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Mülheim, 10. September 2017

Auserwählung 3

Lieber H,

a) Es gibt also einen Unterschied zwischen Vor und Nach Pfingsten.
Vor Pfingsten gibt es nach ihm keine Auserwählung zur Herrlichkeit,
da diese Gläubigen auf der Erde und nicht im Himmel bei Christus leben werden.
Die Nicht-Gläubigen gehen verloren.


Nach Pfingsten, gibt es dann Auserwählte die zur Herrlichkeit zuvor bestimmt sind.
Dann kommt bei ihm wie bei allen anderen Auslegern, die "Wir wissen nicht was mit den Nicht-Auserwählten ist,
wir müssen für Alle beten und sie zur Buße aufrufen, aber die Nicht-Auserwählten gehen verloren,
aber nicht weil sie nicht-auserwählt sind, sonder
n weil sie gesündigt haben".
Das glaube ich nicht. Aber gut, es scheint bis dahin sehr einleuchtend zu sein.
Ist das so richtig (bis auf den Schluss)?

 Ich denke, im ersten Teil der Beantwortung wurde schon deutlich herausgearbeitet, das die Auserwählten zu allen Zeiten (Haushaltungen) auf Grund von Gnade auserwählt sind.
Auserwählung steht auch immer mit der Teilnahme an der Herrlichkeit in Verbindung.

 Einen Unterschied zwischen der Zeit der Versammlung und den anderen Haushaltungen erkenne ich nur in so fern, als das die Gläubigen der anderen Haushaltungen
nicht zur Braut des Lammes gehören und
nicht Glieder des Leibes Christi sind.
Wenn wir uns genauer mit der Prophetie auseinandersetzen, dann entdecken wir, dass die neu Erde durchaus in der Sphäre der Herrlichkeit liegt.

 

[1] Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr.
[2] Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel herabkommen von Gott, bereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut.
[3] Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Thron sagen: Siehe, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. Off. 21,1-3.

 Ich denke, dass wir im Bezug auf neue Himmel und neue Erde in der Bibel genau unterscheiden müssen.
Wenn in Jesaja davon gesprochen wird, dass Gott einen neuen Himmel und eine neue Erde macht, dann bezieht sich dies eindeutig auf das 1.000-jährige Reich (Jesaja 66).
Da geht es zum einen darum, dass diese Erde gereinigt wird, aber es gibt noch Tod. Ein völlig anderer Zustand, als den, den wir in Off. 21 finden.
Die neuen Himmel und die neue Erde, von Off. 21 sind aber nach 2. Petr. 3,13 dadurch gekennzeichnet, dass in ihnen Gerechtigkeit wohnt.
In Off. 21 wird dann auch ausdrücklich betont, dass es dort keinen Tod mehr gibt.
Also neue Himmel und neue Erde in Jesaja 66 beschreibt etwas völlig anderes als in Off. 21 und 2. Petr. 3.

 Die Auserwählten wurden auf Grund der Gnade auserwählt und wir haben bereits in der ersten Antwort gesehen, dass sie Gerechte sind. Dort wo Gerechtigkeit wohnt können nur Auserwählte wohnen.

 Wenn wir bei der ersten Frage davon ausgegangen sind, dass auf Grund der Gnade die Gerechten Auserwählte sind,
weil sie dem Bilde seines Sohnes gleichförmig sein werden und weil der Sohn selbst ihre Leiber der Niedrigkeit umgestalten wird zur Gleichförmigkeit mit seinem Leib der Herrlichkeit,
dann wissen wir schon sehr genau, warum es solche gibt, die nicht auserwählt wurden.

 [7] Denn schon ist das Geheimnis der Gesetzlosigkeit wirksam; nur ist jetzt der da, der zurückhält, bis er aus dem Weg ist,
[8] und dann wird der Gesetzlose offenbart werden, den der Herr Jesus verzehren wird durch den Hauch seines Mundes und vernichten wird durch die Erscheinung seiner Ankunft,
[9] ihn, dessen Ankunft nach der Wirksamkeit des Satans ist, in aller Macht und allen Zeichen und Wundern der Lüge
[10] und in allem Betrug der Ungerechtigkeit denen, die verloren gehen
, darum, dass sie die Liebe zur Wahrheit nicht annahmen, damit sie errettet würden.
[11] Und deshalb sendet ihnen Gott eine wirksame Kraft des Irrwahns, dass sie der Lüge glauben
,
[12] damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt, sondern Wohlgefallen gefunden haben an der Ungerechtigkeit. 2. Thes. 2,7-12

 Nicht auserwählt sind die, die Wohlgefallen an der Ungerechtigkeit haben.
Darum gehören sie nicht zur Auswahl der Gnade. Sie gehen nicht verloren, weil sie Nicht-Auserwählte wären, sondern sie sind nicht auserwählt, weil sie das Bild des Menschen vom Staube tragen und Wohlgefallen finden an der Ungerechtigkeit.

 Als Ungerechte, Gesetzlose und Gottlose passen Sie einfach nicht dorthin, wo Gerechtigkeit wohnt. Ihr Ungehorsam hat dazu geführt, dass sie nicht auserwählt wurden. Sie sind nicht in Christus und Christus ist nicht in Ihnen.

 Darum vertrieb Gott Adam und Eva aus dem Paradies, damit sie nicht von dem Baum des Lebens essen und dann ewig in ihren Sünden Leben würden. Wer nicht der Auswahl Gottes entsprechen will, der ist in Ewigkeit Tod in Sünden und Vergehungen, das ist aber ein sehr bewusster und darum überaus schrecklicher Tod. Unaufhörlich, ewig dem Selbstvorwurf ausgesetzt „nicht gewollt“ zu haben, in ewiger Einsamkeit,
„wo der Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt“ Mark. 9,44+46+48 

 Herzliche Grüße

 Ulrich