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Frage 1085

Welchen gemeindlichen Hintergrund hat der "Bibelkreis.ch"?? Die Glaubensgrundsätze sind auf der Homepage niedergeschrieben, die Beiträge hören sich sehr nach reformatorischer Theologie an, ....
 
Wer seid ihr???
 
Gruß
Matthias GMX  BRD

Lieber Matthias

Re - Formation meint eigentlich:  Zurückformatieren auf Augustinus.  (griechisch -  heidnisches,  vermischtes mit etwas AT x NT) In diesem Sinne ist also bestimmt nicht reformatorisch,   weil ich ja ein durch Busse und Glauben an das Werk Christi durch Gottes Gnade errettet bin, was ein Luther oder Calvin ja nicht war. Ich bin auch kein Protestant, weil dies je ein Werk von politisierender  Menschen war, ich aber halte von Politik persönlich nichts  (mehr). Andere,  wirkliche Christen sehen das anders, ich weiss dies.  Bibelkreis.ch ist einfach meine Feierabend Beschäftigung.

Noch einige Infos:

Info Website
Glaubens-
grundsätze
Welche Versammlung?

In IHM
Hans Peter


Hallo!   06,09,03
 
Glaubte Luther nicht an Errettung durch Gnade aus Glauben? Ich dachte er tat dies so stark, dass er Jakobus ans Ende der Bibel verschob, da er z. B. Jakobus 2:17 als unreines Evangelium ansah?

A.H.


Lieber A.H.   Calvinismus   Berean Call  Forum/frage1079.htm  Forum/frage1071.htm    Bist Du ein Lutherfan 
Calvinismus Die ¨ Altesten der Fairhaven  Bible Chapel  San Leandro, USA
 

Nur dass etwas ganz klar ist. Ich hasse keinen Menschen. Keinen Hitler und auch nicht sein Vorläufer,  Dr. Martin Luther. Ich hasse keinen Bauern die Martin Luther als leibhaftige Teufel sah und ermorden liess. Ich hasse kein Erasmus von Rotterdam  (Das ist der mit dem TR) und kein Calvin, das ist der der die wahren Christen ermorden liess. Ich hasse keinen Menschen, Ich hasse böses Leben, böse Lehre, ich hasse Sünde ich hasse das Fluchen aber keinen Flucher. Luther zum Beispiel,  konnte nach seinem Selbstzeugnis fluchend beten.  Trotzdem hoffe ich natürlich, dass er sich in seinen letzten Erdentagen noch bekehren durfte, ich konnte aber davon nichts lesen. 4 Tage vor seinem Tode war er noch nicht errettet. Er war zu diesem Zeitpunkt  immer noch der absolute Judenhasser. Kein Judenhasser hat ewiges Leben. Ich hasse keinen pornografischen Wüstling also auch nicht Martin Luther mit all seiner primitivsten  Ausfälligkeit.   Ich hasse keinen Kindertäufer und der geschrieben hat, das Tauwasser  verwandle sich in Blut. Ich hasse keinen,  der "lehrt" , dass Gott Menschen in der Ewigkeit auserwählt habe für die Hölle, (Calvin) Ich hasse keinen der Nachschwätzer des Mörders Calvin, das sind dann die Calvinisten. (Mac Arthur Luzzer)  und wie sie alle heissen mögen)  Ich werde aber, wenn ich auf etwas derart lästerliches wie den Calvinismus und die Lutheranismus stosse, darüber ohne Rücksicht auf meine Person schreiben. Ich bin überzeugt das die Irrlehren Luthers und Calvins viel verderblicher sind alles die ganze okkulte Pfingstbewegung.  Seine Rechtfertigungsirrlehre ist bestimmt nicht das,  was Du  meinst. Aber dazu brauche ich noch etwas Zeit.

 

in IHM
Hans  Peter


Ich bin da genau ihrer Meinung. Ich bin ein absoluter Calvinismushasser. Trotzdem hasse ich natürlich keinen Menschen, auch wenn er diese Lehre vertreten mag. Ich bin schon sehr gespannt auf Ihre weiteren Ausführungen. Den "Luther-Fan" Link kenne ich schon seit einiger Zeit. Ich bin genau wie sie der Überzeugung, dass Martin Luther ein paar Tage vor seinem Tod noch nicht errettet war, denn wie kann man Juden hassen und den Herrn Jesus lieben? Trotzdem wäre ich für einige Infos bezüglich Luthers Rechtfertigungslehre sehr dankbar, da ich bis jetzt davon ausgegangen bin, dass Luther ein starker Verfechter der Erlösung aus Glauben allein war... so stark sogar, dass es bei ihm und seinen Nachfolgern zu einer Art "geistlichen Lähmung" gekommen ist, die "das Wort Gottes tun" völlig übergehen.

A.H.
 


07,09,03

Lieber Hans-Peter,

 
Ich habe mich vor einigen Jahren intensiv mit dem sog. "Reformatorischen Glauben" beschäftigt. Daher wollte ich dazu einige Gedanken weitergeben:
Ein Fehler wäre es dabei, wenn man davon ausgeht, dass es DIE Reformation - quasi als einheitlichen Block im 16.Jahrhundert gegeben hat.
Dabei muss man m.E. drei Bahnen unterscheiden. Uns ist heute meist nur der Zweig als Reformation bekannt, der sich einerseits auf Luther (Protestantismus in Deutschland) bzw. andererseits auf Zwingli/Calvin (Schweiz) zurückverfolgen lässt, da dieser mit dem jeweiligen politischen System kooperierte (Luther breitete seine Lehre mit Hilfe der Fürsten aus, Calvin entwickelte sich quasi als protestantischer Terrorpapst in Genf - ebenso übernahm Zwingli politische Führung und starb ja auch im Krieg um politische Macht bei Kappel).
 
Der dritte Zweig, der Reformationszeit waren jedoch die Täufer, die NICHT mit dem Staat packtieren und das Evangelium OHNE politische Mittel oder mit Hilfe staatlicher Gewalt zu verbreiten wollten. Jesus Christus selbst strebte keine Zusammenarbeit mit der jüdisch-römischen Führung seiner Zeit an, um an politische Macht zu kommen: Joh 18,36 "Mein Reich ist nicht von dieser Welt". . Ebenso sprach der Herr sich dagegen aus, militärische Gewalt auszuüben: "Denn alle, die das Schwert ergreifen, werden durch das Schwert umkommen." (Mat26,52). (Eine traurige Ausnahme waren etwa die schwärmerischen Täufer um Thomas Münzer, die in Münster/Westfahlen ein Täuferreich gründen wollten, die aber nicht zur eigentlichen Täuferbewegung gezählt werden sollten, da sie eher politsch motiviert waren und mit den übrigen Täufern nur die Taufe gemeinsam hatten).
Die Täufer unterschieden sich jedoch nicht nur darin von der übrigen Reformationsbewegung, sondern auch in der Lehre. Ein führender Bruder der Täufer war Dr. Balthasar Hubmaier, ein ehemaliger katholischer Priester. Er lehrte - nach dem Studium der Heiligen Schrift - die Busse, Bekehrung zu Jesus Christus und die anschließende Taufe der Gläubigen. Das Abendmahl verstand er und die von ihm gegründeten Gemeinden (in Waldshut, Nikolsburg etc.) - im Gegensatz zur übrigen Reformationsbewegung - nicht als heilsvermittelndes Sakrament, sondern als Gedächtnismahl und die Taufe als Zeichen, dass der Gläubige mit Christus gestorben und auferstanden ist. (Hubmaier hat sich im übrigen auch klar gegen die Prädestinations- bzw. Verwerfungslehre Calvins ausgesprochen.
Ein weiterer Vertreter der Täufer ist Menno Simons, der durch das Studium von Gottes Wort zu gleicher Überzeugung wie die Täufer um Hubmaier gekommen ist.
 
Die Täufer wurden jedoch nicht nur vom Katholizismus blutig verfolgt, sondern auch von den schweizer und deutschen Reformatoren, die sich dazu ebenso der weltlichen Macht bedienten, wie die Papstkirche:
Das heutige Verständnis über reformatorischen Glauben bezieht sich nahezu aussschließlich auf die politischen Sieger der Reformationszeit. Als Hauptkennzeichen könnte man folgende Punkte festhalten, die aus biblischer Sicht jedoch klare Irrlehren sind:
 
- Kooperation von Kirche und Staat (Staatskirchentum bzw. politische Umsetzung des Evangeliums)
- Taufwiedergeburtslehre
- Sakramentalismus (Heilsvermittlung durch Taufe und. Abendmahl anstatt durch Busse und Bekehrung zu Jesus Christus)
- die Gemeindezeit heute ist das 1000jährige Friedensreich aus der Offenbarung
- Israel wurde von Gott vollständig verworfen und wurde durch die Kirche ersetzt
- TULIP (Calvin)
Also heutige Vertreter dieser Lehren, die in evangelikalen Kreisen bekannt sind, wären z.B. Thomas Schirrmacher vom Bucer-Seminar, Bernhard Kaiser von der ART zu nennen.
 
Viele Grüße
Peter