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Ewiges Leben verlieren? kann man? Q.: Jeremie
Kambila
Betrachtungen zu den 3 Johannes Briefen
Warum sagt der Apostel Johannes in 1.
Johannes 3:15 ELBBK
[15] Jeder, der seinen Bruder hasst, ist ein Menschenmörder, und ihr
wisst, dass kein Menschenmörder ewiges Leben in sich bleibend hat.

Jeder, der seinen Bruder hasst, ist ein Menschenmörder,
und ihr wisst, dass kein Menschenmörder
ewiges Leben in
sich bleibend hat.
Im Herrn Jesus
Jeremie Kambila
Im 1. Johannesbrief werden
verschiedene Arten von "Brüdern"
im übertragenen Sinne erwähnt, die sich auf die
Gemeinschaft der
Gläubigen beziehen.
Es geht nicht um leibliche Brüder, sondern um geistliche Geschwister im Glauben
an Jesus Christus.
Die wichtigsten Arten von
"Brüdern", die im 1. Johannesbrief deutlich werden, sind:
-
Geliebte Brüder (ἀγαπητοί μου, agapetoi mou):
Diese Anrede wird häufig verwendet (z.B. 1 Joh 2,7; 3,2; 4,1.7.11)
und drückt die tiefe Zuneigung und Verbundenheit innerhalb der christlichen
Gemeinschaft aus.
Sie betont die Liebe, die die Gläubigen untereinander haben sollen.
-
Brüder und Schwestern (ἀδελφοί, adelphoi,
kann im Kontext beide Geschlechter umfassen):
Diese allgemeine Bezeichnung für die Glaubensgenossen kommt ebenfalls vor
(z.B. 1 Joh 3,13; 5,16). Sie unterstreicht das Gefühl der
Zusammengehörigkeit und der gemeinsamen Identität als Kinder Gottes.
-
Brüder, die sündigen (ἁμαρτάνοντα ἀδελφόν,
hamartanonta adelphon):
In 1 Joh 5,16 wird von einem
Bruder gesprochen, der eine Sünde begeht, die nicht zum Tode führt.
Dies impliziert, dass es innerhalb der Gemeinschaft Gläubige gibt, die
Fehler machen und sündigen, für die man beten soll.
-
Brüder, die eine Sünde zum Tode begehen (ἁμαρτίαν
πρὸς θάνατον, hamartian pros thanaton):
Ebenfalls in 1 Joh 5,16 wird eine Sünde erwähnt, die zum Tode führt, für die
man nicht zu beten braucht.
Obwohl nicht explizit gesagt wird, dass es sich dabei um einen "Bruder"
handelt, wird dies im Kontext der brüderlichen Fürbitte diskutiert.
Es geht hier um den biologischen Tod, also um sterben, nicht um den Ewigen
Tod in der Hölle.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der 1. Johannesbrief die Gläubigen in
erster Linie als geliebte Brüder und
Schwestern anspricht
und betont die Wichtigkeit der Liebe und Gemeinschaft untereinander.
Er thematisiert aber auch die Realität von Sünde innerhalb dieser Gemeinschaft
und unterscheidet dabei zwischen Sünden,
für die Fürbitte angebracht ist,
und einer Sünde "zum Tode" also vorzeitiges sterben,.
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Elberfelder 1905 |
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1. Johannes |
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1. Joh 3,12
nicht wie Kain
aus dem Bösen war und seinen Bruder ermordete; und weshalb ermordete
er ihn? Weil seine Werke böse waren, die seines Bruders aber
gerecht. |
1. Mo 4,4-8
Bösen: 1. Joh 3,8; 1. Joh 5,19;
Mt 13,19; Mt 13,38
gerecht: 1. Mo 4,4-5; Hebr 11,4
|
Die Frage, ob Kain in der
Bibel ein Vorbild (Typus) auf Israel darstellt,
ist eine Deutungsmöglichkeit.
Man findet in der Geschichte Kains (1. Mose 4)
Parallelen zu Israels Geschichte,
insbesondere im Hinblick
auf Verwerfung, Exil und göttliche
Gnade.
Einige Aspekte, die diese
Sichtweise stützen:
1. Kain als „Ackerbauer“ und Israel als
„geistlicher Acker“Kain war ein Ackerbauer (1.
Mose 4,2), und Israel wurde von Gott als ein
„Weinberg“
oder „Acker“ bezeichnet (Jesaja 5,1-7;
Psalm 80,9-16).
In beiden Fällen erwartet Gott Frucht,
doch beide (Kain und später Israel) versagen.
2. Abels Opfer vs. Kains Opfer –
Anerkennung durch GottKains Opfer
wurde nicht angenommen (1.
Mose 4,5),
ähnlich wie Israels falscher Gottesdienst später verworfen wird (Jesaja 1,11-15;
Amos 5,21-24).Abel brachte ein blutiges
Opfer (Hinweis auf das Sühnopfer),
während Kain nur Feldfrüchte darbrachte – möglicherweise ein Bild für Werkgerechtigkeit
vs. Glauben.
3. Kains Strafe – Exil und Schutz durch
GottKain wird zum „Flüchtling
und unstetem Wanderer“ (1. Mose 4,12),
was an Israels Exil erinnert
(z. B. Babylonische Gefangenschaft).Doch Gott setzt ein „Zeichen
an Kain“ (1. Mose 4,15) – ein Hinweis
auf göttlichen Schutz trotz Strafe,
ähnlich wie Israel auch im Gericht nicht völlig verworfen wird (Römer 11,1-2).
4. Kain als Warnung für Israel
Der Herr Jesus nennt die religiösen Führer Israel im Bild „Söhne
Kains“ (vgl. Matthäus 23,35: „vom Blut
Abels bis zum Blut des Zacharias“), was auf eine geistliche
Linie hindeutet, die Gerechte
verfolgt.
Wie Kain seinen Bruder tötete, so tötete Israel die Propheten (Apostelgeschichte
7,52).Kain in der Bibel als prophetisches
Abbild Israels bezeichnet wird,
assen sich gewisse Parallelen in
Gericht und Gnade ziehen.
Vor allem dient Kain als Warnfigur für
die Gefahr von Neid, falschem Opferdienst und Abfall von Gott – Themen, die auch
in Israels Geschichte eine Rolle spielen.
Interessant ist auch die rabbinische Auslegungstradition, die Kain manchmal als
Symbol für heuchlerische Frömmigkeit oder nationale
Verfehlung sieht.
Im Neuen Testament wird Kain
eher als Gegenbild zu den Gerechten (Hebräer
11,4; 1. Johannes 3,12) dargestellt.
Kein Abel störte ihn, Kain
mehr in seinem Wege und in seiner Religion,
kein Seth kam bis zu ihm hin, die Strahlen göttlicher
Huld blieben ihm verborgen,
dem Bruderhasser, dem Brudermörder, dem Menschenmörder
(1. Joh. 3,15) - welch furchtbare, aussichtslose Perspektive für die,
so sie nicht umkehren!
Welche Mahnung aber auch für uns Gläubige zur
Bruderliebe! Möge sie nur ungeheuchelt sein! (1. Petr. 1,22)
Was lehrt uns doch alles jenes zur Frage stehende Wort!
Wie wunderbar ist „Sein Wort, das unseres Fußes Leuchte ist und ein Licht für
unseren Pfad“. (Ps. 119,105)
„Nicht wie Kain!“ (1. Joh. 3,12)
Das ist ja auch ein Mahnwort, an Gläubige gerichtet!
„Nahet euch Gott, und Er wird Sich euch nahen!
Säubert die Hände ... Demütiget euch vor dem HERRN, und Er wird euch erhöhen!“
(Jak. 4,8-10)
„Nahe bei Jesu, o Leben, so schön, seliges Wandeln auf sonnigen Höhn!“
-*-*-*-*-*-*-

1. Joh 3,12 nicht wie Kain aus dem Bösen war und seinen Bruder ermordete; und
weshalb ermordete er ihn? Weil seine Werke böse waren, die seines Bruders aber
gerecht.
1. Mo 4,4-8 Bösen:
1. Joh 3,8; 1. Joh 5,19; Mt 13,19; Mt 13,38 gerecht:
1. Mo 4,4-5; Hebr 11,4
https://www.elb2023.com/neues-testament/1-johannes/1-johannes-kapitel-3
1. Johannes 3. 12_Johannes benutzt jetzt das erste
Bruderpaar, das auf die Welt kam, als Veranschaulichung der von ihm gelehrten
Wahrheiten. Beide waren von Natur aus Kinder Adams und
Evas, doch einer war aus dem Bösen – der »aus dem Bösen war
und seinen Bruder ermordete« (V. 12a). Vergleichen wir
das mit »weil seine Werke böse waren, die seines Bruder aber gerecht« (V. 12b);
hier die Bruderliebe
(die von Gott ist), dort der Bruderhass.
Zunächst hatte Kain
einen besonderen Vater, den Teufel. Dementsprechend besaß er
eine Wesensart, die der Natur
seines Vaters glich. »Ihr seid aus dem Vater, dem
Teufel, und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun. Jener war ein
Menschenmörder von Anfang« (Joh 8,44).
Kain war aus dem Bösen, besaß diese Natur und brachte
dementsprechende Merkmale hervor. »Der Höhepunkt seiner Bosheit bestand darin,
dass er ›seinen
Bruder ermordete‹. Dies war der Beweis für seine
teuflische Natur« (Plummer).
Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes »ermorden« war
»die Kehle durchschneiden
«, besonders bei einem Opfertier. Es meint »gewaltsam
erschlagen«, »abschlachten « (Law; vgl. Konkordante »schlachten «); siehe Offb
5,6.9.12; 13,8.
»Weshalb ermordete er ihn?«, fragt Johannes.
Kain war aus dem Bösen. Er besaß eine böse, bösartige (schlechte,
destruktive, verletzende) Wesensart, die ihn dazu bewegte,
1._ein
unannehmbares Opfer darzubringen: »... brachte Abel ein vorzüglicheres Opfer dar
als Kain, durch welches er Zeugnis erlangte,
dass er gerecht war« (Hebr 11,4);
2._sehr
zornig zu werden (1Mo 4,5; vgl. Elb2023;
3._Neid
und Eifersucht sowie Groll darüber erkennen zu lassen, dass ein anderer
angenommen wurde: Er ermordete ihn, weil seine Werke böse waren, die seines
Bruders aber gerecht. Gott hatte Abel durch die
Annahme seines Opfers das Zeugnis ausgestellt, dass er gerecht war und seine
Gaben bestätigt. »Kain ließ seine geistlichen Beziehungen
zum Bösen durch die Ermordung seines Bruders erkennen«
(Vine). Die Gerechtigkeit Abels »stachelte die Eifersucht Kains an«. »Das
Prinzip der Feindschaft des
Bösen gegenüber den Gerechten sieht Johannes in seiner
und in der Umgebung seiner Leser am Werk, daher die folgenden Worte der
Ermunterung« (Bruce).
Zane C. Hodges
1Joh 3,11-12
Der Apostel macht an dieser Stelle erneut deutlich, daß seine Mahnungen sich an
Christen richten.
Das ist die Botschaft, die ihr (die Christen) gehört habt von Anfang an, daß wir
(die Christen) uns untereinander lieben sollen.
Bevor er seinen Lesern genauer darlegt, was Liebe ist, führt er ihnen zunächst
vor Augen, was sie nicht ist.
Sie äußert sich sicherlich nicht in einer Handlungsweise, wie Kain sie zeigte,
der seinen Bruder umbrachte ( 1Mo 4,8 )
und sich mit dieser Handlung als jemand auswies, der von dem Bösen stammte ( ek
tou ponErou ).
Der Grund für diesen Mord war Kains Eifersucht auf die scheinbar größere
Gerechtigkeit seines Bruders ( 1Mo 4,2-7 ).
Mit diesem Satz berührt Johannes einen empfindlichen Punkt, denn der Haß auf
einen anderen Christen entsteht oft aus
einem Gefühl der Schuld im eigenen Leben, das im Vergleich mit dem des anderen
weniger vollkommen ist.
Man tut gut daran, sich zu vergegenwärtigen, daß eine solche Reaktion vom Satan
kommt, wie Johannes hier unverblümt deutlich macht.
1Joh 3,13
Aber Haßgefühle und Mordgelüste (V. 11 - 12 ) sind auch ein Kennzeichen der
Welt, denn die Welt ... haßt die Christen.
Diese Tatsache soll die Leser (die im 1. Johannesbrief nur an dieser einen
Stelle als Brüder angeredet werden) jedoch nicht verwundern.
Was kann man anderes von der Welt erwarten?
Sehr viel schlimmer und anormaler ist der Haß unter Glaubensbrüdern, vor dem
Johannes die Christen in seinem Brief so eindringlich warnt.
Von daher ist es berechtigt, Vers 13 mehr oder weniger als einen Einschub zu
betrachten.
Kingcomments
12. Als Beispiel
für das Fehlen von Bruderliebe und wozu das führt, erwähnt Johannes
ausnahmsweise eine Geschichte aus
dem Alten Testament. Er verweist auf Kain. Dieser Mann hatte keine Bruderliebe,
sondern war „aus dem Bösen“.
Das offenbarte er auch dadurch, dass er seinen Bruder totschlug. Sein Bruder ist
Abel. Johannes nennt diesen Namen nicht,
um den ganzen Nachdruck darauf fallen zu lassen, dass er seinen Bruder totschlug.
Diese Tat war eines seiner bösen Werke, während die Werke seines Bruders gerecht
waren.
Wer aus dem Bösen ist, tut böse Werke.
Indem Johannes auch die Werke seines Bruders nennt, die gerecht waren,
zeigt er, dass Kain auch von Hass getrieben wurde.
Du liest dreimal im Neuen Testament von Kain, und zwar
von dem Opfer Kains
(Heb
11,4),
den Werken Kains
(hier) und dem Weg Kains
(Jud
1,11).
An seinem Opfer zeigt
sich seine eigenwillige Religion, seine Gleichgültigkeit gegenüber der
Heiligkeit Gottes; an seinen Werken erkennst
du seine Bosheit,
den Mangel an Bruderliebe; an seinem Weg zeigt
sich, dass er Gott den Rücken zugewandt hat.
So wurde es mit Kain immer schlimmer.
Das ist die Folge davon, wenn jemand, der kein Leben aus Gott besitzt, mit
gerechten Werken konfrontiert wird.
Diese Gegenüberstellung zeigt den Mangel an guten Werken.