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Bibelabstrakt
Kurzübersicht über alle 70 Bibelbücher. Pro Kapitel 1-5 Sätze
Hosea
Sehr gern, Hanspeter – wir steigen nun in das bewegende Buch Hosea
ein,
den Propheten der gebrochenen Ehe und der ungebrochenen Liebe Jehovas.
Der Dienst Hoseas richtet sich in erster Linie an das Nordreich Israel,
oft „Ephraim“ genannt.
Hier die Kapitelübersicht Hosea 1–14,
jeweils in 3–5 Sätzen pro Kapitel,
nach der Elberfelder Bibel 1905,
mit Wiedergabe von „Jehova“, wo im Text vorhanden.
Hosea soll eine Frau der Hurerei nehmen – Gomer. Ihre Kinder erhalten prophetische Namen: Jisreel („Gott sät“ – Gericht), Lo-Ruchama („Kein Erbarmen“) und Lo-Ammi („Nicht mein Volk“). Doch trotz der Abkehr verheißt Jehova eine zukünftige Sammlung und Wiederannahme. Juda und Israel werden wieder vereint werden. Der Tag von Jisreel wird ein Tag der Wiederherstellung sein.
Die Untreue Israels wird als Ehebruch dargestellt. Jehova wird Israel strafen – doch Er spricht: „Darum siehe, ich werde sie locken und in die Wüste führen und zu ihrem Herzen reden.“ Das Tal Achor wird zu einer Tür der Hoffnung. Aus „Lo-Ammi“ wird „Ammi“ – mein Volk, und „Lo-Ruchama“ wird „Ruchama“ – Erbarmen. Ein neuer Ehebund entsteht – auf ewig in Gerechtigkeit und Treue.
Hosea soll seine Frau wieder lieben, obwohl sie Ehebruch trieb – ein Bild auf die Liebe Jehovas zu Israel trotz dessen Untreue. Israel wird lange ohne König, Opfer, Ephod und Teraphim sein. Doch am Ende werden sie umkehren und Jehova, ihren Gott, und David, ihren König, suchen. Sie werden zittern vor Jehova und seiner Güte in den letzten Tagen.
Anklage gegen das Volk: Keine Wahrheit, keine Güte, keine Gotteserkenntnis im Land. Priester und Volk verwerfen Erkenntnis – daher verwirft Jehova sie. Hurerei und Götzendienst haben das Herz Israels verdorben. Juda wird gewarnt, nicht denselben Weg zu gehen. Israel ist wie ein störrischer Kuh, die sich nicht führen lässt.
Priester, Haus Israel und Haus des Königs werden zur Verantwortung gezogen – sie sind zur Falle geworden. Ephraim ist krank – aber sucht Hilfe bei Assur statt bei Jehova. Jehova zieht sich zurück, bis sie ihre Schuld erkennen und Ihn ernstlich suchen. Gericht und Erkenntnis gehören zusammen. Stolz hindert das Volk an Umkehr.
Das Volk ruft zur Rückkehr: „Kommt, und laßt uns zu Jehova umkehren!“ Doch ihre Liebe ist wie eine Morgenwolke – schnell vergangen. Jehova verlangt Barmherzigkeit, nicht Schlachtopfer, Erkenntnis Gottes mehr als Brandopfer. Doch sie übertreten den Bund wie Adam. Priester werden als Mörder gebrandmarkt.
Die Sünde Ephraims ist offensichtlich, aber es gibt keine Umkehr. Sie sind wie ein halbgebackener Kuchen – unbrauchbar. Fremde verschlingen ihre Kraft, doch sie merken es nicht. Sie rufen nicht zu Jehova mit dem Herzen, sondern jammern auf ihren Lagern. Ihre Hilfe suchen sie bei Ägypten und Assur – nicht bei ihrem Gott.
Israel hat den Bund übertreten und das Gesetz verworfen. Sie haben Könige eingesetzt, aber nicht mit Jehova. Das goldene Kalb von Samaria wird zum Verderben. Sie säen Wind und ernten Sturm. Ihre Opfer sind Jehova verhasst – Er wird sich ihrer nicht mehr erinnern.
Israel wird für seine Hurerei und Götzenfeste gestraft. Es wird in die Gefangenschaft nach Ägypten und Assyrien gehen. Ihre Kinder werden sterben, der Mutterleib wird unfruchtbar sein. Gilgal – einst heilig – ist jetzt Hassort. Weil sie sich gegen Jehova aufgelehnt haben, wird ihr Herrscher vergehen.
Israel ist ein leerer Weinstock – es bringt nur sich selbst Frucht. Ihre Altäre mehren sich, doch ihr Herz ist glatt. Jehova wird ihre Götzen zerstören und Gericht bringen. Der König Samarias wird wie Schaum auf dem Wasser vergehen. Doch: „Es ist Zeit, Jehova zu suchen, bis er kommt und Gerechtigkeit auf euch regnen läßt.“
„Als Israel jung war, da liebte ich ihn, und aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.“ Doch sie opferten den Baalim. Jehova spricht von seiner väterlichen Liebe – Er konnte sie nicht ganz vernichten. Sein Herz kehrt sich um – Er handelt nicht nach dem Grimm. Ein Aufruf zur Rückkehr unter die Führung Jehovas.
Ephraim betrügt – wie Jakob, der im Mutterleib seinen Bruder festhielt. Doch Jakob suchte Jehova – Israel hingegen verlässt sich auf Handel und Trug. Jehova redete durch Propheten, gab viele Gleichnisse. Gilead ist voll von Frevel. „Und du, kehre zurück zu deinem Gott, bewahre Güte und Recht, und harre beständig auf deinen Gott.“
Ephraim war einst mächtig – doch durch Götzendienst kam sein Untergang. Sie werden wie Tau, Spreu und Rauch vergehen. Jehova war ihr Helfer in der Wüste – doch sie vergaßen ihn in der Fülle. Gericht kommt – aber auch: „Aus der Gewalt des Scheols werde ich sie erlösen.“ Die Gnade leuchtet durch das Gericht hindurch.
Ein letzter Ruf zur Umkehr: „Kehre um, Israel, zu Jehova, deinem Gott!“ Wenn
sie ihre Schuld bekennen, wird Jehova sie heilen und lieben. Israel wird blühen
wie eine Lilie, Wurzeln schlagen wie der Libanon. Ephraim wird sagen: „Was habe
ich mehr mit den Götzen zu schaffen?“
Der Schlussvers ruft zur Einsicht: „Die Wege Jehovas sind richtig…“
Wenn du möchtest, Hanspeter, fahre ich gern mit dem Propheten Joel fort – mit seinen gewaltigen Bildern von Heuschreckenplage, dem Tag Jehovas und der Ausgießung des Geistes.