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CIS.
Verfasser: Amos
Thema: Gericht über Sünde
 Datum der Niederschrift: 8. Jahrb. v. Chr.
AMOS, dessen Name von dem Zeitwort eine Last tragen abgeleitet wird, lebte in dem 8. Jahrhundert V. Chr.
und war durch die Sünde des nördlichen Königreichs beschwert.

Während Hosea tief traurig war,
weil er die Untreue Israels der Liebe Gottes gegenüber empfand,
war Amos sehr empört über die Verletzung der Gerechtigkeit und des Rechtes Gottes.

Seine Prophetie ist daher ein Gegenstück und eine Fortsetzung der Botschaft des Hosea.
Die Worte, die am besten die Botschaft des Amos wiedergeben, lauten:
«Es soll das Recht offenbart werden wie Wasser, und die Gerechtigkeit wie ein starker Strom» (5, 24).

Soziale Gerechtigkeit ist von wahrer Frömmigkeit nicht zu trennen.
Das Buch kann folgendermaßen eingeteilt werden:
I. Die Ankündigung des Gerichts, 1-2.
II. Das unvermeidliche göttliche Gericht um der Sünde willen. 3-4.
III. Gott bittet Israel inständig, zu Ihm zurückzukehren, S, l-IS.
IV. Einige Erscheinungen in Verbindung mit dem Kommen des Herrn, 3, 16-9, 10.
V. Die endliche Wiederherstellung Israels, 9, 11-15.


Amos  (Pentecost)
Amos. 5,18 15_1A.Der zeitliche Umfang des Tages des HERRN
Amos. 5,18 13_2AA.Die Verheißungen an die wahre Gemeinde
Amos. 5,18.20 15_2A.Das Wesen der Trübsal
Amos. 5,20 15_1A.Der zeitliche Umfang des Tages des HERRN
Amos. 9 25_2E.Das theokratische Reich unter den Königen
Amos. 9,11 07_3B.Der davidische Bund muß wörtlich ausgelegt werden
Amos. 9,11 28_3.Die Beziehung des Christus zum Tausendjährigen Reich
Amos. 9,11 07_3B.Der davidische Bund muß wörtlich ausgelegt werden
Amos. 9,11-15 18_3C.Der Überrest in den Propheten
Amos. 9,14-15 29_2A1.Israels Wiederherstellung
Amos. 9,15 28_6.Die Dauer des Tausendjährigen Reichs
Amos. ,15 15_1B.Die Ereignisse des Tages des HERRN
Amos. 9,9-10 07_3B.Der davidische Bund muß wörtlich ausgelegt werden
Amos. 9,9-15 25_2F.Das theokratische Reich unter den Propheten
Amos. 15-21 25_2F.Das theokratische Reich unter den Propheten


Aus:
Abriss und Gliederung der biblischen Bücher von Robert Lee
Ernst Paulus Verlag Haltweg 23. Neustadt5 /Weinstrasse


Der Prophet Amos Robert Lee
Schlüsselwort: Strafe.
Leitgedanke: Der Volks-Sünde folgt das Volks-Gericht
Der Prophet:
1. Amos war aus Tekoa, einem Orte, der sechzehn Kilometer von Jeru­salem und acht Kilometer von Bethlehem entfernt ist. Er gehörte somit zum Stamme Juda.
2. Amos war kein Höfling wie Jesaja, auch, kein Priester wie Jeremia, sondern ein gewöhnlicher Arbeiter, ein Viehhirte, der daneben auch Maulbeerfeigen sammelte (Kap. 7,14).
Diese müssen, um geniessbar zu sein, zuerst geritzt werden, wonach der herbe Saft ausfliesst; auch dies wird Amos besorgt haben. Diese Früchte sind noch heute die Kost nur der Aermsten.

3. Amos war ein Zeitgenosse Hoseas und Jonas. Obgleich er aus Juda gebürtig war, weissagte er in und gegen Israel.
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Die Zeit:
1. «Zwei Jahre vor dem Erdbeben» (Kap. l, 1) begann Amos seinen prophetischen Dienst zu Bethel. Er sagte dieses Erdbeben voraus (Kap. 5,9; 6,11; 9,5).
2. Das Erdbeben muss besonders schwer gewesen sein, denn Sacharja spricht annähernd 300 Jahre später davon als von einem wohlbe­kannten Ereignis.
Ein vorbildlicher Arbeiter:
Nebenbei sei bemerkt, dass das Buch eine Abhandlung Qber das Predigen enthält; es schildert Amos als einen vorbildlichen Arbeiter. Beachte:
1. Seine Demat: Er versucht nicht, die einfachen Umstände seines bis­herigen Lebenslaufes zu verbergen; auch schämt er sich nicht, seine niedrige Herkunft und Tätigkeit kundzugeben. ede «Einbildung war ihm vollkommen fremd. Die Erhöhung zum Propheten verdarb ihn nicht.
2. Sein Fleiss: Infolge seines Gewerbes lebte er oft sehr einsam; doch verbrachte er seine Tage in Gemeinschaft mit Gott und war ein genauer Beobachter. Die Bilder, die er in seinem Buche anwendet, sind seinem tagtäglichen Leben entnommen und beweisen seine scharfe Beobachtungsgabe und originelle Auffassung.
3. Seine Weisheit: Er predigte nicht über die Köpfe des Volkes hinweg, sondern gebrauchte Ausdrücke, die allen vertraut waren. Er fesselte die Aufmerksamkeit des Volkes dadurch, dass er zunächst von dessen Feinden sprach.
4. Seine Treue: Er redete nicht in Ohrendienerei zum Volke, sondern handelte treu, indem er sich direkt an ihre Gewissen wandte.
5. Seine Festigkeit: Er liess sich nicht von dem Werk abbringen, das Gott ihm gegeben hatte (Kap. 7,10-17), sondern hielt sein Auge auf seinen göttlichen Meister gerichtet
6. Seine Botschaft: Er hatte seine Botschaft unmittelbar von Gott: «So spricht Jehova». Es war eine der Zeit entsprechende Botschaft, passend für jenen gottlosen Zustand Israels.
7. Sein Erfolg: Amos hatte wunderbaren Erfolg (Kap. 7,10), denn der Einfluss seiner Predigt erstreckte sich über das ganze Land.

Botschaft:
Des Amos Last-Spruch war: «Strafe». Er hatte eine sehr ernste Bot­schaft für jene üppige und mit sich selbst nachsichtige Zeit. Er war der Prophet des Gerichts.
Das Buch zeigt, dass die Volkssfinde das Volksgericht nach sich zieht; während die Sünden der Einzelnen vor dem grossen weissen Thron gerichtet werden, werden die Völker in dieser Welt und Zeit gerichtet Dies beweist auch die Welt­geschichte.

Gliederung:
Ein grosser Bibel-Lehrer teilte das Buch Amos in vier Abschnitte; wir möchten es im folgenden zugleich in fünf Teile zerlegen.
A. Gerichtsankündigungen Ober Israels Feinde I. Bestrafung der heidnischen Völker (Kap. l, 2 bis 2.3)
1. Hier finden wir Weissagungen gegen die Nachbarvölker Israels.
2. Obwohl ausdrücklich für Israel gesandt, beginnt der Prophet seinen Dienst, indem er das kommende Gericht über diese sechs heidni­schen Völker anzeigt,
a) um Israel auf den gerechten, die Sünde rächenden Gott aufmerk­sam zu machen,
b) um Israel zu zeigen, dass Gott nicht die Person ansieht, wenn es
sich um das Gericht handelt.
Beachtenswerte Verse: «wegen drei Frevel taten... und wegen vier» in Kap. 1,3 und wiederholt. Dieser seltsame Ausdruck will wohl sagen, drei oder vier Freveltaten würden genügen, das Gericht auszusprechen. Es waren aber nicht drei oder vier, sondern ihre Zahl war Legion.
B. Gerichtsankündigung über Gottes Volk selbst II. Bestrafung Judas und Israels (Kap. 2,4 bis 16)
1. Das Gewitter des Zornes Gottes rollt über alle Nachbar-Königreiche, berührt Juda (wie in Vers 4-5 gezeigt wird) und entladet sich endlich mit zermalmender Wirkung über Israel.
2. Beachte die Beschuldigungen, die Gott Seinem Volk zur Last legen muss (Kap. 2,4.6.7.8 usw.).

Beachtenswerter Vers: «Siehe, Ich werde euch niederdrücken, wie der Wagen drückt, der voll Garben ist» (Kap. 2,13).
III. Drei Predigten wider Israel (Kap. 3, l bis 6,3)
1. Jede dieser drei Predigten beginnt mit: «Höret!»
2. Die Predigtworte sind an Israel und «das ganze Geschlecht», d. h. ebenso wohl auch an Juda gerichtet.
3. In Kap. 4, 2 zerstreut Gott auch die Einbildung, die Israel in seinem Nationalstolz hatte, dass nämlich dem bevorzugten Volk Jehovas nichts Böses zustossen könne.
4. In Kap. 5 haben wir eine Predigt über das Thema: «Suchet Jehova». Beachtenswerte Verse: Kap. 3,3; 4,12; 6,1.
C. Offenbarung
IV. Gesiebte betreffend Israel (Kap. 7, l bis 9,10)
1. von den Heuschrecken (Kap. 7,1)
2. vom Feuer (Kap. 7,4)
3. vom Senkblei (Kap. 7,7)
4. vom reifen Obst (Kap. 8,1)
5. von dem Herrn (Kap. 9,1)
D. Wiederherstellung
V. Wiederherstellung ganz Israels (Kap. 9,11-15)
Hier wird die Wiederkunft des Herrn und die Aufrichtung des Königreiches Davids vorausgesagt
1. Die Wiederherstellung (Kap. 9,11)
2. Besitz (Kap. 9,12)
3. Gedeihen (Kap. 9,13-14)
4. Dauernder Bestand (Kap. 9,15)
Beachtenswerter Vers: Kap. 9,15.




Amos

Benedikt Peters 

-   Amos  - 

»Eine Last tragen«

Schicke dich an, Israel, deinem Gott zu begegnen! (4,12)

 »Gott sucht sein Volk heim, damit Sein Volk Ihn suche.«  (6,6)

 (Hans Möller)

 Der Prophet und seine Zeit

Der Name Amos bedeutet »eine Last tragen«. Er kann auch als eine Kurzform von Amasja (2Chr 17,16), aufgefasst werden: »der HERR trägt«.
Amos trägt schwer an der Botschaft, die Gott ihm auflädt.
Sie wird ihm zur Herzenslast.
 So identifiziert sich jeder wahre Prophet mit seiner Botschaft und mit dem Ergehen der Zuhörer seiner Botschaft (siehe 7,2,5).
Trägt aber der Prophet an seiner Last, dann weiß er sich gleichzeitig von seinem Gott getragen (Jes 46,3),
ja, er kann mit dem Psalmisten sogar bekennen:
 »Gepriesen sei der Herr! Tag für Tag trägt er unsere Last; Gott ist unsere Rettung« (Ps 68,19).

            Amos weissagte zur Zeit der Könige Ussia (787–736) und Jerobeam II (787 – 747). 
Alfred Kuen schreibt: »Le tremblement de terre ... était peut-être lié à une eclipse totale du soleil (8,6; cf Joel 3,16) et,
dans ce cas, il eut lieu en juin 763« (66 en 1, introduction aux 66 livres de la Bible). 
Amos nimmt dieses Erdbeben als Ausgangspunkt für seine
gewaltige Botschaft: »If a story fit for a film-maker like Sam Goldwyn was ‘a plot that starts with an earthquake and builds up to a climax’, then Amos, despite being one of the most homespun and direct of the prophetic band,
 literally meets Goldwyn’s requirements as a writer. 
The very first verse of his prophecy mentions a recent earthquake and the last chapter rises to raptures of gospel grandeur,
as it depicts the spiritual earthquake in the coming of the penitent, believing Gentiles into the Christian church to be one people with the converted Jews« (Victor Budgen, The Charismatics and the Word of God, S. 19).

 
Er stammte aus Tekoa,
 das 16 km von Jerusalem und 8 km von Betlehem entfernt ist; dennoch weissagte er im Nordreich, (ging also wie vor ihm Jona in die »Außenmission«),
und zwar ausgerechnet in Bethel, am Ort des königlichen Heiligtums (7,13), aber auch der Sünde Israels. Er war Schafhirt und Feigenleser (1,1; 7,14),
 also kein angehöriger der Priesterkaste noch der Prophetenschulen. Er war damit das, was man heute einen »Laien« nennen würde, ein Mann, der keine theologische Ausbildung hatte und nicht ordiniert war:

 Amos est und trouble-fête. Tout allait bien pour le peuple: paix intérieure, richesse, prospérité. Que vient faire cet homme de la campagne dans les villes d’Israel?
De quoi se mêle-t-il? Il n’a ni diplôme, ni lettre de recommandation des prêtres pour parler de la part de Dieu. Pour qui se prend-il? (Francis Bailet: Connaissez-vous les petits prophètes?)

 Amos hat eine außergewöhnlich harte Botschaft.
Kapitel für Kapitel zählt er die Sünden Israels auf und nennt die Gerichte, die folgen müssen.

Der erste Vers in diesem Buch redet schon von einer Katastrophe, einem Erdbeben,
 und der Vers, der die Weissagungen einleitet, spricht von Gottes Stimme als der Stimme eines Löwen.

Das ist Gottes Reden im Gericht. Erst am Schluss findet sich eine
Botschaft der Errettung und Wiederherstellung (9,11–15).

Gleichzeitig ist Amos aber ein Prophet mit tiefem Mitgefühl.
Er gleicht in beidem dem Propheten Jeremia, und wie bei diesem finden sich bei Amos
 die Regungen seines Erbarmens über sein gerichtsreifes Volk (7,2.5):

 Er ist neben Joel (1,19) der einzige der kleinen Propheten, von dem wir lesen, wie er für sein Volk Fürbitte tut.
Man beachte die Überschrift dieses Buches: »Worte des Amos«. Die Überschrift über das Buch Jeremia lautet gleich: »Worte Jeremias«.
Sie findet sich in keinem prophetischen Buch mehr, denn sie gehört zur Eigenart dieser beiden: Sie identifizieren sich so sehr mit der ihnen aufgetragenen Botschaft, dass die Worte Gottes zu ihren Worten werden.

            Amos betont, wie das Ende seines Buches zeigt, die Wiederherstellung als eines der Ergebnisse der Erlösung.
Entsprechend beginnt das Buch mit einer ausführlichen Schilderung von Zerstörung.

 Thema

Gemeinschaftliche (oder nationale) Verantwortung.
Auf Sünde folgt unweigerlich Gericht (1,2), wie an Gottes auserwähltem Volk und an seinen Nachbarvölkern demonstriert wird (1,3–2,3).
 An ihnen lernen wir: Je größer die Vorrechte, desto größer die Verantwortung. Israel war von Gott gelehrt, die Nachbarn Israels sahen Gottes Handeln am Volk Gottes.
Daher waren sie alle schuldiger als andere Nationen, die von Gott nicht so viel Licht empfangen hatten. Juda und Israel hatte vielleicht nicht so grelle Sünden begangen wie die Philister und Phöniker,
 aber sie hatten Gottes Offenbarung, und daher war ihre Verantwortung größer und darum auch ihre Schuld schwerer. Darum kommt Gott (4,12) und wird richten;
aber Er wird Israel auch wiederherstellen und es wird »an jenem Tage« unter der Regierung des Messias unaussprechliche Wohlfahrt genießen (9,11–15).
Das ist ein Ausdruck von Gottes vollkommener und bedingungsloser Gnade. Schließt denn Gnade nicht Verantwortung aus?
Nein, die Tatsache, dass Gott gnädig ist, erhöht die Verantwortung, denn Seine Gnade befähigt uns, der Verantwortung zu entsprechen. Deshalb sind wir alle ohne Entschuldigung.

 Besonderheiten

   Zahlensprüche in Kap 1 und 2 wie in Hi 5,19 und Spr 30

   Amos tut wie Mose Fürbitte für das Volk, nachdem er aus Gottes Mund dessen

     Gericht vernommen hat: 7,2,5.

   Es findet sich erst ganz am Schluss des Buches eine Verheißung von Errettung und            

 
Wiederherstellung

          Die Weissagung vom Hunger nach Gottes Wort (:11–14)

            Stephanus zitiert Amos in seiner Verteidigungsrede (4,25,26; Apg 7,42,43).

 

Amos’ Appell an unser Gewissen

   Was man sät, das muss man ernten (1 – 2; Gal 6,7,8)

   Je größer die Vorrechte, desto größer die Verantwortung (3,2).

   Wir müssen nicht ordiniert oder formal gelehrt und geschult sein, um dem Herrn

     und Seiner Sache zu dienen; wir müssen aber Glauben,  Gehorsam und

     einen Ruf von Gott haben (7,14,15; siehe 1Pet 4,10).

   Jakobus zitiert am Apostelkonzil in Jerusalem (Apg 15,16.17) Amos 9,11.12.

 

Eine Gliederung

Titel (1,1)

I.  Gerichte über die Völker und Israel  1&2

                        1. Gericht über 3 Nachbarvölker: Aram, Philistäa, Phönizien (1,3–10)

            2. Gericht über 3 stammverwandte Völker: Edom, Ammon, Moab (1,11–2,3)

            3. Gericht über Jud und Israel (2,4–16)

 

II.  Gerichte über Israel (Kap 3 – 9)

                        Drei Predigten:

            1. »Höret dieses Wort« (3)

            2. »Höret dieses Wort« (4)

            3. »Höret dieses Wort« (5–6)

                        Fünf Visionen über das Schicksal Israels (7,1 – 9,10)

            1. Die Heuschrecken (7,1–3)

            2. Die Feigen (7,4–6)

            3. Das Senkblei (7,7–9)

            (biographisches Zwischenspiel: Amazja greift Amos an: 7,10–17)

            4. Das Sommerobst (8,1–14)

            5. Der zerschlagene Götzentempel (9,1–10)

 

III.  Israels wunderbare Wiederherstellung (9,11 – 15)