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Bibelabstrakt
Kurzübersicht über alle 70 Bibelbücher. Pro Kapitel 1-5 Sätze
Der Prediger
Vielen Dank, Hanspeter! Dann fahren wir nun fort mit der:
je Kapitel in 3–5 Sätzen, nach der Elberfelder Bibel 1905, mit Wiedergabe des Namens „Jehova“, sofern im Text vorhanden:
„Eitelkeit der Eitelkeiten, spricht der Prediger, alles ist Eitelkeit.“ Der Mensch müht sich – doch es gibt nichts Neues unter der Sonne. Die Natur bleibt, der Mensch vergeht. Erkenntnis vermehrt Kummer – auch Weisheit ist vergeblich, wenn sie ohne Gottesfurcht steht.
Der Prediger prüft das Leben durch Genuss, Besitz und Arbeit – alles ist vergeblich. Weisheit ist besser als Torheit – doch beide enden im Tod. Die Mühe für andere ist frustrierend, wenn man das Ergebnis nicht kontrollieren kann. Der Mensch soll das Gute aus Gottes Hand genießen.
Alles hat seine bestimmte Zeit – geboren werden, sterben, pflanzen, ausreißen… Gott hat Ewigkeit in das Herz gelegt. Der Mensch kann Gottes Werk nicht völlig erfassen. Das Leben ist Gabe Gottes – der Mensch soll sich freuen und Gutes tun. Gott wird das Gerechte und das Ungerechte richten.
Der Prediger sieht die Tränen der Unterdrückten – ohne Trost. Einsamkeit und Geiz führen zur Sinnlosigkeit. Zwei sind besser als einer – Gemeinschaft ist segensreich. Volksgunst ist vergänglich – selbst der Weise wird vergessen.
Zutritt zum Haus Gottes soll in Ehrfurcht geschehen: „Laß deine Worte wenig sein vor Gott.“ Gelübde sollen erfüllt, nicht vorschnell gesprochen werden. Reichtum verführt und ist vergänglich. Der Genuss der Arbeit ist eine Gabe Gottes – nicht allen gegeben.
Ein Übel unter der Sonne: Einer besitzt alles – aber Gott lässt ihn es nicht genießen. Der Mensch weiß nicht, was für ihn gut ist. Selbst tausend Jahre Leben ohne Freude ist nichts. Alles ist Eitelkeit – ohne Erkenntnis des Sinns vom Ende her.
Weisheit zeigt sich im Nachdenken über das Ende – nicht im Lachen. Besser Zucht als Lob der Toren. Der Mensch ist nicht gerecht – keiner auf Erden ist sündlos. Der Prediger erkennt, dass die Frau zur Falle werden kann. Gott hat den Menschen aufrichtig gemacht – doch sie suchen viele Künste.
Die Weisheit macht das Angesicht leuchten. Gottes Wege sind verborgen – niemand kann alles erkennen. Der Gerechte kann untergehen, der Gottlose Erfolg haben. Dennoch: Es geht dem, der Jehova fürchtet, gut. Der Mensch kann das Werk Gottes nicht ergründen.
Der Tod kommt über alle – Mensch und Tier. Solange man lebt, hat man Hoffnung. Genieße dein Leben – es ist Gottes Geschenk. Im Tod ist kein Tun und kein Wissen. Der Sieg ist nicht dem Schnellen oder Starken sicher – Zeit und Zufall treffen alle.
Ein wenig Torheit kann große Weisheit verderben. Der Tor redet viel und weiß nichts. Ein Land ist gesegnet, wenn die Fürsten zur rechten Zeit essen und nüchtern sind. Arbeit stumpft ab, wenn das Eisen nicht geschärft ist. Selbst im Verborgenen Gesagtes kann bekannt werden.
Verteile dein Gut – du weißt nicht, was gedeihen wird. Warte nicht auf vollkommene Bedingungen. Genieße das Leben in deiner Jugend – aber denke an das Gericht Gottes. Die Jugend vergeht schnell. Darum: handle weise im Licht.
„Gedenke an deinen Schöpfer in den Tagen deiner Jugend.“ Es folgt ein poetischer Bericht über das Altern und Sterben. Alles ist eitel – das Fazit des Buches: „Fürchte Gott und halte seine Gebote.“ Denn Gott wird jedes Werk ins Gericht bringen – verborgen oder offenbar.
Wenn du magst, Hanspeter, fahre ich nun gerne fort mit dem Hohenlied Salomos.