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Frage 1887     FF von: 1093  Lutheraussagen

Also, ich muss sagen, dass ich hier schon einigermaßen schockiert bin, über das, was ich hier so zu lesen bekomme.
 
Zunächst die Vorbemerkung: Wer kann sich erdreisten, jemand anderem, der den Glauben bekennt, die Erlösung abzusprechen?
Das ist ungeistlich!
 
Ich bin natürlich auch nicht dafür, Luther nur deshalb über den "grünen Klee" zu loben, weil er die Bibel übersetzt hat. (Es gab vor ihm schon mindestens 14 deutsche Übersetzungen, die allerdings nicht in Massen verbreitet werden werden konnten, weil der Buchdruck noch nicht "da" war, und weil ihre Übersetzer einfach nicht so sehr öffentliches Interesse erzeugt haben, wie Luther.)
 
Auch will ich gar nicht in Abrede stellen, dass Luther gerade im Spätherbst seines Wirkens oft über die Stränge geschlagen hat (siehe Äußerungen über die Juden).
 
Allerdings sollte man die zeit, in der L. lebte, nicht ganz und gar vergessen.
 
Gott hat L. m.E. viel Licht geschenkt, aber er hatte nicht alle Wahrheiten erkannt (siehe seine Haltung zum Jakobusbrief "Glaube und Werke").
 
Luther hat vieles reformiert (übrigens hat das nichts mit formatieren zu tun, ihr Witzbolde), aber auch vieles beibehalten, was die röm.-kath.Kirche eingeführt hatte.
 
Dennoch muss deutlich gesagt werden, dass gerade seine Rechtfertigungslehre ein Durchbruch in Glaubensdingen war. Luther wäre es übrigens lieber gewesen, wenn die allgemeine Kirche damals seine Reformen angenommen hätte, anstatt ihn und seine Getreuen hinauszutun.
 
Noch ein Wort zur Aussage: "Judenmission ist der erste Schritt zur Judenfeindlichkeit!"
 
 
Ein Jude muss genauso wie ein Grieche Buße tun, an den Herrn Jesus glauben, die Gnade Gottes annehmen. Man wird nicht gerettet, weil man irgendwohinein geboren wurde, sondern allein aus Gnade, mittels des Glaubens. Und das nicht aus sich selbst, Gottes Gabe ist es.
Natürlich kenne ich das Argument, dass die Europäer, und hier besonders die Deutschen, den Juden soviel Leid angetan haben, dass sie sich hüten sollten, mit einem Juden nun über sein ewiges Heil zu sprechen. Nun, dem Teufel ist jedes Argument recht, Gläubige von der Evangelisation abzuhalten. Lieber will ich einem Juden mit Bauchschmerzen wegen meiner natürlichen Herkunft den Weg zum Himmel sagen, als aus "political correctness" schuldig an seinem Verlorengehen zu werden.
 
Denjenigen, denen es seltsam vorkommen mag, Juden zu missionieren, sei gesagt, die ersten Christen waren alle Juden, und ich weigere mich, anzunehmen, dass es da heute einen Unterschied gibt.
 
Alle Menschen, die Jesus Christus nicht als den anerkennen, der er ist, können nicht gerettet werden.
 
(Psa 89:26)

Er wird mir zurufen: Mein Vater bist du, mein Gott, und der Fels meiner Rettung! Das Alte Testament kennt Gott als Vater.

(Joh 14:6)

Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, als nur durch mich. Das sagt Jesus zu einem Juden, by the way.

Das werden auch die Jünger Malgos nicht abstreiten können.

Rom 10:9-21

(9) wenn du mit deinem Munde Jesum als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du errettet werden wirst.

(10) Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, und mit dem Munde wird bekannt zum Heil.

(11) Denn die Schrift sagt: "Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zu Schanden werden".

(12) Denn es ist kein Unterschied zwischen Jude und Grieche, denn derselbe Herr von allen ist reich für alle, die ihn anrufen;

(13) "denn jeder, der irgend den Namen des Herrn anrufen wird, wird errettet werden".

(14) Wie werden sie nun den anrufen, an welchen sie nicht geglaubt haben? Wie aber werden sie an den glauben, von welchem sie nicht gehört haben? Wie aber werden sie hören ohne einen Prediger?

(15) Wie aber werden sie predigen, wenn sie nicht gesandt sind? Wie geschrieben steht: "Wie lieblich sind die Füße derer, welche das Evangelium des Friedens verkündigen, welche das Evangelium des Guten verkündigen!"

(16) Aber nicht alle haben dem Evangelium gehorcht. Denn Jesaias sagt: "Herr, wer hat unserer Verkündigung geglaubt?"

(17) Also ist der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort.

(18) Aber ich sage: Haben sie etwa nicht gehört? Ja freilich. "Ihr Schall ist ausgegangen zu der ganzen Erde, und ihre Reden zu den Grenzen des Erdkreises."

(19) Aber ich sage: Hat Israel es etwa nicht erkannt? Zuerst spricht Moses: "Ich will euch zur Eifersucht reizen über ein Nicht-Volk, über eine unverständige Nation will ich euch erbittern".

(20) Jesaias aber erkühnt sich und spricht: "Ich bin gefunden worden von denen, die mich nicht suchten, ich bin offenbar geworden denen, die nicht nach mir fragten".

(21) Von Israel aber sagt er: "Den ganzen Tag habe ich meine Hände ausgestreckt zu einem ungehorsamen und widersprechenden Volke".

Rom 11:1-11

(1) Ich sage nun: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das sei ferne! Denn auch ich bin ein Israelit aus dem Samen Abrahams, vom Stamme Benjamin.

(2) Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er zuvorerkannt hat. Oder wisset ihr nicht, was die Schrift in der Geschichte des Elias sagt? Wie er vor Gott auftritt wider Israel:

(3) "Herr, sie haben deine Propheten getötet, deine Altäre niedergerissen, und ich allein bin übriggeblieben, und sie trachten nach meinem Leben".

(4) Aber was sagt ihm die göttliche Antwort? "Ich habe mir übrigbleiben lassen siebentausend Mann, welche dem Baal das Knie nicht gebeugt haben".

(5) Also ist nun auch in der jetzigen Zeit ein Überrest nach Wahl der Gnade.

(6) Wenn aber durch Gnade, so nicht mehr aus Werken; sonst ist die Gnade nicht mehr Gnade.

(7) Was nun? Was Israel sucht, das hat es nicht erlangt; aber die Auserwählten haben es erlangt, die übrigen aber sind verstockt worden, wie geschrieben steht:

(8) "Gott hat ihnen einen Geist der Schlafsucht gegeben, Augen, um nicht zu sehen, und Ohren, um nicht zu hören, bis auf den heutigen Tag".

(9) Und David sagt: "Es werde ihr Tisch ihnen zur Schlinge und zum Fallstrick und zum Anstoß und zur Vergeltung!

(10) Verfinstert seien ihre Augen, um nicht zu sehen, und ihren Rücken beuge allezeit!"

(11) Ich sage nun: Sind sie etwa gestrauchelt, auf daß sie fallen sollten? Das sei ferne! Sondern durch ihren Fall ist den Nationen das Heil geworden, um sie zur Eifersucht zu reizen.

Rom 11:23-36

(23) Und auch jene, wenn sie nicht im Unglauben bleiben, werden eingepfropft werden; denn Gott vermag sie wiederum einzupfropfen.

(24) Denn wenn du aus dem von Natur wilden Ölbaum ausgeschnitten und wider die Natur in den edlen Ölbaum eingepfropft worden bist, wieviel mehr werden diese, die natürlichen Zweige, in ihren eigenen Ölbaum eingepfropft werden!

(25) Denn ich will nicht, Brüder, daß euch dieses Geheimnis unbekannt sei, auf daß ihr nicht euch selbst klug dünket: daß Verstockung Israel zum Teil widerfahren ist, bis die Vollzahl der Nationen eingegangen sein wird;

(26) und also wird ganz Israel errettet werden, wie geschrieben steht: "Es wird aus Zion der Erretter kommen, er wird die Gottlosigkeiten von Jakob abwenden;

(27) und dies ist für sie der Bund von mir, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde".

(28) Hinsichtlich des Evangeliums sind sie zwar Feinde, um euretwillen, hinsichtlich der Auswahl aber Geliebte, um der Väter willen.

(29) Denn die Gnadengaben und die Berufung Gottes sind unbereubar.

(30) Denn gleichwie [auch] ihr einst Gott nicht geglaubt habt, jetzt aber unter die Begnadigung gekommen seid durch den Unglauben dieser,

(31) also haben auch jetzt diese an eure Begnadigung nicht geglaubt, auf daß auch sie unter die Begnadigung kommen.

(32) Denn Gott hat alle zusammen in den Unglauben eingeschlossen, auf daß er alle begnadige.

(33) O Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unausforschlich sind seine Gerichte und unausspürbar seine Wege!

(34) Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist sein Mitberater gewesen?

(35) Oder wer hat ihm zuvorgegeben, und es wird ihm vergolten werden?

(36) Denn von ihm und durch ihn und für ihn sind alle Dinge; ihm sei die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen.

 

 

Gott sei Dank für seine unaussprechliche Gabe! 2.Kor 9,15

 

Eckhard Sluiter


Lieber Eckhard.   23.12.04

Ich danke Dir herzlich für Deine Mühe. Ich für meine Teil achte immer mehr darauf,  wie einer lebt und weniger wie einer schreibt.  Sie WJO..
Bei Luther war aber beides völlig verpfuscht. Er ging nach seinem ersten eigenhängigen Mord bekanntlich ins Kloster. Was dort alles geschah weiss ich zuwenig, will es lieber auch gar nicht wissen... aber er kam so aus dem Kloster, wie er hineinging.
Kloster und Theologie können einen Menschen nicht verändern. Er blieb zeitlebens das was er war, ein Mörder und ein Christenverfolger. Seine Rechtfertigungslehre ist der reinste Hohn! Er hat nie daran geglaubt, sowenig an die 5 Sola... Er lehrte, das man durch das Taufwasser und  durch das essen von Brot errettet werde. Er war und blieb ein Heide, so wie sine Anhänger das heute  noch sind. Bitte beachte, ich sag nicht, das jeder Protestant verloren ist. Jeder ist errettet, der durch Busse und Glauben an den Herrn Jesus mit seien Sünden zum Herrn Jesus gekommen ist.

in IHM
Hans Peter


11.01.04

Hallo Hans-Peter,

 
gibt es irgendwelche Belege für den Mord Luthers?
Interessanterweise muss ich sagen, dass ich einmal einen Vortrag eines Spezialvikars der Schule, an der ich Abitur nachholte (er selbst bezeichnete sich übrigens als Lutheraner) miterlebt, in der er die Mordtheorie (Kloster schützt vor Strafverfolgung) ausgebreitet hat. Allerdings wurde er von unseren Religionslehrern (die m.W. keine Lutheraner waren, jedenfalls keine ausgewiesenen) dafür nur ausgelacht, so dass ich den Vortrag nicht weiter ernst nahm.
 
 
Gruß
 
Eckhard