THE BEREAN CALL

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Februar 2014

Die Konferenz Fremdes Feuer

Wie der Kalvinismus geistlich unterscheidet

T.A. McMahon

Im Oktober 2013 richteten John MacArthur und die Grace Community Church eine Konferenz aus, um die Hauptirrtümer in den Lehren und Praktiken von charismatischen und Pfingstbewegungen zu thematisieren, wie sie nach seiner Ansicht sowie der der anderen Redner bestehen. Im Konferenzprospekt stand: „Fremdes Feuer, ein Teil der Grace to You’s Truth Matters Konferenzreihe, bewertet die Lehren, Behauptungen und Praktiken der modernen charismatischen Bewegung und bejaht die echte Person sowie den Dienst des Heiligen Geistes.“ Siebzehn Vorträge wurden gehalten sowie zwei F&A Sitzungen durchgeführt. Neben MacArthur waren R. C. Sproul, Steve Lawson, Conrad Mbewe, Tom Pennington, Phil Johnson, Nathan Busenitz, Justin Peters, Todd Friel, und Joni Eareckson Tada als Sprecher zugegen.

Bevor ich all die 19 Vorträge anhörte und die Abschriften jeder Rede sorgfältig überprüfte, hoffte ich, die Konferenz würde einen Beitrag zu den Stimmen der Unterscheidung leisten, die die falschen Lehrer aus den Wort des Glaubens, Heilung und Wohlstand sowie Zeichen und Wunder Bewegungen thematisiert haben. Weltweit sind sie ein riesiges Problem und wachsen weiter. Nichts was die Redner sagten, war mir oder dem Berean Call neu, aber es war gut, dass diese Streitfragen vor einer Zuhörerschaft thematisiert wurden, die sich nicht notwendigerweise der zumeist von Trinity Broadcasting Network (TBN) und Charisma geprägten Eigenart der Beteiligten bewusst war.

Vor beinahe drei Jahrzehnten hatte ich das Privileg, Dave Hunt beim Schreiben von Verführung der Christenheit zu helfen. Dies war ein Buch, in dem wir die Wort des Glaubens Bewegung, das Wohlstandsevangelium sowie die Zeichen und Wunder Lehren sehr heftig kritisierten. Zu der Zeit liefen im sogenannten christlichen Fernsehen zumeist solche Sachen. Die Verführung wurde 1985 publiziert. Daves Nachbereitung Beyond Seduction erklärte die biblischen Irrtümer der falschen Lehrer noch weiter. Ähnliche Bücher anderer Autoren folgten: A Different Gospel, 1988 von D.R. McConnell; The Agony of Deceit, 1990, Michael Horton (Herausgeber); Charisma vs. Charismania, 1992, von Chuck Smith; Charismatic Chaos, 1992 von John MacArthur; Christianity in Crisis, 1993 von Hank Hanegraaf.

Die Verführung motivierte auch viele der apologetischen Dienste, die sich auf die Kulte konzentrierten, die kultischen Ansichten und Praktiken zu behandeln, die eine wachsende Zahl von charismatischen, pfingstlerischen und evangelikalen Gemeinden beeinflusste. TBC hat durch seinen Rundbrief und die Webseite auch weiterhin solche Streitfragen angesprochen. Das Internet hat auch den Zugang zu apologetischen Gruppen und Individuen, Blogs und via Facebook und Twitter ermöglicht, da viele den Glauben verteidigen. Trotz all derer, die „für den Glauben kämpfen“, schwillt die Zahl der falschen Lehrer, Lehren und Praktiken zusammen mit ihren Anhängern leider stark an.

Als ich anfing, mir die Strange Fire Conference (SFC) Vorträge anzuhören, kam es mir seltsam vor, dass es keine Hinweise auf einige der lang etablierten Unterscheidungsdienste gab, wie Personal Freedom Outreach, Herescope, Christian Witness Ministries, Midwest Christian Outreach, Watchman Fellowship, und viele andere, die das Konferenzthema seit Jahren behandelt haben und zweifellos einen großen Anteil der Recherchen zu dem Inhalt beigesteuert haben, der dort vorgestellt wurde. An dieser Stelle wurde mir etwas sehr Beunruhigendes deutlich. Der vorrangige Tenor der Konferenzthematik war Cessationismus (der Glaube, dass einige der Gaben des Heiligen Geistes für die Gemeinde nach dem Tod der Apostel aufgehört haben) und wurde von Kalvinisten für Kalvinisten vorgestellt. Dies war die Vorgehensweise im gesamten Programm. Reformtheologie und Kalvinismus wurden als das Sieb aufgestellt, durch das die Lehren bewertet wurden.

Unter der Schlagzeile Sola Scriptura („alleine die Bibel“) behaupteten die Sprecher, das Gegenmittel zu haben, um das exponentielle Wachstum falscher, geistlicher Lehren zu bändigen: „Das Wort der Wahrheit richtig teilen“, Gottes Wort. Da spricht nichts dagegen. Das Gute, das aus der Konferenz herauskam, fand in der Tat statt, wenn die Bibel zu Zeiten „richtig geteilt“ wurde. Zu oft jedoch wichen die Redner von der Schrift ab, um die Lehren und Praktiken von Menschen zu unterstützen. Das war nicht gut. Viele von ihnen wandten sich zu theologischen Systemen wie dem Kalvinismus und der Reformtheologie. Sie stützten sich auf fehlbare kalvinistische Ikonen als Wächter der Wahrheit und waren gegen jene außerhalb des reformierten Lagers offenkundig voreingenommen. Der am meisten schädigende Aspekt war die Verwirrung, die durch die Unterstützung des kalvinistischen Cessationismus verursacht wurde. Das ist meiner Ansicht nach ein doppelter Irrtum, wenn der Kalvinismus „den Cessationismus beweist“.

Angesichts des angegeben Konferenzziels, einer Startplattform für MacArthurs neuestes Buch Strange Fire: The Danger of Offending the Holy Spirit with Counterfeit Worship, stimmen wir zu, dass Millionen von Namenschristen und sogar wahren Christen von falschen Lehrern und spirituellen Hochstaplern hereingelegt wurden, die jene als Opfer aussuchen, die nicht wissen, was das Wort Gottes lehrt.

Schon ein flüchtiger Blick auf die Aktivitäten im Umfeld der spirituellen Scharlatane in der Bewegung sollte genug enthüllen, jeden mit gesundem Menschenverstand abzuschrecken. Es mangelte den Konferenzrednern nicht an unerhörten Beispielen, was im Namen des Heiligen Geistes passiert – Dinge, die für Nichtchristen lächerlich und für wahre Gläubige schmerzlich blasphemisch sind. Über die Jahrzehnte haben viele die falschen Lehren und die betrügerischen Lieferanten dessen angesprochen, was als geistliche Verführung in einer Zirkusatmosphäre charakterisiert werden könnte, aber im Vergleich zu denen, die hineingerutscht sind, wurden sehr wenige vor der Täuschung gerettet. Der Hauptgrund, wie einige bei der Konferenz richtig sagten, ist die Vorliebe in der Christenheit für subjektive und empirische Spiritualität und nicht für sorgfältiges Studium des und Gehorsam für das objektive Wort Gottes, was Sola Scriptura in der tatsächlichen Praxis ist.

Warum werden Christen so leicht in falsche Lehre hineingezogen? Sie werden vielleicht von den zeitlichen Dingen der Welt statt von den ewigen angezogen; der Wunsch, bei den Schriften geistig bevormundet zu werden statt die Bibel selbst diszipliniert zu lesen und gewiss die verführerische Macht des Feindes, die Christen von Gottes Wort wegzuziehen, kommen ins Spiel. Kurz gesagt ist es eine Kombination von „der Welt, dem Fleisch und dem Teufel“ (1 Johannes 2,15-17; Galater 5,17; 1 Petrus 5,8-9) in diesen Tagen wachsenden Abfalls. Hätte die Konferenz diese Streitfragen strikt von der Bibel her behandelt, hätte es viel gegeben, dem wir hätten zustimmen können, aber das war bei weitem nicht der Fall.

Zuerst spiegelten die Redner eine „wir und sie“ Mentalität wider. „Wir“ waren alle jene im kalvinistischen / reformierten Cessationisten Lager. „Sie“ setzten sich aus jedem zusammen, der die kalvinistische / reformierte Cessationismus Lehre ablehnt (mit Ausnahme der charismatischen Kalvinisten, die zumindest zu den Auserwählten gehören). Andere wurden beinahe immer ausgegrenzt, indem sie ohne Unterschied mit den offensichtlich falschen Führern der Zeichen und Wunder Bewegung in einen Topf geworfen wurden.

Durch direkte Lehre und / oder Folgerung hielten alle Sprecher an der Sichtweise fest, kalvinistischer Cessationismus sei die Lehre der Bibel und deshalb die Silberkugel, um den falschen Lehren und Praktiken der Pfingst- und charismatischen Bewegungen ein Ende zu machen. John MacArthur verkündete, „… lest die Reformatoren und die Puritaner, und folgt dem Fluss der Wahrheit durch die Geschichte…. Sie werden nicht zu einer Vereinigung von reformierten Gemeinden gehen, jene, welche die Lehren der Reformation glauben, die uns zu den Lehren des Neuen Testamentes zurückbringen, und dabei falsche Wunder finden….“ (Alle Zitate sind zu finden bei: www.gty.org/resources/sermon-series/325)

Steve Lawson sagte: „Wer von uns in seiner Theologie reformiert ist, ist für die Wiederbelebung der Reformtheologie enorm dankbar, die durch den Leib Christi in diesen letzten Jahren dahingesaust ist…. Tatsächlich hat Dr. MacArthur gesagt, ‚“Wenn sie jetzt nicht reformiert sind, sind sie im Grunde irrelevant.‘“ Lawson verstärkte diese Aussage ergänzend „Wenn sie nicht reformiert sind, liegen sie falsch.“

Der afrikanische Pastor Conrad Mbewe sieht die Reformtheologie als die Hoffnung für seinen Kontinent an, der durch die biblisch verdrehten Zeichen und Wunder und Wohlstandslehren verheert wurde: „Ich sage es gerne, es gibt auf dem Kontinent eine wachsende Reformationsbewegung. Aber es ist immer noch bloß ein Rinnsal und wir müssen beten und alles tun, was wir können, um das Christentum [durch den Kalvinismus] zurück zur Bibel zu bringen.“ Zur Bibel ja, zum Kalvinismus nein.

Ein langer Katalog kalvinistischer Ikonen wurde der Zuhörerschaft vorgeführt, um die Vorstellung zu stärken, die Reformtheologie sei nicht nur grundlegend biblisch, sondern auch eindeutig cessationistisch. Keiner der Redner erwähnte einige der altbekannten Glaubensmänner, die eindeutig keine Cessationisten waren, wie John Wesley, D.L. Moody, H.A. Ironside, A.J. Gorden, George Müller, Andrew Murray und A.W. Tozer, um nur wenige zu nennen.

Dennoch sagte MacArthur, nachdem er Johannes Kalvins cessationistische Position vorgestellt hatte: „Dies ist eine Zeit für die Leute, die nun auf jedem Gebiet ihrer Theologie auf den Schultern der Reformatoren stehen, der Reformationstheologie in ihrer vollen, reichen Intention treu zu sein. Wenn wir nun behaupten, den Reformatoren treu zu sein, dann müssen wir auch genauso mutig wie sie sein. Nennen sie sich nicht charismatischer Kalvinist. Johannes Kalvin würde dies ablehnen. Johannes Kalvin lehnte dies ab. Sie müssen die kalvinistische Bezeichnung fallenlassen.

Kalvin schrieb seine Institutes of the Christian Religion im Alter von 26 Jahren, nur zwei Jahre nachdem er die Katholische Kirche verlassen hatte. Das sollte uns zu denken geben, hindert aber die Kalvinisten anscheinend nicht daran, ihn für seine Kenntnisse und Einsicht in die Bibel überwältigend zu loben. Lawson zitiert Philip Schaff: „Kalvin war ein exegetisches Genie erster Ordnung. Seine Kommentare sind bezüglich Originalität, Tiefe, Deutlichkeit, Solidität und bleibenden Wert einzigartig. Kalvin war der König der Kommentatoren.“

Der frühere Präsident der Westminster Theologischen Hochschule, John Murray, wird auch hinsichtlich Kalvins Befähigung zitiert: „Kalvin war der Exeget… der Reformation und in den ersten Rängen der biblischen Exegeten aller Zeit.“ Lawson erklärt, „Ich glaube, Kalvin überragt die Kirchengeschichte als der bedeutendste Theologe, der der Kirche geschenkt war, ihr mächtigster Einfluss, und wir würden gut tun, von unserem älteren Bruder zu hören.“

Natürlich beziehen sie sich auf Johannes Kalvin, alias „der protestantische Papst von Genf“. Genf war zu seiner Zeit eine Stadt mit etwa 20.000 Einwohner, in der Kalvin die qualvolle Verfolgung Hunderter anzettelte, einschließlich von mehr als 50 Exekutionen seiner Einwohner. Und viele von Ihnen wurden ertränkt, weil sie einfach mit seiner „biblischen“ Lehre der Kindertaufe nicht einverstanden waren (Siehe Dave Hunt, Eine Frage der Liebe). Kalvin, „der bedeutendste Theologe [der Kirche]“ und führender „Exeget“, interpretierte Lukas 14,23 als Unterstützung für seine grausame und oft tödliche Weise des „Nötigens“ (siehe F&A in dieser Ausgabe).

Die SFC Redner schätzten auch Augustinus (den Doktor der Hauptdogmen des römischen Katholizismus), Johannes Chrysostomos (der das Beten für die Toten lehrte), Martin Luther (der die Kindertaufe und Taufwiedergeburt lehrte, und ein bösartiges, antisemitisches Traktat schrieb), Jonathan Edwards (der lehrte, Gott sei der Urheber von Sünde und Bösem), B.B Warfield (der theistische Evolution lehrte und Darwin ehrte als „…jemanden, vor dem wir voll echter und bewundernder Verehrung gern den Hut ziehen“), wie auch die zeitgenössischen Reformtheologen J.I. Packer (ein Unterzeichner von „Evangelikale und Katholiken gemeinsam“) und R.C. Sproul (der partiellen Präterismus lehrt).

Offensichtlich sind diese Reformationsmodelle und ihre Helden keine Superhelden des Glaubens, außer bei den SFC Rednern und der Zuhörerschaft. Sie bekamen manches gut hin, aber sie hatten auch einige sehr bedeutende, lehrmäßige Probleme. Mein Punkt ist, egal welche Position man bei einer lehrmäßigen Streitfrage einnimmt, dass sola scriptura – nicht die Ansicht fehlbarer Menschen (1 Korinther 1,12-13), egal welche Partei sie ergreifen – die lehrmäßige Wahrheit bestimmt.

Obgleich die Beiträge des Kalvinismus und der Reformationstheologie zum Christentum während der gesamten SFC als Bastionen biblischer Wahrheit deklariert wurden, verglichen mit den Missbräuchen, denen nichtkalvinistische Nichtcessationisten Vorschub geleistet haben, erwähnte keiner der Sprecher, dass wir den Reformatoren und ihren Inspiratoren und Nachfolgern viele irrige Glaubensansichten zuschreiben können. Dazu gehören Amillennialismus, Postmillennialismus, theistische Evolution, Ersatztheologie (die zu Antisemitismus führt), Kleinkindtaufe, Präterismus, christlicher Rekonstruktionismus, Theonomie und Lordship Salvation, die alle unbiblisch sind. Dennoch trägt Lawson vor. „Wenn wir eine neue Reformation in diesen Tagen sehen wollen, wenn wir das Wiederaufleben reformierter Wahrheit sehen wollen, deren Ausbreitung nun in diesen letzten Jahrzehnten begonnen hat… müssen wir ausschließlich dem geschriebenen Wort Gottes verpflichtet sein“. Zum ersteren, nein; zum letzteren, absolut.

Man muss die SFC im Sinne ihrer Werbung für den kalvinistischen Cessationismus als Gegenmittel verstehen, das all die Unkenntnis und Missbräuche der Gaben des Heiligen Geistes heilen wird. Das ist im besten Fall ein „biblisches“ Placebo, das die heutige Pest der falschen Lehren und Praktiken von Wort des Glaubens, Heilung, Wohlstand und Zeichen und Wunder kaum stoppen wird. Trotz all ihrer beständigen Behauptungen von Sola Scriptura verwirft die Reformtheologie diese Sola in Lehre und Praxis. Ihre Befürworter haben in Vergangenheit und Gegenwart manches gut und anderes entsetzlich falsch hinbekommen. Sola Scriptura ist in der Tat die Autorität für jeden wahren Gläubigen, aber es muss der ganze Ratschluss Gottes sein.

Tom Pennington war der Hauptredner zum Cessationismus. Am Anfang vermerkte er, die Nichtcessationisten würden aufzeigen, das Neue Testament erkläre nirgendwo direkt, die übernatürlichen Gaben würden während der Gemeindezeit aufhören. Seine Antwort war, das Neue Testament besage auch nicht direkt, sie würden weiter bestehen. Er fuhr mit sieben Argumenten fort, warum die übernatürlichen Gaben am Ende der apostolischen Ära verschwanden. Wir schätzen seine Gewissenhaftigkeit beim Schriftstudium, um zur Position zu kommen, die er einnimmt. Das sollen wir alle tun. Auch wir haben dies getan, aber unser Schriftverständnis ist, dass die Gaben des Geistes (und von Christus – Epheser 4,7-12) mit dem Tod der Apostel nicht aufhörten. Der Apostel Paulus schrieb einiges in seinen Briefen an die Korinther, wobei er das Thema der Gaben behandelte (die für die Erbauung und den Aufbau der Gemeinde gegeben sind). Was wäre der Punkt seiner eher ausführlichen Lehre, wenn die Gaben und die Erbauung, die sie davon erhielten, bald aufhören würden.

Offensichtlich können Cessationismus und Nichtcessationismus nicht gleichzeitig richtig sein. Anders als das Evangelium und andere Grundlagen des Glaubens, die objektiv klar sind, sind die Geistesgaben nicht wesentlich für die Erlösung und schwieriger zu unterscheiden. Schlussfolgerungen darüber werden in einem mehr subjektiven Prozess entwickelt. Obgleich das, was wir über die Gaben glauben, nicht wesentlich ist, bedeutet das nicht, dass unser Glaube unwichtig ist. Diese Gaben sind gegeben für die Erbauung, Stärkung und Befähigung des Leibes Christi – Seiner Gemeinde. Eine falsche Ansicht über die Geistesgaben wird die Erbauung und Fruchtbarkeit der Gemeinde behindern. Die Schrift sagt uns, „Der Gerechte wird aus Glauben leben“ (Habakkuk 2,4; Römer 1,17; Galater 3,11; Hebräer 10,38). Einflussreiche Schreiber mit entgegengesetzten Ansichten mögen ihre Argumente vorstellen und andere überzeugen, aber am Ende sind wir alle persönlich verantwortlich, das Wort der Wahrheit recht zu teilen (2 Timotheus 2,15), wenn wir entscheiden, was wir glauben und warum wir es glauben. Das muss sowohl unsere Darlegung wie auch unsere Praxis von Sola Scriptura sein.

Weitere Kritik über die Strange Fire Conference findet sich in unserer F&A Sektion. TBC

Zitate

Es ist nicht wahr, dass in der Schrift über die Manifestationen von Zeichengaben eine eindeutige Grenze gezogen wird und dass solche Gaben seit den Tagen der Apostel nie aufgetaucht sind.

—H. A. Ironside, Wrongly Dividing the Word of Truth

F & A

Frage: Sie scheinen eine schlechte Einstellung über den Kalvinismus zu haben, doch ich bemerkte, dass Sie auch mit Kalvinisten zusammen dienen und Materialien anbieten, die von Kalvinisten geschrieben sind. Es scheint mir, Sie sind scheinheilig oder zumindest inkonsequent. Spiegelt das die Tatsache wider, dass McMahon jetzt den Dienst leitet, oder folgt er darin einfach Dave Hunt.

Antwort: Jeder, der Dave Hunts von TBC publizierten Klassiker Eine Frage der Liebe gelesen hat, wird eine sehr gute Vorstellung über die Grundhaltung des Dienstes über die Lehren des Kalvinismus haben. Wir gründen unsere Haltung auf die Bibel und bieten deshalb keine Materialien an, die für den Kalvinismus werben. Auf der anderen Seite bieten wir Materialien an, die von einigen produziert wurden, die an gewissen Aspekten des Kalvinismus festhalten und die vielleicht nicht gerne Kalvinisten genannt werden möchten, obgleich sie persönlich solche Ansichten vertreten. Aufgrund ihrer spezifischen Dienste sind sie einbezogen. Wir halten sie für aufbauend und wertvoll für den Leib Christi. Der Inhalt von diesen Diensten hat nichts mit dem Kalvinismus zu tun. All dies ist mit der Position Daves im Einklang, der auf Konferenzen mit Kalvinisten zusammen auftrat und einige von ihnen persönlich unterstützte, obgleich er bedeutende Meinungsverschiedenheiten mit den Ansichten des Kalvinismus hatte. Er betrachtete viele von ihnen als Brüder und Schwestern in Christus wie auch als gute Freunde.

Frage: Mir wurde von einem Kalvinisten gesagt, wenn ich kein Kalvinist bin, dann bin ich ein Arminianer. Muss ich als Christ entweder der eine oder der andere sein?

Antwort: Wie ich in einem früheren Rundbrief erwähnte, habe ich mit Etiketten ein großes Problem. Öfter als nötig charakterisieren sie eine Person gemäß einer vom Fragesteller aufgezwungenen Definition. Sie sind auch sehr subjektiv, weil die Person, die einer anderen das Etikett aufzwingt, selten weiß, was die gekennzeichnete Person tatsächlich glaubt. In Ihrer Lage ist es nicht klärend, sondern schrecklich irreführend. Die Gegensätzlichkeit hat üblicherweise mit Errettung zu tun und ob ein Gläubiger ewig sicher ist oder nicht. Kalvinisten behaupten, an ewige Sicherheit zu glauben; „Arminianer“ sollen angeblich glauben, ein Christ könne seine Rettung verlieren. Beide Aussagen haben ihre Probleme.

Zuerst ist „Ausharren der Gläubigen“ (Das P in T.U.L.I.P.) kaum eine Gewissheit ewiger Rettung wie Kalvinisten behaupten.

Zweitens glaubte Jakob Arminius selbst an ewige Sicherheit. (siehe Dave Hunt, What Love Is This? S. 91, Fußnote 17, aus The Works of James Arminius, Vol. 1 and 2)

Wenn jemand mir ein Etikett verpassen möchte, ist das einzige, dem ich zustimmen würde, „biblischer Christ“. Zumindest bei diesem Etikett gibt es eine objektive Grundlage, um die biblische Grundlage für meinen Glauben festzulegen, anstatt sich in den Lehren und Definitionen zu verfangen, die Menschen sich ausdenken.

Um zu zeigen, wie lächerlich komplex menschliche Etiketten werden können, betrachten wir jemanden, den ich als Kalvinist bezeichnen kann. Würde dieses Etikett wirklich seinen tatsächlichen Glauben ausmachen? Schwer zu sagen. Ist er Hyperkalvinist? Ist er ein 27 Punkte Kalvinist? Ein 5- oder 4-, ein 3-, 2- oder ein 1 Punkte Kalvinist? Glaubt er an begrenzte Versöhnung oder teilweise Tilgung? Ist er supralapsarisch (auch als antilapsarisch bezeichnet) oder infralapsarisch (auch als sublapsarisch bezeichnet)? Ist er amillennialer, postmillennialer oder premillennialer Kalvinist? Ist er ein christlicher Rekonstruktionist oder theonomistischer Kalvinist? Ist er Neo-Kalvinist oder Neokalvinist (Kuyperianischer Kalvinist)? Ist er ein Präterist oder partiell präteristischer Kalvinist? Ist er ein kalvinistischer Cessationist oder glaubt er als Kalvinist an das Fortbestehen der Gaben? Ist er ein providentialistischer Kalvinist? Das sind nur ein paar der Kategorien, denen manche Kalvinisten zustimmen.

Frage: Bei John MacArthurs Strange Fire Conference machten die Redner großen Wind darum, welch erstklassige Ausleger der Schriften Johannes Kalvin und andere, die seinen Lehren folgten, waren. Wie passt das zu der Tatsache, dass viele der Reformatoren an einigen römisch-katholischen Ansichten und Praktiken festhielten?

Antwort: Es passt nicht. Jeder Gläubige hat sein Verständnis der Bibel zu verantworten. Kein Menschensystem, ob kalvinistisch oder sonst gibt jemandem spezielle Einsichten. Es kommt auf Exegese oder Eisegese an. Erstere befasst sich mit objektivem Erkennen aus dem Text, was Gott kommuniziert. Letztere geschieht, wenn jemand dem Schrifttext seine Vorstellungen subjektiv aufzwingt, ohne Kontext oder andere hermeneutische Regeln zu beachten.

Ich notierte in dem aktuellen Artikel, dass Menschen wie Augustinus und Kalvin den Vers Lukas 14,23 verwendeten, um Ihren Gebrauch von Zwang, Bestrafung und sogar Tod beim Umgang mit denen zu rechtfertigen, die sie als Häretiker ansahen. Augustinus argumentierte: „Warum sollte also die Kirche keine Gewalt gebrauchen, um ihre verlorenen Söhne zur Umkehr zu zwingen?... Der Herr selbst sagte, ‚Geh hinaus an die Landstraßen und Zäune und nötige sie hereinzukommen‘ Wozu dient die Macht, die die Kirche… durch den religiösen Charakter und Glauben von Königen erhalten hat… das Instrument, durch das jene, die an den Landstraßen und Zäunen sind – das heißt in Häresie und Spaltungen – genötigt werden, hineinzukommen, und sie sollen den Zwang nicht beanstanden.“ (E. H. Broadbent, The Pilgrim Church [Port Colborne, ON: Gospel Folio Press, reprint 1999], 49.)

Das ist ein klarer Fall von Eisegese, bei dem Augustinus der Schrift seine Sicht aufzwingt, und dabei den Kontext vollkommen missachtet. John MacArthur macht bei seiner Interpretation vom „Scherflein der Witwe“ in Lukas 21 dasselbe: „Ich weiß nicht, was euch über diese Geschichte der Witwe, die ihre letzten beiden Cents gab, gelehrt worden ist – das war kein Beispiel christlichen Gebens. Gott erwartet von euch nicht, die beiden letzten Cents zu geben und nach Hause zu gehen, um zu sterben. Das geschieht einer Witwe, die durch eine Werksreligion unterstützt wird. Sie versuchte mit den beiden letzten Cents ihren Weg ins Reich zu kaufen, weil sie das gelehrt worden war. Und Jesus sagt, ‚Jedes System, das Leute bis zu dem Punkt aussaugt, wo sie in falscher Hoffnung nichts übrig haben, wird fallen‘. Und das geschah.“ (www.gty.org/resources/sermons/TM13-6/testing-the-spirits-john-macarthur)

Dann gibt es die Verwirrung von Kalvinisten, mit dem 5-Punkte Kalvinismus im Einklang zu sein, und besonders dem Leugnen des freien Willens und der Vorbestimmung. John MacArthur wird bei der Strange Fire Conference als einer aus „einer Menge von begabten [kalvinistischen] Lehrern“ gepriesen, und einer der einflussreichen reformierten „Bannerträger“ seiner Generation. Dennoch verkündet er, dass Auswahl dazugehört: „Jeder, der Jesus als Herrn nicht bekennen will, kann nicht gerettet werden. Aber der Schock ist, es gibt Leute, die Jesus als Herrn bekennen werden, die nicht gerettet sind. Sie werden Jesus als Herrn lauthals und wiederholt auf ihrem Weg zur Hölle bekennen. Diese Einladung am Ende der Bergpredigt zwingt einen jeden, der liest, zu wählen. Zwischen falschem und wahrem Glauben, nicht rettendem und rettendem Glauben gibt es einen sehr scharf definierten Gegensatz. Zwei Pfade, zwei Wege, und es gibt noch die Wahl.“ [Hervorhebung hinzugefügt]

Verteidigt den Glauben

Unser monatlicher, spezieller Artikel aus Dave Hunts Buch mit demselben Titel.

Biblische Antworten auf herausfordernde Fragen

Was ist mit göttlicher Inspiration?

Frage: Die jüdisch-christliche Bibel ist nicht das einzige Buch, das den Anspruch erhebt, von Gott inspiriert zu sein. Auch der Koran, die Hindu Veden, das Buch Mormon und andere behaupten, von Gott gekommen zu sein. Zieht nicht schon die Lehre des Christentums, andere Bücher seien nicht wahr, schwere Zweifel auf die Bibel gleichermaßen? Wenn so viele andere falsch sein können, warum nicht eines mehr? Schließlich bezweifelt ein Atheist nur ein Buch mehr als ein Christ.

Antwort: Ob die Schriften anderer Religionen wahr oder falsch sind hat keinen Einfluss darauf, ob die Bibel gültig ist oder nicht. Die Tatsache, dass 10 von 11 Wettkämpfern das Rennen nicht gewannen, kann kaum als plausibles Argument genommen werden, dass deshalb keiner gewonnen haben kann. Dass es Falschgeld im Überfluss gibt deutet auch nicht einen Moment an, echtes Geld würde nicht existieren. Tatsächlich spricht es für seine Existenz, denn ansonsten macht das Fälschen keinen Sinn. Dass Milliarden von Menschen willens sind, die heiligen Schriften von zahlreichen Religionen als von Gott inspiriert anzunehmen, zeigt einen tiefen Hunger in der Menschheit nach göttlicher Offenbarung, die immer in allen Zeitaltern, in allen Rassen und Kulturen und überall existiert hat.

Die Evolution konnte solch einen universellen und kräftigen Hunger nicht entwickeln. Der menschliche Körper hungert oder dürstet nicht nach nichtexistierender Speise und Trank, sondern nur nach dem, was existiert und das Leben erhält. Die einzige Ausnahme ist, wenn man etwas geschmeckt hat, was schädlich, aber köstlich war, oder was Wohl- oder Machtgefühl vorspiegelte, und man dann unnatürlich danach verlangte. Ein Verlangen nach dieser Droge oder vergiftendem Trank wäre jedoch nie aufgekommen, hätte man sie nicht tatsächlich gekostet oder erfahren. Somit konnte man nicht behaupten, Glaube an Gott sei „das Opiat der Massen“, ohne Gottes Existenz zuzugeben. Jemand musste etwas Wirkliches „gekostet“ haben, wie die Bibel uns herausfordert: „Schmeckt und seht, wie freundlich der HERR ist…“ (Psalm 34,8).

Der universelle Hunger nach Gott spricht also logischerweise für Seine Existenz; und der Hunger nach Offenbarung von Ihm spricht dafür, dass solche Offenbarung gleichermaßen existiert. Ob das, was angeblich von Gott kommen soll, tatsächlich von Ihm ist, kann jedoch nur auf Grundlage der Tatsachen bestimmt werden – und nur die Bibel besteht diesen Test, wie wir sehen werden.

Die Tatsache, dass die Welt mit falschen Prophetien gefüllt ist, die den Anspruch erheben, von Gott zu kommen, ist genau das, was man erwarten würde, angesichts dieses angeborenen Durstes nach Gott und der Bereitschaft des menschlichen Herzens, sich und andere zu täuschen. Auch kann aus der Tatsache, dass viele falsche Prophezeiungen verkündet worden sind, nicht gefolgert werden, es sei daher niemals eine wahre Prophezeiung geäußert worden. Dass die Menschheit universell an allen Orten, zu allen Zeiten und unter allen Religionen für falsche Vorhersagen empfänglich war, ist der Beweis für einen intuitiven Glauben, dass echte Prophetie möglich und wichtig sein muss.

Die Bibel muss anhand ihrer eigenen Vorzüge untersucht werden. Sie wird sich auf der Grundlage der zusammengefassten internen und externen Beweise entweder als richtig oder falsch erweisen – nicht indem man sie mit den heiligen Schriften anderer Religionen vergleicht. Überdies erfordert schon der Anspruch der Bibel, die einzige Offenbarung Gottes an die Menschheit zu sein, dass alle anderen heiligen Schriften falsch sind. Deren Falschheit ist, weit davon entfernt, zu beweisen, dass die Bibel nicht wahr sein kann, ein Argument zu ihren Gunsten.

Auszug aus Verteidigt den Glauben (Seite 64-66 – englische Original-ausgabe) von Dave Hunt

Alarmierende Nachrichten

Evolution: Glaube zu welchem Preis?

BaptistPress.com, 3.1.14, „Evolution: Viele Leute glauben, aber zu welchem Preis?“ [Auszüge]: Laut einer Pew Research Center Studie glauben beinahe zwei Drittel der Amerikaner an die menschliche Evolution und ein Drittel lehnt diese Vorstellung ab….

Ob eine Person an der Evolution oder der Schöpfung festhält hat Auswirkungen aufs ganze Leben, sagte [Ken] Ham [von Answers in Genesis], weil ein atheistischer Evolutionist Gott als die absolute Autorität, die festlegt was richtig und falsch, gut und schlecht ist, ablehnt. Moral ist somit relativ.

Rob Phillips, ein führender Apologet der Missouri Baptist Convention, sagte, die Ansichten, die in der Pew Studie deutlich wurden, hätten Auswirkungen aufs tägliche Leben, denn wenn die Evolution wahr ist, sei das Leben letztendlich bedeutungslos.

(www.bpnews.net/bpnews.asp?id=41766&ref=BPNews-RSSFeed0103)

Sister Wives Star jubelt über Utah Polygamie Entscheidung

ABClocal.go.com 15.12.13 „Sister Wives Star Kody Brown jubelt über Utah Polygamie Entscheidung“ [Auszüge]: Eine bahnbrechende Entscheidung eines Bundesrichters in Utah, die wesentliche Teile des Polygamie Gesetzes des Staats verwarf, lieferte einen rechtlichen Sieg für polygame Familien im ganzen Staat – aber die Schlacht mag nicht vorbei sein.

Kody Brown und seine vier Frauen, die Stars in der angesagten TLC Kabelfernsehrealityshow „Sister Wives“, sind, sowie andere fundamentalistische Mormonen, die glauben Polygamie bringe ein Hochgefühl im Himmel, bejubelten die Entscheidung. Die Brown Familie erhob 2011 Anklage und floh letztes Jahr aus Utah nach Las Vegas, weil sie strafverfolgt wurden.

Die Entscheidung entkriminalisiert Polygamie, aber Bigamie – mit verschiedenen Partnern verheiratet zu sein – ist immer noch illegal, sagte Jonathan Turley, der Anwalt der Browns aus Washington, D.C…. Das Utah Attorney General’s Office könnte gegen die Entscheidung in Berufung gehen. Sprecher Paul Murphy sagte, das Office plane, sie genau zu prüfen, bevor es eine Entscheidung fälle….“ Der neue Generalstaatsanwalt wird sich bei dieser Entscheidung wahrscheinlich einschalten“, sagte Murphy. Gov. Gary Herbert sagt, er sei „immer etwas besorgt“, wenn die Gerichte politische Veränderungen publizieren, und sagte, seine Rechtsberater würden die Auswirkungen der Entscheidung untersuchen.

Wie denken Polygamisten über die Entscheidung? Die meisten sind begeistert, und sagen, polygame Familien in Utah haben seit Jahrzehnten unter der Drohung von Verhaftung gelebt und können jetzt aus dem Schatten hervorkommen. „Es ist eine riesige Erleichterung, dass wir jetzt nicht länger Verbrecher sind“, sagte Anne Wilde aus Salt Lake City, Mitbegründerin der Polygamie Interessensvertretung Principle Voices. „Diese Entscheidung wird hoffentlich das Stigma wegnehmen, ein Prinzip auszuleben, das eine zutiefst empfundene Glaubensansicht ist.“ In einer Erklärung sagten die Browns, sie hofften, die Entscheidung werde anderen helfen, „unsere Entscheidungen als Teil dieses wunderbaren Landes mit verschiedenen Glaubensrichtungen zu respektieren.“

Die in Salt Lake City basierte Church of Jesus Christ of Latter-day Saints wiederholte nach der Entscheidung, sie habe 1890 die Polygamie aufgegeben und sie verbiete diese Praxis heute strikt für ihre 15 Millionen Mitglieder weltweit. Polygamie ist ein Erbe der frühen Lehren der Mormonenkirche, habe aber keinen Platz im modernen Mormonentum, sagten Kirchensprecher.

(www.abclocal.go.com/kfsn/story?section=news/national_world&id=9361136)

Globale Verfolgungsprognose 2014

ChristianityToday.com, 1.1.14 „Globale Verfolgungsprognose 2014“ [Auszüge]: Islamistische Verfolgung wird 2014 vor den Wahlen in Nigeria und Afghanistan ansteigen. Kommunismus bleibt ein mächtiger Unterdrücker von Christen, und Nordkorea behält seinen Ruf als schlimmster Christenverfolger der Welt.

„2014 wird wohl für Christen ein turbulentes Jahr sein – besonders vor den Wahlen in Nigeria und Afghanistan“, sagt Colin King, der UK Direktor von Release International, das der verfolgten Kirche weltweit dient.

„2014 ist der 25. Jahrestag des Falles der Berliner Mauer, doch heutige und frühere kommunistische Länder unterdrücken weiter die Christen. Der schlimmste Verfolger von Christen in der Welt heute bleibt Nordkorea.

[Ein Kontakt] in Nordkorea, der zu seinem Schutz anonym bleiben muss, sagt: „Jede Aktivität in Verbindung mit dem Christentum, ob man den Kopf zum Gebet beugt, eine Bibel besitzt oder sich mit einem Missionar trifft, während man im Ausland ist, wird brutal bestraft.

„Ohne Verfahren in Konzentrationslager gesteckt zu werden, ist nicht unüblich. Diese Delikte werden nie als religiöse Verstöße aufgezeichnet, sondern stattdessen als Aufruhr, Kontakt zu ausländischen Spionen oder Staatsschädliches Verhalten beschrieben.“

(www.christiantoday.com/article/global.persecution.outlook.for.2014/35212...)

Zu viele Kinder nehmen antipsychotische Medikamente?

ConsumerReports.org 16.12.13, „Nehmen zu viele Kinder antipsychotische Medikamente?“ [Auszüge]: Die Zahl der Kinder, die starke, antipsychotische Medikamente einnehmen, hat sich laut einer neuen Studie in den letzten 10 bis 15 Jahren beinahe verdreifacht. Die Zunahme kommt nicht aufgrund einer Epidemie von Schizophrenie oder anderer Formen schwerer Geisteskrankheiten bei Kindern, sondern weil Ärzte die Medikamente in zunehmendem Maße verschreiben, um ein Verhaltensproblem zu behandeln, eine Anwendung, die von der Food and Drug Administration (FDA) nicht genehmigt ist.

Ärzte verschreiben Antipsychotika, obgleich es kaum Beweise gibt, dass die Medikamente den Kindern bei genehmigten Anwendungen helfen, geschweige denn bei nicht genehmigten, wie Verhaltensproblemen. Und um die Sache schlimmer zu machen, das bisschen an Forschung, das es gibt, deutet darauf hin, dass die Medikamente beunruhigende Nebenwirkungen verursachen können, einschließlich Gewichtszunahme, hohen Cholesterinspiegel und Zunahme des Risikos für Typ 2 Diabetes.

Aber die Übernutzung von antipsychotischen Medikamenten ist so beunruhigend geworden, dass die American Psychiatric Association kürzlich ankündigte, Ärzte sollten die Medikamente auf keinen Fall routinemäßig als vorderste Behandlung für Kinder und Heranwachsende verschreiben, außer für psychotische Störungen wie Schizophrenie oder schwere Tick Störungen. „Was man über die langfristigen Wirkungen nicht weiß, ist sehr beunruhigend“, sagte Dr. Christopher Bellonci, Assistenzprofessor an der Tufts University School of Medicine in Boston. „Je jünger sie sind, desto mehr kann das sich entwickelnde Gehirn beeinträchtigt werden.“

Was steckt also hinter dem Boom der Antipsychotika? Unsere Untersuchung hat, basierend auf einer Analyse der American Society of Health-System Pharmacists, mehrere Faktoren aufgedeckt, einschließlich allzu aggressives Medikamentenmarketing und ein Mangel an Zugang zu qualitativ hochwertiger psychiatrischer Versorgung. Zwischen den Stühlen sitzen Familien, die oft ungenügende Mittel haben, um mit komplexen emotionalen, psychologischen und Verhaltensproblemen umzugehen.

„Es gibt in der Gesellschaft einen Trend, nach der raschen Lösung zu suchen, der magischen Kugel, die störendes Verhalten korrigiert“, sagte Dr. David Rubin, Privatdozent für Kinderheilkunde an der Perelman School of Medicine an der University of Pennsylvania in Philadelphia. „Aber die harte Wahrheit für den, der nach einer raschen Lösung für das eskalierende Verhalten zu Hause sucht, ist die, dass es keine rasche Lösung gibt.“

(www.consumerreports.org/cro/2013/12/are-too-many-kids-taking-antipsychot...)

Briefe

Liebe TBC Belegschaft

Wir wollen Ihnen allen bei TBC einfach danke sagen. Dave Hunts Lehre hat uns sehr gesegnet, wie auch die Artikel von Tom McMahon und anderer, die Sie veröffentlichen. Wir werden getreu beten, TBC möge mit der Integrität weitermachen, die es immer hatte, und der Herr möge weiterhin jeden von Ihnen für Seine Herrlichkeit verwenden. T&AW (Email)

Lieber T.A. und Belegschaft

Nur eine rasche Notiz um zu sagen, dass ich wirklich ihre fortlaufende Arbeit schätze, die Herde vor all der Täuschung zu warnen, die auf uns kommt. Wir können uns des Herrn Versprechen sicher sein, dass die Pforten des Totenreiches uns nicht überwältigen werden. Wir werden gewiss viel zu jubeln haben, wenn er für uns kommt! Bis dann bete ich für Ihre Stärke und Vorsorge, uns bei dem guten Werk zu halten, zu dem Er uns berufen hat, MT (NY)

Lieber T.A.

Das Werk, das TBC tut, hat mir geholfen, einige der „räuberischen Wölfe“ zu erkennen, die in letzter Zeit mit größerer Häufigkeit aufkreuzen. Ihre Publikation erhalte ich schon viele Jahre und warte jeden Monat unruhig darauf. Ich empfinde sie immer als Segen und lerne gewöhnlich etwas Neues.

Ich glaube, Gott hat Ihnen und den Beitragenden die Achtsamkeit gegeben, falsche Lehre zu erkennen, trotz der Tatsache, dass viele „falsche Lehrer“ die Schrift verwenden, um ihren Irrtum zu unterstützen. In manchen Fällen glaube ich, diese Irrtümer (Täuschung) sind absichtlich. Ein wiedergeborener Gläubiger kann leicht getäuscht werden, wenn seine Kenntnis des Wortes minimal ist. Hier kommt der Dienst von TBC ins Spiel. Es ist wie Jesus, der seinen Jüngern die Füße wusch…. In dieser Welt stoßen wir auf falsche Lehren, aber dank TBC werden unsere Füße von diesem Schmutz reingewaschen. DG (CA)

Lieber Mr. McMahon,

Mein Mann und ich erfreuen uns an TBC jetzt schon 25 Jahre. Es war in unseren frühen Tagen als Christen sehr hilfreich, als wir wenig Schriftkenntnis hatten, und so viel Verwirrung in der christlichen Welt sahen. Ihre Hilfsmittel waren unschätzbar.

Gerade habe ich die vierte Ausgabe von What Love Is This? gelesen. Sie hat mir bei der Befreiung von meiner „moderaten kalvinistischen“ Position geholfen. Hunts Buch ist voll Logik und wahrem Verständnis der „kalvinistischen“ Schriften, die ich falsch verstand. Das Buch hat mir geholfen, die nagenden Zweifel loszuwerden, ob ich eine Seiner Erwählten bin oder nicht, und mir die Freiheit gegeben, bei der Heilsgewissheit nicht von meinen Werken abhängig zu sein. Aber am allermeisten hat es mir größere Freude an meinem Heil gegeben, einen größeren Wunsch nach Evangelisation und eine größere Liebe für meinen Herrn und Heiland Jesus Christus. Herzlichen Dank für Ihren Dienst. MC (Email)

Liebe TBC Belegschaft

Als neuer Leser / Abonnent seit August 2013 und „zurückverwiesener“ Gläubiger, habe ich ein größeres biblisches Verständnis in vielen, wichtigen Streitfragen gewonnen. Ihre zeitgerechten Artikel zu lesen und zu studieren hat mich wirklich mehr als je zuvor darauf hingewiesen, die „Schriften zu studieren“ – ein echter Beröer in der Tat! DA (PA, Gefangener)

Lieber T.A. & Belegschaft

Meine Frau und ich sind für die Segnungen, Kraft, Ermutigung und unverfälschten biblischen Lehren so dankbar, die wir vom Berean Call Dienst erhalten haben. Seit so vielen Jahren sind wir übermäßig gesegnet, Konferenzen besucht zu haben, wo sowohl Dave wie T.A. Redner waren. Wir vermissen Dave und Ruth wirklich, aber wir jubeln mit Euch allen im Wissen, dass wir uns auf diese „gesegnete Hoffnung“ freuen, wenn wir alle zusammen mit unserem Herrn für alle Ewigkeit sind.

Meine Hoffnung und Gebet ist, Gott möge TBC und seine Belegschaft weiter verwenden, um Seinem Wort zu dienen und die Verlorenen zu Christus zu führen, indem sie Seiner Gemeinde Unterscheidung lehren.

Danke Ihnen allen für die Arbeitsmittel, die Sie zur Verfügung stellen. Möge Gott Sie alle segnen, stärken, trösten und ermutigen, während Sie mit dem Werk weitermachen, das Er Ihnen gegeben hat. GT (MT)

TBC Notizen

Auf Kurs bleiben

Ich meine, wenn eine Person einer anderen im Dienst nachfolgt, ist es normal, wenn Fragen wegen wahrgenommener Veränderungen in dem Dienst aufkommen. Gewiss gab es in unserem Fall einige Änderungen, doch nichts hat sich bezüglich Doktrin und Perspektiven geändert, an denen Dave Hunt festhielt, und das mehr als drei Jahrzehnte, in denen wir zusammenarbeiteten.

Es hat manche derartige Anschuldigungen gegeben, aber wer sie machte, scheint nicht viel über Daves Sichtweise in all den Jahren zu wissen. Obgleich die Kläger keine Belege geliefert haben, die die angeblichen Veränderungen betreffen, erklären mache, sie wüssten, was Dave gebilligt oder missbilligt hätte.

38 Jahre lang war es meine Berufung, Dave in dem zu helfen, wozu Gott ihn berufen hatte: predigen, lehren und schreiben. Der Herr ermöglichte es TBC, sich zu einem sehr hilfreichen Unterstützungsdienst zu entwickeln, was Dave erlaubte, seine Berufung zu erfüllen. Nun da Dave heim beim Herrn ist, ist unserer Berufung als Dienst, die Bücher, Predigten, Radioprogramme, Videos und Traktate, die er durch Gottes Gnade produzierte, zu nehmen, und so weit zu verbreiten, wie wir können. Schwerpunkt ist, Daves Lehren aus dem Wort Gottes der heranwachsenden Generation nahe zu bringen.

Offensichtlich, wenn eine neue Streitfrage in der Gemeinde, neue Lehren im Widerspruch zur Schrift und neue Einflüsse, die die Welt hervorgebracht hat, auftauchen, werde ich sie, neben anderen hier bei TBC, behandeln. Hierzu wurde ich privilegiert in den Jahren, in denen ich von Dave auf dem Gebiet biblischer Unterscheidung gelernt habe und bin zutiefst dankbar dafür.

Die meisten Mitglieder des TBC Verwaltungsrats stehen seit mehr als einem Jahrzehnt mit dem Dienst in Verbindung, und zwei von ihnen waren von Anfang an bei TBCs Start vor 20 Jahren dabei. Als Geschäftsführer des Dienstes bin ich dem Verwaltungsrat persönlich verantwortlich, und ich bin kein Mitglied von ihm. Alle Ratsmitglieder sind sich der angepassten Ziele von TBC seit Daves Tod voll bewusst, die sich darauf konzentrieren, die Integrität seines Werkes beizubehalten. Wir begehren Ihr Gebet, dass wir durch Gottes Gnade auf dem Kurs bleiben, auf dem Gott uns leitet.

T.A. McMahon Executive Director

TBC Extra

Überschüttet mit Seinen Gaben

A.W. Tozer

Auszug aus Keys To The Deeper Life [Schlüssel zum tieferen Leben]

In ihrer Haltung den Gaben des Geistes gegenüber haben sich die Christen… üblicherweise in drei Gruppen aufzuteilen: Zuerst jene, die die Gaben des Geistes preisen, bis sie wenig anderes sehen können. Zweitens jene, die bestreiten, dass die Gaben des Geistes für die Gemeinde in dieser Periode ihrer Geschichte gedacht sind. Drittens jene, die von der ganzen Sache anscheinend völlig gelangweilt sind und sie nicht diskutieren wollen.

…eine weitere Gruppe, so gering an Zahl, dass man kaum nach Klassifizierung ruft, besteht aus jenen, die die Wahrheit über die Geistesgaben wissen wollen und erfahren wollen, was immer Gott für sie im Kontext des gesunden, neutestamentlichen Glaubens hat. Für diese Gruppe ist dies geschrieben,

Was ist die Gemeinde?

Ein richtiges Verständnis der Geistesgaben in der Gemeinde muss von einem richtigen Verständnis vom Wesen der Gemeinde abhängen…. Die wahre Gemeinde ist ein geistliches Phänomen… zusammengesetzt aus erlösten Menschen, die sich von anderen Menschen dadurch unterscheiden, dass sie eine überlegene Art von Leben haben, das ihnen zur Zeit ihrer inneren Erneuerung gewährt wurde.

·       Sie sind Kinder Gottes in einem Sinn, wie es für kein anderes geschaffenes Wesen zutrifft.

·       Ihr Ursprung ist göttlich und ihr Bürgerrecht ist im Himmel.

·       Sie beten Gott im Geist an, jubeln über Jesus Christus und vertrauen nicht auf das Fleisch.

·       Sie sind ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums.

·       Sie haben sich die Sache eines verworfenen und gekreuzigten Menschen zu eigen gemacht, der den Anspruch erhob, Gott zu sein und der sich mit Seiner heiligen Ehre verpflichtet hat, Er werde in Seines Vaters Haus eine Stätte für sie bereiten und wiederkehren, um sie dorthin mit Jubel zu geleiten

Bis dahin tragen sie Sein Kreuz, leiden unter allen möglichen Demütigungen, die Menschen Seinetwegen auf sie laden mögen, handeln als Seine Botschafter, und tun allen Menschen Gutes in Seinem Namen. Sie glauben unerschütterlich, sie werden an Seinem Triumph teilhaben und sind [daher] völlig bereit, Seine Verwerfung durch eine Gesellschaft, die sie nicht versteht, zu teilen. Sie haben keinen Unmut – nur Nächstenliebe und Mitgefühl und den starken Wunsch, alle Menschen mögen zur Buße kommen und mit Gott versöhnt werden.

Dies ist eine angemessene Zusammenfassung eines Aspektes der neutestamentlichen Lehren über die Gemeinde. Aber eine andere Wahrheit, aufschlussreicher und bedeutender für jene, die Informationen über die Gaben des Geistes suchen, ist, dass die Gemeinde ein geistlicher Leib ist, eine organische Einheit, die durch das Leben, das in ihr wohnt, vereint sind.

Jedes Glied ist mit dem Ganzen durch eine Lebensbeziehung verbunden. Wie die Seele eines Menschen als das Leben seines Leibes bezeichnet werden kann, so ist der innewohnende Geist das Leben der Gemeinde. Die Vorstellung, die Gemeinde sei der Leib Christi, ist nicht falsch…. Der Apostel Paulus legt in dreien seiner Briefe diese Wahrheit in solch ernstem Ton und Detailfülle dar, um den Gedanken auszuschließen, er verwende eine lockere Redewendung, die nicht zu wörtlich genommen werden darf.

[Seine] deutliche, eindringliche Lehre… ist, dass Christus das Haupt der Gemeinde ist, die Sein Leib ist. Die Parallele wird sorgfältig gezogen…. Schlussfolgerungen werden aus der Lehre gezogen und bestimmtes moralisches Verhalten wird davon abhängig gemacht.

Wie ein normaler Mensch aus einem Leib mit zahlreichen gehorsamen Gliedern besteht, [und] einem Haupt, um sie zu lenken, so ist die wahre Gemeinde ein Leib, einzelne Christen sind die Glieder und Christus das Haupt.

Der Verstand wirkt durch die Glieder des Leibes, und verwendet sie, um seine intelligenten Absichten zu erfüllen. Paulus spricht vom Fuß, der Hand, dem Ohr, dem Auge als Glieder des Leibes, jedes mit seiner passenden, aber begrenzten Funktion; aber es ist der Geist, der in ihnen wirkt (1 Korinther 12,1-31).

Die Lehre in 1 Korinther 12, die Gemeinde sei der Leib Christi, folgt einer Auflistung bestimmter Geistesgaben und zeigt die Notwendigkeit dieser Gaben auf.

Das intelligente Haupt kann nur in dem Maße wirken, wie es Organe für zahlreiche Aufgaben zu Seinen Diensten hat. Es ist der Verstand, der sieht, aber er muss ein Auge haben, wodurch er sehen kann. Es ist der Verstand der hört, aber er kann ohne Ohr nicht hören. Und so [ist es] mit all den vielfältigen Gliedern – die Instrumente, durch die der Verstand in die äußere Welt einzieht, um seine Pläne auszuführen.

Wie die ganze Arbeit des Menschen durch seinen Verstand getan wird, so wird das Werk der Gemeinde durch den Geist getan, und durch Ihn alleine. Aber um zu wirken, muss Er im Leib bestimmte Glieder mit Fähigkeiten ausstatten, die spezifisch geschaffen wurden, um als Medien zu wirken, durch die der Geist zu bestimmten Zielen fließen kann.

Wie viele Gaben?

Paulus erwähnt nicht weniger als 17 (1 Korinther 12,4-11, 27-31; Römer 12,3-8; Epheser 4,7-11). Sie sind nicht bloß natürliche Talente, sondern Gaben, die der Heilige Geist gewährt hat, um den Gläubigen für seinen Platz im Leib Christi passend zu machen…. Durch den Leib Christi vollzieht Gott ein ewiges Werk außerhalb des Bereiches der gefallenen Natur. Dies erfordert übernatürliches Wirken.

Natürliche Menschen können religiöse Werke ohne die Geistesgaben tun, und das gut und gekonnt. Aber das für die Ewigkeit bestimmte Werk kann nur durch den ewigen Geist getan werden… durch Gaben, die Er selbst in die Seelen der erlösten Menschen eingesetzt hat….

Bestimmte evangelikale Lehrer haben uns gesagt, die Gaben des Geistes hätten beim Tod der Apostel oder der Fertigstellung des Neuen Testamentes aufgehört. Dies ist natürlich eine Lehre ohne eine Silbe biblischer Autorität dahinter…. Das Ergebnis dieser falschen Lehre ist, dass wir unheilvoll wenige, geistliche begabte Personen haben. Wenn wir zum Beispiel so dringend Leiter mit Unterscheidungsgabe benötigen, haben wir sie nicht und sind gezwungen, zu den Techniken der Welt zurückzugehen. Diese beängstigende Stunde ruft laut nach Männern, mit der Gabe prophetischer Einsicht. Stattdessen haben wir Menschen, die Untersuchungen, Umfragen, und Podiumsdiskussionen durchführen. Wir brauchen Menschen, mit der Gabe des Wissens. An ihrer Stelle haben wir Menschen mit Gelehrsamkeit – nichts mehr….

Die Schrift setzt deutlich die Notwendigkeit voraus, die Gaben des Geistes zu besitzen. Paulus drängt, wir sollten sowohl nach den „Gnadengaben“ [oder Geisteswirkungen] streben und uns auch eifrig um sie bemühen (1 Korinther 12,31; 14,1). Das ist wohl keine freiwillige Sache, sondern eher ein Mandat der Schrift für jene, die mit dem Geist erfüllt wurden.

Aber ich rate auch zur Vorsicht. Die zahlreichen Geistesgaben sind nicht gleichermaßen wertvoll, wie Paulus sorgfältig erklärte. Bestimmte Brüder haben eine Gabe aus den 17 über alle Maße vergrößert…. Die allgemeinen moralischen Folgen dieser Lehre… waren nicht gut…. Das resultierte in viel schamlosem Exhibitionismus, einer Tendenz, von Erfahrungen abhängig zu sein statt von Christus, und oft ein Mangel, die Werke des Fleisches von den Tätigkeiten des Geistes unterscheiden zu können.

Sowohl jene, die abstreiten, dass die Gaben für uns heute sind wie auch jene, die darauf beharren, ein Steckenpferd aus einer Gabe zu machen, liegen falsch. Wir alle leiden unter den Folgen ihrer Irrtümer.

…Wir haben jedes Recht zu erwarten, dass unser Herr Seiner Gemeinde Geistesgaben gibt. Er hat sie in der Tat nie von uns weggenommen. Wir erhalten sie bloß aufgrund unseres Irrtums oder Unglaubens nicht.

Es ist mehr als wahrscheinlich, dass Gott sogar jetzt die Geistesgaben gewährt, wem immer und in welchem Maß Er kann, obgleich sogar Seine Bedingungen unvollständig erfüllt werden. Ansonsten würde die Fackel der Wahrheit flackern und ausgehen.

Es ist klar, wir haben doch noch nicht gesehen, was Gott für Seine Gemeinde tun würde, wenn wir uns alle vor Ihm mit offener Bibel niederwerfen und rufen würden: „Siehe Dein Diener, Herr! Tue mir wie Du willst.“

Dave Hunt Classics

Was ist das christliche Leben

Dave Hunt

Auszug aus An Urgent Call To A Serious Faith: A Prophetic Alarm for the Bride of Christ

Ein Ausdruck, den die Bibel viermal wiederholt, muss eine der wichtigsten Lehren Gottes enthalten. Das Leben, das Gott gibt, ist nur für den Gerechten – aber wer ist gerecht? Die Bibel hinterlässt keinen Zweifel: „Weil kein Mensch auf Erden so gerecht ist, dass er Gutes tut, ohne zu sündigen“ (Prediger 7,20); „denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten“ (Römer 3,23). Gottes Gesetz verlangt: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Denken, und deinen Nächsten wie dich selbst“ (Lukas 10,27). Nach diesem Standard haben wir alle Gottes Gesetz wiederholt gebrochen und sind verdammt.

Auch gibt es keinen Weg, wie wir Sünder gerecht werden könnten. Künftig ein perfektes Leben zu führen (sogar wenn das möglich wäre) könnte nie Vergebung für Sünden verdienen, die bereits begangen sind oder von dem Gericht befreien, das Gottes Gerechtigkeit zu Recht verlangt. Zum Beispiel künftig eine Million Leben zu retten könnte nie die Tatsache gutmachen, auch nur eines in der Vergangenheit genommen zu haben. Nur Gott kann einen Sünder für „gerecht“ erklären – aber wie kann Er es, wenn sein unwiderrufliches Gesetz uns verurteilt? Es würde Gottes eigenes Gesetz verletzen und wäre in sich selbst ungerecht, wenn Er dem Sünder einfach vergibt.

Inspiriert vom Heiligen Geist erklärt Paulus, wie Gott die Sünder gerecht rechtfertigen kann: „so dass sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch seine Gnade aufgrund der Erlösung, die in Christus Jesus ist. Ihn hat Gott zum Sühnopfer bestimmt, [das wirksam wird] durch den Glauben an sein Blut… damit er [Gott] selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, der aus dem Glauben an Jesus ist“ (Römer 3,24-26). Der Sünder erhält nur auf der Grundlage Vergebung und wird für gerecht erklärt, dass Christus die volle Strafe bezahlt hat, die Gottes Gerechtigkeit gegen die Sünde verlangte, und dass der Sünder diese Bezahlung seitens Christi persönlich angenommen hat. Vergebung kann nicht durch gute Taten, Kirchenbesuch, Sakramente, Taufe, Skapuliere oder Medaillen, Gebete, Tränen, Versprechungen, wohltätige Spenden zustande kommen – oder etwas anderes, was Pastor, Priester, die Kirche oder Maria tun könnten. Nur der unendliche Gott selbst, der als sündloser Mensch durch Jungfrauengeburt kam, konnte an unserer Stelle die unendliche Strafe tragen, die wir verdienten.

Neues Leben in Christus

Man nicht mal beginnen „durch den Glauben zu leben“ während man tot ist durch Übertretungen und Sünden“ (Epheser 2,1), was der natürliche Zustand der Menschheit ist. Man muss „lebendig geworden sein aus den Toten“ (Römer 6,13), indem man Gottes Vergebung in Christus erhält. Das christliche Glaubensleben ist nur für jene, die „im Glauben“ sind (2 Korinther 13,5). Ein „gutes, christliches Leben“ zu führen ist nicht der Weg, Christ zu werden. Nur wer bereits Christ ist, kann dieses Leben führen. Auch führt man es nicht, um den Himmel zu verdienen, was unmöglich ist, sondern aus Dankbarkeit Christus gegenüber, weil Er die Strafe für Sünde bezahlt hat.

Ein Christ ist durch den Geist Gottes „wiedergeboren“ (Johannes 3,3-8) durch „das Wort Gottes“ (1 Petrus 1,23), indem er das Evangelium glaubte (Römer 1,16) und eine „neue Schöpfung“ (2 Korinther 5,17) in Christus wurde, „erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen“ (Epheser 2,10). Wenn wir ihm das zutrauen, wird Gott gewiss die richtigen Türen öffnen, jeden Schritt im Leben jedes Christen leiten, und die Mittel zur Verfügung stellen, die „guten Werke“ zu tun, die Er jedem von uns zu tun bestimmt hat.

Man muss eindeutig zuerst durch den Glauben an Christus zum christlichen Leben gelangen, um anzufangen, „durch den Glauben zu leben“. Paulus ermahnt uns, „Wie ihr nun Christus Jesus, den Herrn, angenommen habt, so wandelt auch in ihm“ (Kolosser 2,6). Und wie haben wir Christus angenommen? Als hilflose, hoffnungslose Sünder, die nichts für ihre Errettung tun konnten, sondern dafür ganz auf Christus schauen mussten. In derselben Haltung der Unwürdigkeit und vollkommenen Abhängigkeit von Gott von Seiner Gnade und von Christus, um Sein Leben durch uns zu leben, leben wir im Glauben das christliche Leben.

Paulus sagte, Christus sprach zu ihm, „meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen“ (2 Korinther 12,9). Wir müssen aufhören, stark in uns zu sein, sondern „stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke“ (Epheser 6,10). Gott versichert uns, die Schlacht gegen die Kräfte des Bösen wird „nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist…“ gewonnen (Sacharja 4,6). Sogar in großen Prüfungen finden wir große Freude, wenn wir Christus vertrauen und sehen, was Er tun kann.

Dass das christliche Leben im Glauben gelebt werden muss, sagt uns, es kommt übernatürlich, nicht natürlich, indem wir Gott vertrauen und sein Wort kennen und ihm gehorchen. Es kann nicht durch unsere Verfügung und Stärke kommen, sondern nur unter der Leitung und durch die Kraft Gottes, der alleine das angemessene Glaubensziel ist. Ja, das christliche Leben ist übernatürlich. Rechnen sie damit. Jedoch Vorsicht vor der weitverbreiteten, unbiblischen Betonung des und dem unstillbaren Verlangen nach dem Wunder, was Täuschung begünstigt. Einer der heute prominentesten Televangelisten und Verfechter von Zeichen und Wunder hat geschrieben: „Sie können Wunder vollbringen, wenn sie nur… die Gesetze… verstehen, die Gottes Macht freischalten… den Fluss von Gottes Energie….“ In einem anderen Buch versichert er: „Wir reden zum Geld, und es kommt. Wir reden zu Stürmen, und sie hören auf….“ Das Geld kommt von seinem Verteiler und dieses Land hat in jüngster Zeit die schlimmsten Stürme seit Jahren ohne sein Eingreifen erlebt.

Der kräftigste Beweis von Gottes übernatürlichem Werk in unserem Leben findet sich in der Verwandlung unseres Charakters zur Christus Ähnlichkeit. Die „Frucht“, nicht von „Therapie“, sondern „des Geistes“ ist „Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung“ (Galater 5,22.23). Die „Werke des Fleisches“ (Galater 5,19-21), egal wie vorbildlich, sind für Gott nicht akzeptabel (Römer 8,8). Um das christliche Leben zu leben, muss man lernen, „im Geist zu leben“ und „im Geist zu wandeln“ (Galater 5,25).

Damit soll nicht der Nutzen von Erziehung, Fleiß, harter Arbeit, kluger Investition, Erfahrung und vernünftiger Praxis beim Verdienen des „täglichen Brotes“ (Matthäus 6,11) verworfen werden. Irdischer Erfolg jedoch ist, obgleich legitim, nicht das Ziel des Christen im Leben. Christus sagte, „niemandes Leben hängt von dem Überfluss ab, den er an Gütern hat“ (Lukas 12,15); „Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden…. Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel…. Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein“ (Matthäus 6,19-21).

Die Glaubensprüfung

Die Tatsache, dass das christliche Leben übernatürlich ist, garantiert nicht den „finanziellen Erfolg“, wie er von den heutigen, falschen Propheten versprochen wird – noch dass wir frei von Problemen, Sorgen oder Schmerzen sein werden. Führer des positiven Bekenntnisses vergessen, dass es das Gefängnis war, aus dem Paulus schrieb, „Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus“ (Philipper 4,13); und im selben Zusammenhang verkündete er, „ich habe nämlich gelernt, mit der Lage zufrieden zu sein, in der ich mich befinde“ (Vers 11).

Das christliche Leben ist zu wunderbar, um einfach zu sein. Dazu müssen Prüfungen und Erprobungen gehören. Das galt für Christus selbst wie auch für die Apostel und die Urgemeinde. Jesus sagte, „In der Welt habt ihr Bedrängnis“ (Johannes 16,33); „Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen“ (15,20).

Um diese unbequeme Wahrheit zu vermeiden, predigen tausende Pastoren ein „nutzerfreundliches Evangelium“. Megakirchen werden geschaffen, indem man ein ansprechendes „Christentum“ predigt, das garantiert Erfolg und Popularität in der Welt bringen wird. Aber weder Paulus noch die anderen Apostel würden dies als das christliche Leben erkennen, das sie kannten. Berühmtheiten, die in der Welt populär sind, werden bezahlt, um heutige Kanzeln zur Unterstützung Christi zu betreten; dadurch ködern sie eine Vielzahl in ein falsches Christentum. Missionare und Märtyrer waren irgendwann einmal die christlichen Helden. Nicht heute. Gläubige und die Welt teilen nun dieselben Rollenmodelle. Die heutige erfolgreiche Kirche bietet ein Christentum, das garantiert komfortabel ist und das zahlreiche Dienste anbietet, von 12-Schritt Programmen bis zu psychologischer Beratung, um jeder möglichen Prüfung zu entrinnen.

Der Glaube, durch den das christliche Leben gelebt werden soll, und der beschrieben wird als „kostbarer als Gold“, muss durch Versuchungen, Prüfungen und Schwierigkeiten getestet werden. Warum? So dass der Glaube, durch den der Gerechte lebt, durch das Feuer erprobt wird, und er, „Lob, Ehre und Herrlichkeit zur Folge habe bei der Offenbarung Jesu Christi“ (1 Petrus 1,7). Über Christus, der „uns ein Vorbild hinterlassen hat, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt“ (1 Petrus 2,21), wurde gesagt, „der um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete…“ (Hebräer 12,2). Wir sind in der Lage, irdische Prüfungen zu erdulden, weil unsere Hoffnung jenseits dieses kurzen Lebens liegt: „Denn unsere Bedrängnis, die schnell vorübergehend und leicht ist, verschafft uns eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit“ (2 Korinther 4,17).

Wer Gott durch eine tiefe Prüfung vertraut hat, bezeugt, dass der Glaube gestärkt wurde und die Freude sich vergrößert hat. Total von Christus abzuhängen zieht uns enger zu Ihm und erhöht unsere Liebe für Ihn. Jeder Ratschlag, Hilfe oder Unterstützung, die wir denen in Not anbieten, sollte sie mit vertieften Wurzeln in Christus durch die Glaubensprüfung bringen (Jesaja 43,2), statt sie in die Lage zu versetzen, den eigentlichen Herausforderungen, die Gott beabsichtigt, und dem Werk, das Er in ihren Herzen bewirken will, zu entkommen. Indem er zulässt, dass wir uns anscheinend hoffnungslosen Situationen gegenübersehen, beabsichtigt Gott, uns vom bloßen intellektuellen Glauben zu praktischem Vertrauen in Seine Vorkehrung zu bringen.

In seinem Buch The Power of the Spirit schreibt William Law, „Wann immer ein Mensch sich erlaubt, sich zu ängstigen, zu fürchten oder zu beklagen, muss er sein Verhalten entweder als Verwerfung der Weisheit Gottes ansehen, oder als Bekenntnis, dass er sich außerhalb Seines Willens befindet“ (Seiten 20, 21). Viele, die sich Christen nennen, sagen, sie haben Christus bei ihrer ewigen Bestimmung vertraut, scheinen aber nicht in der Lage zu sein, Ihm in diesem Leben zu vertrauen – eine Tatsache, die Zweifel auf ihre Beziehung zu Ihm wirft.

Gott möchte unseren Glauben jetzt testen – und zwar aus gutem Grund. Moses sagte den Israeliten, „Und du sollst an den ganzen Weg gedenken, durch den der HERR, dein Gott, dich geführt hat diese 40 Jahre lang in der Wüste, um dich zu demütigen, um dich zu prüfen, damit offenbar würde, was in deinem Herzen ist, ob du seine Gebote halten würdest oder nicht“ (5 Mose 8,2). Oswald Chambers sagte, „Gott möchte ihr Verständnis, dass es eine Glaubensleben ist, nicht ein Leben sentimentalen Genusses Seiner Segnungen…. Glaube muss aufgrund seines Wesens geprüft werden…. ‚Siehe, er soll mich töten – ich will auf ihn warten‘ – dies ist die sublimste Glaubensäußerung in der ganzen Bibel“ (My Utmost for His Highest, S. 305)

„Und wenn ich auch wanderte durchs Tal des Todesschattens, so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir“, schrieb David (Psalm 23,4). Er erwartete nicht, noch weniger flehte er, einen anderen Weg zu erhalten, der dieses schreckliche Tal umgehen würde, sondern nur, dass Gott bei seiner Prüfung mit ihm sei. Durch Glauben leben bezieht ein, den Schwierigkeiten des Lebens gegenüberzutreten, die in der Tat durch Gott zugelassen worden sein mögen, um uns zu testen und zu korrigieren. Zum christlichen Leben gehört zu lernen, wo wir in die Irre gegangen sind und willens zu sein, korrigiert und in den Gehorsam zu Gott und seinem Wort zurückgebracht zu werden. Es ist oft alleine in Zeiten von Not, wo Gott den Griff von dem aufbrechen kann, was unsere Zuneigung von Ihm weggezogen hat, vielleicht ohne dass wir es wussten.

Gebunden an Christus, komme was wolle

Während wir im Glauben wandeln, und wir Gottes Treue in Prüfungen erfahren, wallt Lob und Anbetung in uns auf. In der Tat sollen Lob und Anbetung eine bedeutende Rolle im christlichen Leben spielen. Leider reflektieren so viele der heutigen Lob- und Anbetungslieder den Mangel an Tiefe im derzeitigen Christentum. Singen in der Versammlung besteht oft aus leeren, sich wiederholenden Refrains, die den Platz der alten Glaubenslieder eingenommen haben. Ausdrücke werden immer wieder wiederholt, wie „Wir beten Dich an, Herr, wir erheben Deinen Namen, wir heben unsere Hände, wir verherrlichen Dich“, und so weiter. Es gibt viel Klatschen und Schaukeln zu eingängigen Melodien und Rhythmen. Doch die Versammlung und das „Anbetungsteam“ scheinen die Tatsache nicht wahrzunehmen, dass sie, anstatt echt zu loben und anzubeten, lediglich Worte über Lob und Anbetung singen, ohne Gottes Charakter, Qualitäten und Taten zu erwähnen, die Anbetung hervorrufen.

Auch gesunde Lehre spielt im christlichen Glaubensleben eine unverzichtbare Rolle. Paulus Leben setzt das Beispiel für uns alle. Als er sein Leben dem Timotheus beschreibt, setzt er die Lehre an erste Stelle: „Du aber bist mir nachgefolgt in der Lehre, in der Lebensführung, im Vorsatz, im Glauben, in der Langmut, in der Liebe, im standhaften Ausharren, in den Verfolgungen, in den Leiden…. Und alle, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, werden Verfolgung erleiden“ (2 Timotheus 3,10-12). Er warnte auch, „Denn es wird eine Zeit kommen, da werden sie die gesunde Lehre nicht ertragen“ (4,3). Wir befinden uns in dieser Zeit. Lehre wird verschmäht. Unterhaltung und Predigtlein sind bei heutigen Christlein populärer (lose zitiert von A.W. Tozer)

Ein wohlbekannter christlicher Führer schreibt, „die Bibel ist kein unpraktisches Buch der Theologie, sondern eher ein praktisches Buch des Lebens, das ein System von Gedanken und Verhaltensweisen mit Garantie zum Erfolg enthält….“ Millionen teilen seine Vorstellung, Theologie sei „unpraktisch“. Und „Erfolg“ – dessen er sich als Multimillionär im Überfluss erfreut – wird nun anhand weltlicher anstatt Gottes Standards gemessen.

Unsere Hoffnung ist im Himmel und in dem unmittelbaren Bevorstehen der Entrückung, die uns aus dieser bösen Welt in Seine Gegenwart transportieren wird. In der Zwischenzeit zeigt unser zuversichtliches Vertrauen in unseren Herrn durch die Prüfungen dieses Glaubenslebens die Wirklichkeit unseres Vertrauens auf Ihn in Ewigkeit. Eine wahre Geschichte über Blondin, der auf einem Drahtseil vorwärts und rückwärts über die Niagarafälle ging, illustriert den Punkt.

Eines Tages versuchte ein Zuschauer in der Menge, die Blondin beobachtete, einem jüngeren Mann zu erklären, was es bedeutet, Christus wirklich zu vertrauen. „Was halten sie von Blondin?“ fragte er. „Er ist der größte!“ kam die enthusiastische Antwort. „Glauben sie, er kann einen Menschen hinüber und herüber tragen?“ „Natürlich“, erwiderte dieser sofort. „Ich sah, wie er es tat.“ Der Fragesteller schaute dem jüngeren Mann direkt in die Augen und sagte, „Wenn Blondin von der anderen Seite zurückkommt, wird er nach einem Freiwilligen fragen. Werden sie der Mann sein?“ Der junge Mann erblasste. „Nie im Leben!“ rief er.

Viele haben einen gleichermaßen theoretischen Glauben an Christus. Sie können enthusiastisch über die Rettung singen, aber wenn die Missgeschicke des Lebens zuschlagen, haben sie keinen wirklichen Frieden und Freude und rennen zum nächsten Therapeuten anstatt zum Herrn. Möge Er uns Gnade schenken, im Glauben als echte Christen zu leben; mögen die Prüfungen auf Erden unseren Glauben stärken, unsere Liebe zu Gott vertiefen, unsere Gemeinschaft und Freude mit Ihm vergrößern, und Ehre und Herrlichkeit für Ihn bringen in Ewigkeit.

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Übersetzt von W. Hemmerling. Bibelzitate wurden aus der Schlachter Bibel 2000 entnommen.

Kontakt: wolfgang.hemmerling@freenet.de