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Frage: 1466   Apostasie                   1485 Notwendigkeiten Franz Kaupp A = 30.05.04  aus einer anderen Website

Wenn wir den Begriff Apostasie  besprechen, dann kommen wir nicht umhin, in  einfach für das was wir sagen wollen, neu zu definieren.
Zunächst aber aus dem  Lexikon:
 http://www.net-lexikon.de/Apostasie.html
http://www.net-lexikon.de/Kirchenaustritt.html

Meine Definition für Apostasie ist die, dass bei vielen  Christen "Apostasie" als das Wiederverloren - gehen- können eines durch Christus erretteten, wiedergeboren Menschen gemeint sei. Allgemein wird dies als "Abfall" verstanden. Nun das ist etwas, was es eigentlich gar nicht geben kann, noch nie geben hat und nie geben wird, aber ich muss das aus dem Worte Gottes natürlich herleiten.

Als Einstieg möchte ich auf einen weit verbreiteten Irrtum hinweisen, nämlich dass der Hebräerbrief eben dies lehre. Es werden dann häufig die ersten Verse aus Hebräer 6 angeführt.

Wie beinahe immer, spricht das Wort Gottes in einen Situation hinein, deckt etwas auf, erklärt einen Umstand, aber selten kann man es 1 : 1 auf sich selbst direkt anwenden. Wenn in 1. M 6 die Arche Noah beschrieben wird, dann ist da keine Aufforderung zu finden, dass ich nun auch in den Wald gehen soll um Holz für eine Arche zu schlagen. Warum soll ich das nicht? weil ich keine Aufforderung dazu im Worte Gottes finde. Das Wort Gottes offenbart dann auch, dass es nie mehr eine weltumspannende Flut geben wird.

Ist der Hebräerbrief direkt an mich geschrieben? NEIN! Beweis: Hebräer 2, 3.
Ist der Hebräerbrief für mich geschrieben? JA, alles im Worte Gottes ist für mich geschrieben. 1. Kor, 10.6
Waren alle, an die der Hebräerbrief direkt geschrieben wurde, errettet? Das weiss niemand, aber ich hoffe es für sie.
An wen wurde der Hebräerbrief direkt geschrieben? An Juden, die nun ein christliches Bekenntnis hatten, die unmittelbare Zeugnisse von solchen hatten, die die Apostel und eventuell auch  den Herrn Jesus auf Erden noch persönlich kannten.

Diese Juden waren aber im hören des Wortes Gotte träge geworden. sie kannten nicht einmal mehr die Elemente des AT richtig. Hebr 5.12. Und heuet gibt es Christen die meinen, sie könnten Hebräer Kp 6 auslegen obwohl sie das AT nicht kennen. Ich denke bevor man das AT nicht mindesten 10 x durchgelesen hat, kann man keinen einzigen Vers aus dem NT nur halbwegs verstehen, geschweige denn andere belehren.  Interessant ist es immer Brüder zuzuhören, von denen man weiss, dass sie eigentlich keinen Deut vom AT kennen, aber sich einfach gerne hören.
Test: wer findet auf Anhieb Obadja? Von was spricht 4. Mose 6,; Wie geht die Reihe in 1. Mose 3 -11. Wie oft ist das Volk um Jericho gelaufen, wo steht es ? Wer solche Dinge nicht auf Anhieb weiss, kann unmöglich nur Pips sagen zu Hebräer 6... Also Unmündige mämmeln noch Milch und können wohl Geräusche von sich geben , aber sie sind noch nicht in der Lage, sich selbst zu versorgen, geschweige denn andere. Sie sind nicht fähig Gut von Böse zu unterscheiden, das lernt man nämlich durch das Studium des Wortes Gottes, hier des AT.

Zu Hebr  6.
Der Apostel nimmt sie auf dem Gedankengang nun weiter, und fordert sie auf die Schatten des AT hintersich zulassen. Vers 1 + 2, welche alle  AT. Belehrungen, keine christliche Belehrungen beinhalten.  In Vers 5+6 kommt nun der Ernst der Lage zu Tage für solche, die die bestätigenden Wunderwerke. (KP 2, 3+4) und wieder ins Judentum zurück gefallen sind, und dadurch den Sohn Gottes selber für sich gekreuzigt haben, dass diese wiederum Busse tun können.  Sie waren nie errtetet nur konvertiert. Die äusseren Dinge des Christentums haben sie für eine Zeitlang angezogen, dann als Drangsale wegen dem Glauben kamen, gingen sie ins Judentum zurück. Sie waren aber auch keine gläubige Juden, nur religiöse Menschen.
Quintessenz. Genauso, in der Art,  wie es in Hebräer 6 mit dem Abfall gemeint ist kann heute niemand abfallen, da er die Apostel nicht sah, noch dass heute göttliche Wunder in dem Sinne geschehen könnten, dass sie die Apostel bestätigten. Und wenn jemand errettet, ist wird er nie ins Judentum zurückgehen.

In ÌHM
Hans Peter

Gewissheit 
Können Gläubige (Wiedergeborene ) verloren gehen?   von J. Ph. Fijnvandraat

Das Thema des Hebräerbriefes:

4. Ein Bild unserer Erlösung. Der Mensch ist Gottes Eigentum, denn Er hat ihn geschaffen. Er ist aber nicht nur von Gott weggelaufen, sondern hat Ihn auch beraubt. Das Gesetz gibt ihm keine Freistatt, die Gnade aber gewährt ihm das Recht der Berufung auf Begnadigung: Er nimmt Zuflucht zu Jesu, den Gott als seinen «Gefährten» ansieht. In Ihm wird der Sünder neugeboren; als Sohn findet er in Christo einen Mittler und in Gott einen Vater. Er kehrt zu Gott zurück und wird aufgenommen, nicht als Sklave, sondern wie Christus selbst, alle seine Schuld hat Christus auf sich genommen.

Der Brief an die Hebräer,  aus Robert Lee, Ernst Paulus Verlag Neustadt/Weinstrasse

Schlüsselwort: «Besseres», «Vorzüglicheres», «Grösseres».

Botschaft: Das Heilmittel für verzagte Israeliten; eine richtige Schau der Herrlichkeiten der Person und des Werkes Christi.

Verfasser:

Der Schreiber dieses Briefes ist nicht genannt. Eusebius erzählt, dass Pantoenus von Alexandrien (2. Jahrh.) die Autorschaft dem Paulus zuschrieb. Tertullian von Karthago (3. Jahrh.) erklärte, dass Barnabas der Schreiber war; Luther glaubte, Apollos habe ihn geschrieben. Dr. Campbell Morgan dachte, dass er das Gepräge von Pauli Denkweise und Lukas' Schreibart trage, und Dr. Scotfield nimmt an, dass darin einige der Ansprachen Pauli in den Synagogen enthalten seien. Er muss etwa um das Jahr 64 nach Chr. geschrieben worden sein, da auf den Tempel als noch bestehend Bezug genommen wird. Es kann aber kaum ein anderer als Paulus den Brief geschrieben haben, da es sich hier um eben den Lehrpunkt handelt, über den allein Paulus volle Klarheit hatte und zwar durch besondere ihm gegebene Offenbarung. Wieviel hatte es gebraucht, bis ein Petrus klar wurde in dieser Sache!

Gegenstand:

Infolge der bittern Verfolgung dachten die Judenchristen, dass sie alles (Altar, Priestertum usw.) verloren hätten, weil sie sich der

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Sache Christi zugewandt hatten. Sie hatten angefangen, die christlichen Vorrechte wegen ihrer Leiden zu unterschätzen, und waren, im ganzen genommen, in Gefahr, abzufallen. Der Apostel Paulus (denn ohne Zweifel hat er den Brief geschrieben) versucht nun, ihre Bedenken zu zerstreuen.

Geschicklichkeit:

Beachte, mit welchem Geschick der Schreiber mit diesen verzagten und zweifelnden Christen umgeht:

1. Paulus richtet ihren Sinn auf die Herrlichkeit der Person und des Werkes des Herrn Jesu.

2. Er zeigt ihnen, dass sie, anstatt alles zu verlieren, alles gewonnen hätten und dass das Christentum dem Judentum überlegen sei. (Beachte «wir haben»; Kap. 4,14; 6,9; 10,19; 8,1; 13,10.14.)

3. Dann zeigt er ihnen, dass sie noch nicht das, was andere gelitten hatten, erduldeten. Coleridge hat schön ausgedrückt, dass der Römerbrief die Notwendigkeit des christlichen Glaubens, der Hebräerbrief aber die Überlegenheit desselben nachweise. Der Schreiber tut dies nicht durch Herabsetzung des Alten, sondern indem er das Neue als die Erfüllung des Alten zeigt. Sie hatten Gutes im Alten, jetzt aber hatten sie in allen Stücken «Besseres;». Dieser Brief ist oft das «fünfte Evangelium» genannt worden, weil die ändern vier vom Werk Christi auf Erden reden, dieser aber von Seinem Werk im Himmel.

Studium nach Stichworten:

Kein anderes Buch ist so sehr zum Studium nach Stichworten geeignet wie dieses, z. B.:

a) «Vollkommen, vollendet» (Kap. 2,10; 5,9.14; 7,11.19.28; 9,9. 11; 10,14; 11,40; 12,2).

b) «Himmlisch - Himmel» (Kap. 1,10; 3,1; 4,14; 6,4; 7,26; 8,1. 5; 9,23.24; 11,16; 12,22.23.25.26).

c) «Ewig - Ewigkeit - in die Zeitalter der Zeitalter» (Kap. 1,8; 5,6.9; 6,20; 7,17.21.24.28; 9,12-15; 13,8.20.21).

d) «Gesetzt» (Kap. 1,3; 8,1; 10,11-12; 12,2).

e) «Einmal - ein für allemal» (Kap. 7,27; 9,12.26-28; 10,2.10).

f) «Besseres»; «Vorzüglicheres»; «Grösseres» (Kap. 1,4; 3,3; 6,9; 7,7.19.22; 8,6; 9,11.23; 10,34; 11,4.16.26.35.40; 12,24).

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Lee, Abriß 13

Gliederung:

A. Die Beweisführung (Kap. l bis 10,18) Die Herrlichkeit der Person and des Werkes Christi

1. Der Herr Jesus grösser als die Propheten (Kap. l, l-3)

1. Die Propheten waren gross, aber der Sohn ist grösser, denn während Gott durch die Propheten redete, redete Er i m Sohne (oder als Sohn). Jesus ist selbst das letzte Wort.

2. Beachte die Stelle «sich gesetzt hat» in Vers 3, auch einer der charakteristischen Ausdrücke des Hebräerbriefes, der ein restlos vollbrachtes Werk andeutet. 2. Der Herr Jesus grösser als die Engel (Kap. l, 4 bis Kap. 2)

1. Engel sind grosse Wesen, aber der Herr Jesus ist grösser, denn 1. ist Er der Sohn Gottes, 2. von Gott gezeugt, 3. sagte Gott nie zu jenen, was Er zum Sohne spricht: «Dein Thron, o Gott...».

2. «Gesalbt mit Freudenöl über Deine Genossen» (Kap. l, 9) beweist, dass der Herr nicht nur «der Mann der Schmerzen», sondern auch «der Mann der Freuden» war.

3. Der Herr Jesus grösser als Moses (Kap. 3)

1. Wie gross war doch der Mann Moses! Aber Jesus ist grösser. Moses war ein treuer Diener, Jesus aber ist ein treuer Sohn über Sein Haus.

2. Diese Feststellung wurde zur furchtbaren Anklage für die Juden jener Tage und ist es in der Tat auch heute noch.

4. Der Herr Jesus grösser als Josua (Kap. 4, l-13)

1. Josua war ein grösser Führer, der jedoch fehlte, aber Jesus ist ein grösserer und vollkommener Führer, denn Er allein kann wahre Ruhe geben und zu ihr führen.

2. Ist das «Wort Gottes» in Vers 12 der Herr Jesus? Gewisslich ist Er das Wort Gottes, lebendig und wiiksam, der Allweise und Allwissende.

5. Der Herr Jesus grösser als Aaron (Kap. 4,14 bis Kap. 10,18)

Aaron und seine Nachfolger waren gross, aber Jesus ist grösser, denn 1. Er war ohne Sünde, während jene Sünder waren (Kap. 4,15).

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2. Er war Priester nach einer höhern Ordnung als diejenige Aarons (Kap. 5,6).

3. Er ist als unser Vorläufer in den Himmel gegangen, was Aaron niemals konnte (Kap. 6, 20).

4. Abraham anerkannte, dass Melchisedek grösser war als er (Kap. 7,4).

5. Die Ordnung Melchisedeks ist eine ewige (Kap. 7,16-17).

6. Aaron diente den Schatten der himmlischen Dinge, Jesus aber diente diesen Dingen selbst (Kap. 8, l-5).

7. Er ist der Mittler eines besseren Bundes (Kap. 8,6-13).

8. Er dient in einem bessern Heiligtum (Kap. 9, l-25).

9. Er dient als solcher, der durch Seinen Opfertod ein besseres Opfer dargebracht hat (Kap. 9, 25-28); dieses war vollkommen und voll-gültig (Kap. 10,1-18).

B. Die Anwendung (Kap. 10,19 bis Kap. 13,25) Das Leben, das wir am Seines Werkes willen leben sollen

Wie ein kluger Prediger hob der Schreiber die Anwendung nicht bis zum Ende auf, sondern er zog wiederholt die Lehre, wie z. B. in Kap. 2, l-4; 3,7-19; 6,1-12. Aber die eigentliche Anwendung beginnt hier und ist bemerkenswert durch die öftere Wiederholung des Ausdrucks «Lasst uns» und zwar:

1. Betrachten den Apostel und Hohenpriester (Kap. 3, l; 12, 2)

2. Fortfahren zum vollen Wüchse (Kap. 6,1)

3. Hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen (Kap. 10,19-22)

4. Festhalten das Bekenntnis der Hoffnung (Kap. 10,23)

5. Auf einander achthaben (Kap. 10,24-25)

6. Ausharren im Glauben (Kap. 10, 26 bis Kap. 11,40)

7. Jede Bürde und die leicht umstrickende Sünde ablegen (Kap. 12,1)

8. Mit Ausharren laufen (Kap. 12,1-2)

9. Mannhaft dulden (Kap. 12,3-29)

10. Die Bruderliebe bleibe (Kap. 13, l-4)

11. Der Wandel sei ohne Geldliebe (Kap. 13, 5)

12. Hinausgehen aus dem Lager (Kap. 13,13)

13. Opfer des Lobes darbringen (Kap. 13,15)

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