er nicht mit seinen Talenten angab.

Die Gründe für seine Bescheidenheit gingen über Vernunft und guten Geschmack hinaus. Er hatte versucht, sich trotz seiner hervorragenden akademischen Leitungen zurückzuhalten. Er gab tiefgehende Loyalität mit der Kommunistischen Partei vor, bekundete aber nur den Ehrgeiz, eines Tages ein unterwürfiger Physiker zu werden, der für die Parteiführer und ihre Politik keine Gefahr darstellte. Nun kannten sie die Wahrheit. Wir waren so nahe! Er konnte nicht hier bleiben, und auf dasselbe Glück hoffen, das er letztes Mal hatte. Wenn sie nicht bereits wussten, dass er die Verschwörung anführte, würden sie bald genug Informationen haben, um darauf zu kommen. Niemand war ihrer Folter gewachsen.

Das Telefon klingelte wieder. Er wandte sich ihm zu, stoppte dann und schüttelte seinen Kopf. Wenn er antwortete und sie hörten seine Verbindung ab, würden sie wissen, dass er hier war. Er konnte nur hoffen, dass sie den kurzen Anruf nicht abgefangen hatten, der ihn aufweckte. Was, wenn es Hans oder Wolfgang oder Karl waren… die sich fragten, ob er gehört hatte, und ihre Flucht besprechen wollten? Nein, sie wussten es besser. Jetzt war jeder sich selbst der Nächste. Ohne jeglichen Kontakt zwischen ihnen mussten sie sich, so gut wie sie konnten, verteilen und verstecken. Aber angenommen, Berlin würde ihm sagen, es hätte einen Fehler gegeben, es sei falscher Alarm gewesen? Er würde ihnen nicht glauben. Nicht jetzt.

Wer jetzt anrief, schien überzeugt, dass er da war. Das überzeugende Klingeln ging weiter. Ari streckte seine Hand aus.

Nein! Er wagte es nicht, den Hörer abzunehmen. Aber was wenn…? Es gab tausend Möglichkeiten. Mehr als Neugierde erfasste ihn. Der Anruf war offensichtlich dringend. Er konnte den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten… für ihn oder jemand anderen. Nein, nichts war offensichtlich.

Mit großer Anstrengung zwang sich Ari, umzukehren. Er ging zurück zu der abgenutzten Aktentasche, die neben dem schmalen Schreibtisch auf dem Boden stand. Mit seiner kostbaren Last, die er überallhin trug, war sie ein Teil von ihm geworden. Nun stopfte er eilig ein extra Hemd rein, ein Paar Socken, Pullover, Unterwäsche zum Wechseln… und eine Schachtel Munition für die Luger. Stille – mit Ausnahme seines pochenden Herzens. Das Telefon hatte aufgehört zu läuten, und er wusste nicht wann.

Er zog die warme Jacke an, stolperte zurück zum Fenster und schaute wieder raus. Zwei Autos kamen links gerade um die Ecke. In starrer Faszination sah er, wie sie sechs Stockwerke unter ihm an den Bordstein heranfuhren. Ein halbes Dutzend Männer eilten in das Gebäude. Die Stasi! Ich bin von den Treppen und dem Aufzug abgeschnitten.

Verzweifelt verbrauchte er wertvolle Sekunden für die letzte Aufgabe. In den kleinen Schrank tastend, reihte er die zwei Paar Schuhe, die er zurückließ, auf und zog den Koffer und Tennisschläger unter den Kleidern in vollere Sicht. Dann hing er eilig die verknitterten Hemden und Hosen auf, die er über den Stuhl geworfen hatte. Lass es aussehen, als ob ich für einen oder zwei Tage gegangen wäre, wie wenn ich jeden Moment zurückkäme… damit sie nicht das Land nach mir absuchen.

Er schien von der Wirklichkeit getrennt zu sein, und beobachtete sich beinahe klinisch aus der Distanz. Er packte die Aktentasche, eine weiche Mütze auf seinem Kopf, war jetzt im Badezimmer und konnte sich nicht erinnern, wie er dahin gekommen war. Durch den surrealistischen Nebel, der ihn zu umhüllen schien, hörte er wieder das Telefon läuten – dann lautes Hämmern an der Eingangstür zum Korridor, und die gefürchtete Aufforderung, „Polizei! Öffnen Sie die Tür!

Schweiß sickerte unter seiner Mütze hervor. Mit übermenschlicher Willensanstrengung machte Ari die Bewegungen, die mehrere Male zu wiederholen er sich zum Glück aufgezwungen hatte, „nur für den Fall“….

Dave Hunt Classics

Eine anschwellende Flut von Judenhass heute

Hunt, Dave

Auszug aus Judgment Day! Israel, Islam, and the Nations

Der Antisemitismus endete nicht mit der Niederlage Nazideutschlands und dem Tod Hitlers. Biblische Prophezeiungen erfüllend ist er nicht nur in muslimischen Ländern, sondern weltweit im Zunehmen und alarmiert jüdische Gemeinschaften vermehrt. Eine kurze Internetsuche bringt eine Menge Beispiele zutage. Es gibt eine alarmierende Zunahme der weitverbreiteten Entweihung jüdischer Friedhöfe. Gewalt gegen Juden und jüdisches Eigentum nimmt zu. In Istanbul, Türkei, verwüsteten Autobomben zwei Synagogen inmitten des Ramadan Fastens (für arabische Stämme vor dem Islam eine Zeit des „Friedens“), und töteten oder verwundeten Dutzende. Mai 2004 griffen Terroristen in Marokko ein jüdisches Gemeindezentrum und Hotel an und hinterließen eine Todesspur. Es gibt zu viele weitere Zwischenfälle, als dass man sie erwähnen könnte.

Bei Umfragen in der ganzen EU stufen die meisten Europäer Israel als „das größte Friedenshindernis“ in der Welt ein, noch vor den Vereinigten Staaten, die den zweiten Platz belegen. Die EU hat Israel wiederholt verurteilt, weil sie Gewalt gegen palästinensische Terroristen aufwandten, die es angriffen, und Tausende unschuldiger Frauen und Kinder töteten oder verstümmelten. Doch nie verurteilen sie die Terroristen. Sie unterstützten die Palästinenser mit einer Rate von fünfhunderttausend Euro pro Monat, wovon viel verwendet wurde, um den Terrorismus gegen Israel zu finanzieren. Anscheinend wird von Israel erwartet, den Terrorismus gewaltlos zu bekämpfen. Vielleicht so, wie wir es in Afghanistan und Irak machen?

Die jüdische Synagoge in Wien, Österreich wurde in der Vergangenheit angegriffen. Wie andere in ganz Europa muss sie durch schwer bewaffnete Polizisten rund um die Uhr bewacht werden. Abraham Foxman, nationaler Direktor der Anti-Defamation League, schrieb neulich: „Ich bin überzeugt, dass wir zur Zeit einer ähnlich großen Bedrohung der Sicherheit der jüdischen Leute gegenüberstehen wie in den 1930ern – wenn nicht sogar einer größeren.“ Gewalttätige Handlungen gegen Juden sind in Frankreich auf ein alarmierendes Niveau gestiegen, das eine jüdische Population von etwa sechshunderttausend hat, umgeben von sechs Millionen Muslims, die in fünfzehnhundert Moscheen anbeten. Deshalb verlässt eine Rekordanzahl von Juden Frankreich in Richtung Israel.

Die wachsende Flut von Antisemitismus in Deutschland brachte mehr als viertausend Christen aus dem ganzen Land dazu, im August 2002 eine Protestdemonstration vor dem Reichstag in Berlin durchzuführen. Eine Umfrage durch die Universität Bielefeld Anfang Dezember 2004 ergab, dass 51 Prozent der Deutschen glauben, Israels heutige Behandlung der Palästinenser sei dem vergleichbar, was die Nazis den Juden während des Zweiten Weltkrieges antaten. Die Umfrage ergab auch, dass 68 Prozent der Deutschen glauben, Israel führe einen „Vernichtungskrieg“ gegen die Palästinenser. Wie konnten sie das genau falschherum verstehen? Der Antisemitismus, in der Bibel vorausgesagt, macht gegenüber der Wahrheit blind.

Sogar in Israel ist der Antisemitismus im Ansteigen begriffen. Nach dem Informationszentrum der Opfer des Antisemitismus in Israel gab es während der letzten drei Jahre etwa fünfhundert solcher Vorfälle in Israel. „Die russisch-sprachigen Zeitungen in Israel drucken eine Geschichte eines antisemitischen Vorfall pro Woche und an jeder Polizeistation im Land ist mindestens ein antisemitischer Fall registriert“, sagt Zalman Gilichinsky, Leiter des Informationszentrums.

Lawrence H. Summers, Präsident der Harvard Universität, verurteilte neulich das, was er als „wachsenden Antisemitismus“ in Harvard und woanders bezeichnete. „Beinahe 600 Professoren, Studenten, Angestellte und Ehemalige von Harvard und dem Massachusetts Institute of Technology unterzeichneten eine Petition, worin sie Harvard und M.I.T. dringend bitten, Investitionen von Israel abzuziehen. Ähnliche Anstrengungen sind an etwa 40 Universitäten unternommen worden.“

Die Presbyterianische Kirche USA (sie hatte 2002 einen „palästinensischen Präsidenten“) führt eine Kampagne an, um Caterpillar, Motorola, ITT Industries, und United Technologies unter Druck zu setzen, keine militärische Ausrüstung und Ersatzteile mehr an Israel zu verkaufen. Sie drohen damit, dass die Kirchen wiederum deren Aktien verkaufen würden. Eine ähnliche Verkaufskampagne zettelten amerikanische Kirchen in den 1980ern erfolgreich an, um Südafrika dazu zu drängen, die Apartheid zu beenden.

Der Grund für den Antisemitismus

Laut Bibel gibt es zwei Gründe für diesen universalen Hass gegen Juden und Israel. Zunächst mal befinden sich die Juden als Gottes auserwähltes Volk wegen ihrer Rebellion gegen Ihn und die Ablehnung ihres Messias unter Seinem Gericht. Zweitens wird der Antisemitismus von Satan inspiriert – ein Wesen, dessen Existenz viele „gebildete“ Leute bestreiten. Der Grund ist offensichtlich. Es wurde vorhergesagt, dass der Retter der Welt, der die Menschheit aus Satans Gewalt befreien würde, ein Jude sein würde. Satans einzige Hoffnung, dem ewigen Verderben zu entrinnen, war deshalb, jene zu zerstören, die Gott erwählte, „ein auserwähltes Volk für mich zu sein, vor allen Völkern, die auf der Erde sind.“ Wäre Satan in der Lage gewesen, die Juden vor der Geburt des Messias zu vernichten, hätte er seine Niederlage abgewendet. Gott hätte sich als Lügner erwiesen, hätte er einen Messias prophezeit, der nie kam….

Die Bibel erklärt, dass der Messias kam und Satan besiegte, indem Er „den Tod für jeden Menschen schmeckte“ und „unsere Sünden selbst an seinem Leib getragen [hat] auf dem Holz“.

Aber diese Tatsache beendete nicht die Schlacht zwischen Gott und seinem Erzfeind um die Herzen und Seelen und die ewige Bestimmung der Menschheit. Diese Schlacht tobt weiter – und Israel befindet sich im Mittelpunkt. Die Bibel enthält Hunderte Prophezeiungen, Gott würde einerseits Israel für seine Sünden schwer bestrafen, doch andererseits würde er einen Überrest bewahren und die zerstreuten Juden zurück in ihr eigenes Land bringen. Diese Prophezeiung steht auch unbestreitbar im Begriff, in unseren Tagen in Erfüllung zu gehen.

Satan könnte seinem ewigen Verderben noch entrinnen, wäre er in der Lage, Israel auszulöschen. Diese Tatsache liefert die einzige rationale Erklärung für die irrationale Besessenheit der Moslems, diese winzige Nation zerstören zu wollen. Sie liefert auch den Beweis, dass Satan wirklich ist und kein Märchen.

Gründung des Staates Israel

Nichts weckte Satans verzweifelte Wut und den Zorn des Islam mehr als die Geburt der Nation Israel. Sie muss ausgelöscht werden. Die Treibkraft dazu sind nicht ein paar „Extremisten“, sondern ist der Islam selbst. Der Islam verspricht den Moslems Sieg über die Juden wie auch über die gesamte Welt. Stattdessen werden sie bei jedem Angriff, den sie in Gang setzen, nur gedemütigt. Obwohl Israel auf der anderen Seite unter Gericht Gottes steht, erfreut es sich auf viele Weisen Seines Schutzes, wie wir bereits gesehen haben: „An jenem Tag will ich die Fürsten Judas… wie eine brennende Fackel in einem Garbenhaufen [machen], und sie werden zur Rechten und zur Linken alle Völker ringsum verzehren.“

Die Kriege von 1948, 1956, 1967 und 1973 haben die Wahrheit der Schrift beredt bezeugt: „Wenn der HERR nicht für uns gewesen wäre – so sage Israel – wenn der HERR nicht für uns gewesen wäre, als die Menschen gegen uns auftraten, so hätten sie uns lebendig verschlungen, als ihr Zorn gegen uns entbrannte…. Gepriesen sei der HERR, der uns ihren Zähnen nicht zur Beute gab…. Unsere Hilfe steht im Namen des HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.“

Die wiederholte Niederlage der Araber durch Israel ist für sie sowohl blamabel wie auch unerträglich. Die Imams schreiben die Schuld der Tatsache zu, dass die Masse der Moslems vom wahren Islam abgewichen ist. Sie erhitzen die Gemüter und wollen so weltweit den fundamentalistischen Islam wiederbeleben, um Allahs Segen wiederzuerlangen und dadurch Israel zu schlagen.

Schon die Autonomie Israels über einen Quadratmeter Land ist eine Beleidigung für den Islam und sagt der Welt, dass der Islam eine falsche Religion, Allah ein falscher Gott, Mohammed ein falscher Prophet und der Koran eine falsche Offenbarung ist. Dies ist die Streitfrage – und all das Gerede vom „Frieden“, ohne diese Lehre des Islam zu erkennen und zu ändern, ist sowohl eine Illusion wie ein Betrug.

Der Ausspruch war richtig, sollten Araber / Moslems heute ihre Waffen niederlegen, würde das das Ende der arabisch-israelischen Kriege sein. Sollte Israel seine Waffen niederlegen, würde das das Ende Israels bedeuten. Das sind die schlichten Tatsachen, die niemand bestreiten kann – und man sollte ernsthaft über sie nachdenken.

Eine weitere erstaunliche Prophetie

Bileam ist eine der rätselhaftesten Gestalten der Bibel. Er stand einmal in Kontakt mit Gott und machte einige echte Prophezeiungen, wie in der Schrift aufgezeichnet, doch er wandte sich später von Gott ab und ist nun in der Hölle. Er sagte zum Beispiel den Stern im Osten voraus, den die Weisen sahen und dem sie folgten, um Christus nach Seiner Geburt zu finden. Eine von Bileams Prophezeiungen in der Bibel, die erfüllt wurde und heute immer noch erfüllt wird, ist äußert ungewöhnlich. Er verkündete, Israel würde nicht „unter die Nationen gerechnet“ werden.

Diese bemerkenswerte Äußerung steht nicht alleine. Gott sprach sie viele Male und auf andere Weise aus. Zum Beispiel, „dich hat der HERR, dein Gott, aus allen Völkern erwählt, die auf Erden sind, damit du ein Volk des Eigentums für ihn seist“; „Ich, der HERR, bin euer Gott, der ich euch von den Völkern abgesondert habe… denn ich, der HERR, bin heilig, der ich euch von den Völkern abgesondert habe, damit ihr mir angehört“. Außer der Heiligkeit, die es manifestieren sollte, ist dies genau die Lage, in der sich Israel heute befindet. Israel ist mehr als 50 Jahre Mitglied der UN. Doch es durfte keine der zehn sich abwechselnden Nationen (zusätzlich zu den fünf mit permanentem Sitz) im UN Sicherheitsrat sein. Von den 191 momentanen UN Mitgliedern dürfen 190 ihren Sitz im Sicherheitsrat einnehmen, darunter die schlimmsten terroristischen Nationen – aber nicht Israel.

Auch darf Israel, wie bereits vermerkt, keinen rotierenden Sitz in der UN Kommission für Menschenrechte (UNHRC) mit ihren 53 Mitgliedern einnehmen. Alle anderen 191 UN Mitglieder dürfen das tun. Dazu gehörten Libyen, Kuba, Zimbabwe, und andere ungeheuerliche Verletzer von Menschenrechten. Der Sudan, wo die Moslems mehr als zwei Millionen Schwarze im Süden abgeschlachtet hatten, wurde unglaublicherweise ein drittes Mal in Folge hineingewählt. Aber Israel, die einzige Demokratie im Nahen Osten, ist ausgeschlossen, wie die Bibel vorhersagte.

Diese „Überwachungs-“ Kommission (UNHRC) hat an der erbärmlichen Lage der Menschenrechte von einigen der schlimmsten Verletzern wie Libyen, Saudi-Arabien oder Syrien nie irgendetwas Fragwürdiges oder der Kritik Würdiges gefunden. Doch Israel wird beständig von der UNHRC verurteilt – mehr als hundert Mal in den vergangenen beiden Jahren. Weit davon entfernt, die Selbstmordattentäter zu brandmarken, lassen sie „palästinensische Rechte“ für jegliche Art von Vergeltungsaktionen gegen die israelische „Aggression“ gelten.

Israel darf auch nicht Mitglied des Internationalen Roten Kreuzes sein. Der Rote Halbmond, der die islamischen Länder repräsentiert, unter denen sich viele terroristische Nationen befinden, ist Teil dieser internationalen, humanitären Organisation. Aber Israel, das 1949 die Genfer Konvention unterzeichnete (viele Mitglieder des Roten Halbmonds machten das nicht), ist vom Internationalen Roten Kreuz ausgeschlossen.

Wie wir vermerkt haben, sind die Juden Gottes erwähltes Volk, ob es der Rest der Welt gern hat oder nicht. Diese Tatsache bringt nicht nur Segen und Privilegien mit sich, sondern auch Verantwortlichkeiten – und Sanktionen für Ungehorsam. Israel hat in der Vergangenheit sowohl Gottes Segen wie Gericht erfahren. Beides bezeugt die Integrität Gottes und Seines Wortes. Israel bleibt heute in Seinen Händen und unter Seinem Schutz, sogar während es zur selben Zeit Seine Zucht erfährt. Gott muss Sein Wort bezüglich des Gerichts erfüllen – wie auch die vorhergesagte volle Wiederherstellung und den ewigen Segen – für den Überrest, der Armageddon überlebt. Wehe denen, die sich Gottes Verheißungen an Israel entgegenstellen….

Mehr Antisemitismus unter Christen

Eine weitere Vorstellung, die unter Christen heute populär wird, ist die falsche Lehre, die Gemeinde habe Israel ersetzt. Diese römisch-katholische Lehre, die eine Form von Antisemitismus ist, wird auch von Evangelikalen unterstützt. Sie besagt, Israel sei wegen seiner Sünden abgeschnitten worden und die Prophezeiungen über seine Wiederherstellung nicht länger gültig. Träfe das zu, wären der „ewige Bund“, der Israel elfmal im Alten Testament verheißen wurde (1 Mose 17,7.13.19; 3 Mose 24,8; 2. Samuel 23,5; 1 Chroniken 16,17; Psalm 105,8-11, usw.), und der ewige Besitz des Landes, zweimal versprochen (1Mose 17,8; 48,4), überhaupt nicht ewig, und Gott hätte gelogen. Nochmal, Satan hätte gewonnen und diese Welt gehörte ihm.

Es gibt eine Vielzahl Verheißungen, Gott werde Israel am Ende voll in seinem Land wiederherstellen. Doch christliche Führer bestreiten diese Versprechungen, in dem sie sagen, Israel sei erledigt: „…physische Juden… sind in Knechtschaft und werden keine Erben von Gottes Verheißungen sein, weil sie nicht die Kinder der Verheißung sind [Hervorhebung des Verfassers].“ Ein anderer Autor schreibt, „Die Vorstellung, die nationale Gesellschaft Israel, sei immer noch Gottes erwähltes Volk, schwebt in den Köpfen vieler heute herum. Aber… das Wort Gottes zeigt… Israel brach den alten Bund und hat dadurch jedes Recht daran verwirkt.“ Sollte diese Behauptung wahr sein, würde sie Gott zum Lügner machen. Wir werden uns im Kapitel 11 mehr mit ihr beschäftigen und ihre Unrichtigkeit beweisen.

World Vision ist die größte und eine der ältesten unabhängigen „evangelikalen“ mildtätigen Organisationen in der Welt. Ihre jährlichen Einnahmen übersteigen $1,2 Milliarden. Sie behaupten, ihre Ressourcen für „Katastrophenhilfe, Bildung, Gesundheitsfürsorge, wirtschaftliche Entwicklung und Förderung der Gerechtigkeit“ auszugeben. Von den Millionen Dollars, die sie für den Nahen Osten bereitstellt, geht nichts an die Israelis – alles geht an die „Palästinenser“. Alle Kriege, die die Araber seit 1948 bis heute gestartet haben und all der islamische Terrorismus werden Israel zur Last gelegt. World Vision nennt Sicherheitsmaßnahmen, die Israel ergreift, um seine Bürger vor den muslimischen Angriffen zu schützen, „kollektive Bestrafung“ der Palästinenser. Terroristen sind die „Opfer“, nicht jene, die sie kaltblütig ermorden.

Die antiisraelischen und propalästinensischen Vorurteile, die christliche Organisationen an den Tag legen, sind nicht nur in ihrer Bosheit niederschmetternd, sondern auch in den Fehlinformationen, die zu glauben sie die Anhänger zu überreden suchen. Christian Aid Mission unterstützt einige der schlimmsten antiisraelischen Propaganda: im Holocaust seien 600.000, nicht 6 Millionen umgekommen; nicht die Araber sind Terroristen, sondern die Juden; „aschkenasische Zionisten“ sind keine Juden, sondern Khazaren, die „durch terroristische Handlungen mehr als 2 Millionen der ursprünglichen Einwohner Palästinas getötet, hinausgejagt oder vertrieben haben.“ Die Tatsache, dass solche Behauptungen falsch sind, wird hierin voll nachgewiesen werden.

Warum erwählte Gott Israel? Er musste ein Volk erwählen, durch das der Messias als Mensch in die Welt kommen sollte, um die Strafe für unsere Sünden zu bezahlen. Abraham fand, wie Noah, „Gnade“ in Gottes Augen. Er wird „Freund Gottes“ genannt. Abraham wurde ein Land als „ewigen Besitz“ für seine Erben verhießen. Der gegenwärtige Konflikt im Nahen Osten ist ein Streit darüber, wer jene Erben heute sind. Wir werden uns diesem Punkt als nächstes zuwenden….

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Übersetzt von W. Hemmerling. Bibelzitate wurden aus der Schlachter Bibel 2000 entnommen.

Kontakt: wolfgang.hemmerling@freenet.de