Bibelstunde\Skype Forum Mal_316 bbkr.ch/
Int.  Google  Evangelium Bibeln Hauptordner
BEGRIFFSERKLÄRUNG Wiederkunft 2 Phasen Greekinterlinear Strongs
Jahresbibellese Bibelbetrachtungen A.M. RNBiblisches Bibeln
Lehre auf YOUTUBE Syngrammata Lieder 1    Alte LIeder Fakten zur Bibel
Unterscheidungen Geistliche Lieder Bündnisse Unterscheidungen
Jahresbibel Matthäus Syngrammata WF RKK
Skript Römerbrief Errettung Protestantismus
Synopsis Hebräerbrief Verfasser Gedanken
Antichrist 1. Petrus Segnungen Lehre
Lee Robert, Abriss & Gliederung Offenbarung Fakten Wer ausser IHM?
YT Richten Hebräere Interlinear Bibelversionen
Youtube WDBL Polyglot Bible Hub
5P Calvinismus Calvinismus Berean Call STEM
Bibelbücher Charismatik Numerical Bible Bibletools
Diverse  Verfasser CSV- B Tenach Studybible
Impressum Halleluja StudyBible AV n
Forum alt Handreichungen Geistliche Lieder Fakten 4U

Die Stiftshütte


Der Teppich von gezwirntem Byssus


Es bleibt nun noch eine kurze Betrachtung des zweiten oder untersten „Teppichs" übrig. Er wurde, wie wir schon sagten, da er die eigentliche Zimmerdecke der Stiftshütte bildete, schon an und für sich „die Wohnung" genannt. (26, 1.)
Von diesem Teppiche, der also allein den Priestern, die im Heiligtum dienten, sichtbar war, lesen wir, daß er angefertigt war „von gezwirntem Byssus und blauem und rotem Purpur und Karmesin, mit Cherubim in Kunstweberarbeit". Der Byssus — weiße Leinwand — ist ein Bild von der reinen fleckenlosen Menschheit des Herrn. Die Priester waren damit bekleidet (2. Mose 28, 39—43), und an dem großen Versöhnungstage gleicherweise der Hohepriester Aaron. (3. Mose 16, 4.) Er sollte so die vollkommene Reinheit der Natur Dessen darstellen, von dem er ja nur ein schwaches Abbild war. Von der Braut des Herrn hören wir, daß auch sie am Hochzeitstage, in der Verherrlichung droben, geschmückt ist mit „feiner Leinwand, glänzend und rein; denn die feine Leinwand sind die Gerechtigkeiten der Heiligen". (Offbg. 19, 7—8.) Der blaue Purpur hatte die Farbe des Himmels, von dannen Jesus kam, wie geschrieben steht: „Der erste Mensch ist von der Erde, von Staub; der zweite Mensch vom Himmel". (1. Kor. 15, 47.) Der rote Purpur ist ein Sinnbild von der königlichen Herrlichkeit des Herrn. Als die Krieger den Herrn verspotten wollten als „König", legten sie Ihm einen Purpurmantel an. (.loh. 19, 2.) Die rote Karmesinfarbe, andere übersetzen „Scharlach", deutet wohl hin auf die irdische Herrlichkeit, vielleicht aber auch auf das sühnende Leiden des Herrn zur Rettung. Rahab hing eine „Karmesinschnur" in das Fenster ihres Hauses zur Rettung. (Jos, 2, 18.) Aber wir hören auch, daß Saul die Töchter Israels mit Karmesin kleidete, als Zeichen der Herrlichkeit. (2. Sam. 1, 24.) Ebenso kleidet „das wackere Weib ihr ganzes Haus in Karmesin". (Spr. 31, 21.) Einst wird Christus, dessen Abbild wir in dem Teppich von Karmesinfarbe sehen, als der „Fürst der Könige der Erde", auf dem Throne Seiner Herrlichkeit sitzen, „und alle Könige werden vor Ihm niederfallen, und alle Nationen Ihm dienen". (Ps. 72, 11.)

Alles vor Gott war Gold.
Bei den inneren Teppichen waren die 50 Klammern alle von Gold. Die Bande, die uns innerhalb zusammenhalten, liegen alle in der göttlichen Natur. Aber je weiter wir nach außen gehen, desto mehr werden wir durch das Bewußtsein vom Gericht über das Böse zusammengehalten; das sehen' wir in 1. Kor. 10. Wir können nicht des Herrn Tisches teilhaftig sein und des Tisches der Dämonen. Das ist das Erz. Wenn die Heiligen versammelt sind, hat es keinen Sinn, von Erz zu reden; denn dann werden wir wohl kaum stehlen. Erst wenn wir hinausgehen, dahin, wo der Druck des Bösen ist, werden unsere alten Neigungen sich geltend machen; und deshalb begreift der Gemeinschaftsgrundsatz in sich, nichts Böses zu tun, sogar dann, wenn keine Brüder es sehen. Sehr oft fürchten wir die Brüder mehr als den Herrn. Treue ist' der große Grundsatz der Gemeinschaft, und sie begreift den Gedanken in sich, der dem Erz zugrunde liegt. Wir sind den Brüdern treu. Oft scheint es, als ob wir den Herrn nicht so fürchten und unter Seinen Augen Dingen tun, die wir nicht vor den Augen der Brüder tun würden. Wie bringen wir dann die Treue gegen die Brüder in Einklang, daß die Treue gegen den Herrn den ersten Platz hat?
Wie groß war der Gegensatz zwischen dem Ansehen der Stiftshütte von draußen und drinnen; — Der Vorübergehende sah nur eine rauhe Decke von Dachs- oder Seekuh-Fellen, die die innere Herrlichkeit verbarg. So ist für jeden Menschen, welcher Christus nicht erkennt, Seine Herrlichkeit verborgen. Es geht ihm, wie es von den Juden heißt, die einst aus der Zeit des Unglaubens bekennen müssen: „Er hatte keine Gestalt und keine Pracht; und als wir Ihn sahen, da hatte Er( kein Ansehen, daß wir Seiner begehrt hätten". (Jes. 53, 2.) Welche Glückseligkeit aber ist es, wenn Gott das innere Auge öffnet, um die Herrlichkeit Jesu Christi zu erkennen! Das Herz ruft dann beglückt und anbetungsvoll aus: „Du bist schöner als die Menschensöhne, Holdseligkeit ist ausgegossen über Deine Lippen; darum hat Gott Dich gesegnet ewiglich". (Ps. 45, 2.) Und die Braut im Hohenliede singt von Ihm: „Mein Geliebter ist weiß und rot, ausgezeichnet vor Zehntausen den". (Hohel. 5, 10.)
Wie mußte es den Priester erheben, wenn er in das Innere der Stiftshütte trat! Draußen die dunkle Decke, drinnen, über sich, die Decke von gezwirnter weißer Leinwand von blauem und rotem Purpur und Karmesin, bedeckt mit Cherubim in Kunstweberarbeit. Und dies alles war hell be-

leuchtet, wie auch die goldenen Wände ringsum, von dem Lichtglanze des siebenarmigen Leuchters.
 — Die Cherubim selbst waren die Vertreter oder Hüter der Gerechtigkeit und Heiligkeit Gottes,
der im Allerheiligsten über den Cherubim auf dem Deckel der Bundeslade Seine Wohnung hatte.
Eine lichte Wolke dort, deutete Seine Gegenwart und Nähe an. —
Es glänzet der Christen inwendiges Leben,
Obgleich sie von außen die Sonne verbrannt.
Was ihnen Christus, ihr Herr hat gegeben,
Ist keinem als ihnen nur selber bekannt.
Was niemand verspüret, was niemand berühret,
Hat ihre erleuchteten Sinne gezieret
Und sie zu der göttlichen Würde geführet.
Sie scheinen von außen oft arm und geringe,
Ein Schauspiel der Engel, verlacht von der Welt;
Doch innerlich sind sie voll herrlicher Dinge,
Der Zierart, die Krone, die Jesu gefällt,
Das Wunder der Zeiten, die hier sich bereiten,
Dem König, der unter den Lilien weidet,
Zu dienen, mit heiligem Schmucke bekleidet.
O Jesu, verborgenes Leben der Seelen,
Du heimliche Zierde der inneren Welt,
Laß Deinen verborgenen Weg uns erwählen,
Wenngleich uns die Schmach Deines Kreuzes entstellt.
Hier übel genennet und wenig erkennet,
Hier heimlich mit Christo im Vater gelebet,
Dort öffentlich mit Ihm im Himmel geschwebet.
Der Vorhang, der das Allerheiligste vom Heiligtum trennte, war aus den gleichen vier Stoffen wie der prachtvolle innere Teppich, der schon für sich „die W o h -nun g" genannt wurde, angefertigt, nur daß bei seiner Beschreibung (2. Mose 26, 31) dieselben in umgekehrter Reihenfolge aufgezählt werden. Auch dieser Vorhang ist für sich allein schon ein Bild von Christus.
Als Er am Kreuze für uns starb, da zerriß der Vorhang, „d. i. Sein Fleisch"; und „der neue und lebendige Weg" in das wahrhaftige Heiligtum war gebahnt. (Hebr. 10, 19. 20.)
Wie wunderbar ist die Erlösung, Gottes Heil in Christo und vor allem „der Mensch Christus Jesus": „Gott geoffenbart im Fleische"! (1. Tim. 2, 5; 3, 16.)