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Frage 1318     Siehe auch:  John MacArthur über das Blut Christi:    Peter Streitenberger


 
Lieber Bruder.     
 
Gehst du davon aus, dass das Blut des Menschen Jesus Christus (also die Substanz selbst) rechtfertigt etc?
Reinigt uns die aus Seinem Körper geflossene Flüssigkeit?
Klar: Blut ist ein Bild des Lebens, nicht des Todes.
Zudem: Wie muss ich dann Mt 27,25 "Sein Blut komme über uns und..." oder  Jh. 6,53 "... mein Blut trinkt.." verstehen?
Was hat der Herr ins Heiligtum gebracht? Die physische Substanz?
 
Herzliche Grüße,
 
Andreas
 
 

 

Liebe Brüder,     Word Datei mit mehr Zitaten

 

vielleicht ist es zusätzlich von Eurem Interesse, welche Lehre John MacArthur über das Blut Christi vertritt. Zunächst soll MacArthurs Lehre anhand von einigen Zitaten deutlich werden.

 

1) Bemerkung aus der MacArthur Studienbibel:

 

a) Anmerkung zu Röm 5,9

„Die Schreiber des NT verwenden dieses Wort [Anm: das Blut Christi] als anschauliche Umschreibung für seinen gewaltsamen Tod“

 

b) Anmerkungen zu 1.Kor 10,16

„Blut des Christus. Eine eindrückliche Beschreibung für Christi Opfertod. [...] Beide Elemente [Anm: Brot und Kelch] weisen auf seinen Tod hin“

 

c) Anmerkungen zu 1.Kor 11,25 (Der Bund in meinem Blut):

„Der Neue Bund ist durch den Tod [...] eingesetzt werden“  

 

d) Anmerkung zu Heb. 9,14

„Blut wird als Synonym für Tod verwendet“

 

e) Anmerkungen Offb 7,14

„das Blut des Lammes bezieht sich auf das Sühnopfer“

 

f) Anmerkungen Offb. 12,11

„Blut des Lammes: […] da ihre Sünden durch Christi Opfertod vergeben wurden“

 

2) Bemerkung aus „Hebrews“ (1983, Moody Press, S.236-238; Übersetzung des engl. Original: P.Streitenberger)

 

a) “Blood is a SYMBOL of death” 

(Blut ist ein Symbol für Tod)

 

b) “It was not Jesus' physical blood that saves us, but His dying on our behalf, which is SYMBOLIZED by the shedding of His physical blood.”

 

(Es war nicht das physische Blut, das uns rettet, sondern sein Sterben an unserer Stelle, das durch sein Blutvergießen symbolisiert wird”

 

c) "The purpose of the blood was to SYMBOLIZE sacrifice for sin”

(Der Zweck des Blutes war das Opfer für Sünden zu symbolisieren)

 

d) "Again, however, we need to keep in mind that the blood was a SYMBOL. If Christ's own physical blood, in itself, does not cleanse from sin, how much less did the physical blood of animals”


(Wir müssen jedoch wiederum im Auge behalten, dass das Blut ein Symbol war. Wenn das eigene Blut Christi an sich nicht von Sünde reinigt, wie viel weniger das physische Blut der Tiere“

 

e) „Since the penalty for sin is death, nothing but death, SYMBOLIZED by shedding of blood, can atone for sin. ... the only way we can participate in the New Covenant, is through the atoning DEATH of Jesus Christ,

 

(Da die Strafe für Sünde der Tod ist, kann nichts als der Tod, der durch das Blutvergießen Christi symbolisiert wird, für Sünde Erlösung erwirken)

 

3) Steht die Lehre MacArthurs im Einklang mit der Heiligen Schrift?

 

Es wird deutlich, dass MacArthur lehrt, dass das Blut Christi nicht an sich retten kann und von Sünde reinigt, sondern, dass es angeblich lediglich ein Symbol ist für den Tod darstellt. Im Gegensatz zu seiner falschen Lehre über die Gottessohnschaft Christi, hat MacArthur m.W. diese Aussagen über das Blut Christi nicht revidiert.

Die Heilige Schrift lehrt jedoch, dass das teure Blut Christi nicht nur symbolisch den Tod darstellt, sondern dass das Blut selbst von Sünde reinigt und zur Versöhnung notwendig war. Zur Bezahlung für Sünden forderte Gott sowohl das Vergießen von Blut, als auch den Tod des Opfers. „Ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung“ (Heb. 9,22).

Der Tod des Herrn allein konnte uns nicht retten – es musste auch sein teures, heiliges Blut vergossen werden, um die Möglichkeit zur Vergebung zu bekommen: 1.Joh 1,7 „das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde.“

Die symbolische Gleichsetzung des Blutes des Herrn mit seinem Tod, kennt die Heilige Schrift nicht – sowohl das Vergießen seines Blutes als auch sein Tod, waren zu unserer Errettung notwendig:

 

Rom 5:9-10  9 Wie viel mehr werden wir nun, nachdem wir durch sein Blut gerechtfertigt worden sind, durch ihn vor dem Zorngericht errettet werden!  10 Denn, wenn wir, als wir noch Feinde waren, mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, wie viel mehr werden wir als Versöhnte gerettet werden durch sein Leben!“

 

Im Gegensatz zu MacArthur lehrt die Heilige Schrift, dass das Blut nicht nur Symbol für den Tod des Herrn war, sondern unabdingbarer Bestandteil unserer Erlösung.

Ich komme zu dem Schluss, dass nicht nur die Verwerfungslehre (TULIP), die MacArthur vertritt eine Irrlehre darstellt, sondern auch seine Aussagen über das Blut Christi im Widerspruch zu Gottes Wort stehen.

 

Peter Streitenberger

Peter Streitenberger     

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John MacArthur über das Blut Christi:

 

Zunächst soll MacArthurs Lehre zum Blut Christi anhand von Zitaten deutlich werden.

 

1) Zitate aus „Hebrews“ (1983, Moody Press, S.236-238; Übersetzung P.Streitenberger)

 

a) “Blood is a SYMBOL of death” 

(Blut ist ein Symbol für Tod)

 

b) “It was not Jesus' physical blood that saves us, but His dying on our behalf, which is SYMBOLIZED by the shedding of His physical blood.”

 

(Es war nicht das physische Blut, das uns rettet, sondern sein Sterben an unserer Stelle, das durch sein Blutvergießen symbolisiert wird”

 

c) "The purpose of the blood was to SYMBOLIZE sacrifice for sin

(Der Zweck des Blutes war das Opfer für Sünden zu symbolisieren)

 

d) "Again, however, we need to keep in mind that the blood was a SYMBOL. If Christ's own physical blood, in itself, does not cleanse from sin, how much less did the physical blood of animals”


(Wir müssen jedoch wiederum im Auge behalten, dass das Blut ein Symbol war. Wenn das eigene Blut Christi an sich nicht von Sünde reinigt, wie viel weniger das physische Blut der Tiere“

 

e) „Since the penalty for sin is death, nothing but death, SYMBOLIZED by shedding of blood, can atone for sin. ... the only way we can participate in the New Covenant, is through the atoning DEATH of Jesus Christ,

 

(Da die Strafe für Sünde der Tod ist, kann nichts als der Tod, der durch das Blutvergießen Christi symbolisiert wird, für Sünde Erlösung erwirken)

 

2) Zitat John MacArthur „Not his bleeding but his dying“ (Artikel,1976- Übersetzung P.Streitenberger)

 

"It was His death that was efficacious...not His blood...Christ did not bleed to death. The shedding of blood has nothing to do with bleeding...it simply means death..violent sacrificial death..Nothing in His human blood saves...it is not His blood that I love...it is Him. It is not His bleeding that saved me, but His dying.' (Anm.: Punkte im Original)

 

(Es war sein Tod der wirksam war …nicht sein Blut…Christus ist nicht verblutet. Das Blutvergießen hat nichts zu tun mit Bluten...es bedeutet einfach Tod.. gewaltsamer Opfertod. Nichts in seinem menschlichen Blut rettet. Es ist nicht sein Blut, das ich liebe...sondern ihn. Es ist nicht sein Bluten, das mich gerettet hat, sondern sein Sterben)

 

3) John MacArthur's Closing Statement," in Preaching to a Dying Nation, by R. L. Hymers, Jr. and Christopher Cagan, Hearthstone, 1999, Seite 173)

 

“I believe that to speak of Christ's blood…is the same as referring to his death. They aren't two separate elements as some people are trying to teach”

 

(Ich glaube, wenn man vom Blut Christi spricht, ist es das selbe als wenn man seinen Tod meint. Das sind nicht zwei verschiedene Elemente, wie einige Leute versuchen zu lehren)

 

4) Zitat aus einem offenen Brief 2.Oktober 1986

“The literal blood of Christ ran into the dust and dirt.  If Christ had not bled, salvation would not have been purchased.  In that sense it is not His blood but His death that saves us.   And when Scripture talks about the shedding of blood, the point is not bleeding, but dying by violence as a sacrifice.”

(Das eigentliche Blut Christi ist in den Staub und Dreck geflossen. Hätte Christus nicht geblutet, wäre kein Heil erworben worden. In diesem Sinne ist es nicht sein Blut, sondern sein Tod, der uns rettet. Und wenn die Schrift vom Blutvergießen spricht, ist der Punkt nicht das Bluten, sondern das gewaltsame Sterben als Opfer.)

 

5) Bemerkung aus der MacArthur Studienbibel:

 

a) Anmerkung zu Röm 5,9 „gerechtfertigt durch sein Blut“

„Die Schreiber des NT verwenden dieses Wort [Anm: das Blut Christi] als anschauliche Umschreibung für seinen gewaltsamen Tod“

 

b) Anmerkungen zu 1.Kor 10,16

„Blut des Christus. Eine eindrückliche Beschreibung für Christi Opfertod. [...] Beide Elemente [Anm: Brot und Kelch] weisen auf seinen Tod hin“

 

c) Anmerkungen zu 1.Kor 11,25 (Der Bund in meinem Blut):

„Der Neue Bund ist durch den Tod [...] eingesetzt werden“  

 

d) Anmerkung zu Heb. 9,14

„Blut wird als Synonym für Tod verwendet“

 

e) Anmerkungen Offb 7,14

„Blut des Lammes bezieht sich auf das Sühnopfer“

 

f) Anmerkungen Offb. 12,11

„Blut des Lammes: […] da ihre Sünden durch Christi Opfertod vergeben wurden“

 

g) Anmerkung zu Kol 1,14 („durch sein Blut“)

„Dieser Ausdruck beschränkt sich nicht auf die Blutflüssigkeit, als habe das Blut von seiner chemischen Zusammensetzung her errettende Eigenschaften, sondern es ist Ausdruck, der auf das ganze Erlösungswerk Christi als Opfer hinweist. Das ist eine häufig verwendete Metonymie (eine Begriffsvertauschung) im NT“

 

4) Steht die Lehre MacArthurs im Einklang mit der Heiligen Schrift?

 

Im Gegensatz zu seiner falschen Lehre über die Gottessohnschaft Christi, hat MacArthur seine Aussagen über das Blut Christi nicht revidiert.


Es wird deutlich, dass MacArthur lehrt, dass das Blut Christi nicht an sich retten kann und von Sünde reinigt, sondern, dass es angeblich lediglich ein Symbol ist für den Tod darstellt.


Die Heilige Schrift lehrt jedoch, dass das teure Blut Christi nicht nur symbolisch den Tod darstellt, sondern dass das Blut selbst von Sünde reinigt und zur Versöhnung notwendig war. Zur Bezahlung für Sünden forderte Gott nicht nur den Tod des Opfers, sondern auch das Vergießen von Blut: „Ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung“ (Heb. 9,22).

 

Der Tod des Herrn allein konnte uns nicht retten – es musste auch sein teures, heiliges Blut vergossen werden, um die Möglichkeit zur Vergebung zu bekommen: 1.Joh 1,7 „das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde.“

Die symbolische Gleichsetzung des Blutes des Herrn mit seinem Tod, kennt die Heilige Schrift nicht – sowohl das Vergießen seines Blutes als auch sein Tod, waren zu unserer Errettung notwendig:

 

Rom 5:9-10  9“Wie viel mehr werden wir nun, nachdem wir durch sein Blut gerechtfertigt worden sind, durch ihn vor dem Zorngericht errettet werden!  10 Denn, wenn wir, als wir noch Feinde waren, mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, wie viel mehr werden wir als Versöhnte gerettet werden durch sein Leben!“

 

Im Gegensatz zu MacArthur lehrt die Heilige Schrift, dass das Blut nicht nur Symbol für den Tod des Herrn war, sondern unabdingbarer Bestandteil unserer Erlösung.


Ist das Blut des Heilands nur eine „Begriffsvertauschung“ und symbolisiert eigentlich nur seinen Tod ?  Die Lehre MacArthurs, dass das Blut Jesu nur vergossen werden musste, damit der Tod zur Versöhnung eintreten konnte, ist wider die Heilige Schrift. Bereits im Alten Bund deutete der Heilige Geist an, dass es gerade das Blut ist, das Erlösung bewirkt: Lev 17:11  „denn die Seele des Fleisches ist im Blut, und ich habe es euch auf den Altar gegeben, um Sühne zu erwirken für eure Seelen. Denn das Blut ist es, das Sühne erwirkt durch die in ihm wohnende Seele.“
Ist das Blut des Herrn wirklich in den Staub und Dreck geflossen und hat keine rettende Kraft?

 

Ich komme zu dem Schluss, dass nicht nur die Verwerfungslehre (TULIP), die MacArthur vertritt eine Irrlehre darstellt, sondern auch seine Aussagen über das Blut Christi im Widerspruch zu Gottes Wort stehen.

Es ist leider davon auszugehen, dass es sich in beiden Fällen um eine Lehre der Dämonen handelt.

 

Peter Streitenberger

 

Anhang:

Stellen der Heiligen Schrift über das Blut Jesu:

 

Das Blut Jesu rechtfertigt (Roem 9,5)

Das Blut Jesu wäscht rein von Sünden (Offb 1,6)

Das Blut Jesu erkauft Menschen für Gott (Offb 5,9)

Das Blut Jesu ist Grundlage unserer Erlösung (Eph 1,7)

Das Blut Jesu bringt uns in Gemeinschaft mit Gott (Eph 2,13)

Durch das Blut Jesu haben wir Frieden mit Gott (Kol 1,20)

Durch das Blut Jesu wurde eine ewige Erlösung gefunden (Heb 9,12)

Ohne das Blut Jesu gibt es keine Vergebung (Heb 9,22)

Das Blut Jesu reinigt das Gewissen (Heb. 9,14)

Durch das Blut Jesu haben wir Zugang zum Heiligtum, d.h. Zutritt zur Nähe Gottes (Heb 10,19)

Das Blut Jesu heiligt das Volk Gottes (Heb 13,12)

Das Blut Jesu ist kostbar (1Pet 1,19)

Das Blut Jesu reinigt von aller Sünde (1Joh 1,7)

Das Blut Jesu ist Grundlage des Neuen Bundes (Mat 26,28; Mark 14,24; Luk 22,20;1.Kor 11,25;Heb 13,20)

Das Blut Jesu zur Erlösung muss persönlich angewendet und angenommen werden, um ewiges Leben zu haben (Joh 6,53ff)

Der Abendmahlkelch zeigt die Verbindung des Gläubigen mit dem Blut Jesu (1.Kor 10,16)


Lieber Andreas,  14.02.2004
 
 
> Gehst du davon aus, dass das Blut des Menschen Jesus Christus (also die Substanz selbst) rechtfertigt etc?
 
JA - aufgrund der Stelle in Römer 5:9: "Wieviel mehr werden wir nun, nachdem wir durch sein Blut gerechtfertigt worden sind, durch ihn vor dem Zorngericht errettet werden!"

>  Reinigt uns die aus Seinem Körper geflossene Flüssigkeit?

JA ! - Ich bin der Auffassung, dass der Heilige Geist uns bei der Bekehrung mit dem Werk vom Kreuz und dem dort vergossenen Blut in Verbindung gebracht hat und dass wir aufgrund dessen Vergebung der Sünden haben.
 
>Zudem: Wie muss ich dann Mt 27,25 "Sein Blut komme über uns und..."
Ich verstehe Mt 27,25 im dem Sinne, dass das Blut zur Erlösung für das jüd. Volk das Gericht brachte, da sie sein Werk abgelehnt hatten.
 
>oder  Jh. 6,53 "... mein Blut trinkt.." verstehen?
Das meint nach meiner Erkenntnis, dass das vergossene Blut persönlich für die Vergebung der Sünden in Anspruch genommen werden muss.
 
> Was hat der Herr ins Heiligtum gebracht? Die physische Substanz?
 
Ich bin aufgrund einiger Stelle im Hebräerbrief (12,24 in Verbindung mit 9,12 bzw. auch 10,19;9,25; 9,21) der Meinung, dass das Blut Jesu nicht "in Staub und Dreck geflossen ist" (JMA)  - und schon gar nicht dass es "keine rettende Wirkung" hat (JMA) -, sondern sich im himmlischen Heiligtum befindet. Möglicherweise ist es quasi mit Christus auferstanden...(bin mir aber nicht _ganz_ sicher, wie es dahin gekommen ist...). Ich würde mich nicht streiten, wenn das jemand anders sieht - Euere Meinung dazu würde mich sehr interessieren.
 
 
Viele Segenswünsche 
Peter
 


 

A) John MacArthur lehrt „Nichts weist darauf hin, dass Christus sein leibhaftiges Blut in das Heiligtum gebracht habe“ (John MacArthur Studienbibel, Kommentar zu Heb 9,12). An anderer Stelle behauptet er wiederum:

“Nothing in Scripture indicates that the literal blood of Christ is preserved in heaven and applied to individual believers. When Scripture says we're redeemed by the blood (I Peter 1:18-19), it is not speaking of a bowl of blood in heaven. It means we're saved by Christ's sacrificial death” (offener Brief, John MacArthur). [Übersetzung: Nichts weist in der Schrift darauf hin, dass das eigentliche Blut Christi im Himmel aufbewahrt ist und auf einzelne Gläubige angewandt wird. Wenn die Schrift sagt, dass wir durch das Blut erlöst sind (1.Petrus 1,18-19), spricht das nicht von einer Schale mit Blut im Himmel. Es bedeutet, dass wir durch den Opfertod Christi errettet sind.)

 

B) Ist die Lehre MacArthurs, dass das Blut Christi nicht in das himmlische Heiligtum gebracht wurde, in Übereinstimmung mit der Heiligen Schrift ?

 

C) Weist nicht der Heilige Geist schon im alten Bund auf das Werk Christi hin ? Es ist ja bekannt, dass das irdische Heiligtum der Stiftshütte und des Tempels ein Abbild des wirklichen Heiligtums im Himmel darstellen (Heb 9,23).

Christus ist die Erfüllung der Schattenbilder des Alten Bundes und der wahre Hohepriester im himmlischen Heiligtum.

In Heb 8,3 heißt es „Denn jeder Hohepriester wird bestellt, um sowohl Gaben als auch Schlachtopfer darzubringen; daher ist es notwendig, dass auch dieser etwas habe, das er darbringe.“ Wir werden belehrt, dass es für den Herrn Jesus als unser Hohepriester notwendig war, etwas als Opfer im wahren Heiligtum zu haben. Im alten Bund musste der irdische Hohepriester am Großen Versöhnungstag mit Blut im Heiligtum erscheinen, das er auf den Sühnedeckel der Bundeslade sprengte: Heb 9:7 „in das zweite Zelt aber geht einmal im Jahr nur der Hohepriester, nicht ohne Blut, das er für sich selbst und für die Versehen des Volkes darbringt.“

Genauso wie der irdische Hohepriester mit Blut vor der Anwesenheit Gottes im Allerheiligtum erschienen ist, so lehrt Heb 9,12 über den hohepriesterlichen Dienst des Herrn Jesus „auch nicht mit Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit [oder ‚durch’] seinem eigenen Blute, ist ein für allemal in das Heiligtum eingegangen, als er eine ewige Erlösung erfunden hatte.“

In Hebräer 12 werden zudem ab Vers 22 sieben himmlischen Wahrheiten beschrieben, zu denen die Gläubigen gekommen sind. Die letzten Aussagen über die himmlischen Dinge werden in  Vers 24 genannt „und zu Jesu, dem Mittler eines neuen Bundes; und zu dem Blute der Besprengung,“.

 

Der Heilige Geist sagt hiermit also ausdrücklich, dass das Blut des Herrn im Himmel ist.

 

Darüber hinaus weist Heb 10,19 darauf hin, dass wir aufgrund des Blutes Jesu Freimütigkeit zum Eintritt in das Heiligtum haben können.

 

D) Es ist somit eindeutig davon auszugehen, dass die Lehre MacArthur’s im Widerspruch zur Heiligen Schrift steht.

 

Peter Streitenberger