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Bekehrungen in der Apostelgeschichte

Ort Jerusalem Judäa Samaria Cäsarea Ephesus
Text Apg 2.21-21 Apg 8..14-24 Apg 10.1-11.18 Apg 19.1-7
Zeit Pfingsten 30 n. Chr 31-32 n.Chr. 36 n Chr. 52 n. Chr.
Gruppe Juden Samariter Nationen Jünger Johannes des Täufers
HeiligerGeist Getauft und erfüllt mit dem Heiligen Geist Empfingen den Heiligen Geist Empfingen den Heiligen Geist Empfingen den Heiligen Geist
Zeichen Redeten in Sprachen /
Zungen als Zeichen für die Juden
Steht nichts Redeten in Sprachen /
Zungen als Zeichen für die Juden
Redeten in Sprachen / Zungen und weissagten
als Zeichen für die Juden
Umstände Warteten gemeinsam Handauflegen Petrus predigte Handauflegen



Die Apostelgeschichte beschreibt das Kommen des Heiligen Geistes in seiner Rolle als der verheisene Sachwalter/Fürsprecher/Tröster/Beistand/Helfer/Anwalt
 (Joh 14,16)
als ein überwältigendes  Ereignis (Apg 2,1-13), das sich partiell und selektiv wiederholte (Apg 8,14-19; 10,44 -48; 19,1-7).

Diese Wiederholungen waren jeweils besondere Fälle, bei denen berichtet wird, dass Gläubige den Heiligen Geist empfingen oder mit ihm erfüllt wurden.

Bei jedem dieser Fälle fehlte das Brausen wie von einem daherfahrenden gewaltigen Wind und die Zungen wie von Feuer,
die das ursprüngliche Geschehen begleiteten (Apg 2,1-13);
jedoch sprachen die Leute in Sprachen/Zungen, die sie selbst nicht kannten, die andere aber verstanden.

Diese Geschehnisse sollte man aber nicht als Grundlage für die Auffassung verwenden,

Gläubige sollten heutzutage die gleiche Sprachen-/Zungen-Erfahrung als begleitenden Erweis für die Erfüllung mit dem Heiligen Geist erwarten.

 Sogar in Apg selbst führten echte Bekehrungen nicht notwendigerweise zu solchen außergewöhnlichen Begleit-Phänomenen bei der Erfüllung mit dem Heiligen Geist. Zum Beispiel kam eine Menge von dreitausend Leuten zum Glauben und wurde getauft - an demselben Pfingsttag, der so dramatisch begonnen hatte (Apg 2,41) - und doch erwähnt die Schrift in ihrem Fall nichts von Sprachen/ Zungen.

Warum also begleiteten in manchen Fällen Sprachen/Zungen die Bestätigung des Glaubens?
Dass dies tatsächlich geschah, demonstrierte sehr wahrscheinlich.
ass die Gläubigen aus ganz verschiedenen (gesellschaftlichen und religiösen) Gruppen heraus in die Gemeinde gezogen wurden.
Jede neue Gruppe erhielt ein besonderes »Willkommen« durch den Heiligen Geist. Auf diese Weise wurden
Samariter (Apg 8,14-19),
 Nationen (Apg 10,44-48)
und Gläubige aus dem Alten Bund (Apg 19,1-7)
zur Gemeinde hinzugefügt und die Einheit der Gemeinde wurde bewahrt.
 Um diese Einheit zu demonstrieren, war es in jedem dieser Fälle notwendig,
eine Art Nachbildung dessen zu haben, was an Pfingsten mit den gläubi gen Juden geschehen war, wie die Anwesenheit der Apostel und das Kommen des Geistes, erwiesen durch das Reden in den Sprachen von Pfingsten.
Tabelle fasst die Details dieser vier besonderen Eälle zusammen.

Über einen Zeitraum von zwei Jahrzehnten hinweg verbreitete sich das Evangelium von Jerusalem bis nach Ephesus und erreichte Juden und Nationen.

Diese vier bedeutenden Schritte repräsentieren die Ausbreitung der Gemeinde, die gekenn zeichnet war durch die Geistestaufe, begleitet vom Reden in Sprachen/Zungen als Erweis für die Echtheit von Gottes Evangeliumsruf.

Einige haben geschlussfolgert, dass diese vier historischen Kurzauftritte die damalige Norm darstellten, die sich bis heute fortsetze.

Die Briefe als Ganzes
liefern uns jedoch die völlig entgegen gesetzte Einsicht, dass es sich damals um außerordentliche Momente handelte, die nicht wiederholt werden sollten.

Welche Herangehensweise ist korrekt?
Zwei klassische Standardregeln für Bibelauslegung
 - wenn objektiv und konsequent auf die Aposfelgeschichte und die Evangelien angewandt -
 liefern die Antwort:
1. Verwende die Schrift, nicht persönliche Erfahrung, um lehrhafte Wahrheit festzustellen.
2. Verwende lehrhafte (didaktische) Abschnitte der Schrift, nicht historische (narrative) Teile, um festzustellen, was
präskriptiv (vorschreibend)
ist gegen über dem, was
deskriptiv (beschreibend) ist -
was die Ausnahme ist gegen über dem, was als normativ anzusehen ist.