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| Bibeltext Transliteriert |
3. Wie kann das Gericht vermieden werden?
( 2,1 - 3 )
Nach dieser Schilderung des schrecklichen Tages, an
dem Gottes Zorn sich gegen Juda richten wird, kommt der Prophet zum
eigentlichen Anliegen seines Buches. Er will die Menschen durch seine
Ankündigung nicht zur Verzweiflung treiben, sondern sie zu Buße und
Gehorsam bewegen. Wie Matthew Henry so treffend formulierte,
beabsichtigte Zefanja "nicht, daß sie vor Angst von Sinnen kämen,
sondern daß sie vor Angst von ihren Sünden ließen" (Commentary on the
Whole Bible in One Volume, S. 1168).
a. Der Aufruf an die Völker: Tut Busse
( Zeph 2,1-2 )
Zeph 2,1
Zefanja fordert die Menschen auf: " Sammelt euch ",
vielleicht zu gemeinsamer, das ganze Volk ergreifender Umkehr und Buße.
Die Verstärkung durch die Aufforderung " kommt her " bekräftigt die
Dringlichkeit dieses Appells. Die Worte " du Volk, das keine Scham kennt
" ("Scham" heißt im Hebräischen niKsAP , von der Wurzel kAsaP , "blaß
oder weiß vor Scham sein"; das verwandte Wort keseP bedeutet "Silber",
das helle Metall, von dem in Zeph 1,18 die Rede ist) beziehen sich auf
Juda, das sich nicht für seine Sünde schämte; die Menschen wurden nicht
rot oder blaß vor Verlegenheit. Die Sünde hatte sie verhärtet (vgl. Zeph
1,12 ).
Zeph 2,2
Dieser Vers unterstreicht nochmals durch seine drei
mit " ehe " eingeleiteten Sätze die Dringlichkeit des prophetischen
Aufrufs. Wenn das Volk nicht umkehrt, wird es bald zu spät sein. Durch
sofortige Buße kann jedoch das drohende Gericht abgewendet werden, wie
das Beispiel Ninives zeigt. Die Worte " ehe denn ihr werdet wie Spreu "
wirken wie ein Auftakt, um den ersten der drei Sätze zu betonen.
Sofortige Buße ist nötig, denn der Tag des Zornes Gottes nähert sich
rasch wie ein Wind, der die leichte Spreu vor sich herwirbelt. " Zorn "
ist die Übersetzung des hebräischen ?aP (wörtlich: "Nüster", also Zorn,
der sich in heftigem Atmen äußert). " Grimmiger Zorn" ( HXrNn ) bedeutet
"brennend", von HArCh , "anzünden, entfachen" (vgl. die "Glut meines
Grimmes" in Zeph 3,8 ).
b. Der Aufruf an die Demütigen: Suchet Gott
( 2,3 )
Zeph 2,3
Der Prophet fordert diejenigen, die den Herrn noch
kennen und es durch ihren Gehorsam erweisen, zur Standhaftigkeit auf.
Sie sollen nach drei Dingen streben: nach dem HERRN , nach Gerechtigkeit
und nach Demut (vgl. Zeph 3,12 ), wobei die beiden letzteren von selbst
folgen, wenn sie dem Herrn gehorchen. Wenn die wenigen Gerechten den
Herrn suchen, wird er sie vielleicht bergen (wörtlich: "verborgen,
versteckt", aus sATar , einem Synonym von QAPan , von dem sich der Name
Zefanja herleitet) am Tage des Zorns des HERRN ( ?aP ; vgl. Zeph 2,2 ).
Bei der Invasion der Babylonier kamen zwar viele Menschen ums Leben,
aber es gab auch Überlebende, von denen manche dann nach Babylon ins
Exil verschleppt wurden ( 2Kö 24,14-16 ). Diesen Rest barg oder schützte
Gott.
C. Das Gericht über die Nachbarvölker
( 2,4 - 15 )
An die Warnung für Juda schließt sich eine ganz
ähnliche Prophezeiung für seine ebenfalls dem Götzendienst huldigenden
Nachbarn an. Gott ist der Gott aller Völker, und diejenigen, die Juda
zur Sünde verführten, sollen seinem Zorn nicht entkommen. Wenn er schon
Juda nicht verschont, wird er mit Sicherheit auch nicht über die Sünden
der anderen Völker hinwegsehen. Zefanja richtet seine Strafandrohung
zunächst gegen das westlich von Juda gelegene Philisterland (V. 4 - 7 )
und geht dann zu Moab und den Ammonitern im Osten (V. 8 - 11 ), zu
Äthiopien im Süden (V. 12 ) und zu Assyrien im Norden über (V. 13 - 15
).
1. Über das Philisterland
( 2,4 - 7 )
Zeph 2,4
Der Prophet sagt die Zerstörung von vier der fünf
größten Städte des Philisterlandes voraus - Gaza, Aschkelon, Aschdod und
Ekron , in der Reihenfolge ihrer geographischen Lage von Süden nach
Norden (vgl. die Karte "Israel und die umliegenden Völker in den Tagen
der Propheten" vor Jes). Warum Gat ausgelassen wird, ist nicht ganz
klar; die meisten Forscher sind der Ansicht, daß die Stadt sich nicht
von ihrer Zerstörung durch Usija erholt hatte ( 2Chr 26,6 ). Möglich ist
jedoch auch, daß nur vier Städte genannt werden, um die Symmetrie des
Verseszu wahren. ( Am 1,6-8 läßt Gat ebenfalls aus.) Passenderweise
klingen die hebräischen Wörter für "Gaza" ( ZazzCh ) und verlassen (
ZXzUBCh ) sehr ähnlich, ebenso die Wörter "Ekron" ( ZeqrNn ) und
ausgewurzelt ( tEZAqEr ). Aschdod soll am Mittag zerstört werden, wenn
viele Menschen essen oder sich ausruhen und nicht auf einen feindlichen
Überfall gefaßt sind.
Zeph 2,5
Wer das hier erwähnte Volk der Kreter ist, ist
unklar. Vielleicht bezieht sich die Wendung auf einige Kreter, die nach
Osten gewandert waren und sich an den Küstenebenen des Mittelmeers, am
Meer , niedergelassen hatten. (Die Kreter werden auch in 1Sam 30,14;
8,18; 20,23; 1Chr 18,17 und Hes 25,16 erwähnt.) "Kaftor" in Jer 47,4 und
Am 9,7 ist ein anderer Name für Kreta. Auch der Name Kanaan in demselben
Vers nimmt Bezug auf die Küstenebenen. Die Verkündigung des Herrn ist
ebenso schrecklich wie eindeutig - er hat die völlige Zerstörung
beschlossen! Niemand von den Bewohnern der palästinischen Küstenebenen
soll mehr dort wohnen. Dieses Vernichtungswerk nahm seinen Anfang unter
Pharao Necho II. von Ägypten (609 - 594), dem Nachfolger von Psamtik I.
Er versuchte auf diese Weise, das Land westlich des Euphrat gegen die
Babylonier abzusichern ( Jer 47 ).
Zeph 2,6-7
Zefanja schreibt, daß der Philister Land, das Land
am Meer , wo die Kreter wohnen, so entvölkert sein wird, daß dort nur
noch Hirtenfelder und Schafhürden zu finden sein sollen. Das Land wird
den Übriggebliebenen vom Hause Juda , die Gott verschonen wird (V. 3 ),
gehören. Die Menschen, die den Tag des Zorns überleben, werden als
Schafhirten das Land ihrer einst so verhaßten Feinde besitzen und davon
leben können. Die Erklärung für die gnädige Vorsehung, die dem kleinen
Häuflein Überlebender zuteil wird, findet sich im letzten Satz von Vers
7 . Diesen wenigen Gerechten gilt die Liebe und Sorge des HERRN, ihres
Gottes , der für sein Volk sorgt und es wiederherstellt. ( Heimsuchen ;
vgl. Zeph 3,20 ; ist die Übersetzung von wörtlich: "ihre Gefangenen
zurückbringen".) Gottes Bund mit Abraham ist die Garantie dafür, daß
Juda dieses Land in Zukunft besitzen wird ( 1Mo 15,18-20 ).
2. Über Moab und Ammon
( 2,8 - 11 )
Zeph 2,8
Nach den Philistern im Westen nennt Zefanja nun die
beiden Stämme im Osten, Moab und die Ammoniter , die von Lots Töchtern (
1Mo 19,30-38 ) abstammen und daher Blutsverwandte von Juda sind. Die
Sünde dieser Stämme besteht in ihrer verbalen Feindseligkeit ( Schmähen,
Lästern und Großtun) gegenüber Gottes erwähltem Volk (vgl. Zeph 2,10 ).
Schon immer waren sie Israels Feinde gewesen. Der moabitische König
Balak hatte einst Israel durch Bileams Fluch ( 4Mo 22 ) vernichten
wollen, eine Absicht, für die Gott ihm Vergeltung angekündigt hatte (
4Mo 24,17 ). Zur Zeit der Richter versuchten sowohl Moab als auch die
Ammoniter wiederholt, Israel zu unterwerfen ( Ri 3,12-14; 10,7-9; 11,4-6
), doch Saul und David besiegten die Ammoniter ( 1Sam 11,1-11; 10,1-14
), und Joram und Joschafat schlugen die aufständischen Moabiter ( 2Kö 3
). Andere alttestamentliche Propheten berichten, daß Moab und die
Ammoniter in anmaßender Weise Judas Grenzen verletzten und ihre
entfernten jüdischen Verwandten verspotteten (vgl. Jes 16,6; 25,10-11;
Jer 48,29-30; Hes 25,1-3.6; Am 1,13 ).
Zeph 2,9
Auf Gottes Anklage (V. 8 ) folgt die Verkündigung
der Strafe (V. 9 ), noch verstärkt durch die Wendung: " So wahr ich lebe
". Gott der Allmächtige schwört einen heiligen Eid, daß es den stolzen
Unterdrückern ergehen soll wie Sodom und Gomorra , zwei bedeutende
Städte, die in den Tagen ihres Ahnherrn Lot zerstört worden waren ( 1Mo
19,23-29 ). Der Vergleich will deutlich machen, daß auch die Völker, um
die es hier geht, gänzlich zerstört werden sollen. Ihr Land soll ihnen
genommen und so dürr werden, daß nur noch Unkraut (Disteln) darauf
wächst und es wie eine Salzgrube sein wird (vgl. Jer 48,9 ). Als ewige
Wüste wird es keine Frucht mehr bringen. Ein Großteil der Region von
Moab und Ammon, die nahe dem Toten Meer liegt, ist in der Tat Salzwüste,
trockenes Land, obwohl die endgültige Erfüllung der Prophezeiungen von
2,8 - 10 nach den Worten in Vers 11 noch in der Zukunft liegt.
Außerdem sollen die Moabiter und Ammoniter von den
Juden versklavt werden, und die Judäer ( die Übriggebliebenen meines
Volkes ... der Rest ) sollen ihre Gebiete besitzen (vgl. Jes 11,14 ).
Zeph 2,10-11
Zefanja wiederholt nochmals die in Vers 9
angegebenen Gründe für das Gericht. Die Sünde Moabs und der Ammoniter
ist ihre Hoffart (vgl. Jes 16,6; Jer 48,29 ), die sie verführte, daß sie
gegen das Volk des Herrn Zebaoth geschmäht und großgetan haben (vgl.
Zeph 2,8; Hes 25,5-6.8 ). Wieder folgt auf die Anklage das Urteil (vgl.
Zeph 2,8 und 9). Der Herr wird sie in seiner Macht richten und alle ihre
Götzenbilder zerstören. Danach macht der Prophet eine weitere Aussage,
die sich erst in der Zukunft erfüllen wird. Im Tausendjährigen Reich
werden alle Inseln der Heiden, ein jeder an seiner Stätte , den wahren
Gott (vgl. Mal 1,11 ) anbeten . Die Vertilgung des Götzendienstes wird
also den Weg bereiten für den weltweiten Gottesdienst, wenn Christus als
König über die Erde herrschen wird.
In diesem Abschnitt ( Zeph 2,8-11 ) entfaltet der
Prophet erneut seine Botschaft. In einem dreifachen Argumentationsgang
nennt er die Gründe für das Gericht (V. 8.10 ), beschreibt, wie das
Gericht ablaufen wird (V. 9 a. 11 a), und spricht schließlich von dem
Segen, den Gott Israel am Ende schenken wird (V. 9 b. 11 b).
3. Über Äthiopien
( 2,12 )
Zeph 2,12
Die Kuschiter oder Äthiopier sind Nachkommen von
Kusch, einem Sohn Hams ( 1Mo 10,6; 1Chr 1,8 ). Dieses Volk, das in der
Region des oberen Nil lebte (im heutigen Süden Ägyptens, im Sudan und im
Norden Äthiopiens), war die südlichste den Judäern bekannte Nation.
Zefanjas Aussage über sie ist so wenig prägnant, daß man sich
unwillkürlich fragt, ob er tatsächlich dieses Volk meint, nicht vielmehr
die ständig für Unruhe sorgenden Edomiter. Vielleicht erwähnt er die
Kuschiter nur, weil er die am äußersten Rand der damals bekannten Welt
liegenden Völker aufzählen wollte. Die kuschitischen Könige herrschten
bis zu ihrer Niederlage gegen den assyrischen König Asarhaddon im Jahr
670 v. Chr. über Ägypten. König Asa von Juda schlug einmal ein großes
kuschitisches Heer unter Serach, das Juda bedrohte ( 2Chr 14,8-12 ). Das
Gericht des Herrn über die Kuschiter besteht darin, daß er sie, wie alle
Feinde Israels, in der Schlacht töten wird (erschlagen). Diese
Prophezeiung erfüllte sich - zumindest teilweise - im Jahr 586 durch die
Babylonier unter Nebukadnezar (vgl. Hes 30,4-5.9 ). Da die Babylonier
dabei als Gottes Werkzeuge fungierten, bezeichnet Gott die Angreifer als
"mein Schwert".
4. Über Assyrien
( 2,13 - 15 )
Zeph 2,13
Das weit im Nordosten von Juda gelegene Assyrien
verlegt Zefanja in den Norden , weil die assyrischen Eroberer stets
zunächst durch das fruchtbare Land nach Westen zogen und dann nach Süden
vorstießen. Zefanja sagt voraus, daß der Herr Assur umbringen und Ninive
, die Hauptstadt von Assyrien, die für ihre Uneinnehmbarkeit bekannt
war, zur Wüste machen werde. Die Assyrer eroberten im Jahre 722 v. Chr
das Nordreich. Sie waren wegen ihrer Grausamkeit gegenüber ihren
Kriegsgefangenen sehr gefürchtet. Einer Allianz der Babylonier und Meder
gelang es im Jahr 612 v. Chr., Ninive zu zerstören. Der assyrische König
Sin-sar-Iskun fiel bei dem Versuch, seine Stadt zu verteidigen. Einige
wenige Assyrer überlebten unter ihrem neuen König Assur-Uballit II. den
Untergang ihrer Stadt. Trotz eines Bündnisses mit Pharao Necho II. von
Ägypten wurde das assyrische Reich jedoch im Jahr 609 v. Chr. endgültig
zerschlagen. Zefanjas Vorhersage hatte sich erfüllt. (Eine weitere
visionäre Beschreibung des Untergangs von Ninive findet sich in Nah 3 .)
Zefanjas prophetische Worte, daß Ninive dürr wie eine Wüste werden
solle, bezogen sich auf die vielen Bewässerungskanäle, die die Stadt
einst durchzogen und dann zerstört und ausgetrocknet waren! Nicht
weniger treffend waren Nahums Schilderungen ( Nah 2,7.9 ).
Zeph 2,14
Nach der Feststellung, daß Assyrien zerstört wird
(V. 13 ), schildert Zefanja, wie es nach der völligen Vernichtung des
Volkes aussehen wird (V. 14 ). Mit " Tiere des Feldes " und " Herden "
sind wahrscheinlich Rudel wilder Tiere gemeint (vgl. V. 15 ), da
domestizierte Tiere nur in üppiger Vegetation überleben können. Tiere,
sagt der Prophet, werden in der Stadt lagern , und statt der Geräusche
einer geschäftigen Stadt werden die Schreie wilder Tiere und Vögel zu
hören sein. Es wird unheimlich sein, wenn Eulen die Säulenknäufe
bewohnen und Käuzchen im Fenster verlassener Gebäude schreien. (Die
genaue Bestimmung der Vogelarten ist schwierig; Luther nennt Rohrdommel,
Eule, Käuzchen und Rabe.) Die Schwellen der Häuser werden verlassen
sein, nur Schutt wird herumliegen. Das Zederngebälk, das unter den
Decken und kunstvoll gestalteten Wänden lag, wird nackt in die Luft
starren, weil die Soldaten die Häuser geplündert haben. Es ist ein Bild
völliger Menschenleere, Zerstörung und unaufhaltsamen Verfalls, das hier
beschrieben wird.
Zeph 2,15
Das Bild von Ninives Untergang wird durch die
Feststellung des Propheten vollendet, die scheinbar so sichere Stadt,
deren König so stolz war, weil er sie für uneinnehmbar hielt, werde zum
Spott werden (vgl. Jes 10,12 ). Ninive war bekannt als die fröhliche
Stadt , deren Bevölkerung " sicher wohnte ". Die Stadt war ziemlich groß
- zusammen mit den Vorstädten betrug ihr Umfang etwa 90 Kilometer - und
hatte mindestens 120 000 Einwohner (vgl. den Kommentar zu Jon 3,3;4,11
). Zusätzlich zu der großen äußeren Schutzmauer hatte sie eine innere
Mauer, die 12 Kilometer lang, 15 Meter dick und 30 Meter hoch war.
Zwischen den beiden Mauern lag genügend Ackerland, um die zahlreiche
Bevölkerung zu ernähren. Ninives Überzeugung, " Ich bin's, und sonst
keine mehr ", war also keine hohle Angeberei! Nahezu 200 Jahre lang war
Ninive die mächtigste und stärkste Stadt der damaligen Zeit.
Im Jahr 614 v. Chr. unternahmen die Meder und
Babylonier einen Angriff auf die äußere Mauer. Er wurde zunächst
zurückgeschlagen, doch das Zusammenspiel verschiedener Umstände - eine
Kriegslist der Angreifer, Sorglosigkeit auf seiten der Angegriffenen und
eine Naturkatastrophe - entschied die Schlacht zuungunsten Ninives (vgl.
Nah 1,10; 2,4-6; 3,11 ). Die große innere Mauer konnte einer
unerwarteten Überschwemmung des Tigris in der trockenen Jahreszeit nicht
standhalten und war letztlich verantwortlich für die unvorhergesehene
Niederlage der Stadt (vgl. Nah 2,7-9; Nah 3,12 ). Die übermütige
Prahlerei der Einwohner Ninives wurde von den Feinden zum Schweigen
gebracht, und die Menschen, die später die Ruinen der assyrischen
Hauptstadt sahen, spotteten über ihren früheren Hochmut (vgl. Nah 3,19
). Pfeifen und in die Hände klatschen sind Zeichen von Verachtung. Gott
stürzte die Stadt auf wunderbare Weise aus ihrer Machtposition und gab
sie wilden Tieren preis!