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Bibelabstrakt
Kurzübersicht über alle 70 Bibelbücher. Pro Kapitel 1-5 Sätze
Römer Brief
Sehr gern, Hanspeter! Hier folgt die Kapitelübersicht zum Römerbrief, pro Kapitel 3–5 Sätze, auf Grundlage der Elberfelder Bibel 1905. Der Römerbrief ist ein grundlegender Brief zur Lehre von Rechtfertigung, Heiligung, Israel und praktischer Nachfolge.
(Elberfelder Bibel 1905 – 3–5 Sätze pro Kapitel)
Kapitel 1
Paulus stellt sich als Apostel des Evangeliums Gottes vor. Er schildert die
Heidenwelt, die Gottes Offenbarung in der Schöpfung verworfen hat. Durch
Undankbarkeit, Götzendienst und moralischen Verfall zeigt sich der Zorn Gottes
gegen alle Gottlosigkeit. Gott übergibt sie ihren eigenen Begierden.
Kapitel 2
Auch die Juden, die das Gesetz haben, sind nicht besser – wer richtet, ist
selbst schuldig. Gott richtet nach Wahrheit und ohne Ansehen der Person. Das
Gesetz verurteilt sowohl Juden als auch Heiden; äußere Zeichen wie die
Beschneidung nützen ohne Herzensechtheit nichts.
Kapitel 3
Alle Menschen sind unter der Sünde – keiner ist gerecht, auch nicht einer. Das
Gesetz bringt Erkenntnis der Sünde, aber nicht Gerechtigkeit. Nun aber wird
Gottes Gerechtigkeit offenbar durch Glauben an Jesus Christus. Der Mensch wird
gerechtfertigt ohne Gesetzeswerke, allein durch Glauben.
Kapitel 4
Abraham wurde durch Glauben gerechtfertigt, nicht durch Werke oder Beschneidung.
Auch David beschreibt die Glückseligkeit des Menschen, dem Gott Sünden vergibt.
Der Glaube wird zur Gerechtigkeit gerechnet – nicht nur für Juden, sondern auch
für Heiden. Abraham glaubte gegen Hoffnung und wurde so Vater vieler.
Kapitel 5
Durch den Glauben haben wir Frieden mit Gott. Die Liebe Gottes ist ausgegossen
in unsere Herzen durch den Heiligen Geist. Christus ist für uns gestorben, als
wir noch Sünder waren. Durch den Ungehorsam des einen Menschen kam die Sünde in
die Welt – durch den Gehorsam des einen kommt die Rechtfertigung.
Kapitel 6
Die Gnade ist keine Lizenz zur Sünde – wir sind der Sünde gestorben. Wer mit
Christus gestorben ist, lebt in Neuheit des Lebens. Der Gläubige soll sich Gott
zur Verfügung stellen als Werkzeuge der Gerechtigkeit. Sünde soll nicht
herrschen, denn wir sind unter der Gnade.
Kapitel 7
Paulus beschreibt das Gesetz als Macht, die den Menschen in seinem sündigen
Zustand überführt. Das Gesetz selbst ist heilig, aber es bringt den Tod, weil
der Mensch sündig ist. Der innere Mensch will das Gute, aber das Fleisch tut das
Böse. Paulus seufzt: „Ich elender Mensch! Wer wird mich retten?“
Kapitel 8
Es gibt keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind. Der Heilige Geist
befreit vom Gesetz der Sünde und des Todes und wohnt im Gläubigen. Wir sind
Kinder Gottes und Miterben Christi – trotz Leiden ist die kommende Herrlichkeit
unvergleichlich. Gottes Liebe kann uns durch nichts getrennt werden.
Kapitel 9
Paulus drückt Schmerz über Israels Unglauben aus. Gottes Erwählung beruht auf
seiner souveränen Gnade – wie bei Jakob und Esau. Er ist gerecht, auch wenn er
Gefäße zum Zorn und zur Ehre bereitet. Die Heiden erlangen Gerechtigkeit durch
Glauben, Israel aber strauchelt über den Stein des Anstoßes.
Kapitel 10
Israel hat Eifer, aber ohne Erkenntnis. Die Gerechtigkeit aus dem Glauben sagt:
„Das Wort ist dir nahe.“ Wer mit dem Herzen glaubt und mit dem Mund bekennt,
wird errettet. Der Glaube kommt aus dem Hören – doch Israel hörte, aber
gehorchte nicht.
Kapitel 11
Gott hat sein Volk nicht verstoßen – es gibt einen Überrest nach Wahl der Gnade.
Israel ist vorübergehend beiseitegesetzt, damit die Heiden Gnade empfangen. Doch
Israel wird wieder eingepfropft, wenn es nicht im Unglauben verharrt. Gott
schließt alle ein unter den Ungehorsam, um sich aller zu erbarmen.
Kapitel 12
Der Gläubige wird aufgerufen, sich als lebendiges Opfer Gott hinzugeben. Der
Wandel soll geistlich, demütig und in Liebe geschehen. Verschiedene Gnadengaben
sollen zum Nutzen aller gebraucht werden. Das Böse soll mit Gutem überwunden
werden.
Kapitel 13
Die Obrigkeit ist von Gott eingesetzt – Unterordnung ist Pflicht. Die Liebe ist
die Erfüllung des Gesetzes. Der Gläubige soll nüchtern leben, denn die Nacht ist
weit vorgerückt. „Ziehet den Herrn Jesus Christus an.“
Kapitel 14
Schwache und Starke im Glauben sollen einander annehmen. Fragen wie Speise, Tage
oder persönliche Überzeugung dürfen nicht zur Trennung führen. Jeder steht
seinem Herrn, Christus, allein. Friede und Erbauung sind höher als persönliche
Freiheit.
Kapitel 15
Die Starken sollen die Schwachen tragen, nach dem Vorbild Christi. Paulus
beschreibt seinen Dienst am Evangelium für die Heiden. Er plant eine Reise nach
Jerusalem und wünscht, Rom zu besuchen. Der Gott des Friedens sei mit ihnen
allen.
Kapitel 16
Viele persönliche Grüße an Gläubige in Rom – darunter Männer und Frauen,
Hausversammlungen und Mitarbeiter. Warnung vor solchen, die Spaltungen und
Ärgernisse verursachen. Doxologie: Gott kann festigen durch das Evangelium. Ihm
sei die Ehre durch Jesus Christus in Ewigkeit.
Wenn Sie möchten, Hanspeter, stelle ich Ihnen auch diesen Römerbrief als HTML-Datei zur Einbindung auf bibelkreis.ch bereit – zusammen mit den vorherigen Evangelien oder einzeln. Möchten Sie das?