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1. Mose Uebersicht

1.Mose (Genesis) - Übersicht

Prüfet Alles und das Gute behaltet:

Titel, Verfasser, Geschichtlicher Hintergrund

Das erste Buch Mose wird im Deutschen nach seinem Autor Mose genannt. In vielen Sprachen wurde der griechisch Name Genesis (= Ursprünge, Entstehungen) beibehalten. Die hebräische Bezeichnung „Bereschit“ setzt sich aus den ersten beiden Wörtern „Im Anfang“ zusammen. Das ist ein sehr treffender Name, da in diesem Buch nicht nur die Anfänge der Schöpfung und der Menschheit, sondern auch die Anfänge fast aller biblischen Prinzipien und Lehren zu finden sind.

Obwohl Mose sich selbst weder im ersten noch in den vier weiteren „
Mosebüchern“ als Autor nennt, gibt es eine Reihe biblischer Belege für seine Verfasserschaft. Gott redete vielfach direkt zu Mose. Und Er befahl ihm zu schreiben (2Mo 24,4). In vielen Büchern des Alten Testamentes, werden Zitate Mose direkt zugeschrieben (zum Beispiel 1Chr 15,15; 22,13; 2Chr 23,18; 24,6; 25,4; 30,16; 35,12; Esr 3,2; 7,6; Neh 1,7; 8,1; 13,1). Auch der HERR selbst sagt: „Wenn ihr Mose glaubtet ..., denn er hat von mir geschrieben. Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt ...“ (Joh 5,47). Außerdem wird „das Gesetz Moses“ als Bezeichnung für die fünf Bücher Mose häufig im Alten und im Neuen Testament verwendet.

Natürlich berichtet Mose vieles, was er nicht selbst erlebt hat. Das ganze erste Buch beschreibt Dinge, die sich lange vor seiner Geburt zugetragen hatten. Ob er darüber eine Offenbarung von Gott empfing oder ob ihm ältere Schriften schriftlich vorlagen, wissen wir nicht. Einiges spricht dafür, dass das erste Buch Mose aus verschiedenen Berichten besteht, die von ihm dann zusammengestellt wurden (
vgl. dazu „Toledot“).



Gliederung

Das Buch lässt sich in die Urgeschichte (die ihrerseits nach den zentralen Ereignissen unterteilt wird) und die Patriarchengeschichte (die ihrerseits nach den einzelnen Patriarchen unterteilt wird) gliedern:

1‒11 Urgeschichte (4 Ereignisse)

1‒2 Die Schöpfung
3‒5 Der Sündenfall und seine Folgen
6‒8 Die Sintflut, der Bund mit Noah
9‒11 Völkertafel und Turmbau zu Babel


12‒50 Patriarchengeschichte (4 Personen)

12‒25 Abraham (4 Altäre, 4 Trennungen)
22‒26 Isaak (4 Brunnen)
27‒36 Jakob (4 Steine)
37‒50 Joseph (4 Kleider)




Kurzfassung

Kap. 1
Die Beschreibung der sechs Schöpfungstage ist sowohl ein historischer Bericht als auch eine prophetische Vorschau des Heilsplans und eine Illustration für die geistliche Entwicklung eines Gläubigen.

Kap. 2
Die Beschreibung der Erschaffung des Menschen lenkt die Aufmerksamkeit auf das Ziel der Schöpfung.
Die Anweisungen Gottes lassen die Beziehung des Menschen zu ihm, zu seiner Frau und zu seiner Umwelt erkennen.

Kap. 3
Mit dem Sündenfall trifft der Mensch eine Entscheidung gegen Gott.
Satan wird als Widersacher erkennbar und die ganze Wirklichkeit erscheint von nun an polar, im Spannungsfeld zwischen Gut und Böse. Die daraus folgenden Veränderungen in der gesamten Schöpfung bilden einen Erkenntnishorizont: Die Welt vor dem Sündenfall ist unserer Erforschung nicht zugänglich. ‒ Schon in Verbindung mit dem Fluch über die Sünde beginnt Gott mit der Entfaltung seines Heilsplans – der Ankündigung des Erlösers.

Kap. 4
Die Nachkommen der ersten Menschen, Kain und Abel, stehen exemplarisch für die beiden Gruppen, in die sich die Menschheit von nun an aufteilt: Gläubige und Ungläubige.

Kap. 5
Die Aufzählung der zehn Generationen von Adam bis Noah ist gekennzeichnet von langen Lebensaltern.
Trotzdem heißt es achtmal „
und er starb“ – der Tod herrscht seit Adam. Doch auch hier gibt es einen kleinen Lichtblick. Die Entrückung Henochs zeigt, dass der Tod nicht das letzte Wort hat und Gott stärker ist.

Kap. 6
Die Ankündigung der Sintflut, eines weltweiten Gerichts ist die Folge davon, dass die Menschheit sich als völlig verdorben offenbart. Gleichzeitig gibt es eine Errettung aus dem Gericht durch ein Rettungsmittel: die Arche.

Kap. 7
Was Gott ankündigt, trifft ein! Der Ausbruch der Sintflut bringt allen Menschen außer Noah und seiner Familie den Tod und verändert die ganze Schöpfung. Die Flut bildet einen weiteren Erkenntnishorizont: Wie die Erde, das Klima, die Tier- und Pflanzenwelt vor der Flut aussahen ist unserer Erforschung nicht zugänglich.

Kap. 8
Das Ende der Sintflut wird von Noah mit einem Opfer besiegelt. Gott sagt ihm zu, dass dieses Gericht sich nicht wiederholen würde.

Kap. 9
Gottes Bund mit Noah, der in diesem Kapitel beschrieben wird, gibt einige grundlegende Gebote. Damit gibt Gott dem Menschen eine Hilfe, damit das Verderben nicht erneut so schnell überhandnimmt.

Kap. 10
Die Genealogien dieses Kapitels werden oft als Völkertafel bezeichnet. Die Namen der dort aufgeführten Urahnen finden sich in den Bezeichnungen der alten Völker und ihrer Siedlungsgebiete (zum Teil bis heute) wieder.

Kap. 11
Der Turm zu Babel ist ein deutliches Zeichen der Rebellion gegen Gott. Die Menschen wollen seinen Befehl missachten, sich über die Erde zu zerstreuen. Durch diese Geschichte wird Babel / Babylon selbst zum Symbol für Religion, den Weg des Menschen ohne Glauben an den wahren Gott, der in späterer Zeit grundsätzlich ein Weg des Götzendienstes ist. Gott richtet dieses Treiben indem Er die bis dahin einheitliche Sprache des Menschen in eine Vielzahl von Sprachen verwirrt.

Kap. 12
Mit der Berufung Abrahams beginnt eine neue Phase in Gottes Heilsplan. Grundlegende biblische Konzepte wie Glaube, Auserwählung, Verheißung, Fremdlingschaft und so weiter werden durch sein Leben erkennbar. Dabei ist Abraham kein „Übermensch“. Nachdem er im Glauben ausgezogen ist, versagt er durch Glaubenszweifel in Ägypten und verleugnet Sarah.

Abrahams vier Trennungen:
1. von der Heimat (12)
2. von Lot (13)
3. von Ismael (21)
4. von Isaak (22)


Kap. 13
Abrahams Rückkehr nach Hebron markiert die Korrektur eines falschen Weges. Bei der Trennung von Lot bleibt er von Gott abhängig, während Lot ein unabhängiges Leben bevorzugt und sesshaft wird. Exemplarisch ist in Abraham der geistliche und in Lot der fleischliche Gläubige zu erkennen.

Kap 14
Der Kampf der Könige der Städte der Jordanebene gegen fremde Eindringlinge ruft Abraham auf den Plan, weil sein Neffe Lot gefangen weggeführt wird. Gott schenkt ihm den Sieg. Nach der Schlacht begegnet uns im König von Salem ein sehr bemerkenswertes Vorbild auf den Herrn Jesus.

Kap 15
Gottes Bund mit Abraham ist in diesem merkwürdig anmutenden Ritual mit zerschnittenen Opfertieren als eine einseitige Verpflichtung Gottes zu erkennen.

Kap 16
Abraham nimmt Hagar zur Frau. Er vertraut nicht darauf, dass Gott seine Verheißung noch erfüllt, indem Er ihm einen Sohn schenkt. Aus seinem Sohn Ismaels gehen später viele Völker hervor.

Kap 17
Gott gebietet die Beschneidung aller Männer als äußeres Bundeszeichen.

Kap 18
Gott besucht Abraham in Gestalt des „Engels des HERRN“. Er erneuert die Verheißung eines Sohnes für Abraham und seine Frau Sarah.

Kap 19
Gott führt ein vollständiges Gericht über Sodom und vier andere Städte der Ebene aus.

Kap 20
Bei den Philistern zu Gast erliegt Abraham der gleichen Versuchung wie zuvor (12) in Ägypten, indem er erneut seine Frau verleugnet und sie als seine Schwester ausgibt.

Kap 21
Mit der Geburt Isaaks erfüllt Gott das Versprechen, ihm einen Erben zu schenken, aus dessen Nachkommenschaft der Messias geboren werden wird.

Kap 22
Die Darbringung Isaaks ist die schwerste Glaubensprobe für Abraham.
Er gibt uns damit ein Vorbild auf Gott den Vater, der seinen Sohn, den Herrn Jesus, in den Tod gibt.

Kap 23
Sarah stirbt und wird in einer Höhle des Feldes Machpela beerdigt.

Kap 24
Die Brautwahl Isaaks ist ein praktisches Vorbild für die Abhängigkeit von Gott in dieser schwierigen Entscheidung.

Kap 25
Abrahams letzte Tage enthalten noch einmal einen neuen Aufbruch. Er nimmt Ketura zur Frau und bekommt von ihr sechs Söhne. Sie sind allerdings nicht erbberechtigt. Die Geburt Jakobs und Esaus führt die Linie der Patriarchen fort.

Kap 26
Das Leben Isaaks als eines gesegneten Menschen und der Fall Isaaks in der gleichen Versuchung, in der schon sein Vater fiel.

Kap 27
Der Betrug Jakobs an seinem Vater sichert ihm den Segen, aber sein weiterer Weg ist nicht der eines Gesegneten.

Kap 28
Jakobs Flucht nach Haran führt in zu Laban, seinem Onkel.

Kap 29
Der Betrüger wird betrogen. Laban gibt ihm seine Tochter Lea zur Frau statt der geliebten Rahel.

Kap 30
Jakobs Familie wächst schnell. Es gibt allerdings viele Spannungen unter seinen Frauenund Mägden. Diese legen den Keim für spätere Auseinandersetzungen unter den Stämmen.

Kap 31
Jakob flieht vor Laban. Er kehrt mit Hab und Gut nach Kanaan zurück.

Kap 32
Jakob ringt mit Gott bevor er seinem Bruder Esau gegenübertritt. In diesem Kampf wird Jakob überwunden und erhält den Namen „Israel“ (= Kämpfer Gottes).

Kap 33
Jakob in Sukkot und Sichem.

Kap 34
Die Ermordung der Bürger von Sichem durch Jakobs Söhne Simeon und Levi.

Kap 35
Jakob in Bethel.

Kap 36
Die Nachkommenschaft Ismaels wird ebenfalls zu einem großen Volk mit zwölf Fürsten.

Kap 37
Joseph wird von seinen Brüdern als Sklave verkauft.

Kap 38
Die Familie Judas versinkt in Sünde und Chaos.

Kap 39
Joseph wird verleumdet und ins Gefängnis geworfen.

Kap 40
Joseph kommt ins Gefängnis. Dort schenkt Gott ihm die Traumdeutungen für den Bäcker und den Mundschenk, zwei seiner Mitgefangenen.

Kap 41
Joseph deutet den Traum des Pharao. Der Pharao erhöht Joseph zum mächtigsten Mann nach ihm in Ägypten.

Kap 42
Joseph prüft seine Brüder. Als sie nach Ägypten kommen um Getreide zu kaufen, beschuldigt er sie, Spione zu sein, behält Simeon als Geisel zurück und verlangt Benjamin zu sehen. Als sie zurückziehen, lässt er ihnen das bezahlte Geld heimlich wieder zustecken.

Kap 43
Joseph prüft seine Brüder. Er lädt sie zu sich ein und isst und trinkt mit ihnen.

Kap 44
Joseph prüft seine Brüder. Er lässt ihnen erneut das Geld zurückgeben und einen Silberbecher in Benjamins Getreidesack verstecken. Dann lässt er sie gefangennehmen.

Kap 45
Joseph offenbart sich seinen Brüdern. Er vergibt ihnen und lässt sie nach Hause ziehen.

Kap 46
Jakob zieht nach Ägypten. Die ganze Sippe bekommt von Joseph das Land Gosen zur Besiedlung zugewiesen, ein sehr fruchtbares Gebiet.

Kap 47
Die Nachkommen Jakobs siedeln sich in Ägypten an. Joseph erwirbt Hab und Gut der Ägypter für den Pharao.

Kap 48
Jakob segnet Ephraim und Manasse, die Söhne Josephs.
Joseph bekommt einen doppelten Segen.

Kap 49
Jakob segnet seine Söhne.
Damit wird eine prophetische Vorschau auf die zukünftige Geschichte der Stämme Israels gegeben.

Kap 50
Mit dem Tod Jakobs und seinem Begräbnis in Kanaan endet das erste Buch Mose.
Indem Joseph seine Familie schwören lässt, seine Gebeine bei ihrem Auszug mitzuführen, erinnert er an das Versprechen Gottes. Das schlägt die Brücke zum nächsten Buch, wo der Auszug auf wunderbare Weise zustandekommt.




Besonderheiten

Ein Buch mit zehn Geschichten

Es werden zehn verschiedene „Toledot“ (= Geschlechter, Erzeugungen, Geschichten) aufgezählt. Möglicherweise sind sie ein Hinweis auf verschiedene Einzelberichte, die im ersten Buch Mose zusammengestellt wurden:

Dies ist die Geschichte des Himmels und der Erde 
2,4
Dies sind die Geschlechter Adams 5,1
Dies ist die Geschichte Noahs 6,9
Dies sind die Geschlechter der Söhne Noahs 10,1
Dies sind die Geschlechter Sems 11,10
Dies sind die Geschlechter Tarahs 11,27
Dies sind die Geschlechter Ismaels 25,12
Dies sind die Geschlechter Isaaks 25,19
Dies sind die Geschlechter Esaus 36,1
Dies ist die Geschichte Jakobs 37,2



Die Schöpfung

Ein hart umkämpftes Thema

Die ersten elf Kapitel geben eine sehr konkrete Antwort auf die wichtigsten Ursprungsfragen. Woher kommt die Welt? Woher kommt das Leben? Woher kommt der Mensch mit Selbstbewusstsein, Moral, verschiedenen Sprachen und Kulturen? Die biblischen Angaben dazu wurden bis ins vorletzte Jahrhundert weitgehend unangefochten akzeptiert. Heute werden sie massiv hinterfragt und weitgehend abgelehnt. Das Thema müsste viel gründlicher behandelt werden, als es im Rahmen dieser kleinen Einführung in das erste Buch Mose möglich ist. Deswegen werden hier nur einige Eckpunkte genannt.


Die ganze Bibel bezeugt die Schöpfung

Es ist zu beachten, dass die Urgeschichte der Genesis nicht isoliert dasteht. Die meisten Schreiber späterer Bibelbücher nehmen Bezug darauf und bestätigen die Details. Für viele Christen wiegt es besonders schwer, dass auch das Neue Testament in dieser Hinsicht sehr deutlich ist. Die Genealogien (Mt 1; Lk 3,23‒38), der Sündenfall (Eph 5,31.32; 1Tim 2,12‒14), Adam als historische Person (Röm 5); die Erschaffung des Menschen im Bild Gottes (Jak 3,9) und die Sintflut als ein weltweites Gericht, dass nur von acht Menschen überlebt wurde (1Pet 3,20; 2Pet 3,6) sind nur einige Beispiele dafür. Noch überzeugender finden viele Gläubige, dass der Herr Jesus in seinen Reden ebenfalls die Details bestätigt: Der Kosmos ist nicht ewig (Mt 24,21) und wurde von Gott erschaffen (Mk 13,19; Joh 17,24), der Mensch wurde als Mann und Frau erschaffen (Mt 19,4; Mk 10,6 – die Zitate aus 1Mo 1 und 1Mo 2 belegen, dass beide Teile zusammengehören und dass es sich nicht um zwei verschiedene Schöpfungsberichte handelt), die ursprüngliche Einsetzung des Sabbats (Mk 2,27), die Existenz von Abel (Mt 23,35; Lk 11,50) und die Existenz von Noah und der Flut (Lk 17,26ff; Mt 24,37ff). Es verwundert kaum, dass der Herr Jesus diese Dinge sehr genau kannte – denn Er ist der Schöpfer!

Der Herr Jesus
als Schöpfer:
Joh 1,3
1Kor 8,6
Kol 1,16
Heb 1,2
Off 4,11





Das Schema der Schöpfungsakte

Der biblische Schöpfungsbericht stellt uns eine sehr klare Struktur vor. Zunächst erfolgen drei Trennungen, und dann, analog dazu drei Füllungen. Am Ende wird das Ganze am 7. Tag gekrönt und seiner Bestimmung übergeben.

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Das Schöpfungsschema als Lehrstück

Es gibt viele gute Anwendungen des Schöpfungsschemas auf den Heilsplan Gottes (das 7er Schema begegnet uns in vielen Variationen) und auch auf das Heilshandeln Gottes im Leben eines Menschen. Da die Bibel den Wiedergeborenen Menschen eine „neue Schöpfung“ nennt (2Kor 5,17) ist diese Anwendung gut begründet. Ohne Einzelheiten ausdeuten zu wollen lässt sich folgende Linie zeichnen:

Am Anfang steht Gott. Von Ihm geht alles aus. Er hat einen Plan für jeden Menschen und ist der Handelnde (
1,1; Ps 90,2). Was den natürlichen Menschen angeht, so ist zunächst nur Finsternis und Chaos da. (1,2; Ps 14,1–4; Joh 3,18–20; Röm 3,10–19). Doch dann beginnt der Geist Gotteszu Wirken (1,2; Joh 16,8–11; Apg 2,37). Durch Ihn strahlt Gottes Licht in unser Leben und lässt uns erkennen, dass wir Sünder sind (1,3; Joh 8,12; Röm 13,12; 2Kor 4,6; Eph 5,9). Es muss zu einer klaren Trennung von der Finsternis kommen (1,4; Joh 3,36; 10,19; 2Kor 6,14–18). Dann kann neues Leben beginnen und Wachstum da sein (1,11ff; Joh 5,24; Eph 4,15; 1Pet 2,1.2; 2Pet 3,18). Als Ergebnis kommt Frucht hervor (1,12; Joh 15,18; Gal 5,22; Heb 13,15).

Der Mensch ist dann auch in der Lage, Gott gemäß,Verantwortungzu übernehmen und in seinem Auftrag zu herrschen undAutoritätauszuüben (
1,26; Kol 1,16–18; Off 5,9–14). Er wird wieder ins Bild Gottes umgestaltet, indem er dem Herrn Jesus ähnlicher wird (1,26; Röm 8,29; 2Kor 3,18; Kol 3,10; 1Joh 3,1–3). Das führt zu großem Segen (1,28; Eph 1,3). Am Ende steht die Vollendung und das Eingehen in die ewige Ruhe (2,1.2; Mt 11,28; Heb 4,1–3).








Prophetie

Jedes Buch der Bibel hat auch prophetische Aspekte. Im ersten Buch Mosefindenwirkonkrete Prophezeiungen zum Heilsplan Gottes, besonders zur Herkunft des Messias,
 zur Geschichte seines Volkes (
z. B. der Segen Jakobs, 49,3‒27) und zur Geschichte aller Völker (z. B. 9,26.27). Manchmal sind es einzelne Vorbilder (wie im nächsten Abschnitt aufgeführt), manchmal zusammenhängende Geschichten. Beispiele für solcheine „prophetische Miniatur“ über mehrere Kapitel sind:

21 Verstoßung Ismaels: das Gesetz wird beiseitegesetzt.
22 Opfer Isaaks: der Tod des Herrn Jesus am Kreuz
23 Tod Sarahs: Israel wird beiseitegesetzt
24 Brauterwerb Isaaks: der Herr nimmt die Versammlung zu sich
25 Abrahams neue Frau: ein neuer Bund mit Israel im 1000jährigen Reich








Vorbilder des Herrn Jesus (I)

Im ersten Buch Mose finden sich viele Vorbilder (Typen), die bestimmte Eigenschaften und Wesenszüge des Herrn Jesus vorbilden. Hier sind nur einige davon genannt:

Adam
hatte keinen irdischen Vater war in besonderer Weise Abbild und Sohn Gottes wurde als Herrscher über die Schöpfung eingesetzt veränderte die Stellung aller
Menschen mit einer einzigen Tat war das Haupt (der Anfang) eines Menschengeschlechts empfing seine Frau durch „
Tod und Auferstehung“ sollte mit seiner Frau zusammen herrschen

Abel
wurde seiner Gerechtigkeit wegen verfolgt (4,1–11)‒das Blut des Herrn Jesus redet besser als das Blut Abels (Heb 11,4)



Die Berechtigung im AT
nach Vorbildern zu suchen: 1Kor 10,6.11

mit einer Tat: Röm 5,12
Anfang: 1Kor 15,21.22

Abel, der Gerechte
Mt 23,35



Arche
der verdorbene Zustand der Menschen verlangte ein vollständiges Gericht aus Gottes Gnade (6,8) entspringt ein Plan zur Rettung (Joh 3,16) ist das einzige
Rettungsmittel (
Joh 14,6) es gibt nur eine Tür (Joh 10,9) die Tür ist groß genug für alle, Giraffen und Elefanten passen durch rettet alle, die sich ihr anvertrauen
(
1Pet 3,20; Apg 16,31; Joh 10,28) die Rettung ist vollkommen (Joh 17,4) besteht aus Holz–auf der Erde gewachsen, abgehauen steht zwischen den
 „
Wassern des Gerichts“ und den Geretteten hält dem Regen von oben und den Wassern von unten stand

Melchisedek
ist Priester Gottes, des Höchsten (14,18; Heb 7,1)
bedeutet „König der Gerechtigkeit“ (Heb 7,2)
ist König von Salem = König des Friedens (14,18; Heb 7,2)
ist kein Priester nach dem Gesetz (kein Nachfahre Levis)
Vorfahren nicht genannt = ohne Anfang und Ende (Heb 7,3)
hat einen höheren Rang als Abraham und Levi (14,19; Heb 7,7–10)
übt ein ewiges Priestertum aus (Ps 110,4; Heb 5,6.10; 6,20; 7,17)

Isaak
ist der verheißene Erbe, „der Same“ (3,15)
trägt das Holz, auf dem er geopfert werden soll (22,6; Joh 19,17)
wurde von seinem Vater „aus dem Tod empfangen“ (Heb 11,19)
empfängt von seinem Vater „alles,was er hatte“ (25,5; Mt 11,27)
erwirbt sich eine Braut aus einem fernen Land (24)
führt seine Braut in das Zelt seiner Mutter (24,67)

Joseph
ist das schönste und (mit über 300 Parallelen) detaillierteste Bild des Herrn Jesus im Alten Testament.
Deswegen ist er Gegenstand der Bibelarbeit und seine Geschichte wird auf der nächsten Seite ausführlicher dargestellt.




Vorbilder des Herrn Jesus (II) – das Vorbild Josephs

Joseph ist ein Hirte im Auftrag seines Vaters (37,2; Joh 10)
Joseph ist der geliebte Sohn des Vaters (37,3; Joh 1,18)
Seine Brüder hassen ihn, weil sie seinen Vorzug erkennen (37,4; Joh 15,24)
Der Gedanke an seine Herrschaft über sie ist ihnen zuwider (37,8; Lk 19,14)
Der Vater sendet ihn zu seinen Brüdern (37,13; Mt 15,24; Lk 20,13)
Er geht im Gehorsam, obwohl er vom Hass seiner Brüder weiß (37,13)
Ich suche meine Brüder“ (37,16; Lk 1,68.78)
Seine Brüder sahen ihn von weitem (37,18; lange zuvor angekündigt)
Sie beratschlagen, ihn zu töten (37,18; Mt 26,4; Joh 11,53)
Sein besonderes Kleid wird ihm ausgezogen (37,23; Mt 27,28)
Seine Brüder setzen sich um zu essen–während er leidet (37,25; Joh 18,28)
Er wird an die Nationen überliefert (37,27; Joh 18,31)
Er wird von seinen Brüdern für Silberstücke verkauft (37,28; Mt 26,15)
Der Herr wird unschuldig verurteilt (39,19; vgl. Potiphar und Pilatus!)
Joseph kommt ins Gefängnis Pharaos (39,20; Gott selbst richtet ihn)
Zwei Mitverurteilte–einer wird gerettet (40; Lk 23,42)
Drei Tage, die Zeit bis zur Auferstehung, zum Leben oder Tod (40,12.28)
Er wird vom Pharao aus dem Gefängnis geholt (41,14; Auferstehung)
Joseph herrscht an der Seite Pharaos (41,40)
Er hat den höchsten Platz, nach Pharao (41,40; 1Kor 15,27)
Sein Ehrentitel kennzeichnet ihn als Retter (41,45)
In der Fremde, von seinen Brüdern verworfen, bekommt er eine Frau (41,45)
Seine Brüder wissen nicht, was aus ihm geworden ist. Seine Frau kennt ihn!
In der Zeit seiner Herrschaft in Ägypten geht es mit Juda bergab (
38)
Mit seiner Erhöhung beginnt die Ernte–sieben fette Jahre lang (Gnadenzeit)
Aus allen Völkern kommen Menschen zu Joseph (
41,57)
Pharao sagt allen: Geht zu Joseph, tut, was er euch sagt! (41,55)
Durch die Hungersnot und die Prüfungen kommen die Brüder in Not (42–44)
Doch sie erkennen Joseph noch nicht (42,8.23; 2Kor 3,14; Röm 11,25)
Joseph gibt sich zu erkennen, die Brüder bereuen (45)
Seine Brüder wohnen im besten Teil des Landes (45,18)
Joseph herrscht am Ende über Ägypten und über seine Brüder (Friedensreich)


Wer ist wer im ersten Buch Mose (Teil 1)

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Chronologie und Geographie rund um 1. Mose


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Wer ist wer im ersten Buch Mose (Teil 2)

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Im HERRN JESUS CHRISTUS, der ist un
Im HERRN JESUS CHRISTUS, der ist und der war und der kommt, der Allmächtige.
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Antonino.S