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IN DER SCHULE GOTTES
In der Schule der Gnade Gottes - Tit 2,11-15
Die Offenbarung der Gnade Gottes - Tit. 2,11 1.

1. Die Gnade Gottes ist heilsam, d.h. heilbringend. Vgl. 2.Petr. 1,3-4.

2. Die Gnade Gottes ist offenbar, nicht verborgen. Sie ist erschienen.


Die Erziehung durch die Gnade Gottes - Tit. 2,12-13
.

1. Die Tatsache der Erziehung durch die Gnade Gottes. V. 12a. paideuousa bedeutet: "lehren", "erziehen".

2. Die Objekte der Erziehung sind "wir" V. 12.

3. Das Ziel der Erziehung: Verse 12-13. a. Gott möchte in uns einen christlichen Charakter erzeugen. Diese Charakterbildung schließt zwei Vorgänge ein (vgl. Eph. 4,17-21):

1) Das Ablegen, das Verleugnen alles Ungöttlichen, alles Weltlichen.

2) Das Anziehen, das Erlernen eines gerechten, gottseligen Lebenswandels.

b. In der Erwartung der Wiederkunft des Herm Jesus Christus leben. V.13.

1) Diese Wiederkunft Jesu für seine Gemeinde (Entrückung) ist eine "selige Hoff nung".

2) Diese Wiederkunft Jesu für seine Gemeinde ist eine "Offenbarung der Herrlichkeit" des Herrn Jesus.

3) Diese Wiederkunft Jesu für seine Gemeinde ist eine "Offenbarung der Gottheit" unseres Herm Jesus Christus.

Der Preis der Gnade Gottes (14a) Gnade ist nie billig. Obwohl unsere Erlösung für uns umsonst, kostenlos ist, musste der Herr Jesus einen Preis bezahlen.
Er hat sein eigenes Leben dafür gegeben. Vgl 1 Petr 1,18-19; 2,22-24; Jes. 53,4-6.

Das Resultat der Gnade Gottes

1. Erlösung von Ungerechtigkeit. V. 14b.
________

was das Kreuz bedeutet.

Ich will mal beginnen mit dem Begriff Erlösung
und  dann werden wir, so der Herr will,  Woche für Woche weitere Begriffe wie:
 Errettung, Vergebung,  Stellvertretung,  Rechtfertigung,  Befreiung usw.
anhand des Wortes Gottes anschauen.


Zunächst schauen wir das Substantiv Erlösung  an:

1. VK  „Denn kostbar ist die Erlösung ihrer Seele" (Ps 49,8).

1. Verb VK  der Engel, der mich erlöst hat von allem Übel, segne die Knaben" (1. Mo 48,16).

Bedeutung:  die Befreiung von allem Bösen.  Einen Gewissen Überblick zu dem gewählten Thema findest Du  hier:

 Das hebräische → → gaäl war ursprünglich ein familienrechtlicher Begriff mit der Bedeutung:
 einen Menschen oder eine Sache zurückfordern, → →auslösen, lösen.
Er wurde verwendet zum Auslösen oder Zurückkaufen eines Hauses

3Mo 25,33 Und wenn jemand von einem der Leviten löst, so soll das verkaufte Haus in der Stadt seines {d.h. des Leviten, der verkauft hat} Eigentums im Jubeljahre frei ausgehen; denn die Häuser der Städte der Leviten sind ihr Eigentum unter den Kindern Israel.

 zum Zurückkaufen von Gegenständen, die Jehova zu gefallen waren

3Mo 27,13 Wenn man es aber lösen will, so soll man zu deiner Schätzung ein Fünftel hinzufügen.

3Mo 27,14 Und wenn jemand sein Haus heiligt, daß es Jehova heilig sei, so soll es der Priester schätzen, ob es gut oder schlecht sei; so wie der Priester es schätzt, also soll es festgestellt sein.

3Mo 27,15 Und wenn der Heiligende sein Haus lösen will, so soll er das Fünftel des Geldes deiner Schätzung darüber hinzufügen, und es soll ihm gehören.

3Mo 27,16 Und wenn jemand von dem Felde seines Eigentums Jehova heiligt, so soll deine Schätzung nach Verhältnis seiner Aussaat sein: ein Homer Gerste Aussaat zu fünfzig Sekel Silber.

3Mo 27,17 Wenn er vom Jubeljahre an sein Feld heiligt, so soll es nach deiner Schätzung festgestellt sein;

3Mo 27,18 und wenn er nach dem Jubeljahre sein Feld heiligt, so soll der Priester ihm das Geld berechnen nach dem Verhältnis der Jahre, die bis zum Jubeljahre übrig sind, und es soll von deiner Schätzung abgezogen werden.

3Mo 27,19 Wenn aber der Heiligende das Feld lösen will, so soll er das Fünftel des Geldes deiner Schätzung darüber hinzufügen, und es soll ihm verbleiben.

 zum Freikaufen eines in Sklaverei geratenen Menschen

3Mo 25,48 so soll, nachdem er sich verkauft hat, Lösungsrecht für ihn sein; einer von seinen Brüdern mag {O. soll} ihn lösen.

 zum „Erlösen" einer Witwe von ihrer Kinderlosigkeit durch den nächsten männlichen Verwandten ihres verstorbenen Mannes, den „Blutsverwandten"

Rt 4,4 so habe ich nun gedacht, ich wolle es deinem Ohr eröffnen und dir sagen: Kaufe es vor den Einwohnern und vor den Ältesten meines Volkes. Wenn du lösen willst, löse, und wenn du nicht lösen willst, so tue mir's kund, daß ich es wisse; denn da ist niemand außer dir zum Lösen, und ich komme nach dir. Und er sprach: Ich will lösen.

Rt 4,5 Da sprach Boas: An dem Tage, da du das Feld aus der Hand Noomis kaufst, hast du es auch von Ruth, der Moabitin, {And. l.: hast du auch Ruth gekauft, die Moabitin usw., wie in V. 10} dem Weibe des Verstorbenen, gekauft, um den Namen des Verstorbenen auf seinem Erbteil zu erwecken.

Rt 4,6 Da sprach der Blutsverwandte: Ich kann nicht für mich lösen, daß ich mein Erbteil nicht verderbe. Löse du für dich, was ich lösen sollte, denn ich kann nicht lösen.

3Mo 25,25 Wenn dein Bruder verarmt und von seinem Eigentum verkauft, so mag {O. soll} sein Löser, sein nächster Verwandter, kommen und das Verkaufte seines Bruders lösen.

3Mo 25,26 Und wenn jemand keinen Löser hat, und seine Hand erwirbt und findet, was zu seiner Lösung hinreicht,

3Mo 25,27 so soll er die Jahre seines Verkaufs berechnen und das Übrige dem Manne zurückzahlen, an den er verkauft hat, und so wieder zu seinem Eigentum kommen.

3Mo 25,28 Und wenn seine Hand nicht gefunden hat, was hinreicht, um ihm zurückzuzahlen, so soll das von ihm Verkaufte in der Hand des Käufers desselben bleiben bis zum Jubeljahre; und im Jubeljahre soll es frei ausgehen, und er soll wieder zu seinem Eigentum kommen.

3Mo 25,29 Und wenn jemand ein Wohnhaus in einer ummauerten Stadt verkauft, so soll sein Lösungsrecht bestehen bis zum Ende des Jahres seines Verkaufs; ein volles Jahr soll sein Lösungsrecht bestehen.

1. Kon 16,11). Boas war solch ein Blutsverwandter oder Löser

Rt 2,20 Da sprach Noomi zu ihrer Schwiegertochter: Gesegnet sei er von Jehova, dessen Güte nicht abgelassen hat von den Lebenden und von den Toten! Und Noomi sprach zu ihr: Der Mann ist uns nahe verwandt, er ist einer von unseren Blutsverwandten {Eig. Lösern; so auch nachher. Vergl. 3. Mose 25,25 usw.: 5. Mose 25,5}.

Rt 3,9 Und er sprach: Wer bist du? Und sie sprach: Ich bin Ruth, deine Magd; so breite deine Flügel {And. üb.: deine Decke} aus über deine Magd, denn du bist ein Blutsverwandter.

Rt 3,10 Und er sprach: Gesegnet seiest du von Jehova, meine Tochter! Du hast deine letzte Güte noch besser erwiesen als die erste, indem du nicht den Jünglingen nachgegangen bist, sei es armen oder reichen.

Rt 3,11 Und nun, meine Tochter, fürchte dich nicht! alles, was du sagst, werde ich dir tun; denn das ganze Tor meines Volkes weiß, daß du ein wackeres Weib bist.

Rt 3,12 Und nun, wahrlich, ich bin ein Blutsverwandter; doch ist auch ein näherer Blutsverwandter da als ich.

 usw.,

4Mo 5,8 Und wenn der Mann keinen Blutsverwandten {dasselbe Wort wie: "Löser"} hat, um diesem die Schuld zu erstatten, so soll die Schuld, welche Jehova erstattet wird, dem Priester gehören außer dem Widder der Versöhnung, womit man Sühnung für ihn tut. -

Im höchsten Sinn wird das Wort von Gott gebraucht, der Israel und den Frommen erlöst. Daß mit dem Erlösen ein Für-sich-Beanspruchen verbunden ist, machen Stellen wie

2Mo 6,6 Darum sprich zu den Kindern Israel: Ich bin Jehova, und ich werde euch herausführen unter den Lastarbeiten der Ägypter hinweg, und werde euch erretten aus ihrem Dienste und euch erlösen mit ausgestrecktem Arm und durch große Gerichte.

ff.,                    2Mo 15,13 Du hast durch deine Güte geleitet das Volk, das du erlöst, hast es durch deine Stärke geführt zu deiner heiligen Wohnung.

Jes 43,1 Und nun, so spricht Jehova, der dich geschaffen, Jakob, und der dich gebildet hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein.

 und viele andere deutlich.

Das griechische Wort für Erlösung im Neuen Testament, apolytrosis leitet sich vom Tätigkeitswort lyo = ablösen, losmachen, entlassen, freisprechen, befreien ab und bedeutet Loskaufung, Befreiung, Freihebung für Lösegeld.

 Das ist der zugrundeliegende Gedanke im Neuen Testament: zur Befreiung oder Loslösung muß ein Lösegeld bezahlt werden. An manchen Stellen steht mehr der Gedanke im Vordergrund, wovon man befreit wird, z.B. in

Lk 21,28 Wenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, so blicket auf und hebet eure Häupter empor, weil eure Erlösung naht.

In

Eph 1,7 in welchem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Vergehungen, nach dem Reichtum seiner Gnade,

, werden beide Gedanken miteinander verbunden: Wahre Christen haben die Erlösung durch Sein Blut, und sie bedeutet für sie die Befreiung von ihren Sünden und deren Folgen (vgl. auch

1Petr 1,18 indem ihr wisset, daß ihr nicht mit verweslichen Dingen, mit Silber oder Gold, erlöst worden seid von eurem eitlen, von den Vätern überlieferten Wandel,

1Petr 1,19 sondern mit dem kostbaren Blute Christi, als eines Lammes ohne Fehl und ohne Flecken;

Hebr 9,12 auch nicht mit {O. durch} Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit {O. durch} seinem eigenen Blute, ist ein für allemal in das Heiligtum eingegangen, als er eine ewige Erlösung erfunden hatte.

Hebr 9,13 Denn wenn das Blut von Böcken und Stieren und die Asche einer jungen Kuh, auf die Unreinen gesprengt, zur Reinigkeit des Fleisches heiligt,

Hebr 9,14 wieviel mehr wird das Blut des Christus, der durch den ewigen Geist sich selbst ohne Flecken Gott geopfert hat, euer Gewissen reinigen von toten Werken, um dem lebendigen Gott zu dienen! {O. Gottesdienst darzubringen}

Hebr 9,15 Und darum ist er Mittler eines neuen Bundes, damit, da der Tod stattgefunden hat zur Erlösung von den Übertretungen unter dem ersten Bunde, die Berufenen die Verheißung des ewigen Erbes empfingen;,

 

Dass Erlösung im Neuen Testament mehr einschließt als die Befreiung vom Gericht Gottes, daß sie vielmehr die Befreiung von jeder entgegenstehenden Macht umfaßt, machen viele Stellen deutlich. Wahre Gläubige werden kraft des Werkes Christi nicht allein „errettet von dem kommenden Zorn" (

1Thes 1,10 und seinen Sohn aus den Himmeln zu erwarten, den er aus den Toten auferweckt hat, Jesum, der uns errettet {O. befreit} von dem kommenden Zorn.

, sondern sie sind gerechtfertigt, sind mit Gott versöhnt, haben Frieden mit Gott, haben Zugang zu Gott, rufen Ihn an als ihren Vater in Christus. Sie sind Seine Kinder, weil sie von neuem, aus Gott geboren sind.

Sie stehen nicht mehr unter der Macht: Satans, des Todes, der Sünde. Sie besitzen den Heiligen Geist und sind lebendige Steine, Glieder des Leibes Christi. Als Erben Gottes und Miterben Christi besitzen sie ein ewiges Erbteil in den Himmeln.

So rühmen sie sich in der Hoffnung der Herrlichkeit Gottes. Selbst ihr Leib wird an der Erlösung teilhaben

Röm 8,23 Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir die Erstlinge des Geistes haben, auch wir selbst seufzen in uns selbst, erwartend die Sohnschaft: die Erlösung unseres Leibes.

1Kor 1,30 Aus ihm aber seid ihr in Christo Jesu, der uns geworden ist Weisheit von Gott {O. von Gott zur Weisheit} und Gerechtigkeit und Heiligkeit {O. Heiligung; eig. Geheiligtsein} und Erlösung;

Eph 1,14 welcher das Unterpfand unseres Erbes ist, zur {O. für die, od. bis zur} Erlösung des erworbenen Besitzes, zum Preise seiner Herrlichkeit.

Eph 4,30 Und betrübet nicht den Heiligen Geist Gottes, durch welchen ihr versiegelt worden seid auf den Tag der Erlösung.

Der Herr wird ihn umgestalten zur Gleichförmigkeit mit Seinem Leib der Herrlichkeit

Phil 3,21 der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird zur Gleichförmigkeit mit seinem Leibe der Herrlichkeit, nach der wirksamen Kraft, mit der er vermag, auch alle Dinge sich zu unterwerfen.

.

Wenn wir uns vor Augen halten, welche unermeßlichen Segnungen verknüpft sind mit der „Erlösung, die in Christus Jesus ist"

Röm 3,24 und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christo Jesu ist;

, wird rasch deutlich, daß das Passah nicht als das eigentliche Vorbild der Erlösung angesehen werden kann. Das Blut des Passahlammes schützte zwar die schuldigen Israeliten vor dem verdienten Gericht Gottes, aber sie waren keineswegs von allen ihren Feinden errettet. Erst als sie auf der anderen Seite des Roten Meeres standen und der Pharao mit seinen Heeren in den Fluten untergegangen war, konnten sie das Lied der Erlösung anstimmen: „Meine Stärke und mein Gesang ist Jäh, denn er ist mir zur Rettung geworden ... Du hast durch deine Güte geleitet das Volk, das du erlöst..." (

2Mo 15,2 Meine Stärke {And.: Mein Lob, Preis} und mein Gesang ist Jah, denn er ist mir zur Rettung geworden; dieser ist mein Gott, {El} und ich will ihn verherrlichen, {And.: ihm eine Wohnung machen} meines Vaters Gott, und ich will ihn erheben.

2Mo 15,13 Du hast durch deine Güte geleitet das Volk, das du erlöst, hast es durch deine Stärke geführt zu deiner heiligen Wohnung.

 Erst jetzt hören wir von Errettung und Erlösung.

Das Passah in Ägypten entspricht für uns dem Errettet-Werden vom Zorn Gottes. Das ist keinesfalls eine geringe Sache, aber es ist durchaus nicht die ganze Segnung. Daß das Blut des wahren Passahlammes (

1Kor 5,7 Feget den alten Sauerteig aus, auf daß ihr eine neue Masse {O. ein neuer Teig} sein möget, gleichwie ihr ungesäuert seid. Denn auch unser Passah, Christus, ist geschlachtet.

 die Grundlage für jede Segnung ist, steht dabei völlig außer Frage.

Aber was gezeigt werden sollte, ist, daß das Passah als solches nicht über die Seite der Errettung vom Zorn Gottes hinausgeht. Erst im Durchzug der Kinder Israel durch das Rote Meer finden wir das eigentliche Vorbild der Erlösung. Auf dieses Geschehen wird später in den Psalmen und Propheten immer wieder zurückgewiesen als auf jenen Punkt, von dem an sie ein erlöstes Volk waren.

Hinsichtlich der Errettung besteht kein Unterschied zwischen den Gläubigen. Alle sind gleich passend für den Himmel.

Joh 1,12 so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben,
Joh 3,16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.
Joh 5,24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tode in das Leben übergegangen.
Joh 6,47 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer [an mich] glaubt, hat ewiges Leben.
Röm 10,9 daß, wenn du mit deinem Munde Jesum als Herrn {O. den Herrn Jesus} bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du errettet werden wirst.




2. Reinigung von Sünde. V. 14c.

1. Joh. Brief 5.6

Dieser ist es, der gekommen ist durch Wasser und Blut, Jesus, der Christus; nicht durch das Wasser allein, sondern durch das Wasser und das Blut. Und der Geist ist es, der da zeugt, weil der Geist die Wahrheit ist. 7 Denn drei sind, die da zeugen:

Text 2. Johannes Evangelium 19.34

34 sondern einer der Kriegsknechte durchbohrte mit einem Speer seine Seite, und alsbald kam Blut und Wasser heraus.

35 Und der es gesehen hat, hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahrhaftig; und er weiß, daß er sagt, was wahr ist, auf daß auch ihr glaubet.

Gibt es eine Erklärung zu dem Unterschied?  Gruss Sam


Gedanken dazu: (Erklärungsversuch)

Im Johannes Evangelium wird mit dieser Aussage gezeigt dass der Herr Jesus Christus w i r k l i c h tot war.

Als Bild kann man auch folgendermassen anwenden:

  • Blut ist zur Vergebung der Sünden geflossen; Blut spricht von Reinigung von S c h u l d der Sünde
  • Wasser spricht von der Reinigung durch das Wort von der V e r u n r e i n i g u n g der Sünde

Auch hat der Heilige Geist darauf hingewiesen, dass der Herr wirklicher Mensch war, nicht "nur" Gott oder ein Geistwesen, wie es ganz am Anfang schon behauptet wurde. Deshalb auch der klare, für Johannes aber nicht spezifische Hinweis, - eher hätte ich ihn bei Lukas erwartet-, dass Blut und Wasser aus Seinem Körper floss. Übrigens hätte man den Hinweis in Johannes 1,14, das Wort ward Fleisch auch eher bei Lukas erwartet, aber eben der Heilige Geist zeigt auch darin die Problematik auf, die durch die gnostische Irrlehre im 1. Jahrhundert in der Gemeinde entstanden war. Und wie wunderbar göttlich die Antwort darauf in dieser Schriftstelle!

 

Im Johannes - Brief steht dasselbe, aber in der umgekehrten Reihenfolge "Wasser und Blut"

  • Hier geht es um die Darstellung des Evangeliums in seiner klarsten, abstrakten Form: Was hat der Sünder nötig? Die Gewissheit, dass das Blut Jesu wirklich geflossen ist.
  • Die Rettung war nur auf Grund des gestorbenen Heilandes möglich. Er sagte:" Ihr wollt nicht zu mir kommen, auf dass ihr Leben habet (Joh. 5,40). Siehe auch Joh. 12,24 + Joh. 12,32.
  • Der Tod Christi ist der unwiderlegbare Beweis vom moralischen Tod des Menschen, durch die Gnade aber die Grundlage für die höchsten Segnungen Gottes. (W. Kelle)
  • Der Hinweis "durch Wasser u n d " genügt alleine nicht, da würden die Gnostiker wieder zustimmen, nein es steht: "durch Wasser u n d Blut" (Er war und ist Gott zugleich!)
  • Dann haben wir die logische Ergänzung: "Und der Geist ist es, der da zeugt, weil der Geist die Wahrheit ist." Wenn jemand durch das Wasser und das Blut, mittels persönlichen Glaubens gerettet wurde, bezeugt der Heilige Geist:...

Es geht aber hier weniger um die Taufe, dieser Dienst sehen wir vor allem in der

  • Apostelgeschichte bezüglich der Juden: Sie mussten gerettet werden von diesem verkehrten Geschlecht: Apg 2.40 und dann unmittelbar darauf, zum Zeugnis die Taufe. Es ist hier ein aktives handeln von Seiten der Täuflinge angesprochen, beachte aber den genauen Umstand! Es waren n u r Juden da und gemeint.
  • Im Römerbrief Kp. 6 ab Vers 1 wird die Taufe in Verbindung gebracht mit dem Einsmachen mit dem Sterben Christi. Weshalb? Weil hier vor allem von der Macht der Sünde (nicht vom Sündigen) die Rede ist. Das heisst, wie kommen wir los von der Macht der Sünde? Indem wir mitgestorben sind, welches wir durch die Taufe a u s d r ü c k e n oder bezeugen!
  • Im Galater Brief Kapitel 3.27 haben wir wieder einen anderen Aspekt der christlichen Glaubenstaufe. Vorher ist die Rede davon, dass Menschen durch das T u n der Dinge des Gesetztes leben würden. Keiner konnte es! Dann hat Gott das Mittel oder Prinzip oder Gesetz des Glaubens eingeführt. Durch die Taufe nach Galater zeigen wir, dass wir dem Gesetz gestorben sind, und zwar ohne Unterschied ob Jude oder Grieche! ---> Gal 3,28 Wir haben damit die Knechtschaft des Gesetzes verlassen und sind Söhne (Erben) geworden.
  • Im Kolosser haben wir den Aspekt, dass die Taufe v e r g l i c h e n wird mit der Beschneidung! (Kolosser 2,12) Durch die Beschneidung in Gilgal wurde die Schande Ägyptens abgewälzt. Im Kolosser wird erwähnt, dass wir der Philosophie und den Elementen der Welt (beides Hinweise auf Ägypten?) gegenüber durch die Taufe begraben sind aber mitauferweckt in Christo durch den Glauben an die wirksame Kraft Gottes. D.h. von Gottes Seite ist alles getan, wir müssen, können durch p r a k t i s c h e n Glauben von all diesen Dingen der Welt (Politik / Philosophie) errettet werden. Wenn ich gestorben bin, habe ich mit der m o r a l i s c h e n Welt nichts mehr zu tun!
  • Im 1. Petrus Brief der letzte, l e h r m ä s s i g e Hinweis auf die Taufe. 1. Petrus 3,17 -22. Da haben wir das einfache Bild der Taufe. Noah musste durch die Arche vor dem Gericht, das über die ganze Welt kam, gerettet werden, so auch wir und zwar mit dem Bewusstsein, dass das Gericht über die Welt kommen wird, wir aber in der Arche (Bild auf Christus) gerettet sind. Das heisst, gerettet von den Ansprüchen der Welt an uns und gerettet vom Gericht Gottes über die Welt.
  • Ein Letztes: Christus rettet durch den Glauben an Ihn, die Taufe ist ein Zeichen, seinen Wert auf dieser Erde hat. Wer nicht getauft ist ist kein Christ, das heisst, er hat es nicht gezeigt, man weiss es nicht, wo er steht. Er selber sehr wahrscheinlich auch nicht, Gott weiss es. Die Wasser -Taufe hat aber an keiner Stelle mit der e w i g e n E r e t t u n g etwas zu tun, sondern hat ihre Bedeutung auf der Erde.

    H.P. Wepf

3. Eigentum Gottes. V. 14d.

Ich höre gerade an meinem PC das wunderbare Lied:
 
Ohne Weg, ohne Licht, ohne Hilfe
1. Ohne Weg, ohne Licht, ohne Hilfe war in dunkelster Nacht ich verirrt, bis der Herr voll Erbarmen mich suchte, und er ist nun mein guter Hirt.
 
mit dem Refrain: Seine Güte und Gnade und seine Treu werden mir folgen mein Leben lang. Seine Güte und Gnade und seine Treu werden mir folgen mein Leben lang.
 
2. Wollen Sorgen und Kummer mich drücken, ist verzagt und entmutigt mein Herz,, wird mein Hirt aufs neu mich erquicken, und heilen wird er jeden Schmerz.
Muß durch finstere Tal ich auch wandern, der Herr wird mir nahe dort sein, mit starker Hand wird er mich führen, ja, ich werd seiner Hilfe mich freun.
 
4. Darum will ich ihn loben und rühmen ohne Scheu, täglich bringen ihm Ehr, Preis und Dank. Seine Güte und Gnade und seine große Treu werden folgen mir mein Leben lang. Werden folgen mir mein Leben lang.
 
oder das Lied: Nimm mich bei der Hand Vater..
 
Das erfüllt mein Herz mit Dankbarkeit, dass ich das heute, hier und jetzt erleben darf. Bewußt zu sein, ich, der "abgrundtiefe Sünder", der "Versager" und "Nichtsnutz" bin ein Eigentum des Herrn Jesus, gerettet durch Sein Blut. Mit Gott versöhnt.
 
Ist das nicht kostbar?!?!
 
So liebe Geschwister, liebe Freundinnen und Freunde, ich danke Euch fürs Lesen und würde mich freuen reichliche Reaktionen zu bekommen
 
In der Verbundenheit im Herrn Jesus
 
Euer Rainer M., ein Eigentum des Herrn Jesus und ich bin trockener, dankbarer Alkoholiker

Lieber Rainer 20.04.2001

Ich freute mich sehr beim Lesen deines Beitrags zur Ehre unseres Herrn Jesus! Es tut wirklich gut, zwischen den vielen Fragen und Diskussionen einfach die Freude am und im Herrn zu geniessen.

Heute Morgen durfte ich in 2. Chronik 20 lesen, wie Joschafat die mächtige Hilfe Gottes erfuhr, nachdem er IHN in der Not demütig suchte. Imponiert hat mir auch, dass Joschafat schon Lob und Dank darbrachte, bevor der Herr ihm den Sieg geschenkt hatte. Das ist Glaube! Die Ermutigung aus den Schriften haben wir so nötig. Hier sehen wir immer wieder, wie Gott eingreift, wenn IHM jemand ganz vertraut!


Röm.7,24.25:  Ich elender Mensch! Wer wird mich retten von diesem Leibe des Todes? - Ich danke Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn!

Phil.4,6-7:  Seid um nichts besorgt, sondern lasst in allem durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden; und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und Gedanken bewahren in Christus Jesus.

Röm.11,33-36: O Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unausforschlich sind seine Gerichte und unausspürbar seine Wege! Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist sein Mitberater gewesen? Oder wer hat ihm vorher gegeben, und es wird ihm vergolten werden? Denn von ihm und durch ihn und für ihn sind alle Dinge! Ihm sei die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen.


Herzliche Grüsse in Jesu unergründlicher Liebe

Hans Rapold


4. Dienstbereitschaft, V. 14e; vgl. Eph. 2,10.
Die Verkündigung der Gnade Gottes Obwohl dieser Befehl in Vers 15 in erster Linie an Titus gerichtet war, gilt dieser Auftrag al len Christen, da dieser Auftrag der Missionsauftrag ist. Vgl. Matth. 28,18-20; 2. Kor. 5,15ff.
Lektion 12 57
In der Schule des Weinbergs Gottes
In Johannes 15,1-8 finden wir die Rede Jesu vom "rechten Weinstock". Das Bild vom Weingärtner, der die Reben am Weinstock beschneidet, wird als Bild verwendet für das Handeln Gottes mit Christen (Reben am Weinstock Jesus Christus). In der Rede Jesu vom Weinstock und den Reben wird folgendes ausgesagt:
Lebensnotwendige Verbindung der Reben mit dem Weinstock Die Verbindung zwischen Christus und den Gläubigen der Gemeinde ist sehr eng. Diese Verbindung ist eine lebensnotwendige Verbindung. Wie die Rebe ohne den Weinstock nicht leben und Frucht bringen kann, so kann der Christ ohne diese Verbindung mit Chris tus nicht existieren und keine Frucht bringen.
Die Fruchtbarkeit der Reben am Weinstock
1. Echte Reben sind daran erkennbar, dass sie Frucht bringen. Joh. 15,2-4.

Gegensätze im Johannesevangelium

Bibelstellen: Johannes 1-21

Im Johannesevangelium wird auf bemerkenswerte Weise der Unterschied zwischen dem Judentum und dem Christentum vorgestellt. Wir sehen den neuen Wein und die alten Schläuche. Nachfolgend eine Darstellung der Gegensätze, die als Anregung gedacht ist, über dieses Thema nachzudenken.

  • Kapitel 1: Gesetz Moses durch Mose – Gnade und Wahrheit durch Jesus Christus
  • Kapitel 2: Tempel in Jerusalem – Tempel seines Leibes
  • Kapitel 3: Das Irdische – das Himmlische
  • Kapitel 4: Rituelle Anbetung in Jerusalem – Anbetung in Geist und Wahrheit
  • Kapitel 5: System des Gesetzes (Teich, Engel, Sabbat) – Macht des Sohnes Gottes
  • Kapitel 6: Manna – das wahrhaftige Brot aus dem Himmel
  • Kapitel 7: Religiöse Feste und Durst – Glaubende getränkt und Segenströme
  • Kapitel 8: Abrahams Nachkommen – aus Gott geboren
  • Kapitel 9: Finsternis und Blindheit – das Licht des Lebens
  • Kapitel 10: Der jüdische Schafhof – eine Herde und ein Hirte
  • Kapitel 11: Auferstehung am letzten Tag – Aus-Auferstehung durch Gottes Sohn
  • Kapitel 12: Der König Israels – Sohn des Menschen, der alle zu sich zieht
  • Kapitel 13: Rituelle Waschung – Dienst des Sachwalters im Himmel
  • Kapitel 14: Priesterwohnungen im Tempel – Wohnungen im Haus des Vaters
  • Kapitel 15: Fruchtloser Weinstock Israel – Christus, der Weinstock, und wir, die Reben
  • Kapitel 16: Nahen zum Messias, der Gott bittet – direkt zum Vater im Namen Jesu
  • Kapitel 17: Zerstreute Kinder Gottes – eins in Christus
  • Kapitel 18: Reich von dieser Welt – Reich nicht von dieser Welt
  • Kapitel 19: König der Juden – sterbender Erlöser
  • Kapitel 20: Überrest, mit Messias verbunden – Brüder des Herrn
  • Kapitel 21: Keine Gegenüberstellung

In Kapitel 21 (und dem Ende von Kapitel 20) begibt sich Johannes erstmalig auf den Boden der Synoptiker, denn das Wunder des Fischfangs steht nur in Verbindung mit seinem Werk auf Erden.
Auch die nachfolgenden Verse entfalten keine himmlischen Dinge. Deshalb ist hier keine Gegenüberstellung möglich.
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Eigentlich wollte ich zum angesprochenen Thema nichts mehr sagen, da schon genug Stoff und Literaturhinweise enthalten sind, um sich anhand des Wortes Gottes Gewissheit verschaffen zu können.
Bei einer solchen Fülle ist aber die Gefahr gross, dass man nicht alles liest oder gar studiert. Ich teile übrigens Deine Sorge wegen der Leichtfertigkeit, mit der viele auf dem breiten Weg wandeln.
Die Frage ist nur, ob Gott dem so begegnet, dass Er damit droht, ein echtes Kind Gottes könne wieder verloren gehen, wenn...???
Mein Gebet ist, dass Gott diese Betrachtungen zu "Deinen" Bibelstellen benützen möge, um mehr Klarheit zu schenken.
 
1. Gleichnis vom Weinstock (Joh.15,1-16)
 
Hans Peter hat dazu schon Stellung genommen und 2 Punkte herausgestrichen:
a)   Der Weinstock zeigt zuerst Israel, letztlich aber den Herrn Jesus.
b)   In diesem Gleichnis geht es v.a. ums Frucht bringen.
 
Zu a):  Die Aufgabe des Weinstockes besteht darin, für Gott Frucht und Freude zu bringen. (Richter 9,12.13!). Leider hat Israel darin versagt. Jesus Christus dagegen hat Seinen Gott und Vater immer in allem völlig erfreut! (Mt.12,18 u.a.). Darum ist Er der wahre Weinstock und auch der wahre Israel (=Gotteskämpfer)!
Als Jesus auf diese Erde kam, geschah das als Jude unter Juden und im jüdischen System. Bald wurde Er aber verworfen, so dass sich hier eine Trennung anbahnte, welche früher oder später von jedem Israeliten eine Entscheidung forderte: Will ich im jüdischen System oder beim (verworfenen) Messias bleiben? Ganz besonders galt das für alle, die Ihm nachfolgten. Deshalb die häufige Aufforderung des Herrn, in Ihm und in Seinem Wort zu bleiben. Das ist ganz offensichtlich auch eine Hauptaussage dieses Gleichnisses. Leider sind viele weggegangen, wollten nicht bei Ihm bleiben, als es "härter" wurde (s. Joh.6,60-69; 8,31f und viele andere Stellen).
Merke! Es geht hier nicht um die Gemeinde (oder Versammlung), sondern um Israel! Auch wenn wir letztlich den Herrn im Bild des Weinstocks sehen dürfen, steht Er hier in Verbindung mit Israel, nicht mit der Gemeinde! Der Weinstock hat seine Wurzel in der Erde. Israel ist das irdische Volk Gottes, hat irdische Verheissungen, die Versammlung dagegen hat himmlischen Charakter und himmlische Verheissungen.
 
Zu b) Ich persönlich glaube wie Du, dass die Aussagen in den Versen 2 und 6 mit "verloren gehen" zu tun haben. Würde sonst der Herr sagen: "... und wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen"? Ich denke nicht! Wir müssen gerade deshalb unbedingt beachten, dass hier nicht von der Gemeinde die Rede ist, sondern von Israel. Die Reben am Weinstock dürfen keinesfalls mit den Gliedern am Leib Christi, der Gemeinde, gleichgesetzt werden! (Die Gemeinde gab es damals noch gar nicht!) Jeder einzelne Israelit, der im oben erwähnten Sinn nicht beim Messias, seinem Erlöser geblieben ist, wurde abgeschnitten und ins Feuer geworfen.
Interessant ist ausserdem, dass der Herr Jesus, wenn Er in den Versen 2 und 6 von "wegnehmen", "hinausgeworfen werden", "verdorren" und "ins Feuer geworfen werden und verbrennen" redet, immer in der dritten Person spricht. Wenn Er aber Seine Jünger direkt anredet, sind Seine Aussagen immer positiv, z.B. Vers 3: "Ihr seid schon rein ..." und viele andere.
Das sollte genügen, um zu verdeutlichen, dass dieses Gleichnis keineswegs aussagt, ein wiedergeborener Christ könne wieder verloren. Wenn schon, könnte man aus den Versen 3 und 16 eher das Gegenteil ableiten.
Obwohl das Gleichnis nicht die Gemeinde meint, dürfen wir mit viel Gewinn das Gebot des "In Ihm Bleibens", um viel Frucht zu bringen, auf uns anwenden, weil das zu allen Zeiten galt und gilt. Genau gleich verhält es sich mit allen andern Schriften, die nicht uns direkt betreffen. (Siehe Röm.15,4!)
 
 
2.   Hebr.6,7-8
 
Auf die vorangehenden Verse dieses Kapitels bin ich in einer früheren Stellungnahme bereits eingegangen. Das einleitende Wörtchen "denn ..." der Verse 7 und 8 zeigt, dass es sich hier um eine Begründung des zuvor Gesagten handelt. Wie in Mt.13,3ff werden auch hier Menschen(herzen) mit dem Erdboden verglichen. Das Land trägt Samen in sich. Kommt dann der Regen und bewässert es, so spriesst das hervor, was darin ist. Waren Samen von nützlichen Pflanzen dort, so kommen logischerweise Nutzpflanzen hervor. Befanden sich aber Samen von Dornen oder Disteln darin, so werden eben Dornen oder Disteln wachsen.
Genau so ist es mit den menschlichen Herzen: Gott akzeptiert unseren Willen! ER zwingt niemanden in den Himmel! Sind in einem Herzen Hochmut und Ablehnung gegen Gott versteckt, so wird selbst die beste Pflege ("Bewässerung") nichts anderes als Hochmut und Ablehnung hervorbringen.
Beim bussfertigen, sich demütigenden Menschen dagegen wird diese "Bewässerung" mit dem Wort Gottes Busse hervorbringen. Darauf kann und will dann Gott aus reiner Gnade mit dem Geschenk der Wiedergeburt antworten.
Gerade durch die "Bewässerung" (Verkündigung des Evangeliums) kommt zum Vorschein, was in den Herzen ist!
Also verdeutlichen diese Verse, dass die Abfallenden keine Wiedergeborenen sein konnten, denn der Keim (Same) der Ablehnung war schon längst in ihren Herzen. Durch all das, was in den Versen 4 und 5 steht, ist das dann erst so richtig zur Reife gekommen!
 
 
 
3.  Röm.11,20-22
Dieses Gleichnis hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem des Weinstocks. Nur geht es beim Olivenbaum nicht ums Frucht bringen, sondern ums Zeugnis.
Dass Israel als verantwortlicher Träger des Zeugnisses für den Herrn versagt hat, geht nicht nur aus diesem Gleichnis hervor. Wegen dieses Versagens hat Gott diese Verantwortung (aber auch das Vorrecht!) von Israel weggenommen und der Gemeinde übertragen. Ziehen wir nun die 7 Sendschreiben (Off.2 und 3) herzu, so finden wir dort leider auch bereits das Versagen der "erweiterten Gemeinde", wie ich das nennen möchte. Die Androhung in Off.2,9, den Leuchter (=das Zeugnis) von seiner Stelle wegzurücken, können wir mit dem Ausbrechen der Zweige aus dem Ölbaum vergleichen.
Die für unser Thema entscheidende Frage ist nun, ob die an Stelle Israels eingepfropften Zweige alles gläubige, wiedergeborene Christen sein müssen oder nicht. Leider sehen wir aus der "Christenheit" sehr viel schlechtes Zeugnis. Ich will nun nicht behaupten, dass dieses negative Zeugnis für unsern Herrn nur von unechten "Gläubigen" stamme (leider tragen wir auch zu oft dazu bei!), aber sehr vieles kommt von reinen Bekennern. Ich hatte unlängst am Büchertisch in Winterthur ein Gespräch mit einem Moslem-Mädchen. Als ich ihr das Evangelium bringen wollte, erwähnte sie sofort, dass sie das, was sie bei den christlichen Mädchen sehe, abstosse ..., das wolle sie keinesfalls! Natürlich konnte sie genau so wenig zwischen echten Christen und reinen Bekennern unterscheiden, wie z.B. die Juden im Holocaust oder die Indianer bei den sogenannten "Bekehrungen mit dem Schwert" durch die katholischen Eroberer. Diese Beispiele zeigen neben vielen anderen, wie sehr das christliche Zeugnis von Ungläubigen mitgeprägt wird. Also müssen wir annehmen, dass hier die ganze "Christenheit" gemeint ist, Gläubige und Ungläubige. Überhaupt geht es hier m.E. nicht um einzelne Menschen, sondern um die Verantwortung fürs Zeugnis von a) Israel und b) der "Christenheit" im gesamten. Das wird einerseits bestätigt aus dem Zusammenhang der Kapitel 9-11 des Römerbriefes, ganz speziell aus V 25 von Kap.11 und anderseits aus den bereits erwähnten Sendschreiben. Auch dort sind offensichtlich Ungläubige eingeschlossen und geht es nicht um Einzelne, sondern um das christliche Zeugnis von verschiedenen Gruppen.
Übrigens haben wir hier - im Gegensatz zum Gleichnis des Weinstocks - keinen Hinweis darauf, dass die abgeschnittenen Zweige verloren wären! Könnten sonst die einen wieder eingepfropt werden?
Somit gibt auch diese Bibelstelle keinen Anhaltspunkt dafür, dass ein echter Christ sein ewiges Leben verlieren könnte. Interessanterweise finden wir gerade hier einen ganz starken Beweis für das Gegenteil im Vers 29: "Denn die Gnadengaben und die Berufung Gottes sind unbereubar"!! Aus Röm.6,23 wissen wir ja, dass das ewige Leben eine dieser unbereubaren Gnadengaben Gottes ist!!
 
 
 
4.   Phil.2,12
In welchem Zusammenhang steht diese Aussage? Ab Vers 5 bis 11 werden wir aufgefordert, die in der Folge so ergreifend geschilderte wunderbare Gesinnung unseres treuen Herrn zu haben. Dann schliesst Vers 12 an mit "Daher, meine Geliebten ..., bewirket eure eigene Seligkeit mit Furcht und Zittern" und Vers 13: "denn Gott ist es, der in euch wirkt sowohl das Wollen als auch das Wirken, nach seinem Wohlgefallen." In der Elberfelder-Übersetzung steht nicht Heil oder Errettung, sondern Seligkeit. Die Anmerkung lässt immerhin erkennen, dass beides möglich ist.
Wenn wir trotzdem "Errettung" annehmen, kann damit die ewige Errettung gemeint sein? Wenn ja, wie kannst Du Deine Errettung selber bewirken? (Es heisst nicht, dass wir diese bewahren sollen, sondern effektiv "bewirken"!!) Apg.4,12 erwähnt, dass nur im Herrn Jesus Christus Heil (Errettung) ist, in keinem andern! ER allein hat Deine und meine Errettung bewirkt, und zwar völlig! Wir konnten diese nur dankbar annehmen! Alles andere wäre ein "anderes Evangelium"! Siehe Gal.1,6-9!)
Das zeigt klar, dass hier von einer anderen Errettung oder vielleicht besser Seligkeit die Rede ist, nicht vom ewigen Leben. Verdeutlicht wird das mit dem unmittelbar folgenden Vers 13: "denn Gott ist es, der in euch wirkt ..." Was wirkt Er? Um was geht es hier? Um unsere ewige Errettung? Nein! Sondern um die Gesinnung Seines geliebten Sohnes! ER will, dass wir in der Seligkeit Seines Sohnes unseren Wandel mit Furcht und Zittern durchlaufen. Nicht dass wir um unsere ewige Rettung bangen müssten, sondern wir sollen in ehrfürchtigem Wandel in den Fussstapfen unseres Herrn wandeln. Wir sollen uns davor fürchten, diesen Weg zu verlassen, weil wir Ihn sonst betrüben, statt Ihn zu ehren und zu erfreuen.
Zittere ich davor, meinen Herrn durch einen schlechten Wandel zu verunehren oder ist Er mir nicht so viel Ehrfurcht wert? Hat Er zu wenig für mich getan, als dass ich Ihn aus Dankbarkeit dafür mit einem heiligen Lebenswandel erfreuen möchte?
Ginge es um meine eigene ewige Errettung - was wir ja bereits ausgeschlossen haben! - würde ich mich laufend um mich selber drehen, aus Angst, dieses verlieren zu können! Nun aber bin ich frei, mich ganz Ihm zu widmen, aus Dankbarkeit und Liebe zu Ihm! Die echte Freiheit in Christo habe ich erst zu erkennen begonnen, nachdem ich die Erkenntnis erlangte, dass der Herr in Bezug auf die Errettung alles für mich vollbracht hat. Diese Freiheit und Freude der Gewissheit des ewigen Heils wünsche ich jedem Bruder und jeder Schwester im Herrn von ganzem Herzen!
In diesem Sinne grüsse ich herzlich mit Hebr. 10,14!
Denn mit einem Opfer hat er für immerdar vollkommen gemacht, die geheiligt werden.
Hans



a. Jeder echte Christ muss in seinem Leben geistliche Frucht haben (Gal. 5,22).

b. Niemand kann eine echte Rebe am Weinstock sein und keine Frucht bringen. Vgl. Joh. 15,2.

c. Das Vorhandensein von Frucht ist der einzige Beweis des neuen Lebens. Vgl. Gal. 5,22; Matth. 3,8-10; 7,15-20; 12,33. Heilsgewissheit und Heilssicherheit setzt deshalb das Fruchttragen voraus.

2. Unechte Reben (unechte Christen) sind daran erkennbar, dass sie überhaupt keine Frucht bringen.

a. Menschen können zur äußeren Organisation "Gemeinde" gehören, sie können ge tauft sein, sie können Gottesdienste besuchen, sie können sogar aktiv mitarbeiten und trotzdem keine echte Rebe am Weinstock sein. Vgl. Apg. 20,30; 1.Joh. 2,18-19; Matth. 7,21-23.

b. Unechte Reben (Ungläubige) werden früher oder später von Christus (der Gemeinde, dem Leib Christi) getrennt werden. Joh. 15,2; vgl. 1.Joh. 2,18-19.

Die Reinigung der Reben


 1. Fruchtbringende Reben werden nicht vom Weinstock weggenommen, sondem gereinigt, so dass sie mehr Frucht bringen. Joh. 15,2-3.
2. Diese Reinigung fruchtbringender Reben erklärt einen großen Teil des Leides und des Leidens im Leben der Kinder Gottes. Vgl. 1.Petr. 4,1ff.

Das Bleiben am Weinstock
1. Das Bleiben am Weinstock ist ein Merkmal echter Reben. Echte Reben werden nicht abgeschnitten. Sie bleiben am Weinstock und bringen Frucht.
2. Unechte Reben, Mitläufer, Scheinchristen, bleiben nur eine Weile, verlieren dann das Interesse und bleiben weg. Joh. 15,2+6; 1.Joh. 2,18-19; Matth. 13,20-22.
a. Judas ist ein Beispiel. Er war drei Jahre lang mit Jesus zusammen. Äußerlich unter schied er sich nicht von den anderen Jüngern Jesu. Er war sogar am Anfang des Passah nicht aber beim Brotbrechen  dabei.
Nun war er weg. Die Rede Jesu Ist gewissermaßen eine Erklärung über Judas. Vgl. Joh. 13,26-30; I.Joh. 2,18-19.

b. Da Judas drei Jahre lang bei Jesus war, seine grundsätzliche Lebensentscheidung je doch gegen Jesus traf, musste Jesus sagen, dass es für Judas besser gewesen wäre, er wäre nie geboren worden. Vgl. Mark. 14,21. Diese Menschen werden von Gott nach ihren Werken und nach der empfangenen Gnade (Offenbarung) Gottes gerich tet.
Vgl. Matth. 11,20-24.

c. Demas ist ein weiteres Beispiel, von dem Paulus sagte, er hat die Welt lieb gewonnen. Offensichtlich war Demas einige Zeit lang bei Paulus dabei (vgl. Kol. 4,14; Philemon 24), hat aber seine Grundsatzentscheidung gegen Christus getroffen. 2.71m. 4,10.
Dabei soll die Möglichkeit, dass Demas später ganz zu Christus kam, nicht ausgeschlossen werden.
 
3. Diese Ausführungen zeigen, dass wir in der Schrift, insbesondere im Johannesevan gelium, sorgfältig unterscheiden müssen zwischen echten Jüngern und unechten Jüngern, solche, die eine Weile dabei sind, dann aber wegbleiben (vgl. Joh. 2,23-25; 6,66-71).
Genauso müssen wir unterscheiden zwischen echten Reben, die bleiben, und unechten Reben, die entweder entfemt werden oder von selbst weggehen Joh 15,2+6.
In der Schule der Familie Gottes In Hebräer 12,1-11 verwendet der Schreiber des Hebräerbriefes die Familie als ein Bild für urisere Beziehung zu Gott. Wie der Vater einer Familie seine Kinder erziehen und züchtigen muss, so erzieht und züchtigt Gott seine Kinder.

1. Jederwirkliche Christ ist durch die Wiedergeburt ein Kind Gottes und gehört zur Fami lie Gottes. Joh. 1,12; 3,1-18; Rom. 8,14-16; Gal. 3,26-29; 4,6-7. 2. Gott, der Vater, hat für jedes seiner Kinder ein Ziel vor Augen. Die Erziehung und Züchtigung Gottes dient dazu, dass die Kinder Gottes dieses Ziel erreichen.
Vgl Apg 20,24; 2.Tim. 4,7-8; Eph. 2,10; I.Thess. 1,9; 2.Kor. 5,15.

3. Gottes Ziel für das Leben eines Gotteskindes ist das Beste für das Gotteskind und schließt praktische Heiligung und treuen Dienst ein. Röm. 8,28; 2.Kor. 5,15- Eph 2,10; 1.Thess. 4,3; Tit. 2,14; 3,1+8+14; Hebr. 12,14.

4. Der Schreiber des Hebräerbriefes ermahnt seine Leser im Blick auf die "Glaubenshel den" der Vergangenheit:

a. Alles abzulegen, was unseren Gang beschwert, insbesondere die Sünde, in die wir leicht hineinfallen. Hebr. 12,1. b. Unseren "Lauf in Geduld zu laufen im Blick auf den uns verordneten Kampf Hebr 12,1.

c. Bei allem den Blick auf den Herrn Jesus zu richten - auf seine Person und aufsein Vorbild, das er uns gegeben hat. Hebr. 12,2-3.

d. Bei all dem nicht mattzu werden und nichtden Mut zu verlieren; zwei Gefahren, denen Gläubige besonders ausgesetzt sind. Hebr. 12,3. 5. Der Schreiber des Hebräerbriefes weist seine Leser darauf hin, dass sie im Kampf ge gen die Sünde noch "nicht bis aufs Blut widerstanden haben". Damit Gott sein Ziel mit seinen Kindern erreichen kann, muss er sie also züchtigen:

a. Diese Züchtigung ist ein Trost, da er ein Beweis der Kindschaft ist. V.5+7.

b. Diese Züchtigung Ist ein Beweis der Liebe des Vaters. V.6.

c. Mangel an Züchtigung ist ein Alarmsignal. V.7-8.

Jegliche Züchtigung, die ein Christ erfährt, ist eine Aufforderung zurfreiwilligen Unterwerfung. V.9-10.

a. Niemand freut sich über Züchtigung, d.h. über den Schmerz der Züchtigung.

b. Gott liebt uns und fügt uns keine "unnötigen" Schmerzen zu. Vgl. Rom. 8,28.

c. Obwohl wir die Züchtigung im Moment des Schmerzes nicht verstehen mögen (vgl. Joh. 13,7), wissen wir:

1) Sie dient zu unserem Besten. Dies ist ein Trost in allem Schmerz. Röm. 8,28. 2) Durch sie werden wir verwandelt in das Bild Christi. Hebr. 12,11.
Die Bibel gibt uns Beispiele für die Erziehung Gottes.

a. Joseph ist sws das vollkommneste BId auf den Herrn Jessu.  Gott brachte zum Vorbild  ihn nach Ägypten und führte ihn einen schweren Weg der Erziehung, die ihn für seine Lebensaufgabe vorbereitete. 1 .Mo. 45,4+7-8; 1 .Mo. 50,20.

b. Israel in der Wüste ist solch ein Beispiel (5.Mo. 8,5). Deshalb sind auch die Erfahrun gen Israels in der Wüste vorbildlich für das Handeln Gottes mit seiner Gemeinde. I.Kor.10,1-11.
Hebräer 12,1-11 enthält auch eine Warnung. Züchtigung kann vergeblich sein. Sie Ist vergeblich wenn wir verzagen, d.h. wenn wir Gottes Züchtigung verachten, ablehnen, oder ihr gleichgültig gegenüberstehen (vgl. Hebr. 12,5).

Die Züchtigung der Kinder Gottes kann verschiedene Formen haben:


a. Körperliche und/oder geistliche Schwachheit. 1 .Kor. 11,30.

b. Körperliche Krankheit. 1 .Kor. 11,30; vgl. Gal. 6,7.

c. Vertust von Segen und Vorteilen. Gal. 8,7; vgl. Hebr. 12,12-17. Esau wird als Beispiel angeführt dafür, dass man Gottes Gnade versäumen kann.

d. Verlust von echter Freude und wahrer Befriedigung. Ein Kind, das nicht in Harmonie mit dem Vater lebt, kann In der Gemeinschaft mit dem Vater keine Freude haben.

e. Auch frühzeitiger Tod kann eine Disziplinierung von Gott sein. Vielleicht sollte man in solch einem Fall auch schon mehr von dem Gericht Gottes sprechen.

Vgl. 1.Kor. 2,30. Der Wiedergeborene wird zwar nicht verloren gehen, aber Gott kann ihn früh zeitig aus dem Leben nehmen, damit er nicht weiter sündigt und sich und der Gemein de weiter Schaden zufügt.
Vgl. 3.Mo. 10,1-7; 4.Mo. 16,34; Jos. 7,10-26; 1.Sam. 16,14 -31,13; 2.Sam. 6,1-11; 2.Sam. 7,14-15; Apg. 5,1-11; 1.Kor. 11,27-32; 1.Joh. 5,16-17; Jak. 5,19-20.