Bibelkreis.ch

Gebet    

Es gibt nur wenig, was uns mehr über die Lebendigkeit unseres Glaubenslebens
Auskunft gibt, wie unser Gebetsleben.

Christus ging bereitwilliger ans Kreuz, wie wir zum Thron der Gnade.

Sobald du morgens wach wirst, fallen all deine Wünsche und Verlangen für
diesen Tag wie wilde Tiere über dich her. Jeden Morgen ist es darum deine
erste Aufgabe dies alles zur Seite zu schieben um auf die andere Stimme zu
hören, den anderen Standpunkt einzunehmen, das andere, grössere, stärkere,
stillere Leben hereinströmen zu lassen.

Wir sind ständig geneigt in die eine oder andere Form selbstauferlegter
Gesetzlichkeit zu verfallen, indem wir vergessen, dass wir nichts tun
können, Gott dazu zu bringen, uns zu lieben und dass er uns auch nie mehr
lieben wird, wie gerade jetzt. Christus hat schliesslich sein Leben für uns
gegeben, als wir Feinde waren (Röm 5:8-10).
Solange wir uns des Ausmasses seiner Liebe nicht tiefer bewusst werden, wird
das Gebet niemals das Mittel zu einem tiefgehenden Kontakt mit unserem Vater
werden. Da unser Umgang mit Gott unmittelbar durch das Bild bestimmt wird,
das wir von ihm haben, werden wir Gott bitten müssen, dass wir mit unseren
Herzen und Gedanken begreifen lernen, was seine unermessliche,
bedingungslose, treue Liebe zu uns beinhaltet (Eph 3:17-19).

Sozusagen alle Probleme mit dem Gebet hängen auf die eine oder andere Art
mit dem Glauben zusammen. Sowohl was wir bitten, als auch wie lange und
wofür wir bitten, hängt nämlich eng mit dem zusammen, was wir glauben. Wenn
wir die biblische Belehrung über das Gebet nicht begreifen, wird der
Charakter unserer Gebete hauptsächlich durch unsere Gefühle beeinflusst.
Die biblische Wirklichkeit muss auch meine Wirklichkeit werden, will mein
Gebetsleben die Qualität und das Kaliber haben, das Gott beabsichtigt hat.

Stille ist die erste Anforderung, wenn wir unsere Kenntnis von Christus
vertiefen wollen. Psalm 46:10 "Lasset ab (seid stille) und erkennet, dass
ich Gott bin!"

Gott kennen lernen kann nicht in Eile geschehen. Es braucht Zeit dazu. Man
hat immer Zeit für Dinge, die man am wichtigsten findet.

Gebet kommt nicht von selbst, wenn wir uns die Zeit dafür nicht freimachen
(Psalm 105:4; 27:8).

Liebe Grüsse
BO

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Gedanken aus dem Buch "Als je geen gebed
hebt..." von Stuart Sacks.