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Mt 28.20 Welche Zeit, Q.: C.S.     Kleine Übersicht zum Matthäus Evangelium   Matthäus Evangelium

lieber bruder, hans peter,
welcher zeitabschnitt, welche zeit ist in matth. 28,20 gemeint, als der herr sagte: und siehe ich bin bei euch alle tage bis zur vollendung des zeitalters?
dankeschön immer wieder und
lieber gruß carmen

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https://www.elb2023.com/neues-testament/matth%C3%A4us/matth%C3%A4us-kapitel-28



Mt 28,20 und lehret sie, alles zu bewahren, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.      

lehrt: Apg 2,42; 1. Thes 4,1 bin: Mk 16,20; Joh 14,18; 2. Tim 4,17

 

Der Missionsauftrag des Herrn im Matthäusevangelium  ist nicht typisch christlich ist.
Dem Herrn geht es in Matthäus 28 um das Königreich, das mit dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist in Verbindung steht.
Darin leben wir nach Matthäus 13 auch heute.
In der christlichen Zeit steht darüber hinaus besonders die Identifikation mit dem Herrn Jesus im Vordergrund.
Diese ist nur über seinen Tod möglich. So haben wir beides im Auge, wenn wir jemand taufen.

Ich hole etwas weiter aus: 
War Thema vom HBKR in Mai...

I. Matthäus Evangelium ist die Darstellung Jesu Christi als König.

01.Der König hat einen eindrucksvollen Stammbaum Mt 1.1
02.Der Gott Abrahams Isaaks und Jakobs wird vorgestellt 1,2
 a) Abraham  =  aus:  Glauben Rö 4 und 1. Mo 15,6
 b) Isaak = Durch sein stellvertretendes Opfer 1. Mose 22
 c) Jakob den Sünder rettet  1. Mo 32,24 -30

03.Der König als ein Sohn Davids Mt 1,6  =Titel
04.Dem König gebührt Anbetung  Mt 2,11
05.Der König erhält Geschenke
 a) Gold (Symbol für Gottes Wesen
 b) Weihrauch (Symbol für Anbetung Off 5,8 Der König auch als der Priester Gottes
 c) Myrrhe = Symbol auch für Bitterkeit und Leiden = Prophet Gottes

06)Der König gibt die Regierungserklärung ab Mt 5 -7
07) Der König ist der Messias und tut  die Zeichen des Messias
 a) Heilung eines Aussätzigen Mt 8, 1-4
 b) Befreiung eines stummen Besessnen Mt 12,22 + 23
 c) Heilung eines Blindgeborenen Mt 21,14

08) Israel lehnt den König ab Mt 12
09) Der König ist der Herr des Sabbats Mt 12,8
10) Der König ist grösser als der Tempel Mt 12,6
11)                         mehr                Prophet  Mt 12,41
12)                         mehr   als irdische Könige Mt 12,42
13) Der König weist Zeichenforderungen zurück (Ausser des Zeichens Jonas, ein Bild der Auferstehung Mt 12,38 - 45 
14) Der König hat Israel befreit Mt 12,43-45, (Nachdem Israel dies nicht mehr annehmen wollte, kommt die Finsternis noch schlimmer zurück.
15) Der König geht aus dem Hause Israels hinaus Mt 13,1 (Symbolische Verwerfung Israels, Rö 9-11  Rö 11, 25+26
16) Der König setzt sich an das Meer (Völkermeer Off 17,15  Mt 13,1) Symbol dass das Heil zu den  Heiden geht. Eph  2,13 -18
17) Der König setzt sich, es ist vollbracht Joh 19,30
18) Der König redet ab Kp 13 in Gleichnissen  Mt 13,3 d.h. der Ohren hat der Höre...
19) Der König zeigt die Zukunft Mt 24
  a) Die Zerstörung des Tempels Mt 24, 1-3  (Titus 70nChr)
  b) Wiederkunft Jesu Mt 24,3
  c) Ende der Weltzeit
20) Der König bringt den neuen Bund in seinem Blute
21) Der König macht den Weg frei ins Heiligtum in dem gezeigt wird, dass das die zeremonielle Heiligtum leer und bloss war.
22) Der König lebt  Mt 28, 6+7
23) Der König hat Gewalt und Macht 28.18
24) Der König gibt Befehle an seine Untergebenen 28.19
25) Der König ist alle Tage bei Ihnen 28.30

  Weiterer Überblick:

 I) Einteilung in Predigten Anfang (7.28  Gebot 11,1  Gleichnis  13,53  Wüste  19,1  Ausblick  26,1)
 II) Einteilung nach Zeitformen: hina: auf das erfüllt würde;   hopoos: damit erfüllt würde; tote: Da ward erfüllt.
III) Einteilung nach Proklamation

 a) 4,12 -7,29   Königtum Proklamation
 b) 8,1 - 16,20 König Proklamation
 c) 16,21 - 20,34 Verwerfung des Königs
 d) 21,1 - 26,35 Verwerfung des Königtums
 4) Einteilung  den 10 Gleichnissen vom Reich der Himmel
 5) Einteilung : von der Zeit an: 4,17  16,21  26,16
 6) Einteilung nach Reich der Himmel in 5 Phasen: Ankündigung bei Daniel;  der König ist da ---> Verwerfung ---> 1000jR Ewigkeit
 7) Unterscheidung Israel und Nationen 25,32  6.7   15.24
 8) Einteilung nach Haushaltwechsel (Interessiert? Mail genügt)
 9) Habt ihr nicht gelesen?  KP 14 12,3 12,5 19,4 21,42 22,31
10) die 7 Geister Mt 12    Interessiert Mail genügt, aber den Spruch kennst Du ja schon.
11) Erfüllte Prophetie 11,5
12) Zeichen Mt 12,38  (Die 12 Zeichen für Israel???) Interessiert?
13) Einteilung: Beantwortung von Fragen in 3 Gruppen: 24,3
14) Einteilung erster und letzter Vers
15) Genommen  / Gelassen 24.40
16) die 4 Klammern in den Evangelien






ICH BIN BEI EUCH

Zum Abschluss gibt der Herr Jesus seinen Jüngern die Versicherung, dass Er bei ihnen sein werde bis zur Vollendung des Zeitalters.
Damit blickt Er hin auf eine zukünftige Zeit, in der Er hier auf der Erde sichtbar regieren wird.
Dieses Wörtchen „alle“ finden wir nicht weniger als viermal im letzten Abschnitt.

  1. Unser erhöhter Herr übt in beiden Sphären alle Gewalt aus, so dass es nichts gibt, was Ihm nicht unterworfen wäre. Wenn hier auf der Erde Böses geschieht, dann unter seiner „Zulassung“.
  2. Der Wirkungsbereich des Dienstes der Jünger erstreckt sich auf alle Nationen, nicht etwa auf Israel allein, wie es bis jetzt der Fall war.
  3. Solche, die aus den Nationen getauft werden, sollen belehrt werden, alle Gebote des Herrn zu beobachten. Denn Knechte sollen sich durch Gehorsam auszeichnen und auch wieder andere zu konsequentem Gehorsam führen.
  4. Dann können sie alle Tage bis zum Ende auf den Beistand und die geistige Gegenwart ihres Meisters rechnen.

Das zeigt, dass die Wahrheit dieser Verse abgeschwächt oder sogar zerstört würde, wenn wir jetzt noch von seiner Himmelfahrt läsen! Der Herr beauftragte seine Jünger und sandte sie auf ihre weltweite Mission aus mit den Worten:
„Siehe, ich bin bei euch alle Tage.“
Dadurch, dass wir danach in diesem Evangelium nichts Weiteres mehr lesen, wird die Kraft dieser Worte unermesslich gross.
Er verhieß ihnen seine Gegenwart bis zur Vollendung des Zeitalters.
Das ist der Schlusspunkt. Der Glaube hält fest, dass Er für immer bei den Seinen auf der Erde ist. Mit seiner Gegenwart und seiner Hilfe können sie auf ihrem wichtigen aber zum Teil gefährlichen Missionsgang immer rechnen.

Die Himmelfahrt des Herrn wird in diesem Evangelium nicht erwähnt,
weil der Geist Gottes uns hier Jesus als den vorstellt, der seinen Platz inmitten seiner Jünger auf dieser Erde einnimmt, die den Überrest seines Volkes darstellen.
Am Anfang des Evangeliums hatte Er sich seinem Volk als Emmanuel, „Gott mit uns“ vorgestellt. Nachdem das Volk Ihn verworfen hatte, ist Er immer noch Emmanuel.
Aber das gilt nur noch für diejenigen, die Ihn aufgenommen haben, und zwar bis zu der Zeit, wo das Volk insgesamt Ihn erkennen wird.

In gleicher Weise dürfen alle, die heute an Ihn glauben, bis zum Ende mit der Erfüllung seiner Verheißung rechnen.
So bleiben diese Worte eine Ermutigung für uns trotz des degenerierten Zustands in diesem Königreich.

Natürlich ist der König nicht in leiblicher Gestalt gegenwärtig. Aber der Glaube wird die Realität seiner weisen, führenden Autorität so anerkennen, als ob Er auch körperlich anwesend wäre.
Durch die Kraft des Geistes Gottes, der seit Pfingsten in den Gläubigen wohnt, ist der Herr Jesus tatsächlich immer bei uns. Aber nur der Glaube realisiert das und nimmt seine Gegenwart wahr und dankbar an.

VOLLENDUNG DES ZEITALTERS

Zum Schluss möchte ich die Aufmerksamkeit auf den bemerkenswerten Ausdruck „Vollendung des Zeitalters“ lenken. Matthäus verwendet den Begriff „Zeitalter“
 (aion) achtmal (Mt 12,32; 13,22 [mit Welt übersetzt].39.40.49; 21,19 [mit Ewigkeit übersetzt]; 24,3; 28,20).
Fünfmal verbindet er die beiden Bezeichnungen: Vollendung des Zeitalters (Mt 13,39.40.49; 24,3; 28,20).

Der Ausdruck „Zeitalter“ bezieht sich auf eine besondere, definierte Periode oder auf eine ununterbrochene Periode undefinierter Dauer. Sie trägt besondere Charakterzüge.
Es muss uns somit nicht verwundern, dass der Geist Gottes genau mit diesem Wort das Matthäusevangelium beschließt. Wir haben verschiedentlich gesehen,
dass sich Matthäus mit Epochen (Haushaltungen) beschäftigt. Das genau sind Zeitalter. Ein bestimmtes hat der Herr hier vor Augen, wenn Er seinen Jüngern eine letzte, wunderbare Zusicherung gibt.

Es fällt auf, dass wir den Begriff „Zeitalter“ in diesem Evangelium erst finden, nachdem die Verwerfung des Herrn durch die Führer Israels ihren Höhepunkt gefunden hat. Sie haben dem Herrn unterstellt,
die Dämonen durch Satan auszutreiben (Mt 12,24). Der Herr Jesus nennt diese furchtbare Aussage „Lästerung des Geistes“ (Vers 31). Er bestimmt, dass ein solches Reden gegen den Heiligen Geist
„weder in diesem Zeitalter noch in dem zukünftigen“ vergeben werden wird (Mt 12,32). „Dieses Zeitalter“ bezieht sich auf die Zeit, als der Herr Jesus damals auf der Erde war, um das Erlösungswerk zu vollbringen.
Das „zukünftige“ beginnt mit der Entrückung der heute lebenden Gläubigen und hat seinen Höhepunkt in der Drangsalszeit. Seine Vollendung findet statt, wenn Christus zum
zweiten Mal sichtbar kommen und sein Königreich auf der Erde in Macht antreten wird (vgl. Mt 13,40 ff.).

Der Meister gibt seinen Jüngern nun dieses Versprechen: Bis zu dem Zeitpunkt, an dem Er in Macht alles Böse richten wird, lässt Er die Seinen nicht allein. Sie müssen furchtbare Drangsale erleiden.
Aber Er ist bei ihnen. Danach bricht ein ganz neues Zeitalter an, die wunderbare Epoche seiner öffentlichen Herrschaft. Dann brauchen seine Jünger diese Zusage nicht mehr, denn ihr Herr wird leibhaftig bei ihnen sein.

Gerade am Ende dieses genannten Zeitalters, das also auch für uns noch zukünftig ist, wird das Evangelium allen Nationen gepredigt werden. Die Zeit bis zur Vollendung des Zeitalters wird in den 
Ps 91–100 behandelt. Auch Daniel 11,33 und 12,3 sprechen von dieser Zeit. Jesaja 65,13 zeigt uns dann die Vollendung, wenn Christus mit Segen für die Seinen wiedergekommen sein wird.

Weder hier noch in den Kapiteln 13 und 24 spricht das Zeitalter von der christlichen Zeitepoche. Diese liegt genau zwischen „diesem Zeitalter“ und dem „zukünftigen“, zwischen
„diesem Zeitalter“ und der „Vollendung des Zeitalters“. „Dieses Zeitalter“ war eine Periode der Weltgeschichte aus Sicht der Juden, die eigentlich durch die Gegenwart des Messias hätte beendet werden sollen.
Weil sie ihren König jedoch verwarfen, wird es auch noch eine Zeit der Vollendung geben. Der Ausdruck „Vollendung des Zeitalters“ setzt voraus, dass Jerusalem unter Gericht steht, durch Christus aber wiederhergestellt wird.
 Dazu muss der Messias wiederkommen, denn Jerusalem kann nur durch Ihn selbst wiederhergestellt werden. Dafür ist wiederum echte Buße vonseiten der Bewohner Jerusalems und Israels nötig.
Mit dieser Buße und durch das Kommen des Herrn wird dann das Zeitalter vollendet werden (vgl. Mt 24,3.30).

So endet das Matthäusevangelium mit dem herrlichen Ausblick, dass Christus einmal von seinem irdischen Volk angenommen werden wird. Er wird erscheinen, wenn der gläubige Überrest seines
Volkes Ihn sehnsüchtig erwarten wird. Sie werden ihren König, den sie ans Kreuz gebracht haben, in Liebe und Gehorsam annehmen. Ein großer Augenblick für den König,
für unseren Herrn Jesus Christus. „Sie [Maria] wird aber einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Jesus nennen; denn er wird sein Volk erretten von ihren Sünden.“
(Mt 1,21) Das wird seine endgültige Erfüllung finden. „Er freut sich über dich mit Wonne, er schweigt in seiner Liebe, frohlockt über dich mit Jubel.“ (Zeph 3,17)  M. Seibel.