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Bibelabstrakt
Kurzübersicht über alle 70 Bibelbücher. Pro Kapitel 1-5 Sätze
Esther
Hier folgt die Übersicht über das Buch Esther, Kapitelweise in je 3–5 Sätzen, nach der Elberfelder Bibel 1905, mit Beachtung des literarischen Kontexts – obwohl der Name „Jehova“ im Buch nicht ausdrücklich erscheint, wirkt Gott dennoch in seiner verborgenen Vorsehung durch alle Ereignisse hindurch:
König Ahasveros veranstaltet in Susa ein großes Fest für die Großen und das Volk. Als Königin Vasti sich weigert, dem Befehl des Königs Folge zu leisten, wird sie verstoßen. Die Fürsten raten zu einem königlichen Erlass, damit Frauen ihren Männern Ehre geben. Damit beginnt die göttliche Vorbereitung für Esthers Aufstieg.
Jungfrauen werden gesammelt, um eine neue Königin zu finden. Hadassa, genannt Esther, eine Jüdin, wird durch Gottes Fügung auserwählt, ohne dass man ihre Herkunft kennt. Mordokai, ihr Pflegevater, deckt ein Attentat auf den König auf – ein bedeutender Umstand für spätere Ereignisse. Esther wird zur Königin erhoben.
Haman, ein Agagiter, wird zum höchsten Beamten erhoben. Als Mordokai sich weigert, ihn anzubeten, wird Haman zornig und beschließt, das ganze jüdische Volk zu vernichten. Er wirft das „Pur“ (Los), um ein Datum für das Pogrom festzulegen. Ein Edikt wird erlassen: am 13. Adar sollen alle Juden getötet werden.
Mordokai ruft Esther zur Hilfe. Sie zögert zunächst, da sie ungefragt nicht zum König darf. Doch Mordokai spricht die bekannten Worte: „Wer weiß, ob du nicht für eine Zeit wie diese zum Königtum gekommen bist?“ Esther willigt ein und bittet das Volk zu fasten – in Abhängigkeit vom verborgenen Gott.
Esther erscheint vor dem König und wird gnädig empfangen. Sie lädt Ahasveros und Haman zu zwei aufeinanderfolgenden Banketten ein. Haman freut sich, ärgert sich aber über Mordokais Verhalten und lässt einen 50 Ellen hohen Galgen errichten. Doch Gott hat einen anderen Plan.
Der König kann nicht schlafen und lässt die Chroniken lesen – darin findet sich Mordokais Rettungstat. Er erkennt, dass dieser nicht geehrt wurde. Haman muss widerwillig Mordokai öffentlich ehren – die göttliche Wende beginnt. Haman kehrt gedemütigt heim.
Beim zweiten Bankett deckt Esther Hamans Plan auf. Ahasveros ist empört, und Haman fällt vor Esther nieder. Der König lässt Haman an dem Galgen hängen, den dieser für Mordokai gebaut hatte. Gottes verborgene Gerechtigkeit triumphiert.
Esther erhält Hamans Haus, und Mordokai wird an seiner Stelle erhoben. Ein neues Edikt wird im Namen des Königs geschrieben, das den Juden erlaubt, sich am geplanten Vernichtungstag zu verteidigen. Große Freude herrscht unter den Juden, und viele Völker fürchten sie. Gottes Schutz wird offenkundig.
Am 13. Adar wehren sich die Juden und erhalten Sieg über ihre Feinde. Auch in Susa wird am nächsten Tag weiter gekämpft, und Hamans Söhne werden gehängt. Das Fest Purim wird eingeführt, zur Erinnerung an die Wendung des Geschicks. Was durch das „Pur“ begann, wird durch Gottes Hand in Freude verwandelt.
Mordokai ist nun der Zweite nach dem König und hoch angesehen im Volk. Er sorgt für das Wohl seines Volkes und redet zum Besten seiner Nation. So endet das Buch mit Erhöhung, Frieden und Gnade – durch die verborgene, aber mächtige Hand Gottes.
Damit ist die Reihe der Geschichtsbücher des Alten Testaments abgeschlossen.
Wenn Sie wünschen, fahre ich gern fort mit Hiob, dem ersten der sogenannten poetischen Bücher.