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 Der Begriff "Absagegebet" ist sicherlich nicht allgemein verständlich. Wenn darunter allerdings verstanden werden soll, dass sich jemand willentlich von einer Bindung lossagen kann, dann ist das ein falscher Weg.
 
Tatsächlich gibt es Süchte die einen Gläubigen binden können. Das Ergebnis ist dann, dass ein Zeugnis zur Ehre des HERRN nicht möglich ist. Der Wandel straft die Worte als Lügen. Natürlich möchte ein Gläubiger davon los kommen. Es widerspricht völlig seiner neuen Natur. Sucht ist Sünde und in Römer 6 wird uns deutlich gesagt: "Also auch ihr, haltet euch der Sünde für tot, Gott aber lebend in Christo Jesu." (Vers 11).
 
Wir sollen "als Freie" leben "und nicht die Freiheit als Deckmantel der Bosheit haben, sondern als Knechte Gottes." (1. Petr. 2,16)
 
Frei werden können Gläubige von Bindungen und Süchten, wenn sie zunächst anerkennen, dass sie Gott durch Ihre Bindungen und Süchte verunehren und dass es sich nicht um ein Leben zur Ehre Gottes handelt. Solange hier kein wirkliches Schuldeingeständnis stattfindet, gibt es keine Veränderung.
 
Im zweiten Schritt muß die Zielsetzung "zur Ehre Gottes" sein. Wenn Bindung oder Sucht tatsächlich überwunden werden, dann muss Gott die Ehre zukommen. "Aber in diesem allen sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geleibt hat." (Rö. 8,37) Durch den HERRN können wir überwinden, ohne IHN, wenn wir es in eigener Kraft machen wollen, können wir nur scheitern.
 
Das größte Problem vieler gebundener Gläubiger ist die Tatsache, dass SIE es schaffen wollen, SIE wollen die Ehre für sich, SIE meinen doch noch etwas zu können. Wenn ein Absagegebet eine Absage an Versuche aus eigener Kraft und eine Absage an die Unabhängigkeit vom HERRN ist, dann kann es helfen, aber nur dann.
 
herzliche Grüße
 
Ulrich