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 in den letzten Wochen bin ich mehr und mehr zu der Einsicht gekommen, dass das Merkmal, welches sowohl dem Bild Gottes, als auch dem des unschuldigen Adam entspricht, die Möglichkeit einer Willensentscheidung ist. Der HERR IST die Offenbarung des EWIGEN GOTTES. Der HERR kam durch einen Willensentschluss auf diese Erde. ER ist das BILD des unsichtbaren Gottes. Niemand hat GOTT jemals gesehen, der eingeborene SOHN, der im Schoss des Vaters ist, der hat IHN kund gemacht.

 Es stimmt schon, ich bleibe dabei, so wie wir geschaffen sind können wir Versammlung verstehen. Die Versammlung ist ein Leib. Wir sind Glieder eines Leibes. Wir haben einen Leib, unsere Leib hat Glieder. Ich bin allerdings davon überzeugt, dass das noch nicht dem entspricht, was es heisst im Bilde Gottes geschaffen zu sein. Im Bilde Gottes geschaffen zu sein, bedeutet einen Willen zu haben.

 Gott hat einen Willen. Das wird von Anfang an in der Bibel so dokumentiert. Der Herr Kommt nach Psalm 40 um den Willen Gottes zu tun. In Gethsemane ordnet der HERR als Mensch seinen Willen dem Willen des Vaters unter. Er sagt eindeutig "doch nicht wie ich will, sondern wie du willst".

 Ich komme immer mehr zu der Überzeugung, dass Wille grundsätzlich frei ist. Sonst würde auch ein Wille überhaupt keinen Sinn machen. Der grundsätzliche Fehler der Calvinisten liegt gerade darin, einen unfreien Willen zu definieren. So etwas ist paradox. "Unfreier Wille" ist ein Widerspruch in sich selbst. Entweder hat jemand einen Willen, oder er ist eine Marionette! Insoweit glaube ich, dass im Bilde Gottes geschaffen zu sein bedeutet einen Willen zu haben.

 Die Erklärung des Paradoxons "unfreier Wille" oder die doppelte Bejahung "freier Wille" brauchen wir überhaupt nicht. Wenn ich die Gedanken von gestern noch einmal verfassen würde, dann würde ich einfach sagen:

herzliche Grüße

 Ulrich

 P.S. Warum haben seit Augustinus so viele an diesem Thema vorbeigedacht?