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Esther   

Esther   2007-12-28 htm 

Unter  Benutzung diverser Unterlagen, Konkordanzen usw..  (wie immer) 

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Lieber Ernö
Ich hatte vor X Jahren mal das
Tote können nicht sterben eine Anwendung des Buches Esther
 von Major Ian Thomas gelesen.
Fand ich sehr gut. Ich werde  Dir meine Randnotizen  die ich damals in meiner Bibel gemacht habe, abschreiben.

1. Im Buche Esther finden wir unter anderem eine schöne Bildhafte Erklärung des Galater und Römerbriefes.
 
Solche Bilder finden
wir noch mehr im alten Testament, dies ist nun einfach die die ich mal bei MIT gefunden haben.

2. Zunächst mal allgemeines zum Buch Esther. Es enthält den Namen Gottes nicht direkt , aber in 4 sogenannten Akrostikons.
Siehe: 1,20 5,4 5,13 7,7. Dies ist eventuell ein Hinweis Gottes dass in diesem Buch viel verborgen ist.  Im ersten Akrostikon 
(*) sind es die Anfangsbuchstaben "Weiber" "Männer" "Ehre" "geben". .
(*)
Akrostikon  = Gedicht, Satz, Vers,  bei dem die Anfangsbuchstaben der einzelnen Verse oder Strophen in vertikaler Folge einen Satz, Vers oder Namen ergeben.

3.Wir finden im Worte Gottes häufig Bilder

4.1.  Oel: =  wirken,  Wesen,  Funktion des Heiligen Geistes.
4.2.  Adam + Eva = Christus und die Versammlung
4.3   Segen Moses in 5. Mose 33 = Der Weg Gottes mit einem Menschen von der Bekehrung bis zur völligen Freude in Christo.
4.4   Bundeslade unter Eli: = Der Weg von Israel zu den Philistern. = Israels Priestertum fehlt (versagt),  deshalb kam Israel in die
 Gefangenschaft unter die Nationen. Die Bundeslade kehrte unter wundersamen Gericht nach Israel zurück. So wird auch Gott die
 Nationen (Philister) richten und wieder neu in Israel wohnen.
5, Apg 27 + 28 Die Schiff-Fahrt des Apostel Paulus nach Rom, = Die "Kirchen" auf ihrem Weg nach Rom. (aber es hat wiedergeboren
in dem Schiff das unter Okkult- heidnischer  Flagge fährt.
6. 1. Mose 29+30. Die Kirchengeschichte in den 12 Stämmen.
7. Salomo - Jojakim die Kirchengeschicht analog der 7 Sendschreiben in Offenbarung 2+3.
8.  Hagar und Sarah in Galater 4   Gesetz und Gnade das untere  und das obere Jerusalem, usw.

 

Zum Buch Esther:
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  9.0  Wo findet die Geschichte statt?  in den 127 Landschaften, 1,1 QS = 10 = Gebote 10 Stämme 10 Jungfrauen 10 Zehen...
10.0 Wer sind die Hauptdarsteller?
10.1 Ahasveros = Xerxes  486 465 v. Chr  = Herz oder Seele    wo regiert er? in Susan
10.2. Haman = das teuflische Fleisch
10.3  Mordochai = Heiliger Geist
10.4 Esther = menschliche  Seele'
10.5 Amalek =der Volksaussauger

Fortsetzung folgt

Aus Talmud.de:

Mordechai schrieb all diese Ereignisse auf und schickte Briefrollen an alle Juden in allen Provinzen des Königs Achaschwerosch [Xerxes I.], die in der Nähe und Ferne wohnten. Er wollte ihnen als Satzung auferlegen, den 14. des Monats Adar und den 15. desselben Monats alljährlich zu feiern. Das waren die Tage, an denen die Juden von ihren Feinden Ruhe bekamen; das war der Monat, in dem sich ihre Betrübnis zur Freude und die Trauer zu einem Festtag umgewandelt hatte. Sie sollten diese Tage als Zeit fröhlicher Gelage, gegenseitigen Beschenkens und der Gabenspenden für die Armen begehen. Die Juden aber führten, was man bereits zu feiern begonnen, und was Mordechai an sie geschrieben hatte, als Brauch ein. Denn der Agagiter Haman, der Sohn des Hammedata, der Feind aller Juden, hatte den Plan ausgedacht, die Juden zu verderben. Er ließ das Pur (Los) werfen, um sie zu vertilgen und zu vernichten. Da kam aber die Angelegenheit vor den König: dieser befahl durch den Erlaß, sein böswilliger Plan, den Haman gegen die Juden ausgeheckt hatte, solle auf dessen Haupt zurückfallen. Man hängte ihn und seine Söhne an den Holzpfahl. Darum bezeichnet man diese Tage als „Purim” nach dem Worte „Pur” gemäß dem genauen Wortlaut des Briefes und nach dem, was sie erlebt hatten und was ihnen begegnet war. Deshalb erklärten die Juden es zum feststehenden Brauch und nahmen es an für sich und ihre Nachkommenschaft und alle, die zu ihnen übertreten würden; es sollte nicht mehr in Wegfall kommen, daß man diese beiden Tage halte nach ihren Vorschriften und zu der von ihnen festgesetzten Zeit, Jahr um Jahr. ... Esters Entscheidung aber führte diese Purimtage als feststehendes Recht ein, und es wurde in eine Buchrolle niedergeschrieben. Ester 9, 20 - 32

Purim - Fest des Sieges über die Widersacher



 

von Dr. Michael Rosenkranz

Die Purim-Geschichte ist niedergeschrieben in der Rolle Esther, einer der Schriften unserer Bibel, öie berichtet, wie Haman, der oberste Minister des großpersischen reiches unter König Achaschwerosch, alle Untertanen verpflichtete sich vor ihm niederzuwerfen und ihn zu verehren. Nur Mordechai, der Jude, gehorchte diesem Gebot nicht und blieb aufrecht stehen, gedenkend, daß es nur einen einzigen König gibt, dem Anbetung gebohrt. In seiner gekränkten Eitelkeit beschloss Haman daraufhin Mordechai und zugleich mit ihm alle Juden zu vernichten. Er erwirkte dies beim König und warf das Los, - das persische Wort für Los ist Pur, Mehrzahl Purim -, und das Los fiel auf den '15. Adar, das ist der 11. Monat des jüdischen Monatskreises : An diesem Tag sollten alle Juden ermordet und ihre Habe geplündert werden. Durch die Klugheit Mordechais und den persönlichen Einsatz unter Lebensgefahr seiner Pflegetochter Hadassah, die unter dem Namen Esther von Achaschwerosch zu seiner Königin ernannt worden war, fügte G’tt eine Umdrehung der Plane Hamans in ihr Gegenteil : Haman und seine ganze Sippe wurden hingerichtet, den Juden wurde gestattet sich zu v/ehren, und sie siebten über ihre Widersacher und waren gerettet. "Und den Juden ward Licht und Freude, Wonne und Ehre", und sie feierten ihre Errettung, und es wurde bestimmt, dieses Ereignis jahrlich und für alle Zeiten zu feiern. Die Thorah berichtet uns, daß der wilde Esaw (Esau) den Segen seines Vaters Yitzchak (Isaak) an seinen strebsamen Bruder Yaakov (Jakob) verlor nachdem er diesem für ein Linsengericht sein Erstgeburtsrecht verkauft hatte. Um den Segen gebracht, versuchte Esaw seither Yaakov, das ist Israel, zu töten. Und Esaws Nachkommen, die Amalekiter, wurden durch ihre tödliche Feindschaft Israel gegenüber zum Widersacher von G’ttes Heilsweg schlechthin.

Gegen Amalek zu kämpfen und ihn zu "besiegen hat G’tt Israel daher als immerwahrende Aufgabe aufgetragen. Durch die Schonung des letzten Amalekiterkönigs, Agag, hatte König Schaul (Saul) gegenüber G’ttes Gebot versagt, wodurch der Widersacher in der Welt blieb. Und wie IIaman, der ein Nachkomme Agags war, erhob sich in allen Geschlechtern immer wieder der Widersacher um Israel auszurotten. Doch so furchtbar sei^e Taten auch sind, es gelingt ihm nicht Israel zu vernichten, und der Verderber wird selbst umkommen, Und diesen endgültigen Sieg über ihn feiern wir alljährlich an Purim, welches Fest der Meinung einiger unserer Weisen deshalb auch dann noch bestehen, bleiben wird, wenn außer dem Schabbath alle anderen Feste am Ende der Zeiten ihre Bedeutung verloren haben werden. Gefeiert wird mit großer Ausgelassenheit. Man trinkt Wein bis man nicht mehr unterscheiden kann zwischen "Verflucht ist Haman" und "Gesegnet ist Mordechai". Wieso das? G’ttes Heiligkeit offenbart sich entweder durch den Erfolg des Gerechten oder den Niedergang des Bösen. An Purim findet beides statt. Während des Vorlesens und Hörens der Purim-Geschichte, zu der wir alle verpflichtet sind, übertönt man die Erwähnung des Namens von Haman jedes Mal durch großen Lärm um so das Andenken an Amalek auszulöschen» Während man am Tag vor Purim fastet, so wie es Esther vor ihrem lebensgefährlichen Einsatz tat, so ist es an Purim Pflicht, die Freude über die Errettung auch ganz körperlich zu feiern : Man hält ein Festmahl mit V/ein und Fleisch. Das Fleisch in Teig gehüllt, Krepplech genannt, ist ein typisches Purimgericht, das man in der Suppe isst. Süße gebackene Leckereien gibt es z.B. in Form der Malchesbrejtel, die die Gestalt von Esthers Diadem haben, oder in Form der Haman-Ohren, meist; mit; Hohn gefüllte, dreizipflige Teigtaschen, die sehr beliebt sind. Man sendet Speisen an Freunde und Verwandte, Wein und/oder fertige Speisen, mindestens zwei Speisegeschenke für jeden ("Schlachmones").Darüberhinaus ist man verpflichtet, die Armen so zu beschenken, daß auch sie feiern können, Man ist ausgelassen, die unterschiede zwischen Rang und Alter verwischen sich, alles wird verdreht, man verkleidet sich, schlüpft in andere Gestalten und demonstriert, daß man G’tt in jeder Gestalt dienen kann, Purimbälle werden veranstaltet, Purimspiele mit ulkigen Darstellungen der Purim-Geschichte oder anderer Geschichten werden aufgeführt, man macht Musik und tanzt, tanzt in's Freie, macht Umzüge. In Babylonien schwenkte man eine in einem Eisenreifen aufgehängte Haman-Puppe solange durch's Feuer bis das Seil riss und sie in's Feuer fiel. Oder man stieß Haman-Figuren vom Dach herab in ein loderndes Feuer. In Indien schlägt man zwei Holzfiguren solange aneinander, bis eine zerbricht: Diese ist Haman, die andere Mordechai. Im Yemen beschossen Kinder eine an einem Baum aufgehängte Haman-Puppe solange mit Steinen, bis sie zerfiel. Und in Deutschland bewerfen Kinder ein im Türrahmen aufgehängtes Bild Hamans solange mit Bällen, bis es zerfetzt ist; dann werden die Fetzen verbrannt. Und so erfüllt man das Gebot, das Andenken an Amalek, den Widersacher, auszulöschen.

Purim - das jüdische Volk schläft



 

von Chajm Guski

„Jeschno am echad” (Meg. Esther Kap.3 Vers 8)

- spricht Haman als einleitende Worte zu Achaschwerosch - „Es gibt ein Volk” . Die Gemarah lehrt uns aber, das „Jeschno” auch „Schlafen” bedeuten kann. Haman spielt also auf den spirituellen Zustand des jüdischen Volkes an: „Diese Nation schläft und tut keine Mitzvot” (Megilla 13a).

Haman sah also einen guten Zeitpunkt für die Zerstörung des jüdischen Volkes, da er davon ausgehen konnte, das es für das „spirituell schlafende” Israel, keinen g'ttlichen Schutz mehr geben konnte. Der Midrasch verfolgt diesen Gedanken weiter und erklärt, daß HaSchem Israel mit gleichem Maß behandelte und seine Anwesenheit vor ihnen verbarg - es erschien so, als schliefe HaSchem. Als Beweis dafür, daß HaSchem schläft, statt die Kinder Israels zu schützen, wird der 44. Psalm zitiert:

 

„Wach auf! Warum schläfst Du, HaSchem?”

(Tehillim 44,24) (nach Esther Rabba 10,1).

 

Jetzt klärt sich der erste Satz des sechsten Kapitels von selbst auf:

 

„In dieser Nacht, wurde der Schlaf des Königs gestört.”

 

der schlafende König ist hier „HaSchem” - wie auch der 78. Psalm sagt:

„Da erwachte HaSchem wie aus dem Schlaf”.

Erst durch die Hilfe HaSchems ist die Katastrophe abwendbar und der Nachfahre Amaleks, nämlich Haman unschädlich zu machen. Allerdings mußte das jüdische Volk den ersten Schritt machen und aus dem "geistigen Schlaf" erwachen. Die Halachah bestimmt deshalb auch, daß man an Purim etwas trinken und dann direkt ins Bett gehen sollte (Orach Chajim 695:2). Man soll sich also auf diese Weise an die Vorgänge zu Purim erinnern und sich daran erinnern, daß die Juden zur Torah und den Mitzvot zurückgekehrt sind aus ihrem „Schlaf”.