Mal 3.16

NT Auslegung

Lehre des Christus

Liebe Freunde,
 
die "Lehre des Christus" geht weit über die Bergpredigt hinaus. Der Herr Jesus selbst konnte den Jüngern aus vielerlei Gründen nicht alles sagen.
Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Joh. 16,12
Das lag nicht nur daran, dass die Jünger den Heiligen Geist noch nicht hatten, sondern ganz besonders daran, dass der Herr Jesus noch nicht gekreuzigt war.
[6] Wir reden aber Weisheit unter den Vollkommenen, nicht aber Weisheit dieses Zeitlaufs noch der Fürsten dieses Zeitlaufs, die zunichtegemacht werden,[7] sondern wir reden Gottes Weisheit in einem Geheimnis, die verborgene, die Gott vor den Zeitaltern zu unserer Herrlichkeit zuvor bestimmt hat;
[8] die keiner von den Fürsten dieses Zeitlaufs erkannt hat (denn wenn sie sie erkannt hätten, so würden sie wohl den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt haben), 1. Kor. 2,6-8
Die Fürsten dieses Zeitlaufs hätten den Herrn Jesus nicht gekreuzigt, wenn die Geheimnisse Gottes bereits bekannt gewesen wären. Damit ist ganz deutlich, dass alle Offenbarungen in den Lehrbriefen, die nämlich zu der Lehre des Christus gehören, in den Evangelien noch nicht geoffenbart waren.
 
Den Begriff, Lehre des Christus, finden wir tatsächlich im 2. Johannes Brief Vers 9. Die Lehre des Christus umfasst die Versammlung. Die war in den Evangelien nicht bekannt. In 1. Kor. 1,13 stellt Paulus die Frage, ob denn der Christus zerteilt ist. Aus der Stelle können wir deutlich sehen, dass die Versammlung als der Christus bezeichnet wird. Davon hatte natürlich in den Evangelien kein Mensch eine Ahnung.
 
In den Evangelien bezieht sich Christus auf den Messias, den die Juden erwarteten. Die Lehre des Christus geht weit darüber hinaus und die schließt die Versammlung ein, da sehen wir den neuen Menschen, der jetzt aus Juden und Nationen besteht und der Christus als Haupt hat. Genau das meint eben die Lehre des Christus
[13] Jetzt aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst fern wart, durch das Blut des Christus nahe geworden.
[14] Denn er ist unser Friede, der aus beiden eins gemacht und abgebrochen hat die Zwischenwand der Umzäunung, nachdem er in seinem Fleisch die Feindschaft,
[15] das Gesetz der Gebote in Satzungen, weggetan hatte, damit er die zwei, Frieden stiftend, in sich selbst zu einem neuen Menschen schüfe
[16] und die beiden in einem Leib mit Gott versöhnte durch das Kreuz, nachdem er durch dieses die Feindschaft getötet hatte. Eph. 2,13-16
 
herzliche Grüße
 
Ulrich
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