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Frage 1307      

Gegenthesen zur sog. Reformatorischen Theologie (Vertreter: Weremchuk, Calvinismus Luther, Schirrmacher)

 

1)      Das Alte Testament ist wörtlich auszulegen

So wie sich die über 300 messianischen Verheißungen in Christus wörtlich erfüllt haben, so haben sich auch die Prophetien über die Zerstreuung und Sammlung des Volkes Israel wörtlich erfüllt. Daher werden auch alle anderen Aussagen wörtlich erfüllt werden. Im Gegensatz zur reformierten Theologie, wird es eine künftige nationale Busse Israels geben (z.B. Sach 12,10 etc.) und ein tatsächliches messianisches Reich des Christus.

Die Verheißungen die Gott Israel gegeben hat, sind unwiderruflich (Rö 11,29) und werden vom gegenwärtigen Unglauben Israels nicht angetastet und können nicht auf die Gemeinde übertragen werden. 

 

2) Das Neue Testament ist wörtlich auszulegen

Das Neue Testament spricht ebenfalls von einer zukünftigen Errettung (Rö 11,26) und nationalen Busse Israels beim Kommen des Herrn mit den Wolken (Mat 26,64). Die nationale Verstockung Israels wird ein künftiges Ende haben, nachdem die Vollzahl der Heiden eingegangen ist (Rö 11,25). Israel wird dann wieder völlig wiederhergestellt, indem Jesus als Messias angenommen werden wird (Mat 23,38).

 

3) Das Buch der Offenbarung ist prophetisch

 

Eine angebliche Erfüllung der Prophetie der Offenbarung, die nach 70 n.Chr. geschrieben wurde, in dem Gericht über Jerusalem, dem Auftreten des Nero als dem angeblichen Antichrist (so auch Schirrmacher in einem Kasssettenvortrag über Eschatologie), der symbolischen Wiederkunft Christi, und dem angeblichen Anbruch des 1000 jährigen Reiches, entbehrt jeglicher Grundlage. Die wörtlich zu verstehenden globalen Gerichte der Offenbarung etwa widersprechen den lokal begrenzten Gericht über das jüd. Volk 70 n.Chr. Es ist empirisch falsch, davon auszugehen, dass wir gegenwärtig im messianischen Friedensreich leben und dass Satan gebunden ist. Die Wirklichkeit lehrt uns das Gegenteil. Ebenso wird Jesus tatsächlich (Offb 19) vor dem Beginn des messianischen Reiches wiederkommen.

 

 

Peter Streitenberger