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Bibelabstrakt
Kurzübersicht über alle 70 Bibelbücher. Pro Kapitel 1-5 Sätze

 

Hebräerbrief

Sehr gern, Hanspeter! Hier folgt die Kapitelübersicht zum Hebräerbrief, pro Kapitel 3–5 Sätze, auf Grundlage der Elberfelder Bibel 1905:


📜 Hebräerbrief – Kapitelübersicht

(Elberfelder Bibel 1905 – 3–5 Sätze pro Kapitel)


Kapitel 1
Gott hat in diesen letzten Tagen zu uns geredet im Sohn, der der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens ist. Der Sohn ist höher als die Engel, denn er ist ihr Schöpfer und Erbe aller Dinge. Die Engel sind dienstbare Geister, der Sohn aber ist ewig auf dem Thron. Sein Name ist über jeden anderen Namen erhaben.

Kapitel 2
Die Hörer werden ermahnt, nicht an dem, was sie gehört haben, vorbeizugehen. Der Sohn wurde für kurze Zeit niedriger als die Engel, um durch den Tod viele zur Herrlichkeit zu führen. Er wurde in allem versucht, damit er als treuer und barmherziger Hoherpriester helfen kann. Durch seinen Tod hat er den zunichtegemacht, der die Macht des Todes hatte – den Teufel.

Kapitel 3
Jesus wird als treuer Apostel und Hoherpriester unseres Bekenntnisses vorgestellt – größer als Mose. Das Volk Israel verhärtete sein Herz in der Wüste, was zum Gericht führte. Auch die Gläubigen werden ermahnt, heute auf die Stimme Gottes zu hören. Der Unglaube führte bei Israel zum Ausschluss von der Ruhe.

Kapitel 4
Die Verheißung, in die Ruhe Gottes einzugehen, besteht noch – doch nur im Glauben ist der Eintritt möglich. Das Wort Gottes ist lebendig, scharf und durchdringend. Jesus ist ein mitfühlender Hoherpriester, der in allem versucht worden ist, doch ohne Sünde. Deshalb dürfen wir mit Freimütigkeit zum Thron der Gnade kommen.

Kapitel 5
Der Hohepriester wird aus Menschen genommen, um mitfühlend handeln zu können. Christus wurde nicht von sich selbst eingesetzt, sondern von Gott. Er lernte Gehorsam durch Leiden und wurde für alle, die ihm gehorchen, Quelle ewigen Heils. Die Hörer werden getadelt, weil sie im Verständnis zurückgeblieben sind und Milch statt fester Speise brauchen.

Kapitel 6
Die Gläubigen werden ermahnt, über die Anfangsgründe hinaus zur vollen Reife zu gehen. Es gibt ernste Warnungen: Wer abgefallen ist, kann schwerlich erneuert werden. Doch Paulus hat bessere Zuversicht für die Leser. Gott hat mit einem Eid seine Verheißung an Abraham bekräftigt – wir haben einen festen Anker der Seele.

Kapitel 7
Melchisedek, König von Salem und Priester Gottes, ist ein Bild auf Christus, dessen Priestertum nicht auf menschlicher Abstammung beruht. Das levitische Priestertum konnte keine Vollkommenheit bringen. Christus ist Hoherpriester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks. Sein Priestertum ist besser, weil es ewig ist und vollkommen rettet.

Kapitel 8
Christus ist der himmlische Hohepriester, der am rechten Thron Gottes dient – nicht im irdischen, sondern im himmlischen Heiligtum. Das Alte Testament war nur ein Abbild. Der Neue Bund, angekündigt durch Jeremia, bringt innere Veränderung, Vergebung und ein persönliches Verhältnis zu Gott. Der erste Bund ist veraltet.

Kapitel 9
Das irdische Heiligtum hatte Ordnungen, aber der Zugang zum Allerheiligsten war noch nicht offen. Christus aber ist durch sein eigenes Blut ein für alle Mal in das himmlische Heiligtum eingegangen. Das Blut Jesu reinigt das Gewissen von toten Werken. Er ist der Mittler des Neuen Bundes durch seinen Opfertod.

Kapitel 10
Das Gesetz brachte nur ein Schattenbild, keine vollkommene Reinigung. Christus kam, um den Willen Gottes zu erfüllen – durch sein Opfer sind wir geheiligt. Sein Opfer gilt ein für alle Mal – ein ständiger Opferdienst ist nicht mehr nötig. Die Gläubigen werden zur Freimütigkeit, zum Festhalten und zur gegenseitigen Ermahnung aufgerufen. Es folgt eine ernste Warnung vor mutwilligem Sündigen nach Erkenntnis der Wahrheit.

Kapitel 11
Der Glaube wird als Grundlage des christlichen Lebens beschrieben – das Kapitel listet viele Glaubenszeugen aus dem Alten Testament auf. Abel, Henoch, Noah, Abraham, Mose und viele andere lebten im Glauben, ohne das Verheißene vollständig zu empfangen. Sie sahen es von ferne und bekannten, dass sie Fremdlinge und Gäste auf Erden waren. Der Glaube schaut auf das Unsichtbare.

Kapitel 12
Die Gläubigen sollen mit Ausdauer laufen, indem sie auf Jesus sehen, den Anfänger und Vollender des Glaubens. Züchtigung gehört zur Sohnschaft – Gott erzieht uns zu unserem Besten. Wir sollen in Frieden und Heiligkeit leben. Der Zugang zum neuen Bund gleicht nicht dem Sinai, sondern dem himmlischen Zion – einer unerschütterlichen Herrschaft.

Kapitel 13
Praktische Ermahnungen folgen: Bruderliebe, Gastfreundschaft, Gedenken an die Gefangenen. Die Ehe soll geehrt und das Leben frei von Geldliebe sein. Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. Die Gläubigen sollen außerhalb des Lagers zu ihm hinausgehen. Der Brief schließt mit Segenswünschen und Grüßen.


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