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Die Stiftshütte

Die Teppiche und Decken der Stiftshütte


(2. Mose 26, 1—14.) Die Decke von Dachsfellen
Gott ließ über das Holzgerüst von Brettern, die mit Goldblech überzogen waren, zweierlei „Teppiche" und darüber noch zwei verschiedene „Decken" ausbreiten. Der unterste „Teppich" (eigentlich waren es zehn, die durch blaue Schleifen und goldene Klammern aneinander befestigt waren), der gerade auf das Holzgerüst zu liegen kam und, gleichsam dessen Decke bildete, war aus gezwirntem B y s s u s (weißem Baumwollstoff, ägyptisches Leinen genannt) und aus blauem und rotem Purpur und Karmesin mit Cherubim in Kunstweberarbeit hergestellt.
Über diesem Teppich lag ein zweiter „Teppich" (der seinerseits aus elf Teppichen bestand) aus Ziegenhaar  Diese beiden Teppiche, der innere und äußere, werden ihrer hohen vorbildlichen Bedeutung wegen kurz schon allein „die Wohnung" Gottes genannt, namentlich gilt das von dem ersten Teppich (Vers 1).
Zum Schutz der „Wohnung" lagen über ihr (über den beiden Teppichen) noch zwei „Decken": erstens eine Decke von rotgefärbten Widderfellen und sodann zuletzt eine von Dachsfellen oder, wie es wahrscheinlich richtiger heißt, von Seekuhfellen.
Auch diese beiden „Teppiche" und diese zwei „Decken" haben ihre vorbildliche Bedeutung. Sie weisen hin auf Christus, in welchem Gott, der Vater, ja die ganze Fülle Gottes wohnte; und sie weisen auch hin auf die Gemeinde oder Versammlung Christi, denn sie ist „die Behausung Gottes im Geiste". (Eph. 2, 22.)
Betrachten wir sie näher und beginnen wir bei der Außenseite.
Die unscheinbare Decke von Dachs- oder Seekuhfellen war allein sichtbar. So gewahrte das gewöhnliche Auge, das Volk, das draußen stand, und vor allem die vorüberziehenden heidnischen Nomaden, nichts von der Schönheit und dem Glänze und der Herrlichkeit, die das Innere von Gottes Wohnung barg. Da war somit nichts Anziehendes für sie. Nur der von Gott gesalbte Priester, der im Innern, der Wohnung stand und dort Ihm diente, konnte sein Auge und Herz an jenen Herrlichkeiten weiden. Von der

Königstochter heißt es: „Ganz herrlich ist die drinnen — in ihren Gemächern — von Goldwirkerei ihr Gewand". (Ps. 45, 13.) So war es bei dem Heiligtum in der Wüste. Die äußere Decke von Dachs- oder „Seekuhfellen", aus denen das Schuhwerk gefertigt wurde (Hesek. 16, 10.), war für das Heiligtum Schutz und Schirm gegen Wind und Wetter, gegen die versengende Glut der Sonnenstrahlen, wie auch gegen die Stürme in der Wüste. Sie verhüllte und schützte das kostbare Innere.
Ganz so war es bei unserem hochgelobten Herrn, dem Sohne Gottes, als Er „voller Gnade und Wahrheit hienieden wohnte" oder „zeltete". Die, welche Ihn durch den Glauben kannten und Sein Eigentum waren, konnten sagen: „Wir haben Seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater". (Joh. 1, 14.) Aber Er,
der schöner ist als die Menschensöhne , „ausgezeichnet vor Zehntausenden" (Ps. 45, 2; Hohelied 5, 10.), ist für die Augen der Übrigen „ohne Ansehen", der „Zimmermann" und „Nazarener". (Mark. 6, 3; 10, 47.) Sie hörten Ihn seufzen, sahen Ihn Tränen vergießen; Er besaß nicht so viel hier, daß Er Sein Haupt hätte darauf legen können; Er war in ihren Augen „von Sinnen". „Er war von den Menschen verachtet und verworfen", „vor dem man das Angesicht verbirgt", „für nichts geachtet". (Jes 53, 3.) So führte man Ihn zuletzt verspieen und geschlagen und mit Dornen gekrönt, als den Mann der Schmerzen, hinauf nach Golgatha.
O, daß wir das Bild des Herrn der Herrlichkeit in Seiner Armut und Niedrigkeit in Seiner Schmach und Seinen Schmerzen mehr betrachten und darüber sinnen möchten; ja, möchte es sich unserer Seele tief einprägen! Ach, wie scheut man heute unter dem Volke Gottes im großen Ganzen so sehr die Schmach Christi, Seine Verwerfung und1 Sein Kreuz. Wie geht man Seiner Schmach heute so gern aus dem Wege! Viele glänzen und prunken in dieser Welt, wo Er nur Hohn, Spott und Schmach fand; und. sie bekennen doch, Sein Volk zu sein.
Wie ist's mit uns, geliebte Miterlöste? — Nehmen wir Sein Kreuz täglich willig auf und folgen wir Ihm nach, Seine Schmach tragend? Nur dann, wenn wir „die Schmach des Christus für größeren Reichtum achten als die Schätze Ägypten s", und „das Ärgernis des Kreuzes" nicht hinwegtun, sind wir Jünger des Herrn, Seine Nachfolger und Zeugen. Wollen wir da herrschen und groß werden, wo Er gelitten hat, wo Er verworfen und gekreuzigt wurde? — Davor bewahre uns Gott in Gnaden! Wie ernst und traurig müßte das Ende sein! Wir werden einmal herrschen, aber noch: nicht jetzt. Jetzt sind die, die in Wahrheit durch Sein Kreuz errettet sind, schuldig, mit Ihm Seine Schmach und Verwerfung zu teilen. Dann erst, wenn Seine durchbohrten Hände das Zepter führen, werden die Seinigen, die hier Seine Schmach getragen, mit Ihm hier herrschen und regieren. Dann ist die rauhe Decke von Dachs- oder Seekuhfellen weggenommen und die Herrlichkeit des Herrn und Seiner Braut wird enthüllt und erscheint in Majestät und Macht (2. Thes. 1, 10).
Über der ganzen Stiftshütte lag, wie wir gesehen haben, zum Schutz gegen Wind und Wetter und gegen die versengende Glut der Sonnenstrahlen eine feste aber unscheinbare Decke von Dachs- oder Seekuhfellen. Sie verhüllte zugleich die innere Herrlichkeit der Wohnung Gottes. So war auch der Herr, der Sohn Gottes, in welchem Gott hier in Seiner ganzen Fülle und Herrlichkeit „zeltete" (Joh. 1, 14.), der unscheinbare, unbekannte, ja verachtete Menschensohn, wie wir uns sagen mußten.
Die inneren Teppiche reden von der göttlichen Natur, die äußeren vom Ausschluß des Bösen; all das haben wir in Christo. Erz bedeutet das Gericht des Bösen mit Machtvollkommenheit; doch die inneren Teppiche deuten auf Heiligkeit hin. Heiligkeit verabscheut das Böse. Oft haben wir das Böse zu richten, und doch verabscheuen wir es nicht, sondern verfahren dabei mehr in einer gesetzlichen Weise, doch die Frage ist, verabscheuen wir es? Christus verabscheute es. So ist das Innere das, was zuerst kommt, es befähigt uns, auf unserem verantwortlichen Pfade das Äußere zu; haben; d. h. wenn unsere Seelen zur Heiligkeit erzogen sind, wird auch die das Böse abweisende Natur der äußeren Decken vorhanden sein. Die ausschließende Kraft der Dachsfelle und des Ziegenhaares schwindet, wenn innerlich keine Heiligkeit gewahrt wird. Eine Zeitlang mag eine gesetzliche Aufrechterhaltung der Gerechtigkeit vorhanden sein, aber das werden wir bei allen wahrnehmen, die sich von der Wahrheit und Heiligkeit abwenden; früher oder später findet das Böse Eingang; die Mauern fallen, und die Tore wer-
den erbrochen, und ^as Böse dringt ein. Die ausschließende Kraft geht von im aus; und so war der Herr unendlich heilig, und das Äußere gab Zeugnis davon. Die Hütte stellt uns die Aufrechterhaltung des Zeugnisses in der gegenwärtigen Zeit vor Augen und es fragt sich sehr, ob wir zuallererst in der göttlichen Natur gebildet werden, und wenn wir es sind, werden wir das haben, was manche spöttisch Ausschlußtum oder Aussondertum nennen. Wir brauchen den Ausschluß des Bösen.
In den Dachsfellen kam das zum Ausdruck; den Dachs kennzeichnet Wachsamkeit.
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