Frage 1053

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 Frage 1053

 Habe heute Ihr Skript zu Sünde gegen den heiligen Geist gelesen. Seit Jahren habe ich angst von dieser Sünde und bestimmt / vielleicht nicht  grundlos.

 Habe auch in Gedanken gelästert. ich habe keine Hoffnung mehr irgendwie  weil ich mich so verdammt fühle. z.B. heute auf Internet Erotik angeschaut.

 und Lästergedanken gehabt, weil ich etwas tue was nicht gut ist.  zwanghaft, aber doch bewusst. Ach wären sie doch Jesus und könnten mir sagen wie es um

 mich steht. (ich will sie in keiner weise manipulieren).

 David


 27.07.03         Siehe auch
themen/laestgh.htm     
frage198.htm  
..\Uebersicht\evangueb.htm
..\benedikt\wewegahe.htm

 

 

Lieber David

 

1) zunächst sei die Schriftstelle angeführt, auf die bei der sog. Sünde gegen den Heiligen Geist Bezug genommen wird:

 

a) Mat 12:31 „Darum sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen nicht vergeben werden.“

b) Mark 3,29 „wer aber gegen den Heiligen Geist lästern wird, hat keine Vergebung in Ewigkeit, sondern ist ewiger Sünde schuldig;“

 

Man müsste - um dem Schriftwort gerecht zu werden - von „Lästerung [wörtlich Blasphemie] gegen den Heiligen Geist“ sprechen.

 

Wie bei jeder Auslegung ist zunächst der Zusammenhang dieser Aussage zu beachten.

Jesus Christus, der im alten Testament angekündigte Messias, ist auf die Erde gekommen und vollbringt Zeichen und Wunder, die ihn als Gesandten Gottes eindeutig ausweisen. Daher wird im Matthäusevangelium wiederholt auf das Alte Testament und der Erfüllung in Christus Bezug genommen.

Die jüdische Bevölkerung ist gespalten: ein Überrest erkennt Jesus als den Messias an – der Großteil jedoch, darunter auch die religiösen Führer des Volkes - verwirft ihn als den Gesalbten Gottes.

Unmittelbar vor der Aussage des Herrn in Mat 12,31 steht ein erneutes Zeichen: Er heilt einen blinden und stummen Besessenen (V.22). Als die Volksmenge die Frage stellt, ob es sich bei Jesus um den verheißenen Sohn Davids handelt (V.23), reagiert die religiöse Führerschaft der Pharisäer in ungeheuerlicher Art und Weise: sie erklären das soeben geschehene Zeichen, dass Jesus als den Christus ausweisen sollte, schlichtweg als dämonisch gewirkt (V.24). Der Herr entgegnet damit, dass das Reich Gottes gekommen ist (V.28) – der Beweis sind, die Zeichen, die er in der Kraft des Geistes bewirkt.

Zusammenfassend kann man den relevanten Vers 31 im Zusammenhang des Textes folgendermaßen wiedergeben: Obwohl die Führerschaft zweifelsfrei die messianischen  Wunder des Herrn miterlebt hat, schreiben sie diese nicht dem Geist Gottes zu, sondern erklären sie für dämonisch. Indem sie dies tun, begehen sie die Lästerung des Heiligen Geistes. Diese Lästerung wird nicht vergeben.

Man kann also diese Lästerung der Führerschaft Israels nicht direkt auf uns beziehen.

Will man jedoch eine Anwendung auf unsere Tage vollziehen, so ist heute die einzige Sünde, die nicht vergeben wird, diejenige, wenn man im Evangelium Jesus als den Christus erkennt, diesen aber nicht anerkennt sondern verwirft. Alle anderen Sünden – auch Mord und Ehebruch – können vergeben werden.

 

2) Die Erfahrung, dass wir als Christen Dinge tun, die Gott und uns selbst missfallen, beschreibt Römer 7,15 „Denn was ich vollbringe, billige ich nicht; denn ich tue nicht, was ich will, sondern was ich hasse, das übe ich aus.“. Sünde (Pornographie etc.) ist immer eine Katastrophe im Leben des Gläubigen. Der Unterschied zwischen einem Gläubigen und einem Weltmenschen dabei ist in Sprüche 24:16 beschrieben „Denn der Gerechte fällt siebenmal und steht wieder auf; aber die Gottlosen stürzen nieder im Unglück“. Kein Gläubiger kann dauerhaft in solchen Sünden verharren. Nur ein Ungläubiger kann „fahrplanmäßig“ sündigen. Wir Gläubigen können die Verheißung in 1Joh 1,9 in Anspruch nehmen „Wenn wir unserer Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit“  

Sünden im Leben der Gläubigen entstehen meistens, wenn wir nicht für den Herrn im Einsatz sind, dies können wir aus der Sünde des Königs David mit Batseba lernen.

Wir sollten jedoch noch für den Herrn wirken, solange wir noch dazu Gelegenheit haben und Menschen, die auf dem Weg ins Verderben sind, mit dem Evangelium bekannt machen - das wird uns vor mancher Sünde bewahren !

 

Viele Grüße

Peter St.  / BRD


30,07,03

Lieber Hanspeter, ganz herzlichen Dank für die Veröffentlichung  meiner

frage 1053.
 Im glauben nehme ich an, dass Jesus für meine Sünden gestorben ist und zwar für  jede. Was für eine Freiheit!

Gruss David


29.05.05

http://www.alexanderseibel.de/was_war_die_laesterung_des_heiligen_geistes.htm

Was war die Lästerung des Heiligen Geistes?

In Mt. 9,32 lesen wir bereits vor dem Wendepunkt in Mt. 12, wie man zu Jesus einen stummen Menschen bringt. "Als aber der böse Geist war ausgetrieben, redete der Stumme. Und das Volk verwunderte sich und sprach: So etwas ist noch nie in Israel gesehen worden" (Vers 33). Noch nie! Wir sehen hier den Einmaligkeitscharakter, den Jesus auch noch besonders in Joh. 15,24 unterstreicht. Der Messias tat Werke, die kein anderer jemals getan hat.

Ähnlich wie in Mt. 12 weisen die Pharisäer die Aussagekraft dieses Wunders mit der Anschuldigung zurück, die Geister würden durch ihren Obersten ausgetrieben (Vers 34).
In vielen pfingstlichen und charismatischen Kreisen wird die Vorstellung vertreten, ein Wunder Gottes dem Teufel zu unterstellen, sei die Lästerung des Heiligen Geistes. Wenn dies zuträfe, müßte nun unser Herr bereits hier (Mt. 9,34) von der unvergebbaren Sünde sprechen. Wir lesen nichts dergleichen. Er wirkt weiter unter dem Volk, bis es nach dem siebten Widerspruch der Pharisäer schließlich in Mt. 12 zum Bruch kommt.

Gemäß Johannes 16,9 ist die Sünde in Gottes Augen die Weigerung, an Jesus zu glauben. Das ist die entscheidende Weichenstellung: Nimmt Israel den Messias an oder nicht, werden sie an Ihn glauben oder nicht? Gott hat sich in Jesus und dem Heiligen Geist so weit herabgelassen, daß er genau die Wunder gewirkt hat, die nach ihrer eigenen eher willkürlichen Definition niemand anderer tun konnte als allein der Messias. So weit ist ihnen Gott entgegengekommen, ähnlich wie dem ungläubigen Thomas.

Doch wer sich weigert, ähnlich wie die Schriftgelehrten zur Zeit Jesu, an Christus zu glauben, für den gibt es keine Hoffnung. Von daher kann ein Gläubiger überhaupt nicht den Heiligen Geist lästern, ist er doch längst mit Gott versöhnt. Von dieser Lästerung hat außerdem das Recht zu reden nur der Herr selber, da Er der Richter ist. Der Apostel Paulus, über den die fleischlichen Korinther zu Gericht saßen (1. Kor. 9,3), deutete nie an, nun haben seine Gegner die unvergebbare Sünde begangen. Sonst würde nämlich ein Mensch einen anderen mit dieser bestimmten Drohung buchstäblich gnadenlos verdammen, und dies steht niemandem als allein dem lebendigen Gott zu.

Solch eine Begebenheit, daß eine Generation die Gnadenstunde Gottes versäumte, ist dem Volk Israel nicht das erste Mal widerfahren. Nach der Rebellion der Kundschafter, die das Gelobte Land ausgespäht haben, erklärt der lebendige Gott: "Alle die Männer, die meine Herrlichkeit und meine Zeichen gesehen haben, die ich getan habe in Ägypten und in der Wüste, und mich nun zehnmal versucht und meiner Stimme nicht gehorcht haben, von denen soll keiner das Land sehen, das ich ihren Vätern zu geben geschworen habe; auch keiner soll es sehen, der mich gelästert hat" (4. Mose 14,22-23).

Für die damalige Generation war eine heilsgeschichtliche Stunde unwiederbringlich vorbei. Man konnte danach tun und lassen, was man wollte, nach dieser "Lästerung" stand das Urteil Gottes, ähnlich wie in Mt. 12,31-32, unverrückbar fest. Ausgenommen sind nur Josua und Kaleb. Selbst Moses durfte dieses Land nicht mehr betreten.

Auch die Generation, die das Gericht Gottes durch das babylonische Exil erfuhr, befand sich in einer ähnlichen Weichenstellung. Es war so viel unschuldiges Blut vergossen worden, daß Gott nicht mehr vergeben wollte und die Zerstörung des Tempels, damals durch die Babylonier, Jahrhunderte später durch die Römer, zuließ. "Doch kehrte sich der Herr nicht ab von dem Grimm seines großen Zorns, mit dem er über Juda erzürnt war um all der Ärgernisse willen, durch die ihn Manasse erzürnt hatte" (2. Kön. 23,26). " .auch um des unschuldigen Blutes willen, das er vergoß, so daß er Jerusalem mit unschuldigem Blut erfüllte. Das wollte der Herr nicht vergeben" (2. Kön. 24,4).

Zurück zu Matthäus 12. Nach diesem Urteilsspruch Jesu kommen die Pharisäer und Schriftgelehrten und bitten um ein Zeichen (Vers 38). Doch der Herr weist dies zurück. Er wendet sich von Israel auf dieser Basis der Zeichenforderung ab und spricht nun in den nachfolgenden Versen von dem Gericht, das über diese Generation (Verse 41-42) kommen wird.

Ab Mt. 13 haben wir den Dienst des verworfenen Königs. Er, der "für die verlorenen Schafe des Hauses Israel gekommen war", hätte hier eigentlich die Welt räumen müssen. Doch die Tatsache, daß der Herr weiterhin wirkt, zeigt, daß Gott nicht nur einen Plan für Israel hat. In den Versen 3-9 folgt nun das erste Gleichnis Jesu, und zwar das Gleichnis vom Sämann und dem Wort (Vers 19). Und hier findet sich eine gewisse Vorschattung auf die neue Heilszeit. Nun steht das Wort im Mittelpunkt und der Herr betont: "Wer Ohren hat, der höre:" (Vers 9).

An der Frage der Jünger, "warum redest du zu ihnen in Gleichnissen?" erkennt man, daß dies tatsächlich das erste Gleichnis war, war ihnen doch diese Form des Wirkens Jesu noch fremd. Die Antwort Jesu: "Euch ist es gegeben, daß ihr die Geheimnisse des Himmelreichs verstehet, diesen aber ist's nicht gegeben" (Vers 11). Geistliche Wahrheiten werden nun primär über den Verstand durch das Wort mit dem Herzen begriffen. Der Neue Bund steht auch unter Geheimnissen und ist nicht mehr so offensichtlich wie das alttestamentliche Bundesvolk Israel.

"Denn wer da hat, dem wird gegeben, daß er die Fülle habe" (Vers 12a). Auf wen bezieht sich das? Die Jünger, die Jesus nachfolgten. Mit dem Heiligen Geist bekamen sie dann auch zu Pfingsten die Fülle. "Wer aber nicht hat, von dem wird auch genommen, was er hat" (Vers 12b). Wer ist damit gemeint? Israel. Sie hatten den Tempel, den Opferdienst, das Priestertum, das verheißene Land usw. Es wurde ihnen alles weggenommen. Kein Stein blieb auf dem anderen. Es ging alles unter und die Juden wurden zerstreut unter alle Völker. "Darum rede ich zu ihnen in Gleichnissen. Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht. Und mit hörenden Ohren hören sie nicht; und sie verstehen es auch nicht'' (Vers 13). Der Beweis sind die vorherigen Kapitel. Diese Generation hat gesehen, wie der Blindgeborene geheilt wurde. Sie haben gesehen, wie der Aussätzige gesund wurde. Sie haben es wahrgenommen, wie der Stumme auf einmal reden konnte, und dennoch begreifen sie es nicht und verwerfen ihren Messias.

"Sehenden Auges und hörenden Ohres" sagt dieser Vers. Israel war sowohl im Bereich des Auges wie des Ohres angesprochen. Sie hatten sowohl das Wort wie auch die Zeichen. Die Juden fragen ja bekanntlich nach Zeichen. Aber in Vorschattung für die Gemeinde lesen wir in dem bereits erwähnten ersten Gleichnis nur noch: "Wer Ohren hat, der höre!" Man beachte auch Offenbarung Kap. 2-3, die sieben Sendschreiben an die Gemeinden in Kleinasien, wo der Herr siebenmal die gleiche Formulierung gebraucht.

Nach diesem Urteilsspruch über diese Generation, zeigt der Herr in den Versen 43-45 in Mt. 12, wie das Gericht kommt. Der böse Geist hat sein Haus, nämlich Israel, verlassen. Nachdem er umkehrt, "findet er's leer, gekehrt und geschmückt" (Vers 44). Wieso gekehrt und geschmückt? Johannes der Täufer und auch unser Herr haben eine Bußbewegung bewirkt und der böse Geist wurde ausgefegt, das Haus geschmückt. Wieso leer? Der Messias wird abgelehnt. Dann wird es mit diesem Geschlecht ärger als vorher, denn es ist ein göttliches Prinzip, daß nach einer gewissen Verhärtung Gott den Geistern nicht mehr wehrt bzw. sogar die bösen Geister zum Gericht aussendet (1. Kön. 22,20-21).

Ähnliches spielt sich nun vor unseren Augen mit dieser gegenwärtigen westlichen Generation ab, die immer offensichtlicher das Wort Gottes verwirft. Gleichzeitig sehen wir eine zunehmende Okkultflut.

In den Versen 46-50 von Mt. 12 ist die Geschichte von Jesu wahren Verwandten. Seine Mutter und Brüder wollen mit ihm reden, doch Er wendet sich ab. "Und er reckte die Hand aus über seine Jünger und sprach: Siehe da, das ist meine Mutter und meine Brüder! Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter" (Verse 49-50).

Warum steht dies ausgerechnet hier? Es zeigt dies in typologisch prophetischer Darlegung die Verwerfung Israels, dieses Geschlechts bzw. dieser Generation. Denn man gehörte ja zum Volk Gottes nach dem Alten Bund aufgrund der sichtbaren Zugehörigkeit, aufgrund der sichtbaren Beschneidung. Man mußte Jude, also mit Jesus fleischlich verwandt sein, um Glied des Bundesvolkes, um erwählt zu sein. Gerade dieser Alte Bund wird aber durch die Erklärung, diese Generation habe den Heiligen Geist gelästert, vorwegnehmend aufgekündigt.

Danach aber möchten Jesu engste Verwandte ihn sprechen, also Menschen, die vom Alten Bund her das Volk Gottes in höchster Form darstellten, nämlich die Brüder, die Schwestern und die Mutter. Doch er wendet sich ab, denn das zählt in der neu anbrechenden Heilszeit nicht mehr. Im Neuen Bund, der hier allegorisch vorgeschattet wird, gilt nicht mehr die verwandtschaftliche Zugehörigkeit, sondern wir sind nun von Gott geboren, wenn wir den Willen des Vaters im Himmel tun. Der oder die Betreffende ist nun geistlich Jesu Bruder, Schwester oder Mutter. Man kann noch so nahe mit Jesus verwandt sein, man muß dennoch von neuem geboren werden. Die alte fleischliche Beziehung bzw. Beschneidung zählt nicht mehr.

Es findet sich somit in gewisser Hinsicht von Mt. 12 zu Mt. 13 ein Übergang von Israel zu den Nationen, vom Zeichen zum Wort, von sichtbaren zu unsichtbaren von fleischlichen zu geistlichen Bezügen. Der Vers, der das auch in den Briefen am deutlichsten bezeugt, ist 2. Kor. 5,16. "Darum kennen wir von nun an niemand mehr dem Fleische nach; und ob wir auch Christus früher dem Fleische nach gekannt haben (Alte Bund, Anm.), so erkennen wir ihn doch jetzt so nicht mehr. Darum, ist jemand in Christus (Neue Bund, Anm.), so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden" (Vers 17).

Jesu Brüder, Schwestern und seine Mutter kannten ihn dem Fleische nach. "Jetzt so nicht mehr", erklärt Paulus. Hier ist ebenfalls ein Übergang von sichtbaren zu unsichtbaren Realitäten zu erkennen, vom Schauen zum Glauben (2. Kor. 5,7). Deswegen gibt es auch im engeren Sinne keine Apostel mehr, weil der Apostel kannte definitionsgemäß Jesus dem Fleische bzw. dem Auge nach (1. Kor 9,1; 1. Joh. 1,1-3 u.a.).

Im Neuen Bund muß man jetzt in Jesus sein und das ist man nicht durch die fleischliche, sondern durch die neue Geburt, wie der bereits oben zitierte Vers, 2. Kor. 5,17, so eindrücklich zeigt.

Mit folgender Darlegung möchte ich abschließen. In demselben Kapitel 12 von Matthäus, das streckenweise nun ausführlicher behandelt worden ist, in dem Israel die Herrlichkeit seines Messias verwirft, wird uns der Messias durch das Wort in anderer Weise in seiner unausforschlichen Größe nochmals dargestellt.

Messias heißt ja griechisch Christos, der Gesalbte. Gesalbt wurden in alttestamentlicher Zeit Könige, Priester und Propheten. In Mt. 12,6 erklärt Jesus: "Ich sage euch: Hier ist Größeres als der Tempel." Der Tempel stand bekanntlich in Verbindung mit dem Priesterdienst. Hier ist also mehr als der Tempel, hier ist mit anderen Worten, mehr als die Priester.

In Mt. 12,41 sagt der Herr: "Die Leute von Ninive werden auftreten beim Gericht mit diesem Geschlecht und werden es verdammen; denn sie taten Buße nach der Predigt des Jona. Und siehe, hier ist mehr als Jona". Jona war ein Prophet. Und im nächsten Vers lesen wir: "Die Königin vom Süden wird auftreten beim Gericht mit diesem Geschlecht und wird es verdammen, denn sie kam vom Ende der Erde, Salomos Weisheit zu hören. Und siehe, hier ist mehr als Salomo.“ Salomo war bekanntlich ein König, und zwar der glanzvollste aller Zeiten. Hier ist nun mehr als die Priester, mehr als die Propheten, mehr als die Könige. Hier ist der wahre Gesalbte, hier ist der wahre Messias. In demselben Abschnitt, wo Israel (auf Zeit) verworfen wird, wird uns der Messias noch einmal durch das Wort in seiner Größe und Schönheit gezeigt. Er ist größer, Er ist höher, Er ist reicher, Er ist mehr als alle und alles. Möge auch uns der Herr der Herrlichkeit durch das Wort Gottes in seiner Einmaligkeit und unauslotbaren Fülle neu kostbar werden. Mögen wir neu erkennen, wie reich wir durch Gottes Wort beschenkt sind.

Alexander Seibel

Eingesandt: Berndt S.