Index Bibelstunde per Skype Bibel englisch deutsch Irrlehren Jahresbibellese ForumArchiv Hauptordner Bündnisse Forum Maeachi 316 Syngrammata WF Lehre aus dem Wort Gottes
Der Messias im Tenach und im NT
Einleitung
| Einleitung „Das erstaunlichste Drama, das sich je dem Sinn des Menschen darstellte - ein in der Prophetie des Alten Testamentes und in der Biographie der vier Evangelien beschriebenes Drama -, ist die Geschichte von Jesus, dem Christus. Eine hervorstechende Tatsache unter vielen läßt ihn als einzigartig dastehen. Es ist diese: nur von einem Menschen in der gesamten Weltgeschichte gibt es ausdrückliche, genau vorhergesagte Einzelheiten über seine Geburt, sein Leben, seinen Tod und seine Auferstehung. Diese Ausführungen sind in Dokumenten aufgezeichnet, die der Öffentlichkeit Jahrhunderte vor seinem Erscheinen gegeben wurden. Keiner stellt es in Frage oder kann es in Frage stellen, daß diese Dokumente lange vor seiner Geburt in weitverbreitetem Umlauf waren. Jeder einzelne vermag für sich die tatsächlichen Berichte über sein Leben mit jenen alten Dokumenten zu vergleichen. Er wird feststellen, daß sie genauestens übereinstimmen. Das Herausfordernde an diesem Wunder ist, daß es in der gesamten Weltgeschichte nur mit einem einzigen Menschen so geschah" (D. M. Panton)1 . 1 Zahlreiche andere Bibelkenner machten auf dieselbe erstaunliche Tatsache aufmerksam. Wir zitieren noch einen, Canon Dyson Hague. Er sagt: „Jahrhunderte bevor Christus geboren wurde, waren seine Geburt und sein Lebenslauf, sein Leiden und seine Herrlichkeit im Umriß und in Einzelheiten alle im Alten Testament beschrieben worden. Wer könnte das Bild eines noch nicht geborenen Menschen zeichnen? Doch nur Gott und Gott allein. Niemand wußte vor 500 Jahren, daß Shakespeare geboren werden würde; der vor 250 Jahren, daß Napoleon geboren werden würde. Hier in der Bibel jedoch wird uns das eindrucksvollste und unverkennbare Ebenbild eines Menschen porträtiert, nicht Um einmal die Aufmerksamkeit auf dieses literarische Wunder ohnegleichen zu lenken, denken Sie bitte nach: Wer wäre je imstande gewesen, im voraus das Leben von George Washington oder Abraham Lincoln oder irgendeines anderen Menschen niederzuschreiben, fünfhundert Jahre vor ihrer Geburt? Nirgends finden wir in irgendeiner Literatur der Welt, ob säkular oder religiös, ein Zweitstück zu diesem erstaunlichen Wunder des im voraus geschriebenen Lebens Christi. „Die Inspirierung zu diesem Porträt kam von der himmlischen Galerie und nicht aus dem Studio eines irdischen Künstlers" (A. T. Pierson). Das Wunder des im voraus niedergeschriebenen Lebens Christi und seiner vollkommenen Erfüllung in Jesus von Nazareth ist dermaßen bemerkenswert: „Nichts als göttliche Vorauskenntnis konnte es voraussehen, und nichts als göttliche Allmacht konnte es vollbringen." Im Hinblick auf die völlige Beweisführung muß jeder nachdenkliche Leser zustimmen: „ Es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht; sondern von dem Heiligen Geist getrieben haben Menschen im Namen Gottes geredet"
2. Petr 1,21
Denn die Weissagung wurde niemals durch den Willen des Menschen
hervorgebracht, Diese Tatsache deutet auf vier große Wahrheiten hin Ohne Variationen oder Änderungen zwischen den alttestamentlichen Weissagungen über den kommenden Messias und der neutestamentlichen Erfüllung in Jesus von Nazareth kommt man unwillkürlich zu dem Schluß, daß „die Hand, die das Bild in der Prophetie gezeichnet hat, auch das Porträt in der Geschichte formte". Die unausbleibliche Folgerung aus diesem Wunder ist vierfach: 1. Es beweist, daß die Bibel das inspirierte Wort Gottes ist; denn der auf sich gestellte Mensch ist weder fähig, ein solches literarisches Wunder zu verfassen, noch zu erfüllen. 2. Es beweist, daß der Gott der Bibel, der einzige, der das Ende von Anfang an weiß und der allein die Macht hat, sein gesamtes Wort zu erfüllen, der wahre und lebendige Gott ist. 3. Es zeigt, daß der Gott der Bibel allwissend ist; denn er ist fähig, die Zukunft vorauszusagen, die doch mit zahllosen Menschen zu tun hat, die freihandelnde und moralische Geschöpfe sind. Er ist allmächtig, da er fähig ist, die vollkommene Erfüllung seines Wortes zu bewirken, inmitten weitverbreiteten Unglaubens, Gleichgültigkeit und Auflehnung seitens der Menschen. 4. Es zeigt, daß Jesus von Nazareth, der so vollkommen und gänzlich alle alttestamentlichen Weissagungen erfüllte, in der Tat der Messias ist, der Erretter der Welt, der Sohn des lebendigen Gottes. Christus ist der Mittelpunkt der Geschichte So sieht man also Christus als Mittelpunkt aller Geschichte sowie als zentrales Thema der Bibel. „Der Christus des Neuen Testaments in die Frucht des Baumes der Prophetie, und das Christentum ist die Verwirklichung eines Planes, dessen erste Umrisse mehr als 1500 Jahre zuvor skizziert wurden2 ." 2 David Baron, »Rays of Messiah's Glory", S. 14. Erfüllte Prophetie gibt es nur in der Bibel ![]() Die Tatsache erfüllter Prophetie findet sich allein in der Bibel; daher erbringt sie den Beweis göttlicher Inspiration, der positiv, endgültig und überwältigend ist. Kurz gesagt geht es um folgendes Argument: Kein Mensch, ohne die Hilfe göttlicher Eingebung, weiß die Zukunft im voraus; denn sie ist eine undurchdringliche Wand, ein wahrer „Eiserner Vorhang" für die gesamte Menschheit. Allein ein allmächtiger und allwissender Gott vermag die Zukunft unfehlbar vorauszusagen. Wenn man also wahre Prophetie finden kann (wie in der Bibel), mit sicherer Erfüllung, mit genügend Zeit zwischen der Voraussage und der Erfüllung und mit ausdrücklichen Einzelheiten in der Voraussage, um sicherzustellen, daß es sich bei den Prophezeiungen nicht um schlaue Mutmaßung handelt, dann ist der Fall perfekt und unwiderlegbar. Denken Sie daran, 400 Jahre lagen zwischen der letzten messianischen Prophezeiung des Alten Testaments und ihrer Erfüllung im Christus der Evangelien3 . Viele Prophezeiungen sind natürlich viel älter als 400 v. Chr. 3 Den vollkommenen Beweis der langen Zeitperiode, die zwischen dem letzten Buch des Alten Testaments und dem ersten Buch des Neuen Testaments verstrich, liefert die Existenz der Septuaginta, einer Übersetzung des Alten Testaments ins Griechische von ca. 200 v. Chr. Diese Übersetzung wurde während der Regierungszeit des Ptolemäus Philadelphus (ca. 280 v. Chr.) begonnen und nicht lange danach beendet. Mit einer Übersetzung des gesamten Alten Testaments, so wie wir es jetzt kennen, hergestellt vor mehr als 200 Jahren vor Christus, ist es ganz offensichtlich, daß die Bücher des Alten Testaments, von denen ja die Übersetzung gemacht wurde, noch älter sein müssen. Es ist auch zu bedenken, daß es in den 400 Jahren der zwischentestamentlichen Zeit keine Propheten gab. Im 1.Makkabäer 9,27 heißt es: „Und war in Israel solche Trübsal und Jammer, desgleichen nicht gewesen ist, seitdem man keine Propheten gehabt hat.* Tiefes Bedauern über den 10 Während der 1100 jährigen Periode, vom Zeitalter Moses (1500 v. Chr.) bis zu Maleachi (400 v. Chr.), gab es eine Folge von Propheten, messianische Weissagungen wurden geformt, und alle von diesen zeugten von dem kommenden Messias. Diese alttestamentlichen Weissagungen gingen bis ins kleinste und waren so umfangreich, und ihre Erfüllung im Neuen Testament ist so vollkommen, daß A. T. Pierson sagt: „Es gäbe keinen ehrlichen Ungläubigen in der Welt, wenn messianische Prophetie studiert würde .. . ![]() es gäbe auch keine zweifelnden Jünger, wenn diese Tatsache der Weissagung und Erfüllung im vollen Umfang erkannt würde." „Und", so fügt er hinzu, „leider ist es eine Tatsache, daß wir noch immer dem ersten ehrlichen Skeptiker oder Kritiker zu begegnen haben, der die in Christus zentrierenden Prophezeiungen sorgfältig studiert hätte" (aus dem Buch „Many Infallible Proofs"). Hier ist wahrhaftig „Gottes Fels der Ewigkeiten, der unerschütterliche Standort des Glaubens". „Prophetie" ist Gottes eigene Methode zum Beweis seiner Wahrheit Die Lehren der Bibel sind einzigartig und von allen anderen Religionen verschieden. Sie sind so wichtig - indem sie uns sagen, daß das ewige Schicksal des Menschen, zu seinem Wohl oder Wehe, von seiner Annahme des Christus der Bibel abhängt -, daß wir ein Recht Mangel an Propheten ging über in eine tiefe Sehnsucht nach dem Wiedererscheinen von Propheten, so daß die Menschen sogar in ihrer öffentlichen Tätigkeit dafür Sorge trugen, ihr gesetzgebendes Amt nur so lange als gültig zu erklären, bis wiederum ein treuer Prophet aufkommen würde (s. 1. Makk. 14, 41; 4, 46). 11 darauf haben zu wissen, ob die Bibel ein himmlischer Ratschluß ist oder nicht, das absolute und endgültige Wort Gottes, ob ihre Botschaft von Gott voll autorisiert ist. Wenn Gott in der Bibel eine Offenbarung seines Willens gegeben hat, so wird er unzweifelhaft auf unverkennbare Weise den Menschen zeigen, daß die Bibel wahrhaftig sein offenbarter Wille ist. Die von ihm erwählte Weise, den Menschen zu zeigen, daß die Bibel sein Wort ist, kann von allen Menschen mit durchschnittlicher Intelligenz verstanden werden. Und zwar geschieht es durch das Geben und die Erfüllung deutlicher, detaillierter Prophezeiungen. Es ist das göttliche Siegel, das alle Menschen wissen läßt, daß er gesprochen hat. Dieses Siegel kann niemals nachgemacht werden. Es ist der von ihm bescheinigten Wahrheit angeheftet. Denn sein Vorherwissen des Handelns freier und intelligenter Wesen, der Menschen, ist eines der „unbegreiflichsten Attribute der Gottheit und gehört ausschließlich zur göttlichen Vollkommenheit4 " . Die falschen Götter zu Zeiten Jesajas herausfordernd, sagte der wahre Gott: „Bringt eure Sache vor... sagt an, womit ihr euch verteidigen wollt .. . Sie sollen herzutreten und uns verkündigen, was kommen wird . . . damit wir merken, daß es eintrifft! Verkündigt uns, was hernach kommen wird, damit wir erkennen, daß ihr Götter seid!"
Jes 41,22
Sie mögen herbeibringen und uns verkünden, was sich ereignen wird:
![]() Es gibt die falschen Religionen, wie der Islam und Buddhismus, wo man mit angeblichen Wundern ihre Rechtmäßigkeit aufrechtzuerhalten versuchte. Doch weder diese noch irgendwelche anderen Religionen in der Weltgeschichte, außer der Bibel, wagten jemals, Prophezeiungen aufzustellen. 4 „Evidences of Prophecy", Alexander Keith, S. 8. 12 Es gehört zur einzigartigen „Herrlichkeit" des Allmächtigen, des allwissenden Gottes, der „der Herr, der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat", ist
Neues zu verkündigen, „ehe denn es aufgeht"
Jes 42,9
Das Frühere, siehe, es ist eingetroffen, und Neues verkündige ich;
Diese Herrlichkeit oder Ehre wird er keinem anderen geben
Jes 42,8
Ich bin Jehova, das ist mein Name; und meine Ehre gebe ich keinem
anderen, Und er hat es erwählt, seine Weissagungen in den Seiten der Heiligen Schrift festzuhalten5 . Obgleich es viele andere Themen göttlicher Prophetie in der Bibel gibt - wie z. B. die Juden, die Heidenvölker um Israel her, Altertumsstädte, die Gemeinde, die letzten Tage usw. -, kann man die göttliche Vollkommenheit von Vorherwissen und Erfüllung doch besser auf dem Gebiet der Prophezeiungen über Christus sehen, als in sonst einem anderen Bereich. 5 Viele haben sich angestrengt, die Zukunft vorauszusagen — nicht einer, außerhalb der Bibel, hat je Erfolg gehabt. »Die extreme Schwierigkeit, eine Prophezeiung aufzustellen, die sich als genau erweisen soll, kann aus dem bekannten, aber ungehobelten Reim ,Mother Shipton's Prophecy' ersehen werden. Vor einigen Jahren erschien er als angebliche Reliquie vergangener Tage und behauptete, die Erfindung der Dampflokomotive, den Aufstieg D'Israelis in der englischen Politik usw. usf. vorausgesagt zu haben . . . Jahrelang versuchte ich, diesen, wie mir schien, gewaltigen Betrug aufzudecken und bloßzustellen, und es gelang mir .. . Ich konnte die ganze Sache auf einen gewissen Charles Hindley (in England) zurückführen, der zugab, der Verfasser dieses prophetischen Schwindels zu sein, der im Jahre 1862 ansutt 1448 geschrieben worden war und einer leichtgläubigen Öffentlichkeit untergeschoben wurde. Es ist ein erschreckender Beweis menschlicher Verderbtheit, daß dieselben Leute, die nicht davor zurückscheuen, 2000 Jahre alte Prophezeiungen in Verdacht zu bringen, mühelos eine Verfälschung herunterschlucken, die erst nach den von ihr .vorausgesagten* Begebenheiten veröffentlicht wurde, und sich nicht einmal die Mühe geben, ihre Altersangabe nachzuprüfen" (Dr. A. T. Pierson, S. 44 und 45 in „Many Infallible Proofs"). 13 Hier ist die klare Aussage, daß Gott allein und allein in der Bibel wahre Prophezeiungen gegeben hat: „Ich bin Gott, und sonst keiner mehr, ein Gott, dem nichts gleicht. Ich habe von Anfang an verkündigt, was hernach kommen soll, und vorzeiten, was noch nicht geschehen ist. Ich sage: Was ich beschlossen habe, geschieht, und alles, was ich mir vorgenommen habe, das tue ich" (Jes. 46, 9-10). (Gottes Berufung darauf, daß er allein Prophetie geben und erfüllen kann, und daß sie allein in der Bibel zu finden ist, wird an vielen Stellen der Bibel wiederholt. Siehe 2. Tim 3,16 Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nütze zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, 2. Petr 1,19 Und so besitzen wir das prophetische Wort befestigt, auf welches zu achten ihr wohl tut, als auf eine Lampe, welche an einem dunklen Orte leuchtet, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen; 2. Petr 1,20 indem ihr dies zuerst wisset, daß keine Weissagung der Schrift von eigener Auslegung ist. 2. Petr 1,21 Denn die Weissagung wurde niemals durch den Willen des Menschen hervorgebracht, sondern heilige Männer Gottes redeten, getrieben vom Heiligen Geiste. 5. Mo 18,21 Und wenn du in deinem Herzen sprichst: Wie sollen wir das Wort erkennen, das Jehova nicht geredet hat? 5. Mo 18,22 Wenn der Prophet im Namen Jehovas redet, und das Wort geschieht nicht und trifft nicht ein, so ist das das Wort, welches Jehova nicht geredet hat; mit Vermessenheit hat der Prophet es geredet; du sollst dich nicht vor ihm fürchten. Jes 41,21 Bringet eure Rechtssache vor, spricht Jehova; bringet eure Beweisgründe herbei, spricht der König Jakobs. Jes 41,22 Sie mögen herbeibringen und uns verkünden, was sich ereignen wird: das Zunächstkommende, was es sein wird, verkündet, damit wir es zu Herzen nehmen und dessen Ausgang wissen; Jes 41,23 oder laßt uns das Künftige hören, verkündet das späterhin Kommende, damit wir erkennen, daß ihr Götter seid! Ja, tut Gutes oder tut Böses, damit wir uns gegenseitig anblicken und miteinander es sehen. Jer 29,9 Denn sie weissagen euch falsch in meinem Namen; ich habe sie nicht gesandt, spricht Jehova. Joh 13,19 Von jetzt an sage ich es euch, ehe es geschieht, auf daß ihr, wenn es geschieht, glaubet, daß ich es bin. Unter dem Eindruck der gewaltigen Macht dieser Tatsache, sagte Kirchen"vater" [...] Justin: „Zu erklären, daß etwas geschehen wird, lange bevor es überhaupt existiert, und es dann auch geschehen lassen: dieses oder nichts ist das Werk Gottes." „Zufällige Erfüllung" von Prophetie ist ausgeschlossen Verzweifelte Atheisten und andere Ungläubige trachteten danach, die Tatsache erfüllter Prophetie und deren Bedeutung zu umgehen. So argumentierten sie, diese Erfüllungen seien „zufällig", „Glücksfälle" oder „Ergebnisse von Nebenumständen". Wenn jedoch eine Anzahl Einzelheiten gegeben wurde, so ist eine „zufällige" Erfüllung von Prophetie völlig ausgeschlossen. Ein Autor sagt: „Es liegt auf der Hand, daß eine Voraussage, die als ein Wagnis gemacht wurde und etwas zum Ausdruck bringt, was sich im allgemeinen sowieso als Resultat ergeben könnte, wie eine echte Prophezeiung scheinen mag 14 Verlangt man aber von der Prophezeiung mehrere Einzelheiten in bezug auf Zeit, Ort und Begleitumstände, so ist es offensichtlich, daß die Möglichkeit einer Zufallserfüllung durch .glückliches Zusammentreffen von Geschehnissen' äußerst zweifelhaft wird —, ja, überhaupt unmöglich. Daher trugen die Prophezeiungen des heidnischen Altertums stets große Sorge, ihre Weissagungen auf eine oder zwei Einzelheiten zu beschränken und diese aufs allgemeinste und zweideutigste auszudrücken. Deshalb gibt es im gesamten Bereich der Geschichte, ausgenommen die Prophezeiungen der Schrift, keinen einzigen Fall einer Weissagung, ausgedrückt in unzweideutiger Sprache, die sich irgendwie auf Genauigkeit festlegen läßt, die auch nur den leichtesten Anspruch auf Erfüllung trägt. .Nehmen wir an', sagt Dr. Olinthus Gregory, ,daß es nur 50 Prophezeiungen im Alten Testament gäbe (anstatt 333) über das erste Kommen Christi, die uns Einzelheiten über den kommenden Messias geben und die alle auf die Person Jesu zutreffen .. . so wäre die Wahrscheinlichkeit einer Zufallserfüllung - wie sie von Mathematikern gemäß der Wahrscheinlichkeitstheorie kalkuliert wird - geringer als 1:1125 000 000 000 000. Fügen wir nun nur noch zwei Elemente zu diesen 50 Prophezeiungen hinzu, und zwar die Zeit und Ort ihres Geschehens, so übersteigt die gewaltige Unwahrscheinlichkeit eines zufälligen Stattfindens alle durch Zahlen ausdrückbare Potenzen (somit auch das Begriffsvermögen des Menschen). Dies ist genug, sollte man meinen, um für immer jede Berufung auf Zufall zum Schweigen zu bringen, die einem Ungläubigen auch nur die geringste Fluchtgelegenheit vom Beweis der Prophetie bietet' (»Gregory's Letters')6 . " 6 »Evidences of Prophecy", Alexander Keith, S. 8. 15 Ferner beachte man, daß viele dieser Prophezeiungen über den Messias von solchem Wesen sind, daß allein Gott sie erfüllen konnte, wie seine Jungfrauengeburt, sein sündloser und heiliger Charakter, seine Auferstehung und Himmelfahrt. Nur Gott konnte Jesus „von einer Jungfrau geboren werden oder von den Toten auferstehen" lassen (David Baron). Der kommende Messias Im Alten Testament [TENACH] wird auf bestimmte, klare und fortgesetzte Weise gelehrt, daß der „Messias kommen wird". Dutzendmal lesen wir solche Verheißungen wie „Siehe dein König kommt zu dir" Sach 9,9 Frohlocke laut, Tochter Zion; jauchze, Tochter Jerusalem! Siehe, dein König wird zu dir kommen: gerecht und ein Retter ist er, demütig, und auf einem Esel reitend, und zwar auf einem Füllen, einem Jungen der Eselin. der Herr! Er kommt" Jes 40,10 Siehe da, euer Gott! Siehe, der Herr, Jehova, kommt mit Kraft, und sein Arm übt Herrschaft für ihn; siehe, sein Lohn ist bei ihm, und seine Vergeltung geht vor ihm her. zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht" Mal 3,1 Siehe, ich sende meinen Boten, daß er den Weg bereite vor mir her. Und plötzlich wird zu seinem Tempel kommen der Herr, den ihr suchet; und der Engel des Bundes, den ihr begehret: siehe, er kommt, spricht Jehova der Heerscharen. erwecken aus dir" (5. Mose 18, 15-19), der des Herrn „Nächster" (Gleichgestellter) ist (Sach. 13, 7). Daniel ![]() weissagte das Kommen des Messiasprinzen, „ein Gesalbter, ein Fürst", zu einer bestimmten Zeit Da 9,25 So wisse denn und verstehe: Vom Ausgehen des Wortes, Jerusalem wiederherzustellen und zu bauen, bis auf den Messias, den Fürsten, sind sieben Wochen und zweiundsechzig Wochen. Straßen und Gräben werden wiederhergestellt und gebaut werden, und zwar in Drangsal der Zeiten. Da 9,26 Und nach den zweiundsechzig Wochen wird der Messias weggetan werden und nichts haben. Und das Volk des kommenden Fürsten wird die Stadt und das Heiligtum zerstören, und das Ende davon wird durch die überströmende Flut sein; und bis ans Ende: Krieg, Festbeschlossenes von Verwüstungen. Isais" Jes 11,1 Und ein Reis wird hervorgehen aus dem Stumpfe Isais, und ein Schößling aus seinen Wurzeln wird Frucht bringen. Sünde" (Jes. 53). Propheten und Weise der damaligen Zeit sprachen oft von der Zukunft, wenn „das Ersehnte aller Nationen wird kommen" Hagg 2,7 Und ich werde alle Nationen erschüttern; und das Ersehnte aller Nationen wird kommen, und ich werde dieses Haus mit Herrlichkeit füllen, spricht Jehova der Heerscharen. Jes 35,4 Saget zu denen, welche zaghaften Herzens sind: Seid stark, fürchtet euch nicht! Siehe, euer Gott kommt, Rache kommt, die Vergeltung Gottes! Er selbst kommt und wird euch retten. 1. Mo 49,10 Nicht weichen wird das Zepter von Juda, noch der Herrscherstab zwischen seinen Füßen hinweg, bis Schilo kommt, und ihm werden die Völker gehorchen. 4. Mo 24,17 Ich sehe ihn, aber nicht jetzt, ich schaue ihn, aber nicht nahe; es tritt hervor ein Stern aus Jakob, und ein Zepter erhebt sich aus Israel und zerschlägt die Seiten Moabs und zerschmettert alle Söhne des Getümmels. Ps 118,26 Gesegnet, der da kommt im Namen Jehovas! Von dem Hause Jehovas aus haben wir euch gesegnet. Ps 2,5 Dann wird er zu ihnen reden in seinem Zorn, und in seiner Zornglut wird er sie schrecken. Jer 23,5 Siehe, Tage kommen, spricht Jehova, da ich dem David einen gerechten Sproß erwecken werde; und er wird als König regieren und verständig handeln, und Recht und Gerechtigkeit üben im Lande. Jer 23,6 In seinen Tagen wird Juda gerettet werden und Israel in Sicherheit wohnen; und dies wird sein Name sein, mit dem man ihn nennen wird: Jehova, unsere Gerechtigkeit. Jes 62,11 Siehe, Jehova hat eine Kunde erschallen lassen nach dem Ende der Erde hin: Saget der Tochter Zion: Siehe, dein Heil kommt; siehe sein Lohn ist bei ihm, und seine Vergeltung geht vor ihm her. 1. Mose 3,15 etc.). Christi Kommen ist das Zentralthema der Bibel Das Kommen Christi, verheißen im Alten Testament und erfüllt im Neuen - seine Geburt, sein Wesen, sein 16 Werk, sein Lehren, sein Leiden, sein Tod und seine Auferstehung - ist das große Zentralthema der Bibel. Christus ist das Band, das die beiden Testamente verbindet. Das Alte Testament ist im Neuen offenbart, das Neue Testament ist im Alten aufbewahrt. Der Durchschnittsleser der Bibel kann sie verstehen »Der allgemeinste Leser", sagt A. T. Pierson, „vermag die alten, bemerkenswerten Weissagungen über die Person und das Werk des Messias, wie sie im Alten Testament stehen, zu prüfen, den allmählichen Aufbau dieser Offenbarungen vom 1. Mose an bis Maleachi zu verfolgen und die Prophezeiungen ausfindig zu machen, wie sie mehr und mehr in bestimmte und kleinste Einzelheiten gehen, bis schließlich die volle Gestalt des Kommenden hervorsticht. Mit diesem Bild klar und fest vor dem geistigen Auge, vermag er sich dann dem Neuen Testament zuzuwenden, und mit Matthäus beginnend kann er sehen, wie die geschichtliche Persönlichkeit, Jesu von Nazareth, mit der von den Propheten dargestellten prophetischen Persönlichkeit in jeder gesonderten Einzelheit übereinstimmt und harmoniert... Es gibt da keinen Unterschied und keine Abweichung. Dennoch konnte es zwischen den Propheten des Alten Testaments und den Schreibern des Neuen Testaments kein heimliches Verabreden und keinen Kontakt gegeben haben. Man beachte, daß der Leser den Boden der Bibel nicht verlassen hat. Er hat einfach zwei Porträts verglichen: eines im Alten Testament, von einem geheimnisvollen Kommenden, ein weiteres im Neuen, von einem, der wahrhaftig gekommen ist. Und er kommt unweigerlich zu dem Schluß, daß beide eine absolute Einheit bilden." 17 Kurze Zusammenfassung der Prophezeiungen Wir wollen kurz einige der hervorstechendsten Vergleichspunkte alttestamentlidier Voraussagungen und neutestamentlicher Erfüllung betrachten. Das Erlösungswerk sollte von einer Person, der Zentralfigur in beiden Testamenten, vollbracht werden, und zwar von dem verheißenen Messias. Als „Same des Weibes 1. Mo 3,15 Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zermalmen, und du, du wirst ihm die Ferse zermalmen. Gal 4,4 als aber die Fülle der Zeit gekommen war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einem Weibe, geboren unter Gesetz, Als „Same Abrahams" 1. Mo 22,18 und in deinem Samen werden sich segnen alle Nationen der Erde: darum, daß du meiner Stimme gehorcht hast. Gal 3,16 Dem Abraham aber waren die Verheißungen zugesagt und seinem Samen. Er sagt nicht: "und den Samen", als von vielen, sondern als von einem: "und deinem Samen", welcher Christus ist. Ps 132,11 Jehova hat dem David geschworen in Wahrheit, er wird nicht davon abweichen: "Von der Frucht deines Leibes will ich auf deinen Thron setzen. Jer 23,5 Siehe, Tage kommen, spricht Jehova, da ich dem David einen gerechten Sproß erwecken werde; und er wird als König regieren und verständig handeln, und Recht und Gerechtigkeit üben im Lande. Apg 13,22 Und nachdem er ihn weggetan hatte, erweckte er ihnen David zum König, welchem er auch Zeugnis gab und sprach: "Ich habe David gefunden, den Sohn Isais, einen Mann nach meinem Herzen, der meinen ganzen Willen tun wird." Apg 13,23 Aus dessen Samen hat Gott nach Verheißung dem Israel als Erretter Jesum gebracht, 1. Mo 49,10 Nicht weichen wird das Zepter von Juda, noch der Herrscherstab zwischen seinen Füßen hinweg, bis Schilo kommt, und ihm werden die Völker gehorchen. Hebr 7,14 Denn es ist offenbar, daß unser Herr aus Juda entsprossen ist, zu welchem Stamme Moses nichts in Bezug auf Priester geredet hat. Er mußte zu einer bestimmten Zeit kommen 1. Mo 49,10 Nicht weichen wird das Zepter von Juda, noch der Herrscherstab zwischen seinen Füßen hinweg, bis Schilo kommt, und ihm werden die Völker gehorchen. Da 9,24 Siebzig Wochen sind über dein Volk und über deine heilige Stadt bestimmt, um die Übertretung zum Abschluß zu bringen und den Sünden ein Ende zu machen, und die Ungerechtigkeit zu sühnen und eine ewige Gerechtigkeit einzuführen, und Gesicht und Propheten zu versiegeln, und ein Allerheiligstes zu salben. Da 9,25 So wisse denn und verstehe: Vom Ausgehen des Wortes, Jerusalem wiederherzustellen und zu bauen, bis auf den Messias, den Fürsten, sind sieben Wochen und zweiundsechzig Wochen. Straßen und Gräben werden wiederhergestellt und gebaut werden, und zwar in Drangsal der Zeiten. Lu 2,1 Es geschah aber in jenen Tagen, daß eine Verordnung vom Kaiser Augustus ausging, den ganzen Erdkreis einzuschreiben. , sollte von einer Jungfrau geboren werden Jes 7,14 Darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären, und wird seinen Namen Immanuel heißen. Mt 1,18 Die Geburt Jesu Christi war aber also: Als nämlich Maria, seine Mutter, dem Joseph verlobt war, wurde sie, ehe sie zusammengekommen waren, schwanger erfunden von dem Heiligen Geiste. Mt 1,19 Joseph aber, ihr Mann, indem er gerecht war und sie nicht öffentlich zur Schau stellen wollte, gedachte sie heimlich zu entlassen. Mt 1,20 Indem er aber solches bei sich überlegte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sprach: Joseph, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, dein Weib, zu dir zu nehmen; denn das in ihr Gezeugte ist von dem Heiligen Geiste. Mt 1,21 Und sie wird einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Jesus heißen; denn er wird sein Volk erretten von ihren Sünden. Mt 1,22 Dies alles geschah aber, auf daß erfüllt würde, was von dem Herrn geredet ist durch den Propheten, welcher spricht: Mt 1,23 "Siehe, die Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden seinen Namen Emmanuel heißen", was verdolmetscht ist: Gott mit uns. zu Bethlehem in Judäa Mi 5,1 Und du, Bethlehem-Ephrata, zu klein, um unter den Tausenden von Juda zu sein, aus dir wird mir hervorkommen, der Herrscher über Israel sein soll; und seine Ausgänge sind von der Urzeit, von den Tagen der Ewigkeit her. Mt 2,1 Als aber Jesus zu Bethlehem in Judäa geboren war, in den Tagen Herodes', des Königs, siehe, da kamen Magier vom Morgenlande nach Jerusalem, welche sprachen: Lu 2,5 um sich einschreiben zu lassen mit Maria, seinem verlobten Weibe, welche schwanger war. Lu 2,6 Und es geschah, als sie daselbst waren, wurden ihre Tage erfüllt, daß sie gebären sollte; Hohe Persönlichkeiten sollten ihn aufsuchen und anbeten Ps 72,10 die Könige von Tarsis und von den Inseln werden Geschenke entrichten, es werden Abgaben darbringen die Könige von Scheba und Seba. Matth. 2, 1-11). Aus Wut eines eifersüchtigen Königs würden unschuldige Kinder umgebracht werden Jer 31,15 So spricht Jehova: Eine Stimme wird in Rama gehört, Wehklage, bitteres Weinen. Rahel beweint ihre Kinder; sie will sich nicht trösten lassen über ihre Kinder, weil sie nicht mehr sind. Mt 2,16 Da ergrimmte Herodes sehr, als er sah, daß er von den Magiern hintergangen worden war; und er sandte hin und ließ alle Knaben töten, die in Bethlehem und in allen seinen Grenzen waren, von zwei Jahren und darunter, nach der Zeit, die er von den Magiern genau erforscht hatte. Mt 2,17 Da wurde erfüllt, was durch den Propheten Jeremias geredet ist, welcher spricht: Mt 2,18 "Eine Stimme ist in Rama gehört worden, Weinen und viel Wehklagen: Rahel beweint ihre Kinder, und sie wollte sich nicht trösten lassen, weil sie nicht mehr sind Er sollte einen wegbereitenden Vorgänger haben, Johannes den Täufer, ehe er sein öffentliches Dienen begann Jes 40,3 Stimme eines Rufenden: In der Wüste bahnet den Weg Jehovas; ebnet in der Steppe eine Straße für unseren Gott! mit Luk. 1, 17; Matth. 3, 1-3). Er sollte ein Prophet sein wie Mose (5. Mose 18, 18 mit Apg. 3, 20-22); sollte eine besondere Salbung des Heiligen Geistes empfangen (Ps. 45, 7; Jes. 11, 2; 61, 1-2 mit Matth. 3, 16; Luk. 4, 15-21. 43). Er sollte ein Priester nach der Weise Melchisedeks sein (Ps. 110, 4 mit Hebr. 5, 5-6). Als „Knecht des Herrn" sollte er ein treuer und geduldiger Erlöser sein, für die Nationen 18 wie auch für die Juden (Jes. 42,1-4 mit Matth. 12, 18-21). Sein Dienen sollte in Galiläa beginnen (Jes. 9, 1. 2 mit Matth. 4, 12.16-23); später sollte er in Jerusalem einkehren (Sach. 9, 9 mit Matth. 21, 1-5), um Rettung zu bringen. Er sollte zum Tempel kommen (Hag. 2, 7-9; Mal. 3,1 mit Matth. 21,12). Sein Eifer für den Herrn wird berichtet (Ps. 69, 10 mit Joh. 2, 17). ![]() Seine Lehrweise sollte in Gleichnissen sein (Ps. 78, 2 mit Matth. 13, 34-35) und sein Dienst sollte von Wundern geprägt sein (Jes. 35,5-6 mit Matth. 11,4-6; Joh. 11,47). Seine Brüder würden ihn ablehnen (Ps. 69,9; Jes. 53,3 mit Joh. 1,11; 7,5) und er sollte ein „Stein des Anstoßes" sein für die Juden sowie ein »Fels des Ärgernisses" (Jes. 8, 14 mit Rom. 9, 32; 1 Petr. 2,8). Ohne Ursache würde er gehaßt werden (Ps. 69, 5; Jes. 49, 7 mit Joh. 7, 48; 15, 25), von den Herrschern abgelehnt (Ps. 118, 22 mit Matth. 21, 42; Joh. 7, 48), von einem Freund verraten (Ps. 41, 10; Ps. 55, 12. 14 mit Joh. 13, 18.21), ![]() von seinen Jüngern verlassen (Sach. 13, 7 mit Matth. 26, 31-56), für 30 Silberstücke verkauft (Sach. 11, 12 mit Matth. 26, 15), sein Preis sollte für den Acker des Töpfers gegeben werden (Sach. 11, 13 mit Matth. 27, 7), man würde ihm auf die Backe schlagen (Mich. 4, 14 mit Matth. 27, 30), ihn anspeien (Jes. 50, 6 mit Matth. 27, 30), ihn verspotten (Ps. 22, 7. 8 mit Matth. 27, 31, 39-44) und schlagen (Jes. 50,6 mit Matth. 26,67; 27,26,30)7 . 7 Es in sehr eindrucksvoll, in parallelen Aussagen die Prophezeiung mit ihrer Erfüllung zu lesen. Vergleichen Sie z.B. Jesaja 50,6 mit der neutestamentlichen Erfüllung: Prophetie: .Ich bot meinen Rücken dar denen, die mich schlugen, und meine Wangen denen, die mich rauften. Mein Angesicht verbarg ich nicht vor 19 Sein Kreuzigungstod wird im 22. Psalm bis ins einzelne beschrieben. Die Bedeutung seines Todes als ein stellvertretendes Sühnopfer wird in Jesaja 53 gegeben. Seine Hände und Füße sollten durchgraben werden (Ps. 22,17; Sach. 12, 10 mit Joh. 19, 18. 37; 20, 25); doch sollte ihm kein Glied gebrochen werden (2. Mose 12, 46; Ps. 34, 21 mit Joh. 19, 33-36). Er sollte Durst leiden (Ps. 22,16 mit Joh. 19, 28) und Essig zu trinken bekommen (Ps. 69, 22 mit Matth. 27, 34); und er sollte unter die Übeltäter gerechnet werden (Jes. 53, 12 mit Matth. 27,38). Es war ihm bestimmt, bei seinem Tode mit den Reichen begraben zu sein (Jes. 53, 9 / Elb. Übers, mit Matth. 27, 57-60), ohne jedoch die Verwesung zu sehen (Ps. 16, 10 / Elb. Übers, mit Apg. 2, 31). Er sollte von den Toten auferweckt werden (Ps. 2, 7; 16, 10 mit Apg. 13, 33), zur Rechten Gottes auffahren (Ps. 68, 19 mit Luk. 24, 51; Apg. 1, 9; ebenso Ps. 110,1 mit Hebr. 1,3). Diese flüchtige Skizze alttestamentlicher Prophetie über den Messias mit ihrer neutestamentlichen Erfüllung ist selbstverständlich kaum hinreichend; sie soll nur der Anregung dienen, obgleich wir viele der hauptsächlichen Punkte erwähnt haben. Denken Sie daran, daß es in Wirklichkeit 333 Vorhersagen über den kommenden Messias im Alten Testament gibt8 . Schmach und Speichel." Erfüllung: Da spien sie aus in sein Angesicht und schlugen ihn mit Fäusten. Etliche aber schlugen ihn ins Angesicht" (Matth. 26, 67). 8 Es ist jedoch von großem Nutzen, wie in einem großen Museum wenigstens einige der prophetischen Meisterstücke zusammenzustellen, die im Bereich der gesamten 39 Bücher des Alten Testaments verstreut sind, so daß der Leser einen Oberblick gewinnt, ohne erst mühsam Hunderte von Seiten der Heiligen Schrift durchblättern zu müssen. 20 Der gekommene Messias Christi Zeugnis über die Tatsache, daß er die Erfüllung der Prophetie des Alten Testaments ist Der goldene Meilenstein in der alten Stadt Rom bezeichnete jenen Punkt in der alten Welt, bei dem sich viele Wege aus allen Richtungen des römischen Reiches trafen und zusammenliefen. Ebenso kommen alle Linien alttestamentlicher messianischer Prophetie in Jesus, dem Christus, im Neuen Testament zusammen. Das Leben Christi war nicht nur im Alten Testament vorhergeschrieben, sondern Jesus, der Christus des Neuen Testaments, wußte dies und legte volles Zeugnis über diese Tatsache im Neuen Testament ab. Dies ist an sich schon ein Wunder und findet keine Parallele in der weltlichen Literatur. Keine andere Persönlichkeit der Geschichte - ob Cäsar, Bismarck, Goethe oder sonst wer - dachte je im Traum daran, wie unser Herr von der Bibel oder einem anderen Buch zu sagen: „Suchet in der Schrift... sie ist es, die von mir zeuget" (Joh. 5, 39). Auch hat sich niemals ein falscher Christus auf erfüllte Prophetie zur Rechtfertigung seiner Ansprüche berufen können9 . 9 In seinem Buch »Ray of Messiah's Glory", S. 46, macht David Baron darauf aufmerksam, daß' .mehr als vierzig falsche Messiasse in der Geschichte des jüdischen Volkes aufgetreten sind", und nicht einer von ihnen berief sich jemals zur Begründung seiner Ansprüche auf erfüllte Prophetie. Sie versuchten vielmehr, ihre vorgetäuschten Ansprüche künstlich aufrechtzuerhalten, und zwar „durch Racheverheißungen und Schmeicheleien zur Befriedigung nationaler Eitelkeit. Und jetzt ist die Erinnerung an ihre Namen — außer für einige wenige Geschichtsstudenten — von der Erde verschwunden, während Jesus von Nazareth, der wahre Messias, der alle Prophezeiungen erfüllte, von Hunderten von Millionen angebetet wird." 21 So stehen wir also dieser gewaltigen Wahrheit gegenüber: Das Christentum ist nicht eine neue Religion ohne Verbindung zum Alten Testament. Es steht fest auf der Basis, die Erfüllung der alttestamentlidien Verheißungen zu sein. „Das Christentum, mit seiner zentralen Figur menschlichen und göttlichen Wesens: Prophet, Priester und König, ist nichts weniger als die Versetzung der Prophetie aus dem Bereich glühenden Glaubens in wirkliche Tatsache... und wir sehen die lebendige und organische Verbindung zwischen beiden Zeitaltern des Ratschlusses Gottes und erkennen, daß es derselbe Gott ist, der in beiden sprach - im ersten, um vorzubereiten; im zweiten, um zu vollbringen." „... denn dem Herrn sind seine Werke von Ewigkeit her bekannt" (Apg. 15,18; s. Fußnote, Menge Obers.)10 . Mit unerschütterlicher Ruhe sagte Jesus: „Abraham sah meinen Tag" (Joh. 8, 56), und „Mose hat von mir geschrieben" (Joh. 5, 46) . Dann sagte er in der Bergpredigt, um die Verbindung zwischen alttestamentlicher Weissagung und neutestamentlicher Erfüllung deutlich zu machen: „Ich bin nicht gekommen, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen .. . sondern zu erfüllen" (Matth. 5,17). Das Leben Christi war einzigartig. Alles entsprach ganz dem göttlichen Entwurf, wie er im Alten Testament gegeben wurde. Er war der „Gesandte" des Vaters, seinen ganzen Willen zu erfüllen, sein Werk als Erlöser zu vollbringen und alle ihn betreffenden Prophezeiungen zu erfüllen (Joh. 3, 16. 17; 1. Joh. 4, 14; Hebr. 10,9). Zu Beginn seines öffentlichen Dienens, nachdem er den Leuten in der Synagoge zu Kapernaum die wichtige 10 E. A. Edghill, in »The Value of Prophecy", S. 389—390. 22 messianische Weissagung aus Jesaja 61, 1. 2 vorgelesen hatte - als aller Augen auf ihn gerichtet waren -, sagte er: „Heute ist dies Wort der Schrift erfüllt vor euren Ohren" (Luk. 4, 16-21). Als die Samariterin mit ihm am Brunnen sprach, sagte sie zu Jesus: „Ich weiß, daß der Messias kommt" - alle gottesfürchtigen Leser des Alten Testaments wußten dies -. „Wenn derselbe kommen wird, so wird er's uns alles verkündigen." Da sagte der Herr Jesus zu ihr: „Ich bin's, der mit dir redet" (Joh. 4, 25. 26). Petrus bekannte seinen Glauben an Jesus als den Messias: „Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn!" (Matth. 16, 16) - und der Herr Jesus bestätigte diese Wahrheit, indem er ihm antwortete: „Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut hat dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel" (Matth. 16,17). Er zitierte aus Psalm 110, um zu zeigen, daß David ihn Herrn nannte (Matth. 22, 41-46). Indem er den Titel „des Menschen Sohn" annahm, identifizierte er sich mit dem messianischen Titel, wie er in Daniel benutzt wird (Dan. 7. 13 mit Mark. 14, 62; vgl. Ps. 8). Indem er den Titel „Sohn Gottes" annahm, identifizierte er sich mit diesem messianischen Titel, wie er im zweiten Psalm genannt wird. Er verband die Segnungen der Errettung, wie sie allen denen gegeben werden, die ihm vertrauen, mit den Verheißungen des Alten Testaments: „Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von des Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen" (Joh. 7, 38). Hier sprach unser Herr von der Erfüllung, durch ihn, was im Laubhüttenfest vorausgeschattet wurde (im Kontext zu lesen, Joh. 7,37; 3. Mose 23, 34-36; vgl. Jes. 12,3). 23 Fast alles, was Christus sagte oder tat, stand in Verbindung mit alttestamentlicher Prophetic Seine Wunder geschahen in Erfüllung alttestamentlicher Voraussagungen (Jes. 35, 5. 6). Sein Dienen geschah in Übereinstimmung mit dem, was Jesaja von ihm geweissagt hatte (Jes. 61, 1-3; 42, 1-4; vgl. Matth. 12, 17-21). Sein Leiden und Tod zu Jerusalem erfolgte ebenfalls den Prophezeiungen gemäß (Ps. 22; Jes. 53). Als er sein Lob auf Johannes den Täufer aussprach, machte Christus auf die Tatsache aufmerksam, daß Johannes sein Vorgänger sei, genau wie es in Jesaja 40, 3 und Maleachi 3,1 vorausgesagt worden war. „Dieser ist's, Johannes der Täufer, von dem geschrieben steht: ,Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg vor dir bereiten soll'" (Matth. 11,10). Somit sagte unser Herr nicht nur, daß Johannes in Erfüllung der Prophetie gekommen war, sondern daß er, Jesus, derjenige war, der Johannes zum Wegbereiter hatte! Als er dem Kreuzestod entgegenging, sagte er zu seinen Jüngern: „Sehet, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von des Menschen Sohn" (Luk. 18, 31). Am Vorabend seiner Kreuzigung sagte er: „Es muß auch das noch vollendet werden an mir, was geschrieben steht: ,Er ist unter die Übeltäter gerechnet.' Denn was von mir geschrieben ist, wird auch vollendet" (Luk. 22, 37). Beachten Sie das Wort „muß"! Während der schwersten Stunden seiner Verhaftung sagte Jesus zu Petrus (der seinen Meister mit dem Schwert verteidigen wollte): „Meinst du, daß ich nicht könnte meinen Vater bitten, daß er mir zuschickte alsbald mehr als zwölf Legionen Engel? Wie würde dann 24 aber die Schrift erfüllt, daß es muß also geschehen?" Matth. 26, 53. 54). Dann sagte er tadelnd zu den Scharen: „Ihr seid ausgegangen wie zu einem Mörder mit Schwertern und mit Stangen, mich zu fangen .. . Aber das ist alles geschehen, damit erfüllt würden die Schriften der Propheten" (Matth. 26, 55. 56). Bei seiner Vernehmung, als der Hohepriester ihn unter Eid setzte und ihn fragte: „Bist du der Christus, der Sohn des Hochgelobten?", da antwortete Jesus ihm: „Ich bin's!" (Mark. 14,60-62). Als er am Kreuze hing und litt, bezeichnete der Herr Jesus sich als den, dessen Hände und Füße durchbohrt werden sollten (Ps. 22, 17) nach Psalm 22, von dem er den zweiten Vers zitierte: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Drei seiner sieben Ausrufe am Kreuz waren genau in den Worten der Schrift. Nach seiner Auferstehung, als er mit den beiden Jüngern auf dem Wege nach Emmaus redete, fing er an „bei Mose und allen Propheten und legte ihnen in der ganzen Schrift aus, was darin von ihm gesagt war" (Luk. 24, 27). Und später, als er den versammelten Jüngern begegnete, sagte er zu ihnen: „Das ist's, was ich zu euch sagte...: es muß alles erfüllt werden, was von mir geschrieben ist im Gesetz des Mose, in den Propheten und in den Psalmen" (Luk. 24, 44). Beachten Sie, wie der Herr bei verschiedenen Gelegenheiten von der Notwendigkeit - „muß" - sprach, und zwar, daß alttestamentliche Prophetie in ihm erfüllt werden mußte; notwendig, weil das Wort Gottes nicht fehlgehen kann, und der Gott des Wortes nicht lügen kann, und der Sohn Gottes, der das Wort erfüllte, nicht versagen kann. „Und die Schrift kann doch nicht gebrochen werden" (Joh. 10,35). 25 Der Herr gab seinen Jüngern nach seiner Auferstehung auch den Schlüssel zu der messianischen Prophetie des Alten'Testaments: „Und er sprach zu ihnen: ,Also ist's geschrieben, daß Christus mußte leiden und auferstehen von den Toten am dritten Tage (wonach seine .Herrlichkeit' begann); und daß gepredigt werden muß in seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden unter allen Völkern" (Luk. 24, 46. 47). Diese wunderbare Aussage ist vielleicht eine Zusammenfassung seiner Lehren während der vierzig Tage, in denen er - zwischen seiner Auferstehung und seiner Himmelfahrt - an seinen Jüngern Dienst tat. Die Juden seiner Zeit und bis heute erwarteten einen triumphierenden, herrschenden Messias. Und sie versäumten es, von ihrer eigenen Schrift her zu erkennen, daß Christus leiden mußte für die Sünden des Volkes, ehe er in die Herrlichkeit einging. Petrus bezeugt das gleiche, nämlich das Zeugnis des Heiligen Geistes durch die Propheten des Alten Testaments, da er „zuvor bezeugt hat die Leiden, die über Christus kommen sollten, und die Herrlichkeit danach" (1.Petr. 1,11). Die Apostel und Schreiber des Neuen Testaments bezeugen ebenfalls, daß Jesus, der Christus, alttestamentliche Prophetie erfüllte Viele moderne Christen haben ein aufgeklärtes Verständnis vom Wesen des Christentums verloren oder nie besessen: daß nämlich das Neue Testament die Erfüllung der Weissagungen und Verheißungen des Alten ist; daß Jesus, der Christus, das Verbindungsglied der beiden Testamente ist. Die frühen Schreiber und Prediger des Neuen Testaments sahen dies ganz klar und 26 wiesen stets auf die neutestamentliche Erfüllung der alttestamentlidien Prophetie hin. Als Matthäus die Jungfrauengeburt Christi in Matthäus 1, 18-25 wiedergab, sagte er, daß es in Erfüllung der alttestamentlichen Weissagung über die Jungfrauengeburt des Messias sei: „Das ist aber alles gesdiehen, auf daß erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht: ,Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden seinen Namen Immanuel heißen', das ist verdolmetscht: Gott mit uns" (Matth. 1,22. 23; vgl. Jes. 7,14). Als der König Herodes in eifersüchtiger Wut unschuldige Kinder umbringen ließ, in nutzlosem Bemühen, das Christuskind zu töten, machte Matthäus auf die Tatsache aufmerksam, daß selbst dieses grausame Morden von Gott vorausgesehen wurde, der es als Prophezeiung in die Bibel schreiben ließ, die sich dann erfüllte (vgl. Matth. 2,16-18 mit Jer. 31,15). Dutzendemal geben die Evangelisten in ihren Evangelien zu verstehen oder sagen es aus, daß Jesus die Prophetie des Alten Testaments erfüllte. Petrus brachte die Überzeugung der anderen Jünger zum Ausdruck, als er sein großes Bekenntnis ablegte: „Du bist Christus, des lebendigen Gottes Söhn!" (Matth. 16, 16; s. a. Matth. 8,17; 12,17 u.a.). Es ist weder praktisch noch notwendig, in dieser kurzen Abhandlung jede Schriftstelle des Neuen Testaments aufzuführen, wo die Schreiber sich auf die Erfüllung einer alttestamentlidien Prophezeiung bezogen. Doch wollen wir auf die Tatsache hinweisen, daß das Hauptthema, nicht nur des Johannesevangeliums, wie in 27 Johannes 20, 31 geschrieben steht, sondern aller vier Evangelien, der Beweis ist, daß Jesus von Nazareth der geweissagte Messias ist, der Sohn Gottes, der Kommende. „Diese aber sind geschrieben, daß ihr glaubet, Jesus sei der Christus, der Sohn Gottes, und daß ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen" (Joh. 20,31). Umschrieben lautet diese Aussage etwa: „Das Johannesevangelium wurde geschrieben, um den vollen Beweis zu erbringen, so daß ihr es zu glauben vermögt, daß Jesus von Nazareth der Messias ist, dessen Kommen das Alte Testament voraussagte; und dieser Messias, dieser Jesus ist der Sohn Gottes. Überdies erhaltet ihr das ewige Leben durch den Glauben an ihn." Der Kern des Beweises im Evangelium des Johannes ist der, daß Jesus alle Eigenschaften, den Charakter und die Werke des Messias hat - Jesus erfüllte alles, was über den Messias geschrieben steht -, folglich ist er der Messias11 . Das Rückgrat der Predigt von Petrus zu Pfingsten war ein Argument vom Alten Testament, um den Juden 11 Alle Apostel .legten große Betonung auf dieses Argument der Prophetie: es war nicht nur das hauptsächliche, sondern fast das alleinige Argument, dessen sie sich im Neuen Testament bedienten . . . (Sie sahen) es als notwendig an, die wunderbare Obereinstimmung der wohlbekannten Tatsachen (des Lebens, des Todes und der Auferstehung Christi) mit der Prophetie des Alten Testaments aufzuzeigen, damit jeder, der fairen Sinnes war, zu fester Oberzeugung gelangen konnte. So war dies die allgemeine Methode, das Evangelium zu predigen, die feste aber einfache Basis des Arguments, dem jeder Aufruf zugrunde lag" (A. T. Pierson in „Many Infallible Proofs", S. 187). 28 zu beweisen, daß Jesus von Nazareth, den sie durch die Hand von Gesetzlosen ans Kreuz geheftet hatten, den aber Gott von den Toten auferweckt hatte, der Messias war, über den David geschrieben hatte. Und daß „Gott diesen Jesus... zum Herrn und Christus gemacht hat" (Apg. 2,22-36). In der zweiten Predigt des Petrus in der Apostelgeschichte (Apg. 3, 12-26), am Tor des Tempels, kam er zum Höhepunkt seines mit Nachdruck gegebenen Arguments und Aufrufs, indem er sagte: „Nun, liebe Brüder, ich weiß, daß ihr's in Unwissenheit getan habt wie auch eure Obersten (Jesus, ihren Messias, zu verwerfen und zu töten). Gott aber hat so erfüllt, was er durch den Mund aller seiner Propheten zuvor verkündigt hat, daß sein Christus leiden sollte. So tut nun Buße und bekehret euch, daß eure Sünden getilgt werden ... " (Apg. 3, 17-19). Selbst in seiner Predigt an die versammelten Heiden im Hause des Kornelius sagte Petrus: „Von diesem (Jesus) zeugen alle Propheten, daß durch seinen Namen alle, die an ihn glauben, Vergebung der Sünden empfangen sollen" (Apg. 10,43). Paulus sagte in seiner Predigt in der Synagoge zu Antiochien: „Und als sie alles vollendet hatten, was von ihm geschrieben ist, nahmen sie ihn von dem Holz und legten ihn in ein Grab. Aber Gott hat ihn auferweckt von den Toten" (Apg. 13,29. 30). Die Methode des Paulus, den Juden das Evangelium zu verkündigen, wird uns in Apg. 17,2. 3 gegeben: „Wie nun Paulus gewohnt war.. . redete (er) zu ihnen 29 aus der Schrift (dem Alten Testament), tat sie ihnen auf und legte ihnen dar, daß Christus (der Messias) mußte leiden und auferstehen von den Toten und daß dieser Jesus, den ich - sprach er - euch verkündige, der Christus ist." Wenn Paulus das Evangelium darlegte, durch welches man errettet wird, so verband er die neutestamentlichen Tatsachen des Todes und der Auferstehung Christi mit den Prophezeiungen und Lehren des Alten Testaments. „Ich erinnere euch aber, liebe Brüder, an das Evangelium .. . durch welches ihr auch errettet werdet... daß Christus gestorben ist für unsere Sünden nach der Schrift (dem Alten Testament); und daß er begraben ist; und daß er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift' 1. Kor 15,1 Ich tue euch aber kund, Brüder, das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in welchem ihr auch stehet, 1. Kor 15,2 durch welches ihr auch errettet werdet (wenn ihr an dem Worte festhaltet, das ich euch verkündigt habe) es sei denn, daß ihr vergeblich geglaubt habt. 1. Kor 15,3 Denn ich habe euch zuerst überliefert, was ich auch empfangen habe: daß Christus für unsere Sünden gestorben ist, nach den Schriften; 1. Kor 15,4 und daß er begraben wurde, und daß er auferweckt worden ist am dritten Tage, nach den Schriften; Man könnte noch viele Verse zitieren, um zu zeigen, daß die Apostel, Schreiber und Predigerdes Neuen Testaments beständig darauf hinwiesen, daß Jesus, der Christus, lebte, litt, starb und wieder auferstand in Erfüllung alttestamentlicher Prophetie. In seinem Kommentar zu dieser Tatsache sagte A. T. Pierson: „Keines der von ihm gewirkten Wunder setzte auf solche Weise das Siegel Gottes auf Jesus, wie das Zusammenlaufen aller tausend Fäden der Prophetie in ihm, wie in einem glühenden Brennpunkt blendender Herrlichkeit. Jedes dargebrachte Opfer, angefangen von der Stunde des Altarfeuers Abels bis zum letzten Passahlamm der Leidenswoche, wies mit flammendem Finger auf das Kreuz von Golgatha. Ja noch mehr, alle Jahrhunderte zogen wie in feierlicher Prozession vorüber, um ihren Tribut auf Golgatha zu legen." Wir müssen nun in tiefere Einzelheiten gehen, unter 30 anderen Kategorien, um weiter auszuführen, daß „alle messianischen Prophezeiungen des Alten Testaments in Jesus von Nazareth wie in einem glühenden Brennpunkt blendender Herrlichkeit konvergieren". Wir wollen eine kurze Zusammenstellung des umfangreichen Materials unter folgenden sieben Titeln bringen: I. Der Beglaubigungsnachweis des Messias II. Prophezeiungen über das Leben und Dienen des Messias III. Prophetische Paradoxe IV. Prophezeiungen über das Leiden, Sterben und Auferstehen des Messias V. Prophezeiungen über das Messiasamt Christi VI. Prophezeiungen zum Beweis, daß der Messias - Christus-Gott ist VII. Typbilder und indirekte Prophezeiungen des Alten Testaments erfüllt in Chris Bilder von Kerstin Hary u. Juan Jeremias |