Mal 3.16

Gedichte

Wir ganz allein



Wir ganz allein

 

Wir ganz allein sind's ...von Clemens A. Heidrich am Do 26. Jan 2012, 20:40
„Wir ganz allein sind’s, die die Wahrheit hegen;uns ist die rechte Lehre anvertraut!Uns ganz allein gebührt deshalb der Segen,weil wir allein auf Felsengrund gebaut!Wir ganz allein sind’s, die in Seinem Namendas Wort recht teilen, gut und fest und treu;wir ganz allein sind’s, die zusammenkamenwie zu Apostelzeiten, schriftgemäß, ganz neu!Wir ganz allein sind’s, die Ihn recht verehrenan Seinem Tisch, durch Seinen Geist geführt.Soll’n sich die andern bitte nicht beschweren,dass ihnen Gottes Dasein nicht gebührt!Wir ganz allein sind’s – Er in unsrer Mitten –,die Sein Mahl feiern, wie es sich gehört.Wir ganz allein sind’s, deren hehre Bittenkein falscher Zungenschlag noch Jota stört.Wir ganz allein sind’s, die die Predigt halten,vom Herrn geleitet, geistvoll und spontan.Wir ganz allein sind’s, die die Hände faltenund bitten, dass Er recht uns segnen kann.Wir sind’s allein, die richt’ge Lieder singenam rechten Platz und stets zur rechten Zeit.Drum kann es auch nur unsrem Lob gelingen,sich fortzusetzen bis in Ewigkeit!Wir ganz allein sind’s, die von toten Werkensich reinigen, wie es dem Herrn gefällt;drum kann Er auch nur uns recht segnen, stärken;und nur bei uns liest man auf Boas’ Feld.Wir ganz allein sind’s, die die Traditionenfortsetzen in dem wahren Brüdergeist;drum wird Er auch gewiss nur uns belohnen,weil unser Tun nur Gottes Lohn verheißt!“Ach, Brüder! Sind wir wirklich noch die Armen,zu denen Er sich einmal tief geneigt?Wie haben wir vergessen Sein Erbarmen,dass Er uns einst den rechten Weg gezeigt!Hat Er vielleicht am Kreuze nur gelittenfür Brüder, deren Hochmut ohne Maßund die – in sich jahrzehntelang zerstritten –ein Schauspiel liefern, voll von Neid und Hass?
Glaubt ihr, Er gäb’ nur denen Seinen Segen,die reich sich dünken, und sind blind und bloß?Meint ihr, Er könnte nicht auf andern WegenSein Liebeswerk, Sein Walten machen groß?Es ist wohl Zeit, dass wir uns neu besinnenauf altes, echtes, wahres Glaubensgut.Vielleicht lässt Gottes Gnad’ uns neu beginnen.Ob Er an uns, an dir, an mir, dies große Wunder tut?H.-R. K.